Persönliches
Kin­der­kne­ten und Bal­lon­schmin­ken

Die Sonn­aben­de unmit­tel­bar vor einer Wahl las­sen deut­sche Innen­städ­te noch schwe­rer zu ertra­gen wer­den als sonst. Zu bemit­lei­den sind sicher­lich die­je­ni­gen, die ohne jedes Rede­ta­lent einen Infor­ma­ti­ons­stand ihrer Par­tei zu beman­nen haben: Wäh­ler der hie­si­gen AfD zum Bei­spiel wird man ver­mut­lich, obwohl, und nicht, weil man mit ihren Wer­bern gespro­chen hat.

In der Innen­stadt zahl­lo­se Klein­kin­der mit Par­tei­luft­bal­lons zu sehen wirft in mir regel­mä­ßig die Fra­ge auf, was Par­tei­en sich davon ver­spre­chen: Kin­der im Luft­bal­lon­al­ter haben kein Stimm­recht und Eltern legen (hof­fent­lich) mehr Wert auf poli­ti­sche Inhal­te als auf Kugel­schrei­ber und Auf­kle­ber.

Ande­rer­seits: Vor eini­gen Jah­ren ver­teil­te ich selbst an poli­ti­schen Info­stän­den Auf­kle­ber. Die­se hat­te ich selbst gestal­tet und es war kein Par­tei­lo­go dar­auf zu sehen, statt­des­sen tru­gen sie die Auf­schrift „Fickt euch!“ oder ein schlich­tes „Nein.“. Mit so etwas gewinnt man inter­es­sier­tes wahl­be­rech­tig­tes Publi­kum, nicht mit Gefa­sel und Kin­der­schmin­ken.

Die Lin­ke hat es heu­te rich­tig gemacht: Dort erhielt ich einen Becher mit hin­rei­chend star­kem Kaf­fee. Damit hat die Lin­ke es als bis­her ein­zi­ge Par­tei geschafft, selbst im Rah­men ihres Wahl­kamp­fes mein Leben zu ver­bes­sern. Ob und wie sich das auf mein Wahl­ver­hal­ten aus­wirkt, soll hier gar nicht das The­ma sein; aber wenn eine Par­tei, die hin­sicht­lich der Zustim­mung im Vol­ke gera­de strau­chelt, hier nach Ideen forscht, so emp­feh­le ich einen Aus­schank. Poli­tik ist trocken genug.

Mit Bal­lon­schmin­ken und Kin­der­kne­ten taugt man nur zum Zir­kus.

In den Nachrichten
Phil­ipp Fürch­te­gott Reemts­ma gefällt das.

Moham­med sei in meh­re­ren deut­schen Bun­des­län­dern der belieb­te­ste Name für männ­li­che Neu­ge­bo­re­ne, teil­te die Gesell­schaft für deut­sche Spra­che mit. Meh­re­re Men­schen namens Chri­sti­an kri­ti­sie­ren seit Jah­ren die­sen reli­giö­sen Ein­fluss auf den All­tag von Anders­gläu­bi­gen, fin­den es aber auch wei­ter­hin rich­tig, dass ich sonn­tags kein Klo­pa­pier kau­fen darf. Wegen Jesus.

Sonstiges
Minia­tu­ren (07.05.24)

37 sei (natür­lich neben 42 und, hihi, 69) die häu­fig­ste Zahl, die Men­schen nen­nen, wenn man sie bit­tet, sich eine ver­meint­lich zufäl­li­ge Zahl aus­zu­den­ken, steht neu­er­dings im Inter­net. Der „9 9 9 9…“-Zufallsgenerator aus der Unter­welt im Dil­bert-Comic war da gera­de­zu pro­phe­tisch.


Säbel­ras­seln schön und gut, aber haben die kein Schieß­pul­ver?


Promipool.de ist hell­auf begei­stert: Sophia Tho­m­al­la, schrei­ben sie, „zei­ge sich“ im Biki­ni. Tja, ich habe „mich“ sogar schon mal nur in einer Bade­ho­se „gezeigt“. Sophia Tho­m­al­la kann mir gar nichts.


Augn ist eine wirk­lich schreck­li­che deut­sche Musik­grup­pe, wenn man gute Tex­te und instru­men­ta­le Fähig­kei­ten schätzt und ungern schmun­zelt beim Musik­hö­ren. Wärm­stens emp­foh­len, aber eher aus Ver­se­hen.


Kalau­er des Tages: Die Quatsch­par­tei Volt möch­te laut Twit­ter und eige­ner Web­site, dass zwecks Wahl­kampfs „Tau­sen­de“ mit Volt­ener­gie („Volt-Ener­gie“) ange­steckt wer­den. Ich will ja nicht unken, aber letz­tes Mal, als Tau­sen­de ange­steckt wur­den, haben wir die Schu­len zuge­macht.


„Pkw-Fah­rer stirbt nach Fron­tal­zu­sam­men­stoß mit zwei Autos“ („hes­sen­schau“, Her­vor­he­bung von mir); Respekt!


Gun­ter Dueck wit­zel­te kürz­lich, die Welt sei jetzt see­lisch reif genug für einen Elek­tro-Man­ta. Ich gehe davon aus, zuerst wird es Elek­tro­roller­gangs geben. Hells Angels ihre Schwe­stern. Kein Schach­club wird vor ihnen sicher sein.

Politik
Schrö­din­gers Reli­gi­ons­frei­heit zum #CDUPT24

Heu­te, erfah­re ich, beschlie­ße die CDU ein neu­es Grund­satz­pro­gramm, in dem selbst nach Annah­me etwa­iger Ände­run­gen (Archiv­ver­si­on) fol­gen­de Aus­sa­gen gleich­be­rech­tigt neben- bezie­hungs­wei­se hin­ter­ein­an­der ste­hen wer­den:

Jeder Mensch ist als von Gott geschaf­fe­nes Wesen ein­zig­ar­tig (…). Wir machen uns (…) für das Recht auf Reli­gi­ons­frei­heit und den Schutz reli­giö­ser Min­der­hei­ten stark.

Reli­gi­ons­frei­heit ist eine schö­ne Sache – so lan­ge sie nicht der christ­li­chen Schöp­fungs­ge­schich­te („von Gott geschaf­fe­nes Wesen“) wider­spricht. Ver­ste­he schon. Die Kin­der des Arm­schwei­ßes sind mit­ge­meint.

MontagsmusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Värt­ti­nä – Lasetus // Für mehr Knob­lauch­ta­ge!

Frühstück!

Es ist Mon­tag. Fra­ge: War­um haben die USA eigent­lich zwei Fei­er­ta­ge für Knob­lauch und unser­ei­ner kei­nen ein­zi­gen? Als einer der­je­ni­gen Men­schen, die beim Kochen ihre Min­dest­men­ge an hin­zu­zu­fü­gen­dem Knob­lauch bei vier bis fünf Zehen über dem, was im – soweit vor­han­de­nen – Rezept emp­foh­len wird, fest­ge­legt haben, sehe ich da ein kla­res Ver­säum­nis des Gesetz­ge­bers. Natür­lich soll der Tag des Knob­lauchs dann kein arbeits­frei­er Fei­er­tag sein; aber der Tag dar­auf wird zumin­dest das mobi­le Arbei­ten (vul­go: „Smart“, äh, „Home Office“, was recht­lich ja wie­der was ziem­lich ande­res ist) hin­rei­chend wür­di­gen. Müs­sen. Guten Appe­tit.

Völ­lig über­ra­schend (für Men­schen, die drin­gend einen Com­pu­ter­grund­kurs besu­chen soll­ten) habe sich, ent­neh­me ich der ein­schlä­gi­gen Bericht­erstat­tung, neu­lich her­aus­ge­stellt, dass es eine unfass­bar sack­däm­li­che Idee sei, Daten, deren Ver­füg­bar­keit man für wich­tig erach­tet, aus­schließ­lich auf dem Com­pu­ter ande­rer Leu­te abzu­le­gen. Hof­fent­lich bringt bald jemand eine Mög­lich­keit raus, Text­do­ku­men­te inner­halb des eige­nen Netz­werks zu sichern. – Apro­pos Com­pu­ter: In Groß­bri­tan­ni­en strei­chen man­che Behör­den jetzt den Apo­stroph im Geni­tiv von Stra­ßen­na­men, weil Pro­gram­mie­rer zu blöd dafür sind. Ein gera­de­zu hin­ter­häl­ti­ger Ver­such, die Bri­ten samt und son­ders ver­rückt zu machen, sei das, erfah­re ich aus den Medi­en, und ich beglück­wün­sche den Schelm, der sich da als Pro­gram­mie­rer ein­ge­schli­chen und so was ange­rich­tet hat. Cha­peau!

Weni­ger cha­peau­wür­dig: Dem­nächst haben wir wie­der den Gedenk­tag der deut­schen Nie­der­la­ge im Zwei­ten Welt­krieg zu bege­hen. Sicher­heits­hal­ber ist es in der Bun­des­haupt­stadt auch in die­sem Jahr wie­der ver­bo­ten, die Sie­ger zu ehren. Kriegs­tüch­tig. Wis­sen­schon. (Mein Mit­leid mit ver­mö­bel­ten SPD-Mit­glie­dern ist übri­gens immer exakt so groß wie das Rück­grat der SPD, die Über­wa­chungs­ge­set­ze betref­fend. Es liegt ganz bei ihnen.)

In Paki­stan wer­den die Gei­er knapp. Auch mal eine neue Art von Pro­blem. Kein Pro­blem (vor allem, wenn man die Spra­che nicht ver­steht): Musik.

Värt­ti­nä – Lasetus

Guten Mor­gen.

ProjekteNetzfundstückeNerdkrams
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 3. Mai 2024 (EDV-Edi­ti­on)

Ver­rück­te AGB der Woche: Man darf nicht auf die Web­site von Voda­fone ver­lin­ken, wenn man kei­ne eige­ne Web­site hat.


Her­stel­ler von Tasten­te­le­fo­nen ver­kau­fen wie­der mehr Tasten­te­le­fo­ne. Ver­ste­he ich nicht: Sna­ke läuft dar­auf nicht.


In eige­ner Sache: Ich habe jüngst groff­stu­dio 0.14.0, das welt­be­ste (weil ein­zi­ge) IDE für groff, das bes­se­re LaTeX, ver­öf­fent­licht. Unter Win­dows ist Ghost­script zum PDF-Export jetzt Vor­aus­set­zung, unter ande­ren Syste­men ist es optio­nal. Erst­mals wur­de es unter Win­dows über­haupt von irgend­wem außer mir gete­stet, scheint mir.


Groß­ar­ti­ger (eng­lisch­spra­chi­ger) Text zum Zustand des Inter­nets: Heat Death of the Inter­net.

Sonstiges
Tag der AIr­beit (Nach­trag): Sel­ber­pup­sen ist die Zukunft

Kaum ist der Tag der Arbeit vor­bei, schon wird die Arbei­ter­klas­se wie­der schritt­wei­se ent­mün­digt:

Goo­gles Tele­fon-App bekommt ein Nip­pel­board. Damit kann man bei Gesprä­chen meh­re­re Geräu­sche ein­streu­en – von Pups bis Wei­nen.

Die­se schlei­chen­de Weg­au­to­ma­ti­sie­rung banal­sten All­tags muss ein Ende haben. Pro­le­ta­ri­er aller Län­der, pupst beim Tele­fo­nie­ren!

(Mich per­sön­lich stört beim Tele­fo­nie­ren ja am mei­sten das Geräusch, das ent­steht, wenn eine ande­re Per­son spricht.)

Sonstiges
Tag der AIr­beit

(Was ich heu­te, da ich aus­ge­rech­net die CDU mit einem eige­nen Info­stand beim Tag der Arbeit gese­hen habe, sie schon aus Per­ple­xi­ons­grün­den zu fra­gen ver­ges­sen habe: War­um haben wir eigent­lich Maler, Musi­ker und Schrift­stel­ler weg­zu­au­to­ma­ti­sie­ren gelernt, aber die Fen­ster müs­sen wir im Som­mer immer noch sel­ber put­zen?)

Spaß mit Spam
Edwin Castro Foun­da­ti­on

Mich erreich­te fol­gen­de E‑Mail (ohne Zei­len­um­bruch, aber auch ohne Betreff), aus­nahms­wei­se am Spam­fil­ter vor­bei:

Auf­merk­sam­keit !!!

Hän­de hoch! Äh, zu Befehl!

Mein Name ist Edwin Castro, ich habe den Jack­pot der Power­ball-Lot­te­rie in Höhe von 2,04 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gewon­nen.

Den wah­ren Kern der E‑Mail möch­te ich gar nicht bestrei­ten, aber die Fra­ge sei gestat­tet: Power­ball klingt nach einer Man­ga­se­rie von vor zwan­zig Jah­ren. Kom­men da Tie­re drin vor oder wenig­stens ein Typ mit einem Schwanz (hin­ten)? Und wie kommt man auf die selt­sam schrä­ge Sum­me von 2,04 Mil­li­ar­den US-Dol­lar – sind da Zin­sen drin oder drau­ßen?

Ich habe beschlos­sen, Men­schen in Not mit der Sum­me von 500.000 USD für 50 Men­schen zu hel­fen.

50 mal 500.000 US-Dol­lar sind immer noch nur 25 Mil­lio­nen US-Dol­lar. Typisch Groß­ka­pi­ta­list. Sofort ent­eig­nen!

Wenn Sie die­se E‑Mail erhal­ten haben, beach­ten Sie, dass Sie von der Stif­tung Edwin Castro Foun­da­ti­on aus­ge­wählt wur­den.

Ja, äh, gut. Dann beach­te ich das jetzt mal. Aber wofür genau aus­ge­wählt? Was soll ich tun? Wer­de ich dem­nächst erschos­sen und/oder geges­sen, damit es nur noch 49 Men­schen sind?

Lei­der war für sol­che Details das E‑Mail-Brief­pa­pier zu früh aus­ge­gan­gen, daher ver­setzt mich Edwin Castro in eine ver­meint­li­che Hol­schuld:

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen wen­den Sie sich per E‑Mail an Yavin James { Dis­patch Agent}.

Selbst unter der Annah­me, dass ich bekloppt genug wäre, da mal nach­zu­fra­gen: Geht nicht. Eine Mail­adres­se ist nicht bei­gefügt.
Die Abwe­sen­heit jeg­li­cher Adress­an­ga­be ist zwar ver­mut­lich der Grund, dass die­se E‑Mail es durch den Spam­fil­ter geschafft hat, aber so recht hilf­reich beim Geld­sam­mel­ver­such dürf­te es nicht sein. Aber was weiß ich schon? Ich bin ja nur aus­ge­wählt.

Grü­ßeEd­win Castro-Stif­tung

Immer­hin: Es grüßt der Herr, es ver­ab­schie­det die Stif­tung; oder die Gat­tin heißt Stif­tung und Edwin Castro hat einen die­ser feschen Dop­pel­na­men ange­nom­men. Unklar, ob die „Edwin-Castro-Stif­tung“ mit oder ohne Bin­de­strich jetzt das­sel­be ist wie die „Stif­tung Edwin Castro Foun­da­ti­on“. Kei­ne Sor­ge, der Agent ist dis­patcht.

NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusikPersönliches
Jet­h­ro Tull – A Pas­si­on Play // Whis­kyn­eid mit Mari­net­ti

Ja moin. (via yu_ka7493 auf Twitter)

Es ist Mon­tag, ein guter Tag für so genann­te Bericht­erstat­tung. Es war eine blö­de Idee, die­se Leu­te ins Inter­net ein­zu­la­den. Sie ver­ste­hen nicht, was hier geschieht, aber sie schrei­ben sicher­heits­hal­ber schon mal was auf. Do you, Mr. Jones?

Ich habe vor­ge­stern, beim Schlen­dern zwi­schen zwei Ange­bo­ten auf der Open Whis­ky in aus­ge­rech­net Han­no­ver, fas­sungs­los fest­ge­stellt, dass ich die­ses Jahr noch auf min­de­stens drei Whis­ky­mes­sen sein zu wol­len ange­kün­digt habe. Ich mei­ne, es gibt ja wirk­lich sehr lecke­re Sachen dort („lecker“ ist eines die­ser Adjek­ti­ve, die man wie­der sagen darf, nach­dem das Jahr­zehnt des Über­an­ge­bots an „lecke­ren“ Din­gen in der Wer­bung nun eine Wei­le zurück­liegt), aber es ist demo­ti­vie­rend, jedes Mal eine Aus­wahl tref­fen zu müs­sen, weil Zeit und Geld eben auch nie für alles rei­chen, was den eige­nen Geschmack viel­leicht tref­fen könn­te oder wenig­stens den Hori­zont erwei­tert. Manch­mal benei­de ich Men­schen, die sich um Aro­men­viel­falt nicht sche­ren und nur die Druck­be­tan­kung anstre­ben. Sie haben es so leicht.

Krieg ist Femi­nis­mus! (Abon­ne­ment­ge­döns, auch mit Schran­ken­um­ge­her, aber der Ein­lei­tungs­text reicht völ­lig.) Irgend­wel­che Män­ner­rechts­blog­ger ver­schwin­den fol­ge­rich­tig in den Schüt­zen­grä­ben und blei­ben lie­ber anonym im Inter­net, so lan­ge das noch legal ist. (Mario Voigt von der CDU for­dert schon wie­der den Raus­wurf von Leu­ten aus sozia­len Medi­en. Ich for­de­re ja seit Jah­ren den Raus­wurf von über­re­gio­nal agie­ren­den Poli­ti­kern aus dem Inter­net. Das wäre lang­fri­stig die ent­span­nen­de­re Lösung für alle Sei­ten.) Immer­hin: Mir haben sie bis­her kei­ne merk­wür­di­gen Zet­tel ans Haus geta­ckert, nur mal ein unkom­men­tier­tes und weit­ge­hend unin­ter­es­san­tes Foto in den Brief­ka­sten geschmis­sen. Zum Glück hal­te ich mich hier mit kon­tro­ver­sen The­men weit­ge­hend zurück. Außer beim The­ma Musik, denn man kann die zeit­ge­nös­si­sche Pop­mu­sik gar nicht genug kri­ti­sie­ren. – DHL? Nicht zu spre­chen. Stu­dio-Braun-Fans gefällt das.

MS-DOS 4.0 ist mitt­ler­wei­le freie Soft­ware. Damit steht Open Source in deut­schen Stadt­ver­wal­tun­gen end­lich nichts mehr ent­ge­gen. Post­greS­QL, die ein­zi­ge wirk­lich gute freie rela­tio­na­le Daten­bank, lernt unter­des­sen MySQL zu simu­lie­ren. Damit gibt es kei­ne Aus­re­de mehr, immer noch MySQL und/oder MariaDB ein­zu­set­zen. Ist auch bes­ser für die Zukunfts­si­cher­heit. Ande­rer­seits bin ich ja schon froh, wenn eine Soft­ware es mir mal nicht zu schwer macht, sie intui­tiv bedie­nen zu kön­nen.

In der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ wird die öffent­li­che Debat­te über die Wehr­pflicht im Wirt­schafts­teil behan­delt, nahm ich gestern zur Kennt­nis. Passt. Ich fin­de es übri­gens nur kon­se­quent, dass die SPD will, dass die Deut­schen, abge­wickelt oder nicht, all­jähr­lich end­lich wie­der die­je­ni­gen Wehr­machts­na­zis ehren, die auch nach dem Krieg noch Bock auf Mili­tär hat­ten („Ange­hö­ri­ge der Wehr­macht (…) sind aller­dings nur inbe­grif­fen, wenn sie ihre mili­tä­ri­sche Kar­rie­re anschlie­ßend in der Bun­des­wehr fort­ge­setzt haben“), und die ande­ren aus­drück­lich nicht. „Vater­lands­lo­se Gesel­len“ (Wil­helm II.) waren in der SPD ja spä­te­stens im August 1914 unten durch. Noi voglia­mo glo­ri­fi­ca­re la guer­ra – sola igie­ne del mon­do. Mari­net­ti wäre heu­te wahr­schein­lich Sozi­al­de­mo­krat. Kein Futu­ris­mus für nie­man­den.

Im Inter­net bedankt sich Sarah Boset­ti man­cher­orts dafür, den „Grim­me Preis“ gewon­nen zu haben. Das las­se ich so ste­hen. – Apro­pos Spra­che: Am Wochen­en­de schö­nes, weil viel­sa­gen­des Prä­ter­itum gehört: etwas „flash­back­te“ den Spre­cher. Anders­wo, eben­falls am Wochen­en­de, schö­nes, weil tref­fen­des Wort gele­sen: Play­li­sti­fi­zie­rung. Gegen wenig­stens letz­te­res Phä­no­men hilft zuver­läs­sig das Hören gan­zer Musikal­ben. Es liest ja auch hof­fent­lich nie­mand nur ein­zel­ne Sei­ten aus einem Roman.

Ich fan­ge schon mal an.

Jet­h­ro Tull – A Pas­si­on Play (Full Album) 1973

Guten Mor­gen.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ange­merkt zur Rüstungs­pro­duk­ti­on

Man schel­te mich einen Nai­ven, wenn ich da ein­fach was nicht rich­tig ver­stan­den habe, aber die ver­meint­li­che Kon­se­quenz zwi­schen dem deut­schen „oh nein, Russ­land hat mehr Waf­fen, wir brau­chen jetzt auch mehr Waf­fen!“ und dem rus­si­schen „oh nein, die NATO hat mehr Waf­fen, wir brau­chen jetzt auch mehr Waf­fen!“ scheint mir – anders, als Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster, Armin-Laschet-Dop­pel­gän­ger und SPD-Rechts­au­ßen Boris Pisto­ri­us, des­sen Ansin­nen, gleich­zei­tig mehr Tötungs­ma­te­ri­al zu erwer­ben und/oder bau­en zu las­sen und dafür nicht in den Geld­töp­fen für Sozia­les zu wil­dern, sich mir schon rein volks­wirt­schaft­lich nicht so recht erschlie­ßen mag, die­ser Tage zu schwät­zen pflegt – eher ein in sich geschlos­se­ner Kreis­lauf als eine Fra­ge von Ursa­che und Wir­kung zu sein.