Es ist Montag. Die „taz“ berichtet über die Forderung nach der Freilassung einer Deutschen, die in Ungarn Straftaten begangen hat und darum nun in Ungarn im Gefängnis sitzt. Unmenschlich sei es dort. Man schelte mich einen Naivling, doch vermute ich, dass es eine ziemlich zuverlässige Möglichkeit, nicht in Ungarn ins Gefängnis zu kommen, ist, keine Straftaten in Ungarn zu begehen. Aber vielleicht gelingt das schlicht nicht jedem.
Apropos. Die von der „taz“ noch 1989 energisch verteidigte Wahrheit, dass Soldaten nichts sind als Mörder, wird von derselben „taz“ 2024 an die Frage geknüpft, welcher Nationalität die Soldaten sind, nehme ich indigniert zur Kenntnis. – Fast genau so witzig aus fast der gleichen Branche: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen endlich sparen (Archivversion), und zwar unter anderem hinsichtlich der Anzahl an Sendern. Ich gehe davon aus, als Belohnung für den Sparkurs werden die Rundfunkgebühren erneut erhöht werden. Sonst wäre das ja gar nicht sinnvoll jetzt.
„Künstliche Intelligenz“ kann jetzt sämtliche „markieren Sie alle Hydranten“-Tests lösen. Schön, dass wir das automatisiert haben. Aber warum muss ich eigentlich noch selbst meine Steuererklärung ausfüllen und meine Fenster putzen? (Neuerdings könnte ich das jemanden erledigen lassen, der sich als Superheld bezeichnet. Bis vor kurzem gab es, entnehme ich dem Internet, urheberrechtliche Ansprüche auf den Begriff „super hero“ seitens irgendwelcher Deppenkonzerne. Wieder was gelernt.)
Eine subtile Frage, die ich anderswo nur sinngemäß las, die ich aber für Stellenwert halte: Wenn das Cannabisgesetz so ein Reinfall ist, was spricht dann eigentlich überhaupt noch dagegen, dass CDU/CSU es wieder rückgängig machen?
Meine Lieblingsdroge, sowieso, war, ist und bleibt: Musik.
Guten Morgen.


„Man schelte mich einen Naivling, doch vermute ich, dass es eine ziemlich zuverlässige Möglichkeit, nicht in Ungarn ins Gefängnis zu kommen, ist, keine Straftaten in Ungarn zu begehen.“
Hast Du schon einmal den Begriff „Untersuchungshaft“ gehört?
Oder hat Richter tux0r jetzt entschieden, dass „Maja T.“ tatsächlich Straftaten begangen hat?
Das Ziel des zweiten taz-Links stimmt nicht, soll wohl dieser Artikel sein.
Verdammt, stimmt. Danke, da ist mir der Link (wie auch immer) teils abhandengekommen. Korrigiert.
In der juristischen Debatte fälle ich kein abschließendes Urteil, stelle nur fest, dass die übrigen Anwesenden während der Überfälle auf Indymedia die Vorwürfe in der Sache keineswegs auszuräumen willens sind, sondern mehr so „Nazis aufs Maul ist doch ne gute Sache“ argumentieren.
Nun ja, der taz-Artikel ist aus mehreren Gründen scheiße:
Ein Grund ist das Storytelling.
Der nächste Grund ist das Anreichern der Fakten mit Emotionen, und zwar so stark, dass das Geschilderte schon unglaubwürdig wirkt, und der (kritische) Leser fast schon auf die Idee kommen könnte, dass die Haftbedingungen vielleicht doch gar nicht so schlimm sein könnten. Dabei könnte der Leser allein einer nüchternen Faktenschilderung entnehmen, dass solche Haftbedingungen nicht sein dürfen (unabhängig von der Schuldfrage).
Und ein weiterer Grund ist die Vermischung mit der Schuldfrage im Artikel, obwohl sie auch hier nicht das Hauptthema ist.
Selbst der Artikel der Tagesmärchen ist da besser als der taz-Artikel.
Nazis sollten nur aufs Maul im Rahmen von Notwehr bzw. Nothilfe bekommen und da gäbe es schon genug zu tun.
Das mit der Lieblingsdroge verstehe ich gut. Die Dosis von – Hawksmoor – kann durchaus süchtig machen. Ist mit Video noch besser, weil es diese verdammte Bedrohung verdeutlicht.