Susan Sarandon so: „Das Internet ist für Familien ein Fluch!“
Genau; Eltern sollen ihre Sprösslinge lieber vor den Fernseher setzen, damit sie mehr Susan Sarandon gucken können. Im Internet kommt doch nur Blödsinn!
Ah, endlich passiert mal wieder was in Deutschland. Ich hatte schon angefangen, mich zu langweilen. Es gibt mächtig Zoff in der Medienlandschaft.
Die Piraten zum Beispiel – ich selbst treffe auf Parteitagen eigentlich überwiegend friedfertige, harmoniewillige Gestalten – lassen Johannes Ponader endlich mal in Ruhe und schießen sich stattdessen wieder einmal auf die Rechten ein. Dass sie dabei die einstigen Ideale (Achtung, ungewollt nautische Metapher folgt!) über Bord werfen wie einst die ehemals pazifistischen Grünen, interessiert sie dabei nur wenig:
Befinden sich die Piraten auf einen weg in die totalitäre Ecke?
Das ist nur einer der Gründe, wieso ich trotz (oder eben wegen) meiner Mitgliedschaft hoffe, dass die Piratenpartei bis auf Weiteres keinen Einzug in den Bundestag schaffen wird: Wenn schon intern die größten Schreihälse die Meinungshoheit an sich reißen, ist es dann wirklich ratsam, deren Bühne auch noch auf Bundesebene auszuweiten? Daran ändert auch eine FlauschCon nichts:
Unflauschiges Ende der #flauschcon: Boden und Wände ruiniert, Möbel gestohlen, explodierende Kosten, Rechtsstreit
Piraten sind eben auch nur Menschen.
Mit Wattebäuschchen bewerfen sich derweil auch Mitglieder der deutschsprachigen Wikipedia und Autoren des liberalen Magazins „eigentümlich frei“:
Was für ein Profil muss ein Wikipedia-Autor haben? Er erzeugt kein Wissen, er sammelt es. Er durchbricht keine Formen, er füllt sie. Er stellt keine Kategorien in Frage, er ordnet sie. Er formuliert nicht prägnant, sondern er zitiert prägnante Formulierungen. Er steigt in der Benutzerhierarchie nicht durch Wagnis und Tabubruch auf, sondern durch Fleiß und Wohlverhalten. (…) Ein Wesen aus der zweiten Dimension findet das Gerede von der „Kugel“ auch äußerst dubios.
Den Spruch werde ich beizeiten mal klauen.
Apropos „Menschen, die die Welt um sich herum nicht verstehen“: Der „Stern“ – so etwas wie eine Kreuzung aus BILD und SPIEGEL – macht gerade das mit dem Urheberrechtsgetrolle und lässt die F.D.P. verklagen, weil diese im Sinne der „Transparenz“ (das Wort haben sie vermutlich von den Piraten gelernt) einen Fragenkatalog über zweifelhafte Geschäfte von parteinahen Firmen, den man ihr seitens des „Sterns“ zugeschickt hatte, mitsamt den Antworten ins Internet gestellt hat.
Die Begründung mit dem Urheberrecht greift aber zu kurz:
Nehmen wir an, Herr Tillack hat durch Recherche herausgefunden, dass in meinem Keller eine Leiche sein soll. Wenn er mich, journalistisch korrekt, mit diesem Vorwurf konfrontiert, habe ich natürlich die Möglichkeit, schnell noch in die Offensive zu gehen und selbst der Öffentlichkeit in meinen eigenen Worten mitzuteilen, dass da eine Leiche in meinem Keller ist, um der Enthüllung die Wucht zu nehmen und als erstes die Deutungshoheit zu haben.
Das mag für einen Journalisten ärgerlich und frustrierend sein, aber das ist so.
Ob die Papierzeitungsindustrie ihren Niedergang (jüngstes Opfer des bösen, bösen Internets ist die Frankfurter Rundschau) aufhalten kann, wenn sie Allerweltsfloskeln als geistiges Eigentum zu versilbern versucht, weiß ich nicht. Aber es ist mir auch egal – der „Stern“ ist mir als Leser einfach zu boulevardesk.
Vielleicht würde einiges davon nicht geschehen, wenn die alten Institutionen sich endlich der neuen gesellschaftlichen Realität anpassen würden. Stattdessen erwarten sie von der gesellschaftlichen Realität etwas Entgegenkommen. Das kann nicht funktionieren.
Der schnelle gesellschaftliche Wandel hat eine Institutionenkrise verursacht, die in der digitalen Welt am deutlichsten zu beobachten ist.
Ich empfehle – völlig unabhängig davon, dass er von Sascha Lobo geschrieben wurde – verlinkten Artikel in Gänze zu lesen.
Einen noch, da wir oben bei Urheberrechtsgetrolle waren: Die Leute von Samsung holen sich dann mal die Prozesskosten von Apple zurück, indem sie die Prozessoren – und somit einige Apple-Geräte – teurer machen. Tja.
Ich witzelte: Twitter braucht einen „Anstupsen“-Knopf.
@c2h5oh1 reagierte prompt: Nein! N E I N!!!
Das betrachtete ich als Herausforderung.
Heißt also den Stupsbot herzlich willkommen in der Welt der nützlichen Twitter-Accessoires!
Von derlei fröhlichen Dingen einmal abgesehen: Die Stolen Babies, von mir vor fünf Jahren bereits gepriesen, haben endlich ihr zweites Album veröffentlicht.
Es ist ziemlich montagstauglich und klingt ungefähr so:
Guten Morgen!
Zu den Verlagen, die das Leistungsschutzrecht (wer zitiert und damit Geld verdienen möchte, muss zahlen) gut finden, gehört auch der Braunschweiger Zeitungsverlag. Natürlich: Eine dermaßen bedeutungslose und überdies meines Erachtens (ich berichtete hier mehrfach darüber) qualitativ misslungene Regionalzeitung muss ja irgendwie versuchen, die paar kümmerlichen Leser, die sie noch hat, mit aller verbliebenen Kraft an sich zu binden. Dieses Internet macht alles kaputt, einself.
Die heutige Ausgabe der Braunschweiger Zeitung enthält konsequent auch einen Artikel über shitstorms, also „Empörungswellen im Internet“ (ebd., verklagt mich doch!), in dem es darum geht, dass immer mehr Prominente sich Häme von Internetnutzern ausgesetzt sehen, wenn sie wieder mal Unsinn anstellen. Als Beispiele werden Sascha Lobo, Erika Steinbach und ähnliche Opfer angeführt. Dabei hat man keine Kosten und Mühen gescheut, um diese shitstorms anhand tatsächlich erfolgter Schmähungen zu belegen.
Selbstverständlich haben die verantwortlichen Rechercheure sich dabei auf ihr gefordertes Leistungsschutzrecht besonnen und nicht einfach ungefragt draufloszitiert, sondern sogar die Quelle benannt: „Foren, Facebook und Twitter“.
Ich nehme an, der Braunschweiger Zeitungsverlag hat „Foren, Facebook und Twitter“ an dem Gewinn des Verkaufs der heutigen Ausgabe angemessen beteiligt. Ein anderes Vorgehen würde ja auch schäbigerweise den Kreativen, den Urhebern schaden, nicht wahr?
Bei Belleruche handelt es sich um eine dreiköpfige britische Trip-Hop-/Electronic-/Soul-Musikgruppe, die 2005 gegründet wurde. Das diesjährige Studioalbum „Rollerchain“ ist bereits ihr viertes, und es gefällt mir.
Auf das Trio wurde ich aufmerksam, als einer Aufzeichnung von Poetry Slam auf dem merkwürdigen Sender zdf.kultur, den ich offenbar im Auge behalten sollte, ein Musikvideo des hier enthaltenen Liedes „Stormbird“, in dem die Frontfrau Kathrin deBoer im Wesentlichen herumsteht, singt und dabei seltsam guckt, vorausging, das mich mit seiner Kombination aus Minimalismus, Eingängigkeit und unscheißem weiblichem Gesang, dem „Der digitale Flaneur“ verständlicherweise eine subtile Erotik bescheinigt, beeindruckte. Eine mir neue, jedoch sehr schöne englische Vokabel (halcyon) empfiehlt es sich aus besagtem Lied allemal einzuprägen. Man weiß nie, wofür man sie mal brauchen könnte. Manchmal ist Fernsehen eben doch lehrreich.
„Belleruche“ heißt auf Deutsch so viel wie „Schönerbienenstock“. Gestochen wird man auf „Rollerchain“ aber nicht, stattdessen läuft es gelegentlich zäh wie Honig aus den Lautsprechern. Kathrin deBoer betreibt ihr Tun weitgehend von sphärischen Elektronikklängen untermalt. Vom Trip-Hop stammen vor allem die markanten drum loops, die auf anderen Musikalben gelegentlich schrecklich nerven, auf „Rollerchain“ aber ganz gut ins Gesamtgefüge passen. Das Onlinemagazin „hhv.de mag“ spricht von „Nu Jazz“, und das muss ein wirklich sehr „nuer“ Jazz sein, denn so recht jazzig mutet das dann doch nicht an, womit wieder einmal belegt wäre, dass Genres eigentlich gar nicht existieren.
An Vergleichen hätte ich spontan The Ting Tings und Regina Spektor (von der ich allerdings nicht viel kenne) im Ohr, obwohl Belleruche weniger aufdringlich sind als erstgenannte, aber lauter als letztgenannte. Als eine ungefähre Richtungsangabe taugt dies jedoch meines Erachtens allemal.
89 von 100 Punkten vergibt das weise benannte Blog guteshoerenistwichtig, und ich schließe mich einfach mal an. Dass Amazon.de zwar Hörproben, aber bislang keine Kundenrezensionen für das Album vorzuweisen hat, werte ich erfahrungsgemäß als zusätzliches Qualitätsmerkmal.
Ich wünsche angenehmes Hören.
„Versehentlich“ eigenartig funktionierende Wahlcomputer hin oder her, Präsident Planlos ist’s doch wieder geworden. Wie viele Stimmen die Kandidaten der kleineren Parteien erhalten haben, geht aus der Berichterstattung der objektiven Presse natürlich nicht hervor.
Bedenkt man jedoch, dass jede verschissene Tageszeitung hierzulande, von der Braunschweiger Zeitung bis zur Frankfurter Rundschau, die Wiederwahl des Kriegstreibers Barack Obama – inklusive liveticker auf den jeweiligen Webseiten und Klickstrecken mit Fotos begeisterter Wähler – euphorischer bejubelt als jede von mir miterlebte Bundespräsidentenwahl, sollte es niemanden mehr erstaunen, dass mein Verhältnis zur Presse mit „kühl-distanziert“ noch viel zu freundlich beschrieben wird.
Deutsche Obama-Fans im Siegestaumel. Wechselgeld, an das wir glauben können.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazu gehört.“
– Hanns Joachim Friedrichs
An guten Journalisten fehlt’s dann eben doch.
Was übrigens das FTP-Programm Cyberduck betrifft:

Merkste selber, ne?
Ach, herrlich. Montag. Genau der richtige Tag für ein wenig fetzigen Neo-Prog.
We can feel what feels right
and so often all of these things are not at all the same,
they’re not at all the same.
Guten Morgen.
Spanien ist inzwischen derart pleite, dass selbst die spanischen Nationalisten die Nase voll haben:
Katalonien fordert die Unabhängigkeit. Es will nicht mehr Zahlmeister Spaniens sein. (…) So sehr die Katalanen „Nationalisten“ sind, so sehr betonen sie zugleich ihre Europa-Orientierung. Ihr neuer Staat kann nur in der EU funktionieren. „Die Hauptsache ist, wir bleiben in der EU und im Binnenmarkt“, sagt Regionalpräsident Mas.
Spanische Nationalisten: EU-orientiert und binnenmarktfreundlich. The times they are a‑changin‘.
Jemand tippte einen älteren, sehr guten Text des älteren, sehr guten Autors Max Goldt ins Internet hinein, nämlich diesen hier, und ich bin dem Unbekannten sehr dankbar, denn es gibt Momente in des Herrn Goldt Schaffen, die unbedingt einem breiteren Publikum als nur den Lesern seiner Bücher bekannt werden sollten. Das ist einer davon.
Jemand vermutlich anderes, nämlich die großartige Musikgruppe Wive, stellte, wie ich heute herausfand, das großartige Stück „teethy“ vom großartigen Album „PVLL“ aus dem großartigen Jahr 2010 wiederum ins Internet hinein und rettete mir damit den an sich recht trüben Tag, denn es ist sehr schön. Let’s calm the tempest. Guter Plan.
Dummerweise ließ es sich heute nicht vermeiden, folgendes viral verteiltes Flugblatt einer Interessensgemeinschaft von vier Jugendlichen zur Kenntnis zu nehmen:
Wofür genau da geworben wird, ist nicht sofort ersichtlich; sofern ich den Text richtig verstehe, geht es schlicht um Aufmerksamkeit. Die kann man allerdings auch leichter haben, zum Beispiel, indem man eine hübsche nackte Freundin hat.
Einige hübsche Formulierungen seien am Beispiel des ersten Satzes doch nicht unerwähnt gelassen:
Auf Facebook (nur vom Computer) können Sie/kannst du bis zum 11.11. jeden Tag 1x für uns voten.
Hübsche Formulierung 1: „nur vom Computer“.
Anders gesagt: Per Fax, E‑Mail, Anruf und Flaschenpost ist leider keine Stimmabgabe bei Facebook möglich. Wie ärgerlich.
Hübsche Formulierung 2: „können Sie/kannst du“.
Diese Unsicherheit in der formellen und informellen Anrede haben sich die Macher des Flugblattes offenbar aus E‑Mail-Spam abgeschaut, wo ja auch gern beides nach dem Zufallsprinzip wild durcheinander verwendet wird (etwa so). Wenn’s schon nicht für anständiges Gendern reicht, weil kein „er/sie“ verwendet wird, muss man eben anderweitig auf eine korrekte Anrede achten, bevor noch jemand meckert. Noch schöner wäre freilich „vot/-innen“ gewesen, aber das wird vielleicht in der nächsten Auflage berücksichtigt.
Bemerkenswert sind übrigens auch die Verweise auf den VW up!. Das endet dummerweise nicht bei dem total witzigen Spruch „Up zu Freunden“, über den die Macher sicherlich total lange grübeln mussten. Im Zentrum des Flugblattes ist ebenjenes Automobil zu sehen (passt auch hervorragend zur Überschrift „Mehr Freiraum für Jugendliche und Kinder!“, denn in einem kleinen Auto können sicherlich sehr viele Jugendliche und Kinder mitfahren). Beschriftet ist es mit „Little thing – big fun – get up!“. Für Frauen ist dieses Auto also vermutlich eher nicht gedacht.
Ob es das wert war, weiß ich nicht. Vielleicht liest ja einer der Verantwortlichen hier mit und kann dazu Erkenntnisse beisteuern.
Für das Flugblatt derweil gilt, was für jede unerwünschte Werbung gilt:
Up in den Upfall!
Wie reagiert man als progressive Regierung eigentlich so auf die Meldung, dass fiese Raubmordkopierer länderübergreifend die besten Kunden der Musikindustrie sind? Womöglich, indem sie filesharing urheberrechtlich geschützten Materials legalisiert oder schnelles Internet subventioniert.
Blöderweise lebe ich in Deutschland und habe also keine progressive Regierung am Ende meiner politischen Nahrungskette stehen, sondern die rückständigen Grützköpfe von der CDU. Und was macht so eine CDU, wenn sie was von Dateitausch per Internet hört? Korrekt: Kurz Verwünschungen murmeln, dann Gegenmaßnahmen ergreifen.
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf beschlossen, der die sogenannte Schutzdauer für die Rechte an Musikaufnahmen von 50 auf 70 Jahre verlängern soll.
Das ist sicher nur Zufall, nachdem zum Beispiel die ersten Veröffentlichungen der Beatles (bekanntlich vor einigen Jahren mit großem Tammtamm neu aufgelegt) gerade 50 Jahre alt geworden sind. Eine Schutzfrist von 70 Jahren hätte da einen interessanten Nebeneffekt: Man könnte sich beinahe sicher sein, dass auch der letzte der beteiligten Musiker nicht mehr lange lebt, wenn diese zusätzliche Zeitspanne ebenfalls abgelaufen ist.
Aber warum macht man das dann überhaupt? Klar: Damit die Hunger leidenden Künstler nicht von der kümmerlichen Altersversorgung ihres Heimatlandes leben müssen.
„Mit der Verlängerung der Schutzdauer leisten wir einen wichtigen Beitrag zur finanziellen Absicherung ausübender Künstlerinnen und Künstler im Alter. Künftig stehen ihnen die Einnahmen aus ihrer Arbeit während des gesamten Lebens zur Verfügung.“
Ein Künstler, dessen Werke noch nach einem halben Jahrhundert von Schwarzkopierern für interessant befunden werden, sollte eigentlich kein finanzielles Problem im Alter haben, sollte man meinen. (Soll heißen: Was man zu erreichen versucht, ist tatsächlich eine Schutzfrist bis zum Abnippeln des Musikers. Das wäre eben eher kontraproduktiv, manche schaffen’s eben nur bis 27.)
Und wer nun sagt, das Geld kassierten sowieso die Plattenfirmen: Stimmt. Aber das wird abgeschafft!!1
Denn liest man den Gesetzentwurf, steht dort zwar, dass die Künstler nun zusätzlich 20 Prozent der Gewinne bekommen sollen, die Plattenfirmen mit einem Song machen. Aber das erst, wenn 50 Jahre vergangen sind.
Damit dürfte der Anteil, der letztendlich auf dem Konto der Künstler landet, immens steigen; eben auf ein Fünftel der Einnahmen. Plattenfirmen wollen ja auch von irgendwas leben. Sonst müssten ihre Vorstandsmitglieder ja noch was Ordentliches lernen.
Kotzwürg.
In den Nachrichten: Disney kauft Lucasfilm und plant Star Wars 7.
Die Handlung dürfte überschaubar sein: Ein junges Mädchen (gespielt von Selena Gomez) aus einer armen Familie, die von einem schaurigen Bösewicht (selbstverständlich weiblich und kein bisschen bedrohlich) penetriert wird, verliebt sich in einen reichen, schönen Jediprinzen, dann singen alle und am Ende reiten sie auf Jar-Jar Binks Händchen haltend in den Sonnenuntergang von Tatooine.
Ich glaube, das wird ein riesiger Erfolg in der werberelevanten Zielgruppe.
Sonst so: Heute erreichte mich ein vor einigen Wochen bestelltes Kapuzenshirt (wenn’s draußen kühlt, sehe ich von meinem präferierten Kleidungsstil gelegentlich ab). Ich bin sehr dankbar für die beiliegenden Waschanweisungen, fast hätte ich einen furchtbaren Fehler begangen.
Motivierender Gedanke: Eigentlich gehört man ja zu den Menschen, denen es besser geht als anderen.
Aber warum muss es schon wieder Montag sein?
Beziehungsweise eben: Andere machen’s dann doch noch falscher als man selbst. (Sagt man sich und hört dann doch nicht zu.)
And I may just waste away from doing nothing,
but I’m a martyr to even less, to even less, to even less.
Guten Morgen.
Im Verlauf der Fortsetzung des Landesparteitags in Delmenhorst gab’s dieses Wochenende was zu tun; es gab noch Anträge zu besprechen, und mit einem unvollständigen Wahlprogramm wollen wir doch nicht antreten, nicht wahr?
Bilder und Videos bitte ich in den nächsten Tagen der Presse zu entnehmen, ich möchte nur ausdrücklich auf die Rede von @kattascha hinweisen, die den Zustand der Partei sicherlich besser reflektiert als so mancher Artikel in CDU- oder SPD-nahen Tages- oder Wochenzeitungen.
Als Ergänzung habe ich einige von mir beim Vorübergehen für amüsant befundene Szenen fotografiert, die mit dem Parteitag fast bis gar nichts zu tun haben, um die ab spätestens morgen unvermeidliche Redundanz zu mindern.
So bittet zum Beispiel eine McDonald’s‑Filiale darum, sich unter Umständen an den Restaurantmanagerin zu wenden:
In der Kongresshalle selbst war es offenbar unbedingt nötig zu erwähnen, dass Frauentoiletten „ohne Stehplätze“ daherkommen, was mich an so manchem (inklusive meines Biologieunterrichts) zweifeln lässt:
Das obligatorische Bällebad – dem Vernehmen nach vielleicht zum letzten Mal vorhanden – fehlte natürlich auch nicht. Für die Bällebadanfänger waren hilfreiche Kommentare angebracht:
Ach, Politik war auch. Aber dazu voraussichtlich morgen mehr in den Nachrichten Ihrer Wahl.