PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt: Von allem (Con­tent, Ver­net­zung, TTIP) zu viel

Gute Neu­ig­kei­ten: Der peak con­tent ist erreicht, es gibt mehr Unsinn im Web als irgend­je­mand jemals kon­su­mie­ren könn­te. Schwa­felt um euer Leben! Die Men­schen sind eben noch immer nicht smart gewor­den. Kein Inter­net? Kei­ne Hei­zung! Man kann so vie­les – nicht nur Medi­en­ma­cher – ans Netz hän­gen, viel­leicht soll­te man nur manch­mal lie­ber dar­auf ver­zich­ten.

Ver­zicht­bar auch: Wir haben jetzt vier mit­ein­an­der ver­fem­te CDUs, aber nur zwei Kreu­ze. Viel­leicht ist Par­tei­po­li­tik ein­fach nicht mehr zeit­ge­mäß. Die­se Zeit ver­geht aber auch schnel­ler als man es bemer­ken wür­de, in Super­märk­ten ist es bereits Ostern und dann ist auch bald schon wie­der Weih­nach­ten. Unklar ist nur die Zeit zwi­schen zwei Fest­ta­gen. Viel­leicht soll­te man einen zusätz­li­chen Fei­er­tag im August ein­füh­ren, damit der Ein­zel­han­del nicht so lan­ge dar­ben muss. Das ist ja auch im Sin­ne der Bür­ger, denn ein Bür­ger, der eine flo­rie­ren­de Wirt­schaft nicht zu sei­ner Lebens­ma­xi­me erklärt hat, ist ein­deu­tig ein Son­der­ling:

Sie kön­ne sich die beson­ders star­ke Ableh­nung in Deutsch­land nicht erklä­ren: „Wenn eine Volks­wirt­schaft von TTIP pro­fi­tiert, dann ist es Deutsch­land.“

Viel­leicht ist man­chem Men­schen ein selbst­be­stimm­tes, gesun­des Leben ja doch noch ein wenig mehr wert als das Brut­to­so­zi­al­pro­dukt. Trotz­dem: „Mein Schwanz bleibt ganz“, mein Kopf macht Platz. Hei­te­res For­de­rungs­ra­ten statt poli­ti­scher Schlag­kraft.

So geh’n die Deut­schen, die Deut­schen, die geh’n so.

MusikkritikKaufbefehle
KoMa­Ra – KoMa­Ra

KoMaRaWelch schö­ner Krach!

So gern ich mich auch mit musi­ka­li­schem Wohl­klang befas­se, so gern schwei­fe ich doch immer wie­der ab. Manch­mal, wenn Welt­schmerz Schö­nes zu bit­te­rem Witz wer­den lässt, ist Sanft­heit viel­leicht auch nicht das Rech­te. Ein Hoch gibt es da auf Com­bos wie KoMa­Ra aus­zu­spre­chen, die die Lust am Kon­tra aus­le­ben.

KoMa­Ra sind die drei Her­ren David Kol­lar (slo­wa­ki­scher Expe­ri­men­tal­jazz­gi­tar­rist), Pao­lo Rai­ne­ri (ita­lie­ni­scher Trom­pe­ter) und der Schlag­zeu­ger Pat Maste­lot­to (King Crims­on, Mr. Mister, Stick Men, HoBo­Le­Ma, ToPa­Ma­Ra und manch wei­te­rer Zeit­ver­treib), die sich 2014 zusam­men­ge­tan haben, um gemein­sam einer bemer­kens­wer­ten Spiel­art moder­nen Jaz­zes ihren Tri­but zu zol­len. Ihr gemein­sa­mes Debüt­al­bum, das eben­falls, glaubt man dem Inter­net, den Namen „KoMa­Ra“ trägt, war im Jahr 2015 in man­cher Besten­li­ste zu fin­den und hat sich mei­ner Auf­merk­sam­keit den­noch bis­her erfolg­reich ent­zo­gen. Zeit, das zu ändern.

Pat Maste­lot­to, David Kol­lar, Pao­lo Rai­ne­ri – KOMARA live in Pra­gue 2014

Zwar sind ver­ein­zelt mal geflü­ster­te, mal wie aus der Fer­ne geru­fe­ne Sprach­bei­trä­ge von Pao­lo Rai­ne­ri und mit den Gast­stim­men von Leas­hya Fitz­pa­trick-Mun­yon und Bill Mun­yon zu hören, aber „KoMa­Ra“ ist über wei­te Strecken hin­weg ein Instru­men­tal­al­bum. Das ist pri­ma, denn auf Gesang ist die­se Musik auch kei­nes­falls ein­ge­stellt. Dump­fes Schlag­zeug, düste­re Elek­tro­nik und ver­stö­ren­de Trom­pe­ten erge­ben eine Mischung, die den Kopf ange­nehm frei­bläst.

Bereits das erste Stück „Dir­ty Smel­ly“ – ein Titel, der das selt­sa­me Cover­bild die­ses Albums ganz gut abbil­det – ver­hei­ra­tet eine Free-Jazz-Adap­ti­on der 80er-Tri­lo­gie der eigens refor­mier­ten King Crims­on mit Expe­ri­men­tal­rock von Boris’scher Qua­li­tät, das fol­gen­de „37 Forms“ ver­eint nach bei­na­he harm­los jaz­zi­gem Beginn einen atmo­sphä­ri­schen Post­rock mit RIO/A­vant-Fet­zen und Hard­rock­ein­spreng­seln. Eine bedroh­li­che Stim­me mur­melt etwas, das wie eine Ver­wün­schung klingt, und wird sogleich wie­der ver­trie­ben von der irr­lich­tern­den Trom­pe­te. Über­trof­fen wird die­ses herr­li­che Durch­ein­an­der schließ­lich vom dis­so­nant-hek­ti­schen „After­birth“ und dem selt­sam zer­ris­se­nen „God Has Left This Place“, das nach wei­te­rem Mur­meln über­geht in eine bizar­re Klang­welt, deren mecha­nisch-ble­cher­ner Rhyth­mus immer wie­der von ver­zwei­fel­ten Miss­tö­nen von Elek­tro­nik, Trom­pe­te und den bei­den Ergän­zungs­stim­men zer­schnit­ten wird. „I have to get out!“

Mit „Inci­ting Inci­dents“ – spo­ken words über Rau­schen – fin­det die­ses Album einen ange­mes­se­nen Abschluss. Die Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit, die sich nach sei­nem Aus­klin­gen ein­stellt, fühlt sich eigent­lich gar nicht schlecht an.

Wahr­lich: ein schö­ner Krach.

PolitikIn den Nachrichten
Eine ganz lin­ke Tour: Der auf­ge­misch­te Pöbel löst die Flücht­lings­fra­ge

Vor ein paar Jah­ren, als die Ber­li­ner Spit­ze nebst nähe­rem Umfeld des dama­li­gen lin­ken Flü­gels in der Pira­ten­par­tei erst mit aller­lei Kin­ker­litz­chen die poli­ti­sche Arbeit in der Par­tei gelähmt und sie anschlie­ßend ener­gisch blog­gend in Scha­ren ver­las­sen hat­te, kamen eini­ge sei­ner weni­ger beson­ne­nen Mit­glie­der bei der „Eman­zi­pa­to­ri­schen Lin­ken“, kurz „Ema.Li“, unter und konn­ten selbst­re­dend das Mau­sen nicht las­sen: DIE LINKE aufmischen!!1; zur Höl­le mit der Kon­sens­de­mo­kra­tie (sofern sie nicht ohne­hin bereits dort ist), denn nur ein pri­mus inter pares ist imstan­de, Wort­füh­rer in der „LINKEN“ zu sein. Manch­mal wird man dann ein­bal­sa­miert und jahr­zehn­te­lang aus­ge­stellt, das ist dann sehr schön, weil man immer wie­der einen neu­en Anzug bekommt, ohne sich bewe­gen zu müs­sen.

Mit Sahra Wagen­knecht, einer pro­mi­nen­ten Ver­tre­te­rin der „Kom­mu­ni­sti­schen Platt­form“ in der „LINKEN“ und regel­mä­ßi­ger Fern­seh­ge­stalt, gibt es auch jeman­den, an dem man sich ori­en­tie­ren kann. Eine „klu­ge Frau“, die „viel Schlau­es“ daher­re­de und die ein aus­ge­zeich­ne­ter „Grund“ sei, „DIE LINKE“ als klein­stes Übel zu wäh­len, sei sie, so heißt es in mei­nem Bekann­ten­kreis viel­fach. Man müs­se ja in die­sen har­ten Zei­ten dem Rechts­ruck etwas ent­ge­gen­hal­ten, um PEGIDA „und so wei­ter“ mehr ent­ge­gen­zu­set­zen als nur ein empört gebrüll­tes „wir sind dage­gen, dass die dage­gen sind“. Im Her­zen schon immer knall­rot.

Flücht­lin­ge will­kom­men, jeder darf rein, weh­ret der Anfän­ge. Kra­wehl, kra­wehl. Wir schaf­fen das. Aber auch die­ser Spaß hat Gren­zen, näm­lich spä­te­stens dort, wo unse­re urei­ge­nen Tugen­den der Über­frem­dung zum Opfer zu fal­len dro­hen: Zwei Flücht­lin­ge aus Syri­en und Afgha­ni­stan sol­len einen Juden aus Frank­reich auf der Insel Feh­marn beschimpft, bedrängt und beraubt haben. Zwei Män­ner, natür­lich, dem Nar­ra­tiv tut’s gut, aber mehr eben auch nicht. Unse­re Juden beschimp­fen wir aber dann doch lie­ber immer noch selbst, Links­sein ist ja auch nicht alles:

„Wer Gast­recht miss­braucht“, sagt Wagen­knecht, „der hat Gast­recht dann eben auch ver­wirkt.“ Das sei „ganz klar Posi­ti­on“ der Lin­ken.

Das mit dem Auf­mi­schen hat offen­sicht­lich, wie gewohnt, her­vor­ra­gend funk­tio­niert, im Radi­ka­li­sie­ren waren man­che Strö­mun­gen schon in der Wei­ma­rer Repu­blik die Mei­ster. „Kri­mi­nel­le Aus­län­der raus!“, so heißt’s bei der NPD Thü­rin­gen (All­er­gi­ker­hin­weis: NPD Thü­rin­gen), möch­te man es dann doch nicht nen­nen, das ziemt sich nicht, wenn man „die lin­ke Lin­ke“ (Anja Mai­er von der „taz“ über Sahra Wagen­knecht, aller­dings 2011), zumin­dest aber „das Gesicht des lin­ken Flü­gels der Links­par­tei“ („WELT ONLINE“, März 2014) genannt wird und das nicht unbe­dingt ändern will. Nach zehn Jah­ren Ange­la Mer­kel sind kla­re poli­ti­sche Posi­tio­nen end­lich als uner­heb­lich erkannt wor­den.

Man­cher Leu­te Kopf ist rund, damit die Nar­ren­kap­pe passt.

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
System of a Down – B.Y.O.B. // Zu den Waf­fen!

KriegseuleEin Mon­tag­mor­gen fern­ab vom längst gewohn­ten Bei­sam­men­sein zählt zu den grö­ße­ren Ärger­nis­sen des Kalen­ders. Ande­rer­seits: End­lich mal Moti­va­ti­on, etwas zu bewe­gen (im Zwei­fel: sich). Sehn­sucht, du Lie­bes­teu­fel. Mit einem Tee­löf­fel Zucker ist Schwer­mut manch­mal erträg­li­cher, aber die Rezes­si­on, Sie ver­ste­hen?

Wahr­schein­lich nicht, denn die Nach­rich­ten sind schon wei­ter­ge­zo­gen. Plei­te sind immer noch alle, aber es stört kei­nen mehr. (Was macht eigent­lich der Bun­des­tro­ja­ner?) Es ist ja auch nach Köln – im „Post­co­lo­gnia­lis­mus“, wit­zelt man auf Twit­ter in ermü­den­der Häu­fig­keit – nicht alles furcht­bar, wenn man nicht gera­de in Ber­lin wohnt, denn end­lich funk­tio­nie­ren auch deut­sche Behör­den wie­der. Doch, wirk­lich!

BND und NSA set­zen jetzt ihre gemein­sa­me Arbeit fort.

Die NSA zeig­te sich immer­hin ent­ge­gen­kom­mend: Sie begrün­det nun, war­um sie bestimm­te Begrif­fe mit­le­sen möch­te. Ach so, hat man da beim BND gesagt, na, wenn die NSA begrün­den kann, war­um sie zum Bei­spiel jede Nach­richt mit­le­sen möch­te, in der „Emil“ steht, dann wird das schon sei­ne Rich­tig­keit haben. Die wis­sen schon, was rich­tig ist. Die Tele­kom wür­de doch nicht ein­fach ihren Ruf ver­spie­len.

BND und NSA set­zen jetzt ihre gemein­sa­me Arbeit fort. Wer hat da „Russ­land“ geru­fen? Ja, gegen den Klas­sen­feind müs­sen wir doch zusam­men­hal­ten, der über­fällt ein­fach ande­re Län­der und hat ein komi­sches Ver­ständ­nis von Men­schen­rech­ten, ganz anders als der Westen. Die USA schau­en der­weil mal an der Gren­ze zu Nord­ko­rea vor­bei. Ein paar Frie­dens­bom­ber zu Diplo­ma­tie­zwecken, wei­ter nichts. Es ist, das sei gesagt, all­mäh­lich etwas schwie­rig, noch ein fried­fer­ti­ger Mensch zu sein, dem Waf­fen­ge­walt zuwi­der ist.

BND und NSA set­zen jetzt ihre gemein­sa­me Arbeit fort. Gegen jeden, der es unter­nimmt, die­se Ord­nung zu besei­ti­gen, haben alle Deut­schen das Recht zum Wider­stand, wenn ande­re Abhil­fe nicht mög­lich ist. Je dése­spé­rais. Habt ihr auch alle schon „Ich bin gegen Über­wa­chung!“ in euren Twit­ter­ava­tar geschrie­ben? Die Mum­ble-Demon­stra­ti­on fin­det wie immer um sech­zehn Uhr statt. Es gibt Schnitt­chen.

Kei­ne Fra­gen. Alles wird gut. Ein biss­chen Lärm weht den Unmut sicher­lich hin­weg.

System Of A Down – B.Y.O.B (MTV EMA Music Awards 2005)

Scha­de. Hat nicht gehol­fen.

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Medi­en­kri­tik XCIV: Wie Den­nis Schirr­ma­cher ein­mal SSL nicht ver­stand

Manch­mal, wenn bei „hei­se online“ kei­nem Redak­teur mehr etwas zu irgend­wel­chen Kino­sei­fen­opern ein­fällt (sie­he hier, hier, hier u.a.), wagt einer von ihnen den gera­de­zu fre­chen Vor­schlag zu machen, man kön­ne ja statt­des­sen etwas über die­se komi­sche Tech­nik, von der gera­de alle reden, berich­ten; hppt, Inter­nett und wie das alles heißt. Dann kommt ein lusti­ger Arti­kel wie die­ser hier her­aus, des­sen Autor Den­nis Schirr­ma­cher („Medi­en­wis­sen­schaft­ler“, zuvor bei der auch nicht viel bes­se­ren Zeit­schrift „AUDIO TEST“ als Chef­re­dak­teur beschäf­tigt) schon in der Ein­lei­tung von einem Publi­kum aus­geht, das eigent­lich auch viel lie­ber etwas über irgend­wel­che Fil­me lesen wür­de:

HTTPS-Web­sei­ten wecken Ver­trau­en.

Da auch die­se Web­prä­senz hier, auf der ihr die­sen Text lesen könnt, via https aus­ge­lie­fert wird (und damit wahr­schein­lich eine „HTTPS-Web­sei­te“ ist), bedeu­tet das, ihr könnt mir ver­trau­en. Ich habe mir näm­lich ein Zer­ti­fi­kat instal­liert, mit dem ich nach­ge­wie­sen habe, dass ich Schreib­rech­te auf dem Web­ser­ver habe, und das dafür sorgt, dass die Über­tra­gung man­cher Daten zwi­schen euch und mei­ner Web­prä­senz ver­schlüs­selt wird. Damit wei­se ich weder nach, dass ich kei­ne bös­wil­li­ge Soft­ware auf eurem Rech­ner instal­lie­ren möch­te (na – Java­Script noch akti­viert?), noch, dass ich iden­tisch mit dem Kas­per im Impres­sum bin.

Modern world

Aber in eurem Brow­ser ist mög­li­cher­wei­se ein Schloss vor der Adres­se zu sehen. Des­we­gen könnt ihr mir ver­trau­en.

Doch auch Online-Gau­ner kön­nen sich oft über Umwe­ge ver­trau­ens­wür­di­ge Zer­ti­fi­ka­te aus­stel­len.

Und zwar, indem sie für ihre Gau­ner­web­site ein Zer­ti­fi­kat bean­tra­gen. Könnt ihr ver­trau­en, ist ein Schloss dran.

Nun haben Kri­mi­nel­le das erste Let’s‑Encrypt-Zertifikat genutzt, um Ver­trau­ens­wür­dig­keit vor­zu­gau­keln.

Was Den­nis Schirr­ma­cher hier „vor­gau­kelt“, möch­te ich gar nicht wei­ter bewer­ten, aber offen­bar stellt es für zumin­dest ihn eine berich­tens­wer­te Neu­ig­keit dar, dass eine Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le (CAcert, Start­S­SL, Let’s Encrypt, …) gar nicht wis­sen möch­te, was der Emp­fän­ger mit dem Zer­ti­fi­kat vor­hat, so lan­ge sei­ne Anfra­ge vali­de ist. Ob die Kri­mi­nel­len damit „Ver­trau­ens­wür­dig­keit vor­gau­keln“ wol­len, weiß ich nicht, aber wenn sie über ein aus­rei­chend viel tech­ni­sches Wis­sen ver­fü­gen, um sturz­frei eine Web­site ein­zu­rich­ten, dann ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Unsinn ist.

Online-Gau­ner waren in der Lage, sich eine Sub­do­main für eine legi­ti­me Domain ein­zu­rich­ten und dafür erfolg­reich ein Let’s‑Encrypt-Zertifikat zu bean­tra­gen, warnt Trend Micro.

„Online-Gau­ner“ – puh, wenig­stens ist noch nicht von „Cyber-Gau­nern“ die Rede – haben also die DNS-Ein­trä­ge für eine „legi­ti­me Domain“ (wie genau sieht denn eine „ille­gi­ti­me Domain“ aus?) ändern und für die unter ihrer Kon­trol­le ste­hen­de neue Sub­do­main ein Zer­ti­fi­kat bean­tra­gen kön­nen, da die Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le grund­sätz­lich davon aus­geht, dass dir eine Domain, die du ver­wal­test, auch gehö­ren darf. Die eigent­li­che Mel­dung dar­an ist, dass eine Domain offen­sicht­lich teil­wei­se mit vol­len Rech­ten geka­pert wer­den konn­te. Das pas­siert nicht über­mä­ßig sel­ten, hat aber mit Zer­ti­fi­ka­ten erst ein­mal nicht beson­ders viel zu tun. Das ist Den­nis Schirr­ma­cher aber ver­mut­lich (zu Recht) nicht inter­es­sant genug, eben weil es recht häu­fig pas­siert, und so glaubt er einen ganz ande­ren Skan­dal gefun­den zu haben: Let’s Encrypt ver­teilt wie bis­her auch CAcert und Start­S­SL kosten­los Zer­ti­fi­ka­te an Leu­te, denen eine Domain zu gehö­ren scheint. Kreisch!

Das Anle­gen einer Sub­do­main ist nicht ohne wei­te­res mög­lich. Denk­bar wäre, dass die Online-Gau­ner auf irgend­ei­nem Weg an die Zugangs­da­ten für die Domain-Ver­wal­tung gekom­men sind.

Ja, denk­bar ist sicher­lich rich­tig, höchst­wahr­schein­lich bis bei­na­he als gesi­chert anzu­se­hen ist für einen anstän­di­gen Redak­teur von „hei­se online“, der sich mit der Mate­rie, über die er berich­ten soll, nicht so recht aus­zu­ken­nen scheint, eben zu spe­zi­fisch. Unter der Über­schrift „CA als Fil­ter für gefähr­li­che Inhal­te?“ – Spoi­ler: nein – fin­det er dafür schließ­lich doch noch einen Schul­di­gen dar­an, dass Kri­mi­nel­le sich ein­fach irgend­wel­che Domains aneig­nen kön­nen:

Let’s Encrypt sieht den Auf­ga­ben­be­reich einer CA nicht dar­in, Inhal­te zu fil­tern.

Das ist aber ganz schön nach­läs­sig von Let’s Encrypt, dass sie als Zer­ti­fi­kats­stel­le nicht dar­auf ach­ten, dass auf der zer­ti­fi­zier­ten Web­site kein Übel pas­siert. Man stel­le sich vor, die Zulas­sungs­stel­le wür­de bei der Ver­ga­be von Kenn­zei­chen nicht dafür Sor­ge tra­gen, dass der Fahr­zeug­hal­ter kein Übles im Schil­de führt!

Was macht man nun eigent­lich als ein­fa­cher Web­sur­fer mit der Infor­ma­ti­on, dass ein grü­nes Schloss in der Adress­lei­ste des Brow­sers zu Den­nis Schirr­ma­chers Über­ra­schung gar nicht bedeu­tet, dass da kei­ne Kri­mi­nel­len unter­wegs sind? Die Lösung steht da eigent­lich nur impli­zit:

Die Sub­do­main soll auf einen Ser­ver ver­wei­sen, der unter Kon­trol­le der Kri­mi­nel­len steht und Wer­bung mit Schad­code ver­teilt.

Das wesent­li­che Pro­blem mit dem Geschil­der­ten ist also weder, dass „Online-Gau­ner“ eine Sub­do­main ein­ge­rich­tet haben, noch, dass eine fie­se Zer­ti­fi­zie­rungs­stel­le ein­fach Domains vali­diert, sobald man nach­weist, dass man sie admi­ni­strie­ren kann; das wesent­li­che Pro­blem ist es, dass schäd­li­che Wer­be­ban­ner von die­ser zer­ti­fi­zier­ten Domain aus­ge­lie­fert wer­den. Dage­gen indes gibt es wirk­sa­me Abhil­fe: Ein­fach einen Wer­be­blocker wie Adguard oder uBlock instal­lie­ren. Natür­lich ist in Den­nis Schirr­ma­chers Arti­kel davon aller­dings kei­ne Rede, denn „hei­se online“ will ja auch von irgend­was leben.

Der Arti­kel auf „hei­se online“ ist übri­gens nicht über https abruf­bar. Was das wohl bedeu­tet?

In den NachrichtenMir wird geschlechtPolitik
Typisch Clau­dia Roth

Die Mode­za­rin der ehe­ma­li­gen Frie­dens­par­tei „Die Grü­nen“ hat in ihrem denk­frei­en Raum eine ein­fa­che Ant­wort auf das all­ge­gen­wär­ti­ge War­um zu den sil­ve­st­ri­gen Über­grif­fen einer afri­ka­ni­schen Ban­de gegen­über Frau­en in Köln gefun­den:

„Es ist doch nicht so, dass wir jetzt sagen kön­nen, das ist typisch Nord­afri­ka, das ist typisch Flücht­ling“, sag­te Roth im WDR. „Hier geht es um Män­ner­ge­walt und hier geht es um den Ver­such, eine Situa­ti­on – Sil­ve­ster­nacht – aus­zu­nut­zen, als wäre das ein rechts­frei­er Raum.“ (…) Man dür­fe aber nicht ver­su­chen, die Vor­fäl­le zu miss­brau­chen, um Stim­mung gegen Flücht­lin­ge zu machen.

Wir ler­nen zwei­er­lei. Erstens: Eine Sil­ve­ster­nacht ist über­ra­schen­der­wei­se kein rechts­frei­er Raum. Genau genom­men ist sie über­haupt kein Raum. Zwei­tens: Es ist nicht typisch Nord­afri­ka, wenn Nord­afri­ka­ner sexu­ell über­grif­fig wür­den. Da dür­fe man jetzt nicht pau­scha­li­sie­ren und von „Nord­afri­ka­ner­ge­walt“ spre­chen, als wären alle Nord­afri­ka­ner Gewalt­tä­ter. Natür­lich ist das aber typisch Mann. Nur ein patri­ar­cha­li­scher Sexist oder Jour­na­list wür­de die­sen offen­sicht­li­chen Umstand bestrei­ten.

Es ist aber auch nicht so, dass wir jetzt sagen kön­nen, das ist typisch „Die Grü­nen“, das ist typisch Frau. Hier geht es um Clau­dia Roth und hier geht es um den Ver­such, eine Situa­ti­on – Vor­fäl­le in der Sil­ve­ster­nacht – aus­zu­nut­zen, als wäre das eine Wer­be­flä­che. Man darf jetzt auch nicht ver­su­chen, die­se Mel­dung zu miss­brau­chen, um Stim­mung gegen die Grü­nen zu machen.

Die sind bestimmt gar nicht alle so doof.

In den NachrichtenMontagsmusikMir wird geschlecht
The Del­ta Saints – Hea­vy Ham­mer

Guten MorgenEs ist Mon­tag. Hur­ra!

Und das Jahr beginnt schon schön: Free­BSD ist kein Spiel­platz für Knall­köp­f­in­nen mehr. Sol­len die sich doch wei­ter mit Linus Tor­valds beschäf­ti­gen. – Es war indes, glaubt man der Pres­se, sel­ten so über­ra­schend wie heu­te, dass wir alle über­haupt noch leben, um den Wochen­tag und den Femi­nis­mus doof zu fin­den: „Mün­chen ent­geht IS-Anschlag“ titel­te das loka­le Quatsch­blatt am Wochen­en­de, was eigent­lich auch nur „ein nicht völ­lig aus­ge­schlos­se­ner Anschlag hat wie üblich nicht statt­ge­fun­den“ bedeu­tet. Die links dane­ben ste­hen­de, sicht­bar klei­ner beti­tel­te Mel­dung, eine Frau schwe­be nach einem Tref­fer durch eine Sil­ve­ster­ra­ke­te in Lebens­ge­fahr, fin­det mut­maß­lich kaum Beach­tung durch die Leser­schaft. Die Frau hat ja auch Glück gehabt, es hät­te ein Ter­ro­rist und nicht nur eine harm­lo­se Rake­te sein kön­nen.

Die Koali­ti­on aus SPD und CDU/CSU, die vor weni­gen Wochen noch neue Pan­zer­lie­fe­rungs­ver­trä­ge mit den Ver­ei­nig­ten Ara­bi­schen Emi­ra­ten geneh­migt hat, ist der­weil außer sich: Im Nach­bar­land wer­den ja Leu­te getö­tet! Wie bar­ba­risch, die­se Miss­ach­tung des Rechts auf Leben. Noch ein paar Sturm­ge­weh­re dazu?

Fein, dass wir noch leben. So kön­nen wir gemein­sam sein und schwel­gen.

Guten Mor­gen.

Persönliches
Honig im Kopf: Bumm­zisch, Neu­jahr 2016!

Die­ser Arti­kel ist Teil 5 von 15 der Serie Neu­jahr

Laut, teu­er und sinn­los, so muss Sil­ve­ster sein. Die Deut­schen freu­en sich nicht lei­se, wenn der Kalen­der ihnen das schon mal gestat­tet, sie wol­len laut und deut­lich jedem, der es noch nicht wuss­te, zei­gen: Seht her, wir sind doof. Von 2014 gelernt: Die im Dezem­ber Ver­stor­be­nen, ins­be­son­de­re die Son­der­lin­ge, bekom­men in den Föje­tongs die ihnen zuste­hen­de Auf­merk­sam­keit, obwohl Jah­res­rück­blicke zusam­men mit den Scho­ko­weih­nachts­män­nern schon im Okto­ber qua­si durch waren. Sind ihre Namen wirk­lich wich­tig?

Die „Stif­tung für Zukunfts­fra­gen“ ermit­tel­te vor ein paar Tagen, dass über die Hälf­te der Befrag­ten im Jahr 2015 „angst­voll in die Zukunft“ blick­te, dabei gibt es in der Gegen­wart doch genug zu bekla­gen. 2015 haben wir ver­lo­ren, unse­re Frei­heit und unser Mit­ein­an­der. Die­ser Weg wird kein lei- ein­fa­cher sein. Anders, nicht schlech­ter!

Man­ches war ja doch ganz schön. Mehr davon, nur ein biss­chen mehr. Ein Leben vol­ler Wochen­en­den mit ihr und Musik und über­dies und vor allem ohne die Abers wäre wahr­schein­lich wun­der­voll. Adler müss­te man sein und weni­ger doof. 2015 war eben auch: Behä­bi­ges Erken­nen, was wich­tig ist.

Schon seit Wochen wer­den gute Vor­sät­ze ange­kün­digt, als wol­le man sich gegen­sei­tig in der Zahl sei­ner Laster über­trump­fen; nur, wer weiß, dass er sich falsch ver­hält, kann den guten Vor­satz fas­sen, die­sen Feh­ler nicht zu wie­der­ho­len, und spart sich dann doch lie­ber das kom­pli­zier­te Nach­den­ken dar­über, war­um er nicht vor dem Sil­ve­ster­abend damit begin­nen kann. Und so sitzt man am Ende doch wie­der umge­ben vom Fun­ken­re­gen, in dem so vie­les ver­pufft, irgend­wo im Halb­dunk­len und macht, was man ja irgend­wie zuver­läs­sig am besten kann: man ver­misst. Sil­ve­ster­ein­sam­keit ist schö­ner, wenn man sie nicht tei­len muss.

Hal­lo, 2016. Du wirst es schwer haben.

In den Nachrichten
Kei­ne Rake­ten.

Die­se Nach­richt zum dies­jäh­ri­gen Sil­ve­ster schlägt ein wie eine Bom­be: Kei­ne Rake­ten in Brüs­sel. Die­se Ter­ro­ri­sten neh­men uns auch noch das letz­te biss­chen, wor­an wir noch Spaß haben; selbst den Ein­tausch von Geld gegen Din­ge, die man anzün­det und ihnen dann beim Explo­die­ren zuguckt, wol­len sie uns jetzt verleiden!!1!

Zum Glück blei­ben Rake­ten, mit denen man Zivi­li­sten spren­gen kann, wei­ter­hin ver­nünf­ti­ger­wei­se erlaubt. Alles Ande­re wäre ja auch wirk­lich dumm von uns.

In den NachrichtenMontagsmusik
Lou Reed & Metal­li­ca – The View

HackereuleHach ja, der 32c3. Gestern wur­de er offi­zi­ell eröff­net, die „Key­note“ hat­te aber mit Hacker­tum nicht viel zu tun: Man müss­te doch, man soll­te mal. Wohl dem, der Durch­hal­te­pa­ro­len grund­sätz­lich nicht ernst neh­men kann. Ach, Min­der­hei­ten – von wegen „Gen­der Pay Gap“: Anson­sten iden­ti­sche Pro­duk­te kosten mehr, wenn sie rosa sind. Auf Twit­ter spe­ku­lier­ten Frau­en dar­über, ob sie des­halb dumm oder naiv sei­en; dabei ist das Pro­blem, dass Leu­te über­teu­er­ten Unsinn kau­fen, kein geschlecht­li­ches, son­dern ein allen­falls kalen­da­ri­sches. Für gesell­schaft­lich erwünsch­ten Quark wie Weih­nachts­ein­käu­fe ste­hen sie da schon mal sechs Stun­den im Stau. Der mün­di­ge Mensch will lei­den.

Apro­pos Lei­den: Es ist Mon­tag; nicht irgend­ein Mon­tag, son­dern ein Mon­tag, der zeigt, dass es auch anders geht. Mit­un­ter fehlt zur Per­fek­ti­on nur ihre war­me Gebor­gen­heit inmit­ten des hek­ti­schen Durch­ein­an­ders. Ich kann das nur emp­feh­len. Wohl dem, der die bes­se­re Hälf­te ist.

Und wohl dem, der den Mon­tag mit etwas Mit­ein­an­der und her­nach mit etwas Rock­mu­sik beginnt.

Lou Reed & Metal­li­ca – The View live

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2015 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se

Die­ser Arti­kel ist Teil 15 von 29 der Serie Jah­res­rück­blick

Die bis­her schön­ste Nach­richt des Jah­res 2015 war es, dass Phil Coll­ins nie wie­der ein Lied kom­po­nie­ren möch­te. Das ist viel­leicht in der gewal­ti­gen Nach­rich­ten­men­ge völ­lig unter­ge­gan­gen; vor nicht all­zu lan­ger Zeit berich­te­te Ste­fan Nig­ge­mei­er in der „Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung“ davon, dass Claus Kle­ber anläss­lich sei­ner Hono­rar­pro­fes­sur beklag­te, dass die Jugend zu einem bedeu­ten­den Teil Nach­rich­ten nur noch häpp­chen­wei­se statt in voll­stän­di­ger Dar­bie­tungs­form zur Kennt­nis neh­me; im sel­ben Arti­kel war davon die Rede, dass es Nach­rich­ten also so gehe wie Musik. Offen­sicht­lich ist die Jugend über die Schön­heit aktu­el­ler musi­ka­li­scher Klein­ode gar nicht mehr infor­miert (das liegt bestimmt an den zu kurz zusam­men­ge­fass­ten Nach­rich­ten). Höch­ste Zeit also, dass wir uns wie­der ein­mal mit der pri­ma­sten Musik des Jah­res 2015 befas­sen.

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In den Nachrichten
Stolz und Vor­ur­teil

„Ich bin froh über alles, was ich erreicht habe.“

Das, so sug­ge­riert das Bou­le­vard­me­di­um „SPIEGEL ONLINE“, ist das hap­py end einer merk­wür­di­gen Geschich­te:

Zwei Minu­ten lang durf­te sich Ari­ad­na Gut­iérrez als Miss Uni­ver­se füh­len. Dann merk­te der Mode­ra­tor, dass er die Fal­sche zur Schön­heits­kö­ni­gin gekürt hat­te.

Es ist ver­mut­lich gleich dop­pelt ernied­ri­gend, erst dafür, nicht man selbst zu sein, einen über­flüs­si­gen Wett­be­werb zu gewin­nen und dann auch noch zu erfah­ren, dass das ein Irr­tum war. So ein Fina­le der „Schön­heits­kö­ni­gin­nen“ erreicht man ja übli­cher­wei­se nicht durch Aus­strah­lung, sozia­le oder all­ge­mei­ne Intel­li­genz oder wenig­stens gutes Aus­se­hen; was übri­gens auch erklärt, war­um ich noch nicht nomi­niert wor­den bin.

„Ich bin froh über alles, was ich erreicht habe.“

Mei­nen aller­herz­lich­sten Glück­wunsch. Lei­stungs­trä­ger sind ja immer will­kom­men.

MontagsmusikIn den Nachrichten
echo­lyn – Mei

PlüschEs ist Mon­tag, es ist selt­sam schwer­mü­tig. Die Woche vor dem Fest ist tra­di­tio­nell nicht die leich­te­ste für Men­schen, die gern ihre Ruhe haben. Dank Vehe­menz steht zumin­dest der Last-Christ­mas-Zäh­ler noch auf Null, eine Ände­rung bleibt unge­wünscht. Trotz­dem: Sehn­sucht. Man möch­te eigent­lich gar nicht dar­an den­ken, schon, weil Mon­tag ist und man nicht da ist, wo man eigent­lich sein woll­te und ver­mut­lich soll­te.

Die nahe Welt als Gan­zes ist ver­rückt. Glau­bens­krie­ge sind schei­ße. Außer gegen die! Von die­ser Dis­ney­sch­mon­zet­te im Kino, deren Kennt­nis ich für kei­ne kul­tu­rel­le Berei­che­rung hiel­te, und der gar schreck­li­chen Mit­tei­lung, dass Ste­fan Raab nicht mehr den Clown gibt, ein­mal abge­se­hen kennt sie momen­tan nur noch ein gro­ßes The­ma: Was soll der FC Bay­ern Mün­chen nur ohne sei­nen Trai­ner machen? Na ja, viel­leicht einen ande­ren Trai­ner enga­gie­ren und wei­ter­ma­chen, aber genüss­li­ches Aus­wal­zen ist ja auch mal schön. Seit ein paar Tagen ist die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung vor­erst in Kraft, die­se Web­site hat damit end­lich mal ein dau­er­haf­tes Archiv und ein paar wei­te­re Leser bekom­men und die mei­sten Bür­ger inter­es­sie­ren sich offen­sicht­lich nicht beson­ders dafür. Brot und Spie­le, Freun­de, Brot und Spie­le. – Ande­rer­seits ist das image der SPD als Arbei­ter­par­tei damit zumin­dest nicht beschä­digt wor­den. Arbei­ter wur­den ja noch nie beson­ders gut behan­delt.

Ein­fach mal mit den Leu­ten zu reden ist ver­mut­lich auch zu viel ver­langt. Ande­re wagen die­sen Schritt: Ein­fach mal einen Amok­läu­fer fra­gen, was der Unsinn eigent­lich soll. Es ist, so kann man’s zusam­men­fas­sen, nicht hilf­reich, gei­stes­krank zu sein, wenn man nicht gera­de eine poli­ti­sche Kar­rie­re anstrebt.

Den­ken wir doch lie­ber an etwas Schö­nes. Den­ken wir an das, was wir brau­chen, an das, was wir wol­len, und an das, was uns fehlt.

Und den­ken wir über­dies an echo­lyn.

echo­lyn – „Mei“ Live 2003 With Orche­stra (50 Minu­te Long Prog Epic)

Guten Mor­gen.