In den NachrichtenComputer
Kurz ver­linkt: Das ist wohl die­ser „Post-Aus­gang“ …

Die „Frank­fur­ter Neue Pres­se“ erwähnt:

Es ist eine Akti­on von gigan­ti­schem Aus­maß: An der Justus-Lie­big-Uni­ver­si­tät müs­sen nach dem mut­maß­li­chen Hacker­an­griff die Pass­wör­ter von allen E‑Mail-Kon­ten neu gesetzt wer­den. Weil die Pass­wör­ter nur per­sön­lich über­ge­ben wer­den dür­fen, ist eine Mam­mut-Akti­on am Kugel­berg geplant.

Hof­fent­lich erfin­det bald mal jemand eine siche­re, ver­trau­ens­wür­di­ge Mög­lich­keit der Daten­über­tra­gung auch über grö­ße­re Strecken.

In den NachrichtenMontagsmusik
Brot­her Grimm – Who’s Cal­ling // Män­ner­brü­ste gegen Rechts!

Fiderallala, fiderallala, fiderallalalalaEs ist Mon­tag. In Köln wird die Ver­wal­tung hart gecy­bert, was kann da schon pas­sie­ren? Immer­hin geht es um eine Block­chain! In der Cloud! Ich habe gro­ße Schmer­zen und es ist gera­de mal Kaf­fee Uhr.

Immer noch BH-los gegen Rechts sind die Guten: „Um beim Kampf gegen die extre­me Rech­te zu hel­fen, haben sich deut­sche Ent­wick­ler nun für einen Kalen­der aus­ge­zo­gen“, da wählt man doch aus Angst vor dem näch­sten Schritt jetzt extra die CDU, die Nackt­heit aus christ­li­chen Grün­den sicher­lich gern ver­bie­ten wür­de, wenn man sie nur lie­ße. Ästhe­tik braucht manch­mal einen sanf­ten Schubs.

Dazu pas­send wun­dert sich Axel Sprin­gers „WELT“, dass mit dem Wech­sel der SPD-Füh­rungs­ge­stal­ten – wie üblich eher von trau­ri­ger Clowns­na­tur – nicht auch bes­se­re Umfra­ge­wer­te für die­sel­be Poli­tik wie bis­her ein­her­ge­hen. Ver­rückt: Fast könn­te man mei­nen, das lei­ten­de Per­so­nal einer „Par­tei“ sei gar nicht ihr wich­tig­ster Aspekt! Das dach­ten sich wohl auch die Bran­den­bur­ger Schrei­häl­se von „Fri­days For Future“: Kaum gibt man ihnen die Mög­lich­keit, aktiv an poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen mit­zu­wir­ken, blei­ben sie lie­ber weg. Wer hat da gesagt, es gehe den Teil­neh­mern gar nicht um das Ergeb­nis? Es kann nur eine Unke gewe­sen sein!

Zeit für etwas Musik (roman­tisch):

Who’s Cal­ling

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Extinc­tion Con­gress: Der #36c3 und sein Betriebs­rat.

Die­ser Arti­kel ist Teil 9 von 20 der Serie Congresskrise(n)

Weil gera­de kei­ne psy­chi­sche Zer­set­zung ansteht, fin­den die Prot­ago­ni­sten des „Cha­os Com­pu­ter Clubs“ – weder chao­tisch noch com­pu­ter­af­fin – auch 2019 wie­der Zeit, um die sowie­so schon nicht beson­ders schö­ne Stadt Leip­zig selbst­re­fe­ren­zi­ell zu unter­hal­ten.

Die typi­schen Besu­cher des „Con­gres­ses“, die mehr­heit­lich „Ein­hör­ner mögen“, „Geschlech­ter (Plu­ral) haben“ und „grü­ne Haa­re tra­gen“ auch wei­ter­hin mit „hacken“ ver­wech­seln, tru­gen auch in die­sem Jahr wie­der Sor­ge dafür, dass EDV-Affi­ne und Wis­sen­schaft­ler sich nicht zu wohl füh­len: Mit 42 slots ist der Bereich für „Ethik, Gesell­schaft und Poli­tik“ dop­pelt so groß wie der für Wis­sen­schaft und immer noch merk­lich grö­ßer als der für Daten­si­cher­heit. Aber wen küm­mert so was schon? Frü­her zähl­te in der Hacker­welt noch die Lei­stung, die man vor­brin­gen konn­te, heu­te aber ist Meri­to­kra­tie ver­pönt, sofern der Gelei­stet­ha­ben­de die fal­sche Rich­tung vor­gibt. Inhalt ist kein Fak­tor.

Schon jetzt hal­te ich es jedoch für eine unum­stöß­li­che Wahr­heit, dass die Pres­se, deren EDV-Affi­ni­tät die der Ziel­grup­pe des „Con­gres­ses“ mit­un­ter gar noch unter­bie­tet, wort­reich dar­über berich­ten wird, wie bunt die vie­len Lich­ter doch sei­en und wie hacke­rig Vor­trä­ge sei­en wie:

Extinc­tion Rebel­li­on

Oder:

Fri­days for Future

Oder:

Was tun bevor es brennt – wie grün­de ich eigent­lich einen Betriebs­rat?

Oder:

Die Mit­tel­meer-Mono­lo­ge

Schon beim Lesen weiß man: Ah, Hacker – genau so kennt man sie ja mit ihren schwar­zen Kapu­zen, ihrem Matrix­bild­schirm­scho­ner und ihrem Betriebs­rat. End­lich ret­tet mal wer das Inter­net, bevor die rechts­po­pu­li­sti­sche SPD es noch wei­ter zer­stört!

Die „Geek­fems“, deren Qua­li­fi­ka­ti­on sich offen­sicht­lich dar­in erschöpft, nicht über eine beson­de­re Männ­lich­keit zu ver­fü­gen, kün­dig­ten im Okto­ber an, wie­der ein­mal Ein­tritts­kar­ten­gut­schei­ne „für Mino­ri­tä­ten“ vor­rä­tig zu hal­ten. Eines Tages bewer­be ich mich mal um einen die­ser Gut­schei­ne. Es soll­te mich sehr wun­dern, wenn es auf dem „Con­gress“ jemals wie­der eine noch klei­ne­re Mino­ri­tät als die­je­ni­ge der über­zeug­ten Män­ner mit Inter­es­se an Wis­sen­schaft, Daten­schutz und EDV geben soll­te. Zur­zeit wur­den drei von sie­ben Ren­dez­vous­an­trä­ge von Nicht­bi­nä­ren ver­fasst, die jähr­li­chen Dro­gen­ge­su­che wer­den ver­mut­lich noch fol­gen. Nüch­tern erträgt man den Unfug nicht mal aus der Fer­ne.

Ver­mut­lich wer­de auch ich unter­des­sen hacker sein.

PolitikNetzfundstücke
Social SPIE­GEL-Bots

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Deutsch­land gewählt wird:

Bis­lang gal­ten vor allem „Trol­le“ als gro­ßes Pro­blem, in Russ­land etwa sind gan­ze „Troll-Fabri­ken“ aktiv, in denen Men­schen für das Posten geneh­mer Nach­rich­ten bezahlt wer­den. (…) Aktu­el­len Stu­di­en zufol­ge lie­ßen sich 95 Pro­zent der befrag­ten Wäh­ler zwar durch sozia­le Medi­en nicht in ihren Ent­schei­dun­gen beein­flus­sen. „Fünf Pro­zent kön­nen aber das Züng­lein an der Waa­ge sein und Wah­len ent­schei­den“[.]

Was der „SPIEGEL“ schreibt, wenn in Groß­bri­tan­ni­en gewählt wird:

Die Gän­se haben für Weih­nach­ten gestimmt[.] (…) Mit die­sem Wahl­er­geb­nis – und die­sem Sie­ger – hat sich Groß­bri­tan­ni­en in den wach­sen­den Klub jener Län­der ver­ab­schie­det, die demo­kra­ti­schen Wett­streit, die Suche nach Kom­pro­mis­sen und fak­ten­ba­sier­te Ent­schei­dungs­fin­dung besten­falls noch als lästi­ge Pflicht­er­fül­lung begrei­fen.

Kann ich die­se rus­si­schen Medi­en noch mal sehen?

Netzfundstücke
WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT

Es wäre albern zu ver­mu­ten, das geschmack­vol­lealles schmeckt nach irgend­et­was – Ihme­zen­trum, spre­chen­des Sinn­bild der Tri­stesse der nie­der­säch­si­schen Lan­des­haupt­stadt, sei nichts als ein Geld­grab. Pas­send zur Umge­bung näm­lich wird’s dort besinn­lich:

ACHTUNG! Es wird weih­nacht­lich! Der WUNDER WANDEL WEIHNACHTSMARKT fin­det am 14. und 15. Dezem­ber 2019 wie­der im Ihme­zen­trum auf dem Pla­teau statt! Kommt alle, und bringt Neu­gier und gute Lau­ne mit!

ACHTUNG! Still­ge­stan­den! Gute Lau­ne ist selbst mit­zu­brin­gen! Gewehr bei Fuß! :motz:

(via Schwerdt­fe­gr (beta))


Die „FAZ“ (möch­te auf­grund des LSRs nicht ver­linkt wer­den) berich­te­te gestern wenig­stens online: „So Homo­se­xu­el­len-freund­lich sind die Dax-Kon­zer­ne“. Ich hal­te eine sol­che Auf­stel­lung für sehr hilf­reich: Ein Unter­neh­men, das Men­schen auf­grund ihrer Sexua­li­tät bevor­zugt ein­stellt, beför­dert oder sonst­wie behan­delt, ist ein Unter­neh­men, des­sen Mit­ar­bei­ter nie­mand wachen Gei­stes wer­den soll­te.

In den NachrichtenPolitik
Si vis pacem, para bel­lum. (7)

Kur­ze Durch­sa­ge von der rechts­po­pu­li­sti­schen Bun­des­re­gie­rung:

In drei Wochen ist es soweit: Ab dem ersten Janu­ar 2020 dür­fen Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten der Bun­des­wehr kosten­los mit den Zügen der Deut­schen Bahn fah­ren. (…) [Sol­da­ten] „ver­die­nen unse­ren Respekt und unse­ren Dank“, begrün­de­te Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er das Vor­ha­ben.

Dan­ke und Respekt für die Kriegs­be­reit­schaft, ihr wider­wär­ti­gen Fer­kel!

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

Netzfundstücke
Coil – Ostia

🎵 Blue eyes, baby‘s got blue eyes 🎶Es ist Mon­tag. Der Ver­fas­ser die­ser Zei­len hat­te schon schlech­te­re Sonn­ta­ge erlebt – jeden­falls, sobald sei­ne Erin­ne­rung zurück­kehrt. Kaf­fee? Intra­ve­nös bit­te!

Mir ist nach Wil­helm zumu­te. Man sehe davon ab, der Wiki­pe­dia Geld zu hin­ter­las­sen. Lie­ber ein paar Schall­plat­ten davon kau­fen. Die regen wenig­stens meist nicht auf. Apro­pos Geld: Face­book ver­letzt frem­de Paten­te, will die Updates mit der Kor­rek­tur aber nicht raus­rücken. Das muss die­ses Sozia­le im Netz­werk sein. Ist das Kunst oder essen Sie das noch?

Frau­en lei­den am mei­sten unter dem Kli­ma­wan­del. Sind halt klei­ner, gehen bei stei­gen­dem Mee­res­spie­gel frü­her unter.

Ganz groß hin­ge­gen: Musik.

Coil ~ Ostia (The Death of Paso­li­ni)

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Umwelt­schwein­ster­ne für Vils­ho­fen!

Wäre es ange­sichts die­ser Mel­dung …

Wer künf­tig im Stadt­ge­biet von Vils­ho­fen (Land­kreis Pas­sau) eine grü­ne Haus­num­mer sieht, weiß, dass in die­sem Haus Men­schen leben, die in beson­de­rem Maße auf Nach­hal­tig­keit und Umwelt­schutz ach­ten. (…) Die Kri­te­ri­en sind weit gefä­chert (…) bis hin zur Nut­zung öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel oder eines E‑Autos.

… nicht bil­li­ger, man gin­ge in Vils­ho­fen direkt zum näch­sten logi­schen Schritt über und ver­ord­ne­te statt­des­sen ver­pflich­tend das Tra­gen von Umwelt­schwein­ster­nen, gern gelb?

(via @Lokoschat)

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ange­merkt zum #SPDbpt19

Dass der Pres­se im Wör­ter­buch augen­schein­lich ein Verb für den so demo­kra­tie­theo­re­tisch wie par­tei­üb­lich lächer­li­chen Vor­gang, dass zwei Men­schen, die in einer rekord­ver­däch­tig kur­zen Zeit nach dem Errin­gen eines Etap­pen­sie­ges all ihre Ver­spre­chen, die ihnen die­sen Etap­pen­sieg gesi­chert haben, auf­grund von Zuge­ständ­nis­sen doch lie­ber nicht zu hal­ten zu ver­su­chen beab­sich­ti­gen, was aber wenig­stens „in die rich­ti­ge Rich­tung“ gehe (ebd.), im Rah­men einer Schau­ver­an­stal­tung („Par­tei­tag“) ohne wirk­li­che Ent­schei­dungs­ge­walt, steht doch die rele­van­te Ent­schei­dung offen­sicht­lich bereits Tage zuvor fest, auf­grund die­ses errun­ge­nen Etap­pen­siegs ohne einen ein­zi­gen geneh­mig­ten Gegen­kan­di­da­ten in einen gemein­sa­men Posten „gewählt“ wer­den sol­len, fehlt, macht das ritu­el­le Abnicken die­ser zwei Men­schen durch den höch­stens nomi­nel­len Sou­ve­rän in einer Par­tei noch längst nicht, wie es die Pres­se weit­ge­hend ein­stim­mig dar­stellt, zu einer Wahl zwei­er Kan­di­da­ten, son­dern zu einer Far­ce.

NetzfundstückePiratenparteiMir wird geschlecht
„Es ist, wie es ist, weil es so sein muss, wie es sein muss.“

Heu­te ist Tag des Ehren­amts – unter den merk­wür­di­gen Gedenk- und Akti­ons­ta­gen die­ses Lan­des sicher­lich einer, der inhalt­li­che Beach­tung ver­dient hät­te. Wie es sich für eine anstän­di­ge Netz­par­tei moder­ne Fort­schritts­par­tei ali­bi­so­zia­le Quatsch­par­tei gehört, hat die Pira­ten­par­tei Deutsch­land, ande­ren Pira­ten­par­tei­en aus gutem Grund oft eher pein­lich, zwei Mit­glie­der des Bun­des­vor­stands dar­über refe­rie­ren las­sen, wie man die­sem Tag poli­tisch am besten begeg­nen kön­ne.

Dani­el Mönch, zum zwei­ten Mal poli­ti­scher Geschäfts­füh­rer der an Deplat­zier­ten nicht armen Par­tei, weiß dazu:

Kin­der­er­zie­hung oder die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen (…) füh­ren aber dazu, dass Men­schen, und hier über­wie­gend Frau­en, (…) Nach­tei­le in der Alters­ver­sor­gung hin­neh­men müs­sen. Vor allem mit Hin­blick auf eine Gesell­schaft, die durch den digi­ta­len Wan­del in den näch­sten Jah­ren eine enor­me Ver­än­de­rung erfah­ren wird, müs­sen wir den Begriff Arbeit neu defi­nie­ren, weg von der Lohn­ar­beit hin zu dem, was unser Zusam­men­le­ben stärkt und zusam­men hält. Des­halb setz­ten wir PIRATEN uns ein für die Ein­füh­rung eines Bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens. Und das BGE wird kom­men, weil es kom­men muss.

Ich wünsch­te wirk­lich, mir fie­le dazu noch eine Poin­te ein.

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Die neue Mainz­stu­die ist da!

Es twit­ter­te heu­te früh das ZDF mit­ten in einem Rausch der Emo­jis (hier aus­ge­las­sen):

Die neue #Pisa-Stu­die ist da! Ergeb­nis: Lesen, Mathe, Natur­wis­sen­schaf­ten – In allen Berei­chen fal­len die deut­schen Schü­ler zurück. Mög­li­che Grün­de: Die Sche­re zwi­schen Arm und Reich sowie schlecht aus­ge­stat­te­te Schu­len.

Um zu ver­ste­hen, war­um das ein Pro­blem ist, hilft viel­leicht ein anschau­li­ches Bei­spiel: Schü­ler, die schlecht in Lesen, „Mathe“ und Natur­wis­sen­schaf­ten sind, könn­ten die Wir­kung von Koh­len­stoff­di­oxid eben­so völ­lig falsch ver­ste­hen wie die Funk­ti­ons­wei­se des Inter­nets. Sie könn­ten dann zum Bei­spiel man­gels bes­se­ren Wis­sens Sät­ze for­mu­lie­ren wie:

Eine E‑Mail ver­braucht 1g CO2.

Ganz beson­ders blöd ist es, wenn die­se Schü­ler dann zum Bei­spiel in einer Behör­de oder einer öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stalt arbei­ten und daher von mei­nen Gebüh­ren sol­cher­lei for­mu­lie­ren. Zum Glück wer­den die öffent­li­chen Ver­laut­ba­run­gen von Behör­den und öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten vor der Publi­ka­ti­on immer qua­li­täts­ge­prüft.

Außer beim ZDF.

Ach!

In den NachrichtenMontagsmusik
The Tiger Lil­lies – Start a Fire

SteheuleEs ist Mon­tag. Nur noch vier Tage und dann ist auch schon wie­der Ruhe vor dem Sturm. In Braun­schweig zu leben war am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ande­rer­seits ziem­lich anstren­gend. Möge das nicht zur Gewohn­heit wer­den!

Eine amü­san­te Schlag­zei­le aus der ver­gan­ge­nen Woche: Grü­nen-Poli­ti­ker Gie­gold ruft Kli­ma­not­stand aus – und fliegt davon. Auf­rich­tig­keit ist im Kli­ma­kampf nur noch im Weg. Auch im Weg war in Lon­don ein Atten­tä­ter, dem, glaubt man Medi­en­be­rich­ten, mit dem Stoß­zahn eines Nar­wals Ein­halt gebo­ten wur­de. So ist der Mensch. In Ita­li­en schwingt man der­weil Sar­di­nen gegen die Poli­tik, man wol­le auch zusam­men­ste­hen wie Sar­di­nen in einer Büch­se. Wie die Demon­stran­ten wohl schmecken?

In Sach­sen ist die Koali­ti­on aus CDU, SPD und Grü­nen der­weil gefe­stigt, wie sie es auch in ande­ren Län­dern ist, in denen die AfD hin­rei­chend groß gewor­den ist. Ich bin noch nicht davon über­zeugt, dass die­ses Koali­ti­ons­ver­hal­ten den Wäh­lern der AfD künf­tig einen Grund zum Wech­sel geben wird, aber ich ken­ne mich da auch nicht aus. Ich bin ja kein Sach­se. Im Kampf gegen die AfD ist auch Schwach­sinn erlaubt.

Eine wei­te­re lesens­wer­te Schlag­zei­le war übri­gens die­se: „Es stün­den tief­grei­fen­de Ver­än­de­rung durch die Digi­ta­li­sie­rung bevor, sag­te Mer­kel. Die Bun­des­re­gie­rung wol­le jedem Bür­ger eine digi­ta­le Iden­ti­tät geben.“ Sel­ten habe ich mich stär­ker nach der Zeit gesehnt, in der die Bun­des­re­gie­rung die Exi­stenz des Inter­nets noch gar nicht aner­kannt hat­te.

Erst mal Musik auf den Schreck.

The Tiger Lil­lies-Start A Fire

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Drei Rund­funk­bei­trä­ge für Aschen­brö­del

Ulrich Wil­helm, ARD-Vor­sit­zen­der, 27. Novem­ber 2019:

Der Rund­funk­bei­trag könn­te ab 2021 auf 18,36 Euro monat­lich stei­gen. Für die ARD bräch­te das den­noch einen Spar­kurs, sagt Inten­dant Ulrich Wil­helm. (…) „Wir wer­den uns bemü­hen, den [Spar­kurs] nicht voll auf das Pro­gramm durch­schla­gen zu las­sen.“ Aber es wer­de auch zu Ein­bu­ßen in der Qua­li­tät der Pro­gram­me oder im Volu­men der Pro­gram­me kom­men müs­sen.

Ach, tja, hm.

Schon GEZahlt?

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: dou­ble nel­son – err­eur 89450

double nelson - erreur 89450Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Aus Frank­reich: dou­ble nel­son.

Klingt wie: Sonic Youth / Neu! / Kraft­werk. Noi­se und Elek­tro­ni­sches mit unblö­den Vokal­bei­trä­gen.

Zu viel Text? Wer hören kann, der höre.

Aktu­el­les Album: „err­eur 89450“ (Amazon.de, Band­camp, TIDAL), raus­ge­bracht: 2019. Stücke kurz, Rezen­si­on auch kurz. Album gut, Hörer erfreut.

Trotz Frank­reich.