Schlägerei bei Friedensdemo. Selten las ich Komischeres.
Miniaturen (28.03.24)
In sozialen Medien werden gerade Werkzeuge herumgereicht, mithilfe derer sich die Produktion von „Podcasts“ (wissense noch, „Pod“?) automatisieren lässt. Jetzt brauchen wir nur noch einen Roboter, der das peinliche Ergebnis („Podcasts“) anhört und abheftet.
Es gibt keine richtige Partei im Falschen.
Die künftige Abwesenheit von tatsächlichen Karten bei Dingen, die „BahnCard“ heißen, sorge „für Unmut“, entnehme ich den Nachrichten. Folgende Frage: Die Fahrpreise nicht oder wat?
Wie man manche Streams im Webbrowser (oft) kostenlos freischaltet
(Aus aktuellem Anlass.)
Das fast einzig Schöne an einem Webbrowser ist, dass Dinge, die er darstellt, zuvor komplett auf eurem Rechner vorhanden sein müssen. Die Wirksamkeit irgendwelcher Schutzmaßnahmen irgendwelcher Anbieter endet allerdings (grob dargestellt) exakt in dem Moment, in dem es um Daten geht, die auf eurer Festplatte liegen. Ist ja eure und die Daten habt ihr vom Anbieter freiwillig dorthin geschickt bekommen.
Nun gibt es einige technisch offensichtlich weniger versierte Anbieter von Videostreams, die trotzdem versuchen, aus den Daten, die sie euch (oft gegen vorherige Zahlung) freiwillig geschickt haben, zusätzlichen Profit zu schlagen. ‘Wie man manche Streams im Webbrowser (oft) kostenlos freischaltet’ weiterlesen »
Sleater-Kinney – Untidy Creature // Lockdown JETZT!
Es ist Montag. In Japan geht ein neues tödliches Virus umher, das sich von Mensch zu Mensch übertragen lässt. Das ist eine gute Nachricht: Wir könnten, falls es ernst wird, zeigen, was wir gelernt haben. (Nämlich nichts.) Ab morgen lieber keine Bücher mehr auf Parkbänken lesen. Sicher ist sicher.
Cannabiszüchter werden „nerven wie Linuxuser“, halbwitzelte ein Prophet in einem „sozialen Medium“ und wird damit vermutlich Recht behalten. (Schön auch, dass die Drunterkommentatoren die Frage nach dem Inwiefern selbst beantworten.) Ich war, bin und bleibe ja – dem steht meine Aversion gegen die Freigabe des ekligen Stinkezeugs nicht entgegen – ein Verfechter einer mit Vernunft betriebenen, dabei liberalen Drogenpolitik und freue mich insofern über den Datenpunkt, dass Portugal mit einer solchen vernünftigen Drogenpolitik längst mit gutem Beispiel vorausgeht, indem es zwar die Nase rümpft, wenn dort jemand mit einem Rauschmittel seiner Wahl den Verstand verlieren möchte, aber ansonsten die Justizkeule nur zurückhaltend schwingt. Warum nicht auch Deutschland? Sind die Deutschen blöder als die Portugiesen? (Ja, sind sie.)
Schöner Beitrag für den Vogelschutz: Keine Vogelsilhouetten kleben – weiße Punkte kleben. Dann sterben Singvögel auch nicht ganz so oft.
Apropos Singen.
Guten Morgen.
Deutsch (Expertenlevel)
Standortpatriotismus
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
„Standortpatriotismus“ solle ich haben, sprach der transatlantische Pimmelminister Robert Habeck von der transatlantischen Pimmelpartei Bündnis 90/Die Grünen. Wäre der Standort nicht mein Feind, wäre das einfacher.
Aber ich versuch’s mal.
(Aus Dortmund.)
Meinte er das damit?
Kurz angemerkt zur Cannabislegalisierung
Warum darf ich künftig eigentlich Kinder vergiften, aber wenn ich mir in aller Ruhe eine Line legen will, kriege ich Ärger?
Liegengebliebenes vom 20. März 2024
Aus der Reihe „irreführende Begriffe“: „heise online“ macht Reklame für eine „Premium-Uhr“. Auf dem zwecks Werbung verwendeten Aufmacherbild derselben sind weder Uhrzeit noch Datum zu sehen.
Andere Länder, andere Sitten (1): In Pakistan wurde eine Frau angegriffen, weil auf ihrem Kleid auf Arabisch „schön“ stand. Die Angreifer hatten angenommen, es handle sich stattdessen um Koranverse. Sieht ja auch alles gleich aus.
Andere Länder, andere Sitten (2): Anscheinend gibt es in Japan die schöne Neujahrstradition des qualvollen Erstickens.
Die Whiskybrennerei Macallan ist bereits seit Jahren für sherrybetonten, nur mäßig guten und daher viel zu teuren Whisky bekannt, der als Spekulationsobjekt und für die Vitrine als besser geeignet gilt als zum Trinken; entsprechend vermarktungsintensiv versuchen die Markeninhaber die Marke im Luxussegment zu platzieren. Der Punkt, an dem die Pflege dieses Rufes ins Lächerliche kippt, scheint nun erreicht: „Macallan macht es endlich leichter, sich ihre Flaschen in den Arsch zu schieben“.
Beim Rentnertwitter Facebook wurde nun eine Kampagne gestartet, um „Anstupsen“ (für die Älteren: das scheint so was wie Gruscheln zu sein) häufiger nutzen zu lassen. Mir fällt dazu ein altes Spiel ein.
Gute Nachrichten: Anscheinend denkt die Bundesregierung gerade noch mal ergebnisoffen über den Umfang der Impressumspflicht für Websitebetreiber nach. Für marginalisierte Gruppen sei die Notwendigkeit zur Angabe einer ladungsfähigen Adresse seit der Einführung dieser Pflicht stets ein Risiko gewesen. Damit sind aber nicht wir Datenschützer gemeint. Schade eigentlich.
Smartphones machen doof: „Being distracted all the time prevent us from having any ideas and understanding.“ Lesens- und befolgenswert.
Sachdienlicher Hinweis an die Betreiber eines namenlos bleiben wollenden sozialen Netzwerks
Natürlich können Sie jemanden, der nach ungefähr fünf Minuten Arbeit die Notwendigkeit, zum Ansehen der in Ihrem sozialen Netzwerk gezeigten Videostreams virtuelle Gummipunkte zu verteilen, automatisiert auszuhebeln vermag, unter ausgespienen Drohungen rauswerfen und dann ein Jahr lang nichts Wesentliches an der grundlegenden Lücke ändern, statt Ihre offensichtlich faulen, weil überbezahlten Entwickler samt und sonders zu feuern und stattdessen den Lückenfinder mit Lob und Anerkennung zu überschütten.
Können Sie.
Kennen Sie eigentlich die Geschichte von dem Kaiser, der keine Kleidung trug?
Kurzkritik: Dim Electrics
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Bereits Anfang Dezember 2023, von mir zwar nicht un‑, doch zu spät bemerkt, veröffentlichte das Wiener „Musikprojekt“ Dim Electrics nach fast zehn Jahren eine erste Werkschau bei Sulatron Records. Kenner ahnen bereits, wo es musikalisch hingeht.
Von „Hawkwind, (den frühen) Pink Floyd und Spacemen 3, Suicide, Can und Neu!“ Sei die Musik beeinflusst, informiert der Pressetext und irrt kaum, obwohl ich Suicide nur in den leichten Widerklängen, Can nur im groove auszumachen vermag. Groove ist ein gutes Stichwort: Leicht spaciges Fiepen leitet ein, danach wird der Körper bis zum Albumsende angenehm von innen massiert. Wie aus einer Nebelwand dringt elektronisch verfremdeter Gesang zu mir herüber. Das ist in Ordnung.
Das letzte Stück heißt „Dream Reaction“, ist knapp über 18 Minuten lang und klingt, wie es heißt. Hypnotische Tripmusik für Menschen wie mich, die von so was nur selten genug bekommen können.
John J. Presley – Silhouettes // Mehr Musik, weniger Müll.
Es ist Montag. Quasi in eigener Sache: Wie ich dem schrägen Personalityblog Netzpolitik.org entnehme, steht fast alles, das mich in der Vergangenheit davon abgehalten hat, das schräge Personalityblog Netzpolitik.org zu verlinken, nunmehr in Frage: Die schräge Personality Markus Beckedahl macht künftig was anderes. Man wird sehen, welche nachhaltigen Konsequenzen das haben wird.
Nabelschau: In letzter Zeit habe ich mich hier immer noch viel zu viel über Politik aufgeregt und das wäre mir heute fast wieder passiert. Klar: Mein virtuelles Reich, meine Regeln, ich kann mich hier aufregen, worüber ich will, aber ich will nicht. Ich will weniger WELT-Kommentarspalte und mehr Feuilleton. Ich will mehr Lockerheit für mich und für alle. Ich komme wegen des ständigen Aufregens in letzter Zeit viel zu wenig dazu, gute Musik zu hören. Guter Vorsatz für die heute beginnende Kalenderwoche: Mehr Musik, weniger Müll. Ich fange schon mal an!
Guten Morgen.
Wie CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne einmal die äußere Sicherheit Deutschlands bedrohten
Beschlossen wurde der Hackerparagraph im Jahr 2007 mit den Stimmen der CDU/CSU-SPD-Regierung sowie von FDP und Grünen. Dieser stellt das Ausspähen und Abfangen von Daten sowie das Vorbereiten entsprechender Schritte unter Strafe. (…) Diese „Hacker-Tools“-Regel richtet sich aber nicht nur gegen Kriminelle. Vielmehr betrifft diese auch Administratoren, Programmierer und IT-Sicherheitsforscher, die entsprechende Programme verwenden, um Systeme und Netzwerke auf Schwachstellen hin zu überprüfen.
Die Veröffentlichung einer abgehörten Taurus-Besprechung deutscher Luftwaffenoffiziere zeigt laut Roderich Kiesewetter fehlende „Sensibilität in unserer Kommunikation“. Der CDU-Außenpolitiker sagte am Dienstagabend bei Markus Lanz: „Der Skandal ist nicht, dass Russland sich dort eingeschaltet hat. Sondern der Skandal ist, dass wir nicht in der Lage waren, unsere eigenen Systeme zu härten.“
Ja, tja, da weiß ich jetzt auch nicht.
Medienkritik in Kürze: Deren Farce, unsere Farce
Im Chor mit anderen Leitmedien amüsiert sich Claudia Thaler von „ZEIT ONLINE“ über die anstehende „Wahl-Farce“ in Russland: Zwar gebe es – anders als 1989 in Deutschland – mehrere Gegenkandidaten, denn Russland wolle „öffentlich den Anschein erwecken, dass Putin rechtmäßig gewählt“ werde, doch seien diese keine politische Alternative und ohnehin chancenlos.
Es werde bereits jetzt gefordert, im Ausland die Wahl schlicht nicht anzuerkennen. Unklar, ob Frank-Walter Steinmeier, zuletzt 2022 ohne echten Gegenkandidaten von fast allen Parteien im Amt bestätigt, das für eine gute Idee halten wird.
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Politiker / Corona
(Das gibt doch wieder Zuschriften.)











