PolitikIn den Nachrichten
Wohn­raum im Westen

„ZDF heu­te“ (Archiv­ver­si­on):

In Deutsch­land wer­den 2023 laut einer Stu­die mehr als 700.000 Woh­nun­gen feh­len – beson­ders Sozi­al­woh­nun­gen und gün­sti­ge Woh­nun­gen.

Medi­en­dienst Inte­gra­ti­on (Archiv­ver­si­on):

Der­zeit hal­ten sich dem Aus­län­der­zen­tral­re­gi­ster (AZR) zufol­ge hier­zu­lan­de 1.115.678 Kriegs­flücht­lin­ge aus der Ukrai­ne auf (…). Unter den Erwach­se­nen sind etwa 66 Pro­zent Frau­en, rund 34 Pro­zent Män­ner.

n‑tv (Archiv­ver­si­on):

Bei der Suche der Ukrai­ne nach zusätz­li­chen Sol­da­ten will der neue Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster Rustem Umje­row kom­men­des Jahr auch im Aus­land leben­de Män­ner zum Wehr­dienst her­an­zie­hen. Ukrai­ner im wehr­fä­hi­gen Alter von 25 bis 60 Jah­ren in Deutsch­land und ande­ren Län­dern soll­ten auf­ge­for­dert wer­den, sich in den Rekru­tie­rungs­zen­tren der Streit­kräf­te zu mel­den. (…) Der Mini­ster sprach zwar von einer „Ein­la­dung“. Er mach­te aber klar, dass es Sank­tio­nen geben wer­de, wenn jemand der Auf­for­de­rung nicht fol­ge.

Mein­ten sie das mit einem Euro­pa, das zusam­men­wächst?

In den NachrichtenComputerPolitikNetzfundstücke
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 20. Dezem­ber 2023

Pir­na hat mitt­ler­wei­le einen AfD-Ober­bür­ger­mei­ster. Was jeden­falls Jonas Muel­ler-Töwe von „t‑online“ dar­an stört: Rechts­ra­di­ka­le Par­tei schön und gut, aber das war ja wohl ganz klar ein Wahl­sieg für chi­ne­si­sche Kom­mu­ni­sten und das kön­nen wir nicht dul­den!


Apro­pos: Als ich neu­lich einem kom­mu­ni­sti­schen Gesprächs­kreis bei­wohn­te (ich kenn’ aber auch immer Leu­te), kam mir die Fra­ge in den Sinn, ob in einer kom­mu­ni­sti­schen Gesell­schaft der Glei­chen über­haupt sexu­el­le Macht­spie­le noch mög­lich sind, wenn es die­sen Begriff von Macht nicht mehr gibt. Die Fra­ge habe ich lie­ber nicht im Gesprächs­kreis gestellt, son­dern im Inter­net nach­ge­guckt. Stellt sich raus: In der Sze­ne gibt es noch grö­ße­re Pro­ble­me. Man­che Tex­te zu lesen irri­tiert mich auf die fal­sche Art.


Näch­stes Jahr sol­len palä­sti­nen­si­sche Gas­fel­der wirt­schaft­lich genutzt wer­den. Nicht, dass noch jemand dach­te, es gehe um Reli­gi­on.


Die deut­sche Blas­phe­mie­ge­setz­ge­bung führt zur Bewer­tung „schwe­re Dis­kri­mi­nie­rung“ im the­ma­ti­schen Bereich „Mei­nungs­frei­heit“.


Apro­pos, Idee: Den Begriff „neu den­ken“ kom­plett neu den­ken. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt schafft das sogar mit dem christ­li­chen Kreuz und meint, es ste­he gar nicht unbe­dingt für das Chri­sten­tum. Fei­ne Sache. Ich geh’ mor­gen mit dem Kreuz durch ein bay­ri­sches Dorf und brül­le „ave Sata­nas“ oder ähn­li­chen rusti­ka­len Blöd­sinn. Die kön­nen mir gar nichts. Dafür kann das Kreuz ja auch ste­hen. Sagt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt.


Über­ra­schen­de Beob­ach­tung (nicht von mir): Im Kom­men­tar­be­reich von Web­sites kom­men­tie­ren die Leu­te weni­ger pam­pig als in „sozia­len Medi­en“. Schön, dass ihr euch hier beneh­men könnt! Zum Zustand des Inter­nets anson­sten dies (eng­lisch­spra­chig): „Sie gaben uns einen Stadt­platz, wir haben ihn in einen Fight Club ver­wan­delt.“

PersönlichesIn den NachrichtenMontagsmusik
Ben Lums­da­i­ne – Here’s Your Next Clue // Ich, der Zei­tungs­le­ser (Teil 3)

Auf diesem Bild hat sich ein Pandabär versteckt.

Es ist Mon­tag. Sex dick könn­te mein neu­er Lieb­lings­be­griff in der eng­li­schen Spra­che wer­den. Er ist so schön blöd.

Andrea Ypsi­l­an­ti schreibt inzwi­schen poli­ti­sche Glos­sen über die SPD in das Maga­zin „Jaco­bin“ hin­ein. Mich stört, dass ich das weiß. Fol­ge­rich­tig habe ich vor­letz­te Woche end­lich beschlos­sen, mei­nen Medi­en­kon­sum dies­mal aber wirk­lich zu ent­schleu­ni­gen: Weg von der stän­di­gen Berie­se­lung mit schnel­len Mel­dun­gen aus Online­me­di­en, deren eta­blier­te Ver­tre­ter es mir ohne­hin schwer machen (2020), sie regel­mä­ßig zu lesen, hin zu einer klei­nen Aus­wahl an täg­li­chen Zusam­men­fas­sun­gen (brie­fing, ein­mal vor­mit­tags reicht’s ja) sowie einer Wochen­zei­tung, die hier zu nen­nen ich nicht vor­ha­be, auf Papier; das ist dann auch bes­ser zum Fen­ster­put­zen. Das Leben ist zu kurz, um schnell statt gut infor­miert zu wer­den. Das Smart­phone mache die Men­schen nicht zufrie­de­ner, las ich gestern und es stimmt.

Ich habe die Anzahl an von mir abon­nier­ten RSS-Feeds im Lau­fe der ver­gan­ge­nen Woche merk­lich redu­ziert und seit­dem den­noch nicht den Ein­druck gewon­nen, nun­mehr ein abge­schie­de­ner Ein­sied­ler zu sein. Ich ver­mu­te, wenn just in die­ser Minu­te etwas wirk­lich Bedeut­sa­mes für mein Leben pas­siert (Nata­lie Port­man will mit mir eine Nacht ver­brin­gen, Deutsch­land wird kom­plett gelb ange­malt, irgend­wie so was halt), dann wer­de ich das auch erfah­ren, ohne bis­wei­len mehr­mals stünd­lich selbst nach­zu­gucken. Das erspart mir dann auch, bis­wei­len mehr­mals täg­lich die Zwi­schen­über­schrift „Was wir nicht wis­sen“ (dann schreibt das doch nicht auf, ihr Pflau­men) lesen zu müs­sen. Dann rege ich mich auch nicht mehr ganz so oft auf. Mal gucken, wie gut das klappt.

Eine ande­re Fra­ge, die mich gera­de wie­der umtreibt: Was kommt eigent­lich nach dem „Fedi­ver­sum“ mit Mast­o­don und dem Acti­vi­ty­Pub-Pro­to­koll? Vor fünf­zehn Jah­ren lief das alles noch auf XMPP-Basis, aber XMPP („Jab­ber“) ist ja bereits eben­so Schnee von gestern wie die dama­li­gen föde­rier­ten Platt­for­men wie GNU social (unter ande­rem basier­te Quit­ter, ein nicht nur nament­lich an Twit­ter ange­lehn­tes „sozia­les Netz­werk“, dar­auf, das damals jetzt aber wirk­lich alle aus­schließ­lich nut­zen woll­ten und das es auch nicht mehr gibt). Insta­grams eige­nes „sozia­les Netz­werk“ Threads ist neu­er­dings selbst „föde­riert“, man kann sei­ner Benut­zer Ver­laut­ba­run­gen also auch zum Bei­spiel auf Mast­o­don lesen. Wie lan­ge wird das funk­tio­nie­ren? – Apro­pos; schö­nes Pro­jekt: OpenRSS stellt RSS-Feeds von eini­gen Web­sites zur Ver­fü­gung, die selbst kei­nen eige­nen (oder nur einen kaum brauch­ba­ren) sol­chen haben. Das spart unser­ei­nem ein wenig Arbeit und das ist heut­zu­ta­ge ja bereits oft Qua­li­tät genug. Trau­rig eigent­lich.

In Schwe­den wer­den die Schu­len wie­der ent­di­gi­ta­li­siert (Archiv­ver­si­on), weil sich her­aus­ge­stellt hat, dass der mensch­li­che Geist all­zu faul wird, wenn das Digi­ta­le ihm (fast) alles abnimmt. „Blöd? Schwe­den?“, dach­te da wohl erfreut der amtie­ren­de Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster und schlug umge­hend vor, auch mal so knall­blöd zu sein wie die Schwe­den: Das schwe­di­sche Wehr­pflicht­mo­dell (Archiv­ver­si­on) wer­de in Erwä­gung gezo­gen, erzähl­te er in der „WELT am Sonn­tag“. Ich per­sön­lich bevor­zu­ge ja das alli­ier­te Wehr­pflicht­mo­dell: Deut­sche Sol­da­ten müs­sen alle­samt kapi­tu­lie­ren und kom­men dann ein paar Jah­re lang dort­hin, wo man ihnen gedul­dig erklärt, dass ihr Tun falsch war.

Kuli­na­ri­sches (ist ja en vogue in der Blog­ge­ria): Letz­te Woche trank ich deut­schen Whis­ky aus dem Glüh­wein­fass. Ich habe mich nur zöger­lich davon erholt, aber ich mache das ja vor allem, damit es kein ande­rer tun muss. Alles für die Wis­sen­schaft.

Viel bekömm­li­cher: Musik.

Here’s Your Next Clue

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenWirtschaft
Rus­si­sche Olig­ar­chen (Deutsch­land-Edi­ti­on)

Lob­by­Con­trol:

Es ist auf­fäl­lig, wie vie­le Poli­ti­ker­grö­ßen zu der Kon­fe­renz „Wirt­schaft Neu Den­ken“ nach Mal­lor­ca und Kreuz­fahrt-Talk­run­den anrei­sen. (…) Hier trifft man sich, lernt sich ken­nen und schät­zen und ist unter sich – und das alles orga­ni­siert von den Dienst­lei­stern der Hoch­ver­mö­gen­den. Solch hoch­ran­gig besetz­te Tref­fen in luxu­riö­sem Ambi­en­te tra­gen dazu bei, gemein­sa­me Posi­tio­nen und Ansich­ten inner­halb der Eli­ten zu för­dern und Netz­wer­ke zu festi­gen.

Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung:

In Russ­land ver­tritt die Wirt­schaft ihre Inter­es­sen nicht über gemein­sa­me Ver­bän­de, die Trans­pa­renz und recht­li­chen Regeln ver­pflich­tet sind, son­dern über ein­zel­ne Olig­ar­chen, die immer noch mit den sprich­wört­li­chen Kof­fern vol­ler Geld ope­rie­ren.

Un|rechts|staa|ten, die.

SonstigesWirtschaft
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Der Blick durch den Zei­tungs­ki­osk, 11. Dezem­ber 2023.

In Han­no­vers Bahn­hofs­zeit­schrif­ten­la­den fin­de ich die Sati­re­hef­te „Tita­nic“ und „Eulen­spie­gel“ direkt über „Ren­te 2024“ und „Ren­te & Co.“ ein­sor­tiert. Was darf Sati­re?


Die Dezem­ber­aus­ga­be der „Le Mon­de diplo­ma­tique“ (deutsch­spra­chi­ge Aus­ga­be) bit­tet unter der Über­schrift „Chi­na auf dem abstei­gen­den Ast?“ dar­um, die chi­ne­si­sche Wirt­schaft (die schon 2013 „schwä­chel­te“, wie west­li­che Nach­rich­ten­agen­tu­ren her­aus­ge­fun­den zu haben mein­ten) nicht zu unter­schät­zen. „Chi­na Dai­ly“, eine eng­lisch­spra­chi­ge Tages­zei­tung aus Chi­na, sieht das in der aktu­el­len Aus­ga­be frei­lich eben­so, und auch die „Wirt­schafts­wo­che“ („Wirt­schafts­Wo­che“) warnt: „Chi­na fährt uns davon“. Auto­her­stel­ler hät­te ich wer­den sol­len. Dann wür­den sich die Medi­en­ma­cher auch mal Sor­gen um mein Wohl­erge­hen machen.


Apro­pos: Gibt es von der neu­en „InS­tyle Influen­cer“ – Auf­ma­cher: „All Eyes on Deutsch­lands erfolg­reich­ster Influen­ce­rin: Leo­nie Han­ne“, Trend­be­richt: „Die most-lik­ed IG-Looks der Insta-Stars“ – eigent­lich auch eine deutsch­spra­chi­ge Aus­ga­be?


Es gibt offen­bar ein Wirt­schafts­ma­ga­zin namens „Guter Rat“. Ist mir aber zu teu­er.


Bemer­kens­wer­tes aus dem Inter­net zum Schluss: Die put­zi­ge „Süd­deut­sche Zei­tung“ berich­tet in einem ihrer heu­ti­gen „Live­ticker“ (wer braucht Recher­che, wenn er statt­des­sen auch was lesen kann, das schnel­ler da ist?): „Die US-Regie­rung hat sich besorgt über einen Medi­en­be­richt gezeigt, wonach Isra­el in Liba­non von den USA gelie­fer­te wei­ße Phos­phorm­uni­ti­on ein­ge­setzt haben soll.“ Das besorgt mich auch, aber wahr­schein­lich aus einem völ­lig ande­ren Grund.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Inner Space – I’m Hiding My Night­ingale // Kli­ma­f­lie­ger sind sich einig.

Erst mal Frühstück

Es ist Mon­tag. Es gibt die ersten Kiwi-Küken seit 150 Jah­ren. Direkt mal aus­löf­feln.

Du bist ein Chat­bot. Mei­nen Dank noch mal an die Erfin­der des Lei­stungs­schutz­rechts. Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on? – „Bun­des­au­ßen­mi­ni­ste­rin Baer­bock sieht bei der Welt­kli­ma­kon­fe­renz in Dubai eine gro­ße Mehr­heit für mehr Kli­ma­schutz“ (Deutsch­land­funk, Archiv­ver­si­on). Wirk­lich scha­de, dass Kon­fe­ren­zen nicht auch ohne Flug­zeu­ge mög­lich sind, zum Bei­spiel über die­ses sog. „Inter­net“. Da soll­te mal jemand was erfin­den.

Mein nai­ver Ansatz zur Lösung des Pro­blems, dass die AfD nach errun­ge­nem Wahl­sieg von den zahl­rei­chen „Grund­rech­te, aber“-Einschränkungen pro­fi­tie­ren kann, die die Guten ver­übt haben, wäre es ja, dass einer künf­ti­gen Regie­rung kei­ne Zen­sur- und Über­wa­chungs­me­tho­den – etwa die „Chat­kon­trol­le“ oder der „Staats­tro­ja­ner“ – zula­sten des Vol­kes zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Aber ich habe bekannt­lich kei­ne Ahnung von Poli­tik.

Schnee­flocke gesich­tet: Bahn stellt deutsch­land­weit Ver­kehr ein. Besteht hin­ge­gen bei jedem Wet­ter: Musik.

Can- I’m Hiding My Nigh­ten­ga­le (HQ-Ste­reo)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Netz­ak­ti­vi­sten, Digi­tal­po­li­ti­ker, Bür­ger­recht­ler, Daten­schüt­zer und ande­re Kri­mi­nel­le

Die „FAZ“ – es ist wirk­lich scha­de, dass sie nicht direkt ver­linkt wer­den möch­te (LSR) – lässt aus­ge­rech­net Dani­el Deckers kom­men­tie­ren:

Kin­der haben halt kei­ne Lob­by, Kin­der­schän­der in Gestalt von Netz­ak­ti­vi­sten, Digi­tal­po­li­ti­kern, Bür­ger­recht­lern und Daten­schüt­zern schon.

Es besteht lei­der kei­ne Mög­lich­keit, die­sen Kom­men­tar an glei­cher Stel­le zu kom­men­tie­ren. Ich ver­mu­te, die Redak­ti­on möch­te eine direk­te Kon­fron­ta­ti­on mit uns „Netz­ak­ti­vi­sten, Digi­tal­po­li­ti­kern, Bür­ger­recht­lern und Daten­schüt­zern“ sowie son­sti­gen Kri­mi­nel­len ver­mei­den.

NetzfundstückeNerdkrams
Auf Hack­safa­ri

Entschwärzt mit Rechtsklick

Es kann nur noch eine Fra­ge der Zeit sein, bis in Deutsch­land die Benut­zung von App­les Web­brow­ser Safa­ri zum Öff­nen von „geschwärz­ten“ PDF-Datei­en, behelfs­wei­se die Exi­stenz einer rech­ten Maus­ta­ste zum Öff­nen eines Menüs, unter emp­find­li­che Stra­fe gestellt wird.

Nach­trag: Die PDF-Datei wur­de mitt­ler­wei­le aus­ge­tauscht, der Ersatz ist anders „geschwärzt“, wie es scheint. Scha­de.

Sonstiges
„… von MEINEN Gebüh­ren!“ (11)

Die­ses Jahr dür­fen „wir“ noch vier­zehn­mal die Scheiß-Hasel­nüs­se vom Scheiß-Aschen­brö­del „genie­ßen“. Falls jemand drei­zehn­mal nicht kann und Bock hat auf einen Mär­chen­film, den am wenig­sten behal­tens­wer­ten Export aus dem „ehe­ma­li­gen“ Ost­block. Und ihn noch nicht kennt. Und auch nicht hat. Und auch nicht ander­wei­tig haben kann.

Ab 2025 hät­te der WDR gern wie­der mehr Geld. Da geht es ihm wie mir.

PiratenparteiMontagsmusikComputer
Code Oran­ge – Splin­ter the Soul // Daten­schüt­zer (iro­nisch)

Lasst mich einfach hier liegen.

Es ist Mon­tag. Stoppt den Krieg in sechs Minu­ten! In Han­no­ver tröp­fe­le die „PARTEI“ ihrem Ende ent­ge­gen, teil­ten mir erschreckend gut infor­mier­te Quel­len mit. End­lich mal irgend­was aus deren Krei­sen, das ich lustig fin­de.

Apro­pos: Die schein­to­te Pira­ten­par­tei hat am Wochen­en­de einen neu­en Bun­des­vor­stand gewählt, noch wäh­rend der alte Bun­des­vor­stand in Tei­len zu nie­man­des Über­ra­schung zur eben­so ster­ben­den „Lin­ken“ über­trat. Ich habe eine Wet­te abge­schlos­sen, wie lan­ge der neue Bun­des­vor­stand wohl im Amt sein wür­de. Ich bin guter Din­ge, sie zu gewin­nen.

Neues/Altes aus der Welt der Com­pu­ter: Auf einer Lisp Machi­ne von Sym­bo­lics ist der NULL-Poin­ter gar kein NULL-Poin­ter. Infor­ma­tik­do­zen­ten has­sen die­sen Trick. Anzei­ge ist raus. Im Jahr 2023 „fei­ern“ wir sowohl 30 Jah­re Win­dows 3.11 (wir haben ja alle mal ange­fan­gen und wir hat­ten ja nichts) als auch 30 Jah­re IMG-Tag, mit­hin 30 Jah­re tech­ni­sche Ermög­li­chung von Rekla­me im Web. Es war ein Feh­ler, Inve­sto­ren ins Inter­net zu las­sen. – Rea­li­täts­zweig des Tages: Linux bekommt dem­nächst Blue­screens. Mit Win­dows wäre das nicht pas­siert.

Genau mein Humor auch: Die von Empa­thie eben­so wie von Skru­peln gänz­lich unbe­ein­druck­ten ver­meint­li­chen Dreck­säcke, die im Euro­päi­schen Par­la­ment klan­de­stin mein Recht auf wirk­sa­me Ver­schlüs­se­lung ver­nei­nen las­sen wol­len, zie­hen es vor, dass ihre Daten geschützt wer­den. Par­la­men­ta­ri­er müss­te man sein. Da könn­te man sein Arsch­loch­sein gut bezah­len las­sen und nie­mand, der was dage­gen hät­te, von einem Arsch­loch regiert zu wer­den, könn­te einem was.

Kann mir immer was: Musik.

Code Oran­ge – Splin­ter The Soul (Offi­ci­al Audio)

Guten Mor­gen.

Musik
Kur­zes zum letz­ten Band­campf­rei­tag

Man eile: Bei Bandcamp.com ist heu­te viel­leicht der letz­te „Band­camp Fri­day“, also der­je­ni­ge Frei­tag in man­chen Mona­ten, an dem das Unter­neh­men beim Ver­kauf von Musik­ko­pien auf sei­nen eige­nen Anteil zugun­sten der Künst­ler ver­zich­tet.

Mit dem genos­sen­schaft­lich geführ­ten jam.coop steht eine Alter­na­ti­ve in den sog. „Start­lö­chern“. 2024 wird inter­es­sant.

Netzfundstücke
Hoch­kant­par­ty auf dem #37c3

Die­ser Arti­kel ist Teil 16 von 20 der Serie Congresskrise(n)

Ich sol­le das „Wall­pa­per“ „instal­lie­ren“, for­dert mich ein Bei­trag im Ver­an­stal­tungs­blog zum künf­ti­gen 37C3, dem wohl ein­zi­gen Hacker­tref­fen der Welt, auf dem mehr Jour­na­li­sten und Sozi­al­ar­bei­ter als Hacker zu fin­den sind, auf. Das „Wall­pa­per“ – frü­her nann­ten wir das noch „Hin­ter­grund­bild“ – steht nur im smart­phon­e­freund­li­chen Hoch­kant­for­mat zum „Instal­lie­ren“ bereit. Zur Ziel­grup­pe – jen­seits derer, die sowie­so immer dabei sind und dar­um ande­ren Leu­ten bevor­zugt den Platz weg­neh­men kön­nen wie so ein Bahn-Bonus-Kun­de – habe ich vor­erst kei­ne wei­te­ren Fra­gen.

Musik
#NotS­po­ti­f­y­Wrap­ped

Men­schen posten heu­te stolz ihre beklopp­ten Jah­res­rück­blicke, die Spo­ti­fy ihnen bereits zusam­men­ge­stellt hat, denn es ist ja schon Ende Novem­ber und im Dezem­ber erscheint bekannt­lich nie gute Musik. (Doch, aber dazu kom­me ich spä­ter noch – mei­ne hie­si­ge musi­ka­li­sche Jah­res­rück­schau erfolgt wie immer Anfang Janu­ar.)

Mein musi­ka­li­sches 2023 besteht gewohnt aus jeder Men­ge 70er-Musik und ein paar Aus­nah­men, das Schön­ste aber schafft es nicht in irgend­wel­che auto­ma­ti­schen Listen, weil ich sowohl immer noch nicht wil­lens bin, mir ein Spo­ti­f­y­kon­to zuzu­le­gen, als auch mein Plat­ten­spie­ler nicht streamt. Die Freu­de der Deut­schen dar­an, völ­lig Frem­de an ihrem Jahr teil­neh­men zu las­sen, so dass es jetzt abseh­bar tage­lang in sozia­len Medi­en kein wich­ti­ge­res The­ma geben wird, erschließt sich mir indes nur bedingt.

Wo doch „Fuck!“ – oder, so’s genehm ist, „So eine ver­damm­te Schei­ße!“ – als Jah­res­rück­blick oft völ­lig reicht.