Spaß mit Spam
Spam, Spam, Spam (Juli 2012)

Big­ger than you can ever ima­gi­ne

Die Beat­les? Nein, nein, etwas ganz ande­res ist damit gemeint:

Girls strip for came­ras
http://grewpiss.com/

Mäd­chen zie­hen sich aus, um neue Kame­ras zu bekom­men – schön und kei­ne gro­ße Über­ra­schung, inso­fern hal­te ich die Betreff­zei­le doch für etwas miss­ver­ständ­lich.

Beein­druckt hat mich aber die ange­ge­be­ne Inter­net­adres­se. Gewach­se­ner Urin, na dann.


How to get her to suck

Wie man sie dazu bekommt, schlecht zu sein? Ach, die wört­li­che Über­set­zung ist gemeint. Na, wie denn?

Your powerful rod will rip their blou­ses off

Äh, ja, nun, wenn ich mit mei­nem kraft­vol­len Brenn­stab einer Frau die teu­er ergau­ner­te Blu­se zer­rei­ße, dann wird sie mir allen­falls den Marsch bla­sen. Viel­leicht soll­ten die Anbie­ter ihre Metho­den erst ein­mal selbst testen.


Genau wie die­se übri­gens:

10 things women hate

Lei­der wird der Schrei­ber nicht kon­kret, son­dern stellt fol­gen­de The­se auf:

I did not dare to date girls until I mana­ged to upsi­ze my litt­le pecker.

Ich habe selbst in mei­nem lan­gen, ereig­nis­rei­chen Leben die Erfah­rung gemacht, dass Erfolg bei Frau­en sich nicht allein mit der Exi­stenz eines beacht­lich gro­ßen Glie­des ein­stellt und dass jemand, der par­tout kei­ne Frau zu einem Ren­dez­vous rum­kriegt, womög­lich ganz ande­re qua­li­ta­ti­ve Nach­tei­le auf­weist oder sich ein­fach nur die dümm­sten Schnep­fen angeln will.

Ich soll­te Spam­mer wer­den.

Persönliches
Impres­sio­nen: Roman­ti­sche Betrach­tung des eige­nen Spie­gel­bilds eines Nach­mit­tags im Juli (Ver­such 8)

Und aus irgend­ei­nem Grund dann doch wie­der der Blick in den Spie­gel, und die Freu­de dar­über, dass man sich wie eine Dose Obst doch noch gut gehal­ten hat, währt auch nur kurz, denn eine Dose Obst wird irgend­wann meist aus­ge­löf­felt, nur selbst fühlt man sich der Bio­ton­ne täg­lich ein Stück näher, obwohl man auch bei nähe­rer Betrach­tung kei­ne Kenn­zeich­nung hier­für erken­nen kann.

Dass die rein äußer­li­che Erschei­nung über­ein­stim­mend als süß bezeich­net wird, als wäre man eine Erd­bee­re, die man in Milch ertränkt, isst und ver­daut, mutet wie eine Far­ce an, oder man hat ein­fach nur eine gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung ver­passt, infol­ge derer Frau­en seit neue­stem nur absto­ßen­de Män­ner bepart­nern wol­len, und man wäre dann gern so absto­ßend, wie man sich fühlt. Die schreck­li­che Lee­re unter der Ober­flä­che sieht man nicht.

Das Alter hin­ter­lässt noch kei­ne Spu­ren. Die See­le bekommt Schluck­auf.

Selbst­bild als Fall­obst.

„Desi­re / whispe­red, spo­ken / in time / rivers, oce­ans“
– Talk Talk: Desi­re

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: SPON und die Ver­lie­rer

Dass SPIEGEL Online nicht unbe­dingt ein Qua­li­täts­ma­ga­zin ist, stellt man dort ja des Öfte­ren unter Beweis, zuletzt am Diens­tag mit einem ziem­lich miss­ra­te­nen Bob-Dylan-Kon­zert­be­richt, des­sen Autor näm­li­chem Kon­zert offen­bar nicht ein­mal bei­gewohnt hat (und Bob Dylan immer­hin rich­tig schrei­ben kann, das ist ja auch schon etwas wert).

Lustig wird es aber, wenn SPIEGEL Online ver­sucht, was mit Poli­tik zu schrei­ben, denn das ist häu­fig eine Sati­re auf das Jour­na­lis­mus­we­sen selbst. Heu­te zum Bei­spiel berich­tet Micha­el Sont­hei­mer über den Abschluss des Pro­zes­ses gegen Vere­na Becker, einst akti­ves Mit­glied der RAF.

Ich zitie­re aus­zugs­wei­se:

Vier Jah­re für Bei­hil­fe zum Mord, von denen zwei­ein­halb Jah­re wie­der abge­zo­gen wer­den. Das macht 18 Mona­te Haft. (…)

In sei­nem Schluss­vor­trag erklär­te [Micha­el Buback,] der Sohn des RAF-Opfers [Sieg­fried Buback,] dann: „Das Urteil ist für mich ohne Bedeu­tung.“ Obwohl Becker für ihn die Mör­de­rin sei­nes Vaters ist, woll­te er nicht, dass sie dafür ver­ur­teilt wird. (…)

Der Sohn des Ter­ror­op­fers ist neben der Ange­klag­ten der eigent­li­che Ver­lie­rer des Becker-Pro­zes­ses. Die Geschich­te kennt oft kei­ne Gerech­tig­keit.

Mal für uns alte Leu­te zum Mit­den­ken: Der Sohn des Ter­ror­op­fers woll­te kei­ne Ver­ur­tei­lung, die­se Ver­ur­tei­lung erfolg­te aber, und des­halb ist er nun der eigent­li­che Ver­lie­rer? Eine so obsku­re Logik ken­ne ich eigent­lich nur aus so Frau­en­zeit­schrif­ten, in denen kein Satz ohne dra­ma­ti­sche Adjek­ti­ve oder sonst­wie bedau­er­li­che Attri­bu­te fal­len darf.

Der Leser, der sich von einem einst­mals vor­geb­lich seriö­sen Medi­um wie SPIEGEL Online rele­van­te Erkennt­nis­se anstel­le Betrof­fen­heits­pro­sa erhofft hat, ist neben mir der eigent­li­che Ver­lie­rer die­ses Vor­gangs. Micha­el Sont­hei­mer kennt oft kei­ne Gerech­tig­keit.

Nerdkrams
Quäl­text­aus­druck (dank Mozil­la und Dell)

Zur­zeit bin ich der­art in der Stim­mung für rants über die Fir­ma Dell (sie­he auch hier und, etwas län­ger her, hier), dass ich eigent­lich eine Face­book-Fan­sei­te „Freun­de des gepfleg­ten Dell-Bas­hings“ auf­ma­chen könn­te. Doof nur, dass es dort wohl nie­mand mehr lesen wür­de: Face­book ist in abseh­ba­rer Zeit so gut wie tot. Tja.

Dann muss ich das eben hier machen:

Ich ver­die­ne erhal­te gele­gent­lich Geld dafür, mich mit schlecht bis gar nicht doku­men­tier­ten frem­den Schnitt­stel­len und Quell­codes zu beschäf­ti­gen. Gegen­wär­tig steht die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einer SOAP-Schnitt­stel­le auf dem Pro­gramm, also das Sen­den und Erhalten/Auswerten von ziem­lich kom­ple­xen XML-Strö­men, im kon­kre­ten Fall acht­di­men­sio­nal ver­schach­telt. Der Ant­wort-Daten­strom, dar­ge­stellt als XML-Baum, sieht unge­fähr so aus (aus Grün­den gekürzt und teil­wei­se unkennt­lich gemacht):

(Wie man sieht, ent­hal­ten eini­ge der XML-Fel­der HTML-Code, hier zwar als „kor­rek­te“ tags ange­zeigt, aber im Daten­strom als HTML-Enti­tä­ten dar­ge­stellt, um die Inte­gri­tät nicht zu gefähr­den. Das wird im Fol­gen­den noch inter­es­sant.)

Nun wür­de ich natür­lich, um mit die­sem Infor­ma­ti­ons­ge­halt irgend­et­was Sinn­vol­les anfan­gen zu kön­nen, gern neben Brow­ser, PHP-Code und gege­be­nen­falls SSH-Shell (für das PHP-Feh­ler­log) auch die­se Struk­tur stets im Auge behal­ten. Da zumin­dest sie sich nicht all­zu oft ändert, bie­tet sich ein Aus­druck an – zumin­dest war das mein Vor­ha­ben.

Nun stand mir in der vor­han­de­nen Arbeits­um­ge­bung hier­für ein Dell 2145cn zur Ver­fü­gung, ein gro­ßer, schwe­rer, lau­ter Farb­la­ser­drucker. Eigent­lich soll­te der die­ser Auf­ga­be gewach­sen sein, soll­te man mei­nen. Ich habe also das XML-Doku­ment gene­riert und den Quell­text aus­ge­ge­ben, anschlie­ßend aus Fire­fox her­aus die Druck­funk­ti­on ver­wen­det. Das Ergeb­nis:

  • sämt­li­che XML-Tags wur­den her­aus­ge­fil­tert,
  • die Enti­tä­ten wur­den in < und > umge­wan­delt und oben­drein
  • als HTML-Code aus­ge­druckt.

Die HTML-Sei­te, die im Brow­ser so aus­sah, …


<BESCHREIBUNG>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Test&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;</BESCHREIBUNG>

… ende­te also so auf Papier:


Test

Das ist natür­lich nicht im Sin­ne des Ent­wick­lers. Viel­leicht, so dach­te ich nai­ver­wei­se, ist allein die HTML-Dar­stel­lung ein wenig eigen. Ich ließ statt­des­sen also den Daten­strom als application/xml aus­ge­ben – ein screen­shot davon ist oben zu sehen – und betä­tig­te erneut Strg+P.

Tat­säch­lich schaff­te der Drucker es, mich noch­mals zu über­ra­schen: Dort, wo ich nun wenig­stens XML-Code erwar­tet hat­te, erschien näm­lich gar nichts. Offen­bar wur­de beim Druck des XML-Doku­ments auch der XML-Baum intern in HTML umge­wan­delt, und da es für die ent­hal­te­nen Ele­men­te kei­ne Dar­stel­lungs­in­for­ma­tio­nen gab (wie zum Bei­spiel <b> als „fett“ defi­niert ist), wur­den sie schlicht „unsicht­bar“ dar­ge­stellt.

m(

Ich „löste“ das Pro­blem, indem ich ein (näm­lich oben ste­hen­des) Bild­schirm­fo­to des XML-Doku­ments aus­druck­te, was auch funk­tio­nier­te. War­um aber ein ein­fa­cher Aus­druck von XML-/HTML-Code par­tout nicht klapp­te, ist für mich uner­gründ­lich. Erfah­rungs­ge­mäß wür­de ich jetzt ein­fach mal Dell die Schuld geben. Dass Fire­fox zu blöd sei, so etwas wie den Quell­code einer Web­sei­te als Rein­text an einen Drucker zu sen­den, bezweif­le ich näm­lich dann doch.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik LXX: Quark­teil­chen ent­deckt?

Wir schrei­ben das Jahr 2012, im nach­christ­li­chen Abend­land öst­lich des Lan­des der Ver­rück­ten ist man sich weit­ge­hend dar­über einig, dass wir nach unse­rem Tod vor allem tote Lei­chen sein wer­den. Wirk­lich erstaun­lich ist es da, dass jedes Mal, wenn der Schöp­fungs­leh­re von der Wis­sen­schaft erneut eins vor den Latz geknallt wird, Schrei­ber­lin­ge jeg­li­cher Cou­leur völ­lig uniro­nisch ihre Spi­ri­tua­li­tät wie­der­ent­decken.

Das jüngst am CERN ent­deck­te Boson von 125,3 +/- 0,6 GeV/c² bei 4,9 σ kommt der Vor­stel­lung des bis­lang unent­deck­ten Higgs-Bosons recht nahe, und die­ses Boson, des­sen Nach­weis bis­lang auf wis­sen­schaft­li­chem Weg uner­klär­te Zusam­men­hän­ge der Ele­men­tar­phy­sik klä­ren kön­nen soll, wird nicht etwa „Higgs-Boson“ oder wenig­stens „Higgs-Teil­chen“ genannt, denn damit kann man den durch­schnitt­lich ver­blö­de­ten Medi­en­kon­su­men­ten heut­zu­ta­ge nicht mehr anlocken. Nein, das geht so:

(Und das war jetzt nur eine Aus­wahl der Vor­kom­men ohne Anfüh­rungs­zei­chen.)

Sicher ist das immer noch bes­ser als „magi­sches Teil­chen“ oder „Dings­da“, aber wenn es nur um Leser­ge­win­nung geht, soll­te man sich viel­leicht auf „Sex­teil­chen“ (oder, BILD-kon­form, „Sex-Teil­chen“) ver­stän­di­gen – immer­hin hält es, sofern exi­stent, auch an sexu­el­ler Inter­ak­ti­on einen gewis­sen Anteil.

(Wie wird das Higgs-Boson eigent­lich in der mus­li­mi­schen Welt genannt? „Allah-Teil­chen“ klingt eher nach einem Gebäck. „Ich hät­te gern ein Allah­teil­chen und ein Weiß­brot, dan­ke.“)

War­um nen­nen wir Elek­tri­zi­tät nicht ein­fach Got­tes­feu­er, Licht Got­tes­glanz und Auto­mo­bi­le Got­tes­kut­schen? Über­haupt könn­ten die Medi­en viel mehr Begrif­fen ein „Got­tes-“ vor­an­stel­len. Tref­fen­der kann man die Brä­sig­keit der Gläu­bi­gen nur schwer­lich per­si­flie­ren. Aber viel­leicht war auch ein­fach nur wie­der ein Kabel locker.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Kurz ver­linkt CVIII: Ach, wer redet denn von Fuß­ball?

Das mit dem Fuß­ball habe ich, wie ange­kün­digt, euch Lesern, abge­se­hen von eini­gen Total­aus­fäl­len in Super­märk­ten und Zei­tun­gen, ja erfolg­reich erspart, kein Wort der Bericht­erstat­tung erreich­te die­se Inter­net­prä­senz.

Dass aber die deut­sche Mann­schaft in einem, wie Zuschau­er über­ein­stim­mend berich­ten, eher mit­tel­mä­ßi­gen Spiel das Errei­chen des Fina­les mal wie­der nicht hin­be­kam, ging an mir natür­lich eben­so wenig vor­über wie der plötz­li­che Schwund der schwarz-rot-gol­de­nen Flag­gen drau­ßen, denn so rich­tig stol­zer Deut­scher darf man eben nur sein, wenn gera­de Brüll­ball läuft, damit man nicht dem völ­ki­schen Gedan­ken­gut anheim­fal­le, wobei ein Neo­na­zi, der die schwarz-rot-gol­de­ne Flag­ge der Demo­kra­tie anstel­le der schwarz-weiß-roten des Kai­ser­rei­ches hisst, schon ein biss­chen blö­de sein muss; sei’s drum.

Allein das plötz­li­che Des­in­ter­es­se der Deut­schen am Fuß­ball­sport ist mir jetzt noch ein paar Zei­len wert, und die über­las­se ich Lukas Hein­ser:

Schlim­mer als die­se Fans, die es mit ihrer Begei­ste­rung für den Sport dann viel­leicht doch ein biss­chen über­trei­ben, sind aber jene Leu­te, die sich zu inter­na­tio­na­len Tur­nie­ren in schwarz-rot-gol­de­ne Scha­le wer­fen und gemein­sam mit der Bou­le­vard­pres­se dar­auf hof­fen, dass “wir” den Titel holen.

(…) Wer Fuß­ball nur guckt, weil er auf einen Titel­ge­winn der eige­nen Mann­schaft hofft, ist kein Fan der Sport­art, son­dern ein­fach nur jemand, der sein Ver­hält­nis zu die­ser Sport­art von einem ein­zi­gen Fak­tor abhän­gig macht: dem Titel. Mit die­ser Ein­stel­lung kann man die­ser Tage nicht mal mehr Fan des FC Bay­ern Mün­chen wer­den — und sel­ber Sport trei­ben sowie­so nicht.

Ganz Deutsch­land inter­es­siert sich nicht mehr für uns und unse­re Mann­schaft. Hat ganz Deutsch­land vor dem Aus­schei­den unse­rer Mann­schaft eigent­lich die jüng­sten Ent­wick­lun­gen bezüg­lich der GEMA-Tari­fe oder des ESM hin­be­kom­men? Nein? Natür­lich nicht, da schießt ja auch nie­mand ein Tor.

Ganz Deutsch­land geht es immer noch zu gut.

NerdkramsInternes
Ein wenig Java­Script-Nost­al­gie: clippy.js und Word­Press

Älte­re, win­dows­er­fah­re­ne Anwen­der oder sol­che, die (etwa im öffent­li­chen Dienst) mit betag­ter Soft­ware arbei­ten dür­fen („müs­sen“ wäre zu viel gesagt, die aktu­el­len Office-Pake­te von Micro­soft sind eine Her­aus­for­de­rung für die Ner­ven jedes eini­ger­ma­ßen anspruchs­vol­len Anwen­ders), sind sicher bereits mit Micro­softs „Agen­ten“ – etwa dem Such­hund Rover aus Win­dows XP, der sei­ne Ursprün­ge noch in Micro­softs expe­ri­men­tel­ler Windows‑3.1‑Oberfläche Bob hat, oder dem längst legen­dä­ren, schreck­lich auf­dring­li­chen Karl Klam­mer aus Micro­soft Office – bekannt gemacht wor­den.

Eini­ge die­ser „Agen­ten“ waren seit Win­dows 2000 unter der Pro­dukt­be­zeich­nung „Micro­soft Agent“ sepa­rat lauf­fä­hig und sogar dazu in der Lage, Tex­te auf Web­sei­ten und sogar aus dem IRC – mIRC etwa bie­tet eine Schnitt­stel­le hier­für an – vor­zu­le­sen. Mit der Neu­ge­stal­tung von Office 2007 (Office 12) wur­de die­ser Office-Assi­stent von Anfang an durch ein neu­es Hil­fe­sy­stem ersetzt, das Pro­dukt Micro­soft Agent wird zukünf­tig nicht mehr gepflegt.

Das ist scha­de. Zum Glück kann man zumin­dest auf sei­ner Web­site die „Agen­ten“ wie­der­be­le­ben, clippy.js macht es mög­lich. Hier­für benö­tigt man ledig­lich die jQuery-Biblio­thek – in Word­Press bereits ent­hal­ten – und die Datei­en clippy.min.js und clippy.css aus dem Ver­zeich­nis „build“ des öffent­li­chen Git­Hub-repo­si­to­rys. Das Ein­bin­den in Word­Press bedarf jedoch ein wenig Hand­ar­beit, da Word­Press jQuery im Kom­pa­ti­bi­li­täts­mo­dus betreibt und der Ope­ra­tor $ somit nicht funk­ti­ons­tüch­tig ist. In der Datei clippy.min.js ist daher zunächst mit einem Text­edi­tor jedes „$“ durch „jQuery“ zu erset­zen.

Nun kön­nen die bei­den Datei­en in ein belie­bi­ges Ver­zeich­nis, bevor­zugt inner­halb des Word­Press-Stamm­ver­zeich­nis­ses, hoch­ge­la­den wer­den. Im Fol­gen­den wird davon aus­ge­gan­gen, dass clippy.js im Ver­zeich­nis /wordpress/clippy.js/ auf dem Ser­ver liegt.

Zunächst soll­te das Style­sheet ein­ge­bun­den wer­den. Dies erle­digt man bevor­zugt über den Word­Press-The­me-Edi­tor in der „Kopf­zei­le“ (header.php):

<link rel="stylesheet" href="<?php bloginfo('url'); ?>/clippy.js/clippy.css" type="text/css" media="screen" />

Soll­te der „Agent“ auf jeder Word­Press-Sei­te erschei­nen kön­nen, so ist es emp­feh­lens­wert, das Java­Script ent­we­der eben­falls hier oder in der Fuß­zei­le (footer.php) ein­zu­bin­den, anson­sten kann dies auch an geeig­ne­ter Stel­le (etwa in der Datei single.php) erfol­gen:

<script src="<?php bloginfo('url'); ?>/clippy.js/clippy.min.js"></script>

Der Auf­ruf des „Agen­ten“ und eine Durch­füh­rung von Aktio­nen erfolgt anschlie­ßend per Java­Script im body der Sei­te. Ich habe Karl Klam­mer („Clip­py“) hier auf der Such­ergeb­nis-Sei­te ein­ge­bun­den. Der ent­spre­chen­de Code im Erfolgs­fall sieht so aus:

<script type="text/javascript">
clippy.load('Clippy', function(agent){
  agent.show();
  agent.speak('Offensichtlich suchen Sie nach "<?php echo $_GET['s'] ?>". Hier Ihre Ergebnisse.');
  //agent.hide();
});
</script>

Das „Ver­stecken“ des Agen­ten ist hier aus­kom­men­tiert, da es unter Umstän­den sofort erfolgt und somit nicht viel zu sehen ist. Eine voll­stän­di­ge Doku­men­ta­ti­on ist der Web­site zu ent­neh­men.

Zu beach­ten ist, dass die Datei clippy.min.js die Agen­ten und die benö­tig­ten Java­Script- und CSS-Datei­en stan­dard­mä­ßig von Ama­zon S3 bezieht, das die Daten­schutz­be­stim­mun­gen der EU zwar berück­sich­tigt, was den­noch unter Umstän­den zu Miss­trau­en füh­ren kann. Als Alter­na­ti­ve ist es mög­lich, die ent­spre­chen­den Datei­en (eben­falls im Git­Hub-repo­si­to­ry zu fin­den) auf sei­nem eige­nen Ser­ver zu spei­chern und die Pfa­de in der Datei clippy.min.js anzu­pas­sen.

SonstigesIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Geset­ze und Gebo­te

Mal­te Leh­ming:

Gene­sis 17: „Das aber ist mein Bund, den ihr hal­ten sollt zwi­schen mir und euch und dei­nem Geschlecht nach dir: Alles, was männ­lich ist unter euch, soll beschnit­ten wer­den; eure Vor­haut sollt ihr beschnei­den.“

(…)

Gott und sei­ne Gebo­te ste­hen für gläu­bi­ge Men­schen im Zwei­fels­fall über den Regeln, die Men­schen auf­stel­len. Wenn der Obrig­keit Gebot nicht ohne Sün­de befolgt wer­den kann, heißt es im „Augs­bur­ger Bekennt­nis“ von 1530, „soll man Gott mehr gehor­chen als den Men­schen“.

Unge­ahn­te Mög­lich­kei­ten tun sich auf!

3. Buch Mose (Teil der christ­li­chen Bibel wie der jüdi­schen Tora), Kap. 20,18:

Wenn ein Mann beim Wei­be schläft zur Zeit ihrer Krank­heit und ent­blößt ihre Scham und deckt ihren Brun­nen auf, und ent­blößt den Brun­nen ihres Bluts, die sol­len bei­de aus ihrem Volk aus­ge­rot­tet wer­den.

3. Buch Mose, Kap. 25,44 ff:

Willst du aber leib­ei­ge­ne Knech­te und Mäg­de haben, so sollst du sie kau­fen von den Hei­den, die um euch her sind, und auch von den Kin­dern der Gäste, die Fremd­lin­ge unter euch sind, und von ihren Nach­kom­men, die sie bei euch in eurem Land zeu­gen; die­sel­ben mögt ihr zu eigen haben und sollt sie besit­zen und eure Kin­der nach euch zum Eigen­tum für und für; die sollt ihr leib­ei­ge­ne Knech­te sein las­sen.

3. Buch Mose, Kap. 24,10 ff:

Es ging aber aus eines israe­li­ti­schen Wei­bes Sohn, der eines ägyp­ti­schen Man­nes Kind war, unter den Kin­dern Isra­el und zank­te sich im Lager mit einem israe­li­ti­schen Mann und läster­te den Namen des HERRN und fluch­te.(…) Mose aber sag­te es den Kin­dern Isra­el; und sie führ­ten den Flu­cher hin­aus vor das Lager und stei­nig­ten ihn. Also taten die Kin­der Isra­el, wie der HERR dem Mose gebo­ten hat­te.

Das wird ein Spaß!

Sonstiges
„Wie sehr freu­en Sie sich, wenn Sie gewin­nen?“

Falls sich noch jemand fragt, ob Sport­jour­na­li­sten ihre Berufs­be­zeich­nung eigent­lich zu Recht tra­gen: Es fol­gen die drei mar­kan­te­sten Stel­len aus deutsch­spra­chi­gen Fuß­bal­ler-Inter­views des Jah­res 2012 mit Stand 27.06.2012.

Was macht der Eng­lisch-Unter­richt?

Lukas Podol­ski: Das kommt erst noch.

(Gene­ral-Anzei­ger Bonn, 27. Juni 2012)

Ihr Gips war königs­blau. Ein Hin­weis auf Ihren näch­sten Klub?

Podol­ski: Auf kei­nen Fall (lacht)! Ich woll­te einen roten Gips haben, aber den gab es nicht.

(BILD am Sonn­tag, 12. Febru­ar 2012)

Herr Löw, wel­ches Buch lesen Sie eigent­lich?

Jogi Löw: Unter­neh­men Bran­den­burg, ein Thril­ler.

(Der Tages­spie­gel, 16. Juni 2012)


(Nur, falls noch jemand Grün­de sucht, Abon­nen­ten von Sport­ma­ga­zi­nen für bescheu­ert zu hal­ten.)

SonstigesIn den Nachrichten
Got­tes Todes­lust

Im Geden­ken an das rezen­te Fami­li­en­dra­ma – drun­ter machen sie’s nicht – in Ilse­de, infol­ge des­sen vier Kin­der getö­tet wur­den, fand unlängst ein Trau­er­got­tes­dienst statt. Die Braun­schwei­ger Zei­tung zitiert hier­zu heu­te als Über­schrift auf einer Son­der­sei­te:

„Gott behü­tet jetzt auch die­se vier Kin­der“

Dass sich an die­sem Umstand wohl nie­mand der Anwe­sen­den gestört hat, dass näm­lich Gott, die­ses so über­mäch­ti­ge, güti­ge, beschüt­zen­de Wesen mit dem skur­ri­len Humor, Kin­der erst nach ihrem Tod für behü­ten­s­wert befin­det und sich die Zeit bis dahin mit Krank­hei­ten, Krie­gen und ähn­li­chen Klei­nig­kei­ten ver­treibt, spricht Bän­de. Die­se abscheu­li­che Ver­leug­nung des Offen­sicht­li­chen ist doch immer wie­der beein­druckend.