Einst Mensch, nun Fleisch
Ohne Worte:
Ohne Worte:
Dass ich mich von schnulzigem Kitsch fernzuhalten pflege, ist den meisten Lesern meiner Texte vermutlich geläufig, ebenso von allem, was in mir auch nur den leisesten Verdacht erregt, dass schnulziger Kitsch nicht ausbleibt. (Aus diesem Grund halte ich mich – mit Ausnahmen – auch von gewissen Musikblogs aus Berlin fern.) Insofern ist es eigentlich verwunderlich, …
‘Medienkritik L: Hand aufs Herz (oder: Tracy Chapmans Botschaft)’ weiterlesen »
Da schau her, der Herr Westerwelle – vermutlich der einzige Grund, dass die Pünktchenpartei mit all ihren Lobbyvertretern, ihrem fehlenden Profil und der heißen Luft, als die sich die Wahlversprechen auch bei der letzten Bundestagswahl, wie üblich, herausgestellt haben, überhaupt noch einigermaßen unbeschadet die 5‑Prozent-Hürde überspringen kann – ist nun, wie befürchtet, abgetreten. Dass dieser …
Der Vorüberfahrende dachte: Den frommen Spruch „Gott ist bei uns…“ mit bedeutungsschwangeren Auslassungspunkten und insbesondere einigen Kreuzen, dem Symbol für Tod und religiös motivierte Kriege, zu verzieren kann nur eine Tat von Narrenhand sein.
Da schau her, in Baden-Württemberg haben die zweit- und drittstärkste Partei den Umstand, dass sie eben nicht die meistgewählten Parteien sind, als „ein klares (sic!) Regierungsauftrag“ missverstanden und stellen nun „wohl“ die Landesregierung. Eine „herbe Niederlage“, die sich dergestalt äußert, dass man weiterhin die stärkste Partei bleibt, würde ich, wäre ich Politiker, übrigens auch gern …
Albern: Die öffentlich-rechtliche (also aus der Volkskasse finanzierte) schweizerische Fernsehanstalt SRF gedenkt der Vorfälle in Japan, indem sie auf die Ausstrahlung der „Simpsons“ verzichtet: Bei den Simpsons gibt es viele solcher Szenen, in denen Homer Simpson, der von Atomkraft ungefähr so viel Ahnung hat wie ein Biber von Betriebswirtschaftslehre (Zitat Homer: “ ‚Nukular‘. Das Wort …
‘Kurz verlinkt XXXIX: Von Wellen und Innovationen’ weiterlesen »
Vermutlich haben es inzwischen alle bemerkt, also kann ich auch etwas dazu schreiben: Eisbär „Knut“, vom Medienliebling zum Skandalbären (ich berichtete damals) und wieder zurück verwandelt worden, starb nach Bewusstlosigkeit, wohl infolge einer Hirnerkrankung, im Alter von nur vier Jahren. Was mich an dieser ohnehin schon erschütternden Meldung vor allem nicht ruhig bleiben lässt, ist …
Didi schrieb, es befremde ihn, wenn gereifte Herren die Musik der Jungen machen. Wie aber sieht es aus mit jungen Menschen, die alte Musik mit konservativen Texten interpretieren? Und da wir gerade dabei sind, Autorität zu hinterfragen: Wie kommt es eigentlich, dass, als die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke beschlossen wurde, die Regierung sagte, Deutschlang brauche den …
Gedanken hinter Bäumen. Sie haben sich versteckt. Zähl laut bis 20! Träume hinter Glas, schau sie, doch berühr sie nicht. Der Nothammer ist in deinem Herzen. Wünsche hinter Türen. Du kannst sie erahnen. Drück die Klinke herab! Sehnsucht hinter Gittern. Eingesperrt. Urteil: Lebenslänglich. Liebe hinter Zäunen. Reiß die Zäune ab! Du brauchst sie nicht mehr. …
Schmerzlich getroffen haben die Redaktion des dieswöchigen SPIEGELs („Katastrophe in Taschenobyl“), die vor blindem Optimismus manchmal frontal gegen die nächste Laterne rennt (atomare Unfälle bieten anscheinend vor allem Chancen für die Solarindustrie), die Explosionen im Atomkraftwerk Fukushima I nur kurzzeitig. Zwar „musste“ der geplante Titel betreffend die den Explosionen vorangegangenen Ereignisse – vermutlich lautete er …
‘Medienkritik XLIX: Atomspaltereien’ weiterlesen »
Aufmerksamen Lesern ist womöglich nicht entgangen, dass ich im März bislang eher zurückhaltend bin, was die Frequenz meiner Veröffentlichungen betrifft. Hierfür gibt es mehrere Gründe, die alle aufzuzählen ich gerade nicht müßig genug bin; einer jedenfalls trägt Schwarz: Da eine eigentlich vorgesehene Bandprobe aus logistischen Gründen ausfiel, entschied die tanzwütige Meute, das legendäre Braunschweiger Nachtleben …
Allerliebste Macher der „Süddeutschen Zeitung“, die ihr da einen der „gefragtesten Babymacher der Welt“ vor euer Diktiergerät gezerrt habt: Wie wird man das eigentlich? Nur so aus Interesse.
Gar schröcklich ist’s, was sich da in Chanty-Mansijsk ereignete: Anlässlich der diesjährigen Biathlon-Weltmeisterschaft nämlich wurden zur Dekoration Sträuße mit alten Zeitungen in verschiedenen Sprachen zusammengestellt, und das ist eigentlich eine recht schnuckelige Idee. Nicht so schnuckelig ist es nun, dass inmitten der Zeitungen unbekannter Natur auch deutsche aus der Zeit während und nach dem Regierungswechsel …
‘Furchtbar: Zeitungen von 1933 gefunden!’ weiterlesen »
Aus Recherchegründen warf ich während der vergangenen Tage wieder einmal einen Blick auf die Titelseite einer Fernseh-Programmzeitschrift. Unter dem dezent nachbearbeiteten Konterfei einer leidlich bekannten Schauspielerin wurden dort zwei Filme angekündigt. Die Älteren unter meinen Lesern erinnern sich vielleicht noch daran, dass im Abspann von Filmen früher in der Regel die höchste Priorität auf dem …