Persönliches
Herz und Heimat / Der Habeck in mir

Eigent­lich bin ich wie Robert Habeck, sieht man vom Cha­ris­ma ab.

Nicht nur habe auch ich ein gesun­des Ver­ständ­nis vom Völ­ker­recht (Hüh­ner, Schwei­ne, Kühe mel­ken), son­dern ich emp­fin­de auch, je älter ich wer­de, zuse­hends bzw. ‑füh­lens nach, was er zum all­ge­mei­nen Miss­fal­len bzw. Ver­gnü­gen in ein Buch schrieb:

Patrio­tis­mus, Vater­lands­lie­be also, fand ich stets zum Kot­zen.

Als der Text, den ihr gera­de lest, erscheint, bin ich auf dem Weg zu einem Flug­ha­fen (ist jetzt eh egal), um es den Bri­ten gleich­zu­tun und end­lich mal wie­der die EU zu ver­las­sen, und fra­ge mich, was Hei­mat ist.

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Mir wird geschlecht
Gewaltpflicht

Eigent­lich wür­de es mir ja schon rei­chen, könn­ten Regie­rung und Gesell­schaft sich eini­gen, ob Män­ner jetzt auf­grund ihres Geschlechts bereit zum Töten sein sol­len (Wehr­pflicht) oder lie­ber nicht (Fer­nan­des).

Montagsmusik⁠Politik⁠In den Nachrichten
Harald Grosskopf & Eberhard Kranemann – Be Cool // Bundesverdienstkreuzinflation

Jetzt 'ne Stunde schlummern und dann ins Bett

Es ist Mon­tag. Gute Fra­ge aus dem Inter­net: war­um wird eigent­lich alles immer ein­far­bi­ger? Die 80er waren in allen Lebens­be­rei­chen, Tech­nik und Klei­dung ein­ge­schlos­sen, zu bunt, aber war­um ist in den 2020ern alles nur noch schwarz und grau? Ist das so ein mind­set-Ding? (Getippt auf einem schwar­zen Schreib­tisch vor einem schwar­zen Bild­schirm. Auf einem schwar­zen Stuhl. Aber mei­ne Tasta­tur ist eher creme­far­ben. Hihi (?).)

Isso:

Aus­ge­rech­net die Links­par­tei stän­dig des Anti­se­mi­tis­mus zu beschul­di­gen sei „eine zyni­sche poli­ti­sche Instru­men­ta­li­sie­rung“, mit der „bei­na­he jede Kri­tik an der israe­li­schen Poli­tik mit Anti­se­mi­tis­mus“ gleich­ge­setzt wer­de.

Zumal Völ­ker­mord ja neu­er­dings Aus­le­gungs­sa­che zu sein scheint. – (Habt ihr eigent­lich schon alle ein Bun­des­ver­dienst­kreuz? Nein? War­um nicht? – Mitt­ler­wei­le hal­te ich die­je­ni­gen Men­schen auto­ma­tisch für ehren­vol­ler, die kei­nes bekom­men haben und wahr­schein­lich auch nie­mals eines bekom­men wer­den. Das ist offen­sicht­lich eine höhe­re Hür­de. Ein Bun­des­ver­dienst­kreuz hat heu­te den Wert eines Sani­fair­cou­pons. Und man kann damit auch unge­fähr so über­zeu­gend prah­len. [Will man das eigent­lich, mit Orden prah­len?])

Apro­pos Ver­schwen­dung: Der Vor­stands­vor­sit­zen­de des skru­pel­lo­sen Umwelt­schmutz­kon­zerns Nvi­dia ließ jüngst die Welt­öf­fent­lich­keit wis­sen, wel­chen Nut­zen es haben soll­te, dass die Kin­der künf­tig nicht mehr so viel kön­nen müs­sen; er kön­ne sich näm­lich nicht mal sei­ne Adres­se mer­ken. Wofür auch? Es gibt ja Com­pu­ter. Vor­wärts immer.

Rück­wärts immer aber gern auch: Musik.

Be Cool

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Generative Selbstopferung

Gedan­ke (trüb): Wenn die Ver­fech­ter von Recht und Ord­nung jemals erfah­ren, wie ein­fach es ist, die Deut­schen dazu zu brin­gen, jeder daher­ge­lau­fe­nen Web­site außer ihrem Namen, ihrer Anschrift, ihrem Geburts­da­tum, ihren Kon­to­da­ten und ihrem Maus­be­we­gungs­ver­hal­ten auch noch ihre oft unnö­tig bio­me­tri­schen Gesichts­auf­nah­men mit­tels For­mu­lar zu über­mit­teln, wenn man ihnen nur ver­spricht, dass sie hin­ter­her ein com­pu­ter­ge­nerier­tes Bild her­un­ter­la­den kön­nen, auf dem sie aus­se­hen wie der erbärm­lich­ste Miss­brauch eines Föns, den die­se Welt jemals zu sehen das Miss­ver­gnü­gen hat­te, dann kön­nen wir hier ein­packen. Bes­ser wird’s nicht mehr.

Politik⁠In den Nachrichten
Schweriner Demokratie

Gut für die Demo­kra­tie sei es also, wenn die drei schwäch­sten Par­tei­en, die alle­samt Pro­zent­punk­te ver­lo­ren haben und inso­fern abge­wählt wor­den sind (also die demo­kra­ti­sche Mehr­heit), gemein­sam die Regie­rung bil­den, damit der Wahl­sie­ger nicht regie­ren kann, weil der was gegen die Demo­kra­tie habe.

Man kann zwei­fels­oh­ne die gefun­de­ne Lösung argu­men­ta­tiv ver­tei­di­gen (AfD dohf), aber Wör­ter hat­ten irgend­wann mal eine Bedeu­tung und Wah­len auch.

Gut. Ist ja bloß Spra­che.

Politik⁠Montagsmusik
Kristin Hersh – Moths // Bürgernichtmeister

Herbstzeit ist Naturzeit

Es ist Mon­tag. Wie sieht es eigent­lich aus, wenn man sich die Arbeit mit einer „KI“ (dem Ergeb­nis eines „nie zuvor da gewe­se­nen Aus­ma­ßes an Dieb­stahl“, glaubt man Micro­soft) erleich­tern möch­te, indem sie tri­via­le Auf­ga­ben über­nimmt? Zum Bei­spiel so. Ob es sich jedoch lohnt, dafür gewal­ti­ge Was­ser­men­gen zu ver­schwen­den, ist augen­schein­lich noch nicht abschlie­ßend geklärt.

(Seit lan­gem gute Emp­feh­lung: Wenn ihr schon E‑Mail-Signa­tu­ren mit Wer­bung für irgend­ei­nen Käse drin haben wollt, dann eine mit ASCII-Rib­bon. HTML-Mails sind noch gru­se­li­ger als Wahl­er­geb­nis­se.)

Apro­pos, der Par­la­men­ta­ris­mus ist offen­kun­dig ein vol­ler Erfolg: In einer Gemein­de in Meck­len­burg-Vor­pom­mern hat­te gestern nie­mand Bock (Archiv­ver­si­on) dar­auf, den Bür­ger­mei­ster zu spie­len. Das ist wit­zig. Man sehe mir aber nach: Statt mit Wahl­be­richt­erstat­tung (die fast so lang­wei­lig ist wie die Poli­tik selbst) den Tag zu ver­plem­pern, habe ich gestern mei­ne Zeit mit etwas Schö­nem ver­bracht, näm­lich mit: Musik.

Moths can feel no pain.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten⁠Politik
Internet ist freiwillig: Ein Nachtrag zu d‑you

Die Bun­des­re­gie­rung:

Ab Anfang 2027 steht die digi­ta­le Brief­ta­sche EUDI-Wal­let allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern sowie Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern in Deutsch­land (…) frei­weil­lig [sic! A.d.V.] zur Ver­fü­gung.

Die EU (Archiv­ver­si­on), sinn­ge­mäß:

Nein.

Ab wie vie­len guten Grün­den darf man EU-Skep­sis eigent­lich end­lich als EU-Müdig­keit beti­teln?

In den Nachrichten
Kriminalisiert wegen Bahn

Nicht, dass Bahn­fah­ren sonst ein Quell nie enden wol­len­der Freu­de wäre, wenn man nicht gera­de einen frei­en Ter­min­ka­len­der, ein schwach aus­ge­präg­tes Sozi­al­le­ben und eine erst­klas­si­ge Bahn­Card 100 sein eigen nennt, aber eine Schip­pe drauf­le­gen kann man ja noch (Archiv­ver­si­on):

Am Haupt­bahn­hof in Trier hal­ten die Bun­des­po­li­zi­sten einen Mann an, der gera­de aus einem ankom­men­den Zug steigt. Schwarz geklei­det, kaput­ter Ruck­sack, meh­re­re Tat­toos. Sei­nen Aus­weis rückt er nur wider­wil­lig raus. (…) Die bei­den Beam­ten bit­ten ihn, mit auf die klei­ne Wache zu kom­men, die die Bun­des­po­li­zei am Haupt­bahn­hof hat. Dort wer­den sei­ne Taschen und sein Ruck­sack kon­trol­liert. Sie fin­den nichts. Also kann der jun­ge Mann wie­der gehen.

Ein Täto­wier­ter in schwar­zer Klei­dung ohne unmit­tel­ba­re Absicht, eine Gewalt­tat zu bege­hen? An einem Bahn­hof?! Da wäre ich jetzt aber auch sehr skep­tisch gewe­sen. Zum Glück haben die­se tap­fe­ren Poli­zi­sten unter Ein­satz ihres Lebens die­ses Mon­ster vor­über­ge­hend in Ver­wah­rung genom­men. Wer weiß, was er sonst noch ange­stellt hät­te! :ja:

Min­de­stens so viel wie die­se jun­ge Frau im glei­chen Text bestimmt:

Die jun­ge Frau beteu­ert, dass sie einen Fahr­schein habe, nur ihr Han­d­y­ak­ku sei leer. Des­halb kön­ne sie ihn nicht zei­gen. 60 Euro kostet das die 18-Jäh­ri­ge – und eine Anzei­ge wegen Erschlei­chens von Lei­stun­gen.

Soll halt einen Akku mit­neh­men, der so lan­ge hält wie die durch­schnitt­li­che Bahn­ver­bin­dung ein­schließ­lich sämt­li­cher Ver­spä­tun­gen, die­se gemei­ne Trick­be­trü­ge­rin. Ist doch nicht die Schuld der Bahn, dass papier­ne Fahr­kar­ten nur noch unter aller­größ­tem Pro­test ver­kauft wer­den. :aufsmaul:

Falls über­haupt.

Wo’s doch die Bahn sowie­so gera­de nicht leicht hat:

Schar­fe Kri­tik von Bay­erns Ver­kehrs­mi­ni­ster: „Bahn gibt erbärm­li­ches Bild ab!“

Bil­li­ger und pünkt­li­cher wird’s halt auch nicht; wes­halb sich end­lich der Besit­zer der Bahn, „wir alle“ (d.h. die Bun­des­re­gie­rung), ein­schal­tet (knips) und han­delt (Archiv­ver­si­on):

Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz hat Ent­la­stun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger wegen der hohen Sprit­prei­se in Aus­sicht gestellt.

Die­ser Spruch mit dem Fres­sen und Kot­zen – er ist noch bekannt?

Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Nerdkrams⁠Montagsmusik
scheitern.dreitausend – Müllberg // ChiPass und Unread sind das neue KeePassXC und Unread

Wie man sich bambust, so liegt man.

Es ist, mei­ne Damen und Her­ren, und das möch­te ich hier in aller Offen­heit sagen, Mon­tag. In der „taz“ durf­te jemand mit­tei­len, er „glau­be ein­fach, dass lin­ker Con­tent arschlang­wei­lig ist“. Ich begrü­ße die­sen Bei­trag, fürch­te aber, er wird die Situa­ti­on nicht nach­hal­tig posi­tiv beein­flus­sen. Wenn die Rech­ten eines beherr­schen, dann das Spiel mit der Netz­kul­tur.

(Der Oberrech­te von Sach­sen-Anhalt schlug der­weil vor – Archiv­ver­si­on -, man kön­ne doch das hoch­ge­rü­ste­te Mili­tär auch für effi­zi­en­te­res Abschie­ben ver­wen­den. Die Empö­rung war groß: Deut­sche Waf­fen dür­fen nur Flucht­ur­sa­che sein, nie­mals Rück­kehr­ar­gu­ment. Schwin­den­des Kul­tur­gut: es noch sel­ber mer­ken.)

Com­pu­ter, Com­pu­ter: Es gibt einen Win­dows-98-Defrag­men­tie­rungs­si­mu­la­tor. Als alter Sack, der ein paar Jah­re vor­her sei­ne ersten Geh­ver­su­che mit Win­dows­sy­ste­men hat­te, löst das immer­hin ein woh­li­ges Rau­nen in mei­nen Inne­rei­en aus. Mitt­ler­wei­le bin ich vor­ran­gig mit macOS und iOS „unter­wegs“, wie das wohl heut­zu­ta­ge genannt wird, doch auch dort ist man­ches in der Schwe­be. Der Pass­wort­ver­wal­ter Kee­Pas­sXC etwa, unter unixo­iden Syste­men zu Recht recht beliebt, weil die Pass­wör­ter dort abge­legt wer­den, wo man sie selbst unter Kon­trol­le behält, hat mit ChiP­ass eine „KI“-freie Abwand­lung bekom­men, die ich enorm gut fin­de und dar­um dort­hin umge­stie­gen bin. Möge dem Pro­jekt Erfolg beschie­den sein. Als RSS-Leser set­ze ich unter­des­sen seit bald zwei Jah­ren zufrie­den Mini­flux ein und gebe hier­zu zu Pro­to­koll, dass Unread, der von mir ein­ge­setz­te RSS-Leser für iPho­nes, seit kur­zem auch nativ das Mini­flux-API anzu­spre­chen in der Lage ist, so dass das Fever-API dort deak­ti­viert wer­den konn­te und ich end­lich auch direkt aus Unread her­aus Abon­ne­ments ver­wal­ten kann. Es ist ja nicht alles schlecht am Kapi­ta­lis­mus.

Du sagst immer „Spät­ka­pi­ta­lis­mus“, als wär’ das bald vor­bei.

scheitern.dreitausend – Müll­berg – Offi­ci­al Video

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Miniaturen (13.9.26)

Grund­sätz­li­che Idee für einen System­wech­sel: In einer abso­lu­ti­sti­schen Mon­ar­chie hät­te die AfD nichts zu mel­den.


Es gibt Erfreu­li­che­res als sehr gesprä­chi­ge Men­schen mit sehr lau­ter Lache, die offen­bar eine All­er­gie gegen geschlos­se­ne Büro­tü­ren haben.


Die­ter Hil­de­brandt hät­te heu­te sehr schlech­te Lau­ne.


Geschicht­li­cher Spaß­fakt, der mir zuge­tra­gen wur­de: Im BND wähl­ten Agen­ten anfangs oft einen Tarn­na­men mit Dok­tor­ti­tel, bis sich die ech­ten Dok­to­ren in Dien­sten des BND dar­über beschwert haben, wor­auf­hin es unter­sagt wur­de. Dort zu arbei­ten scheint nichts für Men­schen mit gesun­dem Selbst­wert­ge­fühl zu sein.


Men­schen, die „Bil­dung für Alle!“ auf Pla­ka­te schrei­ben und die Poin­te dann nicht ver­ste­hen.


Wie es zustan­de­kommt, dass zuse­hends blö­de­re Men­schen zuse­hends smar­ter hei­ßen­de Gerä­te nicht nur sich zu lei­sten imstan­de sind, son­dern genau das auch tun, lässt mir noch reich­lich Raum zum Wun­dern.


Sobald mir eine Par­tei ver­spricht, im Fal­le ihres Wahl­siegs den Gebrauch der von sämt­li­chen Sport­kom­men­ta­to­ren als ein­zig zuläs­si­ge For­mu­lie­rung für ver­blei­ben­de Spiel­dau­ern aner­kann­ten Phra­se „Es sind noch zehn Minu­ten zu gehen“ unter emp­find­li­che kör­per­li­che Stra­fen zu stel­len, wer­de ich mög­li­cher­wei­se doch noch ein Fan des Par­tei­en­we­sens.