KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2016 – Favoriten und Analyse

Wie, was, 2016 ist schon lange vorüber? Zum Glück habe ich gewartet. Das könnte man für schlecht halten, aber statistisch gesehen ist es gut, denn 2016 hat nicht nur die Ankündigung der baldigen Auflösung von The Dillinger Escape Plan, sondern auch eine ganze Reihe an Toden auf der Rechnung, darunter nicht nur diverse ehemalige Politiker der F.D.P., sondern vor allem auch Musiker. Nach Wolfgang Rohde (früher mal Die Toten Hosen), Hagen Liebing (früher mal Die Ärzte) und Chris Squire, dem letzten in der Band verbliebenen Gründungsmitglied von Yes, sowie vielen anderen hat es vor einigen Wochen schließlich auch den großartigen Greg Lake erwischt, und auch für Leonard Cohen wäre es zu spät, seinem letzten Album „You Want It Darker“ einen gebührenden Preis zu verleihen, über das andererseits jedes geschriebene Wort sowieso und ohnehin Blasphemie gliche.

Schon früher im abgelaufenen Jahr allerdings schien es mir nicht verfehlt, lobende Worte über einige der großartigsten Musikalben des Jahres zu finden, darunter katie deys flood network, MaidaVales Tales of the Wicked West, misophonia von Electric Orange sowie das Debütalbum von Moon Circle.

Im Folgenden findet ihr, was bis jetzt noch fehlte, nämlich die bislang noch unrezensierten Alben des Jahres. Vielleicht ist ja was für euch dabei?

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In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusikPolitik
Mono // Präsidialprioritäten

Kuckuck!Es ist Montag. Soll weggehen, ist nicht gut und wird auch nicht besser, wenn man ihn nicht so beginnt, wie sich das verdammt noch mal gehört. Gewohnheitstiere, anstrengende. Irgendwann gebe ich mal Kurse im Es-nicht-besser-Verdienen. Liebe besiegt alles, Quatsch: jeden.

Nicht besiegt ist übrigens Donald Trump, obwohl sich feministisch strickbemützte Demonstranten vor ein paar Tagen viel zu viel Mühe gegeben haben, ihn am Amtsantritt zu hindern; könnte daran liegen, dass der Feminismus noch mit den Tücken des patriarchalischen Internets kämpft. Vielleicht sollten die Tausende „erwachsener“ Frauen auch einfach mal lernen sich nicht zu benehmen wie 13-jährige Teenies auf dem Schulhof, andererseits: wo krieg‘ ich dann meine Frauenzeitschriften für den monatlichen Lacher her? Eine Gesellschaft, die verlangt, dass man ein wenig Dezenz im Umgang mit dem Glied walten lässt, während ihr Saufen und Syrerschießen eigentlich nur genehm sind, kann und sollte dem Denkenden prinzipiell nicht als Maximengeber gelten. Wenn jemand noch eine Idee für einen Flashmob (nennt man das noch so?) braucht: Einfach mal frei schwingen lassen. Aus Protest. – Feminismus, ansonsten: Es gibt Scheibenwischwasser für sie und ihn; hoffentlich mit Speckgeruch, sonst wäre das doch vollkommen überflüssig.

Lustig: Sigmar Gabriel ist jetzt Außenminister, seinen Vorgänger Steinmeier zieht es ja als Konsenskandidat demnächst möglicherweise (als sei es das Wesen einer Wahl, dass man eine solche überhaupt hat) ins Präsidentenamt. Bei all der Aufregung um die Präsidentschaft von Donald Trump: Ich wünschte, die, die am lautesten versuchen, diesen Präsidenten aus dem Amt zu twittern, würden erkennen, dass dieser ohnehin #NotTheirPresident ist, weil: Wir haben keinen Trump, wir bekommen stattdessen einen Steinmeier, Handlanger der Agenda 2010, NSA-Vertragspartner und mit Freiheitsrechten offensichtlich auf Kriegsfuß stehend. Halali.

Musik, aus Gründen.

Mono – Holy Ground – NYC Live With The Wordless Music Orchestra DVD [Post Rock] [Full set] [concert]

Guten Morgen.

NetzfundstückePolitik
Medienkritik extern: Quatsch mit Labersoße

Margarete Stokowski, staatlich mehrfach geprüfter Quatschkopf („Studium“ in u.a. Philosophie; andere Leute werden mit so einer Qualifikation wenigstens noch anständiger Burgerbrater oder Taxifahrer und sülzen nicht das Web voll), quatschte auf „SPIEGEL ONLINE“ – wo bleibt das verdammte Verlagssterben, wenn man es mal braucht? – über die alltäglichen Vorzüge dessen, in seiner Berufsvorbereitung vorrangig bis ausschließlich über’s Quatschen gequatscht zu haben:

Was man in den sogenannten Laberfächern unter anderem lernt, ist, auch schlauen Nazis etwas entgegenzusetzen. Ein Laberfach studiert zu haben, bedeutet auch, das Gelaber von anderen zu erkennen.

Da sind die Nazis sicherlich bereits jetzt sehr beunruhigt: Wenn sie jetzt nicht sofort aufhören, Nazis zu sein, kommt Margarete Stokowski und quatscht ihren die Ohren blutig. Blöd nur: Ist Quatsch.

Die Abwesenheit von Wissen ist nicht etwa die Qualifikation, die Abwesenheit von Wissen bei anderen zu erkennen, sondern es ist einfach gar keine Qualifikation. (…) Wenn der Laberer schon sich selbst (bzw. seinesgleichen) nicht als Laberer erkennt, dann kann er nicht die Fähigkeit haben, Laberer zu erkennen. Die Formulierung „das Gelaber von anderen” ist ja schon verräterisch.

Es gibt noch ein zweites logisches Problem: Selbst wenn man annimmt, dass der studierte Laberer in der Lage wäre, Laberer zu erkennen, wäre es nutz- und wertlos. Warum? Weil sein Werturteil nur Gelaber wäre.

Für „SPON“, zugegeben, mag’s noch reichen.

ComputerIn den NachrichtenPolitik
Iwan des Tages: Botreisefreiheit nur mit Ausweis!

Wenn es eins gibt, das uns mehr Angst machen sollte als der Iwan, dann sind es laut übereinstimmenden Medienberichten des Iwans tückische Meinungsroboter, deren programmierter Auftrag es sei, denjenigen Leuten, die sowieso lieber auf Twitter herumhängen als wählen zu gehen, einzureden, wen sie wählen sollten und wen nicht. Hinterhältig, nicht wahr?

Nicht verzagen, die Rettung naht! Geht es nach Katrin Göring-Eckardt, Berufsquote der „Grünen“, haben die teuflischen Programme bald kein leichtes Spiel mehr:

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt forderte am Montag in der Rheinischen Post eine gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung maschinell erstellter Meldungen in sozialen Medien[.]

Das ist lobenswert, kann aber nur der Anfang sein. Der Kampf gegen Unholde hinter dem Vorhang des Internets muss unbeirrt weitergehen. Hier einige Vorschläge, was Katrin Göring-Eckardt noch fordern könnte:

  • Eine Kennzeichnungspflicht für Spammails (via @sixtus).
  • Eine Kennzeichnungspflicht für nicht lizenzierte Downloads in Tauschbörsen.
  • Abschreckende Schockbilder (z.B. Volker Beck) auf Crack- und Crystal-Meth-Tütchen.
  • Die Pflicht zur Mitführung eines Warnsignals für Jäger, damit nicht dauernd so viele Tiere erschossen werden.
  • Eine Anmeldepflicht für geplante Morde oder Entführungen.
  • Eine Kindersicherung für Molotow-Cocktails, damit sich niemand daran verletzt.
  • Ein Verbot von nicht faktenbasierten Nachrichten (zum Beispiel „man sollte Bots kennzeichnen müssen“).

Ich helfe ja gern.

(Diese Liste wurde maschinell erstellt.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Friends of Gas – Einknick // Schöner schlagen

Kältemontag statt Wärmesonntag; das Leben ist voller Ungemach, aber man hat es ja eigentlich auch nicht wesentlich besser verdient. Die pochenden Kopfschmerzen erinnern daran, dass man hauptberuflich Mann ist und als solcher eigentlich auch mal wehleidig sein sollte, um niemandes Klischee rücksichtslos zu zermahlen; also: aua!

Im Ausland wird das Aua derweil zur Kultur erhoben: Nazis ins Gesicht schlagen, um die Welt zu verbessern. Das kann nur ein Anfang sein, der zweite Schritt sollte es sein, Gewalt abzulehnen oder konsequent auch mal gegen die anzuwenden, die es wahrlich verdient hätten, wenn Gewalt eine Lösung für irgendwas und kein Makel der Evolution wäre: Politik und Kirche bilden Bündnis für mehr Videoüberwachung in Berlin, natürlich. Wenn man in weltlichen Fragen nicht mehr weiter weiß, einfach die Kirche fragen, das hat ja Tradition. Da müssen gleich die großen, DDR-erprobten Geschütze (nämlich: Kameras) her; nicht, dass die irgendwas verhindern könnten, weil Attentäter dieser Tage ja schon aus Gruppenzwangsgründen stets ihren Ausweis liegen lassen, nachdem es zu spät war, sie aufzuhalten (denn es ist immer zu spät dafür), aber gefühlte Sicherheit ist ja immer schön.

Wenn schon sonst keine Sicherheit mehr besteht, nicht einmal die, dass das gleichfalls gefühlte Prominentensterben ein Ende fand: Jaki Liebezeit (Can u.a.) wird die geplante Reunion von Can nicht mehr miterleben. Es ist alles schlimm.

Passend dazu: Etwas Musik.

FRIENDS OF GAS // EINKNICK

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Liegengebliebenes vom 21. Januar 2017

Im Kampf gegen „Gefährder“ will die schwarz-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg eure Computer überwachen können. Es gibt durchaus Terroristen, von denen ich mich schon weniger gefährdet gefühlt habe als von CDU und Grünen.


Kein Computerprogramm kann so trivial sein, dass die GNU-Heinis es nicht ruinieren können: Denial-of-Service-Lücke in GNU ed.


Auf „ZEIT ONLINE“ freut sich Caroline Kraft:

Das Netzwerk „Schmalbart“ will Populismus und Fake-News den Kampf ansagen. Ganz einfach: durch Fakten.

Den antipopulistischen Drall erkennt man ja schon am Namen des Netzwerks, denn, wie jeder weiß, ist eine überdies humorvoll gebrauchte (haha, Breitbart, Schmalbart, hihi) Hitlerreferenz ein sicheres Zeichen für Besonnenheit und Anstand. Das ist Fakt. :hitler:


Joachim Gauck, noch amtierender Bundespräsident und designierter Vorgänger von Frank-Walter „Guantánamo“ Steinmeier, hat das Wesen der Demokratie noch einmal betont:

Ohne eine effiziente Sicherung der europäischen Außengrenzen, ohne eine geregelte europäische Einwanderungspolitik (…) werden krisenhafte Zuspitzungen auch in Zukunft zu erwarten sein.

Unklar bleibt, inwiefern das nun besser als die AfD ist, aber ich bin ja auch kein Journalist.


Apropos Nieten als Präsidenten: Der so genannte „Journalismus“, der den Amtsantritt von Donald Trump wider Erwarten nicht völlig am Berufsethos vorbei verhindern konnte, hat inzwischen einen Bewusstseinszustand erreicht, den sich ein Arzt mal genauer ansehen sollte.

PersönlichesSonstiges
Passengers (3D): Die Spannung ist kaum auszuhalten.

(Vorbemerkung: Es folgt eine Filmbeschreibung. Keine Sorge – der Film ist hinterher noch genau so spannend wie vorher.)

Aus Versehen sah ich gestern den Film „Passengers“ in der 3D-Fassung, mithin meinen ersten 3D-Film. Kinos aus Preis- und Qualitätsgründen weitgehend zu meiden bringt auch seine Besonderheiten mit sich.

Die Handlung ist schnell erzählt: Ein Mann aus der Mittelschicht lernt auf einem gestrandeten Raumschiff zufällig eine leidlich ansehnliche Frau aus besseren Verhältnissen kennen. Wahnwitzige Prognosen über den weiteren Filmverlauf abzugeben schien zu Unrecht verfrüht, denn der Film endet genau auf jene Weise, auf die Filme dieser Art nun einmal enden, wobei wider Erwarten die einzige leidlich spannende Teilhandlung in „Passengers“ kurz vor Ende des Films und selbstredend in letzter Sekunde abgebrochen wird.

Von einer Science-Fiction-Komödie war bezüglich „Passengers“ die Rede, allerdings werden sowohl Wissenschaft als auch Witzigkeit allenfalls angekratzt, niemals jedoch durchstoßen. Fiktion aber gibt es zuhauf, angefangen bei der reichlich unrealistischen Handlung an sich und längst nicht endend beim glücklichen und, ich erwähnte es bereits, unglaublich langweiligen Ende. Dass es diesen Film in 3D gibt, verleiht seiner Grauenhaftigkeit nochmals ein besonderes flair, denn nach der Einleitung des Films – die Sony-Animation gefällt mir in 3D bedauerlicherweise recht gut – gibt es praktisch keine Szene mehr, die von den supermodernen Supereffekten zu profitieren wüsste; stattdessen sieht man des Öfteren Chris Pratt ausdruckslos vor einem Hintergrund herumstehen. Wird es jemals eine deutsche Neuaufnahme geben, möchte ich schon jetzt Til Schweiger für diese Rolle vorschlagen.

Schön, so was mal gesehen zu haben. Man spart sich künftig so viel Frust.

NetzfundstückePolitik
Präsidenten wegschwulen mit Ulf Poschardt

Ulf Poschardt, seines Zeichens überführter Publizist von Fakenews und folgerichtig seitdem für die Axel Springer AG als (unter anderem) für die „Welt“ Verantwortlicher tätig, ließ heute via Twitter das gewohnt unvorbereitete Volk die Lösung für das Problem des sicherlich nicht normkonformen Umgangs mit dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten verkünden: Wir müssen dringend schwuler werden.

Wir müssen uns gegen Donald Trump wehren und (...) offener, schwuler, multikultureller werden.

Da wird er ganz schön blöde gucken, der Donald Trump! :ja:

In den NachrichtenMontagsmusikPersönliches
David Guetta – Memories

Was war DAS?Es ist Montag. Das Wochenende liegt noch schwer in den Knochen, man ist das Menschliche eben einfach nicht mehr gewohnt oder war es einfach noch nie. Zweifel und Misanthropie im Rausch zu ertränken lässt Wirrnis sich verschieben, während man noch ein Duell führt mit dem, was man für Wahrheit zu halten schien; Konsum, Konsum. Man ist so durch, wie man sich fühlt. Zur Perfektion allein genügt hätte, was selten so fehlte wie diesmal. Ein Königreich für einen Pelz.

Die Welt trägt das Ihre zur vollendeten Fassungslosigkeit bei. Sicherheitslücke im Herzschrittmacher, da hätte bestimmt einfach nur mehr Internet rein gemusst. Die Menschen werden ja auch nicht klüger, mit Bildung ist dem nicht mehr beizukommen: Schüler zu doof? Einfach Punkte schenken. Geben wir ihnen doch gleich einen Doktortitel und einen Vorstandsposten dazu, damit ihnen keine Nachteile entstehen gegenüber so Pack, das für seine Leistungen noch ehrliche Arbeit hätte verrichten müssen.

Wo es für Mathematik nicht reicht, braucht man auf sonstige geistige Tiefe auch nicht mehr zu hoffen: Randalierer behindern Hochschulvortrag eines AfD-Vertreters und freuen sich hinterher darüber, welch erlesenen Dienst sie dadurch der Meinungsvielfalt erwiesen haben. Den Ideen mancher Mitmenschen würde ein wenig Anstand durchaus mehr Gewicht verleihen.

Es ist, jedenfalls, Montag. Hey, hey.

David Guetta Feat. Kid Cudi – Memories (Official Video)

Guten Morgen.

ComputerNetzfundstücke
Kurz verlinkt: Bluetooth? Mahlzeit!

Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein? Richtig: In euer Besteck. Euch ist eher nach Sushi zumute? Kein Problem: Natürlich gibt es auch smarte Essstäbchen. :ja:

In den NachrichtenNerdkrams
Tore zum Mistmachweb (Nachtrag)

Ich so, 2014:

Auf dem Browser der Zukunft sollte „Bitte keine Werbung einwerfen“ stehen.

Europäische Union so, gestern:

Das Stichwort lautet „Privacy by Design“: Die Software-Anbieter sollen verpflichtet werden, alle Voreinstellungen Privatsphäre-freundlich zu gestalten. Das heißt beispielsweise, dass Cookies von Drittanbietern, etwa Werbenetzwerken, erst einmal geblockt werden sollen. Der Browser soll sich die Einwilligungen vom Nutzer einholen müssen.

Die Wirtschaft so, kurz darauf:

Diese Verordnung stellt etablierte und von den Verbrauchern akzeptierte Geschäftsmodelle in Frage und negiert fundamentale Prinzipien der Digitalen Wirtschaft. Das Internet, wie wir es heute kennen, wird es damit nicht mehr geben.

Das Internet, wie wir es heute kennen, jetzt so:

Party (Lizenz: CC0)

(via Trash-Log)

In den Nachrichten
Kurz verlinkt: Rinks. (2)

Apropos:

Unterhalb von „denen mache ich jetzt ihren Lebensunterhalt kaputt, die sollen obdachlos in der Gosse verrecken“ gibt es bei den Linken anscheinend keinen politischen Diskurs mehr.

:aufsmaul:

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Can – Little Star of Bethlehem

Es ist Montag, der Schlendrian hat ein Ende; allein schlendert es sich zuweilen auch weniger sanft. Vor zwei Wochen schien die Welt noch in Ordnung, wenn man nicht so genau hinsah und sich einfach gehen ließ. Die Schwäche eines Menschen für den Anderen heißt nicht nur dramaturgisch so.

Weniger dramaturgisch als dramatisch: Deutschland hat Angriffskriege mit Jahresbeginn für geduldet erklärt, wenn’s nur den Iwan oder sonstige Terroristen trifft. Dem Endsieg der Guten steht also nichts mehr im Wege. Zugestimmt haben mit Bauchschmerzen, leider aber ohne Verstand, natürlich auch die Grünen, deren Aggression im Kosovo die Kriegsunschuld Deutschlands nach fuffzich quälenden Jahren ja endlich beendete. Die sind wieder wer.

Urdemokratisch sind sie noch dazu, denn auch sie lassen ihre Mitglieder abstimmen. Wähle eine Frau oder deine Stimme ist für’n Gulli, aber du darfst dir immerhin aussuchen, ob zusätzlich ein Mann mitmachen darf. So läuft das und sie bemerken nicht einmal, wie sehr sie damit das grundlegende Verständnis von der Gleichheit der Menschen pervertieren. Der Futtertrog will erstritten sein.

Musik, sonst Aufregen.

Can-Little Star Of Bethlehem (Full Length Version-Alternate Mix HQ Audio-Rare)

Guten Morgen.

NerdkramsNetzfundstücke
Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein? (CES-2017-Edition)

KaufbefehleMusikkritikPersönliches
Kurzkritik // So melancholisch muss man erst mal sein: Halma – Granular

Manchmal – selten, aber mit steigender Frequenz -, wenn die Gesamtsituation den Verfasser dieser Zeilen zu mehr Trübsinn als Freude verleitet, greift er (also: ich) nicht unbedingt zur Flasche oder zum Texteditor, sondern in die Spielekiste, denn dann steht ein wunderbarer Kanal zur Gedankenreinigung offen: Halma spielen, um die Sehnsucht zu vertreiben.

Das Hamburger Quartett dieses Namens nämlich veröffentlichte 2015 mit „Granular“ (vgl. Amazon) bei der Plattenfirma von, natürlich, Nihiling ein wunderbares Slowcorealbum, dessen bassgeführtes Instrumentalfundament unter die Haut geht wie sonst nur Tätowierungen, aber sich als ihnen in jeder Hinsicht überlegen zeigt.

Halma – Granular [Full Album]

Der Musik gewordene Melancholieschwamm entschleunigt, ohne träge zu wirken. Klänge wie ein Herzschlag, das Album zum #wasfehlt-Hashtag. Von Krautrock ist gelegentlich die Rede, wird über dieses Album gesprochen. Selten war es so packend, dass das mal nicht stimmte. Eine tiefe Verbeugung nach Hamburg und ein Glas in die Höhe. Ich bin beeindruckend bedrückt.