In den NachrichtenMontagsmusik
Psychedelic Porn Crumpets – Cornflake

Montag (Symbolkauz)Es ist Montag. Nahverkehr soll teurer werden, wegen des Klimas. Was halt so passiert, wenn man die Partei der Flugzeug- und Limousinennutzer einfach mal machen lässt. Eine Pandabärenpartei wäre mir lieber.

Ein Blick in die Nachrichten aus aller Welt: Kate Middleton trug einen Mantel bereits viermal, vorbildlich für’s Klima, aber ganz schön stillos. Zum Glück haben wir mutige Investigativjournalisten. – In Berlin nehmen sie Cheerleaderinnen jetzt den Sport weg, wegen der Frauenrechte und so. Emanzipierte Frauen dürfen keinen Spaß mehr haben. Wo kämen wir da auch hin!

Apropos: Es gibt eine von den üblichen Verdächtigen beworbene Website namens „Frauen gegen digitale Gewalt“. Fast bin ich froh, dass sie es nicht „Cybergewalt“ genannt haben. Gegen „digitale Gewalt“, also gegen Phrasen wie diese, setze übrigens auch ich mich ein, obwohl ich gar keine Frau bin. Darf ich das überhaupt? Man wird sehen.

Was ich auf jeden Fall darf, ist Musik zu hören. Und ihr dürft das auch.

Psychedelic Porn Crumpets – Cornflake (Official Video)

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Tabletten gegen Facebook

Man halte sich von einsamen Menschen fern, denn sie sind gefährlich:

Es wird behauptet, dass die modernen Gesellschaften eine Einsamkeitsepidemie ausbrüten, die möglicherweise auch noch ansteckend sein soll und vielleicht mit den sogenannten Sozialen Netzwerken zusammenhängt.

Denn jeder weiß: Je mehr Menschen an einem sozialen Netzwerk, online wie offline, teilnehmen, desto einsamer sind sie. Der am wenigsten einsame Mensch ist folglich einer, der seine Tage fernab von anderen Menschen verbringt. Man gehe keineswegs auf Facebook, Facebook warnt vor mitdenkenden Menschen.

Der Erfolg sozialer Medien sei also keine Konsequenz aus dem Bedürfnis des Menschen nach Kommunikation, sondern seine Ursache. Zum Glück gibt es bald Psychopharmaka gegen Facebook:

Am Brain Dynamics Laboratory der University of Chicago forscht Stephanie Cacioppo, Professorin für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaft, über eine medizinische Behandlung von Einsamkeit, letztlich an einem Wirkstoff, der Einsamkeit heilen soll. (…) Die Zuführung von ALLO oder dem Prohormon Pregnenolon haben in Versuchen bei Menschen zur Verbesserung unterschiedlicher, mit Stress verbundenen Störungen geführt und könne auch Einsamkeit erleichtern, was bei sozial isolierten Tieren gezeigt worden sei.

Endlich können wir den Gefahren einer Gesellschaft aus Egoisten mit Beruhigungsmitteln begegnen. Danke, Fortschritt!

2019 regt mich auf.

Politik
Sozialismusdemokratisch

Wenn die SPD, wie man erst heute wieder auf „FAZ.net“ – möchte leistungsschutzrechtsbedingt nicht verlinkt werden – lesen darf, sich und alles, was sie zu tun behauptet („Der Klimaschutz – sozial und demokratisch“, ebd.), als „sozialdemokratisch“ allein deshalb bezeichnet, weil es sowohl sozial als auch demokratisch sei und das zusammen nun mal „sozialdemokratisch“ heiße: Ist die Jugendorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, mithin ein vor allem im Inland aktiver Verein, dann eigentlich national und sozialistisch?

In den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückeWirtschaft
Liegengebliebenes vom 26. September 2019

Unterraschung: Eine Folge von #MeToo ist, dass Frauen aus Furcht vor falschen Anschuldigungen lieber nicht mehr eingestellt werden. Das muss dieses Patriarchat sein.


„Folge des Ausgrenzungsdrucks ist eine beachtliche Homogenisierung der Berichterstattung zum Klimawandel.“


Es ist zu leicht, heutzutage als Feind des Fortschritts beschimpft zu werden, als Ewiggestriger, der in seiner Freizeit wahrscheinlich Falschparker aufschreibt und bei Musikgehör um 22:01 Uhr umgehend die Polizei verständigt. Deshalb lasse ich die Meldung, dass der skrupellose Reklamekonzern Facebook in Gedankensteuerung investiert, vorerst unkommentiert. Niemand hat die Absicht usw.; huch, zwei Herren im Anzug!


Knieschuss des Jahres: Verlage wollen Leistungsschutzgeld von Google? Kriegen sie halt keine kostenlose Werbung mehr.


Windows has encountered computer.


Bereits 2013 festgestellt: Neoliberale Staaten sind gut für die Umwelt.

Wirtschaft
Kurz angemerkt zur Flugpreisrelation

Wenn, wie erschreckend viele Parteien ebenso wie vorgeblich journalistische Medien seit wenigstens 2018 mit steigender Frequenz in immer größeren Buchstaben mit immer mehr Ausrufezeichen es zu erhoffen mitteilen, das Fliegen, wenn schon aus wirtschaftsliberalen Gründen nicht völlig verboten, doch wenigstens erheblich verteuert werden sollte, auf dass die lästigen Armen endlich aus den Flughafen fernbleiben mögen und infolgedessen der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid verringert werden möge, woraus zu folgern sein kann, dass es der Umwelt nachhaltig besser ginge, wenn nur der Lebensstandard der Deutschen endlich den Punkt erreichte, an dem Arm und Reich auch räumlich wieder getrennt sein können: Wäre es, obgleich sicherlich unpopulär, dann nicht im Sinne des gewählten Deckmantels des Umweltschutzes so konsequent wie angemessen, setzte man mit einer solchen Preiserhöhung anstelle der von anteilsmäßig weniger Bürgern wahrgenommenen Möglichkeit des preiswerten Reisens zunächst einmal an einem Produkt an, das von vielen genutzt wird, und verteuerte stattdessen den Zugang zum Internet, dessen Kohlenstoffdioxidausstoß bereits vor über einem Jahr bei etwa 33 Millionen Tonnen p.a. lag, in erheblichem Maße – oder geht es womöglich gar nicht um konsequenten Umweltschutz, sondern um etwas ganz anderes?

In den Nachrichten
Heroin gegen Drogentote (3): Prost!

Zum Glück sind Kiffen und Koksen, wenn auch ungleich, hierzulande verboten. Sonst wäre die Jugend ja völlig schutzlos.

Aus Polizeisicht ist die Wiesn wie erhofft friedlich gestartet. (…) Schon zehn Minuten nach dem Anzapfen haben indes Sanitäter die erste „Bierleiche“ behandelt. „Eine 18-Jährige Engländerin hatte vorher zuviel getrunken und dann eine Alkoholvergiftung erlitten“, teilte die Aicher Ambulanz Union am Samstag mit.

O’zapft is.

In den NachrichtenMontagsmusik
Helms Alee – Pleasure Center

Orrr.Es ist Montag. Niemals hören auf: Liebe und Wetter. Stets hört auf: Das Vergnügen. Darf man ja auch keinem erzählen. Weckt nur Emotionen. So viel zu London.

Ein Blick in das, was war: Justin Trudeau, politisch korrekter Oberkanadier, hat sich bei der racial appropriation erwischen lassen. Die Revolution hat noch Hunger. Robespierre feixt im Jenseits.

Die Wochenzeitung „der Freitag“ würde gern ein „neues Wirtschaftssystem designen“, meint damit aber den Sozialismus. Hätte ja ruhig schon mal wer ausprobieren können! In Berlin hängten „Demonstranten“ derweil Absperrbänder aus Plastik über die Straße, um fürs Klima zu demonstrieren. Nimm dies, Greta!

Apropos: Na, auch Geld gespendet, damit Klaas Heufer-Umlauf ein Schiff zur Flüchtlingsladung entsenden kann? Das Geld ist inzwischen im Gully angekommen. Man hätte es sinnvoller verwenden können – etwa für Musik.

Musik wie diese.

Helms Alee – Pleasure Center (Live on KEXP)

Guten Morgen.

FotografiePersönliches
London. (3)

Die britische Höflichkeit ist Nerven aufreibend, wenn man Berliner Verhältnisse – in der Bundesrepublik längst Usus – gewohnt ist. Der hiesige Dialekt klingt aber selbst in emotional aufgewühlten Momenten herrlich.

Schwäne in London

Ein britisches Pint ist die optimale Menge an Bier. Man lasse sich da niemals etwas einreden.

FotografiePersönliches
London. (2)

Punk ist nicht tot.

Hardrock!

Punk trinkt jetzt Kaffee im Hard Rock Cafe in der Stadt derer, die Schlange stehen, um für eindeutig zu viel Geld ein 30 Tage lang online gespeichertes Foto von sich vor’m Gleis 9¾ machen zu lassen.

NerdkramsNetzfundstücke
Chromefox jetzt noch öfter

„heise online“:

Ab 2020 erscheint alle 4 Wochen ein Major-Update für den Firefox-Browser. Nutzer bekommen dadurch schneller neuer (sic! A.d.V.) Funktionen.

„Schwerdtfegr (beta)“:

Und generell ist es doch eine tolle idee, eine neue softwäjhr-versjon nicht etwa zu veröffentlichen, weil sie fertig ist, sondern weil ein datum auf dem kalender steht. Darüber freuen sich alle.

Jemand sollte mal einen Webbrowser rausbringen, dessen wesentliche neue Funktion es ist, HTML-Dokumente zuverlässig anzeigen zu können. Scheint mir eine Marktlücke zu sein.

In den NachrichtenMir wird geschlechtNerdkrams
Wegschnappgeatmet.

Stellvertretend für Jeffrey Epstein, dessen Tod eine weitere Bestrafung zum Leid seiner inhaltlichen Gegner verkompliziert hat, fiel am MIT nun ein Bauernopfer: Richard Stallman, der bekannte Musiker sowie Gründer des GNU-Projekts und der Free Software Foundation, wurde zurückgetreten. Der Grund dafür sei, dass er der Ansicht sei, dass einvernehmlicher Geschlechtsverkehr mit einer Siebzehnjährigen semantisch nicht automatisch als sexueller Übergriff auf eine Minderjährige zu werten sei – im Jahr 2019 eine Ansicht, die niedergebrüllt zu werden durchaus absehbar ist. Dass er offensichtlich etwas völlig anderes mitgeteilt hat, sei zu vernachlässigen; es geht ja um die gute Sache und da sind tatsächlich getroffene Aussagen als Entdringlichung der Wegmüssung einer fokussierten Person grundsätzlich zu vernachlässigen. Fakten sind frauenfeindlich!

Wenn nun also Richard Stallman „problematisch“ sei und „weg“ müsse: Wäre es dann nicht nur konsequent, hätten die Ritter der sozialen Gerechtigkeit die Güte, das Ökosystem von GNU (einschließlich – aber nicht beschränkt auf – Linux) künftig zu meiden und sich einen anderen Spielplatz zu suchen?

In den NachrichtenMontagsmusikNetzfundstücke
Boris with Merzbow – Vomitself

Der Blick in den Spiegel - na, entsetzt?Es ist Montag. Alles bleibt anders. Fast vergessen zu haben, wie Glücklichsein geht, vervielfacht das Erleben. Ich empfehle eine weitgehend fatalistische Grundstimmung zur anlassbezogenen Emotionsvermehrung. Alles riecht nach einem Abend voller Achduliebegütes. Es gilt tief einzutauchen. Hossa.

Laut einer Studie zeigen Leichen nach dem Tod noch Bewegung. Ein Schelm bloggte, das sei ja wie bei der SPD, aber die SPD bewegt sich gar nicht – die fällt nur um. Das wiederum ist für Leichen nicht ungewöhnlich. Apropos Sozialdemokratie: In Großbritannien ist ein goldenes Klo entwendet worden. Die Wirtschaft auf der Insel scheint noch übler dran zu sein als angenommen. – Von Gott solle man sich kein Bildnis machen, heißt es in der Bibel. Was das damit zu tun hat, dass Werbung mit dem legal erworbenen Bild Greta Thunbergs aktiv bekämpft wird, weiß ich aber nicht.

Vor ein paar Monaten hat das Debianprojekt ein Programm aus seinem Softwareangebot entfernt, weil es „boob“ im Namen trägt, was, wie entschieden wurde, respektlos sei. Diese Form des Respekts ist eine, die ich nicht teile.

Respekt habe ich aber durchaus auch vor Musik. Lärm? Das Leben ist Lärm.

BORIS WITH MERZBOW – "Vomitself" (Official Live Video)

Guten Morgen.