PersönlichesPiratenpartei
Last Exit Netzpartei: Hier gärt­nert der Bock noch selbst.

Wisst ihr noch, damals, als wir noch Träume hatten?

Es gab vie­le gro­ße poli­ti­sche Übel - und ein klein­stes unter den gro­ßen; so klein, dass man zu schnell zu viel woll­te. Es wur­den nicht nur vie­le Freiwillige ver­heizt, son­dern auch Mitglieder rein- und raus­ge­spült, als wäre man in einen nicht enden wol­len­den Tsunami hin­ein­ge­ra­ten. ‘Last Exit Netzpartei: Hier gärt­nert der Bock noch selbst.’ weiterlesen »

Netzfundstücke
Freie Demokratische Punks

Die Friedrichshain-Kreuzberger F.D.P., Heimstatt des ehe­ma­li­gen Piratenvorsitzenden Bernd Schlömer, sei jetzt Punk, teil­te sie auf Twitter mit.

Prompt schar­ten sich ande­re Anwesende um die­sen Tweet, um ein­an­der falsch zu erklä­ren, was Punk wohl sei: Ein Bekenntnis gegen rech­te Weltanschauungen oder gar offen anti­ka­pi­ta­li­stisch, was natür­lich bei­des nicht stimmt, denn kom­mer­zi­el­ler Misserfolg macht einen Menschen noch nicht zum Punk und auch die pau­scha­le Leckt-mich-Attitüde, deret­we­gen selbst Siouxsie Sioux und Sid Vicious - bei­de nicht unbe­dingt für ihr Rechtssein bekannt - Swastiken tru­gen, ist vor allem ein aus­drück­li­ches Bekenntnis gegen die­je­ni­gen Weltanschauungen, die eine eng­stir­ni­ge Vorstellung von Moral zula­sten der Freiheit des Einzelnen zur Maxime zu erklä­ren ver­su­chen. Die Punks der 1970er wür­den inso­fern heut­zu­ta­ge ver­mut­lich die Grünen als ihren Gegner ausmachen.

Dass aus­ge­rech­net Die Ärzte von ver­schie­de­nen Kommentatoren als qua­li­fi­zier­te Instanz zur Punkdefinition aus­ge­macht wor­den sind, irri­tiert aber doch: Wenn eins kein Punk ist, dann ja wohl Die Ärzte!

(Abt.: Seufz.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Sasha - Kaufmann und Maid // Mininetz für Minidigitales

Flauschig!Es ist Montag und Montag ist Pandatag. Wenn man schon gera­de nichts mit Menschen machen soll: Von der Vermeidung des Kontakts mit mehr als drei Pandabären zur glei­chen Zeit war ja nie die Rede.

Stattdessen ist die Rede von Digitalem. Da Digitales bekannt­lich erst mal nichts mit Computern zu tun hat, ruft das auch die Laien auf den Plan: Die SPD möch­te, weil die Kapazität für das gan­ze Internet ein­fach nicht aus­reicht, ein Schulweb ein­füh­ren. Ältere erin­nern sich viel­leicht noch an Compuserve, das Microsoft Network und AOL. Das war auch so was ähn­li­ches. Die bun­de­ste Regierung aller Zeiten möch­te zur sel­ben Zeit Emissionen sen­ken, aber von Kernenergie schreibt sie lie­ber nichts. Das wäre ja auch lästig mit der gan­zen Effizienz.

Immerhin: Der Seekrieg steht bevor. Halali!

Und dum­di­dei.

Sasha,Subway to Sally,Feuerschwanz,Tanzwut,dArtagnan,Patty Gurdy - Kaufmann & Maid

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Medienkritik in Kürze: Das Bundesnichtmännerministerium ist empört.

Eine Verständnisfrage: Wenn ein Verein schreibt, er fordere …

[…] Gleichbehandlung für Frauen- und Männerverbände - im öffent­li­chen Gehör und in der staat­li­chen finan­zi­el­len Förderung

… und …

den offe­nen, ganz­heit­li­chen und inklu­si­ven Diskurs in der Geschlechterpolitik

, dann han­delt es sich dabei um was?

Genau, um Frauenhass sei­tens rech­ter Akteure, faselt das Fachmagazin für ange­wand­te Impertinenz („taz“), da besag­ter Verein unlängst Budget vom für Elternbelange zustän­di­gen Ministerium bewil­ligt bekom­men hat:

Der Verein dis­kre­di­tie­re allein­er­zie­hen­de Mütter und die Gleichstellung von Frauen, so Ulle Schauws. Auf der Webseite des Forums Soziale Inklusion heißt es zum Beispiel: Die Belange von Jungen, Männern und Vätern wür­den durch die Bundespolitik oft „vor­sätz­lich unsicht­bar gemacht“. Deshalb sehe sich der Verein gezwun­gen, sich „deut­lich den Bedürfnissen“ von Männern zu widmen.

Frechheit: Da setzt sich ein Verein ein­fach mal für Menschen ein, die mit einem ande­ren Geschlecht als dem weib­li­chen gebo­ren sind. Das ist ganz klar frau­en­feind­lich, denn Männer sind kei­ne Frauen und es ist ein Unding, dass man sol­chen Leuten über­haupt zuhört.

Sind ja auch Rechte:

Wenn rech­te Akteure ihre Forderungen über demo­kra­ti­sche Parteien ein­brin­gen kön­nen, wer­de Gleichstellungspolitik ad absur­dum geführt.

Warum? Steht da nicht. Ist halt so. Klarer Fall: Gleichstellungspolitik funk­tio­niert nur, wenn man nur eine Seite der Waage befragt. Die ande­re ist rechts. Hamwa so definiert.

Wo bleibt eigent­lich die Revolution?

In den NachrichtenPolitik
Zuversicht eines Coronaleugners

Als Coronaleugner, wie ich es nun mal bin, hat man, wie ich heu­te in den Nachrichten lese, viel weni­ger Verständnisprobleme als ande­re, denn es gibt neue Regeln und sie sind gera­de­zu grotesk.

In Baden-Württemberg dür­fen Restaurants nach 20 Uhr zwar Essen zum Mitnehmen anbie­ten, aber man darf es nicht mehr mit­neh­men. Um genau 19:59 Uhr näm­lich hat Corona sei­nen Wecker gestellt - dann geht’s rund. Außerhalb Baden-Württembergs ist die Welt aber auch nicht von ratio geprägt: In Gruppen getrof­fen wird sich nicht - außer, man ist reli­gi­ös bei­sam­men, dann scheint es kei­ne Größenbeschränkungen zu geben, so lan­ge man nicht singt. Es soll­te mich inso­fern nicht erstau­nen, wenn das Heidentum - Grundgedanke: Treffen im Freien - im Januar Deutschlands größ­te Religionsgemeinschaft sein wird.„

Die deutsch­land­wei­ten Regeln - ein­schließ­lich der erneu­ten Erdolchung des gera­de leid­lich gene­se­nen Einzelhandels - fin­den ab kom­men­den Mittwoch Anwendung. Es ist undenk­bar, dass das die Infektionsgefahr viel­leicht stei­gern statt sen­ken könn­te, indem sich mor­gen und über­mor­gen Menschen in den Geschäften trau­ben­wei­se um die ver­meint­lich welt­weit aller­letz­te Rolle Klopapier prü­geln. Logik? Wer redet hier von Logik?

Immer noch dür­fen Raucher nach 20 Uhr ihrer Sucht nach­ge­hen, Trinker hin­ge­gen nicht. Die Steuern auf Alkohol sind klar zu nied­rig, das ist die ein­zig denk­ba­re Begründung.

Welche Wissenschaft ist das eigent­lich, auf die hier gehört wird?

In den NachrichtenPolitik
Später nicht warten

Der anti­ke Totenkult, für des­sen Anhänger das Lebensende das höch­ste Glück dar­stellt, lässt es an Missionseifer selbst in Pandemiezeiten nicht man­geln:

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) for­der­te am Mittwoch im Kieler Landtag mit den Worten „Wir dür­fen nicht war­ten“ einen har­ten Lockdown nach Weihnachten.

Frohes Fest!

ComputerIn den NachrichtenNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 10. Dezember 2020

Science-Fiction-Freunde auf­ge­merkt: Frankreich baut - ganz ethisch natür­lich - Cybermen.


Gute Nachricht der Woche: Facebook soll klei­ner werden.


Tom Buhrow „dro­he“, heißt es in ein­schlä­gi­gen Medien, bei Ablehnung der Rundfunkgebührenerhöhung mit „Einschnitten“ im Programm. Heißt das, um den Jahreswechsel her­um wird „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ nur noch acht­zehn- statt neun­zehn­mal gezeigt?


Die Europäische Union hält nicht viel von der Souveränität ande­rer Staaten: Wehe den Briten, wenn sie nach dem Brexit plötz­lich Wettbewerbsvorteile haben!

Was für ein sym­pa­thi­scher Staatenbund. Wie kann man da nur aus­tre­ten wollen?


Na, bis­her auch immer alle Passwörter auf Screenshots ver­pi­xelt statt abge­schnit­ten oder geschwärzt, weil das bes­ser aus­sah? Schade: Man kann sie jetzt wie­der­her­stel­len.


Kurze Durchsage aus dem kirch­li­chen Mittelalter ins 21. Jahrhundert: Beichten übers Internet gil­det nich!


Immer, wenn ich inno­va­ti­ve Software sehe, hät­te ich inno­va­ti­ve Software lie­ber nicht gese­hen: Es gibt jetzt ser­ver­lo­ses Git; oder, wie ande­re es völ­lig zutref­fend nen­nen: „FidoNet und viel­leicht ein biss­chen Blockchain“.


Ja, natür­lich wol­len wir das Klima schüt­zen, aber, äh, hin­ter euch! Ein drei­köp­fi­ges Kernkraftwerk!

In den NachrichtenWirtschaft
Rundfunkausweise

Während ganz Deutschland sich über die Rundfunkgebühren unter­hält, als sei der Preis das größ­te Problem an der Existenz ver­pflich­ten­der Berieselung, ist längst beschlos­sen, dass im kom­men­den Jahr die Verlängerung eben­so ver­pflich­tend zu besit­zen­der Ausweise fast zehn Euro mehr kostet - und das ein­zig medi­al inter­es­san­te Thema scheint nicht etwa zu sein, ob es ange­mes­sen ist, den Kauf von Dokumenten staat­lich vor­zu­schrei­ben, son­dern bloß ihr Inhalt.

In den NachrichtenPolitik
Absolute Alternative

Wie fühlt es sich für einen Sachsen-Anhaltiner eigent­lich der­zeit an, nur auf­grund sei­nes ver­meint­li­chen Einsatzes für das Gute in einem Land zu leben, das fak­tisch mit abso­lu­ter Mehrheit von der AfD regiert wird, indem selbst grund­sätz­lich bür­ger­freund­li­che Entscheidungen sofort als Tabu gel­ten und unbe­dingt ins Gegenteil ver­kehrt wer­den müs­sen, sobald die AfD sich für sie aus­spricht, was der AfD die allei­ni­ge Entscheidungsgewalt dar­über ver­leiht, was beschlos­sen wird und was nicht?

ComputerMontagsmusikNetzfundstücke
Porcupine Tree - Trains // Klatschen für die Bank

Was fehltEs ist Montag. Da kommt der Junge mal (an die fri­sche Luft und) auf ande­re Gedanken. Es wäre ja auch lang­wei­lig, mal nicht den gan­zen Tag Zweifeln an sich und der Menschlichkeit (mal nicht: Menschheit) nach­zu­ge­hen. Nicht depres­si­ve Autoren sind schlech­te Autoren und dabei schrei­be ich nicht mal Bücher, son­dern nur die­sen Käse hier und manch­mal was über Pandabären, die kein Käse sind.

Was fehlt im Lockdown? Klar: Der Lockdown. Aber der kommt bestimmt auch noch, jeden­falls in Bayern. Auf der Habenseite: Markus Söder darf bald nicht mehr raus. Alles rich­tig gemacht. Gerettet wer­den hof­fent­lich erst mal die Bankiers. Oder reicht da Klatschen? - Apropos Rettung: Es gibt eine neue Sicherheitslücke in einem alten Webbrowser. Vielleicht soll­te ich doch all­mäh­lich mal das Update auf den Netscape Navigator machen. Der soll ja ganz gut sein.

Die Wortwarte ser­vie­ren 17 neue Wörter aus aller­lei Medialquellen. Sie sind sehr oft sehr albern und soll­ten daher unbe­dingt in unser aller Sprachgebrauch einfließen.

Aber erst mal eine wich­ti­ge­re Hausaufgabe: Öfter mal bis­her ohne Hintergrundgedanken gemoch­te Lieder situa­tiv in sein Leben inte­grie­ren. Ich kon­trol­lie­re mor­gen die Hefte. Ich habe damit schon ange­fan­gen und wer­de so schnell nicht damit auf­hö­ren. Ätsch.

Porcupine Tree - Trains (Live)

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Einkaufsshopping fürs Vaterland

Der umstrit­te­ne Rechercheur Patrick Gensing kom­men­tiert:

Noch bis min­de­stens zum 10. Januar soll der „Lockdown light“ gel­ten. Doch eine „leich­te Abriegelung“ oder „leich­te Ausgangssperre“ ergibt vom Wort her eigent­lich kei­nen Sinn.

So weit, so rich­tig (das muss man der „tages­schau“ ja auch mal zuge­ste­hen); um so erstaun­li­cher, dass ande­res sinn­mä­ßig uner­fragt bleibt:

Alles was Spaß macht, wird ver­bo­ten. Das Arbeiten, Einkaufen und Shopping bleibt hin­ge­gen erlaubt. Wirtschaftsminister Peter Altmaier bezeich­net den Erhalt des sta­tio­nä­ren Einzelhandels sogar als „natio­na­le, ja auch eine patrio­ti­sche Aufgabe“.

Ein Volk, ein Reich, ein Lebensmittelladen! Ein auch im Vergleich dazu ent­täu­schen­des Triptychon hat Patrick Gensing hin­ge­gen mit „Arbeiten, Einkaufen und Shopping“ zu malen ver­sucht, wor­auf er selbst der­ma­ßen stolz zu sein scheint, dass er es sogar in einer Zwischenüberschrift noch mal benutzt hat.

Nun beru­higt es mich ja ein biss­chen, dass Einkaufen in zwei Sprachen erlaubt bleibt. Aber was ist mit かい・だしにでかける, Acquistare und Comprar? Hier ist, wie ich fin­de, der Gesetzgeber gefragt. Gerade für ein Land, das sich offen für ara­bisch­stäm­mi­ge Neuzugänge zei­gen möch­te, ist es ein untrag­ba­rer Zustand, dass dem Grundbedürfnis der geset­zes­kon­for­men Besorgungen mit so wenig sprach­li­cher Flexibilität begeg­net wird.

Internationales Kaufen muss end­lich lega­li­siert werden!


Wo eigent­lich die Revolution bleibt? Keine Sorge: Der Bundestag arbei­tet daran.

NerdkramsNetzfundstücke
Beim #rC3 ist das Internet voll.

Dieser Artikel ist Teil 12 von 14 der Serie Congresskrise(n)

Schlechte Nachrichten für die­je­ni­gen, die immer noch einen Unterschied zwi­schen CeBIT und Chaos Communication Congress zu ken­nen glau­ben: Es ist wie­der einer weniger.

Tickets wer­den für den Logged-In-Bereich benö­tigt, der die Interaktionen zwi­schen den Teilnehmenden, Workshopteilnahmen und das Entdecken der Assemblies-Flächen und ein paar Überraschungen für Euch ermöglicht.

Weil die moder­nen Konzepte von Interaktion zwi­schen Onlinenutzern (IRC, seit 1988), Ständegucken (GIF, seit 1987) und man­chem mehr aber für tech­nik­fer­ne Menschen, wie sie die Zielgruppe des rC3 nun mal sind, nicht mehr so recht ska­lie­ren, seit man jeden Quatsch unbe­dingt in den Webbrowser ver­la­gern will und der nun mal nur wenig Last aus­hält, ist das welt­wei­te Netz plötz­lich ganz schön eng:

Aktuell sind alle Tickets für die rC3 ausverkauft.

Das pas­siert eben, wenn man sich das Netz von der Telekom legen lässt.