In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Die Verteidigung von Fensterscheiben mit den Mitteln des Boulevards

Wie nennt man das eigentlich, wenn CDU-ähnliche Menschen Plakate an Fensterscheiben hängen, um auf ihr politisches Anliegen aufmerksam zu machen?

Richtig (Archivlink):

Rechtsextremisten greifen Medienhäuser und Parteien an

Die zunächst kolportierte Ansicht, es wurde außerdem eine Journalistin körperlich angegriffen, wurde schnell widerlegt und in den meisten Medien inzwischen korrigiert, aber so Wände zu bekleben ist ja auch nicht fein. Doch keine Sorge, weitere Terrorakte dieser Art sind vorerst nicht zu befürchten, die Täter wurden unschädlich gemacht:

In Frankfurt konnten die Täter von der Polizei gestellt werden, als sie am Montagmorgen versuchten, das Redaktionsgebäude der Frankfurter Rundschau mit Plakaten zu bekleben.

Raed Saleh von der widerlichen und kosovokriminellen SPD findet die einzig richtigen Worte:

Die Angriffe auf politische und journalistische Einrichtungen im Herzen Berlins durch eine rechtsextreme Clique sind widerlich und kriminell.

Früher hätt’s das nicht gegeben!

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
Family – Never Like This // Smarte Dingsbumse

Was fehlt, sowieso.Es ist Montag. Teile der diesen Wochentag betreffenden Vorgänge könnten die Bevölkerung verunsichern. Der Buchstabe K ist jetzt rechtsradikal. Schlechte Nachrichten für Katzen, Käuzchen und Kinder.

Apropos Nachrichten: Fernseher wären teurer, wären sie nicht mit smarter Reklame vollgestopft. Dass die Alternative aber „keinen Fernseher kaufen” statt „einen teureren Fernseher kaufen” heißen könnte, kommt dem Niedrigbildungsbürger nicht in den Sinn. Das zu erklären ist allerdings leicht: Dieser Tage läuft im Fremdschamapparat diese eine Sendung, in der ehemals reiche Abgehängte wochenlang die Natur belästigen. Das will man doch nicht verpassen, wenn schon kein Fußball kommt! Dieses Volk zu regieren wäre ja unter meinem Niveau. – In den USA werden währenddessen smarter Schlaf, smarte Klos, smartes Würfelzubehör und smartes Dingsbums vermarktet. Einiges daran frustriert mich.

„Eine Wissenschaftlerin”, teilte vorgestern Gerald Wagner auf „FAZ.net” mit, habe „ein dramatisches Diversitätsdefizit bei der Feuerwehr festgestellt” und darüber sei vielleicht zu diskutieren, denn dass körperlich anstrengende Arbeiten überwiegend von der heterosexuellen männlichen Mehrheit im Volk ausgeführt würden, ist offensichtlich ein klares Anzeichen von Frauenfeindlichkeit; oder halt von Statistik. In Riesa wurde währenddessen seitens der – wie neomarius es nannte – in Teilen paramilitärischen „Linken” handfeste Werbung für den Gegner betrieben. Bald sind wieder Wahlen, da muss man rechtzeitig Fakten schaffen.

Da wir gerade bei Wahlen sind: Angeblich immer mehr Briten möchten noch mal über den „Brexit” abstimmen. Warum stimmen wir nicht einfach bei jeder EU-Wahl auch über die Mitgliedsstaaten ab und sparen uns den Hickhack?

Wieder einmal stellt sich heraus: Früher war vieles besser, selbst die Musik.

Never Like This – Family

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Die gewaltige Dreizehn

Es ist schon wieder Wahlkampfzeit, darum wagt sich auch die SPD wieder aus der Deckung:

(…) handelt es sich bei dem geplanten neuen SGB um ein Regelwerk zur Opferentschädigung, also zur Frage der Entschädigung für Opfer von Gewalttaten. Und bei diesem Thema, so eine Sprecherin des sensiblen Heil-Ministeriums, kam man zu dem Schluss, das 13. Sozialgesetzbuch lieber als 14. Sozialgesetzbuch, als SGB XIV zu bezeichnen und auf die Unglückszahl zu verzichten.

Nun empfinden zum einen diejenigen, die von der Sozialgesetzgebung vorrangig betroffen sind, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alle dreizehn Bücher als ein einziges großes Unglück, zum anderen sind die unglückbringendsten Zahlen im deutschen Sozialsystem vermutlich die chinesische Unglückszahl Vier in „Hartz IV” und die Zwei im zugrundeliegenden „SGB II”, zudem ist es einer gesunden liberalen Gesellschaft nicht zuträglich, die Furcht vor Leitern, schwarzen Katzen, Salz und/oder Zahlen in die Legislative zu tragen.

Andererseits steht die SPD zurzeit in Umfragen bei wenig mehr als 13 Prozent. Es ist nicht auszuschließen, dass der Volksglaube noch in diesem Jahrzehnt die Dreizehn zu einer Zahl der Befreiung und der Zufriedenheit küren wird.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Oak – False Memory Archive

Oak - False Memory ArchiveUnter dem Namen Oak hat die Welt schon mancherlei Musikgruppe kommen und gehen sehen, darunter eine englische Folkband aus den 1970ern. Die Oak, um die es hier heute gehen soll, kommen aus Oslo, haben ebenfalls als Folkgruppe begonnen und veröffentlichten im vergangenen Oktober nach fünf Jahren ihr zweites Studioalbum „False Memory Archive” (Bandcamp.com, Amazon.de, TIDAL), das von mir unerhört ungehört geblieben ist. Zeit, das nachzuholen!

Im Zentrum des Oak’schen Schaffens steht kaum noch Folkmusik, obwohl die unverzerrte Gitarre neben Mellotron und Klavier ein für den sound essenzielles Instrument bleibt; stattdessen liegt die Konzentration voll auf tief melodischem Artrock. Kein Norwegisch, sondern Englisch – verzeihlich, denn es klingt trotzdem fantastisch.

Das Internet zieht sich ab und zu Vergleiche mit Steven Wilson aus dem Hintern, was entweder ihm oder ihnen gegenüber unfair ist, denn während der ehemalige Porcupine-Tree-Frontmann bei allem Respekt vor seinen Kenntnissen oft bedenklich seicht war, ist und bleibt, haben Oak sich einzig den Tiefgang seiner besseren Momente ausgeliehen. Ich mag das.

These are the Stars we're aiming for

Apropos: Wer Oak möge, der möge auch Big Big Train, lässt mich Bandcamp wissen. Es irrt nicht.

In den Nachrichten
Granatenstark: Spaßverbot im Nachbarland

Man kann (und sollte) der stockkonservativen Verbotspartei „Die Grünen” ja vieles vorwerfen, aber wenigstens das wollen sie uns noch nicht wegnehmen:

Nach dem Fund einer Granate in seinem Garten hat ein Niederländer stundenlang auf dem eingegrabenen Sprengsatz ausgeharrt (…). „Es wird entschieden davon abgeraten, sich auf eine Granate zu legen”, sah sich die Behördensprecherin zu erklären gezwungen.

Freiheit fängt bei den kleinen Freuden des Lebens an. :ja:

In den NachrichtenNerdkramsNetzfundstücke
Liegengebliebenes vom 10. Januar 2019

Limonade trägt ihren Namen in Erinnerung an ein französisches Wort für Zitronen, denn es war lange üblich, dass sie ein Erfrischungsgetränk, das zu einem relevanten Anteil aus Zitronensaft besteht, bezeichnete. Heutzutage ist es eigentlich egal, woraus sie besteht, so lange genug Zucker drin ist. Irgendwann lasse ich mir das Wort „Zuckerade” patentieren und erteile nur denen eine Lizenz, die mindestens sieben Zitronen pro Flasche abfüllen.


Ungezählte NSA-Mitarbeiter kooperieren angeblich mit einem russischen EDV-Unternehmen. Verdammter Putin!


Na, auch ein systemd-infiziertes Linux statt Windows zu Hause? Dann empfehle ich milde Panik.


Tina Groll, Mitautorin des mir völlig unbekannten Buches „Die Cyber-Profis” und laut ihrer Website „selbst Betroffene von Identitätsmissbrauch”, hat für „ZEIT ONLINE” aufgeschrieben, was man tun muss, um sich gegen Hacker zu schützen. Neben fragwürdigen Tipps wie dem, dass man besser Passwörter wählen sollte, die man sich nicht gut merken kann, findet sich auch eine großartige Pointe:

6. Ein Google-Alert für den eigenen Namen einrichten. (…) Mit der umgekehrten Google-Bildersuche ist es möglich, festzustellen, ob die eigenen Bilder auf anderen Seiten verwendet werden. Dabei lädt man seine Fotos bei Google hoch und die Suchmaschine prüft, ob die Bilder auch an anderen Stellen im für sie zugänglichen Netz auftauchen. (…)

7. Daten sind eine wichtige Währung. Daher sollte man genau darauf achten, bei welchem Dienst und für welchen Service man welche Daten hinterlässt.

Hihi.


Auf „SPIEGEL ONLINE” – möchte nicht verlinkt werden – berichtete heute früh eine „Lehrerin an einem Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen” (ebd.), dass sie es nicht als ihre Aufgabe sehe, taugliche von untauglichen Schülern zu trennen: „Ich habe das Gefühl, dass ich durch die Notengebung meiner Aufgabe, die Schüler beim Lernen zu unterstützen, nicht mehr genug nachkomme. (…) Seitdem gibt es in meinem Unterricht nur noch gute Noten: Jeder bekommt eine Studienberechtigung. Gleichzeitig mache ich meinen Lerngruppen die hohen Anforderungen eines Studiums bewusst und berate jeden persönlich.”

Schulabschluss, Teilnehmerurkunde – ist doch alles derselbe Kram.


Afghanistan will seine Straftäter überraschenderweise nicht behalten und schickt sie nach Deutschland zurück. Da sollte ein skandierendes Völkchen es vielleicht mal mit „Refugees Welcome” probieren. :ja:

Netzfundstücke
Medienkritik extern: Das ganze Digitalzeugs!

Robert Habeck (Grüne) hat sich von Twitter und Facebook zurückgezogen, was einschlägigen Medien zurzeit eine tagelange Begleitung wert ist. Wenn diese Republik eines wirklich bewegt, dann ist’s, ob man Robert Habeck twitternd erreichen kann. Seine Begründung hierfür lautete, dass die Plattformen ihn zu unüberlegtem Geschwätz treiben.

Oder sind sie gar nicht schuld?

Robert Habeck verhält sich so, wie es das deutsche Bildungsbürgertum seit 20 Jahren tut. Dieses ganze Digitalzeugs ist schwer, macht Arbeit, konfrontiert einen mit Personen außerhalb der eigenen Filterblase. Das ist anstrengend. Und deshalb mag man nichts damit zu tun haben, „ich bin nicht auf Facebook“, „mein Kind kriegt kein Handy“.

Böses Internet immer.


Inzwischen bei den Qualitätsmedien: Nullen, Einsen und – Zweien?

In den NachrichtenMontagsmusik
Earth – Black

Vogel der Woche (Foto: John Hannan)Es ist Montag. Wenigstens ist es außerdem sehr kalt, so dass sich die Montägigkeit stilecht genießen lässt. So dick kann das Fell nicht werden, sofern’s keinem Pandabären gehört. Immerhin: Nur noch wenige Wochen bis zu den ersten journalistischen Beiträgen über irgendwelchen Rekordfrühling.

Bis dahin werden die Zeilen anders gefüllt: In den USA wurde eine Frau, die seit 14 Jahren im Koma liegt, überraschend Mutter. Behörden vermuten, dass das möglicherweise nicht auf einvernehmlichen Geschlechtsverkehr zurückzuführen ist. Sofern sich das als wahr herausstellt, gibt es der Meldung jetzt natürlich eine überraschende Wendung. – Apropos Behörden: Gleichfalls überraschend stellt sich heraus, dass jemand, der eine Bürgschaft übernommen hat, Geld haben sollte. Die Bundesregierung erwägt „sachgerechte Lösungen”. Wie sieht eigentlich eine sachgerechte Lösung aus, wenn ich einen Porsche kaufen möchte, aber ihn gar nicht zahlen kann?

Deutsche Medien verlinken nichts. Das ist gut, so bleibt man wenigstens unter sich. – Jens Nordalm konstatiert für „ZEIT ONLINE”, die Nation sei das beste Getriebe für die Demokratie. Gegner nationaler Grenzen eines impliziten Antidemokratismus zu bezichtigen ist somit nun journalistisch gedeckt. In der Frankfurter Rundschau – möchte nicht direkt verlinkt werden (LSR) – ist inzwischen zu lesen, dass der vermeintlich konservative Parteiflügel der letzte ist, der noch aktiv sozialdemokratische Politik macht. Ich bin gespannt, wie lange die Partei diese Abweichler von der klaren Linie noch duldet.

Was hingegen jederzeit zu dulden bleibt, ist Musik.

EARTH "Black" Live drone ambient doom metal downtempo experimental Dylan Carlson

Guten Morgen.

ComputerNetzfundstücke
Angriffe auf die Demokratie (Nachtrag)

Beziehungsweise:

Ihr habt Angst vor Hackern, aber kein Problem damit, in jedem Raum ein Mikrofon zu haben, das Eure Gespräche mit hört – weil es ja so supi bequem ist, „Alexa, spiel Helene Fischer“ zu sagen, statt das Telefon aus der Tasche zu nehmen und dreimal zu tippen.

Oder halt einfach einen Knopf an einer nicht mit dem Internet verbundenen Musikanlage zu drücken. Aber das ist nur eine Fantasie, so etwas ist selbstverständlich undenkbar.

ComputerIn den Nachrichten
Gute Angriffe auf die Demokratie, schlechte Angriffe auf die Demokratie

Vor 2.645 Tagen wurden einem großen Teil Deutschlands die Pläne offensichtlich skrupelloser Herren bekannt, die privaten Daten von Bürgern mittels eines Einbruchs in deren Computersysteme dem Staat zur Verfügung zu stellen. Passiert ist seitdem zwar vieles, in dieser Hinsicht hat sich der Anstand aber längst so nachhaltig verabschiedet, dass inzwischen auch die traditionell bürgerkritische Partei „Die Grünen” Interesse an solchen Daten anmeldet. Währenddessen marodierten einschlägige Abgeordnete auf gewohnte Weise weiter und vercyberten unter anderem Personalausweise und jüngst die nicht grundlos schützenswerten Gesundheitszustände derer, die sie zu vertreten vorgeben.

Das hat aber selbstverständlich nichts mit folgender Meldung zu tun:

Die massenhafte Veröffentlichung privater Daten deutscher Politiker, Journalisten, Moderatoren, Schauspieler, Sänger und YouTuber über ein mittlerweile gesperrtes Twitter-Konto hat viele der Betroffenen aus der Neujahrsruhe aufgeschreckt. (…) Bundejustizministerin Katarina Barley (SPD, A.d.V.) verurteilte das Vorgehen der unbekannten Cyberkriminellen auf Twitter scharf als einen „schwerwiegenden Angriff auf das Recht auf Privatsphäre und damit einen Grundpfeiler unserer Demokratie”. (…) „Wir erleben einen erneuten, sehr ernstzunehmenden Versuch, unsere Demokratie zu destabilisieren”, konstatierte die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Britta Haßelmann.

Ohne ausdrückliche Genehmigung einfach die Daten anderer Leute abzugreifen ist ja wohl unerhört! :aufsmaul:

NerdkramsProjekte
Ein Model F „XT” für das 21. Jahrhundert

(Vorbemerkung: Es folgt ein vor allem für Hardware- und Altcomputerfreunde relevanter Text. Der übrige Teil meines geschätzten Publikums möge später wieder vorbeischauen.)

Vor vielen Jahren – es mögen zehn oder schon mehr gewesen sein – war es üblich, dass die Computer, mit denen man seine tägliche elektronische Korrespondenz erledigt, eine Hardwaretastatur als Eingabegerät besaß. Allgemein verfügbare Tastaturen, das muss man den Jüngeren vielleicht erklären, waren vergleichsweise große, schwere Quader aus anfangs überwiegend Metall, später zusehends mehr Plastik, die bis zu 144 Tasten besaßen, auf die man drücken musste, um einen Buchstaben einzugeben. Wischen ging nicht, wäre manchmal aber vielleicht besser für den Zustand der Tastatur gewesen.

Wenn man ernsthafte Tipparbeit an einem Computer verrichten möchte, ist noch heute die Benutzung einer solchen Tastatur mit einigem Konfortvorteil verbunden. Nachdem die ersten Laptop- und Budgettastaturen das Zeitliche gesegnet haben, denkt man allerdings dann doch darüber nach, ob früher nicht vieles besser war. Gute Tastaturen sind wichtig.

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Netzfundstücke
Zivilisation (entgeistert).

Inzwischen in Herne:

Ein achtjähriges Mädchen aus Herne besuchte in der Nachweihnachtszeit die Kirmes im Bereich An der Cranger Kirche. Hier macht die junge Schülerin eine Fahrt in der Geisterbahn. (…) Wieder zuhause erzählte das Mädchen ihrem Vater unter Tränen von der unheimlichen Geisterbegegnung und dem Vorfall im Fahrgeschäft. (…) Nach einem verbalen Streit gingen die anwesenden Personen massiv aufeinander los. Der „lebendige Geist”, in Wirklichkeit ein 25-jähriger Hannoveraner, wurde verletzt und musste mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden.

Von wegen Fachkräftemangel! Aber in unsere Zukunft (i.e. den Nachwuchs) empfehle ich keine weiteren Hoffnungen zu setzen.

NerdkramsNetzfundstücke
Brainless: Programmieranfänger spielen Buzzwordbingo.

An dem Vorschlag, Programmieren überall zum Pflichtfach zu machen, auf dass das Überangebot an fähigen Programmierern, die keine Stelle finden, weil niemand bereit ist, ihre Fähigkeiten angemessen zu vergüten, sich vermehrfache, gibt es vieles zu kritisieren; nicht mal unbedingt vor allem den Fokus auf die für die meisten Dinge völlig unzureichende Sprache JavaScript, sondern auch das Ökosystem der EDV.

Menschen werden von Trend zu Trend geschoben, haben kaum Zeit, irgendwas wirklich zu verstehen. Natürlich setzt das industriell ausreichende Produzieren von meterweise Codezeilen keinen wirklichen Fachmann voraus, aber das sollte niemals der persönliche Maßstab sein müssen.

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Persönliches
2019 »

Ein neues Jahr, eine neue Explosion. Immer noch bleibt Feuerwerk erlaubt, immer noch stellt sich die Frage, ob das der postulierte Wohlstand ist, der mit einem Knall Farben und Gestank an den Himmel malt. Wird in Syrien eigentlich auch mal geböllert? In Hamburg, so liest man in Qualitätsmedien, hat sich ein Vierzehnjähriger noch vor der gesetzlich erlaubten Frist drei Finger weggeböllert. Danke, Merkel. Man könnte ein Mem daraus machen, aber Meme machen dick.

Gute Vorsätze am Jahresende? „I resolve to not make major decisions about my life based on random calendar dates.” Man könnte es einfach mal mit weniger Stress versuchen, aber das klappt ja nicht mal im Sommerurlaub so richtig. Prost gern, Neujahr nur als notwendiges Übel. Sich Glücklichsein vorzunehmen wäre auch auf einem sehr niedrigen Niveau esoterischer Quatsch. Nur noch wenige Jahre bis zum Nörgelrentnertum, ein erreichbares Ziel. Ich habe Qualifikationen.

2018 war das Jahr, in dem sich die Menschen SD-Karten in den Arsch geschoben haben. Das muss diese Digitalisierung sein. Bitte drücken, wie eigentlich immer. Ich habe jetzt schon keine Lust mehr.

Möge es nicht so furchtbar werden.

Es sind die Menschen, nicht das System.
Monophonist: Der Preis der Freiheit