Nerdkrams
Kein Spuk: Texte im Web sicherer tippen mit GhostText.

Wenn man den Fehler macht, den Heilsversprechungen derer, die am liebsten das komplette Betriebssystem in den Webbrowser schieben würden, zu glauben, wird man grundsätzlich im unpassendsten Moment daran erinnert, warum das eine furchtbare Idee ist: Verabschiedet sich der Webbrowser, verabschiedet sich auch alles, was man gerade formuliert hat. Wenn sich die eigenen Beiträge im Web nicht gerade auf Hashtagwellen auf Instagram oder grammatikalisch nicht empfehlenswerte Kurztexte auf Twitter beschränken, dann könnte das unter Umständen eher unangenehm werden. Wer tippt schon gern über Stunden – wenn nicht: Tage, gar Wochen – ausgefeilte Texte gern ein zweites Mal von vorn?

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In den NachrichtenMontagsmusik
Chubby Thunderous Bad Kush Masters – Mother Chub // Schäden und Auren

Mir ist zu warm, holt mich hier raus!Es ist Montag. Die „WELT am Sonntag”, kurz und viel lustiger „WamS”, fragte in derselben Ausgabe, in der empfohlen wurde, man solle „wieder lernen, hinzusehen”, ob „wir” (Deutschland) „die Bombe” (Atom, Riesenwumms) „brauchen”. Montags sollte man diese Frage lieber nicht stellen und stattdessen „uns” (Deutschland) mit Pandabären ausstatten. Pandabären tun niemandem was.

Pandabären sind eben auch keine Inder: In deren Heimatland starb jüngst eine Ziege infolge einer Massenvergewaltigung. Für welche zeitgenössische Sängerin sie vermutlich gehalten wurde, ist in der Serie „South Park” hinreichend dokumentiert. – Wer im Übrigen auch reicht, ist ja Heiko Maas, aber er geht einfach nicht weg: Heiko Maas fürchtet Imageschaden, so langsam möchte man ja gar nicht sein.

Im Feuilleton von „FAZ.net” (möchte wegen des Leistungsschutzrechts nicht verlinkt werden) überschriftete gestern Patrick Bahners, sonst als schlimmer Autor bekannt, es sei „genug Aura für alle da”. Wie wahr, wie wahr.

Wovon aber niemals genug für alle da sein kann: Musik.

Chubby Thunderous Bad Kush Masters – Mother Chub – Official Video

Guten Morgen.

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Knopfaugenflüchtlinge im Tränenjournalismus

Der „Guardian” hat eine Liste mit über 34.000 ertrunkenen Flüchtlingen – Stand: Mai 2018 – veröffentlicht, natürlich mit allen notwendigen Angaben (Name, Geschlecht, Alter, Herkunft), denn um Rationalität geht es schon lange nicht mehr, sondern um Mitleid; denn wie es auch vermeintliche Tierfreunde gibt, die an Steaks den Namen und vielleicht noch ein Foto des jeweiligen Tieres heften wollen, weil sie glauben, dass es dem Genießer so richtig schön leid tut, wenn er sich das Fleischstück im noch lebenden, niedlichen Zustand vorstellen kann, während er es verzehrt, so scheint es vermeintliche Menschenfreunde zu geben, die glauben, irgendetwas werde künftig besser, wenn man das Erregen von Mitleid für eine vornehme Aufgabe von Journalisten hält. Als sei das Berichtenswerte die Identität der Toten!

Wie auch das Errichten von Denkmälern für jeden einzelnen gefallenen Soldaten des ersten Weltkriegs dem zweiten Weltkrieg eben auch nicht geschadet hat.

ComputerIn den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 27. Juli 2018

Die hessischen „Grünen” twitterten am 12. Juli 2018, angereichert mit Emojis und Schwachsinn: „Mehr wilden Wald wagen: mit alten Bäumen 🌲🌳und Kernflächen für den Naturschutz (…)”. Warum das erwähnenswert ist? Natürlich, weil die hessischen „Grünen” derzeit einen Wald der Windenergie opfern wollen. (Allergikerwarnung: „Tichys Einblick”.)


1995 wurde JavaScript, wie mir ein anderer Tweet leider in Erinnerung rief, als eine Sprache angekündigt, mit der vor allem Gelegenheitsentwickler Code schreiben können. Das hätte eine Warnung sein müssen.


Es gibt jetzt smarte Fußbälle.


Die Kryptoklitsche „Coinbase” hat ein neues Produkt entwickelt: „e-gift cards”, Elektronische-Geschenke-Karten also, die man statt mit „Geld” mit „Coins”, also Spielgeld, befüllen kann. So haben beide etwas davon, denn auch der Schenker wird vom Kurssturz überrascht sein.


Mozilla setzt den Krieg gegen die eigenen Benutzer fort und schmeißt nach Gopher, MNG und FTP auch die RSS-Unterstützung aus Firefox raus. Der hier vor über einem Jahr schon mal erwähnte Autor der in seinem Blog als Alternative vorgeschlagenen Erweiterung „SubToMe”, die seit 2016 keine Pflege mehr erhalten hat, findet diese Änderung natürlich gut, denn „[die] Feed-Komponente hat seit Jahren keine Pflege mehr erhalten”.

In den NachrichtenNerdkrams
Wie Windows, nur teuer.

„heise online”, 2003:

Als erste deutsche Großstadt stellt München die rund 14.000 städtischen Computer von Windows auf Linux um. (…) Man sei künftig nicht mehr gebunden, wenn ein Hersteller sage, dass man auf eine neue Variante seiner Software umstellen müsse, hieß es. Die Entscheidung der Stadt war nötig geworden, weil Microsoft die technische Unterstützung für das bisherige Münchener System Windows NT auslaufen lässt.

„heise online”, 2018:

In der niedersächsischen Steuerverwaltung sollen die Arbeitsplatz-Computer von Linux zurück auf Microsoft migriert werden. (…) Ein Upgrade oder Wechsel des Linux-Systems wäre früher oder später nötig gewesen, da die eingesetzten Suse-Varianten von dem Hersteller offiziell nicht mehr mit Support unterstützt werden. Die rund 12.500 Rechner auch auf dem Desktop in der Open-Source-Welt zu halten, würde unter anderem neue Schulungskosten sowie möglicherweise den Austausch mancher Hardware einsparen.

Ob es das ist, was die jetzt natürlich aufgebrachten Kommentatoren in Blogs und Foren meinen, wenn sie sagen, Linux sei Windows inzwischen durchaus ebenbürtig?

Spaß mit Spam
RE:aluminium profile, aluminium coil, aluminium sheet……

In einem ausschließlich von Automatismen befüllten, inzwischen in ungezählten Datenbanken von Spammern zu findenden E-Mail-Postfach (sagt man das noch, „Postfach”?) traf soeben unter obiger Überschrift folgende freundliche Anfrage ein:

Hello,

Do you requiring for the aluminium profile, aluminium coil, aluminium sheet and other Aluminium extruded Profile?

Contact us for more details.

Warm regards,
Mr. Henry
MAXL INTERNATIONAL GROUP CO.,LTD
WenChen Indstial zone, chiping county, Liaocheng,Shandong province, China
Tel: 86–13773228028
Fax: 86-512-58975331

Leider benötige ich gerade nicht für das Aluminiumprofil, Aluminiumspule, Aluminiumblatt und anderes Aluminiumstrangpressprofil. Aber ich komme gern später auf das Angebot der Indstiezone zurück.

(Mein armer Kopf.)

In den NachrichtenMontagsmusik
Koenji Hyakkei – Dhorimviskha

Montagsmotivation (Symboleule)Es ist Montag, da darf der Tag doch gern mit einem Pandabären beginnen. Im National Zoo etwa feierte Mei Xiang Geburtstag und sah dabei überaus bärig aus. Bärigkeit ist eine willkommene Eigenschaft, das sollte nicht vergessen werden. Bärig ist selbst ein Montag zu ertragen.

Zu den Nachrichten: Beeindruckt von der überwältigenden Resonanz hat die Stadt Frankfurt beschlossen, künftig dauerhaft homosexuelle Ampelpärchen einzublenden. Anscheinend gibt es Menschen, die ihre eigene Sexualität nur dann für akzeptiert halten, wenn diese auf Verkehrsschildern abgebildet ist. Vor diesem Hintergrund schlage ich erstens vor, außerdem Ampeln mit piktografischen Menschen in einer Dreier- oder Vierer- oder gar einer objektophilen Beziehung auszustatten, denn nichts davon ist gesellschaftlich bisher so unkritisch angekommen wie Homosexualität, zweitens halte ich, unversehens in Spottlaune geraten, die „Elternteil-mit-Kind”-Straßen- und Wegschilder für einigermaßen bedenklich und würde gern eine Umgestaltung zur Diskussion stellen.

Inzwischen haben sich Die Ärzte (aus Berlin, A.d.V.) mal wieder irgendwo blicken lassen, nämlich in einem Video zwecks Bewerbung von Schleusertum („Seenotrettung”). Ihre Vermutung: Menschen, die vor der libyschen Küste in einem Schlauchboot sitzen, über mehrere tausend Kilometer nach Europa zu schleppen, statt sie an Land zu bringen, sei „Rettung” und kein Schleusertum. Das kann man so in eine Kamera reinsprechen, allerdings habe ich die Vermutung, dass Berühmtheit nicht unbedingt zu Weisheit führen muss. Worin die Grenzen liegen, möge selbstredend die Rechtsprechung entscheiden, mir scheint aber beidseitig sehr viel behauptet und allein dadurch für wahr gehalten zu werden.

Apropos Werden: Meine Blogsoftware, die ich hier vor etwas über zwei Jahren angekündigt hatte, jedoch lieber nur anderswo selbst einsetze, hat am vergangenen Wochenende eine recht umfangreiche Aktualisierung erhalten, sie kann nun – theoretisch – etwas flexibler gestaltet werden und funktioniert möglicherweise auf Systemen mit vielen Kernen etwas zuverlässiger als bislang. Mir schien die Gelegenheit geeignet, noch einmal etwas Werbung dafür zu machen. Die Weltherrschaft ergibt sich nicht von allein.

Was sich aber jede Woche wieder neu ergibt, ist, dass plötzlich gute Musik aus dem Kopfhörer schallt. Heute etwa diese:

Dhorimviskha- Koenji Hyakkei 高円寺百景

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
#ausgelacht

Während in München wohl zu großen Teilen nicht dort wahlberechtigte „Zehntausende” („ZEIT ONLINE”), darunter ausgerechnet Fahnen schwingende Mitglieder der populistischen PARTEI und der Verbotspartei „Die Grünen”, unter dem twittertypisch infantilen Motto „ausgehetzt” – nur echt mit hashtag – gegen „Hetze”, „Denke” und „Spreche” demonstrierten, haben im schwäbischen Kaufbeuren fast 60 Prozent dagegen gestimmt, dass die DİTİB eine Moschee auf öffentlichem Boden bauen darf.

Man könnte fast meinen, die politische Agenda linker Nord- und Mitteldeutscher sei bayrischen Wählern völlig egal.

(via @_donalphonso)

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Abraham – Look, here comes the dark!

Abraham - Look, here comes the dark!Lange nichts mehr über Musik geschrieben.

In der Schweiz ist vieles anders als in anderen Ländern: Die Sprache ist bizarr, die Bierpreise sind absurd, die Züge sind pünktlich, die Landschaft ist mitunter bezaubernd und die Musikszene ist kreativ und produktiv. Im Verlauf der vergangenen Jahre, von mir bislang unbemerkt, erspielte sich die im französischsprachigen Teil des Landes ansässige Gruppe Abraham „einen Ruf als eine der führens Post Metal Bands (sic!) in Europa”, glaubt man den Vermarktern, die wahrscheinlich „eine der führenden Post-Metal-Bands” meinten. Bei ihrem im Mai dieses Jahres veröffentlichten dritten Album „Look, here comes the dark!” (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) handele es sich demnach um eine „postapokalyptische Dystopie”. Zum Glück klingt es trotzdem nur wenig tödlich.

Andererseits würde ich den fünf Herren durchaus eine wenigstens künstlerische Aggression zutrauen, denn sie haben nicht nur Growling, sondern auch instrumentale Kraft im Repertoire.

Abraham – Wind (Official Video)

Selbst in den ruhigeren Momenten sieht man sich zur eigenen Bewegung verleitet, in den anderen, zahlenmäßig überlegenen indessen gibt es kaum ein Halten. Das ist ein bisschen schade, wenn man sich ein bisschen ausruhen möchte, aber dafür sind Abraham auch nicht gerade die am besten geeignete Band. Dichter, hektischer Garagenrock („I Ride the Last Sunrise”), einfacher („Wonderful World”, „Silent at Last”) und Drone-Metal („To the Ground”, „Wind”), harmonisch einander ergänzend, finden auf „Look, here comes the dark!” Platz und strömen von dort in den Kopfhörer und aus diesem in den Kopf.

ABRAHAM – Silent at Last (Official Video)

Ein Hurra und eine Empfehlung von mir.

In den Nachrichten
Danke, ich bin grundversorgt.

Es verstößt, das bleibt gesichert, nicht gegen die Grundrechte, wenn jemand dazu genötigt wird, die angebliche „Grundversorgung” mit, wenn schon nicht guter Musik (denn das liegt nicht im Interesse der Plattenverlage), wenigstens Rosamunde-Pilcher-Filmen, Spielshows, Reiseberichten und dem Blödsinn von Jan Böhmermann aktiv mitzufinanzieren, obwohl er nichts davon jemals sehen wollte, denn, wie das Bundesverfassungsgericht bemerkt hat, er hat ja trotzdem weiterhin gemäß Vorschrift die Möglichkeit dazu.

Jetzt wäre es natürlich interessant herauszufinden, ob es nicht ebenso nicht gegen die Grundrechte verstößt, wenn jeder Steuerzahler jährlich dazu genötigt wird, den jeweils durchschnittlichen Preis eines Neuwagens ebenso in eine gesonderte Kasse zu zahlen, denn auch, wenn er gar kein neues Auto haben möchte, sollte er doch wenigstens die Möglichkeit dazu haben.

In den Nachrichten
Kurz angemerkt zum Für und Wider der Seenotrettung

Während es außer Frage steht, dass es selten eine falsche Entscheidung sein kann, ohne vorrangig wirtschaftliche Motivation in körperliche Gefahr geratene Menschen trotz der statistisch gegebenen Wahrscheinlichkeit, dass unter ihnen in nicht zu vernachlässigender Zahl durchaus zu Gewalt bereite Antisemiten sind, aus dieser körperlichen Gefahr zu befreien, geht in der politischen Diskussion darüber die Frage nach den Ursachen zu Unrecht völlig unter, denn obwohl selbst die ehemals kritische Piratenpartei sich auf das Symptom konzentriert, beschließen Menschen ja eher selten morgens am Frühstückstisch bei Kaffee am reichhaltig gedeckten Esstisch im intakten Einfamilienhaus, im Paddelboot ins Ausland zu fahren, sondern wurden zuvor unter Zuhilfenahme von Waffen aus deutscher Hand oder wenigstens deutscher Produktion, verkauft von oder im Auftrag der SPD, dieses intakten Einfamilienhauses – wenn nicht bereits: der Familie – beraubt und hatten somit eigentlich nichts mehr zu verlieren, weshalb es noch übermäßig freundlich als bizarr zu bezeichnen ist, dass die Forderung nach einem Aus-dem-Meer-Fischen von dem Schiffbruch nahe stehenden (bzw. sitzenden) Flüchtlingen auch von der SPD-Bundestagsfraktion geteilt wird, die erst im Januar dieses Jahres wieder mit der Schlagzeile medial auffällig geworden war, ihre (ehem. „die große”) Koalition habe „so viele Waffen in Krisengebiete verkauft wie noch nie”, womit „vor allem die SPD ihr Versprechen nicht gehalten” habe, was nur semantisch nach einer Überraschung klingt.

NerdkramsNetzfundstücke
Medienkritik in Kürze: t3n (unseriös)!

Es schrieb Andreas Domin, angeblich Informatikstudent und somit immerhin noch nicht nachgewiesenermaßen mit kritischem Urteilsvermögen ausgestattet, in sein virtuelles Heimblatt „t3n” einen Text hinein, der auf Twitter so beworben wurde:

Es gibt viel zu viele unseriöse Apps und Browser-Erweiterungen im Netz. Dabei räumt ihr selbst die Rechte zur #Spionage ein!

Ohne hashtag kein Twitter, das wissen selbst die „Digitalpioniere” (ein, wie ich meine, etwas zu hoch gegriffenes Selbstverständnis: „t3n” existiert erst seit 2005) von der yeebase media GmbH aus Hannover. Was also will Andreas Domin mitteilen?

Wer auf seinem Smartphone eine App oder bei Chrome und Firefox eine Erweiterung installiert, sollte eins bedenken: diese Tools nicht selten Zugang zu einem Teil eurer persönlichen Daten. Bei den meisten Anwendungen werden die Daten lediglich für die Funktion der App verwendet. Andere wiederum fragen nach Rechten, die für die eigentlichen Features des Tools überflüssig sein müssten. (…) Es gibt noch viel mehr unsichere Tools in den Stores, die fleißig Daten für zweifelhafte Zwecke sammeln. (…) Wer also nicht will, dass seine persönlichen Daten missbraucht werden, sollte genauer darauf achten, wem er Zugriff darauf gibt.

Hinter dem Link zum Artikel, dessen „Features” – es soll ein Text angezeigt werden – keinerlei zusätzliche Berechtigungen benötigen würden, verbergen sich folgende Datensammler für zweifelhafte Zwecke:

  • Ein von cloudfront.net eingebundenes CSS-Stylesheet. CloudFront gehört zum Amazon-Konzern.
  • Diverse ebenfalls von dort heruntergeladene Grafikdateien.
  • Ein außerdem von dort heruntergeladenes JavaScript namens adlib-irgendwas.js, das Unverschämtheiten von Googles Werbeservern nachzuladen versucht.
  • Mehrere zum Google Tag Manager gehörende JavaScript-Dateien.
  • Ein Zählscript von INFOnline.
  • Eine JavaScript-Datei von adgoal (hier als „smartredirect” firmierend).
  • Ein Zählscript von contentpass.

Bedauerlicherweise hat Andreas Domin das nicht erwähnt – aber ich helfe ja gern.

In den NachrichtenMontagsmusikWirtschaft
Spurv – Et blekt lys lyder

Das Wochenende ist vor-WAS?Es ist Montag. Zum Glück dauert das nie lange. Seit Sonntage nur noch schnödes Wochenende sind, hat vieles verloren. Gewinnen kann nur, wer die bedient, die beim Denken meist Pech haben: Kylie Jenner, anscheinend weder durch Talent noch durch Aussehen reich und berühmt gewordene „Influencerin”, hat zum Beispiel eine Anhängerschar, die derzeit Spenden dafür sammeln, dass sie es noch 2018 in die Riege der Milliardärinnen schafft. Nicht alles, was bescheuert ist, ist Satire.

Das haben auch die Demonstranten gegen den Besuch Donald Trumps in Großbritannien nicht verstanden, die einen Ballon in Baby-Trump-Gestaltung steigen ließen, als eigne sich eine solche Eselei zum Ersatz für eine inhaltliche Auseinandersetzung. Selber blöd, bääh! – Aber ich war ja noch bei Reichtum: Die „Wirtschaftswoche” erkundete jüngst, für wen sich ein Auto-Abonnement, denn ein solches bieten einige Unternehmen offensichtlich bereits an, denn lohne. Deutschland geht es gut? Welch Untertreibung!

Abgesehen von Bayern, versteht sich, denn in Bayern scheint das Trinkwasser noch immer Dinge zu enthalten, über die ich lieber gar keine Gewissheit haben möchte. Am gestrigen Sonntag fand dort das 128. Gautrachtenfest statt, „Bayern pur!” (M. Söder), natürlich mit angeschlossenem und bedauerlich zahlreich besuchtem Gottesdienst. Dort darf man noch leben wie seine Vorfahren; den Gautrachtenleiter freut’s.

Wo muss denn unbedingt mehr Blockchain rein? Na, in Smartphones natürlich! In diesen Montag muss allerdings etwas anderes hinein, nämlich Musik.

Spurv – Et blekt lys lyder (Music video)

Guten Morgen.

Netzfundstücke
Si vis pacem, para bellum. (4)

Warum wir noch in der NATO sind? Na, für den Frieden™ natürlich!

Die aus dem Westen stammenden Waffen, die in Deraa von bewaffneten Gruppen aufgegeben worden waren, sind laut dem russischen Außenministerium ein „materieller Beweis widerlicher Einmischung” in Syrien.

(Grauenvolle Übersetzung von mir.)

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.