In den NachrichtenPolitik
Das Internet ist an allem schuld.

Ich war bereits in Sorge, dass Pawlow widerlegt worden ist, aber endlich erlöste mich das Fernsehen:

Horst Seehofer will nach Halle den Sicherheitsbehörden mehr Kompetenzen einräumen:

„Deshalb brauchen wir dringend die Befugnisse, dass wir auch das Internet überwachen“[.]

Und das Schlimmste daran ist, dass jetzt schon feststeht, dass, wer immer Horst Seehofer im Innenministerium nachfolgen wird, uns Horst Seehofer noch schmerzlich vermissen lassen wird.

In den NachrichtenNerdkrams
Hackertum: Schachmatt.

Apropos gestern.

Während die halbe Medienwelt die langweilige Stadt Halle aufsuchte, befassten sich EDV-Kundige damit, dass ein uraltes Passwort von Ken Thompson, Initiator des Unix-Projekts, dekodiert worden war. Hinreichend viel Rechenaufwand habe genügt, so ist zu lesen. Das durchaus bemerkenswerte Passwort, hier absichtlich nicht referenziert, fand schnell eine weite Verbreitung in Blogs und Fachpresse.

Als sei es eine Nachricht, welches Passwort ein zweifelsohne talentierter Hacker um 1980 herum verwendet hat!

Entsprechend wäre zu wünschen, statt dieser vermeintlichen Neuigkeit verbreite sich vielmehr die Reaktion Rob Pikes auf die Veröffentlichung:

Das [Passwort] hätte ich euch auch sagen können. Man neigt dazu, (versehentlich) Passwörter zu lernen, wenn sie kurz sind und nebenan oft genug eingegeben werden. (…) So interessant es aber auch ist, so finde ich dieses Hacken doch widerlich. Es war damals widerlich und es ist es immer noch. (…) Heutzutage scheint die Position zu sein, dass, wenn die bösen Jungs es tun, die guten Jungs dafür belohnt werden sollten, es zuerst zu tun. Das ist bestenfalls unaufrichtig und schlimmstenfalls gefährlich.

(Miese Übersetzung von mir.)

Sie verstehen es nicht. Sie werden es nicht verstehen. Sie werden nicht dafür bezahlt, es zu verstehen.

Und deswegen wird es niemals besser werden.

In den NachrichtenPolitik
Hallehölle: Frank-Walter Steinmeier über Geschichte und Gegenwart im Geschwätz von gestern

Ab 2001, 56 Jahre nach der Räumung der bisher letzten gesamtdeutschen Folterlager und immerhin elf Jahre nach dem vorläufigen Aus des Staates mit dem unerwarteten Nahschuss, beging der Kanzleramtschef einige legendäre Fehler:

Kurnaz war Ende 2001 in Pakistan verschleppt und von Januar 2002 bis August 2006 ohne Anklage im US-Folterlager Guantánamo festgehalten worden. Kurnaz und sein Anwalt werfen Steinmeier vor, sich als damaliger Kanzleramtschef einer Auslieferung des Inhaftierten in den Weg gestellt zu haben (…). Zudem ließ Steinmeier Kurnaz in dem Folterlager in einer Geheimaktion verhören, setzte sich offenbar aber – anders als sein Amtsvorgänger Joseph „Joschka“ Fischer – nicht für Kurnaz’ Freilassung ein.

Wie man es von einem Staat mit historischer Verantwortung erwarten kann, verlor Frank-Walter Steinmeier nach dieser Remineszenz an die gute alte Zeit seinen Posten im Kanzleramt und wurde bereits 2005 zum Außenminister degradiert. Wie zum Trotz ließ er erst im November 2016 hinsichtlich der ollen Kamellen ausrichten:

„Die Geschehnisse um Herrn Kurnaz liegen viele Jahre zurück“, sagte Schäfer am Mittwoch in Berlin.

Nach drei bis vier Jahren ist es dann auch mal gut mit den lästigen Vorwürfen; und nach fünfzehn doch erst recht! Man kann von einem deutschen Politiker doch nicht erwarten, dass er sich länger als nötig für eine solche Lappalie schämt! – Es sei denn, den Fehler hat nicht man selbst begangen, denn dann ist die Geschichte als Lehrmeister gesetzt. Gestern etwa wurden in Halle eine Frau vor dem jüdischen Friedhof und einen Mann in einem Döner-Imbiss erschossen, nachdem der Schütze es nicht geschafft hatte, eine Synagoge zu betreten. Folgerichtig quatschte Frank-Walter Steinmeier, als Bundespräsident (SPD) inzwischen ganz unten angekommen, zeitgenössisch umjubelt und stilkonsequent in die erstbeste (ZDF) Kamera rein:

Die Geschichte mahnt uns, die Gegenwart fordert uns.

Deutsche, die sich erdreisten, darüber zu urteilen, was für ein Staatsoberhaupt sich andere Staaten erlauben, regen mich zusehends enormer auf.

NetzfundstückePolitikWirtschaft
Liegengebliebenes vom 10. Oktober 2019

Gute Nachrichten: Der Klimawandel ist so gut wie besiegt!

Eben wurden die ersten festgeklebten Aktivisten vom Konrad-Adenauer-Haus gelöst. Sie hatten sich mit Sekundenkleber an den Händen an die Fensterfront geklebt.

Die tun wenigstens was! :ja:


Aktuell knapp vor Deutschland, was die Digitalisierung betrifft: Ruanda.


Neues von der Demokratie: Die rumänische Regierung wird unter anderem wegen Inkompetenz abgesetzt.


Saufen ist gut fürs Klima: Hunderte Oktoberfestbesucher sind wegen E-Scooter-Missbrauchs entführerscheint worden.


„Politische“ Protestbewegung des Tages: Menschen, die ihren geldorientierten Spieleanbieter verlassen und stattdessen zu einem anderen geldorientierten Spieleanbieter wechseln, um für Hong Kong zu demonstrieren.


Wikipedia:

Von Befürwortern von Unisex-Toiletten wird auch angeführt, dass auch indirekt über die „Toiletten-Apartheid“ ein Zwei-Klassen-System erzeugt werden würde, indem Frauen von wichtigen Networking-Prozessen auf Männertoiletten ausgeschlossen werden.

Anscheinend habe ich Männertoiletten bisher immer falsch benutzt.

In den Nachrichten
Die Verweichlichung des Kinobesuchers am Beispiel des neuen Films über den „Joker“

Wir schreiben, erst mal nur gedanklich, das Jahr 1929. Zusammen mit Salvador Dalí entwirft und dreht der spanisch-mexikanische Regisseur Luis Buñuel den Film „Un chien andalou“, der ihre surrealen Träume in Bewegtbilder fasst. In der heute berühmtesten Szene aus diesem Film – die Pixies nahmen ein Lied darüber auf – ist in Nahaufnahme zu sehen, wie ein Herr das linke Auge einer Dame durchtrennt.

Für Menschen mit schwachem Magen vergleichbar unangenehm ist der Genuss des Films „Braindead“ (1992), den Peter Jackson entstehen ließ, bevor er langweiligen Fantasyscheißdreck verfilmen zu müssen meinte. Es handelt sich um eine Splatterpersiflage, in der meine Lieblingsszene diejenige ist, in der die Figur des Lionel etliche Zombies zermahlt, indem sie sich einen laufenden Rasenmäher vor den Bauch hält.

Einige Zeit später, ab 2004, fand die Filmreihe „Saw“ ein regelmäßiges Publikum. Bereits im ersten Teil sind diverse sehr unschöne Todesarten in Szene gesetzt worden, in Gang gesetzt von einem psychopathischen Mörder. Die nachfolgenden Teile änderten dieses Konzept nur unwesentlich.

Irgendwas muss seitdem passiert sein, denn weltweit brechen Journalisten in Keuchkreischen aus:

„Joker“ hat hierzulande eine FSK-Freigabe ab 16 Jahren erhalten, in Amerika verließen manche Zuschauer geradezu in Panik das Kino. „Bild“ hat einige Tweets von erschrockenen Kinogängern gesammelt. „Bin aus dem Film gegangen. Ich konnte es nicht durchhalten“, schreibt einer auf Twitter, „ich bin sprachlos und zittere“, ein anderer. (…) Gerade jüngere Zuschauer seien überfordert: „Ich sah, wie eine ganze Familie den Saal verließ, als der Joker die erste Person ermordete.“

„Folgerichtig“ verunfallt der „Tagesspiegel“ die nicht sofort erkennbare Frage:

Der „Joker“ legt einen Rekordstart an den US-Kinokassen hin und entfacht in Amerika eine Debatte: Wie nah an der Realität dürfen Gewaltbilder sein.

Ich möchte annehmen wollen, das hier implizierte Problem hat weniger mit der auf der Leinwand dargestellten Gewalt als mit den Waffeneskalationen der US-Amerikaner zu tun. Eine besonders neue Art der Filmgewalt ist jedenfalls nicht auszumachen. Ein Problem scheint zu sein, dass der Film mit dem Klischee des Guten, das immer siege, bricht:

Die brisante Frage: Bringt der Film zu viel Empathie für das Böse auf?

Ein Wunder, dass die olle Pokémon-Zeichentrickserie noch immer nicht zensiert ist: Wer könnte kein Mitleid mit Jessie und James, den traurigen Verlierern, empfinden? Auch sonst ist die Implikation, dass jemand, der einen Film sieht und den Bösewicht nicht umfassend verabscheut, direkt nach abgeschlossenem Filmkonsum eine Waffe erwirbt und irgendwen meuchelt, außerhalb der republikanisch wertvollen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten doch recht weit hergeholt. Man kann fast froh sein, dass auf dem Film noch kein groß beworbenes Computerspiel basiert, denn die Debatte über Killerspiele ist gerade auf einem angenehm niedrigen Geräuschniveau angelangt.

Worauf ich hinaus wollte: Wenn 90 Jahre nach „Un chien andalou“ tagelang mediale Besorgnis herrscht, sobald ein erfolgreicher Film , denn heutzutage darf jedes zarte Pflänzchen ohne erwachsene Aufsicht ins Kino gehen und immerhin sei sich nicht jeder, der da freiwillig reingeht, vorher im Klaren darüber gewesen, dass „Joker“ keine lauschige Familienkomödie sei, dann ist das Fach der Medienkunde nicht etwa wichtiger als je zuvor geworden, sondern es ist, ganz im Gegenteil, konzeptionell gescheitert. Für die Forderung nach einem mündigen Konsumenten fehlt es den Konsumenten viel zu oft an der Bereitschaft zur Mündigkeit.

„My Little Pony“ tut den Menschen echt nicht gut.

Spaß mit Spam
Es wird größer: du kannst mit dem Zaubergel um mehrere cm vergrößern

Frisch aus dem Postfach habe ich dieses Meisterwerk an Poesie gefischt:

Klein, weich? Reib dieses Gel ein und verzaubere deine Partnerin!

Das ist tatsächlich anfangs der vollständige Reintext – darunter befindet sich eine Grafik mit noch mehr Text, anschließend nochmals etwas Reintext. Ich werde im Folgenden etwas im Text springen.

‘Es wird größer: du kannst mit dem Zaubergel um mehrere cm vergrößern’ weiterlesen »

In den NachrichtenNerdkrams
Kurz angemerkt zur Nello-Insolvenz

Ein Gerät, das aus nicht viel mehr als einem trivialen Alltagsgegenstand – etwa einer Türklingel – besteht, als Zusatzfunktionen jedoch sowohl, dass das etablierte Sicherheitskonzept „Türschloss“ zweinull aufgecybert wird, als auch, dass es eine ständige Verbindung mit einem an unbekanntem Ort stehenden Computer anderer Leute („Cloud“) voraussetzt, um überhaupt irgendwas anderes zu tun als ein Dingdong-Geräusch zu erzeugen, aufweist, mithin nicht viel mehr als eine teure und große Wanze, ist in meinem Verständnis das genaue Gegenteil eines Geräts, das irgendjemand in seinem persönlichen Lebensbereich eingeschaltet haben wollen sollte.

In den NachrichtenMontagsmusik
Lightning Born – Renegade

Eule mit Weule!Es ist Montag. Unlängst fand Ginger Baker in hohem Alter sein Ende, was ein bisschen schade, aber es mitzuteilen diesem Tag sicherlich angemessen ist.

Boris Johnson beharrt darauf, dass Großbritannien sich schleunigst aus der Europäischen Union verdrückt. Ich finde das gut und beneide die Briten auch weiterhin. In Tunesien, ein paar Länder daneben, hat währenddessen eine wissenschaftsfeindliche Partei, also eine, die Religion als Politik missversteht, die Parlamentswahl gewonnen. Verrückt: Das ist ja fast wie in Deutschland!

Greta Thunberg zu unterstützen sei rassistisch, weil sie ein weißes Mädchen sei, so lässt sich ein gegenwärtiger #aufschrei lesen. Ich mag es, wenn Nervensägen an ihrem Duktus zerbrechen. Schwarz sein für’s Klima! Ihre extremistisch-dümmlichen Fahrwasserbegleiter von Extinction Rebellion haben vor Monaten schon alles Nötige mitgeteilt: „Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant.“ Jetzt kann uns nur noch ein starker Klimaführer retten.

Oder vielleicht doch lieber Musik. Musik hilft eigentlich immer.

Lightning Born – Renegade (Music Video) | Ripple Music – 2019

Guten Morgen.

Sonstiges
Medienkritik in Kürze: Fünf Titelseiten

Ich habe mal wieder einen Blick ins Zeitschriftenregal geworfen. Leider blieb kaum Gelegenheit für einen Zeitschriftenkauf, aber die Titelseiten allein sind ja auch schon sehenswert.

Erstens:

Die Zeitschrift „emotion“ lässt Collien Ulmen-Fernandes, erfolgreiche Schauspielerin und Immobilieninvestorin, trotzig mitteilen:

Ich hätte es leichter, wenn ich keine Frau wäre[.]

Ich hätte vermutlich überhaupt kein Problem damit, nach eines guten Gentlemans Art mein Dasein mit dem von Collien Ulmen-Fernandes zu tauschen. Ich bin ja nicht so.

Zweitens:

Ungewöhnlich reflektiert brüllt das Quietschbuntmagazin „InTouch“ („Das Original!“) anlässlich der „DIÄT-LÜGEN der Stars“:

Unglaublich, wie Heidi & Co. alle für dumm verkaufen wollen …

Zum Glück gibt es noch mutige Investigativjournalisten wie die Redakteure der „InTouch“ („Exklusiv! [Mark Forster] lästert über The Voice“), die sich allein der Wahrheit verpflichtet fühlen. Sagen, was ist! :ja:

Drittens:

Das Altdamenmagazin „Petra“, erstaunlicherweise noch immer in der Oktoberausgabe vorliegend, obwohl doch schon Oktober ist, versucht sich an einem Oxymoron:

Keine Frage des Alters: tolle Haut mit 30, 40, 50
Model-Make-up für den Alltag nachschminken

Vermutlich hilft es der Haut bereits, die „Petra“ einfach nicht zu lesen.

Viertens:

„MADAME“, ein Heft, dessen Titel bereits eindrucksvoll passiv-aggressiv ist, macht mich hungrig:

POWER dressing

Es geht dann aber doch bloß um Klamotten und nicht um Salat.

Fünftens:

Abschließend rät „GEO PERSPEKTIVE“, nicht unbedingt ein Magazin von Kindern für Kinder, munter drauflos:

Die Jugend der Welt: Was sie will, wie sie fühlt

Man könnte die Jugend der Welt mal mit dieser Ausgabe konfrontieren. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Reaktionen.

NerdkramsNetzfundstücke
„Ok Google, verkauf mich!“

Der Google Assistant, ein Programm zur Aufzeichnung, Verfolgung und Internetfreigabe der Gespräche seiner Besitzer (vulgo „smarter Lautsprecher“), hat eine neue Funktion bekommen:

Auch in Google Assistant möchten wir euch noch bessere Möglichkeiten bieten, Einblick in eure Daten zu erhalten und sie zu verwalten.
Auf die Frage hin “Ok Google, wie schützt du meine Daten?” wird Assistant euch Auskunft über unsere Maßnahmen zum Schutz und zur Sicherheit eurer Daten geben.

Der komische Klangeffekt, mit dem der Google Assistant die Frage quittiert? Das ist das Prusten des Mitarbeiters am anderen Ende. Das muss so.

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Morgen

Morgen (1969)Lange nichts mehr über Musik geschrieben.

In der florierenden US-Musikszene des Jahres 1969 – das ist jetzt genau 50 Jahre her – war es vergleichsweise leicht, als Musikgruppe kaum aufzufallen. Zu denjenigen Gruppen, die bislang nicht mal einen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia bekommen haben, gehört Morgen. Morgen war ein von 1968 bis 1969 bestehendes Quintett, einer derer Mitgründer Steve Morgen hieß oder vielleicht noch heißt, was den Namen erklären kann. 1969 fand das einzige, anscheinend namenlose Studioalbum von Morgen (Amazon.de, TIDAL) den Weg aus einem Studio heraus und in Plattenläden hinein.

Natürlich atmet es auch noch den Geist der späten 60er und wartet mit beinahe gewöhnlichem Psychedelic Pop/Rock („She’s The Nitetime“) auf, darüber hinaus, behauptet das Internet, ist es jedoch auch ein Pionieralbum des Heavy Metals. Auf dem Coverbild ist „Der Schrei“ abgebildet. Ich mag das Bild.

Morgen – Welcome To The Void

Mit Pantera und Iron Maiden hat es freilich kaum Gemeinsamkeiten, vielmehr höre ich Blues- („Love“) ebenso wie Hippierock, der zu dieser Zeit längst aus der Mode gekommen war, was die vergleichsweise Unbekanntheit von Morgen vielleicht erklärt, vielleicht aber auch nicht. Als Einflüsse der beteiligten Musiker wurden unter anderem Pete Townshend, Jimmy Page und die Rolling Stones genannt. Das merkt man. Das ist gut.

Wie man es auch immer genrisch einzuordnen gewillt ist: Ich mag’s aus dem gleichen Grund, warum ich das umstrittene „Their Satanic Majesties Request“ der damals schon ollen und bereits erwähnten Rolling Stones mag. In irgendwelchen Zeitschriften und Onlineshops stünde über/unter/neben diesem Album so was wie „für Fans von …“. Aber ich mag kein Fantum. Ich mag nur einfach gute Musik. Dies hier ist gute Musik.

Hört’s!

Netzfundstücke
Drei witzige Neuigkeiten

Witzig (1):

Der Fernseh-Satiriker Jan Böhmermann ist offiziell in die SPD aufgenommen worden[.] (…) »Aber wir sind eine Partei und keine Satireveranstaltung.«

Manche Fallhöhe ist niedriger als andere.


Witzig (2):

Besondere Aufmerksamkeit der Wissenschaftler erregte dabei die noch nicht genauer benannte Spezies aus der Gattung Auanema, die sogar drei Geschlechter aufweist (…).

In Berlin bekäme die Spezies direkt eine Professur aufgedrückt.


Witzig (3):

Als Bündnis haben wir unseren Fokus in der Mobilisierung bewusst darauf gelegt, sichtbar zu machen, dass die sogenannte Wiedervereinigung Gewinner und Verlierer hervorgebracht hat. (…) Es ist nicht mehr die Zeit für selbstreferentielle Abgrenzungsrituale. Die Grenze verläuft zwischen Unten und Oben, nicht zwischen Bierbude und Demo!

(Übersetzung in vernünftiges Deutsch von mir.)

Ideologisch AfD-nahe Antideutsche sieht man heutzutage ja auch nicht mehr so oft. :ja: