In den NachrichtenPolitik
SPD: Die kiffen doch!

Die SPD-„Spitze“ fordere, schreibt das „Neue Deutschland“, die Legalisierung des Cannabiskonsums. Jemand sollte diese SPD unbedingt mal in Regierungsverantwortung setzen. Sie sprüht ja geradezu vor frischen Ideen!

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Papierne Aufmuskelung

Angesichts der Vorkommnisse in Leipzig-Connewitz an Silvester, im Verlauf derer irgendwelche Krawallheinis irgendwelchen Polizisten wegen deren gewählten Berufs Schaden zugefügt haben, dröhnte Jan Feddersen mit mindestens einem Neologismus in die „taz“ rein:

Schon vor dem Jahreswechsel hatten beide Seiten aufgemuskelt.

Denn während die eine Seite mit Aggression um sich warf wie Schimpansen mit ihrem Kot …

Bereits am Sonntag brannten auf einem Leipziger Polizeigelände mehrere Autos und ein Stromverteilerkasten. In einem Bekennerschreiben heißt es, die „Schweine“ hätten zu Silvester eine Falle für Autonome vorbereitet. „Daher haben wir Silvester ein paar Tage vorverlegt.“

…, tat die andere Seite Ungeheuerliches:

Die Polizei wiederum verteilte schon vor der Silvesternacht Flugblätter in Connewitz, in denen sie einen „Polizeieinsatz zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit“ ankündigte. Am Abend dann kreiste sie mit einem Hubschrauber über dem Stadtteil und führte laut Augenzeugen verdachtsunabhängige Kontrollen durch. Am Ende stand die erwartete Eskalation.

Nicht nur gab es unprovozierte Personenkontrollen in diesem offenbar völlig friedlichen Gebiet – es wurden auch Flugblätter verteilt. Aus Papier! Wofür Bäume ihr Leben lassen mussten! Und das in unserer klimafreundlichen Zeit!

Jetzt gehen diese Schweine echt zu weit. :mad:

Netzfundstücke
Religion (abschließend)

Landgericht Aschaffenburg, 21. April 1978:

Bei den Angeklagten, die sämtlich fest an eine personale Existenz des Teufels glaubten, konstatiert das Gericht eine erhebliche Verminderung ihrer Einsichtsfähigkeit i.S.v. § 21 StGB.

§ 21 StGB:

Ist die Fähigkeit des Täters, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln, aus einem der in § 20 bezeichneten Gründe bei Begehung der Tat erheblich vermindert, so kann die Strafe (…) gemildert werden.

§ 20 StGB:

Ohne Schuld handelt, wer bei Begehung der Tat wegen einer krankhaften seelischen Störung, wegen einer tiefgreifenden Bewußtseinsstörung oder wegen Schwachsinns oder einer schweren anderen seelischen Abartigkeit unfähig ist, das Unrecht der Tat einzusehen oder nach dieser Einsicht zu handeln.

Man lasse daher Vorsicht im Umgang mit bekennenden Christen walten: Es könnte sich um juristisch Schwachsinnige handeln.

In den Nachrichten
Affenland ist abgebrannt

Im Zuge der Neujahrsfeierlichkeiten, während derer eine noch immer zu kleine Zahl an Überflüssigen sich und/oder anderen eine noch immer zu kleine Zahl an Gliedmaßen abraketete, erfolgte auch ein ganz blöder Zufall, als infolge dümmlichen Geböllers zwar ein paar Affen Feuer fingen, aber leider die falschen:

Tödliches Feuer-Drama an Silvester im Krefelder Zoo: Das Affenhaus ist in der Nacht komplett abgebrannt.

Wie es sich für ein Qualitätsmedium gehört, das einen Bericht über umgebrachte Tiere als „tödliches Drama“ einleitet, wurde die Ursache auch professionell recherchiert: Ein paar Vollpaviane warfen Raketen aufs Gelände. Das wäre nicht so schlimm gewesen, wären es wenigstens die guten Raketen von Aldi gewesen, befand der Journalist – aber man warf anderes:

Und zwar nicht gewöhnliche Raketen, sondern so genannte Himmelslaternen. Die sind in Deutschland in allen Bundesländern außer in Mecklenburg-Vorpommern verboten!

Man achte daher beim Benutzen von Sprengkörpern nahe sterbfähiger Lebewesen darauf, dass man sich in Mecklenburg-Vorpommern aufhält oder die Sprengkörper dort kaufte, wo das gesetzeskonforme Abbrennen wenigstens zugesagt worden war.

Einige Affen, heißt es, blieben verschont. Da der Krefelder Zoo allerdings ohnehin seit längerer Zeit um Spenden für eine Fortpflanzungsanlage für Schimpansen bittet, glimmt der Funke einer Hoffnung, es werde Ende 2020 eine erneute Chance für das Karma geben, Affen zu entflammen.

Nächstes Mal hoffentlich die richtigen.


Die Stadt Lübeck führe, las ich, den Genderdoppelpunkt ein. Ich als progressiver junger Mensch möchte da nicht hintanstehen und führe künftig das Gendermittelfingeremoji ein.

Persönliches
Zwanzigx2 (auch nicht gut)

Jetzt in diesem Moment wird es 2020. Draußen zünden sie Geld an. Eigentlich ist jedes Datum nicht mehr als eine kalendarische Besonderheit, aber Menschen mögen Melancholie und darin bin ich gut. 2013 begann für mich immerhin mit einem Rückblick auf gewonnenes und verlorenes Glück, 2015 ging eigentlich nur eines verloren (das dafür mit Wirkung). Darin bin ich ebenfalls gut.

2019 versprach wenig und hielt vieles, es lehrte aber auch abermalige Demut im Umgang mit der Zufriedenheit. Man fühle sich gern jederzeit geliebt, gewertschätzt und bewundert, niemals aber angekommen. Die Reise geht weiter, immer weiter. Mitunter gewinnt man beim Pokern und wird auf der Rückfahrt aus dem Bus geschmissen. Was bleibt, sind die Lieder vom Straßenrand, die Eindrücke, die Gerüche, Geschmäcker von Dingen, von Menschen. Nur die Menschen selbst, sie reisen gern weiter.

Weiter als du denkst (Unplugged Live Version)

Inmitten der akustischen Weltkriegsszenarien, die Großväter und Haustiere gleichermaßen unter Tische und Betten treiben, entwickelt sich die hässliche Freude darauf, noch am Neujahrstag in den Medien hohe Zahlen weggesprengter Gliedmaßen zu lesen. Der Tag macht traditionell nichts Gutes mit mir. Melancholie war angefragt? Verzeihung, da habe ich mich verlesen. Ich dachte, es war Verbitterung gemeint.

Die blöde Onlinevideothek Netflix schlug vor, meine gesehenen Filme und/oder Serien als Beschreibung des kommenden Jahres zu verstehen. Wohl dem, dessen letzter gesehener Film nicht Braindead war! Ich nehme mir den Rat jedenfalls zu Herzen -- vielleicht lade ich das Jahr 2020 einfach auch illegal im Internet runter.

Prost Neujahr.

In den NachrichtenMontagsmusik
AnnenMayKantereit – Hinter klugen Sätzen // Von Hackdieben und SPD-Linken.

Die böllern ja immer noch!Es ist Montag. Zu meiner Erbauung kommt danach in diesem Jahr kein weiterer, zu meiner Ermüdung wird es aber anschließend weitere Jahre geben. Im Internet regt sich die Vortänzerin der Hartz-IV-Partei SPD darüber auf, dass das Internet es gar nicht witzig findet, wenn man Großeltern wahlweise als Umweltschweine oder als Nazis beschimpft. Ich mag da gar nicht mehr hingucken.

Gucke ich also woanders hin, nämlich zum „Congress“. Weil die Organisatoren des ehemaligen Hackertreffens Qualität weniger interessant finden als Quantität, gibt es in diesem Jahr nicht nur wieder sehr viele Vorträge in grauenvollem Englisch, sondern vor allem zahlreiche Diebstähle, was die Aufforderung, man möge während der Teilnahme excellent to each other sein, zu einer -- von außen betrachtet -- angenehm zynischen macht. Man könne, befand ein Kommentator, bei einer Teilnehmerzahl von über 17.000 Personen eben nicht mehr garantieren, dass keine unfeinen Zeitgenossen darunter seien. Die nahe liegende Lösung, künftig einfach wieder Hacken in den Vordergrund zu stellen und erlebnisorientierten Vielgeschlechtern mit hässlichen Politikstickern dort, wo besser Gekleidete ein Revers haben, nahe zu legen, eine andere Veranstaltung für die Stammgäste unerträglich zu machen. Vielleicht ja mal einen Parteitag der SPD oder so!

Und da sind wir dann doch wieder beim Thema: Aus dem knallrot sozialistischen Staat Venezuela, vermeldet die „FAZ“ (hier wg. LSR nicht direkt verlinkt), gebe es zahlreiche Bitten um Asyl in Deutschland. Die werden Augen machen, wenn die SPD-Linke hier den Sozialismus gestärkt hat. Deren noch vergleichsweise neue halbe Parteivorsitzende teilte derweil mit, Militäreinsätze seien für die SPD „die ultima ratio“, was eigentlich nur bedeuten kann, dass die SPD sich nicht wesentlich mehr als zwei rationes für jeden erdenklichen diplomatischen Zwischenfall offen hält.

Wenigstens in Baden-Württemberg ist man noch sicher vor solchem Geschwätz: Winfried Kretschmann, der dortige Vorzeigegrüne, gab bekannt, Baden-Württemberg müsse unbedingt Autoland bleiben. Nimm dies, Greta!

Ich nehme unterdessen was anderes, nämlich Abschied vom Jahr; diesmal mit einem guten Vorsatz, aber den verrate ich nicht mal mir selbst. Es möge stattdessen Musik die Zeit vertreiben, die zu viel verrät.

Hinter klugen Sätzen - AnnenMayKantereit

Guten Morgen.

In den NachrichtenNerdkrams
Schlanke Killerspiele für den Umweltengel!

Auf einer Seite, die (abzüglich Reklame und sonstigem Müll) mal eben zwischen einer und zwei 3,5-Zoll-HD-Disketten nahezu vollmachen würde, berichtet „heise online“ von einem computerqualitativen Initiative der Bundesregierung, die ich ausnahmsweise gar nicht mal blöd finde:

Die Bundesregierung will von 2020 an energieineffizienter, kurzlebiger und aufgeblähter Software den Kampf ansagen.

Endlich wird Blähsoftware wie Git, Visual Studio Code, Firefox und nicht zuletzt der Linuxkernel als das bewertet, was sie ist: Ineffizienter, ersetzenswerter Quatsch. Erreicht werden soll ein Umdenken mit dem einzigen Mittel, das im Jahr 2019 gegen alle Bedenken zu helfen scheint, nämlich mit der Umweltkeule:

Vom kommenden Jahr an werde das offizielle Umweltzeichen auch für Computerprogramme erhältlich sein, kündigte Marina Köhn, Green-IT-Verantwortliche im Umweltbundesamt (UBA) am Freitag auf dem 36. Chaos Communication Congress (36C3) in Leipzig an.

Wie aber anderswo bereits festgestellt wurde, gilt das ausgerechnet für Spiele nicht bedingungslos, denn diese könnten nur dann umweltfreundlich sein, wenn sie gleichzeitig auch jugendfreundlich ist:

Einen Engel etwa für gewaltverherrlichende Baller-Spiele werde es nicht geben, die Anforderungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) müssten voll erfüllt sein[.]

Das finde ich inkonsequent: Bei der Nutzung eines Texteditors habe ich persönlich schon deutlich unfreundlichere Wörter verwendet als beim bloßen Abknallen von Pixeln.

Ich kann die Verantwortlichen daher nur darum bitten, ihr Ansinnen zu überdenken: So schön ich es auch finde, dass gute Software wie ed und sam endlich politisch die Würdigung erhält, die sie verdient, so fatal ist es doch, ihre Verwendung als weniger jugendgefährdend zu betrachten als die eines ollen Spiels. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag muss dringend um eine Betrachtung moderner Programmierung erweitert, aber um den langweiligen Unsinn „Gaming“ bereinigt werden! Jugendschutz in der Digitalisierung kann nur ganzheitlich erfolgen.

Die Jugend wird es ihnen danken. :ja:

NetzfundstückePiratenpartei
Kurz angemerkt: Danke, Bomber #36c3!

Dieser Artikel ist Teil 9 von 9 der Serie Congresskrise(n)

Manchmal wünschte ich mir, die Vermutung, dass diejenigen, die die Piratenpartei (wem nützt’s?) mit inlandsfeindlichem Blödsinn unter ein Prozent der Stimmen gedrückt haben, ihre Brandrodung jetzt in anderen Wäldern fortsetzen, erhärtete sich nicht andauernd aufs Neue, denn nicht nur hat Digitalblamage, einer meiner Wenigstlieblingsvereine für/um Netzpolitik, die „Piratinnen“ absorbiert, auch der ehemalige Chaos Computer Club, der mit Computern laut eigener Verlautbarungen nichts mehr zu tun haben wolle, weil diese nicht mehr nerdig, sondern inzwischen zu „Mainstream“ seien, erhielt reichen Zuwachs aus dem Umfeld derer, die schon einmal unter Beweis gestellt haben, dass ihr politisches Engagement bevorzugt da stattfindet, wo Krieg eine hervorragende Idee ist: Enno Lenze etwa, vor vier Jahren aus der ausgerechnet Berliner Piratenpartei ausgetreten, nachdem zwei teilweise entkleidete und beschriftete Damen in Dresden dem verblichenen Sir Arthur Harris für der Bombardierung der Stadt gedankt hatten, teilte auf Twitter mit, er habe dem Publikum des „Congresses“ Valentinskarten mitgebracht, auf denen stilisiert besagter Sir Arthur Harris mitsamt dem Flirtspruch zu sehen ist, der oder die Angesprochene schmelze das Herz des Absenders „wie die Stadt Dresden“, und während mir auch nur der leiseste Hauch einer Ahnung davon, was in den vergangenen vier Jahren mit Enno Lenzes Verstand passiert ist, völlig abgeht, ist dies vielleicht eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass von „Bomber Harris“ außer Dresden auch Leipzig betroffen war und das mit dem Preisen der Kriegsvorkommnisse möglicherweise eine weniger gute Idee ist, wenn man selbst in Leipzig einer mehrtägigen Veranstaltung eines Vereins beiwohnt, der von den Besuchern fordert, man möge sich zueinander „excellent“ verhalten; außer gegenüber Ostdeutschen, was der Verein offensichtlich nur zu erwähnen vergessen hat.

In den NachrichtenWirtschaft
… aber diese Kernenergie da, die ist nicht von hier!

Der Ausstieg aus der kohlenstoffdioxidausstoßarmen „Atomkraft“ war eine ausgezeichnete Idee, man lasse sich da nichts einreden. Wir brauchen keine Kernkraftwerke. Wir haben ja erneuerb

Wegen der Abschaltung von KKP 2 werde verstärkt auf Importe aus anderen Regionen Deutschlands und aus dem benachbarten Ausland zurückgegriffen, sagte das für Technik zuständige Vorstandsmitglied des Energieversorgers EnBW, Hans-Josef Zimmer, der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“. „Wir sind überzeugt, dass wir noch eine gewisse Zeit auch Kohlekraftwerke und mittelfristig Gaskraftwerke brauchen, um zuverlässig jeden Tag 24 Stunden lang Elektrizität liefern zu können“, ergänzte Zimmer.

… Kohlekraftwerke und Kernenergie aus Frankreich! :ja:

In den Nachrichten
Heute sind wir alle Türen.

Als Frank-Walter Steinmeier, das weltweit zweitschlechteste Staatsoberhaupt, neulich auf den Kalender blickte, fiel ihm plötzlich auf, dass dieses Land, das gern für Bildung und Aufklärung stehen würde, bald wieder eines seiner albernen Feste feiern würde. Sein Beruf verlangte es von ihm, dass er, Steinmeier, sich zu solchen Anlässen aus seiner Residenz bewegen und eine Ansprache an sein Volk richten möge. Aber er hatte diesmal nichts vorbereitet!

Kein Problem, dachte Frank-Walter Steinmeier: Man hört ihm ohnehin ungern zu, da reichen ein paar griffige Sätze für die Presse. Einen Vergleich zum Beispiel – Vergleiche gehen immer! Nur womit? Unsanft stieß er grübelnd seinen Kopf an der Tür seines Ankleidezimmers an. Noch während er seine schmerzende Stirn hielt, kam ihm die Erleuchtung – die Rede war so gut wie fertig!

Die Tür, die dem Angriff wie durch ein „Wunder“ standgehalten habe, symbolisiere die gesamte Gesellschaft, weil sie für die Fragen stehe: „Sind wir stark und wehrhaft? Stehen wir genügend beieinander und fest zueinander?“

„Sind wir aus Holz? Passt mindestens ein Schlüssel in eines unserer Löcher? Kann man uns zuknallen? Wo ist unser Griff? All das, liebe Bürgerinnunbürger, müssen wir uns selbst jeden Tag aufs Neue beweisen. Nur so können wir unsere Werte bewahren.“

Das würde die Rede seines Lebens werden, dessen war er, Steinmeier, sich ganz sicher. Zufrieden lächelte er in den Spiegel. Der Spiegel lächelte nicht zurück.


Auch 2019 gilt: Wer der Kirche Geld gibt, der finanziert auch Pädophilie. Ich empfehle davon abzusehen.

In den NachrichtenMusikkritikNetzfundstücke
Die Toten Hosen – Ich bin die Sehnsucht in dir // Feinstaubweihnacht

#montagslächelnEs ist Montag. Ich sah gestern, dass es eine Zeitschrift namens „Living at home“, also „Zu Hause wohnen“, gibt. Dieses Wissen lässt mich in einem geistigen Zustand verharren, den zu beschreiben mir mit Worten unmöglich ist. Ich bitte kurz um Entschuldigung.

So, geht wieder. -- Es ist die Zeit der lästigen Jahresrückblicke. Den einzigen Jahrzehntrückblick aber, den ich 2019 für lesenswert halte, fand ich zu meinem eigenen Befremden auf Twitter: Die „Zehnerjahre“ -- allein das Wort schon! -- waren vor allem die Dekade derjenigen, die es gut gemeint, aber bei der Umsetzung alles noch viel schlimmer gemacht haben. Ähnlichkeiten zu real existierenden Personen, Gruppen oder Parteien sind sicherlich gegeben.

Apropos Ende: Gestern vor einem Jahr ließ ich mich wortreich über Menschen aus, die einmal im Jahr ausgerechnet christlich sein wollen. Nach erneuter Textbetrachtung im diesjährigen Kontext habe ich meinen damaligen Ausführungen nichts hinzuzufügen. Christoph Süß vom nicht besonders freiwillig bezahlten BR-Fernsehen („BR Fernsehen“) ist sogar schon eine Woche weiter und konstatiert, man möge das Betreiben von Feuerwerk zum Jahreswechsel unterlassen, gar verbieten: Es verstöre Tiere und verursache Müll- und Feinstaubbelastung. Bei näherer Betrachtung gilt das indes auch für das Betreiben eines Fernsehsenders. Sofern also aus Umweltgründen nicht nur Feuerwerk (zweifellos ein außerordentlich dummer Zeitvertreib), sondern auch Fernsehen endlich verboten werden sollten, schließe ich mich dieser Forderung ausdrücklich an. Schade nur, dass die Grünen vermutlich ausnahmsweise gegen dieses Verbot stimmen würden. Ohne Fernseher bekäme man von ihrem Tun doch kaum etwas mit.

Ein Blick über den Teller- bzw. Ozeanrand: In den USA haben Internetnutzer auch weiterhin das Nachsehen gegenüber „Verlagen“, „Rechteinhabern“ und sonstigen Kunstparasiten. Manches zu lesen macht nur wenig Spaß. Dagegen hilft oft nur noch die nicht lizenzierte Kopie eines Videomitschnitts eines live aufgeführten Musikstücks.

Die Toten Hosen-Heimspiel-07 Ich bin die Sehnsucht in dir

Sehnsucht, Sehnsucht.

Guten Morgen.

Mir wird geschlechtNetzfundstücke
Medienkritik in Kürze: Feministisch an die Rasse denken mit dem „SPIEGEL“.

Der Twitteraccount des „SPIEGEL“-Ressorts „Politik“ – sic! – verteilte gestern einen Artikel aus dem Ressort „Kultur“ mit einem Zitat:

Ein Feminismus, der immer noch nicht Race, Klasse, Gender konsequent mitdenkt, sondern sich von Transfrauen bedroht fühlt, der Hass gegen Transmenschen weiter anheizt, während Transwomen of Color umgebracht werden, ist nichts weiter als ein Dementor.

Denn nur, wer an die Rasse denkt, wird sich der Feministenschule Hogwarts würdig erweisen. Expecto ibuprofenam!

Wo bleibt das verdammte Verlagssterben?

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: You Guitarprayer – Art Won’t Tear Us Apart Again

You Guitarprayer - Art Won't Tear Us Apart AgainLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Bei Musikgruppen aus Köln denken manche vielleicht an die Wise Guys, andere an BAP. Zu diesen Menschen gehöre leider auch ich, weshalb ich es überaus angenehm finde, wenn dieser Auswahl etwas hinzugefügt wird, was nicht ganz so furchtbar ist. Insofern bin ich der Kölner Band You Guitarprayer sehr dankbar, deren aktuelles Album „Art Won’t Tear Us Apart Again“ (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) im November dieses Jahres ausgerechnet bei Krachladen Records erschienen ist.

Weil der Name des Albums suggeriert, man habe es hier mit weinerlich-düsterem Gitarrenkram aus den Siebzigern zu tun, überraschen You Guitarprayer mich um so positiver mit einem dichten Noiserocknetz, in dem sie es angenehm mal scheppernd („Art Won’t Tear Us Apart Again“, „Weisser Squier“), mal dröhnend („Lupus Dei“) krachen lassen, ohne zu verleugnen, dass sie das musikalische Vorbild für den Titel in- und auswendig kennen -- aber, wie ich, die sprichwörtlichen Hummeln im Hintern dann eben doch bevorzugen.

Kann man so lassen, finde ich gut.