In den NachrichtenMontagsmusik
Finnr’s Cane – Glassice

EulmeldungEs ist – ein letztes Mal in diesem Jahr – Montag. Der hackerfeindliche Fachkongress der Nägellackierer wurde mit wenig Kritik ordnungsgemäß abgewickelt, nächstes Jahr dann Stuhlkreise gegen die AfD. Draußen knallen sie schon wieder.

Apropos Knall: In Kalifornien wurde angeblich ein Frauenmarsch abgesagt, weil die Teilnehmerinnen zu weiß gewesen wären. Wenn das die Zukunft derer ist, die es schon gut und richtig finden, dass der „Congress” als Hackertreffen nicht mehr zu gebrauchen ist, dann habe ich vor dieser Zukunft nur die Angst, dass mich all das Popcorn in Gesundheitsprobleme treiben wird.

Die vorherrschende Aufgabe anders organisierter Religion scheint es derweil auch dann zu sein, ihren eigenen Einfluss zu vergrößern, wenn gar keine Steuern dafür in Aussicht gestellt werden. Allmählich steht mir der Sinn danach, unmissionierte Völker unentgeltlich zu bewaffnen. Der Kongo tut mir heute noch leid. Ein wenig gemein haben diese Leute mit Linuxjüngern, deren Postulat ungefähr lautet, dass mehr Leute Linux nutzen müssen, damit mehr Leute Linux nutzen. Es sind ja immer die kleinen Erfolge im Leben. Hundert Prozent der Linuxspenden gehen an SJW-Projekte, denn die sind bekanntlich bedeutsamer als die Entwicklungsarbeit. Was genau war noch mal die Ursache für diesen „Fachkräftemangel”? Es ist zum Speien.

Sonst so: Magnus Carlsen bleibt Weltmeister im Blitzschach. Wenigstens eine Konstante in dieser spiralenvollen Zeit. Nein, es gibt natürlich noch eine zweite, nämlich die Musik. Text gibt es zwischen den Jahren schon genug, es muss auch mal ohne gehen.

Finnr's Cane – Glassice

Guten Morgen.

Netzfundstücke
Nachtrag zum #35c3: Wahrheit ist rechts, Parteien sind gut.

Dieser Artikel ist Teil 7 von 7 der Serie Congresskrise(n)

Nachdem der unerträgliche Europaparlamentskandidat Nico Semsrott im Rahmen des „Hackertreffens” („SPIEGEL ONLINE”) in Leipzig ein wenig Wahlwerbung für sich machen durfte, guckte sich das CCC-Exmitglied Fefe auch mal an, was auf dem „Congress” eigentlich vor sich geht:

Mir ist im Programm aufgefallen, dass da so ein halbes Dutzend Vorträge von Netzpolitik.org-Personal bestritten wird (je nach dem wie man das zählt). (…) Die Neutralität des CCC war eigentlich immer ein hohes Gut. Netzpolitik.org steht traditionell den Grünen nahe.

Das fanden die Drogendealer vom „Congress” doch etwas unfair, denn dass das schräge Personalityblog „Netzpolitik.org”, dessen antiliberaler Chefredakteur bis heute bei den Grünen ist, dürfe man so doch nicht sagen:

Mir wurde mitgeteilt, dass ich hier Propaganda der Identitären befördere, wenn ich schreibe, Netzpolitik.org sei traditionell Grünen-nahe.

Alles Nazis hier. Alete, Alete, Antifascista. Auf Twitter wurde mir erklärt, dass der „Congress” doch eine sehr nützliche Veranstaltung sei, denn dort bekommen diejenigen, die in Physik immer geschlafen oder geschwänzt haben, das Schulwissen noch mal nachgetragen. Sahne in der Jauche.

Ich brauch’ Urlaub.

In den NachrichtenWirtschaft
Medienkritik in Kürze: Die ärmste Generation

Auch in der Zeit nach Weihnachten, so werden wir fortwährend informiert, gebietet es die Nächstenliebe, den Ärmsten unsere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Etwa Kindern in Kriegsgebieten oder Obdachlosen? Nein, Patrick Herger von der NZZ hat da einen anderen Vorschlag:

Viele 20- bis 35-Jährige müssen auf teure Markenprodukte verzichten, weil sie sich diese nicht leisten können.

Elend? Hungersnot? Pah, über die wahren Probleme spricht natürlich mal wieder niemand. Die sind doch unten durch bei ihren Freunden, so ohne iPhone!

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: Somali Yacht Club – The Sea

Lange nichts mehr über Musik geschrieben.

Manchmal durchschreiten Musikalben mein Radar, die zwar altbekannten Mustern folgen und darum nicht erwähnenswert genug für Bestenlisten sind, aber trotzdem positiv auffallen. „The Sea” ist so ein Musikalbum. Die Urheber desselben sind die drei Musiker vom Somali Yacht Club, einer ukrainischen Post-Metal-Kapelle, die seit 2010 existiert und bisher erst zwei Studioalben in LP-Länge veröffentlicht hat, eines davon – nämlich „The Sea” (Amazon.de, Bandcamp.com, TIDAL) – erst Anfang 2018.

„You got what you wanted – isn’t it enough?” (Blood Leaves a Trail); aber so böse die Texte zum Teil auch sind, die Musik kümmert’s nicht: Weitgehend höre ich sicherlich gut gemachten Postrock mit treibendem Bass und schwebendem Gesang.

Besonders auffällig erschien mir das für dieses Album ziemlich treffend benannte „Hydrophobia”, was nicht nur Griechisch ist und die Angst vor Wasser bezeichnet, sondern auch ein Stück auf „The Sea” ist und die Brücke zum Postpunk schließt. Genres, Rhabarber.

Kein ungewöhnliches Album – aber sicher auch kein schlechtes. Nehme ich mit.

KaufbefehleMusikkritik
Musik 12/2018 – Favoriten und Analyse

Dieser Artikel ist Teil 21 von 21 der Serie Jahresrückblick

Ach je, schon wieder haben wir es mit einem Jahresende zu tun! In einer Zeit schwindender Gewissheiten bleibt jedenfalls die, dass dies eine gute Gelegenheit ist, um zum zweiten Mal in diesem Jahr auf die empfehlenswertesten Musikalben 2018 zurückzublicken. Während die Jugend immer noch Podcasts hört, die doch heutzutage eigentlich Phonecasts heißen müssten, gebe ich mich lieber der wahren Kultur hin. „Nicht jedes Gequiek”, befand einmal Ulrich Erckenbrecht, „ist Musik”. So halte ich es selbstverständlich ebenfalls.

Der Kalender hinderte mich erneut nicht daran, im vergehenden Halbjahr ungeduldig und darum vorzeitig auf die aktuellen Studioalben von Abraham, Árstíðir, Monophonist, VAK und Träden hinzuweisen. Kunden, die das kauften, kauften auch…

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In den NachrichtenWirtschaft
O du fröhliche: Zwei Meldungen.

„tagesschau.de”, 24. Dezember 2018, 10:42 Uhr:

Seit Oktober sind laut der Wohnungslosenhilfe neun Menschen, die auf der Straße lebten, vermutlich durch die niedrigen Temperaturen ums Leben gekommen. 2017 wurden im selben Zeitraum nur drei Kältetote erfasst.

„tagesschau.de”, 24. Dezember 2018, 15:39 Uhr:

Das Weihnachtsgeschäft hat nach Angaben des Handelsverbandes Deutschland in der vergangenen Woche deutlich angezogen. Jeder dritte Händler in den Metropolen zeigte sich zufrieden mit den Umsätzen.

Hauptsache, das Wachstum stimmt.

In den NachrichtenMontagsmusik
Greta Van Fleet (live) // Frohes Fest, hier keine Daten!

"Laaaaast Christmas, I gaaaaave you..."

Es ist Montag. Zumindest wäre das eine logische Erklärung für das milde Unwohlsein, das sich gerade („krat”, wie junge Menschen oft sagen) einstellt, ganz sicher bin ich mir aber nicht. Wer weiß mehr? Weiß jemand mehr? Wo bleibt mein Kalenderpanda?

Mir war jedenfalls, als finde heute „Heiligabend” statt, traditionell ja eines dieser Feste, auf die man auf mehr als nur eine Ebene vielleicht manchmal lieber gern verzichten würde. Manche Blogger versuchen sich in Kompensation dank „guter Ratschläge”: Wenn man schon der Computerheini auf der Familienfeier ist, dann kann man sich doch auch gleich nützlich machen und das uncoole Windows durch den Linuxplunder ersetzen. Da freuen sich dann hinterher aber sicher alle, wenn der Computer zwar wieder funktioniert, aber alle Daten weg sind. Wenn man aber ganz besonders gründlich ist und auch die Mobiltelefone optimiert, hat man danach wenigstens eine Weile seine Ruhe. So ähnlich scheint auch die Deutsche Bahn zu ticken, deren Vorstand im Sinn hat, Fahrkarten für Fernzüge künftig nur noch „digital” – das ist das Trottelwort für „übers Internet” – zu verscherbeln. Es gibt ohnehin zu viele Rentner in diesen Abteilen. Andererseits berichtet das der „Tagesspiegel”, der sich nicht unbedingt dadurch hervortut, gelesen wollen zu werden: „Trump muss weg!”, denen kann das Verlagssterben auch nicht mehr schnell genug gehen.

Apropos „digital”: Warum man Slack (eine Art IRC mit mehr bunten Bildchen für Computerilliteraten) lieber nicht nutzen sollte, nämlich unter anderem wegen der elenden JavaScript-Basis und der Tatsache, dass es auch für „Teams” auf zentrale Server setzt, die wohl US-amerikanischer Gesetzgebung unterliegen, habe ich in manchen Gesprächen bereits in der Vergangenheit angemerkt, dennoch hat es sich in manchen Unternehmen als Kommunikationswerkzeug durchgesetzt. Überraschend stellte sich jetzt heraus, dass Slack Menschen rauswerfen kann, von denen es fälschlicherweise glaubt, sie hätten irgendwas mit dem Iran zu tun, womit ihre Nutzung eines in den USA beheimateten Onlinedienstes gegen Handelsbeschränkungen verstoßen täte. („Handel” habe ich mir ja auch immer anders vorgestellt.) Tut ihnen jetzt ja auch leid, das alles. Warum genau will man so was noch mal haben?

Popkultur kriegt man ja auch nicht mehr tot; Rock’n’Roll allerdings auch nicht. Ist dafür noch ein Beleg notwendig? Na gut – hier, bitteschön:

Greta Van Fleet – Lover, Leaver (Taker, Believer) (Live)

Guten Morgen.

Persönliches
Saisonchristen

Es erscheint mir, vorsichtig ausgedrückt, als bizarr, wenn Menschen, die man im Alltag als vernünftige Personen wahrnimmt, wegen der Kinder

  • wenigstens einmal jährlich in die Kirche gehen und sich einem „Schöpfer” andienen, als lernten Kinder dort wertvolle Lektionen,
  • (welche zumeist ausgerechnet diejenige Kirche ist, der man jedenfalls männliche Kinder nur aussetzen sollte, wenn man eine Videokamera hat und Geld braucht,)
  • nachdem sie zuvor wochenlang unter Ignoranz „ihres Glaubens” (Mt 6,24) von Geschäft zu Geschäft gehastet sind, um Krempel zu kaufen,
  • was sie aufgrund völliger Missachtung der Tatsache, dass Germanien nicht freiwillig mit der Vielgötterei aufhörte, mit der „abendländischen Tradition” begründen,
  • die sie darüber hinaus freilich nur auszugsweise interessiert, weshalb sie mit den meisten Dingen, die ihre Tradition traditionell bestrafen lassen würde, nicht mal an Weihnachten ein Problem haben,
  • und, als sei das nicht schlimm genug, selbigen Kindern eine kreative Form von Umweltschutz vorleben, indem sie Nadelbäume ins Wohnzimmer stellen. Jesus hätte das so gewollt.

Manchen Eltern sollte man aus Jugendschutzgründen die Religion entziehen.

In den NachrichtenNetzfundstücke
Was es zum „SPIEGEL” noch zu sagen gibt

Einen günstigeren Zufall als die „plötzliche” Entdeckung jahrelang erzeugter und verbreiteter fake news und deren Aufbereitung in einer größer werdenden Reihe an eigenlobenden Artikeln (hier: durch Text unterbrochenen Werbeflächen) in Druck- und Digitalform bei gleichzeitig kalkulierbar steigender Interessenten- und damit Geldbringerzahl konnte es für das Magazin mit den undifferenzierten Hass- und Hetztitelseiten im für die meisten Zeitschriften sehr ungemütlichen Jahr 2018 kaum geben.

In den NachrichtenNerdkramsWirtschaft
Trollstufe: Amazon

Hihi:

Auf die Nachfrage eines Echo-Nutzers nach den von ihm gespeicherten Daten hat Amazon ihm rund 1.700 Audiodateien einer völlig fremden Person ausgehändigt. (…) Der betroffene Echo-Nutzer bekam als Entschädigung eine kostenlose Prime-Mitgliedschaft und zwei Echo-Lautsprecher.

Man kann Amazon – gelegentlich zu Recht – manches vorwerfen – für humorlosen Kapitalismus steht der Konzern aber nachweislich nicht.

NetzfundstückeWirtschaft
Kurz angemerkt zu Pascal Meiser

„Es ist doch obszön” (P. Meiser), dass Pascal Meiser, Bundestagsabgeordneter für die „Linke” (die Anführungszeichen kann ich gar nicht groß genug setzen), auf dessen Website zurzeit unter anderem mehrere Verweise auf sein Facebookprofil – Facebook, dessen Gründer zurzeit die drittreichste Person des Planeten ist, ist dasjenige US-amerikanische Unternehmen, das unter anderem Netflix, Spotify und Banken (Banken!) in den „privaten” Nachrichten seiner Kunden herumlesen, -schreiben und -löschen lässt – zu finden sind, als sei die Förderung von Kapitalismus aus Gründen der convenience plötzlich nicht mehr erwähnenswert, gleichzeitig auf Twitter, dessen Erfinder ebenfalls mehrfacher Milliardär ist, darüber klagt, dass „Amazon-Chef Bezos” (ebd.) zum reichsten Mann „der Welt” geworden sei, während dessen Angestellten zum Fest des Geldverschleuderns nicht mal Geschenke kaufen könnten, aber die Transferleistung, dass das Konzept des Geschenkekaufens aus kalendarischem und nicht etwa herzlichem Anlass allgemein nicht als gegeben hingenommen, sondern täglich wieder hinterfragt werden sollte, nein: muss, zu erbringen nicht imstande und/oder willens ist; als wäre es notwendig, dass man am Jahresende überdurchschnittlich viel Geld für irgendwelchen Trödel ausgibt, den man dann Menschen schenken wird, denen man außerhalb solcher terminlicher Verpflichtungen keineswegs irgendeine geldwerte Freude machen möchte, denn sonst bräuchte man diese Tradition ja nicht.


Hässlicher Begriff des Tages: Kriminelle Cyberinfrastruktur.

Sonstiges
Medienkritik CXIV: Vier Titelblätter zwischen Glitzer und Gesetzeshorst

Bei einem Gang in den örtlichen Kiosk lässt sich ein Blick ins Zeitschriftenregal selten ganz vermeiden. Oft versprechen bereits die Titelseiten der ausliegenden Zeitschriften kaum enden wollende Unterhaltung im Mittelteil, erzählen aber auch schon ohne einen Kauf ihre ganz eigenen Geschichten.

So titelt etwa die Redaktion der „myself” („Wir machen Frauen stark”) auf der Januarausgabe:

Wie aus einer Party ein Ereignis wird

Im Duden, dem allgemein akzeptierten abbildenden Wörterbuch der gegenwärtigen deutschen Sprache, ist ein Ereignis als „besonderer, nicht alltäglicher Vorgang” definiert, womit jedenfalls mir auch ohne Reingucken die Antwort klar ist: Einfach nicht jeden Tag feiern!

Aber wenn, dann richtig, findet die Titelredaktion der „Jolie” (Januar/Februar 2019), deren Fabrikat zumeist in Spuckweite der „myself” liegt, nämlich mit ordentlich Glitzer!

Party! Mit Glitzer!

Ob es etwas mit dem Glitzern zu tun hat, dass auch erfolgreiche Frauen manchmal traurig sind?

Auch glitzernde Frauen weinen manchmal.

Man stelle sich eine starke Frau in Businessklamotten vor, die schillernd funkelnd im Büro sitzt und weint. Das macht doch gar nicht richtig traurig.

Selbstverständlich ist das aber ein nicht sehr feministischer Umgang mit diesem Thema, wie das dritte Magazin in diesem Beitrag jederzeit zu beharren bereit sein dürfte: Das noch aktuelle „Missy Magazine” – immer noch nicht pleite – überzeugt neben einem wunderschönen Titelbild, das ein geradezu verführerisch guckendes Wesen zeigt, mit einem Namenswitz („Ein Horst von Gesetz”, haha, weil, hihi, prust, nur Dumme heißen so, lölchen) ebenso wie mit dem Modetrend für 2019:

Brustkrebs - Flat & Fabulous

„Brustkrebs – Flat & Fabulous”, da möchte man doch glatt auch welchen haben.

Überzeugt hat mich in diesem Monat aber einzig das Magazin „BROT”, das auf seiner Januarausgabe zutreffend feststellt: „Traditionell lecker – Das Bauernbrot ist Brot des Jahres 2019”.

Traditionell lecker

Mahlzeit.

ComputerIn den NachrichtenMontagsmusik
Art Brut – Kultfigur

"Guck nicht. Bring mir Kaffee!"

Es ist Montag. Das ging aber wieder schnell! Andererseits ist wahrscheinlich die „Digitalisierung” nicht ganz unschuldig, wie Scott Adams schon 2010 feststellte: „Wir” werden immer mehr zu passiven Konsumenten, weil „uns” die Geduld fehlt, selbst etwas beizusteuern. Warum dann trotzdem jeder Tag sich seit Jahren zu ziehen scheint, kann nicht einmal mehr Stephen Hawking beantworten. Mit 3D-Köpfen kann man Gesichter simulieren. Wir leben in wechselhaften Zeiten.

Andere bewegen sich hingegen weniger: Politiker von CDU und CSU sind auch weiterhin gegen die Forderungen von CDU und CSU. Das kann ich einerseits verstehen, andererseits würde ich damit wahrscheinlich etwas konsequenter umgehen, aber ich bin auch Idealist und kein Vollidiot. CDU, F.D.P. und SPD („Opposition”) stimmten letzte Woche in Nordrhein-Westfalen auch dafür, dass jeder Passant anlasslos kontrolliert werden darf. Das muss dieser „Linksruck” sein, den die erneuerte SPD zu ihrem Markenkern gemacht zu haben glaubt.

Apropos „digital”: Vor ein paar Jahren war das schwächste Glied in der Kette „Mensch – Haustiere – Haushaltsgeräte” noch das Haushaltsgerät. Inzwischen scheint es der Mensch zu sein. Bei der Vorbereitung auf die sich so abzeichnende Apokalypse hilft vielleicht ein wenig von ihr ablenkende Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: „Meucheln” klingt so subjektiv.

Nachdem sich anscheinend herumgesprochen hat, dass „Ausschalten” als Euphemismus für das Kaltmachen von Menschen nicht mehr so gern gesehen ist, fällt den Medien wieder ein, dass französische Lehnwörter früher en vogue waren, und sprechen folgerichtig vom „Neutralisieren”, wenn sie darstellen möchten, dass ein Bösewicht abmurksenderweise um die Ecke gebracht wurde.

NetzfundstückePolitik
Leben Rechte gesünder?

Angenommen, die Unternehmen hinter den Marken McDonald’s, Coca-Cola, Pepsi, fritz-kola und Vita Cola möchten mit ihrer öffentlichen Distanzierung erreichen, dass Linke bei aller Kritik an den teilweise fragwürdigen Geschäftsmethoden wieder ihre besten Kunden werden (was teilweise zu fruchten scheint): Was sagt das eigentlich über den Zusammenhang zwischen „Antifaschismus” einer- und Diabetes, Karies und Fettleibigkeit andererseits aus?