NerdkramsSpaß mit Spam
Die Tele­kom möch­te auf mei­ne Daten aufpassen.

Gro­ße Sor­ge bei der Deut­schen Tele­kom, die einen Teil mei­ner Inter­net­kon­nek­ti­vi­tät – oft merk­lich gegen ihren Wil­len – ver­wal­ten muss: Ihr sei, teilt ent­we­der sie oder jemand mit hin­rei­chend guten Kon­tak­ten zu ihr in einer E‑Mail mit, auf­ge­fal­len, dass ich mei­ne E‑Mail-Adres­se (die sie ohne tech­ni­sche Not­wen­dig­keit „ken­nen muss”) noch gar nicht bestä­tigt habe, so dass sie gar nicht so genau weiß, ob ich wirk­lich ich bin.

Dar­um, stellt sie in die­ser somit viel­leicht gar nicht mich errei­chen­den E‑Mail fest, sol­le ich die Bestä­ti­gung schnell­stens nach­ho­len, denn der Schutz mei­ner Daten kön­ne nur erfolg­reich statt­fin­den, wenn ich mei­ne Daten über­haupt rausrücke.

Guten Tag XXXXXXX, bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse XXXXXXX.de für noch mehr Datenschutz. Somit versichern Sie uns mit nur wenigen Klicks, dass Sie es sind und sorgen gleichzeitig für optimale Datensicherheit.  Freundliche Grüße Ihre Telekom

Ich fürch­te, die wenig­sten Kun­den der Tele­kom wer­den die Logik­lücke zwi­schen dem Her­aus­ge­ben von Daten und dem des­we­gen ver­meint­lich bes­se­ren Daten­schutz ohne Wei­te­res erken­nen. Die Idee dahin­ter ist aber sehr sym­pa­thisch, ich wer­de sie über­neh­men: Wenn ich künf­tig die Kon­takt­da­ten einer attrak­ti­ven Zeit­ge­nos­sin zu erlan­gen hof­fe, wer­de ich sie schlicht dar­auf hin­wei­sen, dass die Nicht­über­rei­chung schlecht für den Daten­schutz ist. Auf Daten, die ich nicht habe, kann ich ja nicht aufpassen.

Ob das wohl funktioniert?


Merk­wür­dig: Ich habe nur kurz die Nach­rich­ten gele­sen und möch­te plötz­lich inten­siv über Atom­kraft diskutieren.

NerdkramsPersönliches
Daten­schutz kann Leben ret­ten, denn Kör­per sind Privatsache.

Zu mei­nen zahl­rei­chen anstren­gen­den Eigen­schaf­ten – eini­ge mei­ner Leser sind ver­mut­lich kaum über­rascht – zählt mei­ne Intro­ver­si­on (mein­ten Sie: Intro­ver­tiert­heit?), die sich unter ande­rem dar­in äußert, dass es mir men­tal miss­fällt, mich in sozia­le Situa­tio­nen ins­be­son­de­re mit Betei­li­gung Frem­der ein­zu­brin­gen. Die Wis­sen­schaft ist der Ansicht, das sei mög­li­cher­wei­se gene­tisch bedingt und damit nicht dau­er­haft kurier­bar. Als Poli­ti­ker wäre ich eine Nie­te, aber zum Glück bin ich anson­sten ein groß­ar­ti­ger Typ vol­ler Charme, Esprit und gutem Aus­se­hen. Ich wür­de das gern bele­gen, aber dar­auf habe ich kei­ne Lust.

Ande­re haben mit der Selbst­prä­sen­ta­ti­on weni­ger Schwie­rig­kei­ten, foto­gra­fie­ren ihren eige­nen Kör­per unbe­klei­det und spei­chern das Ergeb­nis dann nicht etwa dort, wo sie allein über des­sen Ver­brei­tung ent­schei­den kön­nen, son­dern auf einem Com­pu­ter ande­rer Leu­te („Cloud”). ‘Daten­schutz kann Leben ret­ten, denn Kör­per sind Pri­vat­sa­che.’ weiterlesen »

MontagsmusikNetzfundstücke
Big Big Train – The Tran­sit of Venus Across the Sun // Rech­te Vulkane

Huiiiii!Es ist Mon­tag. Es scheint ein Wiki der­je­ni­gen Din­ge zu geben, die die Mensch­heit nicht weiß. Ich fin­de das ja oft inter­es­san­ter als das, was sie bereits weiß, denn das weiß auch ich ja schon.

Sig­mar Gabri­el, des­sen Feh­len in der frei­en Wirt­schaft, in der tat­säch­lich Arbeit gelei­stet wer­den müss­te, eine Lücke hin­ter­las­sen wür­de, die ihn voll­stän­dig erset­zen könn­te, fin­det, die­je­ni­gen, die nicht Sig­mar Gabri­el sind, soll­ten mehr arbei­ten. Ich bin von der SPD viel fürch­ter­li­chen Scheiß­dreck gewohnt, aber da feh­len selbst mir gera­de die Wor­te. Zum Glück gibt es Emojis.

Aber, ach!, es droht auch hier Unge­mach: Hier­zu­lan­de poten­zi­ell rechts­ex­trem sei­en, spie die bun­des­mi­ni­ste­ri­al geför­der­te Ama­deu-Anto­nio-Stif­tung („Ama­deu Anto­nio Stif­tung”, Lek­to­rat kostet halt Geld) via „Belltower.News” ins Web hin­ein, die Emo­jis „Dau­men hoch”, „Dau­men run­ter”, „gebro­che­nes Herz”, „Face­palm”, „abweh­rend gekreuz­te Arme”, „wüten­des Emo­ji”, „lachen­des Emo­ji” (mit und ohne Lach­trä­nen), „sich erbre­chen­des Emo­ji”, „mas­kier­tes Emo­ji”, „Stopp­zei­chen”, „abweh­ren­de Hän­de”, „rotes Kreuz”, „aus­ge­streck­ter Arm”, „100”, „Gesicht mit Herz­chen­au­gen”, „Kack­hau­fen”, „Auber­gi­ne”, „Pfir­sich”, „Was­ser­trop­fen”, „Schlan­ge”, „Schwein”, „Zie­ge”, „Rat­te”, „Ente”, „Schaf”, „Kuh”, „Affe”, „Frosch”, „Clown”, „Hot­dog”, „Bana­ne”, „Vul­kan”, „beten­de Hän­de”, „Mit­tel­fin­ger”, „Faust”, „Zun­ge”, „Bom­be”, „Mes­ser”, „Was­ser­pi­sto­le”, Farb­flecken, blaue Her­zen und sämt­li­che Emo­jis mit erkenn­ba­rer sexu­el­ler Ori­en­tie­rung. Viel­leicht soll­te ich also doch lie­ber kei­ne Emo­jis nut­zen; was ich beson­ders des­halb bedau­re, weil min­de­stens ein geeig­ne­tes Emo­ji, um mei­ne Ein­stel­lung gegen­über Sig­mar Gabri­el zu kom­mu­ni­zie­ren, durch­aus Teil der Liste wäre.

Ich mei­ne natür­lich den Wassertropfen.

So many words left unsaid, so many deeds left undone.

The Tran­sit of Venus Across the Sun by Big Big Train

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Wie Ede­ka ein­mal Wla­di­mir Putin ein Schnipp­chen schlug

Jetzt wird es ernst, jetzt ist Russ­land so gut wie besiegt: Ede­ka nennt sein „Ice Snack Sand­wich Mos­kau­er Art” – der Ken­ner fragt sich, war­um es eigent­lich noch „Mos­kau­er Art” und nicht „Mos­cow Style” heißt – künf­tig „Ice Snack Sand­wich Mos­kau­er Art Kie­wer Art”, was lustig ist, weil „Kiew” der rus­si­sche Name von Kyiv ist.

Zit­tert Putin schon?

(via Red­dit)

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Unech­te Viel­falt auf dem Reichstag

§ 1306 BGB:

Eine Ehe darf nicht geschlos­sen wer­den, wenn zwi­schen einer der Per­so­nen, die die Ehe mit­ein­an­der ein­ge­hen wol­len, und einer drit­ten Per­son eine Ehe oder eine Lebens­part­ner­schaft besteht.

SPD:

Der Bun­des­tag hat erst­mals die Regen­bo­gen­flag­ge gehisst, die mit ihren sechs bun­ten Strei­fen als Sym­bol der quee­ren Com­mu­ni­ty gilt und für Tole­ranz steht. (…) Bun­des­tags­prä­si­den­tin Bär­bel Bas (SPD) hat­te die Flag­gen­hissung am Reichs­tag im Juni ange­kün­digt und erklärt, dies wer­de die Sicht­bar­keit des Bekennt­nis­ses zu Viel­falt und Diver­si­tät noch ein­mal deut­lich erhöhen.

Alles klar: Ein Bekennt­nis zu Viel­falt und Diver­si­tät gibt es nur, wenn man „queer” auf die Viel­falt und Diver­si­tät schreibt und das Bekennt­nis nie­man­des Wer­te stört. Fah­nen­schwin­gen sieht auf Fotos gut aus und man muss im Bun­des­tag nicht erst um Mehr­hei­ten rin­gen. Mit dem wir­kungs­lo­sen Schwin­gen von Fah­nen ken­nen sich die Deut­schen ja vor­treff­lich aus.


Die Stadt Kiel lässt mit­tei­len: Dro­gen­to­te hei­ßen jetzt „ver­stor­ben­de Dro­gen­ge­brau­chen­de”. Ver­ste­he ich nicht: ab dem Zeit­punkt des Ein­tritts des Todes gebrau­chen sie doch gar nichts mehr.

In den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückePolitik
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 21. Juli 2022

Fach­kräf­te­man­gel? Kein Pro­blem, sagt Huber­tus Heil (SPD) und dekla­riert ein­fa­che Arbeits­kräf­te (i.e. Arbei­ter ohne Berufs­aus­bil­dung) flugs zu Fach­kräf­ten um.


Was ja auch vie­les erklärt: dass eng­lisch­spra­chi­ge Blogs emp­feh­len, dass man sich in sei­ner schrift­li­chen Digi­tal­kom­mu­ni­ka­ti­on (trotz des zumin­dest prin­zi­pi­ell unbe­grenz­ten Plat­zes) kurz fas­sen möge, weil Men­schen nicht gern lesen.


Dem Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt ist die­se neu­zeit­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­form auch nicht geheu­er, sicher­heits­hal­ber beschloss es daher, dass nur Jour­na­lis­mus sein darf, was Bäu­me umbringt (Archiv­ver­si­on). Ber­lin halt.


Karel Gott („der ein­zi­ge Sohn von Karel Gott”, Wiki­pe­dia) hat 1969 „Paint It, Black” geco­vert und das sogar gar nicht mal schlecht. Pah, Bie­ne Maja – wer ist das schon?


Mike Kuketz und wei­te­re Daten­schutz­in­ter­es­sier­te kla­gen gegen die Deut­sche Bahn, weil die Deut­sche Bahn kei­ne Lust auf den Daten­schutz ihrer Kun­den hat. Obwohl ich das gut fin­de, habe ich schon jetzt kei­ne gro­ße Lust dar­auf, her­aus­zu­fin­den, wie hoch die näch­ste Preis­er­hö­hung wohl aus­fal­len wird, weil der Pro­zess so teu­er gewe­sen sein wird.


Hihi: „Fru­strier­ter Femi­nist, fro­he Frau.”

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Hiroe – Wrought

Hiroe - WroughtLan­ge nichts mehr über Musik geschrieben.

Hiroe ist eine fünf­köp­fi­ge Postrock­band aus Penn­syl­va­nia, deren Bass natür­lich von einer Frau gespielt wird. Irgend­wann wer­de ich her­aus­fin­den, war­um – auf­fal­lend oft nied­li­che (ich berich­te­te) – Frau­en in die­sem und art­ver­wand­ten „Gen­res” fast aus­nahms­los den Bass spie­len und Män­ner die Gitar­ren. Viel­leicht ist das so ein Gefühls­ding. Hiroe jeden­falls war­fen Anfang Juli 2022 ihr Debüt­al­bum „Wrought” (Bandcamp.com, Amazon.de) auf den Markt, das ich auf­grund sei­ner Lauf­zeit von etwa 27 Minu­ten aller­dings eher EP nen­nen möch­te. Verbietet’s mir doch!

Inspi­riert las­sen haben sich die Musi­ker, schwallt der Pres­se­text, von gro­ßen Namen „wie” pg.lost, Mog­wai und God Is An Astro­naut, wobei Nuan­cen wie die ange­nehm unauf­fäl­li­ge Elek­tro­nik in Stücken wie „Black Moun­tain” (kurz den­ke ich an Menis­cus) erfreu­li­che eige­ne Akzen­te set­zen. Natür­lich ist „Wrought” trotz­dem im Wesent­li­chen ein übli­ches Postrock­al­bum. Das alte Laut-lei­se-Spiel, Gitar­ren­breit­wän­de, kein Gesang.

Und des­we­gen mag ich es.

HIROE – Black Moun­tain (Offi­cial Video)

Im an guten Postrock­al­ben bis­her armen Jahr 2022 freut mich ein sol­cher Licht­blick beson­ders; nur das merk­wür­di­ge Ende des letz­ten Stückes „Doom Moon” (fade-out, dann ein völ­lig über­flüs­si­ges und zu lan­ges Schlag­zeug­stück – das hät­te man auch weg­las­sen kön­nen) hält mich von bedin­gungs­lo­ser Begei­ste­rung ab. Aber schön ist’s halt anson­sten schon.

Netzfundstücke
Lecker Krab­bel­vie­cher

Hie­si­ge – wie auch austra­li­sche – Wald­amei­sen schmecken, wie wir wis­sen, ein wenig nach Zitro­ne. Weil aber das Ver­spei­sen von Wald­amei­sen hier­zu­lan­de nur mäßig weni­ger beliebt ist als das Benut­zen grund­le­gen­den mensch­li­chen Bewusst­seins vor dem Absen­den einer Nach­richt im Inter­net, wäre die­se Infor­ma­ti­on wahr­schein­lich nicht so inter­es­sant, hät­ten nicht die Anhän­ger des Gins, eines scheuß­lich schmecken­den Schnap­ses auf scheuß­lich schmecken­der Wachol­der­ba­sis, die auch den Mond trin­ken wür­den, wenn man sie lie­ße, eine ganz tol­le Ent­deckung gemacht:

Die oran­ge­nen Amei­sen sind eng ver­wandt mit der hier bekann­ten schwar­zen Amei­se. Aller­dings unter­schei­den sie sich in einem ent­schei­den­den Punkt. Wäh­rend es wirk­lich etwas bizarr wäre, schwar­ze Amei­sen in ein Getränk zu mischen, gilt die oran­ge­far­be­ne Art als Deli­ka­tes­se. Sie riecht und schmeckt nach Oran­ge und kann des­halb wie eine her­kömm­li­che Pflan­ze als Zutat betrach­tet werden.

Das Pürie­ren und Trin­ken schwar­zer Amei­sen wäre in der Tat etwas bizarr. Oran­ge­far­be­ne Amei­sen hin­ge­gen zu pürie­ren und trin­ken ist nur kon­se­quent. Riecht und schmeckt ja wie Obst. Ist eine Zutat.

Ich hal­te das ja für eine Schnaps­idee.

In den NachrichtenWirtschaft
Arm­sein ist rechtsradikal

Kur­ze Durch­sa­ge von Innen- und Hei­mat­mi­ni­ste­rin Nan­cy Fae­ser, SPD:

Fae­ser mahn­te zugleich, aus der poli­ti­schen Mit­te her­aus soll­ten nicht die Äng­ste derer befeu­ert wer­den, die von den stei­gen­den Prei­sen beson­ders hart getrof­fen wür­den. Ver­ant­wor­tungs­vol­le Sozi­al­po­li­tik sei „die Vor­aus­set­zung, um unse­re Gesell­schaft zusam­men­zu­hal­ten und auch um die inne­re Sicher­heit zu schützen”.

Die beste Ampel­re­gie­rung, die die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land je hat­te, schließt sich also mit ande­ren Staa­ten zusam­men, um „Sank­tio­nen” gegen „den Rus­sen” zu ver­hän­gen, wor­auf­hin „der Rus­se” Rekord­ge­win­ne ein­fährt, so dass die „Sank­tio­nen” vor allem den hie­si­gen Armen scha­den, und warnt jetzt „die Mit­te” – wen mei­nen sie? – davor, sich zu deut­lich dafür ein­zu­set­zen, dass die­se Armen den kom­men­den Win­ter noch über­le­ben, denn das stö­re den „Zusam­men­halt” – wel­chen? – der „Gesell­schaft” und sei for­mell auch nichts ande­res als eine Coronaverschwörungsdemonstration:

„Natür­lich besteht die Gefahr, dass die­je­ni­gen, die schon in der Coro­na­zeit ihre Ver­ach­tung gegen die Demo­kra­tie her­aus­ge­brüllt haben und dabei oft­mals Sei­te an Sei­te mit Rechts­ex­tre­mi­sten unter­wegs waren, die stark stei­gen­den Prei­se als neu­es Mobi­li­sie­rungs­the­ma zu miss­brau­chen versuchen.”

Demo­kra­tie ist Erfrie­ren für die inne­re Sicher­heit im Vater­land. Ich verstehe.

Die Abkür­zung SPD ste­he (unter ande­rem) für „Sozia­le Poli­tik für Dich”, fasel­ten Pla­ka­te im jüng­sten Bun­des­wahl­kampf, mein­ten das aber anschei­nend nicht ernst. Hof­fent­lich bringt bald mal jemand eine sozia­le Par­tei raus.


Nach­trag vom 20. Juli 2022, weil’s irgend­wie passt: „Ex-Mini­ster Schi­ly wirft Tei­len des Lan­des Kriegs­ver­herr­li­chung vor”, wie vie­le Jah­re nach der Inak­ti­vie­rung wird so ein SPD­ler im Durch­schnitt eigent­lich vernünftig?

In den NachrichtenMontagsmusik
Iso­lier­band – Kei­ne Gnade

SchläfchenEs ist Mon­tag. Die „Neti­quet­te” der Web­site von „Quarks” (eine WDR-Sen­dung) erzählt, dem WDR sei Daten­schutz sehr wich­tig. Auf der Sei­te ein­ge­bun­den wer­den meh­re­re Rekla­me­tracker, dar­un­ter min­de­stens einer von Goog­le. Ich möch­te mir nicht aus­ma­len, wie es dort aus­sieht, wenn dem WDR Daten­schutz irgend­wann mal nicht mehr so wich­tig ist.

Der Bun­des­ju­stiz­mi­ni­ster sagt, Gewalt sol­le stren­ger bestraft wer­den als bis­her, wenn sie sich gegen Frau­en rich­tet. Aber was, wenn nicht?

Neu­es Hob­by: Obsku­re Punk­plat­ten fin­den und mögen.

Iso­lier­band – Kei­ne Gnade

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenPolitik
Jür­gen Pföh­ler (CDU), ein Datenschutzvorbild.

Ja, sicher, die Prio­ri­sie­rung, wäh­rend einer töd­li­chen Flut („Flut­ka­ta­stro­phe”) in sei­nem Zustän­dig­keits­be­reich erst mal den eige­nen Por­sche umzu­par­ken und sich einer (ver­mu­te­ten) außer­ehe­li­chen Gelieb­ten zu wid­men, statt sich um die Bür­ger zu küm­mern, ist selbst für jeman­den, der für die CDU in ein Amt gewählt wur­de, erstaun­lich unchar­mant, aber Jür­gen Pföh­lers Hal­tung zum Daten­schutz…

Wo sich der Land­rat des Krei­ses Ahr­wei­ler am Abend und in der Nacht jeweils auf­ge­hal­ten hat, ließ sich laut der LKA-Ermitt­le­rin nicht ermit­teln. Die Stand­ort­da­ten sei­en nicht erfasst, der Grund dafür sei unbe­kannt, sag­te die Zeu­gin. (…) Die Han­dy-Kon­tak­te beschränk­ten sich nach der Aus­wer­tung der Ermitt­le­rin auf Tele­fo­na­te und SMS; Whats­app sei auf dem Han­dy nicht instal­liert gewesen.

… ist ohne Zwei­fel vor­bild­lich und soll­te in der CDU als sol­ches begrif­fen wer­den, statt uns Daten­schüt­zer – wie bis­her, aller­dings immer­hin gegen­sei­tig – als den poli­ti­schen Geg­ner zu begrei­fen, dem das Leben unnö­tig schwer gemacht wer­den muss. :ja:

Mir wird geschlecht
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Les*barkeit

Was sie mei­nen (könn­ten): Gen­dern mit einem Dop­pel­punkt ist für Men­schen mit Lese­be­ein­träch­ti­gun­gen und/oder Sprach­pro­ble­men nicht ganz so ärger­lich zu lesen wie Gen­dern mit einem Aste­risk (aber immer noch weit weni­ger ange­nehm als Dop­pel­nen­nung oder gene­ri­sches Maskulinum).

Was sie schrei­ben: „Braunschweiger:innen statt Braun­schwei­ger zu schrei­ben erhöht die Lesbarkeit”.

Im Braunschweig imPuls wird gegendert (Braunschweiger:innen") und geduzt. Das Gendern dient der besseren Lesbarkeit und schließt alle Geschlechter mit ein.

War­um sie die Rezi­pi­en­ten ihrer geschun­de­nen Spra­che zudem juve­nil duzen statt respekt­voll sie­zen, erklä­ren die Redak­teu­re von „Braun­schweig imPuls” – ein Titel, den geson­dert für bemer­kens­wert zu hal­ten ich mir gera­de noch aus­re­den kann – übri­gens sicher­heits­hal­ber gar nicht ernst.

(Zweit­ver­wer­tet von Twit­ter.)

In den NachrichtenMusikPolitik
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 12. Juli 2022

Fried­rich Merz möch­te für Deutsch­land tuten oder so: Dem Busen­blatt „BILD” sag­te er, es dür­fe „kei­ne Denk­ver­bo­te” gegen­über Kern­ener­gie mehr geben. Ich hal­te Kern­ener­gie für eine gute, weil CO2-arme und hoch­ef­fi­zi­en­te Art der Ener­gie­ver­sor­gung, bin aber nicht beson­ders gespannt auf die Argu­men­ta­tio­nen der geg­ne­ri­schen Par­tei­en, was ihre Vor­lie­be für das Frie­ren gegen Russ­land angeht.


Das aller­letz­te Kon­zert der „Ostrock”-Gruppe City fin­det am 30. Dezem­ber 2022 aus­ge­rech­net in Ber­lin statt. Ich fin­de ja, sie hät­te einen wür­di­ge­ren Abschied verdient.


Hen­ryk M. Bro­der wur­de was gefragt und hat was gesagt:

Ich ste­he mor­gens auf – sel­ten vor 10 Uhr früh –, dann gehe ich mit dem Hund spa­zie­ren. Und schon in die­ser kur­zen Zeit bin ich sicher, dass unge­fähr ein Dut­zend Leu­te ein fri­sches Magen­ge­schwür haben. Mei­net­we­gen. Das ist ein schö­ner Gedanke.

Zu der jetzt sicher­lich von man­chen Lesern geäu­ßer­ten Ver­mu­tung, ich zähl­te Hen­ryk M. Bro­der auf­grund die­ser Grund­hal­tung spä­te­stens jetzt zu mei­nen Vor­bil­dern, äuße­re ich mich heu­te nicht.


Auf Volks­fe­sten in Würz­burg ist ein bescheu­er­tes Bums­lied vom „Bal­ler­mann” bis auf Wei­te­res nicht zuge­las­sen. Die dar­aus zu fol­gern­de Auf­fas­sung, dass es „bes­se­re” und „schlech­te­re” bescheu­er­te „Ballermann”-Bumslieder gebe, tei­le ich nicht, wür­de aber hier, in der nie­der­säch­si­schen Fer­ne, im wei­te­ren Ver­lauf der Dis­kus­si­on gern dar­über infor­miert wer­den, wodurch das bescheu­er­te Bums­lied ersetzt wer­den wird; durch die Trans­se­xu­el­len­ge­schich­te „Walk on the Wild Side” oder doch durch den Ver­ge­wal­ti­gungs­klas­si­ker „Du hast den Farb­film vergessen”?


Deutsch­land muss sich im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb aber­mals geschla­gen geben: Das zweit­un­freund­lich­ste Land, hin­ter Kuwait immer­hin, ist Öster­reich.


Wenig über­ra­schend sieht die EU-Poli­tik momen­tan mehr­heit­lich wenig Anlass dazu, die geplan­te „Chat­kon­trol­le” – also die fak­ti­sche Unter­bin­dung ver­trau­li­cher digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on in nahe­zu Echt­zeit – trotz inter­na­tio­na­ler Pro­te­ste noch ein­mal grund­le­gend zu über­den­ken. Eben­so wenig über­ra­schend ver­su­chen es ihre Ver­fech­ter, dar­un­ter die EU-Kom­mis­sa­rin Ylva Johans­son, gar nicht erst mit Ehr­lich­keit, son­dern lügen für die Über­wa­chung. Um so erschrecken­der ist es, dass künf­tig Nut­zer von Whats­App mit Nut­zern ande­rer, nach­weis­lich Ende-zu-Ende-ver­schlüs­sel­ter Mes­sen­ger kom­mu­ni­zie­ren kön­nen sol­len. Haha, die­se Bri­ten. Die wis­sen ja gar nicht, was ihnen entgeht.