Mir wird geschlechtNetzfundstücke
„Eklatanter Mangel“ des Tages

Was passiert eigentlich, wenn die urdeutsche Lust auf Listen mit der twitterfeministischen Gier nach Geschlechtsunterschieden korreliert? – Falls noch jemand Fragen zur deutschsprachigen Wikipedia hatte: Das Auftreten von Theresa Hannig erklärt vieles.

Wenn man nach Autoren sucht, bekommt man zu 80% männliche Autoren aufgelistet – egal in welchem Genre. Es gibt aber leider keine Möglichkeit, nach Geschlecht zu filtern. Diesen eklatanten Mangel wollte ich also endlich ändern.

Enzyklopädisch undenkbar, einen Autoren nach seinem Werk, nicht aber nach seiner Fortpflanzungsart zu kategorisieren! Selbstverständlich wurde der umgehend entstandene Löschantrag von einem „wahrscheinlich männlichen“ (Lorenz Meyer, „BILDblog“) Mitwikipedianer dank der erprobten Schützenhilfe der eigenen Twitterarmee in den Rückzug getrieben. Für die gute Sache darf auch mal hart gefochten werden.

Vielleicht lege ich nachher eine Liste aller mir bekannten intersexuellen Fahrer eines gelben Mittelklassewagens an.

Weniger Öffentlichkeit kann eine Konfliktlösung manchmal erleichtern.
Wikiquette

KaufbefehleMusikkritik
Kurzkritik: The Claypool Lennon Delirium – South of Reality

The Claypool Lennon Delirium - South of RealityLange nichts mehr über Musik geschrieben.

Der musikalische Nachlass von John Lennon wird zu vieler Menschen Bedauern weitgehend von Yoko Ono weitergeführt. Davon unberührt sei die Feststellung, dass ihr gemeinsamer Sohn Sean – Witze über Namen sind ungehörig – seit 2015 gemeinsam mit Les Claypool, dem Sänger und Bassisten der bemerkenswerten Rockband Primus, unter dem Bandnamen The Claypool Lennon Delirium weitaus bessere Musik hervorbringt. Ihr diesjähriges Album „South of Reality“ (Amazon.de, TIDAL) sei hier daher nicht nur zu dokumentatorischen Zwecken erwähnt.

An die Aufnahmen seines, Sean Lennons, Vaters erinnert gelegentlich eine Hälfte des Gesangs – die Stimme scheint erblich zu sein. Darüber hinaus höre ich hier aber stilistisch vielfältige Rockmusik.

Klar ist, dass die Experimentierfreude der späteren Beatles es schwierig macht, nicht auch mal Referenzen an diese auszumachen zu meinen, etwa, wenn Sitargeräusche ertönen. Darüber hinaus werden vielerlei Stile, von Funk bis Ska („Toady Man’s Hour“), eingebunden in ein gelegentlich in witzberührte Texte getauchtes Psychedelic-Gewand, das scheint, als hätten die 60er Jahre nie ein Ende genommen, sondern seien bis heute schlicht fortgeschrieben worden („Little Fishes“). Das Duo verzichtet dabei auf bloße Imitation, sondern überzeugt jedenfalls mich durch eine inspirierte Erneuerung und Erweiterung mit der eigenen musikalischen Erfahrung. Primus gibt es seit 1984 und das hört man auch.

Wärmstens empfohlen.


Völlig andere Frage: Kann die Bahn jetzt ab einer Stunde Verspätung eigentlich Geld von den Fahrgästen zurückfordern?

In den NachrichtenWirtschaft
Burger King: McDonald’s soll den Big King nicht benachteiligen!

Ein Rückblick: Im Jahr 2006 gründeten Daniel Ek und Martin Lorentzon in Schweden den Musikstreamingdienst Spotify, der inzwischen die derzeit unangefochtene Führung hinsichtlich der Abonnentenzahl übernommen hat. In den Nachrichten ist Spotify gelegentlich zu finden, weil das milliardenschwere Unternehmen zusehends weniger Geld an die Künstler abführt, die ihm überhaupt erst sein Geschäft ermöglichen. Inklu macht gierig.

Spotify, grundsätzlich auch werbefinanziert verfügbar, hätte natürlich gern Geld aus Abonnements. Diese kann man über mehrere Wege abschließen, sowohl über Spotifys eigene Infrastruktur als auch über die Infrastrukturen anderer Unternehmen, etwa über den App Store von Apple. In diesem Beispiel hätte Apple gern Geld für die Vermittlung dieser Dienstleistung von Spotify, Infrastruktur kostet nun mal Geld.

Unter diesem Eindruck machen wir einen Sprung in die heutige Berichterstattung. Zurzeit berichten Medien übereinstimmend darüber, dass Spotify bei der EU-Kommission gepetzt hat, dass Apple die Chuzpe besitze, bei Vertragsabschluss über Apples Infrastruktur einen Anteil an Geld von Mitbewerbern zu verlangen:

Als Plattformbetreiber und gleichzeitiger Konkurrent im Musik-Streaming-Markt verschaffe sich Apple „an jeder Ecke unfaire Vorteile“, schreibt Spotify-Gründer Daniel Ek.

Dass also Apple selbst auf von Apple produzierten Geräten mit Software von Apple über die Infrastruktur von Apple Dienste von Apple gegenüber Wettbewerbern bevorzuge, sei zu unterbinden, denn Spotify selbst verfüge nicht über eine eigene Smartphoneproduktion und das sei unfair. Als hätte Apple Spotify verboten, selbst ein Smartphone zu bauen – und als wäre Spotify verpflichtet, Apples Dienste in Anspruch zu nehmen!

Gibt es ein Recht darauf, kostenlos beim Konkurrenten werben zu dürfen?

In den Nachrichten
Pornos zu drehen ist auch Erziehung!

Die „Sun“ erzählt:

Fünf Mütter haben als Teil einer neuen Show auf Channel 4 einen Pornofilm gedreht, von dem sie glücklich wären, sähen ihre Kinder ihn an. „Mums Make Porn“ begleitet die Frauen, die Kinder im Teenageralter haben, dabei, ihr eigenes Sexvideo herzustellen, nachdem sie von den Hardcorepornos erschüttert waren, die online gratis zu haben sind.

„Unsere Pubertät war eine anstrengende Zeit, aber unsere Eltern standen uns bei und brachten unsere Sexualität mit ihrem für uns gedrehten Porno auf die richtige Bahn!“

(Pointe via @retronic_sxe)

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Self Defense Family – Brittany Murphy in 8 Mile

Heute ist WAS?Es ist Montag. Die Presseverlage wahren ihre Traditionen, ich hingegen würde das wirklich lieber nicht tun. Die Montagstradition des Missmuts ist eine, die in der Familie weiterzugeben ich nicht unbedingt empfehle. Annette Schavan hat gesagt, die Bibel sei wichtig für unser tägliches Zusammenleben, aber ich bin mir noch unsicher, ob ich mich dazu eigne, Homosexuelle zu meucheln.

Ein Exkurs ins Ausland: Philadelphia (die Stadt, nicht der Frischkäse) wird künftig vorschreiben, dass Läden gefälligst Bargeld anzunehmen haben. Schade, dass in Europa noch nicht so weit gedacht wird – uns droht noch die Abschaffung von Barzahlung. Möge jemand bis dahin ausfallsichere Bezahlsysteme erfinden! Nicht allzu weit davon entfernt beschwerte sich ein Hipster darüber, dass ein Artikel darüber, dass Hipster alle gleich aussehen, mit seinem Foto bebildert wurde – aber es zeigte gar nicht ihn. Das wäre witziger, wenn das Geschehen nur auf anderen Kontinenten und nicht ebenso in Berlin denkbar wäre.

Apropos Berlin: Möglicherweise muss die Eröffnung des dortigen neuen Flughafens abermals verschoben werden. Von diesem Fehlschlag unbeeindruckt brilliert die SPD auch auf Bundesebene wieder mit diplomatischem Geschick. Es muss Wahlkampf sein, die SPD probt für den großen Marathon des Sich-in-den-Fuß-Schießens.

Gute Nachrichten zum Schluss: Die Bahn ist ab heute weniger unpünktlich, denn 15 Minuten Verspätung sollen fortan nicht mehr als eine solche gelten. Nach alten Regeln pünktlich bleibt hier aber Musik.

Brittany Murphy in 8 Mile

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
Abschließend angemerkt zu #FridaysForFuture

Bundespräsident Steinmeier (SPD, versteht sich) sah sich gestern gezwungen, mit dem Flugzeug von Berlin nach Neumünster zu reisen. Dort sprach er vor demonstrierenden Schülern darüber, wie wichtig die Rettung des Klimas ist. Er hätte natürlich stattdessen auch in der Bundeshauptstadt sprechen können, jedoch ist der Frauentag dort ein Feiertag, die Schüler hatten also schulfrei; und so weit, dass sie sich ohne den Vorteil eines Schulausfalls für das Klima einsetzen würden, geht ihr „Aktivismus“ dann auch nicht: Es war recht leer (Allergikerwarnung: Matthias Matussek/Facebook!) in Berlin.

Wenn das die politische Zukunft des Landes sein soll, dann sollten wir vielleicht doch Greta Thunbergs Rat befolgen: Wir sollten in Panik geraten.

In den NachrichtenMir wird geschlechtWirtschaft
Undemokratisch, unsozial und unproduktiv

Zum heutigen Weltfrauentag, an dem traditionell auch „linken“ Parteien plötzlich wieder einfällt, dass zwei Geschlechter eigentlich auch reichen, lässt Heiko Maas (SPD, irrelevant) Twitterleser wissen:

[E]ine Politik, die die Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Hälfte der Menschen nicht berücksichtigt, ist nicht nur undemokratisch, sie ist auch unsozial und unproduktiv.

Treffender hätte ich die SPD, die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Menschen seit vielen Jahren nicht berücksichtigt, gar nicht beschreiben können.

In den NachrichtenMusik
Demokratie dank Päderastie

Aufgrund der nicht zum ersten Mal öffentlich geführten Diskussion um Michael Jacksons Neigung zu Kindern lässt Antenne Niedersachsen mitteilen:

„Sollten sich die Vorwürfe gegenüber Michael Jackson erhärten oder neue Details bekannt werden, so werden wir hier intern sicherlich über unser Vorgehen beraten.“ Denkbar sei dann, die Hörer entscheiden zu lassen, ob Michael Jackson weiter gespielt werden solle.

Es ist bedauerlich, dass erst seelischer Schaden durch sexuelle Übergriffe entstehen müsste, bevor Radiosender in Erwägung ziehen, seelischen Schaden durch scheußliche Musik von ihren Hörern abzuwenden. Man könnte meinen, ihnen sei an der Förderung von Vielfalt und Qualität gar nichts gelegen. Ausnahmsweise hoffe ich aber, dass es dazu nicht kommt. Die Kausalität, dass Hörern zugehört wird, weil jemand einem Kind beischlief, ist zwar humoristisch wertvoll, scheint aber als Präzedenzfall eher ungeeignet.

In den NachrichtenMir wird geschlechtNetzfundstückePolitik
Liegengebliebenes vom 6. März 2019

Gestern hat der Berliner Senat das mehrere Millionen Euro teure „House of One“, eine Art konfessionsübergreifende Kirche, für einen Euro an eine Stiftung verschenkt. Man sehe mir nach, dass ich daher von den in sozialen Medien erschallenden Rufen nach „#niemehrCDU“ weiterhin Abstand nehmen werde: Länder, in denen die Alles-Mitmach-Parteien regieren, werden offenbar nicht mit Bedacht geführt.


Nicht, dass die CDU unbedingt die besseren Politiker in ihren Reihen hätte: In Nordrhein-Westfalen soll anscheinend künftig die Nutzung von Datenschutzmechanismen weitgehend verboten werden.


In wenigen Wochen wird Seit inzwischen einem Jahr soll es nur noch neu zugelassene Autos in der EU geben, in denen es einen „Steckplatz“ für eSIMs gibt. Abgesehen von der sich mal wieder zum Gestelltwerden anbietenden Frage, warum Deutschland sich auch weiterhin mehrheitlich gegen erhebliche Kritik an der EU wehrt, sind wir zumindest fein raus, weil wir hierzulande eine einfache Möglichkeit haben, zu verhindern, dass dieser Steckplatz zur Überwachung genutzt wird: Einfach eine Mobilfunkkarte von O2 hineinstecken und schon ist es nur noch mit großem Aufwand möglich, darüber eine Internetverbindung herzustellen. (Quelle: Eigene Erfahrung.)


Google hat sich des Problems des „Gender Pay Gaps“ angenommen und in den eigenen Gehaltslisten mal nachgeguckt, ob nicht vielleicht eine unfaire Behandlung aufgrund des Geschlechts vorliegt, die eines Ausgleichs bedürfte. Gut, dass sie es gemacht haben: Männer werden dort jetzt besser bezahlt als vorher. Vielleicht werde ich ja doch noch Feminist.


Überraschung: „Bei rund 40 Prozent aller ‚KI-Startups‘ in Europa gibt es keinen Hinweis darauf, dass Künstliche Intelligenz in irgendeiner Weise Teil des Geschäfts oder Angebots ist.“

In den NachrichtenMusik
Zum Tode Keith Flints

Während Deutschland, gerade erst über die geradezu klassisch germanische Pointe hinweg, man möge einen anderen Menschen doch bitte wie eine Kanalratte ersäufen, sich noch über alberne Karnevalswitze aufregt, dreht sich die Musikwelt weiter: Keith Flint, die Figur hinter bekannten Liedern wie dem folgenden, ist jetzt auf eigenen Wunsch auch dahin.

The Prodigy – Firestarter (Official Video)

Nun kann man von solcherlei Musik halten, was man möchte, und auch ich spräche unwahr, behauptete ich, Platten des Herrn seien in meinem Besitz; aus gesellschaftlicher Sicht ist sein Tod aber sicher ein größerer Verlust als vielleicht angenommen wird. Bei „spiked“ wird Keith Flint als der „letzte Punk“ bezeichnet, was zwar nicht nett gegenüber lebenden Punks, aber doch begründet ist: So provokant einige seiner Texte auch gewesen sein mögen und so absichtlich er Menschen mit einem umgangssprachlichen Stock im Arsch auch auf die Palme gebracht hat – er und seine Band waren keineswegs das Vorbild für Gewalt und Hass, als das „linke Spießer“ (Slime, anderes Lied, ähnlicher Kontext) sie darzustellen versuchten.

Wie absurd autoritär es ist, die Worte „Smack My Bitch Up“ nicht aussprechen zu wollen, damit kein naiver Pop-Rock-Fan sie als Anleitung begreift und die erste Frau verdrischt, der er begegnet!

(Schlimme Übersetzung von mir.)

Die gemeinhin anerkannten Vorbilder, die mit den guten Ratschlägen, gingen schon zur Neige, bevor The Prodigy am erfolgreichsten waren. Sie eigneten sich als Rebellen aber auch nur, wenn man ihre Mitteilungen aus dem Kontext riss und sich seinen eigenen Götzen aus ihnen schuf. Ihre Botschaft war langweilig: Bleibt im Bett! Lasst euer Haar wachsen! Besorgt euch Personal!

John, Yoko und das System

Ob Keith Flints Vermächtnis, wenn ich es einmal journalistisch ausdrücken darf, Früchte tragen wird, wage ich kaum abzuwarten. Bob Dylans ausgestreckter Mittelfinger wirft zusehends kleinere Schatten. Wenn Schlager jetzt das bleiben, was kommende Generationen bewegen wird, dann wird dieser Tod vielleicht ein Ende gewesen sein, das keinen Neuanfang bedeutete. Was für eine Verschwendung!

They didn’t start the fire. Sie wüssten auch gar nicht, was sie damit anstellen sollten.


Apropos Quatsch: Ihr seid interessiert an homöopathischer „Medizin“? Dann fresst doch Grenze!

In den NachrichtenMontagsmusik
Monophonist – Kernschmelze / Klage // Meine Kamera klingelt.

Ein Kaffee vs. kein KaffeeEs ist Montag. Heute sind Narren weniger gut getarnt als sonst, aber es sind viele, viel zu viele. In natürlich Berlin scheinen sie an Tankstellen schon Lack statt Bier auszuschenken. Vielleicht könnten wir die Stadt ja Russland zurückgeben?

Die Gegenseite des kalten Krieges hält tapfer dagegen: Während in Deutschland noch frei drehende Stasifunktionäre die Redefreiheit subjektivieren, verpflichtet der böse Präsident der Vereinigten Staaten es Universitäten, die Redefreiheit einzuschränken. Böser Donald Trump, pfui!

Einen schlimmen Verdacht äußerte kürzlich Robert Habeck, Twitterflüchtling der Grünen: Sind die Grünen und die CDU etwa gar nicht dieselbe Partei? Nicht, dass sich das noch herumspricht und sich beide Parteien vielleicht eine unterschiedliche Politik ausdenken müssen! – Was sich hingegen unbedingt herumsprechen sollte: Aktuelle Smartphones von jedenfalls Huawei haben vorn höher auflösende Kameras als hinten. Als wären die Ergebnisse interessant! Besser macht es ausnahmsweise OnePlus, wo man zwar nach wie vor keinen Kopfhöreranschluss mehr bekommt, aber die blöde Vornekamera künftig erst ausklappen muss, was hoffentlich einigermaßen abschreckend wirkt. Ein Smartphone ohne selfie-Funktion würde ich übrigens vielleicht kaufen.

Was ich so lange stattdessen kaufe: Musik.

MONOPHONIST – Kernschmelze / Klage

Guten Morgen.

Netzfundstücke
Altena, Stadt der Rekorde.

Von 1990 bis 2005 hatte die Stadt einen 15-prozentigen Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen. Altena besitzt damit eine Sonderstellung in Nordrhein-Westfalen als Kommune mit dem schnellsten Bevölkerungsrückgang und wurde von der Bertelsmann Stiftung als Pilotkommune für das Projekt Neues Altern in der Stadt („NAIS“) ausgewählt.

Leistung muss sich wieder lohnen. :ja:

(aus: Wikipedia)

Netzfundstücke
Medienkritik extern: Ein Nachtrag zu True Fruits

Der Obstpürist True Fruits steht seit Wochen in der Kritik, weil seine provokante Werbung nicht jedem gefällt. Johannes Richardt fasst gut zusammen:

True Fruits hat Recht, es geht in solchen Diskussionen auch um Macht[.] Gerade deshalb ist heute so wichtig, Humor zu verteidigen, der provoziert, aneckt und es gerade nicht jedem Recht machen will.

Mittlerweile wird gegen das Unternehmen petitioniert, was bekanntlich die schärfste Form des deutschen Protests ist. Das wird ihnen eine Lehre sein.


Kurze Durchsage vom Papst: Um richtig beten zu können, darf man keinesfalls geistig erwachsen sein.

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Kurz angemerkt zu Twitter als Lebensgrundlage

Ich kann der Vermutung kaum etwas entgegensetzen, dass jemand, der seine „Existenz bedroht“ sieht (zitiert aus: „Neue Zürcher Zeitung“, gestern), weil er in einem Onlineangebot eines wirtschaftlich handelnden Unternehmens nie mehr gratis höchstens 280 Zeichen langen Nonsens speichern dürfe, in seinem Leben eine Menge falscher Entscheidungen getroffen hat und von Medien jedwelcher Art – und das schließt selbst diesen Text hier ein – zu seinem eigenen Wohl nicht unbedingt auch noch namentlich in die weitere (hier überdies ausländische) Öffentlichkeit gezogen werden sollte, aber ich gehöre auch zu den sichtlich schwindenden Menschen, in deren Augen resp. Verstand der Beruf eines „Writers“ (zitiert aus: englischsprachige Wikipedia, Artikel zur Person) nicht unbedingt auf ausgerechnet Twitter ausgeübt werden müssen sollte.

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Dreimal Schwachsinn

Schwachsinn (1): Ein Referent der Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor unterschiedlichen Preisen von Produkten, die sich nur in der Farbe voneinander unterscheiden.

Einer Frau ist unbenommen, sich für das günstigere in Blau zu entscheiden. Aber das allein auf die Kundinnen abzuwälzen, ist aus unserer Sicht nicht der richtige Weg[.]

Wo kämen wir denn dahin, wenn eine Frau einfach selbst entscheiden darf, ob sie für hässliche Produkte mehr Geld ausgeben will? Am Ende will sie noch das Wahlrecht oder so was!


Schwachsinn (2): Der USB-Standard wird zum wiederholten Mal umbenannt, die neueste Version heißt anschließend offiziell „USB 3.2 Gen 2×2“ und inoffiziell „SuperSpeed USB 20Gbps“. Wäre „USB Vista“ nicht kürzer gewesen?


Schwachsinn (3): Man soll „behindert“ aus gutem Grund ja nicht als Schimpfwort verwenden – die Betroffenen haben selten eine Wahl. Aber gilt das auch für Transhinderte?