Die Friedrichshain-Kreuzberger F.D.P., Heimstatt des ehemaligen Piratenvorsitzenden Bernd Schlömer, sei jetzt Punk, teilte sie auf Twitter mit.
Prompt scharten sich andere Anwesende um diesen Tweet, um einander falsch zu erklären, was Punk wohl sei: Ein Bekenntnis gegen rechte Weltanschauungen oder gar offen antikapitalistisch, was natürlich beides nicht stimmt, denn kommerzieller Misserfolg macht einen Menschen noch nicht zum Punk und auch die pauschale Leckt-mich-Attitüde, deretwegen selbst Siouxsie Sioux und Sid Vicious – beide nicht unbedingt für ihr Rechtssein bekannt – Swastiken trugen, ist vor allem ein ausdrückliches Bekenntnis gegen diejenigen Weltanschauungen, die eine engstirnige Vorstellung von Moral zulasten der Freiheit des Einzelnen zur Maxime zu erklären versuchen. Die Punks der 1970er würden insofern heutzutage vermutlich die Grünen als ihren Gegner ausmachen.
Dass ausgerechnet Die Ärzte von verschiedenen Kommentatoren als qualifizierte Instanz zur Punkdefinition ausgemacht worden sind, irritiert aber doch: Wenn eins kein Punk ist, dann ja wohl Die Ärzte!
(Abt.: Seufz.)












