Mir wird geschlechtPolitik
Mehr Jans für Deutschland! (5): Reichtum den Reichen!

Überraschend wenig gut fin­den nicht nur die Rechten die Forderung danach, jeman­den trotz erwie­se­ner Inkompetenz zur Quotenminderheit zu beför­dern, son­dern auch Sahra Wagenknecht, bekannt für ihre Ernährung.

Dieselbe näm­lich, eigent­lich selbst zu den Privilegierten zäh­lend, gab dem Schweizer Nachrichtenportal „wat­son“ neu­lich ein heu­te ver­öf­fent­lich­tes Interview, in dem sie nicht nur der übli­chen Annahme wider­sprach, dass man AfD-Wähler anzie­hen wol­le, wenn die AfD sage, dass es schneie, und man da zustim­me, bloß weil es stim­me, son­dern auch wenig über­ra­schend fest­stell­te, dass es - die DKP viel­leicht aus­ge­nom­men - kaum noch eine lin­ke Partei gibt, die nicht bloß Kindern rei­cher Eltern zu mehr Einfluss ver­hel­fen will:

Wir sind mehr und mehr zu einer Akademikerpartei gewor­den, wie vie­le ande­re lin­ke Parteien in Europa auch. (…) Unsere Parteiführung hat eine Themensetzung und Sprache, die sich vor allem an Studierende und aka­de­misch Gebildete in den Großstädten richtet.

Vollends explo­die­ren - und dar­auf freue ich mich - wird das Internet aller­dings ver­mut­lich noch heu­te auf­grund einer ande­ren Feststellung:

Und bei dem iden­ti­täts­po­li­ti­schen Rummel um Quoten und Diversity geht es immer nur um bes­se­re Chancen für bereits Privilegierte. Ärmere Frauen oder Einwandererkinder haben heu­te viel weni­ger Perspektiven als vor 30 Jahren, die gan­ze Identitätspolitik nützt ihnen nichts. (…) Wo reden wir denn über Diversity oder über Frauenquoten? Nicht bei Pizzaauslieferern oder Reinigungskräften, da ist das alles sowie­so über­erfüllt, son­dern bei Vorstandsposten in Unternehmen, bei geho­be­nen Stellen in der Verwaltung oder in den Medien. Um die­se Posten kon­kur­rie­ren Leute aus der geho­be­nen Mittelschicht.

Sahra Wagenknecht, das muss man ihr zuge­ste­hen, hat Recht: Parteipolitisch links zu sein muss man sich heut­zu­ta­ge erst mal lei­sten können.

(Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4)

Senfecke:

  1. Klingt so, als ob sie selbst als Frau mit Migrationshintergrund (Vater oder Mutter Jubelperser) - und damit Doppelplusgut in Sachen Quote - in einen Aufsichtsrat will. Die Hummer-Story kann­te ich noch gar nicht. Sehr lustig.

:) 
:D 
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8O 
:? 
8) 
:lol: 
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:aufsmaul: 
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