Zu weiß
Erlebnis des Tages: Sehr afroamerikanischer Besucher einer Kneipe in einer nicht näher erwähnenswerten Stadt, der sich über Angel Haze aufregt, weil sie mental zu weiß sei.
Ich rede nicht gern über mich, aber manchmal schreibe ich. Und dann schreibe ich das hier.
Erlebnis des Tages: Sehr afroamerikanischer Besucher einer Kneipe in einer nicht näher erwähnenswerten Stadt, der sich über Angel Haze aufregt, weil sie mental zu weiß sei.
Apropos Corona. „Mark Zimmermann darf nicht sterben“ überschriftet angemessen reißerisch das „TWASBO-Magazin“ mit dem seltsamen Leerzeichen („TWASBO Magazin“), denn den „Maschinisten“ rafft es vielleicht dahin. Das passiert halt, wenn man sich nicht dreimal täglich die Hände dampfreinigt im Home Office keine Maske trägt in Berlin wohnt. Berlin macht krank, jetzt auch pandemisch. Gleicht das vom …
‘Fegefeuer des Coronaagnostikers (make Blogosphäre vernetzt again!).’ weiterlesen »
„I can’t stand it anymore more / but if Shelly would just come back, it would be alright.“ – The Velvet Underground: I Can’t Stand It … Es war weit nach Mitternacht, als er aus seiner Trance erwachte. „Wie schnell“, dachte er, „man doch fällt, wenn man sich in Sicherheit wähnt.“ Er sah, spürte sie …
Man muss ja auch mal. Muss man.
Zu vorgerückter und bierseliger Stunde überraschte mich ein Chatfenster mit der Frage, wer mich denn später mal pflegen solle, denn immerhin habe ich sowohl keine Kinder als auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Diese Frage hat mich überrascht, denn der Fragesteller, selbst Elternteil, offenbarte damit in aller Deutlichkeit sein eigenes Verständnis von den gesellschaftlichen …
Da ich jüngst einen Supermarkt von innen sah, habe selbst ich, dessen Fähigkeit zum Ausblenden langweiliger Ereignisse ich für geschärft gehalten hatte, mitbekommen, dass demnächst wieder – überwiegend vor Fernsehern – kistenweise ungesunder Kram („bewusste Ernährung“, schlägt der aktuelle ALDI-Prospekt direkt nach einer Doppelseite Dosenbier vor) konsumiert werden wird, während auf der anderen Seite des …
Als Google im Zuge der Gründung seines eigenen Mutterkonzerns das Firmenmotto „Sei nicht teuflisch“ („Don’t be evil“) zugunsten von „Tu das Richtige“ („Do the right thing“) verwarf, war bereits absehbar, dass es mal so kommen würde: Als Google Versionen des Betriebssystems Android getestet hat, die das Auffinden der Einstellungen zur Privatsphäre einfacher gemacht hatten, machten …
Ich erhielt heute einen Anruf und eigentlich ist die Piratenpartei schuld.
Man habe sich, teilte man mir in unpassendem Kontext mit, mal hier umgesehen und sei „neugierig“, warum ich das hier wohl mache, d.h. welchen Zweck diese Publikation wohl erfülle. Diese Frage hat mich in dem Moment überrascht, denn noch vor wenigen Jahren war es eigentlich selbsterklärend, mit welchem Zweck man Dinge ins Internet reinschreibt („bloggt“). …
Schade. Die Masken, die künftig – jedenfalls so lange, bis auch sie als nicht sinnvoll aussortiert wurden – im Bus getragen (und dann weggeworfen und nachgekauft, die Wirtschaft, wissenschon) werden müssen, sind auch weiterhin nicht schalldicht. Chance vertan.
It’s just a date, äffte einer meiner Lieblingsmelancholiker in seinem Jahresrückblick (sich und) andere nach, und ich wiederum äffe jetzt ihn nach, indem ich selbst nicht nur auf das Jahr zurückblicke, sondern auch viel zu spät den Satzabschluss schaffe (2020 war ja auch eher ein Metajahr), aber weil uns sonst außer der Melancholie (bzw. sowieso: …
‘Licht aus, Licht an: 2021 (auch bloß ein Jahr).’ weiterlesen »
Ich bewundere ja jedes Jahr aufs Neue den Zynismus, mit dem irgendwelche Zeitungen und irgendwelche Kirchenvereine – die zwar selbst genug Geld hätten, aber der Wasserkopf braucht eben seine Yacht – pünktlich zur auswärtigen Abkühlung offline und (dieses Jahr bevorzugt) online darum bitten, dass diejenigen Menschen, die ohnehin gerade so viel Geld für blöden Krempel …
‘Zum Glück haben Arme nur im Winter Hunger.’ weiterlesen »
Wisst ihr noch, damals, als wir noch Träume hatten? Es gab viele große politische Übel – und ein kleinstes unter den großen; so klein, dass man zu schnell zu viel wollte. Es wurden nicht nur viele Freiwillige verheizt, sondern auch Mitglieder rein- und rausgespült, als wäre man in einen nicht enden wollenden Tsunami hineingeraten.
Fefe hat Recht: Inzwischen ist dieses „mehr Kommunikation“ zu einem derartigen Selbstläufer geworden, dass das niemand mehr in Frage stellt, ob wir nicht viel mehr einen Ruheraum brauchen, in dem unsere Entwickler auch mal zehn Minuten am Stück Zeit haben, um ungestört Code schreiben zu können. Sicher: In einem Ruheraum, in dem (wie Fefe vorschlägt) …
Korrekt zitiert man in der Presse: „Drei Viertel der Besucher kommen nur wegen der Tasse Glühwein zum Weihnachtsmarkt, erst danach kauf‘ ich Christbaumkugeln und gebrannte Mandeln.“ Wenn aber drei Viertel der Besucher meine Einschätzung teilen, dass man die miserable Gastronomie auf solchen Märkten nüchtern ebenso wenig erträgt wie die abscheulichen Bretterbuden mit den lieblos drangezimmerten …
‘Make Weihnachtsmärkte 2021 great again!’ weiterlesen »