Archiv für die Kategorie ‘In den Nachrichten’.

Wenn ich Nachrichten sehe, höre oder lese, muss ich darüber schreiben, sonst werde ich sauer.

In den Nachrichten
Nachtrag zum Handball

Na wunderbar, und schon sind wir wieder im kollektiven Rausch. Jetzt sind wir wieder die „Unschlagbaren“, bis zur nächsten WM.

Erinnert mich aber an die Fußball-WM 2006:
„Ja, wir sind die Geilsten“ – und zack, rausgeflogen.

Und jetzt halt Handball, na wunderbar. „Ja, wir sind die Geilsten“.

Ich frage mich, was wohl wäre, wenn wir diese WM auch verloren hätten. Welchen Sport hätten wir uns wohl als nächstes gesucht? Vielleicht Tischtennis? „Ja, wir sind die Geilsten“ – herrje, darauf können wir uns wirklich was einbilden!

Geile Grüße,
– euer geiler Pinguin


P.S.: Ich persönlich halte mich da raus; mir fehlt da einfach das „Wir-Gefühl“, wenn so 20 Bekloppte auf’m Rasen den Ball besser werfen als die anders angezogenen Bekloppten. Ich bin ungeil und stolz darauf!


edit für Jazz:

In den NachrichtenMusik
Juhu, Handball… äh, was?

Hallo, liebe Leser!

Ist das nicht, äh, klasse? Die WM im eig’nen Land, und diesmal spielen „wir“ (wer immer das sein mag, ich jedenfalls spiele nicht mit) nicht um den dritten oder vierten Platz, sondern mindestens um den zweiten. Das ist zwar keine signifikante Verbesserung, aber ich persönlich habe den Eindruck, nach einer derart missratenen Fußball-WM ist den Deutschen alles recht.

Nun ist Handball ja nicht unbedingt ein anspruchsvolles Spiel, wie eben jeder andere Sport, der im Fernsehen kommt, auch. Ein paar Menschen, die nichts sinnvolles gelernt haben, rennen hinter einem Ball her und verdienen sich dumm und dämlich damit – super. Und vor der Glotze sitzen Millionen Deutsche, die zu faul sind, selbst Sport zu treiben, und fressen für Milliarden Euro fettige Chips in sich rein. Bin gespannt, wie lange die USA noch als „dickste Nation der Welt“ gelten. Müssen wir denen eigentlich alles nachmachen (siehe P.S.)?


Noch eine bedrückende Nachricht als Kurznotiz obendrauf: Bayern „Hollywood“ München und der Hamburger SV bekommen neue Trainer. Von mir aus könnte der Herr Magath allerdings ruhig bei Bayern bleiben, ein vierter Platz tut denen mal ganz gut, denke ich.
Ansonsten mache ich mir ja nicht viel aus Fußball. ;-)


So viel erst mal von mir…
– euer Pinguin


P.S. zum Thema „nachmachen“: VdGG kommen 2007 wieder, Genesis und wahrscheinlich Led Zeppelin auch; aber hätte das denn wirklich sein müssen?

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Problemstoibär abgeschossen!

Lasset uns seiner gedenken! Am besten auch des Transrapid


Aus der Welt der lustigen Gesetze:

Wer in Deutschland Spam-Nachrichten verschickt, muss in Zukunft mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50000 Euro rechnen.

(Quelle)

Klingt interessant. Jetzt fehlt nur noch ein Gesetz gegen zu schnelles Fahren, gegen übermäßigen Drogenkonsum und…
Ach, das gibt es schon? Es kann nur schlecht umgesetzt werden? Eiderdaus!

– euer Blogspammer

In den NachrichtenPolitik
Apropos Kiddies

Schade, liebe Leser, dass länger von World of Warcraft nichts mehr zu berichten war. Sind die Dummen ausgestorben?

Nein, sind sie nicht, aber sie sind auf dem besten Wege dahin:

Der kalifornische Radiosender KDND 107.9 veranstaltete vor ein paar Tagen einen Wettbewerb mit dem Titel „Hold your Wee for a Wii“. Unter allen Teilnehmern wurde eine Konsole von Nintendo verlost, allerdings musste man dafür auch etwas tun.

Die Aufgabe war es, Unmengen von Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ohne die Toilette zu besuchen. Die 28-jährige Jennifer Strange nahm daran teil und wollte für ihre drei Kinder eine Wii gewinnen. Alle Teilnehmer wurden gewarnt, nicht ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen.

Jennifer Strange trank allerdings zu viel Wasser, so dass sie am Nachmittag des Wettbewerbes tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Der Arzt stellte fest, dass eine Wasservergiftung die Todesursache war. Dies passiert, wenn der normale Elektrolyse-Level des Körpers weit überschritten wird. Die Organe haben nicht mehr genug Kraft, um die überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper und dem Gewebe zu pumpen.

(Quelle)

Ich sag euch, ich hab mich vollgemacht vor Lachen… ‚tschuldigt das schlechte Wortspiel, die nächsten werden wieder besser.
– euer Wasserfreund


Politischer Nachtrag: Da haben doch tatsächlich zwei Kinder ein Ehepaar abgemurkst und vorher „Killerspiele“ gespielt (und vermutlich Brot gegessen und die Unterwäsche gewechselt). Is’n Ding. Die c’t (aktuelle Ausgabe) stellt das Problem aber von einer Seite dar, die unsere Politiker in ihrem Verbotswahn (früher gab’s Reformen, heute fängt man Wähler nur noch mit Verboten, möchte mir scheinen) nicht bedacht haben: laut aktuellen Studien – die zumindest in meinen Augen einen Sinn ergeben – suchen sich Kinder und Jugendliche ihre Spiele nach ihrer Persönlichkeit aus, nicht andersherum. Kinder, die schon im Kindergarten aggressives Verhalten aufweisen, werden demnach später einmal eher „Killerspiele“ (komisches Wort) spielen als z.B. Anno 1701; bei eher ruhig veranlagten Kindern ist’s genau andersrum.

Wer mag drüber reden?

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Domino Day und Killerspiele

Tach!
Puh, waren das wieder schwierige Tage für Deutschland; zuerst dieser unsägliche Domino-Day (einfach weiterlesen, liebe Leser) und dann ein Amokläufer, der in einer Schule um sich schießt. Ob das was miteinander zu tun hat? Wer weiß?
Was ein Glück, dass wir in Deutschland leben; hier ist, oh Wunder, nicht der Täter der Schuldige, sondern die so genannten „Killerspiele“, allen voran, wie so oft, natürlich „Counter-Strike“, zu dem der Umsichschießer nach Presseberichten eine gewisse Affinität besaß. Nun ja – wie heißt es doch so treffend? „99% aller Amokschützen haben vor ihrer Tat Brot gegessen. Verbietet Brot!“
 
Kleiner Denkanstoß am Rande: Warum hat eigentlich noch niemand darüber nachgedacht, WoW zu verbieten? Wie viele Menschen müssen noch durch WoW sterben, bevor man etwas unternimmt? Oder was ist, kleiner Spaß an dieser Stelle, zum Beispiel mit dem brandgefährlichen „Super Mario Land“, das ja auch nicht viel mehr ist als sinnloses Gegnermurksen?
Und aber jedenfalls: wenn man schon Schusswaffen nicht verbieten kann, dann wenigstens Ballerspiele, eh? Das nenn ich konsequent. Warum nicht gleich Feuerzeuge verbieten? Würde die Zahl der Raucher mit Sicherheit um einiges senken. Und man könnte noch so viel mehr verbieten; auch sehr effektiv wäre es vermutlich, Sido, Bushido und den Rest der Zappelaffen in einen großen Sack zu stecken und im See zu versenken. Wie deutlich muss ein Mensch noch zur Gewalt auffordern, bevor man etwas unternimmt?
„Denk ich an Deutschland in der Nacht…“


Dann war da noch eine neue Diskussion über die längst beschlossenen GEZ-Gebühren für Internet-fähige PCs (in meinen Augen eine Frechheit, aber mich fragt ja keiner) in den Medien; was’n Glück, dass man die GEZ-Heinis nicht reinlassen muss. Mir fällt zu dem ganzen Thema eigentlich auch nur ein Leserbrief aus der Braunschweiger Zeitung ein: „Ich beantrage jetzt Kindergeld. Ich habe zwar noch keine Kinder, aber das Gerät ist vorhanden.“


Ansonsten mach ich’s mal kurz: Thema Domino-Day 2006, kürzlich versehentlich gesehen im Unterschichtenkanal RTL (wo sonst?); zusammengefasst etwa folgender Handlung: einige Exemplare dieser viel zitierten abgehängten Prekarianer haben seit September (Arbeitslose haben offensichtlich zu viel Zeit) für einen wohl eher symbolischen Lohn ca. 4 Millionen Dominosteine verschiedenster Farbe allein zu dem Zweck aufgebaut, dass ein paar weitere Personen aus aller Herren Länder, denen man die geistige und finanzielle Armut leider durchaus ansehen kann, sie unter dem nicht gerade ermutigenden „Blick“ von Frauke Ludowig, der „Queen of Kleber gefrühstückt“, wieder umschmeißen können, während ein sichtlich erregter Reporter, dessen Namen ich erfolgreich verdrängen konnte, in die Kamera hechelt und irgendwas von „ganz Deutschland zittert“ faselt; und da hat er nicht mal Unrecht, saß ich doch gebannt vor dem Fernseher und habe darauf gewartet, dass endlich die verdammte Nachfolgesendung anfangen möge…
– und wo ich schon dabei bin, liebes RTL: Nächstes Jahr bitte ein Reissack-Day!
 
Gruß an Wayne!
– euer Kleintiergourmet (hi Steffi!)


P.S.: Da ist mir doch neulich noch eine weitere Meldung übern Tisch gerollt; die Frau Zypries hat einen Etat von 15 Millionen Euro, den sie ursprünglich zur Bekämpfung von Linksextremismus (jawollja!) und Islamismus in Deutschland verwenden wollte, jetzt doch für Projekte gegen Rechts reserviert, von wegen die NPD und so weiter…
– „also ich sach mal“ (G. Schröder), die NPD war für die Bundesrepublik Deutschland noch nie auch nur ansatzweise so gefährlich wie die islamistischen Aufständischen (von wegen Religionsfreiheit) und der linke Pöbel (von wegen Toleranz); sollte jemand brauchbare Gegenargumente haben, immer her damit, ich freue mich über jede Kontroverse. Prost!

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Noch mal Nahost

[1] Atomwaffen, und sonst so?
[2] Österreich, Teil 2
[3] Herzlichen Glückwunsch, 5 Jahre Krieg!
[4] LaFee bzw. Videokritik
[5] Modekriminalromane


[1] Kaum hat sich der Libanon ein bisschen beruhigt, schon stürzen sich die Sicherheitsfanatiker auf ein neues (altes) Opfer, den Iran. Von „UN-Resolutionen“ ist plötzlich die Rede und davon, dass wir alle sehr besorgt sind, dass der Iran so gemein ist und Atomenergie erforscht und eventuell sogar so was wie Atomwaffen herstellen könnte etc.
 
Den Politikinteressierten dürfte das alles noch bekannt vorkommen: Auch ein gewisser Herr Hussein soll im Besitz von Atomwaffen gewesen sein und auch willens gewesen sein, sie einzusetzen. Da drängt sich mit einiger Sicherheit nicht nur mir die Frage auf: Fliegen demnächst Bomber über den Iran, auf der Suche nach dem Präsidenten, der sich derweil einen noch längeren, verlausten Bart wachsen lässt und in einem Erdloch versteckt hält?
 
Und eine noch viel interessantere Frage lautet doch wieder einmal:
Was geht’s uns an?
 
„Der Iran erforscht Atomenergie.“ Nun, das tut Deutschland ebenfalls, genau wie viele andere Länder. Warum sollte man (i.e. ausgerechnet wir) ein Problem damit haben?
„Aber der Iran könnte Atomwaffen herstellen und in einem Krieg verwenden!“ – behauptet bitte wer? Nur weil Ahmadenidschad über ein enormes Atompotenzial (lat. potesse -> können) verfügt, sind wir alle in Gefahr? Entschuldigt, wenn das jetzt naiv aussieht, aber ich für meinen Teil habe vor Bush weitaus mehr Angst als vor dem irren Iraner. Atomwaffen einsetzen, um irgendwo Krieg zu spielen – warum sollte der Iran so was tun? Für die USA hingegen gäbe es mehr als genug Gründe, den Iran zu zerbomben, zum Beispiel Erdöl, Erdöl oder wie wär’s mit Erdöl?
 
Doch, doch, liebe Skeptiker und BILD-Leser, genau so ist’s. Der Iran ist nun mal eine der wichtigsten Ölfördergebiete, und das ist dem Weißen Haus per se suspekt. Erdöl ist spätestens seit der Bushregierung ein nahezu perfekter Anlass, in der jeweiligen Region den, äh, Frieden zu sichern (nochmals: siehe Irak). Die Unterstützung der Bevölkerung ist mit Vermutungen wie „die haben Atomwaffen, die Schweine“ in den USA bedauerlicherweise fast mit vollständiger Sicherheit gewonnen (ich würde das pauschal als „Naivität“ bezeichnen), und mehr braucht’s nicht.
 
Gut, gut – von mir aus dürfen sich Bush und Ahmadenidings gegenseitig die Häuser wegpusten. Abgesehen von dem ethischen Aspekt aber bringen solche Kriege üblicherweise noch ein ganz anderes Problem mit sich, landläufig als „Friedensmission“ bezeichnet, siehe aktuell im Libanon. Ich würde gern wissen, wie man sich eine „Friedensmission“ mit Soldaten und Panzern denn vorzustellen hat. Oder ist der alte Traum von den Friedenspanzern, die Blumen statt Granaten schießen, endlich wahr geworden?


[2] An dieser Stelle noch ein Wort zu Frau Kampusch: Na fein, nun hat sie der Welt also auf RTL – wo sonst? – all das erzählt, was wir seit Tagen wussten. Aber nun wissen wir auch, wie sie aussieht. Welch eine Freude. Das hilft uns wirklich weiter. ;-)
(vor allem, weil man sie jetzt leichter erkennt, auf der Straße zum Beispiel, und den Rest ihres Lebens nicht in Ruhe lässt)
 
Aber immerhin ist sie ehrlich genug, zuzugeben, dass sie Geld aus ihrer Entführung schlagen will: ein Buch drüber schreiben, noch haufenweise Interviews geben und sich dumm und dämlich verdienen an der Sensationsgier der ebenso Dummen, was auch durch die angekündigte „Stiftung für Entführte“ nicht deutlich positiver zu werten ist. Mir indes fällt dazu nur ein: Siehste?
 
Mir als – tut mir ja Leid! – Mann fehlt leider bzw. schönerweise jegliches Mitgefühl für so eine Frau. Sie kann nichts dafür, dass sie entführt wurde, und die letzten Jahre waren der Horror für sie und so weiter und so fort; nun, so hilfebedürftig kam sie mir im Interview – das ich im Übrigen ohne Bild und nur aus dem Nebenzimmer verfolgte, aus Desinteresse zum Beispiel – gar nicht vor. Im Gegenteil, auf mich machte sie den Eindruck einer selbstständigen und (trotz österreichischer Gene, scnr) gebildeten Frau, die alles andere als verstört durch die Gegend geht und – siehe oben – sich nicht unbedingt dafür schämt, die bereits erwähnte Sensationsgier (ich nenne es i.d.R. „BILD-Syndrom“, weil erblich) der Unter- und Mittelschicht auszunutzen, zumal

  1. wir wirklich interessantere Probleme haben, z. B. die Arbeitsmarktsituation, und
  2. in Afrika und Lateinamerika auch ständig Kinder entführt, jahrelang gefoltert und in der Regel getötet (!) werden und uns das komischerweise einigermaßen am Gesäß vorbeigeht

was ich, nebenbei erwähnt, als Philanthrop ohnehin zum Brechen finde, und da frage ich mich doch, was Frau Kampusch zu einem besseren Menschen macht, und überhaupt q.e.d. und Punkt.


[3] Weiter im Text und apropos: Der 11. September feiert Geburtstag. Ich als Kalenderkenner und Teilzeit-Erbsenzähler halte es ohnehin für ein Unding, dass man ein Datum als feststehenden Begriff festlegt (oder wer redet von „der 6. Dezember“, wenn er den Nikolaustag meint?), zumal die Sprachpanscher eine ganz eigentümliche neue Regel gesetzt haben, die da lautet: „Nine-Eleven sowie 9/11 sind im deutschsprachigen Raum eingetragene Marken des Jahres 2001“ oder so ein Quark… ich jedenfalls streich mir den Tag regelmäßig rot an und geh feiern. Kaffee und Kuchen und so. Die Musik bring ich aber selbst mit!


[4] Und nochmals apropos, diesmal Musik bzw. Quark: Heute schon gelacht? Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen (jawoll!), LaFee – m.W. nach eigenen Aussagen, aber zumindest unverhohlen stolz darauf, die Hauptschule (sic; vgl. Textpassagen wie „jeder Arsch will mit dir gehn“) zugunsten einer Musikkarriere (sic!) abgebrochen zu haben; „Kopp zu“ ist noch das Freundlichste, das mir dazu einfallen will – also diese LaFee jedenfalls von einer ganz neuen Seite kennenzulernen, nämlich der chaplinesken, slapstickhaften oder wahlweise auch choreographisch ausgefeilten. Wer teilhaben möchte an meinem Amusement, möge einfach warten, bis auf VIVA das im Übrigen ermüdende Liedchen „Prinzesschen“ von ebenjener ehemaligen Hauptschülerin läuft – was i.d.R. nicht lange dauert – und umgehend den Ton abdrehen.
 
Für die, bei denen VIVA Hausverbot hat, habe ich hier eine kleine Zusammenfassung der Choreographie des Hauptvideos (jenes, in welchem LaFee in Satanisten- respektive Nuttenkleidung im Wald rumsteht und doof guckt) vorbereitet:
Linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn, Pause, linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn, Pause, linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn usw. und das ganze Spiel so 3-4 Minuten lang immer wieder hin und her (was geschrieben weit weniger debil aussieht als ge-, äh, tanzt) – ich hoffe, das wird nicht der neue „trendy“ Sommertanz.
 
Ich, der ich stets einen möglichst großen Abstand zu allem Hiphopesken (… hieß früher Stottern und war heilbar … das nur nebenbei) zu halten bemüht bin, komme dennoch nicht umhin, hier Parallelen zu den spastischen Zuckungen von Bushido, Eko Fresh und wiesealleheißen festzustellen; letztendlich bleibt aber ein Gefühl der geistigen Überlegenheit zurück, bei allem Respekt, den man empfinden mag.


[5] Übrigens, Mode: Kürzlich fiel mir ein Kriminalroman in einer Frauenzeitschrift (welche im Übrigen nicht ich las) auf, der „Modekrimi“ betitelt war. „Modekrimi?“, fragt sich da so mancher (z.B. ich), „waren das nicht die 80-er?“ … oder was bitte soll man sich unter einem Modekrimi vorstellen?
 
„Der Einbrecher, gekleidet in edlen Pariser Samt mit blauen Applikationen (Lagerfeld, 500 Euro, gestohlen), brach in das Atelier des stattlichen Designers ein, der gerade in seinem kunstseidenen Mantel (Quelle, 39,95 Euro) durch sein nach Chanel duftendes Büro“ und so weiter… na danke.


Harren wir also besorgt der Dinge, die da kommen. Bis dahin blumige Grüße, vor allem an Steffi!
– euer Hobbypazifist


Übrigens, wieder ’ne neue eMule-Version von mir -> Klick!

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Aktuelles zur Zeit

Huhu!
Bin kurz mal wieder da und habe doch tatsächlich eine Menge neuer Zeitkritik mitgebracht!

[1] Neues vom Sex
[2] Arbeitslosigkeit
[3] Ösis, Tiere, Sensationen
[4] Nahost a.k.a. „heul doch!“
[5] Wir kapitulieren!
[6] Jamba und „Musik“ im Fernsehen
[7] Surface – Unheimlicher Schwachsinn


Fangen wir mal harmlos an:
[1] Es gibt Neuigkeiten aus der Welt des Sex: Forschungen haben ergeben, dass Männer, die sich das Bett mit einer Frau teilen, am nächsten Morgen unter Gedächtnisverlust leiden. Das hat mit der unbewussten (soso, hm, aha?) ständigen Wahrnehmung des weiblichen Körpers oder so zu tun… würde jedenfalls einiges erklären.


[2] Apropos erklären: Seit neuestem erklärt die Regierung ja jeden, der alle ihm zustehenden sozialen Leistungen auch in Anspruch nimmt, gleichsam zum Schmarotzer oder dergleichen. Könnte mir evtl. irgendjemand erläutern, wo da der Sinn besteht? „So, jetzt können Sie Hartz IV beantragen. Aber wehe, Sie machen das, Sie Sozialschmarotzer!“… oder wie? Wofür gibt es dann die zahlreichen staatlichen Förderungen, wenn sie nicht beansprucht werden sollen? Werte Mitbürger, der Sozialstaat ist eine Lüge auf unsere Kosten! Wäre nett, wenn mal jemand was dagegen unternähme. „Wir werden so regiert, wie Heide Simonis getanzt hat“ (Urban Priol).


[3] Dann ist da noch was anderes passiert, was insbesondere die per se schreckhaften („o Gott ich bin zu fett“) Frauen bewegt haben dürfte: So’n Mädchen – 18 Jahre – im Land der Schluchtenscheißer (i.e. Ösiland) hat nach 8 Jahren der Entführtseiung* erfolgreich den Weg nach Hause wiedergefunden. So weit, so gut. Aber ich für meinen Teil schäme mich für mein Land und seine Medien! „Aus Rücksicht auf das Mädchen werden vorerst keine Befragungen durchgeführt“, aha, soso? Auf die Idee, aus Rücksicht auf das Mädchen einfach mal die paar hundert Journalisten aus dem Vorgarten zu entfernen und aufzuhören, 24 Stunden am Tag live vom Wohnhaus der Entführten zu berichten, kommt ihr also nicht, sensations- und quotengeile Deppen, die ihr seid? Würde mich auch überhaupt nicht stören, nach 8 Jahren des (vorgeblichen, siehe weiter unten) Martyriums Tag und Nacht nicht in Ruhe gelassen zu werden. Echt nicht.
Kann mir, nebenbei gefragt, an dieser Stelle jemand erklären, wie man einen Menschen, gleich ob Männlein oder Weiblein, eigentlich „sexuell missbrauchen“ kann? Wenn mich mein ausgeprägtes Gespür für hohle Phrasen nicht sehr in die Irre führt, kann man doch nur missbrauchen, was man andersherum auch gebrauchen kann – hm? Analog cf. „Drogenmissbrauch“ (was wäre denn, liebe Phrasendrescher, ein Kokaingebrauch im erlaubten Sinne?).

Aber zurück zum Thema Ösientführung: Ich finde es, gelinde ausgedrückt, „zum Brüll’n“ (R. Gernhardt), wie sich die „öffentliche Meinung“ wieder ein Bild zurechtrückt. Zusammenfassung der von mir gesichteten Berichterstattungen zu diesem Thema: Das Mädchen behauptet, es sei ihm bei dem Entführer gut gegangen, so realitätsfern ist es geworden. Anders ausgedrückt liest sich das so: Es ging dem Mädchen gut, das ist Mist, dann haben wir nichts, worüber wir uns aufregen können, tz, dieses perverse Schwein hat doch bestimmt usw. … Generation BILD, ich liebe dich!


[4] Solltet ihr übrigens, werte Leser, an dieser Stelle einen meiner gewohnt bissigen politischen Kommentare zum Thema Nahost (ja nun auch schon was älter) vermissen, so muss ich gestehen, dass mir nicht so recht was dazu einfallen will. Denn mal ganz im Ernst und im Vertrauen: Interessiert uns Israel wirklich, oder wollen wir – nach Afghanistan, Irak und Kongo – nur wieder einmal den USA beweisen, dass wir uns als Weltpolizei durchaus eignen? Ich für meinen Teil – die extremen Linken unter meinen Lesern mögen mir verzeihen – sehe es nicht einmal ein, den Staat Israel als gegebenes Politikum zu akzeptieren. Ist es nicht vielmehr so, dass Israel 1947 von Staaten, die das im Grunde gar nichts angeht, ungefragt mitten in die bereits jemand anderem gehörige Pampa gepflanzt wurde und wir Deutschen seitdem in all unserer Schuld und unserem vorgeblichen Unrechtsbewusstsein die umgangssprachlichen Füße stillhalten müssen, um im militärisch erzwungenen Bild von der heilen Welt (welch Ironie an dieser Stelle!) nicht aufzufallen; dass ebenso dieses Deutschland nach dem bisher letzten „offiziellen“ deutschen Krieg (vgl. Kongo etc.) selbst de facto von einer Militärregierung gelenkt und geleitet wurde, die auch nach dem Ende des Eisernen Vorhangs weiter ihre Fäden zieht, gleichsam dafür Sorge trägt, dass ausgerechnet im Land der Dichter und Denker unser durchaus berechtigter Nationalstolz (vgl. SPIEGEL 32/06, Seite 46 ff.) zum staatsfeindlichen Gedankengut diskreditiert wurde?

Und ist nicht eigentlich selbst dieses Deutschland anno 1949 nur als Provisorium erschaffen worden, als „letzte Barriere“ der abendländischen Kultur, für dessen Bestand indes es seit 1990 keine rechtliche Grundlage mehr gibt? Man erinnert sich: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag, der Deutschland in seiner heutigen Form zum Staat machte, wurde von einer Regierung geschlossen, die nach wie vor nur als Vertreter der de facto längst nicht mehr existierenden „Siegermächte“ handelten; desweiteren fehlt der Bundesrepublik seit ebenjenem Jahr ein zentraler Bestandteil ihrer Existenz, nämlich eine rechtskräftige Verfassung. Auch hier wird oft übersehen, dass das so genannte „Grundgesetz“ nur für die Dauer der Besatzung Bestand hatte und nur für die Grenzen von 1949 Gültigkeit besaß. Glasnost, Perestroika und Kohl – kleiner intellektueller Scherz an dieser Stelle – haben diese Tatsache bewusst verschwiegen, um die Vereinigung – eine „Wiedervereinigung“ gab es bisher nicht in der Geschichte der BRD; z.B. ein Deutschland in den Grenzen von 1939 wäre wieder vereinigt, aber die 1990 erschaffene Konstellation der deutschen Länder war und ist ein völliges Novum – möglichst schnell und unbemerkt durchzuführen, während eine rechtlich gesehen notwendige Volksabstimmung des „neuen“ Deutschlands über die Verfassung völlig unter den Tisch fiel.

Fazit: Die Deutschen in all ihrem vorgeblichen Freudentaumel sind seit 1990 verfassungs-, ergo staatenlos, folglich durchaus in einer israel-ähnlichen Situation. Und auch für jene, die „dieses politische Gefasel“ nicht interessiert, bleibt die Frage: Haben wir, in vielerlei Hinsicht längst auf einer Stufe mit einem Entwicklungsland, nicht weitaus wichtigere Sorgen als Atomreaktoren im Iran (und wer beschwert sich über die USA? Na?) oder tote Kinder in Osteuropa?


[5] Dass unsere Verfassung (siehe oben) von Anfang an festlegte, dass die Bundeswehr ausschließlich als Verteidigungsarmee benutzt werden soll, wird auch gern mal unter den Tisch gekehrt; schon ein gewisser Franz Josef Strauß schickte sie ins Ausland, und die späteren SPD-Regierungen machten es nicht viel besser. Auch dass seit dem Zerfall des „Feindes“ – sprich: des Ostblocks – in den 90-ern jeglicher Anlass zur Aufrechterhaltung einer Verteidigungsarmee fehlt, führte nicht zu entsprechenden Konsequenzen, sondern im Gegenteil zu der für Juristen und Bushfreunde interessanten These „wenn wir uns nicht mehr verteidigen müssen, sind wir für den Angriff bereit„.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir uns von ganz allein immer verwundbarer zeigen, was spätestens seit den dänischen Mohammed-Karikaturen selbst dem Laien ersichtlich sein dürfte. Meiner persönlichen Ansicht nach ist auch dies eine Folge unseres verlorenen National- und Kulturbewusstseins. Henryk M. Broder drückt es im SPIEGEL 33/2006 meines Erachtens sehr passend aus:

Die Diskussion darüber, welche Provokationen WIR unterlassen sollten, damit SIE sich nicht gekränkt fühlen, führt zwangsläufig in das Reich des Absurden.
Dürfen fromme Juden von Nichtjuden den Verzicht auf Schweinefleisch verlangen? Und mit Sanktionen drohen, wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird? Darf ein Hindu in Indien Amok laufen, weil die Niederländer die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Kuh nicht anerkennen? Wer Muslimen das Recht einräumt, sich darüber zu empören, dass die Dänen sich nicht an ein islamisches Verbot halten, von dem nicht einmal feststeht, dass es tatsächlich existiert, muss solche Fragen mit einem klaren Ja beantworten. Und schließlich auch Analphabeten erlauben, Buchhandlungen zu verwüsten, denn in einer Welt, in der sich jeder gekränkt und gedemütigt fühlen darf, darf auch jeder entscheiden, welche Provokation er nicht hinnehmen mag.

Eine mögliche Lösung – die auch Broder kennt – hatte der dänische Fortschrittspartei-Politiker Mogens Glistrup schon 1972:

Um Steuern zu sparen, sollte die dänische Armee aufgelöst und im Verteidigungsministerium ein Anrufbeantworter geschaltet werden: „Wir kapitulieren!“

Gute Idee eigentlich.


[6] Würde es sich eigentlich lohnen, Jamba wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen oder was-auch-immer zu verklagen angesichts der bekloppten „keine Coverversionen“-Werbung?
Kurze Auflistung:

  • Sergio Mendez feat. Black Eyed Peas: Mas que nada
    Cover von: Sergio Mendez: Mas que nada
  • Lumidee: Dance!
    Cover von: irgendso’ner 80er-Band
  • „Vogelgrippe“
    Cover von: einem uralten Kinderlied (voll trendy, wa?)

Habe die Reklame gerade nicht hier, will ich auch nicht unbedingt. Da war jedenfalls noch irgendein vierter hipper Coverklingelton dabei. Könnt ihr ja beizeiten selbst überprüfen, irgendwann und quasi jederzeit auf MTV (wofür stand das „M“ doch gleich?), wenn nicht gerade einer dieser Dating- oder Tuningsendungen kommt.

Apropos MTV (zur Orientierung: Das ist der Sender, auf dem die trendy Klingeltonwerbung nur gelegentlich vom Programm unterbrochen wird. Wie störend!): Die letzten brauchbaren Musiksendungen im deutschen Fernsehen sind der Rockpalast (WDR), Tracks (arte) und MTV Rockzone (doch, ehrlich). Nur meine Meinung.


[7] Als normalerweise eher klar denkender Mensch (der dies auch zu bleiben gedenkt) habe ich mich bis zur letzten Folge von „Surface“ erfolgreich davor bewahren können, mir dieses irrationale Machwerk anzusehen. Nun bin ich ja von Natur aus schadenfroh; vielleicht ist das der Grund, warum ich ebenjene letzte Folge angesehen habe, in der Hoffnung, dass die Charaktere abtreten oder was-auch-immer Schreckliches passiert (eine letzte Folge ist normalerweise nicht zum Spaß eine letzte Folge). Ich muss zugeben, dieses grüne Wesen (Nim oder wie es sich nennt) hat was Sehenswertes an sich (wenngleich ich deutliche Anleihen an E.T. erkennen kann). Über den Rest der Folge war ich allerdings bestürzt (wenn auch nicht sonderlich überrascht) angesichts der erstaunlich vielen Logikfehler in erstaunlich kurzer Zeit. Fassen wir die letzten Minütchen mal zusammen: Die scharfe Alte (Namen vergessen) telefoniert, legt das Handy „kurz zur Seite“ (wohin?), klettert handylos über einen engen Maschendrahtzaun und telefoniert auf der anderen Seite seelenruhig weiter. Da fragt man sich: Wie das?
Weiter geht’s: Es folgt eine Belehrung, dass der Raum, den die beiden Protagonisten betreten wollen, nicht biometrisch, sondern durch einen Retinascanner gesichert ist. Schade, hier wird Biometrie auf Fingerabdrücke etc. reduziert, aber außer Acht gelassen, dass die Retina (das Dings da in eurem Auge, liebe Leser) auch ein biometrisches Kriterium darstellt, übrigens weitaus fälschungssicherer als Fingerabdrücke.
Wie auch immer man es aber nennt, jene scharfe Alte (siehe oben) jedenfalls umgeht den „Augentest“ mit einem elektronischen (!) Bild (!!) von einem zugangsberechtigten Menschen. Freunde von Dan Browns Buch „Illuminati“ dürften wissen, dass kein Retinascanner der Welt etwas anderes zulässt als echte Augen, zumal kein gleichwie hoch auflösendes Bild alle kleinen Details der Retina abbilden kann, schon gar nicht ein derart flackerndes Computerbild wie in „Surface“. Für Interessierte empfehle ich Dan Burstein, „Die geheime Bruderschaft“, Seite 438 ff.
Über die Logik der Serie an sich verliere ich an dieser Stelle kein weiteres Wort, das erübrigt sich dann wohl… (Science-Fiction ist ein selbsterklärender Begriff, denke ich. Quark und Käse ebenfalls.)


(Wieso haben eigentlich derart überdurchschnittlich viele Indonesier die Vogelgrippe? Sodomie?)

Bis in ein paar Wochen dann. Vielleicht.
Meinjanur.
– euer Zyniker … np: Ostkreutz – Motor


Ach so, noch was… vor ’ner Weile im TV:
„Drück auf den grünen Knopf!“ „Wie sieht’n der aus?“ „Grün.“ (Sterben – aber richtig, Pro Sieben; nicht verwechseln mit einem ähnlichen Zitat aus Rambo III!). Find ich spaßig, hihi – wenn auch nicht ansatzweise so spaßig wie der gleichfalls schon einige Wochen alte literaturkritische Geschrieb* „Man schreibt Deutsh“ (sic!) von Stefan Gärtner (10,00 Euro, einfach im Buchhandel gucken), den ich nun, um diesen Eintrag zu beschließen, zumindest literarisch unbelasteten Tuxblog-Lesern ans Herz legen möchte (wenngleich, auch Freunde von Adorno und/oder Grünbein werden ihre Freude daran haben).


Ich weise nachtragsweise hiermit darauf hin, dass mit * gekennzeichnete Worte mein geistiges Eigentum sind. Wortklauer werden mit Böseangegucktfühlen* bestraft. Fies, wa?

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Die Welt trauert

Liebe Freunde der absurden Comedy,
traurige Überschrift, nech? Ja, die Welt trauert, und das ist ausnahmsweise nicht mal pessimistisch dargestellt.

Deutschland trauert spätestens seit Klinsmanns Rücktritt – das hat ja nicht lange gedauert mit der WM-Euphorie. Zu dumm für das Merkel, da hatte es gar keine Chance, die während der WM versaubeutelten „Reformen“ zu verstecken! Wenn Brecht das wüsste…

Und dann wären da noch einige „echte“ Todesfälle zu beklagen:

  • Robert Gernhardt („der Kragenbär, der holt sich munter / einen nach dem andern runter„)
    Welcher Banause hat eigentlich den Stuckrad-Barre dafür bezahlt, dessen Nachrufe zu verfassen? Peinlich, peinlich…
  • Rudi Carrell (Käse aus Holland, n.f.c.)
  • … und dann wäre da noch einer der kreativsten Musiker der letzten 40 Jahre, Mitgründer von Pink Floyd und Fastganzalleinverfasser von denen ihrer eigentlich ganz guten ersten Platte:
    Syd Barrett!
  • Das aber nur der Vollständigkeit wegen. Schlimm genug, dass die Medien sich auf den Carrell „eingeschossen“ haben und darüber den Barrett fast vergessen…

    Apropos Tote: Geht demnächst mal wieder ins Kino. Helge Schneider spielt Hitler – das kann nur ein Erfolg werden! ;-)

    Nun aber mal genug getrauert, Zeit für etwas Ablenkung. Heute keine schlechten Witze, dafür ist die Welt zu schlecht. Stattdessen noch ein paar Hinweise in eigener Sache:

  • Buchempfehlung: Robert Gernhardt: Gesammelte Werke (oder wie sich das nennt).
    Wer bisher nichts mit Lyrik zu tun haben wollte, wird hier schnell seine Meinung ändern. Ihr werdet euch in der ersten Hälfte krank und in der zweiten wieder gesund lachen (frei nach Erich Kästner) – versprochen!
  • CD-Empfehlung: The Gossip: Standing in the way of control. Laut, selten und völlig irre – also genau das Richtige für alle fleißigen Tuxblog-Leser. ;)

Schöne Ferien an alle Nichtversager, Topfkuchen und Rest der Welt! Viel Spaß mit euren School’s Out-Bekanntschaften (hehe)…
* Tuxi (gibt’s auch als Single-CD *gröl*)

P.S.: Zitat des Tages: „Sie sind festgenommen wegen ziellosen Herumschlenderns“ (RTL II, „Cops“). Schöne neue Welt!

Edit:
Los, kauft mir was! *sfg*

In den NachrichtenPolitik
Zum Thema Nationalstolz

Sers,
aus aktuellem Anlass (Thema „Abschaffung der Nationalhymne“) mal ein paar total tolle Fragen und Meinungen:

Erstens: Die Begründung „Nazihymne“ ist lächerlich. Wer Hoffmann von Fallerslebens restliche Werke kennt, weiß das. Davon mal abgesehen: Stichwort „Die Internationale“. Böse, böse Kommunisten. Wo bleibt der Verbotsantrag?
Zweitens: Die Begründung „deutschnational“ ist lächerlich. Es heißt nicht zum Spaß „Nationalhymne“. Und sowieso: Im Vergleich zu den Nationalhymnen von kulturellen Brennpunkten wie z.B. Frankreich oder (hehe) Togo ist das „Deutschlandlied“ harmloser als ein Kindergeburtstag. „Zu den Waffen!“…
Und sowieso: Verlogene Bande. Einerseits lassen „wir Deutschen“ keine Gelegenheit aus, den „American Way of Life“ zu leben, aber andererseits… Coca-Cola jederzeit, aber „Sterben für den Sieg“ auf keinen Fall. MTV sicher, Angriffskriege bloß nicht. Hip-Hop ja, Patriotismus nein. Nicht, dass ich gern einen deutschen Angriffskrieg miterleben würde, oller Pazifist, der ich bin – nur…
Habe ich schon erwähnt, dass die USA eingereiste Ausländer nicht länger als ein Jahr im Land dulden? Aber so was ist bei uns in weiter Ferne. Natürlich: Wer Einreisebeschränkungen fordert und dazu patriotische Flaggen schwenkt, ist ein böser, böser Hitlerfanatiker und gehört umgehend vergast. Nicht wahr, Herr Bush?

Es ist bedrückend, in dem Land der Dichter und Denker zu leben und sich dafür schämen zu müssen. Noch die dritte Nachkriegsgeneration soll gefälligst im Staub kriechen vor den allmächtigen Aliierten, als Entschuldigung für all das, was man in der Justiz „Erbschuld“ nennt und unter Hitler „Sippenhaft“ betitelt wurde. Hach ja, da kommt so ein spaßiger rassistischer (sic!, vgl. Martin Luther King) Narrenverein (USA) in Deutschland reinspaziert und drückt uns seine Gesetze auf…

Kleiner Denkanstoß: Die NSDAP-Regierung war de iure kein Verbrecherregime (wir dürfen das nicht nach unseren Maßstäben beurteilen – andere Gesellschaft, andere Verfassung!), da können sich die Lehrergewerkschaften aufregen, wie sie lustig sind. Nach welchen Maßstäben denn bitte? Etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Menschenrechte (sofern man im Vergleich mit den USA dieses Wort überhaupt nennen darf –> Guantanamo) gab es in den 30-er Jahren faktisch nicht, auch nicht in Deutschland. Bürgerrechte gab es allerdings, auch in Deutschland – nur ist es damals wie heute Sache des Staates, zu bestimmen, wer Bürger sein darf und wer nicht.
(Nehmen wir einmal an, ich liege gewaltig daneben – wäre nicht das erste Mal! – und es gab doch grundlegende Menschenrechte in Deutschland. Was geht es die USA dann an, ob die Deutschen sie respektierten oder nicht?)

Die „Verbrechen“, die den Deutschen angelastet wurden und noch heute werden, waren keine: Die Judenvernichtung zum Beispiel, so unmenschlich sie erscheinen mag, war durchaus gesetzlich legitimiert. Dank der absoluten Mehrheit der vom Volk (!) gewählten NSDAP verlief all das politisch korrekt. Mal als Beispiel: Die Große Koalition z.B. hat eine ähnliche Entscheidungsgewalt, sie könnten die Verfassung ebenso nach Belieben ändern. Schön, dass wir keine radikalen Kräfte in der Regierung haben (ja, wer sponsert denn die Antifa? Huch!) – sonst wären wir arm dran. Ach so, sind wir ja…

Apropos Judenvernichtung: Seit dem Mittelalter werden Juden systematisch verfolgt. Schon vor Hitler mussten Juden in Deutschland (resp. im Kaiserreich) viele Einschränkungen in Kauf nehmen, z.B. was ihre Schulbildung und ihren Berufsweg betraf. Vergast oder nicht vergast, Verfolgung bleibt eben doch Verfolgung. Und wer käme denn auf die Idee, die christliche Kirche zu verbieten? Sie hat im 12. Jahrhundert auch einige sehr interessante Dinge in Jerusalem getrieben. Oder ist das, ups, schon verjährt? Wann verjährt Judenverfolgung eigentlich?

Ich bitte alle politisch informierten Leser darum, diese Fragen in den Kommentaren zu erläutern. Ich versteh’s nicht…
(nein, „Hitler war scheiße“ und „lol du Nazi“ ist keine Begründung, liebe Antifa)

Noch was zum Thema Nationalhymne:
Ich weise dezent darauf hin, dass während der Entstehung des „Deutschlandliedes“ ebenjenes „Deutschland“ kein einheitlicher Staat war, und ich bezweifle, dass die deutschen Könige und Herzöge eine solche Vereinheitlichung gleichwelcher Art irgendwie befürwortet hätten. „Deutschland, Deutschland über alles“… nun, man kann es durchaus als Einheitswunsch interpretieren. Oder eben auch nicht…

Grüße von eurem Lieblingssokratiker!

NACHTRAG:
Der Bär ist tot, es leben die Mörder! Ich hoffe, der Tierschutzverein hat wenigstens diesmal Erfolg…

In den Nachrichten
Ärzte ohne Grenzen

Prima, prima: Da haben sich doch ein paar Pollidicker tatsächlich meine Ideen zur Gesundheitsreform abgeschaut. 5 Euro pro Arztbesuch… dann wird Deutschland wieder jünger. Oh, jubel, freu (Ren & Stimpy).

Harren wir also der Dinge, die da noch kommen – vielleicht werden wir sie noch (üb)erleben. Prost Mahlzeit!

In den NachrichtenKaufbefehleMusik
Das Runde muss in das Eckige

Huhu, liebe Fußballfans, und natürlich huhu Natha :>,
bei Durchsicht meiner Notizen fiel mir doch tatsächlich auf: Bald ist wieder Bürgerkrieg, äh, Fußball-WM! Da dachte ich mir als i.d.R. halbwegs akzeptabel informierter Nichtanhänger jeglicher sportlicher Betätigung und in meiner Rolle als Webspammer, äh, -blogger, guckste doch mal, ob du das irgendwie verwursteln kannst. Et ecce, da finden sich einige Suspecta:

Beginnen wir mit der Vorgeschichte: Vor wenigen Jahren kommt das „endgültige Satiremagazin“ Titanic nach einigen Jahren öffentlichkeitswirksamer Politaktionen (als Beispiele seien nur mal die „Wahlkämpfe“ für die SPD (Motto: „wir geben auf.“) sowie für die F.D.P. („judenfrei und Spaß dabei“) erwähnt) auf die cet. nicht mal schlechte Idee, bei der Wahl des Austragungsortes 2006 mitzustimmen. Der Versuch, die Jury mit einem Paar Würsten und einer Kuckucksuhr (sic!) zu bestechen, resultierte immerhin darin, dass das entscheidende Jurymitglied (Zitat: „This final fax broke my neck“) sich verstört seiner Stimme enthielt; im Rückblick nun auch darin, dass wir Deutschen in Kürze haufenweise grölende, pöbelnde, betrunkene Neg-, äh, starkpigmentierte Menschen afroamerikanischer Herkunft begrüßen „dürfen“ – übrigens eine fremde Feder, mit der sich „Kaiser“ Beckenbauer heute gern schmückt. Der Depp.

Apropos Neger – gehen wir über zum nächsten Punkt, nämlich dem Slogan* „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Eins vorweg: Wer sich so was ausdenkt, pappt sich auch bunte „Du bist Deutschland“-Kackhaufen aufs Auto. Andererseits, wusste da das Organisationskomitee wieder mehr als ich? Denn nun ist’s wurscht, wie schlecht die Deutschen spielen – wir können hinterher mit Fug und Recht behaupten, es seien ja ohnehin nur Freundschaftsspiele gewesen. Ich frag mich nur: Wessen Freunde woll’n wir sein? Um Gottes Willen nicht die von diesem grausigen Goleo-Viech (was symbolisiert das eigentlich? Christoph Daum auf Koks?) – da schon lieber die vom Schiedsrichter (Merk?)!

Bin ich übrigens der Einzige, dem die tolle WM-Hymne jetzt schon auf den Zeiger geht? …

P.S.:
Olé Brasilia!

P.P.S.:
Bisheriges Topalbum des Jahres: Tool – 10.000 Days. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Album nebst Rezension gibt’s hier. Allein schon das Artwork (derzeit gibt’s eine vermutliche Limited Edition mit beigelegter Lupe, damit man’s besser beäugen kann) ist den Kauf allemal wert. HTH!

* Slogan kommt übrigens aus dem Gälischen (slough ghain = Schlachtruf) – na, dämmert’s?

In den Nachrichten
Gedanken zum 1. Mai

Ach, kleiner Nachtrag (hätt ich fast vergessen):

[13:26] < @Theodor_Adorno> 1.mai ist bullenkloppen @ berlin
[13:26] < @Theodor_Adorno> wer kommt mit?
[13:26] < @[D]Tr1GGeR> ach scheiße
[13:26] < @[D]Tr1GGeR> maikrawalle sind uch noch
[13:26] < @[D]Tr1GGeR> ;(
[13:28] < @[D]Tr1GGeR> ma bei ebay gucken ob man wieder balkonplätze für die maikrawalle in berlin ersteigern kann
[13:28] < @[D]Tr1GGeR> :D

Also schlag ich doch direkt mal nach:

– Tag der Arbeit in vielen Staaten („Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse“)
– Die Nacht zum ersten Mai wird auch als Walpurgisnacht bezeichnet
– In Berlin finden an diesem Tag die Kreuzberger Krawalle statt, die stets mit gewalttätigen Ausschreitungen verbunden sind.

(Quelle)

Gehen wir die Liste mal durch:

Tag der Arbeit

Er wird auch als Kampftag der Arbeiterbewegung, Tag der Arbeit oder Maifeiertag bezeichnet.

„Kampftag“ – wieso ist ausgerechnet das meine erste Assoziation? Bin ich durch die Medien so sehr verdummt worden, oder ist es die Absicht unserer Politik, den „Tag der Arbeit“ zu verdunkeln? Ich meine, angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage wäre „Tag der Arbeit“ auch Galgenhumor im schwärzesten Sinne (R.I.P. Bill Hicks).

In den sozialistischen Ländern wurde der 1. Mai als „Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus“ begangen.

Logische Folgerung: Deutschland ist 1) ein sozialistisches Land, zumindest aber 2) überwiegend von Alt- und Neusozialisten bewohnt.
(nun, die Zustände in Deutschland sind in der Tat denen in der DDR 1989 sehr ähnlich – nur dass wir vermutlich nicht auf einen Umsturz hoffen dürfen, Polizei etc.)

Walpurgisnacht
Die Wikipedia kennt dazu Alte Bräuche – Das Hexenbrennen in der Oberlausitz.

Hexenbrennen, hmmm… eigentlich eine sehr nützliche Tradition… n.f.c.

Krawalle
Siehe oben.

In diesem Sinne, feiert schön und haut mal so richtig auf die Po… den Putz!

In den Nachrichten
Welt-AIDS-Tag?

Wo ich gerade so schön am Meckern bin:

Welcher Eierkopf hat eigentlich den albernen Welt-AIDS-Tag erfunden?
Nichts gegen die Idee an sich, aber die Umsetzung ist ja mal fürn Arsch. Einen Tag lang rennen alle mit ’ner billigen Schleife für ’n paar Cent durch die Gegend und kommen sich total barmherzig vor, und den Rest des Jahres können AIDS-Kranke millionenfach verrecken, ohne dass es jemanden interessiert, wa? Bin begeistert, sozusagen. -_-

So long…

In den NachrichtenMusik
Jugend und Raubkopien

Offenbar ist das Herunterladen von illegal verbreiteten urheberrechtlich geschützten Inhalten vor allem bei Jugendlichen beliebt. Unter den 15- bis 24-Jährigen beziehen 34 Prozent ihre Songs über Filesharing und haben, so der Bericht, kaum die Meinung, dass für Musik bezahlt werden müsse.

Quelle

Ja, wundert’s wen? Welcher normal denkende Mensch ist der Meinung, die aktuelle „Musik“ (Tokio Hotel und wie die Mädchenschwärme so heißen) sei mehr wert als ein müdes Lächeln?

Liebe Musikindustrie:
Wie wär’s mal mit guter Musik?

In den Nachrichten
Neues von der Anti-Kiddie-Kampagne

Seit kurzem gibt es für alle Eltern von P(r)oga(y)mer-Kiddies, die sich noch nicht fürs Sterben entscheiden können, eine etwas humanere Art, das Kiddietum einzudämmen. Wollen wir hoffen, 50 Jahre CDU hat die Elternschaft Deutschlands noch nicht allzu sehr verblödet…