Archiv für die Kategorie ‘Musik’.

Liedzitate und Erinnerungen an gute Lieder säumen meine Artikel. Jedenfalls diejenigen in dieser Kategorie.

MusikPolitikProjekte
Bomben und MTV

Hallo, liebe Leser,
es ist wieder einiges passiert.

In Großbritannien herrscht das Chaos, seit Bomben in London deponiert und einige weitere Anschläge verübt wurden. Aber natürlich – was gerade unserem Lieblingsknallkopf Bush überaus gelegen kommt – wird nicht die Ursache, nämlich Blairs Kriegsbereitschaft, sondern nur die Symptome („Terroristen“, ihr wisst schon) bekämpft. Wer würde auch die Schuld bei der Regierung suchen?

Und aber apropos Erschreckendes:
Letzte Nacht schaltete ich aus diversen Gründen (ist es durch Langeweile zu entschuldigen?) MTV (Mädchen-TV?) ein und stellte zu meinem persönlichen Erschrecken fest: Lenny Kravitz ist gar nicht so schlecht, wie ich dank „Fly away“ bislang zu wissen meinte.
„Rock’n’Roll is dead“, ja, so kann’s gehen… was bleibt übrig? Die Arctic Monkeys? Feuilletonfreundliche Krawallbengels wie Mars Volta? Och nö!

In stillem Gedenken,
– euer Musikfaschist


P.S., schließlich war nicht alles schlecht in dieser Woche:
Die neue Version 5.10 der beliebten Scriptsammlung Gamers.IRC ist soeben erschienen. Fehlerberichte und Verbesserungsvorschläge könnt ihr hier und natürlich auch hier hinterlassen. Viel Spaß!

In den NachrichtenMusik
Lest keine FAZ!

Tachchen!

Da das Sommerloch sich, wie es scheint, ein paar Wochen nach vorn verschoben hat, gibt es heute mal nur eine kleine Newsanalyse:

Psychologen der polnischen Regierung gehen dem Verdacht nach, dass Tinky Winky, ein Held der britischen Kinderserie „Teletubbies“, heimlich homosexuelle Werte vermittelt. Tinky Winky hatte den Argwohn der Regierungsbeauftragten für Kinderrechte, Ewa Sowinska, durch seine Vorliebe für lilafarbene Strampelanzüge und seine schwarze Damentasche erweckt.

(Quelle)

So weit, so blöd. Abgesehen davon, dass dieses Bild 40 Jahre danach (*) überaus peinlich ist:

Schlimm genug, dass ausgerechnet Politiker sich über so etwas Gedanken machen. Aber ich frage mich:

Wieso FAZ und nicht BILD?

Nachdenklich,
– euer Sommerpinguin


* – alles Gute nachträglich – danke euch!

In den NachrichtenMusik
Juhu, Handball… äh, was?

Hallo, liebe Leser!

Ist das nicht, äh, klasse? Die WM im eig’nen Land, und diesmal spielen „wir“ (wer immer das sein mag, ich jedenfalls spiele nicht mit) nicht um den dritten oder vierten Platz, sondern mindestens um den zweiten. Das ist zwar keine signifikante Verbesserung, aber ich persönlich habe den Eindruck, nach einer derart missratenen Fußball-WM ist den Deutschen alles recht.

Nun ist Handball ja nicht unbedingt ein anspruchsvolles Spiel, wie eben jeder andere Sport, der im Fernsehen kommt, auch. Ein paar Menschen, die nichts sinnvolles gelernt haben, rennen hinter einem Ball her und verdienen sich dumm und dämlich damit – super. Und vor der Glotze sitzen Millionen Deutsche, die zu faul sind, selbst Sport zu treiben, und fressen für Milliarden Euro fettige Chips in sich rein. Bin gespannt, wie lange die USA noch als „dickste Nation der Welt“ gelten. Müssen wir denen eigentlich alles nachmachen (siehe P.S.)?


Noch eine bedrückende Nachricht als Kurznotiz obendrauf: Bayern „Hollywood“ München und der Hamburger SV bekommen neue Trainer. Von mir aus könnte der Herr Magath allerdings ruhig bei Bayern bleiben, ein vierter Platz tut denen mal ganz gut, denke ich.
Ansonsten mache ich mir ja nicht viel aus Fußball. ;-)


So viel erst mal von mir…
– euer Pinguin


P.S. zum Thema „nachmachen“: VdGG kommen 2007 wieder, Genesis und wahrscheinlich Led Zeppelin auch; aber hätte das denn wirklich sein müssen?

MusikNetzfundstücke
Tokio Hotel zum Letzten

Tokio Hotel löst sich auf.

Fangen wir gleich mal an, das Ganze auseinanderzupflücken:

Gesundheitliche Probleme

Mein Gott, das erste Mal ’n Kater, was?

und musikalische Differenzen

Ja, aber nicht innerhalb der Band, sondern mit dem Rest Deutschlands, möchte ich meinen…

„Ich habe da ständig so einen hohen, quietschigen Ton in meinen Ohren“

Geht mir genau so, wenn ich Tokio Hotel höre. Tinnitus? Ich glaube kaum.

Glück auf, Deutschland!

Diese Nachricht steckt übrigens mit voller Absicht in „Musik“.
– euer Roflpinguin

MusikPersönliches
Betteln und gebettelt werden

[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
[2] In eigener Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eigener Sache (II)


[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
Kürzlich im Bus: Diskussion zum oben genannten Thema. Von hinten eine männliche (!) Stimme „also Killerpilze sind scheiße“, darauf vielstimmiges weibliches Gekicher und die Bemerkung „haha du stehst auf Tokio Hotel“; und da möchte ich mal seinfeldesk einhaken: ich meine, was ist denn das für eine Frage? Zwei Haufen unmusikalischer Knirpse, kaum Haare am Sack und schon einen auf dicke Rockstarhose machen, „ja nee, is klar“ (A. Schröder); und dann noch mit „Sängern“, die im Sprachheilzentrum bestenfalls den Boden wischen dürften, und Texten, die selbst den Backstreet Boys peinlich sein müssten, na dankeschön. Fast wünsche ich mir die gute alte Blümchen-Zeit zurück – und das will was heißen.
„Ich frag mich, was mach ich eigentlich hier?“ (Killerpilze) – ich mich auch.


[2] In eigener Sache (I)
An dieser Stelle, kurz dazwischen sozusagen, möchte ich mich nach eingehender Abwägung der Konsequenzen bei allen entschuldigen, die sich über meine Meerschweinrezepte echauffieren. Tut mir echt Leid. Ich bitte allerdings darum, nicht mit Pinguinrezepten zu kontern; ich habe mal gelesen, die schmecken dann doch eher tranig.
Habe die Ehre, Frau Generalfeldmarschall! *verneig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Nächstes Thema:
Neulich war ja wieder der Welt-AIDS-Tag angesagt, wo es lustige rote Schleifen für ein kleines Entgelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzulassen:

  1. Betteln ist Betteln. Wenn einer vor mir steht und mit einer halbvollen Blechbüchse rumklappert, bekommt er von mir höchstens eine Anzeige wegen Belästigung, aber mit Sicherheit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. „Halloween“), für hungernde Kinder in Berlin-Kreuzberg oder für den Weltfrieden sammelt. Versteht mich nicht falsch: freiwillige Spenden sind eine Sache, die ich durchaus moralisch vertreten kann; aber Penetranz lehne ich ab.
  2. An alle Schulkinder, die von ihren Schulautoritäten mit Sicherheit – wie jedes Jahr – von irgendwelchen Panik machenden Filmchen beschallt wurden und deswegen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben werden: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön einfach zu verstehen wäre. Ein HIV-Infizierter kann 120 Jahre alt werden und sich immer noch bester Gesundheit erfreuen; erst wenn das HIV-Virus AIDS hervorruft, wird’s in der Regel teuer. Freut mich, wenn ich euch was beibringen konnte. :-)

[4] In eigener Sache (II)
Hat jemand von euch, werte Leser, einen banner- und kostenfreien Hoster für das TuxBlog im Angebot? Früher gab es da mal so was wie FunPic, aber ich bin da gerade nicht sicher, wie es mit der Werbefreiheit in Verbindung mit MySQL aussieht. Notfalls muss ich eben doch bei 1&1 unter Vertrag; mache ich nur für ein Weblog aber sehr ungern.
Ich bin jedenfalls derzeit auf der Suche, bis spätestens November 2007 muss ich „weg“ sein, dann macht der jetzige Hoster dicht… danke im Voraus!


Übrigens, schönes Spiel für zwischendurch: „N“ (heißt echt so)
– le Tüx

Musik
Sprachkultur vs. MTV

Tag, liebe Leser!
 
Derzeit befinden wir uns ja in einer Zeit, in der kulturelle Bildung nach Jahren der medialen Verdummung endlich auch in Deutschland wieder einen gewissen Stellenwert erreicht; der, wie es sich ja dümmlicherweise heute nennt, Bestsellerautor Bastian Sick sowie die umfassende Berichterstattung in allen ernst zu nehmenden Politmagazinen der letzten Wochen sind nicht ganz unschuldig daran.
 
Zu dem Thema ist schon zu viel geschrieben worden, als dass ich nun auch meinen Senf dazugeben müsste; nur eine kleine Anekdote aus dem Videotext von MTV (siehe ältere Beiträge): Der aktuelle „trendy Vote“ lautet wörtlich: „Welche Rockband macht die krass geilste Musik?“
 
Von den seltsamen Auswahlmöglichkeiten (was bitte hat Evanescence da verloren?) mal abgesehen: Und da wundert sich noch jemand?
 
Döner mit alles und Meerschwein(*),
– euer Sprachführer *hüstel*
 
(* mit, wie immer, liebem Gruß an Steffi :>)

Musik
Bushido und die Musik

Kleiner Nachtrag aus aktuellem Anlass:
 


(Quelle: TITANIC 10/2006)

 
Haha!

In den NachrichtenMusikPolitik
Noch mal Nahost

[1] Atomwaffen, und sonst so?
[2] Österreich, Teil 2
[3] Herzlichen Glückwunsch, 5 Jahre Krieg!
[4] LaFee bzw. Videokritik
[5] Modekriminalromane


[1] Kaum hat sich der Libanon ein bisschen beruhigt, schon stürzen sich die Sicherheitsfanatiker auf ein neues (altes) Opfer, den Iran. Von „UN-Resolutionen“ ist plötzlich die Rede und davon, dass wir alle sehr besorgt sind, dass der Iran so gemein ist und Atomenergie erforscht und eventuell sogar so was wie Atomwaffen herstellen könnte etc.
 
Den Politikinteressierten dürfte das alles noch bekannt vorkommen: Auch ein gewisser Herr Hussein soll im Besitz von Atomwaffen gewesen sein und auch willens gewesen sein, sie einzusetzen. Da drängt sich mit einiger Sicherheit nicht nur mir die Frage auf: Fliegen demnächst Bomber über den Iran, auf der Suche nach dem Präsidenten, der sich derweil einen noch längeren, verlausten Bart wachsen lässt und in einem Erdloch versteckt hält?
 
Und eine noch viel interessantere Frage lautet doch wieder einmal:
Was geht’s uns an?
 
„Der Iran erforscht Atomenergie.“ Nun, das tut Deutschland ebenfalls, genau wie viele andere Länder. Warum sollte man (i.e. ausgerechnet wir) ein Problem damit haben?
„Aber der Iran könnte Atomwaffen herstellen und in einem Krieg verwenden!“ – behauptet bitte wer? Nur weil Ahmadenidschad über ein enormes Atompotenzial (lat. potesse -> können) verfügt, sind wir alle in Gefahr? Entschuldigt, wenn das jetzt naiv aussieht, aber ich für meinen Teil habe vor Bush weitaus mehr Angst als vor dem irren Iraner. Atomwaffen einsetzen, um irgendwo Krieg zu spielen – warum sollte der Iran so was tun? Für die USA hingegen gäbe es mehr als genug Gründe, den Iran zu zerbomben, zum Beispiel Erdöl, Erdöl oder wie wär’s mit Erdöl?
 
Doch, doch, liebe Skeptiker und BILD-Leser, genau so ist’s. Der Iran ist nun mal eine der wichtigsten Ölfördergebiete, und das ist dem Weißen Haus per se suspekt. Erdöl ist spätestens seit der Bushregierung ein nahezu perfekter Anlass, in der jeweiligen Region den, äh, Frieden zu sichern (nochmals: siehe Irak). Die Unterstützung der Bevölkerung ist mit Vermutungen wie „die haben Atomwaffen, die Schweine“ in den USA bedauerlicherweise fast mit vollständiger Sicherheit gewonnen (ich würde das pauschal als „Naivität“ bezeichnen), und mehr braucht’s nicht.
 
Gut, gut – von mir aus dürfen sich Bush und Ahmadenidings gegenseitig die Häuser wegpusten. Abgesehen von dem ethischen Aspekt aber bringen solche Kriege üblicherweise noch ein ganz anderes Problem mit sich, landläufig als „Friedensmission“ bezeichnet, siehe aktuell im Libanon. Ich würde gern wissen, wie man sich eine „Friedensmission“ mit Soldaten und Panzern denn vorzustellen hat. Oder ist der alte Traum von den Friedenspanzern, die Blumen statt Granaten schießen, endlich wahr geworden?


[2] An dieser Stelle noch ein Wort zu Frau Kampusch: Na fein, nun hat sie der Welt also auf RTL – wo sonst? – all das erzählt, was wir seit Tagen wussten. Aber nun wissen wir auch, wie sie aussieht. Welch eine Freude. Das hilft uns wirklich weiter. ;-)
(vor allem, weil man sie jetzt leichter erkennt, auf der Straße zum Beispiel, und den Rest ihres Lebens nicht in Ruhe lässt)
 
Aber immerhin ist sie ehrlich genug, zuzugeben, dass sie Geld aus ihrer Entführung schlagen will: ein Buch drüber schreiben, noch haufenweise Interviews geben und sich dumm und dämlich verdienen an der Sensationsgier der ebenso Dummen, was auch durch die angekündigte „Stiftung für Entführte“ nicht deutlich positiver zu werten ist. Mir indes fällt dazu nur ein: Siehste?
 
Mir als – tut mir ja Leid! – Mann fehlt leider bzw. schönerweise jegliches Mitgefühl für so eine Frau. Sie kann nichts dafür, dass sie entführt wurde, und die letzten Jahre waren der Horror für sie und so weiter und so fort; nun, so hilfebedürftig kam sie mir im Interview – das ich im Übrigen ohne Bild und nur aus dem Nebenzimmer verfolgte, aus Desinteresse zum Beispiel – gar nicht vor. Im Gegenteil, auf mich machte sie den Eindruck einer selbstständigen und (trotz österreichischer Gene, scnr) gebildeten Frau, die alles andere als verstört durch die Gegend geht und – siehe oben – sich nicht unbedingt dafür schämt, die bereits erwähnte Sensationsgier (ich nenne es i.d.R. „BILD-Syndrom“, weil erblich) der Unter- und Mittelschicht auszunutzen, zumal

  1. wir wirklich interessantere Probleme haben, z. B. die Arbeitsmarktsituation, und
  2. in Afrika und Lateinamerika auch ständig Kinder entführt, jahrelang gefoltert und in der Regel getötet (!) werden und uns das komischerweise einigermaßen am Gesäß vorbeigeht

was ich, nebenbei erwähnt, als Philanthrop ohnehin zum Brechen finde, und da frage ich mich doch, was Frau Kampusch zu einem besseren Menschen macht, und überhaupt q.e.d. und Punkt.


[3] Weiter im Text und apropos: Der 11. September feiert Geburtstag. Ich als Kalenderkenner und Teilzeit-Erbsenzähler halte es ohnehin für ein Unding, dass man ein Datum als feststehenden Begriff festlegt (oder wer redet von „der 6. Dezember“, wenn er den Nikolaustag meint?), zumal die Sprachpanscher eine ganz eigentümliche neue Regel gesetzt haben, die da lautet: „Nine-Eleven sowie 9/11 sind im deutschsprachigen Raum eingetragene Marken des Jahres 2001“ oder so ein Quark… ich jedenfalls streich mir den Tag regelmäßig rot an und geh feiern. Kaffee und Kuchen und so. Die Musik bring ich aber selbst mit!


[4] Und nochmals apropos, diesmal Musik bzw. Quark: Heute schon gelacht? Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen (jawoll!), LaFee – m.W. nach eigenen Aussagen, aber zumindest unverhohlen stolz darauf, die Hauptschule (sic; vgl. Textpassagen wie „jeder Arsch will mit dir gehn“) zugunsten einer Musikkarriere (sic!) abgebrochen zu haben; „Kopp zu“ ist noch das Freundlichste, das mir dazu einfallen will – also diese LaFee jedenfalls von einer ganz neuen Seite kennenzulernen, nämlich der chaplinesken, slapstickhaften oder wahlweise auch choreographisch ausgefeilten. Wer teilhaben möchte an meinem Amusement, möge einfach warten, bis auf VIVA das im Übrigen ermüdende Liedchen „Prinzesschen“ von ebenjener ehemaligen Hauptschülerin läuft – was i.d.R. nicht lange dauert – und umgehend den Ton abdrehen.
 
Für die, bei denen VIVA Hausverbot hat, habe ich hier eine kleine Zusammenfassung der Choreographie des Hauptvideos (jenes, in welchem LaFee in Satanisten- respektive Nuttenkleidung im Wald rumsteht und doof guckt) vorbereitet:
Linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn, Pause, linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn, Pause, linker Arm nach vorn, Pause, rechter Arm nach vorn usw. und das ganze Spiel so 3-4 Minuten lang immer wieder hin und her (was geschrieben weit weniger debil aussieht als ge-, äh, tanzt) – ich hoffe, das wird nicht der neue „trendy“ Sommertanz.
 
Ich, der ich stets einen möglichst großen Abstand zu allem Hiphopesken (… hieß früher Stottern und war heilbar … das nur nebenbei) zu halten bemüht bin, komme dennoch nicht umhin, hier Parallelen zu den spastischen Zuckungen von Bushido, Eko Fresh und wiesealleheißen festzustellen; letztendlich bleibt aber ein Gefühl der geistigen Überlegenheit zurück, bei allem Respekt, den man empfinden mag.


[5] Übrigens, Mode: Kürzlich fiel mir ein Kriminalroman in einer Frauenzeitschrift (welche im Übrigen nicht ich las) auf, der „Modekrimi“ betitelt war. „Modekrimi?“, fragt sich da so mancher (z.B. ich), „waren das nicht die 80-er?“ … oder was bitte soll man sich unter einem Modekrimi vorstellen?
 
„Der Einbrecher, gekleidet in edlen Pariser Samt mit blauen Applikationen (Lagerfeld, 500 Euro, gestohlen), brach in das Atelier des stattlichen Designers ein, der gerade in seinem kunstseidenen Mantel (Quelle, 39,95 Euro) durch sein nach Chanel duftendes Büro“ und so weiter… na danke.


Harren wir also besorgt der Dinge, die da kommen. Bis dahin blumige Grüße, vor allem an Steffi!
– euer Hobbypazifist


Übrigens, wieder ’ne neue eMule-Version von mir -> Klick!

Musik
Offener Brief

Als kleiner Nachtrag zu meinem vorigen Eintrag, wo wir gerade bei „Musik“ waren, noch ein Wörtchen an unsere geliebte „Musik“industrie, die ja die letzten Wochen wieder damit verbracht hat, sich über mangelnde Einnahmen aufzuregen:

Werte Entscheider!
Ich weiß, in Zeiten der globalen Vernetzung ist es alles andere als leicht, Geld mit etwas zu verdienen, das man mit ein klein wenig Skrupellosigkeit auch kostenlos – und ungeheuer bequem! – online bekommen kann. Es ist ja in der Tat nicht unbedingt moralisch vertretbar, sich das geistige Eigentum anderer Menschen unbezahlt anzueignen; eure Vergleiche mit Kaufhausdieben sind in meinen Augen auch durchaus berechtigt.
Dass ihr aber, wie so oft, die gesamte Onlinegemeinschaft pauschal in Sippenhaft nehmen und symbolisch verprügeln wollt, halte ich doch für fragwürdig; gerade ihr, die ihr doch am meisten von ihr profitiert! Wo würdet ihr stehen, wenn nicht einst ein kleines Kind die Netzgemeinde kostenlos mit dem Lied vom „kleinen Krokodil“ bereichert hätte (und ihr euch nur wenig später an ihm)? Was wäret ihr nur ohne jene Künstler, die allein für die Kunst und nicht für Geld spielen – Gnarls Barkley und die Arctic Monkeys, um nur zwei zu nennen?

Dass es tatsächlich noch Musiker gibt, die sich nicht um euer Geld scheren, ist euch sichtlich unangenehm. Klar, mit kostenlosen Downloads habt ihr schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn man euren Ausführungen glaubt, sind Media Markt und das Pressezentrum längst vergangene Bastionen glorreicher Zeiten. Aber, ganz im Vertrauen, ich sag euch mal was:

Niemand mit nur ein klein wenig Musikverstand ist bereit, sein (gerade angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage) sauer verdientes Geld für eure Retortenbands auszugeben. Welches Argument rechtfertigt bei der „relevanten Zielgruppe“ (das sind meines Wissens Menschen über 12 Jahren) den Kauf einer CD von Banaroo, Yoomiietc. und wie sie alle heißen mögen? Andersherum: Wie viele Kinder im Alter von sagenwirmal 10-12 haben in Deutschland denn genug Geld, um euch über Wasser zu halten?

Ihr habt es euch zum Ziel gesetzt, alles, was euren Verkauf von Tonträgern irgendwie behindert oder erschwert, aus dem Weg zu räumen, sofern möglich. Sehr edles Ziel. Aber meines Erachtens ist euer Wahlspruch der falsche. „Copy kills music“ – das wäre zu einfach. Nein, das Prinzip heißt eindeutig „Industry kills music“.
Ich gebe es zu, ich selbst bin einer dieser Schwerverbrecher, denen der Kopf abgehackt gehört, weil ich unverschämt genug bin, lieber Webradio zu streamen statt eure Platten zu kaufen. Nun, so sind die GEZ-Gebühren immerhin sinnvoll angelegt. Dabei war es doch einmal so einfach: Ihr stellt Musik her, wir kaufen sie. Nur hat sich mittlerweile einiges geändert, und Angebot (Retortengehopse) und Nachfrage (Musik) sind alles andere als deckungsgleich. Auf Dauer kann man auch mit noch so tollen Extras keine schlechte Musik wettmachen. Tool allerdings sind da eine Ausnahme; ich wage zu behaupten, dass es zum Beispiel von 10.000 days mehr legale als illegale Kopien gibt, allein wegen des Artwork. Und warum werden seichte Gruppierungen wie US 5 von euch mit Geld und Lob überhäuft, während musikalisch anspruchsvolle Künstler wie Ostkreutz oder sagenwirmal The Gossip höchstens unter „haben wir auch irgendwo rumliegen“ geführt werden?

Ich denke, ich spreche für viele meiner Leser, wenn ich euch folgendes Geschäft vorschlage:
Ihr produziert wieder gute Musik, und wir kaufen sie. Glaubt mir, mit Bands, die nach The Who oder meinetwegen auch nach The Beatles klingen, kann man auch nach 40 Jahren noch reich werden. Dann fällt die kleine Quote der armen Irren, die weiterhin Tokio Hotel und Banaroo downloaden, nicht mehr ins Gewicht…

Klingt doch fair? Gut!

In den NachrichtenMusikPolitik
Aktuelles zur Zeit

Huhu!
Bin kurz mal wieder da und habe doch tatsächlich eine Menge neuer Zeitkritik mitgebracht!

[1] Neues vom Sex
[2] Arbeitslosigkeit
[3] Ösis, Tiere, Sensationen
[4] Nahost a.k.a. „heul doch!“
[5] Wir kapitulieren!
[6] Jamba und „Musik“ im Fernsehen
[7] Surface – Unheimlicher Schwachsinn


Fangen wir mal harmlos an:
[1] Es gibt Neuigkeiten aus der Welt des Sex: Forschungen haben ergeben, dass Männer, die sich das Bett mit einer Frau teilen, am nächsten Morgen unter Gedächtnisverlust leiden. Das hat mit der unbewussten (soso, hm, aha?) ständigen Wahrnehmung des weiblichen Körpers oder so zu tun… würde jedenfalls einiges erklären.


[2] Apropos erklären: Seit neuestem erklärt die Regierung ja jeden, der alle ihm zustehenden sozialen Leistungen auch in Anspruch nimmt, gleichsam zum Schmarotzer oder dergleichen. Könnte mir evtl. irgendjemand erläutern, wo da der Sinn besteht? „So, jetzt können Sie Hartz IV beantragen. Aber wehe, Sie machen das, Sie Sozialschmarotzer!“… oder wie? Wofür gibt es dann die zahlreichen staatlichen Förderungen, wenn sie nicht beansprucht werden sollen? Werte Mitbürger, der Sozialstaat ist eine Lüge auf unsere Kosten! Wäre nett, wenn mal jemand was dagegen unternähme. „Wir werden so regiert, wie Heide Simonis getanzt hat“ (Urban Priol).


[3] Dann ist da noch was anderes passiert, was insbesondere die per se schreckhaften („o Gott ich bin zu fett“) Frauen bewegt haben dürfte: So’n Mädchen – 18 Jahre – im Land der Schluchtenscheißer (i.e. Ösiland) hat nach 8 Jahren der Entführtseiung* erfolgreich den Weg nach Hause wiedergefunden. So weit, so gut. Aber ich für meinen Teil schäme mich für mein Land und seine Medien! „Aus Rücksicht auf das Mädchen werden vorerst keine Befragungen durchgeführt“, aha, soso? Auf die Idee, aus Rücksicht auf das Mädchen einfach mal die paar hundert Journalisten aus dem Vorgarten zu entfernen und aufzuhören, 24 Stunden am Tag live vom Wohnhaus der Entführten zu berichten, kommt ihr also nicht, sensations- und quotengeile Deppen, die ihr seid? Würde mich auch überhaupt nicht stören, nach 8 Jahren des (vorgeblichen, siehe weiter unten) Martyriums Tag und Nacht nicht in Ruhe gelassen zu werden. Echt nicht.
Kann mir, nebenbei gefragt, an dieser Stelle jemand erklären, wie man einen Menschen, gleich ob Männlein oder Weiblein, eigentlich „sexuell missbrauchen“ kann? Wenn mich mein ausgeprägtes Gespür für hohle Phrasen nicht sehr in die Irre führt, kann man doch nur missbrauchen, was man andersherum auch gebrauchen kann – hm? Analog cf. „Drogenmissbrauch“ (was wäre denn, liebe Phrasendrescher, ein Kokaingebrauch im erlaubten Sinne?).

Aber zurück zum Thema Ösientführung: Ich finde es, gelinde ausgedrückt, „zum Brüll’n“ (R. Gernhardt), wie sich die „öffentliche Meinung“ wieder ein Bild zurechtrückt. Zusammenfassung der von mir gesichteten Berichterstattungen zu diesem Thema: Das Mädchen behauptet, es sei ihm bei dem Entführer gut gegangen, so realitätsfern ist es geworden. Anders ausgedrückt liest sich das so: Es ging dem Mädchen gut, das ist Mist, dann haben wir nichts, worüber wir uns aufregen können, tz, dieses perverse Schwein hat doch bestimmt usw. … Generation BILD, ich liebe dich!


[4] Solltet ihr übrigens, werte Leser, an dieser Stelle einen meiner gewohnt bissigen politischen Kommentare zum Thema Nahost (ja nun auch schon was älter) vermissen, so muss ich gestehen, dass mir nicht so recht was dazu einfallen will. Denn mal ganz im Ernst und im Vertrauen: Interessiert uns Israel wirklich, oder wollen wir – nach Afghanistan, Irak und Kongo – nur wieder einmal den USA beweisen, dass wir uns als Weltpolizei durchaus eignen? Ich für meinen Teil – die extremen Linken unter meinen Lesern mögen mir verzeihen – sehe es nicht einmal ein, den Staat Israel als gegebenes Politikum zu akzeptieren. Ist es nicht vielmehr so, dass Israel 1947 von Staaten, die das im Grunde gar nichts angeht, ungefragt mitten in die bereits jemand anderem gehörige Pampa gepflanzt wurde und wir Deutschen seitdem in all unserer Schuld und unserem vorgeblichen Unrechtsbewusstsein die umgangssprachlichen Füße stillhalten müssen, um im militärisch erzwungenen Bild von der heilen Welt (welch Ironie an dieser Stelle!) nicht aufzufallen; dass ebenso dieses Deutschland nach dem bisher letzten „offiziellen“ deutschen Krieg (vgl. Kongo etc.) selbst de facto von einer Militärregierung gelenkt und geleitet wurde, die auch nach dem Ende des Eisernen Vorhangs weiter ihre Fäden zieht, gleichsam dafür Sorge trägt, dass ausgerechnet im Land der Dichter und Denker unser durchaus berechtigter Nationalstolz (vgl. SPIEGEL 32/06, Seite 46 ff.) zum staatsfeindlichen Gedankengut diskreditiert wurde?

Und ist nicht eigentlich selbst dieses Deutschland anno 1949 nur als Provisorium erschaffen worden, als „letzte Barriere“ der abendländischen Kultur, für dessen Bestand indes es seit 1990 keine rechtliche Grundlage mehr gibt? Man erinnert sich: Der Zwei-plus-Vier-Vertrag, der Deutschland in seiner heutigen Form zum Staat machte, wurde von einer Regierung geschlossen, die nach wie vor nur als Vertreter der de facto längst nicht mehr existierenden „Siegermächte“ handelten; desweiteren fehlt der Bundesrepublik seit ebenjenem Jahr ein zentraler Bestandteil ihrer Existenz, nämlich eine rechtskräftige Verfassung. Auch hier wird oft übersehen, dass das so genannte „Grundgesetz“ nur für die Dauer der Besatzung Bestand hatte und nur für die Grenzen von 1949 Gültigkeit besaß. Glasnost, Perestroika und Kohl – kleiner intellektueller Scherz an dieser Stelle – haben diese Tatsache bewusst verschwiegen, um die Vereinigung – eine „Wiedervereinigung“ gab es bisher nicht in der Geschichte der BRD; z.B. ein Deutschland in den Grenzen von 1939 wäre wieder vereinigt, aber die 1990 erschaffene Konstellation der deutschen Länder war und ist ein völliges Novum – möglichst schnell und unbemerkt durchzuführen, während eine rechtlich gesehen notwendige Volksabstimmung des „neuen“ Deutschlands über die Verfassung völlig unter den Tisch fiel.

Fazit: Die Deutschen in all ihrem vorgeblichen Freudentaumel sind seit 1990 verfassungs-, ergo staatenlos, folglich durchaus in einer israel-ähnlichen Situation. Und auch für jene, die „dieses politische Gefasel“ nicht interessiert, bleibt die Frage: Haben wir, in vielerlei Hinsicht längst auf einer Stufe mit einem Entwicklungsland, nicht weitaus wichtigere Sorgen als Atomreaktoren im Iran (und wer beschwert sich über die USA? Na?) oder tote Kinder in Osteuropa?


[5] Dass unsere Verfassung (siehe oben) von Anfang an festlegte, dass die Bundeswehr ausschließlich als Verteidigungsarmee benutzt werden soll, wird auch gern mal unter den Tisch gekehrt; schon ein gewisser Franz Josef Strauß schickte sie ins Ausland, und die späteren SPD-Regierungen machten es nicht viel besser. Auch dass seit dem Zerfall des „Feindes“ – sprich: des Ostblocks – in den 90-ern jeglicher Anlass zur Aufrechterhaltung einer Verteidigungsarmee fehlt, führte nicht zu entsprechenden Konsequenzen, sondern im Gegenteil zu der für Juristen und Bushfreunde interessanten These „wenn wir uns nicht mehr verteidigen müssen, sind wir für den Angriff bereit„.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir uns von ganz allein immer verwundbarer zeigen, was spätestens seit den dänischen Mohammed-Karikaturen selbst dem Laien ersichtlich sein dürfte. Meiner persönlichen Ansicht nach ist auch dies eine Folge unseres verlorenen National- und Kulturbewusstseins. Henryk M. Broder drückt es im SPIEGEL 33/2006 meines Erachtens sehr passend aus:

Die Diskussion darüber, welche Provokationen WIR unterlassen sollten, damit SIE sich nicht gekränkt fühlen, führt zwangsläufig in das Reich des Absurden.
Dürfen fromme Juden von Nichtjuden den Verzicht auf Schweinefleisch verlangen? Und mit Sanktionen drohen, wenn ihre Forderung nicht erfüllt wird? Darf ein Hindu in Indien Amok laufen, weil die Niederländer die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Kuh nicht anerkennen? Wer Muslimen das Recht einräumt, sich darüber zu empören, dass die Dänen sich nicht an ein islamisches Verbot halten, von dem nicht einmal feststeht, dass es tatsächlich existiert, muss solche Fragen mit einem klaren Ja beantworten. Und schließlich auch Analphabeten erlauben, Buchhandlungen zu verwüsten, denn in einer Welt, in der sich jeder gekränkt und gedemütigt fühlen darf, darf auch jeder entscheiden, welche Provokation er nicht hinnehmen mag.

Eine mögliche Lösung – die auch Broder kennt – hatte der dänische Fortschrittspartei-Politiker Mogens Glistrup schon 1972:

Um Steuern zu sparen, sollte die dänische Armee aufgelöst und im Verteidigungsministerium ein Anrufbeantworter geschaltet werden: „Wir kapitulieren!“

Gute Idee eigentlich.


[6] Würde es sich eigentlich lohnen, Jamba wegen Vorspiegelung falscher Tatsachen oder was-auch-immer zu verklagen angesichts der bekloppten „keine Coverversionen“-Werbung?
Kurze Auflistung:

  • Sergio Mendez feat. Black Eyed Peas: Mas que nada
    Cover von: Sergio Mendez: Mas que nada
  • Lumidee: Dance!
    Cover von: irgendso’ner 80er-Band
  • „Vogelgrippe“
    Cover von: einem uralten Kinderlied (voll trendy, wa?)

Habe die Reklame gerade nicht hier, will ich auch nicht unbedingt. Da war jedenfalls noch irgendein vierter hipper Coverklingelton dabei. Könnt ihr ja beizeiten selbst überprüfen, irgendwann und quasi jederzeit auf MTV (wofür stand das „M“ doch gleich?), wenn nicht gerade einer dieser Dating- oder Tuningsendungen kommt.

Apropos MTV (zur Orientierung: Das ist der Sender, auf dem die trendy Klingeltonwerbung nur gelegentlich vom Programm unterbrochen wird. Wie störend!): Die letzten brauchbaren Musiksendungen im deutschen Fernsehen sind der Rockpalast (WDR), Tracks (arte) und MTV Rockzone (doch, ehrlich). Nur meine Meinung.


[7] Als normalerweise eher klar denkender Mensch (der dies auch zu bleiben gedenkt) habe ich mich bis zur letzten Folge von „Surface“ erfolgreich davor bewahren können, mir dieses irrationale Machwerk anzusehen. Nun bin ich ja von Natur aus schadenfroh; vielleicht ist das der Grund, warum ich ebenjene letzte Folge angesehen habe, in der Hoffnung, dass die Charaktere abtreten oder was-auch-immer Schreckliches passiert (eine letzte Folge ist normalerweise nicht zum Spaß eine letzte Folge). Ich muss zugeben, dieses grüne Wesen (Nim oder wie es sich nennt) hat was Sehenswertes an sich (wenngleich ich deutliche Anleihen an E.T. erkennen kann). Über den Rest der Folge war ich allerdings bestürzt (wenn auch nicht sonderlich überrascht) angesichts der erstaunlich vielen Logikfehler in erstaunlich kurzer Zeit. Fassen wir die letzten Minütchen mal zusammen: Die scharfe Alte (Namen vergessen) telefoniert, legt das Handy „kurz zur Seite“ (wohin?), klettert handylos über einen engen Maschendrahtzaun und telefoniert auf der anderen Seite seelenruhig weiter. Da fragt man sich: Wie das?
Weiter geht’s: Es folgt eine Belehrung, dass der Raum, den die beiden Protagonisten betreten wollen, nicht biometrisch, sondern durch einen Retinascanner gesichert ist. Schade, hier wird Biometrie auf Fingerabdrücke etc. reduziert, aber außer Acht gelassen, dass die Retina (das Dings da in eurem Auge, liebe Leser) auch ein biometrisches Kriterium darstellt, übrigens weitaus fälschungssicherer als Fingerabdrücke.
Wie auch immer man es aber nennt, jene scharfe Alte (siehe oben) jedenfalls umgeht den „Augentest“ mit einem elektronischen (!) Bild (!!) von einem zugangsberechtigten Menschen. Freunde von Dan Browns Buch „Illuminati“ dürften wissen, dass kein Retinascanner der Welt etwas anderes zulässt als echte Augen, zumal kein gleichwie hoch auflösendes Bild alle kleinen Details der Retina abbilden kann, schon gar nicht ein derart flackerndes Computerbild wie in „Surface“. Für Interessierte empfehle ich Dan Burstein, „Die geheime Bruderschaft“, Seite 438 ff.
Über die Logik der Serie an sich verliere ich an dieser Stelle kein weiteres Wort, das erübrigt sich dann wohl… (Science-Fiction ist ein selbsterklärender Begriff, denke ich. Quark und Käse ebenfalls.)


(Wieso haben eigentlich derart überdurchschnittlich viele Indonesier die Vogelgrippe? Sodomie?)

Bis in ein paar Wochen dann. Vielleicht.
Meinjanur.
– euer Zyniker … np: Ostkreutz – Motor


Ach so, noch was… vor ’ner Weile im TV:
„Drück auf den grünen Knopf!“ „Wie sieht’n der aus?“ „Grün.“ (Sterben – aber richtig, Pro Sieben; nicht verwechseln mit einem ähnlichen Zitat aus Rambo III!). Find ich spaßig, hihi – wenn auch nicht ansatzweise so spaßig wie der gleichfalls schon einige Wochen alte literaturkritische Geschrieb* „Man schreibt Deutsh“ (sic!) von Stefan Gärtner (10,00 Euro, einfach im Buchhandel gucken), den ich nun, um diesen Eintrag zu beschließen, zumindest literarisch unbelasteten Tuxblog-Lesern ans Herz legen möchte (wenngleich, auch Freunde von Adorno und/oder Grünbein werden ihre Freude daran haben).


Ich weise nachtragsweise hiermit darauf hin, dass mit * gekennzeichnete Worte mein geistiges Eigentum sind. Wortklauer werden mit Böseangegucktfühlen* bestraft. Fies, wa?

MusikSonstiges
Waldmeister zum Zweiten

54, 74, 90, 2582096236… wie auch immer – sagte ich ja. Bleibt die Frage, ob Waldmeister oder Vizewaldmeister. Mal schauen.

In den NachrichtenKaufbefehleMusik
Das Runde muss in das Eckige

Huhu, liebe Fußballfans, und natürlich huhu Natha :>,
bei Durchsicht meiner Notizen fiel mir doch tatsächlich auf: Bald ist wieder Bürgerkrieg, äh, Fußball-WM! Da dachte ich mir als i.d.R. halbwegs akzeptabel informierter Nichtanhänger jeglicher sportlicher Betätigung und in meiner Rolle als Webspammer, äh, -blogger, guckste doch mal, ob du das irgendwie verwursteln kannst. Et ecce, da finden sich einige Suspecta:

Beginnen wir mit der Vorgeschichte: Vor wenigen Jahren kommt das „endgültige Satiremagazin“ Titanic nach einigen Jahren öffentlichkeitswirksamer Politaktionen (als Beispiele seien nur mal die „Wahlkämpfe“ für die SPD (Motto: „wir geben auf.“) sowie für die F.D.P. („judenfrei und Spaß dabei“) erwähnt) auf die cet. nicht mal schlechte Idee, bei der Wahl des Austragungsortes 2006 mitzustimmen. Der Versuch, die Jury mit einem Paar Würsten und einer Kuckucksuhr (sic!) zu bestechen, resultierte immerhin darin, dass das entscheidende Jurymitglied (Zitat: „This final fax broke my neck“) sich verstört seiner Stimme enthielt; im Rückblick nun auch darin, dass wir Deutschen in Kürze haufenweise grölende, pöbelnde, betrunkene Neg-, äh, starkpigmentierte Menschen afroamerikanischer Herkunft begrüßen „dürfen“ – übrigens eine fremde Feder, mit der sich „Kaiser“ Beckenbauer heute gern schmückt. Der Depp.

Apropos Neger – gehen wir über zum nächsten Punkt, nämlich dem Slogan* „Die Welt zu Gast bei Freunden“. Eins vorweg: Wer sich so was ausdenkt, pappt sich auch bunte „Du bist Deutschland“-Kackhaufen aufs Auto. Andererseits, wusste da das Organisationskomitee wieder mehr als ich? Denn nun ist’s wurscht, wie schlecht die Deutschen spielen – wir können hinterher mit Fug und Recht behaupten, es seien ja ohnehin nur Freundschaftsspiele gewesen. Ich frag mich nur: Wessen Freunde woll’n wir sein? Um Gottes Willen nicht die von diesem grausigen Goleo-Viech (was symbolisiert das eigentlich? Christoph Daum auf Koks?) – da schon lieber die vom Schiedsrichter (Merk?)!

Bin ich übrigens der Einzige, dem die tolle WM-Hymne jetzt schon auf den Zeiger geht? …

P.S.:
Olé Brasilia!

P.P.S.:
Bisheriges Topalbum des Jahres: Tool – 10.000 Days. Kann ich nur wärmstens empfehlen. Das Album nebst Rezension gibt’s hier. Allein schon das Artwork (derzeit gibt’s eine vermutliche Limited Edition mit beigelegter Lupe, damit man’s besser beäugen kann) ist den Kauf allemal wert. HTH!

* Slogan kommt übrigens aus dem Gälischen (slough ghain = Schlachtruf) – na, dämmert’s?

MusikPolitik
Gedanken zur Zeit …

Wem immer Ihr für alles die Schuld gebt
Ich habe keine Angst vor ihm
Ich fürchte mich nicht vor Osama Bin Laden
Oder Saddam Hussein
Ich habe Angst vor dem Security Service
Der am Bahnhof die Leute schikaniert
Und die größte Gefahr geht aus von der Polizei
Die mich fast täglich kontrolliert

Und der 11. September war für mich
Ein wunderschöner Tag
Ich weiss noch genau dass die Sonne schien
Und die Vögel sangen im Park

(Mono für Alle: 11. September – anhören)

In den NachrichtenMusik
Jugend und Raubkopien

Offenbar ist das Herunterladen von illegal verbreiteten urheberrechtlich geschützten Inhalten vor allem bei Jugendlichen beliebt. Unter den 15- bis 24-Jährigen beziehen 34 Prozent ihre Songs über Filesharing und haben, so der Bericht, kaum die Meinung, dass für Musik bezahlt werden müsse.

Quelle

Ja, wundert’s wen? Welcher normal denkende Mensch ist der Meinung, die aktuelle „Musik“ (Tokio Hotel und wie die Mädchenschwärme so heißen) sei mehr wert als ein müdes Lächeln?

Liebe Musikindustrie:
Wie wär’s mal mit guter Musik?

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