Archiv für die Kategorie ‘Musik’.

Liedzitate und Erinnerungen an gute Lieder säumen meine Artikel. Jedenfalls diejenigen in dieser Kategorie.

MusikNetzfundstückePolitik
Hallo, Verfassungsschutz! 3 – wie ironisch…

Einen entrüsteten guten Abend, liebe Leserschar,

Ach, was muss man oft von bösen
Buben
hören oder lesen?

(W. Busch, „Max und Moritz“)

Ja, mit der Vorratsdatenspeicherung ist das so eine Sache. Man ist, scheint’s, so lange ein potenzieller Terrorist, bis das Gegenteil bewiesen wurde – und auch dann steht man unter Beobachtung. Eigentlich beruhigend, dass es nicht nur uns Normalmenschen so geht, sondern dass auch die deutsche Prominenz nicht verschont wird:

Zu Unrecht beschattet fühlt sich derweil auch die Band „Mono für Alle!“ (MfA). Die Punkformation aus Gießen stand aufgrund von kritischen Texten etwa beim Lied „Hallo Verfassungsschutz(jawollja!) schon einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit der bayerischen Staatsschützer, welche die Löschung der Songprosa von der Homepage der Musikgruppe verlangte.

Das Lustigste daran ist ja eigentlich die Begründung:

[ Der Staatsschutz ] unterstellt der Band ein „extrem konspiratives Vorgehen“, da es „keinerlei Anhaltspunkte zur Identifizierung der Mitglieder“ gebe.

Hm, es gibt Videos ihrer Auftritte überall im Internet, genügt das nicht? Natürlich achtet man als Künstler auch ein wenig auf seine Privatsphäre, dafür gibt es ja Künstlernamen. Aber sind die jetzt ein Argument?

Verhaftet Heino! – „Schwarzbraun ist die Haselnuss, schwarzbraun bin auch ich“; da würde ich doch als Staatsschutz die Ohren spitzen, zumal er seinen echten Namen selten preisgibt. Verdachtsmomente scheinen doch zu genügen?
Gerade auch, wenn man als Staatsschutz, wie es scheint, ohnehin nicht der Schnellste und Hellste ist:

Erst acht Monate nach dem Beginn der Ermittlungen kommen die Staatsschützer laut der Akte auf die Idee, eine Whois-Abfrage über die Domain der Band-Webseite zu stellen.

Staatskritiker sind im Gemeinwesen unerwünscht, schreibt euch das hinter die Ohren, ihr Bengel!

Freundschaft,
– euer DDRinguin.

KaufbefehleMusikkritik
Musiktipp: Stolen Babies

Und weil’s so schön war:

Im vergangenen Jahr trat eine weitere kaputte Musikgruppierung aus dem Umfeld der durchaus durchgeknallten Avantrock-Kabarettisten Sleepytime Gorilla Museum in die „Öffentlichkeit“ bzw. den Underground:
Sie nennen sich „Stolen Babies“ und machen zusammengefasst wüsten Popkrach.

Fix Sadler von meiner Lieblingsmailingliste drückte es so aus:

(…) Stolen Babies agieren wesentlich songdienlicher, kommen direkt auf den Punkt (mit der Faust in die Fresse) und sehen sich vermutlich selber eher dem Hardcore-POP (HARDCORE bitte wörtlich nehmen) zugehörig, als dem Avantgarde… Da singt so ’ne Dame mit einem Gerülpse und Geröchel, dass einem schlecht werden mag… Und die gleiche Dame beweisst auf dem gleichen Album, dass sie aus dem nichts heraus zum ALLERFEINSTEN der Sangesgilde gehört… Zwischen Gwen Stefani, Lisa Dalbello und Kotzy Kotzen Kotzer… (wer es hört; ja, auch diese kreischende Quietschröhre is datt auch noch attraktive, kleine Mädel…) Darüber hinaus haben wir Psycho-Kirmes, Akkordeon, Violine, Trompete, Geschepper, Geklimper, verrückte Arrangements und Power bis zum Abwinken. Hampelfax könnte man auch sagen und täte der Mucke damit nicht unrecht. Die ganze Geschichte ist Artwork-technisch absolut rund, Digipak, spitzenstimmungsvolle Bilder aus dem Hause Schatten-Schnitte (…)

Ein makabres Musikvideo mit dem Titel „Push button“ gibt’s hier zu bewundern. Allein schon die Umsetzung ist künstlerisch absolut wertvoll.

Und bei MySpace sind sie natürlich auch vertreten; reichlich morbid, aber beeindruckend!

Viel Vergnügen…

Musik
Hip-Hop-Musik

Bevor’s auf Nimmerwiedersehen im Archiv verschwindet:

:-)

Auf die Diskussion bin ich schon mal gespannt.

Heididdeldiho,
– euer Springuin (ohje, es wird nicht besser)

MusikNetzfundstücke
Zeuhl für alle!

Hallöchen, liebe Musikfreunde,

in diesem schnuckeligen Weblog gibt es kostenlose Zeuhl-Musik für jeden zum kostenfreien Herunterholen.

„Was ist Zeuhl“, fragt ihr, die ihr zu einem Großteil vermutlich noch nie Musik von Magma hörtet, euch vielleicht.
Nun, die Babyblauen Seiten definieren es so:

Zeuhl ist eigentlich ein Wort aus der von den Mitgliedern der französischen Band Magma erfundenen Kunstsprache Kobaianisch und bedeutet etwa „himmlische Musik“. Inzwischen wird damit auch das Prog-Genre bezeichnet, in das Bands eingeordnet werden, die sich hauptsächlich durch die Musik von Magma inspirieren lassen bzw. teils aus Ex-Magma-Mitgliedern bestehen. Zeuhl-Musik zeichnet sich meist durch überaus kraftvolles, dominantes Bass-Spiel, repetitive Strukturen, peitschende Rhythmik und Jazz-Anleihen aus.

Weitere Informationen gibt es hier.

Klingt doch gut, oder? ;)

In tiefer Trauer,
– euer Musinguin (oder so)

Musik
Arrrr, ich bin ein Musikpirrrrat!

Liebe Leser, es ist mal ein ernstes Wort fällig.

Wo immer man herumsurft, mit wem immer man diskutiert, wann immer man Fernsehgerät und/oder Radio einschaltet, es ist stets dasselbe, was einem die Sinne vernebelt:

Raubkopierer hier, Musikpiraten dort. „Raubkopierer sind Kinderschänder“, und bis zu „Musikpiraten: Schwanz ab!“ ist’s wohl auch nicht mehr weit. Dass die zu Unrecht so genannte „Musikindustrie“ da einige Rechtslagen übersieht, tangiert die meisten Angesprochenen nur peripher; aufgewühlt durch die alltägliche mediale Verblödung schließen sie sich im stillen Kämmerlein ein und schwören bei Gott, Buddha oder den sieben Geißlein, dass sie nie wieder in ihrem Leben einen Computer bedienen werden. Aber warum das alles?

Folgendes sei mal festzuhalten:
GEZ-Gebühren gelten auch im Internet; irgendwie logisch, werden sie doch seit kurzem auch auf internetfähige Computer erhoben. Daraus folgt:

Was man bezahlt hat, darf man herunterladen.
Dazu zählen sowohl Fernsehsendungen als auch Radiomitschnitte; beides, nebenbei bemerkt, nur, so lange sie nicht kommerziell vertrieben werden.

Da nun die Industrie durchaus weiß, dass sie sich, würden sie diese Information allzu offen zugänglich machen, selbst ins Fleisch schnitte, wird all das ein wenig verschleiert, in der wohl leider berechtigten Hoffnung, dass die computerversessene Generation vergessen hat, was VHS und MC einst waren.

„Früher“ (wie das klingt!) wurden auf Schulhöfen noch unbehelligt knacksende Video- und Audioaufnahmen aus „Eigenproduktion“ und somit zum Selbstkostenpreis quasi verschenkt – wegen des nicht kommerziellen Charakters war das auch damals schon legal, wenn auch verpönt. Ist der Begriff „Privatkopie“ von den Medien so totdiskutiert worden?
Heute indes zucken auf Schulhöfen schon Besitzer tragbarer MP3-Abspielgeräte zusammen, wenn sie jemanden sehen, dessen Auftreten Zugehörigkeit zur GEMA suggeriert; steht doch an jeder Straßenecke zu lesen, dass auf den Besitz derartiger Dateien eine Gefängnisstrafe droht.

Ich aber sage bzw. schreibe: Mooooooment! Eigentor, liebe Industrie. Dank der Gebührenerhebung auf Internetzugangsgeräte ist ein PC nun gleichzusetzen mit einem Videorekorder und einem Kassettenrecorder, richtig? Beides ist, ich schreibe es extra noch mal fett, legal – wieso auch nicht?

Ach ja, worauf ich eigentlich hinauswollte, ist folgendes possierliches Zitat, das ich euch mal fast komplett wiedergeben möchte:

Trent Reznor, seines Zeichens Chef und meist auch alleiniges Mitglied des recht bekannten Rock-Projekts „Nine Inch Nails“ mag seine Plattenfirma Universal nicht besonders. Auf einem Konzert im australischen Sydney forderte er die Fans seiner Musik nun auf, für CDs künftig nichts mehr zu bezahlen.

Reznor, der schon früher gegen Universal gewettert hatte, bezeichnete das Unternehmen als „verdammte gierige Arschlöcher“. Er wünsche sich von seinen Fans, dass sie seine Musik „stehlen und mehr stehlen und all ihren Freunden geben und weiter stehlen“.

Nur auf diese Weise könne man den Bossen der Musikfirmen klar machen, dass sie den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, so Reznors Theorie. Hintergrund der Tiraden gegen Universal dürfte der hohe Verkaufspreis seines aktuellen Albums sein, das in Australien zu deutlich höheren Preisen angeboten wird, als die Werke anderer Künstler.

(Quelle)

Korrekturen oder Ergänzungen sind jederzeit gern gesehen; bis dahin fröhliches Saugen. ;)
– euer nicht minder fröhlicher Pinguin

KaufbefehleMusikkritik
Musikreview: dear john letter.

Hallo, liebe Leserschar,

durch Zufall stolperte ich kürzlich über eine noch recht junge Augsburger Musikgruppe, die sich zynisch „dear john letter“ nennt und ihr bisher gesamtes Å’uvre bei ausgerechnet der Sammelseite für Mainstreamgothics MySpace zum kostenfreien Drinversinken zur Verfügung stellt.

Die Musik ist sehr psychedelisch, es wird viel Wert auf Tiefe gelegt – oberflächlich ist hier nichts, Sigur Rós und die ganz, ganz alten Pink Floyd lassen deutlich grüßen.

Auf ihrer Homepage nun gibt es die erste EP mit vier Liedern, ach, was sag ich, Klangwelten für 7 Euro (inkl. Versand) zu erstehen – in Eigenproduktion gefertigt und jedes Exemplar ein Unikat (nummeriert!). Die Ausgabe sollte trotz der Gratistracks bei MySpace drin sein – es lohnt sich! Nicht nur die Klangqualität ist berauschend, auch das knapp 20-minütige Livevideo von Februar d. J. kann überzeugen.

Meine EP hat übrigens die Nummer 07023. ;-)

Viel Spaß und gute Unterhaltung!
– euer Pinguin (abgehoben trotz Flugunfähigkeit)

MusikNetzfundstücke
Bushido und das Gewaltkonzert

Hallo, liebe Freunde der guten Musik,

wie ich leider zu spät las, gab es gestern einen Auftritt meines Lieblingshampelmanns Bushido bei einem Konzert gegen (sic!) Gewalt.

Fast schon peinlich, diese Frage zu stellen, aber:
Wie war’s?

MusikProjekte
Ausbluten!

Heute aufgrund überaus unschöner Laune nur mal ein Kurzer:

I bleed it out, digging deeper just to throw it away.

Kennt ihr das, wenn ihr versehentlich in diese Klingeltonsender reinzappt und bei einem Ohrwurm landet, obendrein noch aus einem Genre, das ihr zuvor aus Überzeugung verachtetet? Ich hoffe, das wird nicht zur Gewohnheit!

Bis bald,
– euer Pinguin (paints it black)


Ach ja:
Da, wie schon anderswo erwähnt, Ablenkung in Form von geistiger Beschäftigung ein probates Mittel zur Schmerzverdrängung ist, gibt es jetzt wieder eine neue beba-Version – viel Spaß!

MusikNetzfundstücke
„Indie-Rock“?

Hallo, liebe Leser,

nicht viel los hier in letzter Zeit, nicht wahr? Nun, ich verbrachte die letzten Tage damit, meinen Wikipedia-Account mit ein paar Spielereien zu versehen sowie, angeregt unter anderem durch einen weiteren mir bekannten Weblogger, meiner sorgfältig gepflegten Musiksammlung einige weitere Stücke hinzuzufügen, wobei ich auf eine Genrebezeichnung stieß, deren Vertreter mir teilweise zusagten, teilweise aber auch völlig unbekannt waren.

Dazu wieder einmal ein wenig Senf bzw. Ketchup meinerseits:
Es ist durchaus erfreulich, dass der oft genug totgesagte Rock wieder Einzug in den Massenmarkt hält. Allerdings lasse ich mir nicht weismachen, dass die zahllosen nahezu identisch klingenden Britpopjauler von Franz Ferdinand, Mando Diao usw. irgendwas in dieser Kategorie verloren haben. „Independent“, also unabhängig von Genres, würde ich da jederzeit als Etikett anheften, aber „Rock“ klingt für meine verwöhnten Ohren doch etwas anders.

In stillem Gedenken an John Lennon,
– euer Musikfaschist (survival of the fittest!)


Nachtrag für die Windowsnutzer unter euch:
Gestern stieß ich auf ein durchaus beeindruckendes Programm, das die Musikqualität vor allem preiswerter Lautsprecher und Kopfhörer deutlich zu erhöhen in der Lage ist. Probiert’s mal aus!


P.S.:
Alles Gute zum 16. Geburtstag, liebes WWW!

MusikPolitikProjekte
Bomben und MTV

Hallo, liebe Leser,
es ist wieder einiges passiert.

In Großbritannien herrscht das Chaos, seit Bomben in London deponiert und einige weitere Anschläge verübt wurden. Aber natürlich – was gerade unserem Lieblingsknallkopf Bush überaus gelegen kommt – wird nicht die Ursache, nämlich Blairs Kriegsbereitschaft, sondern nur die Symptome („Terroristen“, ihr wisst schon) bekämpft. Wer würde auch die Schuld bei der Regierung suchen?

Und aber apropos Erschreckendes:
Letzte Nacht schaltete ich aus diversen Gründen (ist es durch Langeweile zu entschuldigen?) MTV (Mädchen-TV?) ein und stellte zu meinem persönlichen Erschrecken fest: Lenny Kravitz ist gar nicht so schlecht, wie ich dank „Fly away“ bislang zu wissen meinte.
„Rock’n’Roll is dead“, ja, so kann’s gehen… was bleibt übrig? Die Arctic Monkeys? Feuilletonfreundliche Krawallbengels wie Mars Volta? Och nö!

In stillem Gedenken,
– euer Musikfaschist


P.S., schließlich war nicht alles schlecht in dieser Woche:
Die neue Version 5.10 der beliebten Scriptsammlung Gamers.IRC ist soeben erschienen. Fehlerberichte und Verbesserungsvorschläge könnt ihr hier und natürlich auch hier hinterlassen. Viel Spaß!

In den NachrichtenMusik
Lest keine FAZ!

Tachchen!

Da das Sommerloch sich, wie es scheint, ein paar Wochen nach vorn verschoben hat, gibt es heute mal nur eine kleine Newsanalyse:

Psychologen der polnischen Regierung gehen dem Verdacht nach, dass Tinky Winky, ein Held der britischen Kinderserie „Teletubbies“, heimlich homosexuelle Werte vermittelt. Tinky Winky hatte den Argwohn der Regierungsbeauftragten für Kinderrechte, Ewa Sowinska, durch seine Vorliebe für lilafarbene Strampelanzüge und seine schwarze Damentasche erweckt.

(Quelle)

So weit, so blöd. Abgesehen davon, dass dieses Bild 40 Jahre danach (*) überaus peinlich ist:

Schlimm genug, dass ausgerechnet Politiker sich über so etwas Gedanken machen. Aber ich frage mich:

Wieso FAZ und nicht BILD?

Nachdenklich,
– euer Sommerpinguin


* – alles Gute nachträglich – danke euch!

In den NachrichtenMusik
Juhu, Handball… äh, was?

Hallo, liebe Leser!

Ist das nicht, äh, klasse? Die WM im eig’nen Land, und diesmal spielen „wir“ (wer immer das sein mag, ich jedenfalls spiele nicht mit) nicht um den dritten oder vierten Platz, sondern mindestens um den zweiten. Das ist zwar keine signifikante Verbesserung, aber ich persönlich habe den Eindruck, nach einer derart missratenen Fußball-WM ist den Deutschen alles recht.

Nun ist Handball ja nicht unbedingt ein anspruchsvolles Spiel, wie eben jeder andere Sport, der im Fernsehen kommt, auch. Ein paar Menschen, die nichts sinnvolles gelernt haben, rennen hinter einem Ball her und verdienen sich dumm und dämlich damit – super. Und vor der Glotze sitzen Millionen Deutsche, die zu faul sind, selbst Sport zu treiben, und fressen für Milliarden Euro fettige Chips in sich rein. Bin gespannt, wie lange die USA noch als „dickste Nation der Welt“ gelten. Müssen wir denen eigentlich alles nachmachen (siehe P.S.)?


Noch eine bedrückende Nachricht als Kurznotiz obendrauf: Bayern „Hollywood“ München und der Hamburger SV bekommen neue Trainer. Von mir aus könnte der Herr Magath allerdings ruhig bei Bayern bleiben, ein vierter Platz tut denen mal ganz gut, denke ich.
Ansonsten mache ich mir ja nicht viel aus Fußball. ;-)


So viel erst mal von mir…
– euer Pinguin


P.S. zum Thema „nachmachen“: VdGG kommen 2007 wieder, Genesis und wahrscheinlich Led Zeppelin auch; aber hätte das denn wirklich sein müssen?

MusikNetzfundstücke
Tokio Hotel zum Letzten

Tokio Hotel löst sich auf.

Fangen wir gleich mal an, das Ganze auseinanderzupflücken:

Gesundheitliche Probleme

Mein Gott, das erste Mal ’n Kater, was?

und musikalische Differenzen

Ja, aber nicht innerhalb der Band, sondern mit dem Rest Deutschlands, möchte ich meinen…

„Ich habe da ständig so einen hohen, quietschigen Ton in meinen Ohren“

Geht mir genau so, wenn ich Tokio Hotel höre. Tinnitus? Ich glaube kaum.

Glück auf, Deutschland!

Diese Nachricht steckt übrigens mit voller Absicht in „Musik“.
– euer Roflpinguin

MusikPersönliches
Betteln und gebettelt werden

[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
[2] In eigener Sache (I)
[3] Welt-AIDS-Tag
[4] In eigener Sache (II)


[1] „Tokio Hotel oder Killerpilze?“
Kürzlich im Bus: Diskussion zum oben genannten Thema. Von hinten eine männliche (!) Stimme „also Killerpilze sind scheiße“, darauf vielstimmiges weibliches Gekicher und die Bemerkung „haha du stehst auf Tokio Hotel“; und da möchte ich mal seinfeldesk einhaken: ich meine, was ist denn das für eine Frage? Zwei Haufen unmusikalischer Knirpse, kaum Haare am Sack und schon einen auf dicke Rockstarhose machen, „ja nee, is klar“ (A. Schröder); und dann noch mit „Sängern“, die im Sprachheilzentrum bestenfalls den Boden wischen dürften, und Texten, die selbst den Backstreet Boys peinlich sein müssten, na dankeschön. Fast wünsche ich mir die gute alte Blümchen-Zeit zurück – und das will was heißen.
„Ich frag mich, was mach ich eigentlich hier?“ (Killerpilze) – ich mich auch.


[2] In eigener Sache (I)
An dieser Stelle, kurz dazwischen sozusagen, möchte ich mich nach eingehender Abwägung der Konsequenzen bei allen entschuldigen, die sich über meine Meerschweinrezepte echauffieren. Tut mir echt Leid. Ich bitte allerdings darum, nicht mit Pinguinrezepten zu kontern; ich habe mal gelesen, die schmecken dann doch eher tranig.
Habe die Ehre, Frau Generalfeldmarschall! *verneig*


[3] Welt-AIDS-Tag
Nächstes Thema:
Neulich war ja wieder der Welt-AIDS-Tag angesagt, wo es lustige rote Schleifen für ein kleines Entgelt gab. Ich hab dazu nur zwei Senfe abzulassen:

  1. Betteln ist Betteln. Wenn einer vor mir steht und mit einer halbvollen Blechbüchse rumklappert, bekommt er von mir höchstens eine Anzeige wegen Belästigung, aber mit Sicherheit kein Geld; da ist’s mir auch schnurz, ob er für sich (vgl. „Halloween“), für hungernde Kinder in Berlin-Kreuzberg oder für den Weltfrieden sammelt. Versteht mich nicht falsch: freiwillige Spenden sind eine Sache, die ich durchaus moralisch vertreten kann; aber Penetranz lehne ich ab.
  2. An alle Schulkinder, die von ihren Schulautoritäten mit Sicherheit – wie jedes Jahr – von irgendwelchen Panik machenden Filmchen beschallt wurden und deswegen bis ins hohe Alter Angst vor Sex haben werden: AIDS ist nicht HIV, auch wenn das so schön einfach zu verstehen wäre. Ein HIV-Infizierter kann 120 Jahre alt werden und sich immer noch bester Gesundheit erfreuen; erst wenn das HIV-Virus AIDS hervorruft, wird’s in der Regel teuer. Freut mich, wenn ich euch was beibringen konnte. :-)

[4] In eigener Sache (II)
Hat jemand von euch, werte Leser, einen banner- und kostenfreien Hoster für das TuxBlog im Angebot? Früher gab es da mal so was wie FunPic, aber ich bin da gerade nicht sicher, wie es mit der Werbefreiheit in Verbindung mit MySQL aussieht. Notfalls muss ich eben doch bei 1&1 unter Vertrag; mache ich nur für ein Weblog aber sehr ungern.
Ich bin jedenfalls derzeit auf der Suche, bis spätestens November 2007 muss ich „weg“ sein, dann macht der jetzige Hoster dicht… danke im Voraus!


Übrigens, schönes Spiel für zwischendurch: „N“ (heißt echt so)
– le Tüx

Musik
Sprachkultur vs. MTV

Tag, liebe Leser!
 
Derzeit befinden wir uns ja in einer Zeit, in der kulturelle Bildung nach Jahren der medialen Verdummung endlich auch in Deutschland wieder einen gewissen Stellenwert erreicht; der, wie es sich ja dümmlicherweise heute nennt, Bestsellerautor Bastian Sick sowie die umfassende Berichterstattung in allen ernst zu nehmenden Politmagazinen der letzten Wochen sind nicht ganz unschuldig daran.
 
Zu dem Thema ist schon zu viel geschrieben worden, als dass ich nun auch meinen Senf dazugeben müsste; nur eine kleine Anekdote aus dem Videotext von MTV (siehe ältere Beiträge): Der aktuelle „trendy Vote“ lautet wörtlich: „Welche Rockband macht die krass geilste Musik?“
 
Von den seltsamen Auswahlmöglichkeiten (was bitte hat Evanescence da verloren?) mal abgesehen: Und da wundert sich noch jemand?
 
Döner mit alles und Meerschwein(*),
– euer Sprachführer *hüstel*
 
(* mit, wie immer, liebem Gruß an Steffi :>)