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Birth of Joy – You Got Me How­ling

Der Osterhase hat eine Eule versteckt.Es ist Mon­tag. Dar­an hat gestern mal wie­der nie­mand gedacht und auch heu­te tun es nur weni­ge, denn es ist Fei­er­tag. Irgend­wo in Süd­eu­ro­pa stan­den zu vie­le Men­schen und lie­ßen einen alten Mann einen Zau­ber­spruch auf­sa­gen. Ab mor­gen gilt aber wie­der, beglei­tet von täg­li­chem Geläu­te, dass wir in einer auf­ge­klär­ten Zeit leben und Sek­ten im Wort­sin­ne brand­ge­fähr­lich sind und unbe­dingt gemie­den wer­den sol­len, denn nur Dum­me las­sen sich so leicht ver­füh­ren, wenn’s nicht gera­de der Papst ver­sucht. Es irrt der Mensch, solang er strebt.

Gestern war im Übri­gen der 1. April, sicher­heits­hal­ber habe ich also alle Qua­li­täts­me­di­en unge­le­sen belas­sen und mir ledig­lich Blogs ange­se­hen, denen jeder Humor völ­lig abgeht. Hier­bei habe ich unter ande­rem ein Inter­view mit „Don Alphon­so“ gele­sen, des­sen Lek­tü­re zumin­dest erhel­lend ist. Es ist die Bot­schaft zu beur­tei­len und nicht der Bote, was in einer schnelllebi­gen Medi­en­welt oft die Schlag­zei­lerei erschwert. Ein biss­chen blö­der füh­le ich mich hin­ge­gen nach dem Lesen die­ser über­ra­schen­den Mel­dung: Ein Gericht hat her­aus­ge­fun­den, dass Goog­le mit Android Geld ver­dient und es sich daher um ein kom­mer­zi­el­les Betriebs­sy­stem han­delt.

Eben­so blöd: Fran­zis­ka Gif­fey (natür­lich SPD) habe in ihrer Eigen­schaft als „jun­ge Frau“ (F. Gif­fey, Jahr­gang 1978, über F. Gif­fey), las ich andern­tags und ‑orts („FAZ.net“), beklagt, dass eine Zwangs­hei­rat, bei der Frau­en allen­falls die Wahl zwi­schen ver­schie­de­nen Cou­sins haben, die­se Frau­en unter­drück­te, woge­gen man etwas tun müs­se, als wäre es undenk­bar, dass sich die­se Cou­sins nicht frei­wil­lig für ihre Zwangs­frau­en ent­schie­den hät­ten. Schlau ist allen­falls Brad Pitt, denn war­um soll­te eine moder­ne, auf­ge­klär­te Femi­ni­stin, die sich jede Beur­tei­lung von Kör­per­li­chem ver­bit­tet, ihn sonst ver­eh­ren?

Ohne Zwei­fel und ohne ein Aber ver­eh­rens­wert bleibt ganz kör­per­los: Musik.

Birth of Joy – «You Got Me How­ling»

Guten Mor­gen.