Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Nazisymbol der Woche: Holztüren.
Aber, und auch das ist Dorn und Bury wichtig: Es könnte am Ende zu Arbeitsanreizen führen, Mehrarbeit würde sich lohnen.
Diese Welt, in der mehr Arbeit auch mehr Lohn bedeutet: in welchem Märchen kommt die noch mal vor?
Apropos: Die Chinesen, die uns allen irgendwann mal den Arbeitsplatz wegnehmen werden, trainieren gerade Roboter, die ihnen allen irgendwann mal den Arbeitsplatz wegnehmen werden, bevor sie wiederum uns den Arbeitsplatz weggenommen haben werden. Wir müssen also eigentlich nur noch ein wenig warten.
Microsoftprodukt der Woche: 86-DOS.
Die „taz“ unterhielt sich mit ein paar jungen Rio-Reiser-Anhängern darüber, wie Musik die Gesellschaft besser machen kann. Nun ist Rio Reiser bereits länger nicht mehr am Leben als manche seiner Fans überhaupt alt sind, daher vielleicht von mir aus der privilegierten Position „alter Sack“ heraus folgende Abkürzung: Hätte Musik die Kraft, die ihr von träumerischen „Der Traum ist aus“-Angestachelten immer mal wieder angedichtet wird, dann hätte sie sie vor Jahrzehnten entfaltet. Punk, Schlager, Techno und dieser neumodische „KI“-Popquatsch eint ihre völlige politische Wirkungslosigkeit. Aber man fühlt sich immer so schön revolutionär beim Mitsummen. Gefühlte Revolution ist dem Deutschen schon ein Superlativ.
Schade eigentlich.
Februar 2026 (Archivversion):
Bei immer mehr Menschen reicht das Geld nicht aus. Etwa 13,3 Millionen galten laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr als armutsgefährdet.
Darum April 2026 (Archivversion):
Die Union stellt ein weiteres Entlastungspaket für Autofahrer in Aussicht. (…) Bundesregierung und Bundestag hatten wegen des Iran-Kriegs bereits Hilfen für Autofahrer beschlossen, darunter den Tankrabatt, der zum 1. Mai greift.
Das „S“ in „CSU“ und „SPD“ steht für „Sprit“.
Es ist Montag. In Alberta, Kanada, verdienen ein paar Startuphipster ihren Lebensunterhalt damit, Traktoren zu verkaufen, die keine „KI“ haben. Das Geschäft läuft gut. Was lernen wir daraus? (Anschlussfrage: Wer sind „wir“?)
Die Nachrichten: Heribert Prantl („Süddeutsche Zeitung“) findet, dass das Grundrecht auf ein Leben ohne ständig mit sich herumgetragenes Smartphone dringender als bisher eingefordert werden muss. Ich gebe Heribert Prantl („Süddeutsche Zeitung“) aus Prinzip außerordentlich ungern Recht, aber hier hat er’s halt. – Eh Computer: „KI“ sei ein Instrument des Faschismus, las ich und sah mich genötigt, zuzustimmen. Als wäre „KI“ nicht schon blöd genug: Hier hat mal jemand Versuche der „KI“ zusammengetragen, eine analoge Uhr darzustellen. Es ist sehr lustig. Und die soll uns also mal ersetzen. Soso. Frage: als was?
In einer niederländisch-belgischen Stadt kann man über eine Staatsgrenze schaukeln. Dieser Realitätszweig ist wild.
Politik (heute kurz): Sozialdemokraten sind solidarisch mit Kuba. Die SPD? Nein, genau die nicht. Sozialdemokraten sind nun mal das Gegenteil der SPD. Vorwärts immer.
Wie funktioniert eigentlich Shazam? Das hat Shri Khalpada mal erklärt. Immerhin ist das aber für meine Leser unnützes Wissen, ich schreib’s ja immer dran. Heute: Sonic Youth.
Guten Morgen.
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euer PackageKit!
Wenn ich zwei Binsenweisheiten über Technologiepolitik abschaffen könnte, wäre die andere: „Wenn du nicht für das Produkt bezahlst, bist du das Produkt.“ Anständige Behandlung ist kein Bonusprogramm für Kunden, und die „Abstimmung mit dem Geldbeutel“ funktioniert nur, wenn man ein Milliardär ist, dessen Geldbeutel dicker ist als alle anderen Geldbeutel zusammengenommen.
(Aus dem Englischen übersetzt.)
„tagesschau“ (Archivversion):
Die EU-Kommission will Kinder im Internet künftig besser schützen und setzt dabei auf eine europaweite App für die Altersverifikation.
Auch „tagesschau“ (Archivversion):
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer eines Phishing-Angriffs gegen Nutzerinnen und Nutzer des Messengerdienstes Signal geworden. (…) Offenbar geben sich die Angreifer als Support-Team des Messengerdienstes aus und treten dann direkt über eine Chatnachricht mit ihrer Zielperson in Kontakt. Über eine angebliche Sicherheitswarnung bringen sie die Betroffenen dazu, ihren privaten Sicherheits-PIN zu übermitteln.
Gibt es eigentlich schon eine App, mit der die EU-Kommission die Internetrentner davon abhalten will, jedem Hansfranz die eigenen Passwörter in die Hand zu drücken und hinterher für die Folgen der eigenen Doofheit den Russen zu beschuldigen?
(Diese Menschen, die fortwährend den Zeitungen was von diesem unsicheren Internet erzählen wollen: sie sind es, die das Internet unsicher machen.)
So sah Braunschweig, heute in Niedersachsen, 1944 aus, nachdem und weil es sich klar zur Industrie, zur Wehrmacht, zur Verteidigungs- und Rüstungsindustrie bekannt hatte:
Warum trotzdem nicht jemand mal den niedersächsischen Ministerpräsidenten von ausgerechnet der SPD auf der Hannover-Messe („Hannover Messe“) sanft darauf hingewiesen hat, dass Deutschland und Militär eine historisch schwierige Kombination miteinander bilden, bevor oder (spätestens) während er sagte (Archivversion), …
«Niedersachsen bekennt sich klar zur Industrie, bekennt sich klar zur Bundeswehr, bekennt sich klar zur Verteidigungs- und Rüstungsindustrie», sagte der SPD-Politiker auf der Hannover Messe.
… gehört zu den großen Geheimnissen der politischen Kommunikation unserer Zeit, fürchte ich.
In weiteren Nachrichten: Das Vereinigte Königreich verbietet Tabak. Das wird sicher ein großer Erfolg.
Nach allem, was ich bisher von und über Menschen gehört, gesehen und gelesen habe, die das Zwiegespräch mit einem stochastischen Papagei („KI“) für wertvolle Arbeit halten und dabei stolz wie Oskar bzw. Bolle verkünden, dass sie ja selbst gar nicht so viel selbst verstehen und daher zu leisten imstande sein wollen, weil sie ja nur noch wissen müssen, wie sie dem Computer am besten mitteilen können, wie er ihnen die Arbeit möglichst effizient abnehmen kann, was dann unter anderem zur Folge hat, dass sie einen ganzen Arbeitstag dafür verplempern, einen prompt zu designen, an dessen Ende etwas herauskommt, was für einen einigermaßen fachlich interessierten Entwickler vielleicht eine Stunde Arbeit (mit Optimierungen und Dokumentation) wäre, bin ich guter Dinge, dass dieser stochastische Papagei („KI“) tatsächlich einigen Menschen den Arbeitsplatz nehmen wird; und zwar ausschließlich denjenigen Menschen, die diesen Arbeitsplatz von vornherein niemals hätten bekommen dürfen.
Erinnert ihr euch an die Reiseschreibmaschine mit Gentoo von Januar? Die hat nur bis Mitte April überlebt.
‘NetBSD, meine Reiseschreibmaschine’ weiterlesen »
Bundeszentrale für politische Bildung:
Ziel der F. [Fünfprozentklausel, A.d.V.] ist es, der Zersplitterung der Volksvertretungen durch kleine und Kleinstparteien und den damit verbundenen internen Konflikten entgegenzuwirken.
Derweil München (Archivversion):
Nach dem Platzen der Koalitionsgespräche mit Volt spricht Münchens neu gewählter OB Krause nun neben der SPD auch mit FDP und Freien Wählern. (…) Vergangene Woche waren Gespräche zwischen Grünen, Rosa Liste, SPD und Volt geplatzt.
Ab wie vielen Parteien ist das jetzt eigentlich ein Problem?
Es ist Montag. Junge Menschen, lese ich im Internet, seien ohne Religion psychisch gestörter als mit ihr. Das sagt freilich über die Religion weniger aus als über die jungen Menschen und/oder diejenigen, die irgendwelche Studien vorlesen und das mit Journalismus verwechseln, ist aber ohne weiteren Kontext ein so unterhaltsamer Gedanke, dass ich ihn diesen Tag beginnen lasse.
Wer schreibt eigentlich in der EU die Gesetzestexte? Na, Microsoft natürlich. Haha, diese Briten mit ihrem Brexit. Die wissen ja gar nicht, was ihnen entgeht. (So was zum Beispiel.)
Versehentlich festgestellt bzw. erfahren: Ich bin jetzt in dem Alter, in dem ich das wenigstens in den 80ern zwischen musikalischer Lavalampe und sediertem Techno anzusiedelnde Synthesizergeblubber von Tangerine Dream und Artverwandten für interessant statt für – wie zuvor – schrecklich ermüdend halte. Bisschen früh für die Rente, aber ich habe mir das ja auch nicht ausgesucht.
Guten Morgen.
Ich denke, Genossen, mit der Monotonie des Je-Je-Je und wie das alles heißt, ja, sollte man doch Schluss machen.
Walter Ulbricht
(Ich verstehe die Begeisterung für die Dame mit jeder Liedzeile, die man mir angedeihen lässt, noch weniger, was ja wenigstens mathematisch überrascht.)
Das ZDF (Archivversion) witzelt von MEINEN Gebühren!11!!1:
In Brandenburg entsteht eine neue Cloud-Infrastruktur von Amazon, um europäische Unternehmen unabhängiger von US-Anbietern zu machen.
Diese digitale Unabhängigkeit, von der jeden Monat das halbe deutsche Internet quatscht: so sieht sie tatsächlich aus.
(via)
Wunder der Wissenschaft: Computer haben jetzt Atemprobleme. Da haben sich die Investitionen in diese „KI“-„Zukunft“ ja schon jetzt ordentlich gelohnt.
„Komm, Schatz! Wir machen Putzurlaub in Berlin!“
(Ist eigentlich noch was von Berlin übrig, wenn der Dreck weg ist?)
Ich möchte die rechtliche Komponente an dieser Stelle gar nicht bewerten, denn die ist ziemlich eindeutig; aber ob – glaubt man den von mir gefundenen Quellen – in Zeiten von Internet und unbeobachtetem iPad-Glotzen unter der Bettdecke das (hoffentlich) begleitende und kommentierende Zeigen von wenigstens leidlich ästhetischen Blümchensexbildchen in einer Klasse voller Neuntklässler selbige jetzt schwer traumatisiert, so dass dringend Konsequenzen gezogen werden müssen… nun, auch das möchte ich an dieser Stelle gar nicht bewerten. (Ein bedeutsames Problem mit der Moral ist ja, dass jeder eine hat.)
Faszinierendes aus der Welt der Normen: Das Linsensuppenrezept in DIN 44550 wurde zurückgezogen, aktuell gültig ist nur noch das Pfannkuchenrezept aus EN 60350–2. Ist immerhin Deutschland hier. (via)
Die „nd“, vormals „Neues Deutschland“, mithin früheres Mitteilungsblatt einer schwierigen Partei aus einem schwierigen Land, titelte jüngst: „50 Jahre Punk, die Musik der Selbstermächtigung“. Eine Podiumsdiskussion mit den Machern des „nd“, der Kulturredaktion des NDR („Jazz ist eine Musik der Selbstermächtigung“), Kai Müller vom „Tagesspiegel“ („Rock’n’Roll“ sei eine gar aufrührerische „Musik der Selbstermächtigung“) sowie Paul Stephan aus dem Internet (ihm zufolge seien auch Blues und „Carmen“ eine „Musik der Selbstermächtigung“) würde mich spätestens jetzt doch interessieren.
Apropos: Den schwelenden Kampf darum, ob der Mensch nun einen freien Willen, einen Willen zur Gesetzesbefolgung oder einen Willen zum Arbeitnehmerdasein als naturgegeben betrachten muss, was miteinander nur schwer in Einklang zu bringen ist, hätte ich ja auch gern mal entschieden gesehen.