Es ist (schon wieder) Montag. Darf man das eigentlich noch sagen?
Entdeckung des Wochenendes: Anscheinend kann man die ehemalige Suchmaschine Google (apropos: 30 Jahre Netscape; alt zu werden ist echt lästig) zwar nicht mehr zu brauchbaren Ergebnissen, aber immerhin wieder zu einer weniger lästigen Darstellung der weniger brauchbaren Ergebnisse überreden. Auch mal schön. (Aus aktuellem Anlass, da ich gerade bei EDV-Themen bin: Ich habe endlich herausgefunden bzw. ‑gearbeitet, wie ich theoretisch das dieser Tage umstrittene WordPress durch ein statisches Blogsystem ersetzen könnte, ohne dabei auf die JavaScript-freie Kommentarmöglichkeit verzichten zu müssen. Ärgerlich im verlinkten Forum ist nur die überbordende Emojifizierung, aber das macht man halt heute so. Schade: In etwas mehr als einem Monat wäre mein erster hiesiger Beitrag zum Thema „WordPress durch weniger schlechte Software ersetzen“ zehn Jahre alt geworden. Insofern: Auf die nächsten zehn-ein-Zwölftel Jahre!)
Gutes Fundstück meinerseits: Wer kommunistische Texte liest, der kommt in die Hölle (oder wird wenigstens zu Fahren mit der BVG verdonnert) oder so, haben zwei Päpste verkündet und deswegen stimmt es. Finde ich gut. One Marx a day keeps the Priester away. – Auch leseempfohlen: Michael Seemann fasst zusammen, dass Künstliche-Intelligenz-Werbeheinis „mit den LLMs keine Intelligenz geschaffen haben, sondern ein Modell unserer gesellschaftlich-medialen Erwartungen“. Stimmt.
Unerwartet, weil vergleichsweise spontan: Vor kurzem habe ich, gewissermaßen zur Feier des Abklingens der allsemestrigen Erkältung, endlich mal The Notwist live gesehen. Das Konzert war nicht ausverkauft, was einerseits der Gruppe nicht angemessen ist, andererseits zum Ausbleiben neuer Alben passt. Eine weitere mögliche Erklärung: Tags darauf wollten sie in der Elbphilharmonie spielen, was sie wohl auch taten. Bestimmt wollten stattdessen alle dahin. Elende Hipster.
Waren tags darauf nicht in der Elbphilharmonie: A Deer A Horse. Hätte auch den vibe gekillt.
Guten Morgen.


hugo ftw. aber was hilft mir ein Formular mit potentiellen Sicherheitslücken?
Das haben Formulare ja so an sich: potenzielle Sicherheitslücken. Selbstverständlich bin ich für bessere Ideen als meine immer zu haben. Nun, wie lautet eine?
Ich habe leider keine. Ich teile allerdings auch die Ansicht: javascript ain’t. Mangels Alternativen präferiere ich allerdings die „Lösung“, die unter anderem Fefes Blog nutzt: wenn jemand meint, mir etwas mitteilen zu müssen, der möge mir eine E‑Mail senden.
Dafür müsste ich aber meine Kommentatoren zur Preisgabe einer ihrer Mailadressen zwingen. Das lehne ich ab.
Das ist durchaus ein valider Einwand. Als Idee dagegen ist mir in den Sinn gekommen, ohne zu wissen, ob solche Anbieter existieren: gibt es Anbieter für Wegwerfemailadressen, die auch einen Versand unterstützen, auch wenn dieser Weg offensichtlich Spammer locken würde?
Ja, die gibt es. Und warum genau sollte ich es wollen, dass Leser meiner Verlautbarungen bei einem zwielichtigen Unternehmen Metadaten hinterlassen, nur um mir was mitteilen zu können?