Apple werde von der skrupellosen Europäischen Kommission, Freund jeglicher Aushöhlung des persönlichen digitalen Wohlbefindens, soweit es nicht die eigenen SMS betrifft, und ausgestattet mit einem fragwürdigen Verhältnis zu politischer Transparenz, flankiert von der FSFE, traditionell stets auf der falschen Seite der Geschichte zu finden und folgerichtig auch diesmal mit der „Feind-meines-Feindes“-Argumentation wedelnd, abermals vor Gericht gezerrt, weil Freiheit immer die Freiheit derer mit den besseren Anwälten und „Freiheit von etwas“ in den Augen mancher der engelsgleiche Bruder der satanischen „Freiheit zu etwas“ ist, lese ich so verärgert wie amüsiert und ergänze meine sowieso schon seitenlange Liste an Gründen, selbst nach einem größeren Lotteriegewinn, sollte ich jemals an so etwas teilnehmen, niemals auch nur einen Cent an „europäische Initiativen“ aus der EDV-Branche zu spenden, um einen weiteren Hyperlink.
Neneh Cherry & The Thing – A Tribute to Don Cherry // Israelvision Krieg Contest
Es ist Montag. Heute sehe ich so zerstört aus wie ein Dokument nach fachlicher Analyse durch eine „KI“. Ja, doch, viel besser als so ein Mensch. Dafür bauen wir doch gern neue Kernkraftwerke.
Zum Zustand der EDV-Welt: „Die Tech-Industrie entwickelt sich zu einem der meistgehassten Wirtschaftszweige unserer Zeit.“ Völlig zu Recht. (Original: Englischsprachig. Aber von einem Isländer geschrieben. Die dürfen das.)
Anderskulturelles: Anscheinend endete neulich mal wieder ein „Euro“vision „Song Contest“, an dem trotzdem der asiatische Unrechtsstaat Israel teilnehmen durfte. Ist ja bloß Sprache. Europa ist, was man draus macht. Das ist ein bisschen wie mit Geschlechtsbezeichnungen. – Ich habe kein einziges dieser für alles außer Baumarkteröffnungen nutzlosen Lieder gehört und weiß weder, wer „gewonnen“ hat, noch, wie „Deutschland“ (Hashtag nicht mein Deutschland) „abgeschnitten“ hat. Nach allem, was ich gegen meinen Willen darüber erfahren habe, ist dieses Nichtwissen kein Verlust.
Ich war stattdessen beschäftigt mit: Musik.
Guten Morgen!!!!!!!!!!!
Liegengebliebenes vom 17. Mai 2026
Hihi: „Es ist erstaunlich, was im Kopf eines taz-Redakteurs alles wild durcheinander wirbelt.“
Korrekt: „das was ich hier veranstalte tue ich nicht um geld zu verdienen, sondern ich verdiene geld, damit ich das hier machen kann.“
Traurige Wurst, wer ins Internet reinschreibt, weil er Geld damit verdient. Warum hat noch niemand Sascha Lobo durch eine (demotivierte) „KI“ ersetzt? (via Betonflüsterer)
1976:
In 50 Jahren werden Computer unser aller Leben verbessern.
2026:
„Ich habe eine Datenbank voller Kackefotos gehackt, wollense kaufen?“
Neues Hobby für Interessierte: Frauen, die heiraten wollen, unauffällig neue Batterien zustecken. Sexistisch? Nein. Normal.
Für Anglophone: „snuck“ als Alternativform von „sneaked“ sei, las ich interessiert, ein recht neues Wort, dessen Geschichte ungefähr so abwegig ist wie die von „gewunken“. (Menschen, die „gewunken“ sagen, gehören enterbt. Meine Meinung.)
„Sicherer als Windows“ des Tages (38)
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Die evangelische Kirche fragt, Hirnfick 2.0 antwortet
Ausgerechnet die Evangelische Freikirche in Querum (Braunschweig) fragt (Archivversion) „echt jetzt“ unter der Überschrift „echt jetzt? – Wer sagt mir die Wahrheit?“:
Fake News, Filterblasen, perfekte Insta-Realitäten – jeder scheint die Wahrheit zu kennen, alle wissen’s besser. Aber was stimmt eigentlich noch? Wem können wir glauben, wenn jede Meinung als Wahrheit verkauft wird?
Es ist aber auch immer ein, hehe, Kreuz mit der Wissenschaft. Als absolut begriffene Wahrheiten werden einfach zu oft in Frage gestellt, das kann ich schon verstehen, und der Kampf um die Deutungshoheit ist lang und kräftezehrend.
Ich weiß auch nicht, wieso ich jetzt an Galileo Galilei und Giordano Bruno denke.
Die Open-Air-Gottesdienste im Stadtpark laden dich ein, diesen Fragen nachzugehen. Gemeinsam wollen wir (…) entdecken, was Gott über Wahrheit sagt.
Ach so. Ich hätte nur weiterlesen müssen. Jetzt weiß ich es wieder. – Wer aber wissen will, was wahr ist, neigt in der Regel nicht dazu, die Antwort bei abrahamitischen Göttern und ihren Priestern zu suchen. Sicher begegnet man heute, da der Wahrheitsverkündung (im Wortsinne) ex cathedra nicht mehr die Vorherrschaft über die Meinungsfindung der Öffentlichkeit zueigen ist, ganz eigenen Sichten auf die wenigen unbestreitbaren Wahrheiten von mehr als nur einer Institution, einer Person, einer Glaubensgemeinschaft. Nun ist zwar selbst die Wissenschaft nie auserzählt, aber in der Frage, was eigentlich noch stimme, ist ihre Mehrheitsmeinung oft ein guter Wegweiser.
Und dafür soll ich also in einen Stadtpark gehen und mit anderen Menschen, die keine Wissenschaftler sind, plaudern? Das klingt, aus meiner Filterblase heraus, ein bisschen ineffizient.
Aber wie heterogen wird das schon sein?
Die Wahrheit werden sie ablehnen und stattdessen seltsamen Fabeln folgen.
2 Tim 4,4
Kurzkritik: Janel Leppin – Ensemble Volcanic Ash
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Aus ausgerechnet den Vereinigten Staaten, wohl direkt aus Washington D.C., kommt Janel Leppin, hauptsächlich am Cello zu finden. Unter dem Projekt- oder Band- oder Albumsnamen „Ensemble Volcanic Ash“ findet man seit 2022 ihr Debütalbum selbigen Titels (TIDAL, Bandcamp.com, Amazon.de; leider kein Vinyl). Da seitdem weitere Alben mit dem Aufdruck „Janel Leppin Ensemble Volcanic Ash“ erschienen sind, gehe ich davon aus, so heißt ihre Gruppe. Ist ja auch egal.
Weniger egal ist, was drin ist, und zwar jede Menge Cello, zwei Saxophone, eine Harfe und natürlich Gitarre, Schlagzeug und Bass, die zusammen (und auch mal abwechselnd) einen modernen Kammerprog spielen, der uns Fans von belgischem Avant-Jazz-Durcheinander zusagen könnte beziehungsweise mir jedenfalls selbiges tut.
Instrumental, hier und da auch mal schräg, insgesamt kurzweilig und hiermit empfohlen.
Wörterjagd
Gerade aus einem eigentlich ganz anderen Anlass zwar nicht gesucht, aber gefunden:
Bei dem Kinderspiel jagen Cowboys die I‑Wörter (…).
Zwei Personen betrieben ausweislich der Textunterschrift das Lektorat. Ich sag’s ja nur.
It It Anita – Social Dodger // Tröge und Schweine
Es ist Montag. Programmieren, lese ich, bereite dank des Siegeszuges der „KI“, deretwegen niemand mehr so recht irgendwelche technischen Zusammenhänge verstehen will und daher kann, keinen Spaß mehr. Man steht an Deck und die Puppe brennt. Früher gab es wenigstens noch Handbücher für so was.
Man wird Menschen wie uns noch mal sehr vermissen.
(Quasi dazu auch die Problemlösung des Monats: Dateien unter Windows 3.11 von einer CD kopieren mit Fortschrittsbalken? Klappt.)
Nabelschau: Im Herbst – mit der kommenden Kommunalwahl – wird das seit 2009 laufende Experiment, was wohl passiert, wenn man einen wie mich in die Politik reinlässt, einigermaßen ergebnisreich zu Ende gehen. Irgendwo im Internet hatte ich das zum Thema veröffentlicht, was eigentlich mein Buch über Kommunalpolitik werden sollte, aber dann doch nur zur Broschüre gereicht hat. Ein freundlicher Herr aus der sog. Blogosphäre hat den Text rechtzeitig gelesen und ihn als zu kryptisch befunden, um ihn aus der Nische in die Allgemeinheit zu befördern, daher mache ich das jetzt auch nicht. Ich belasse es stattdessen bei einer kurzen Zusammenfassung: Wer glaubt, er könne in der Politik etwas (d.h. die Politik) nennenswert verändern, und daher sich in selbige einzubringen versucht, der wird sich auf manche Blessur und große Enttäuschungen einstellen müssen. Am Ende der Tröge ist immer noch so viel Schwein übrig.
(Apropos: Üstra, der maßgebliche Nahverkehrsbetreiber in Hannover, klaue Wohnungslosen Geld, lese ich im Internet. Diese „Verkehrswende“, von der alle verzückt reden, die sie sich leisten können: das ist sie nicht. Immerhin: für die marode Infrastruktur werden Politikerautos zu schwer. – Trüber Gedanke: Was sagt es eigentlich über wen aus, dass die Regierung gepanzert unterwegs sein möchte?)
Fußballinteressierte Kreise klagten im Internet (d.h. in meinen „sozialen Medien“), eine mir bis dahin aus verschiedenen Gründen unbekannte Website zum Fußballgucken sei gesperrt worden. Ich kannte die dort erwähnte Website zuvor nicht, stelle aber ohne den geringsten Anflug von Überraschung fest, dass der „große Schlag gegen die Pay-TV-Piraterie“ (ebd.) vollständig in Rauch aufgeht, wenn man davon absieht, sich auf die ohnehin fragwürdigen DNS-Server seines Zugangsanbieters zu verlassen. Keine Ahnung, wem damit jetzt geholfen ist. Den Aktionären vielleicht.
Hilft jedenfalls meiner Laune (Sehn|sucht, die: menschlichster der Makel): Musik.
Guten Morgen.
Netzmesser
„Sicherer als Windows“ des Tages (37)
Na, auch Linux statt Windows zu Hause?
Dann patcht mal schön euren Kernel!
Kurz angemerkt zur Kanzlerzufriedenheit
„Nur 13 Prozent“ der (freilich: befragten) Bürger seien „mit der Arbeit des Bundeskanzlers zufrieden“, schrieben heute, mithin einen Tag vor dem Jahrestag der Befreiung der Deutschen von einem im Nachhinein noch etwas unbeliebteren Kanzler sowohl seitens eines verbrecherischen Unrechtsstaates, der dringend aus allen internationalen Bündnissen ausgeschlossen gehört, als auch seitens der Sowjetunion, die einschlägigen Qualitätsmedien, als würden sie mahnen wollen, dass ein Wähler manchmal erntet, was er nun mal sät, und als wäre hier, wo westliche Werte – ursprünglich gefunden auf „heise online“, aber das kann man ja, wie mir ein Vöglein zwitscherte, mittlerweile auch nicht mehr ohne plötzlich einsetzende Übelkeit verlinken (LSR), weshalb ich fürderhin davon abzusehen gedenke – und Demokratie unser aller Alltag in die selbstverständlich einzig richtigen Bahnen lenken, ausgerechnet die Zufriedenheit mit denen, die zwischen zwei Wahlgängen ohnehin schalten und walten dürfen und werden, wie ihnen gerade zumute ist, ohne dass der Gewählthabende da ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hätte, ein bedeutsames Maß; denn wäre Zufriedenheit zwischen zwei Wahlen, zu denen sie dann trotzdem wieder schreiten werden, als wäre es wichtig, von wem man ab Urnenschluss ein paar Jahre lang nicht für voll genommen wird, ein ständiger Motor dessen, was um uns herum passiert, passierte um uns herum zur Abwechslung auch mal etwas von den Meisten als schön Empfundenes, was aber halt der Börse (i.e. Rheinmetall, Volkswagen und Borussia Dortmund) nichts bringt, die – ein Blick in die nächste Innenstadt genügt – denen, die regieren, stets deutlich näher ist als die, von denen sie profitiert.
Relikt Ehe
Ich bin ein großer Freund des rhetorischen Kniffs, anstößige Thesen an den Beginn eines Beitrags zu stellen. Dann hören einem die Menschen wenigstens mal zu. Hier ist meine heutige These: Die Berliner Jusos haben Recht.
„Aber tux0r, ausgerechnet die Jusos? Die Jusos? Warum denn das?“ höre ich euch im Geiste schon fragen, brauche wahrscheinlich dringend Therapie für diese Stimmen in meinem Kopf und antworte trotzdem:
Aus Sicht der Jungsozialisten ist die Zivilehe ein Relikt, das „patriarchische Machtstrukturen“ verstärkt und die individuelle Freiheit durch ihren Anspruch auf Dauerhaftigkeit einschränkt.
Die „Berliner Zeitung“, traditionell ein Blatt, das weltanschaulich und auch sonst nicht unbedingt dort zu finden ist, wo ich zu finden bin, wirkt gewohnt empört, ich hingegen wirke zustimmend, stärkt doch die Zivilehe nicht nur irgendwelche Strukturen, sondern diskriminiert sie auch bis heute weniger langweilige Auffassungen vom Leben und der Liebe. Die (absichtlich?) falsch betitelte „Ehe für alle“ endet bekanntlich spätestens im § 1306 BGB, mithin dort, wo die Ehe für mehr als zwei Menschen begönne, ließe man sie denn zu, und in einer Zeit, in der man für das Bumsen mit soeben Kennengelernten von den normaleren Zeitgenossen weder in die Hölle noch an den Galgen gewünscht wird, besteht der kümmerliche Mehrwert der Eheschließung in zweierlei, nämlich in der „Steuergemeinschaft“, was eine doch sehr deutsche und (deshalb?) kaum fassbar unromantische Vorstellung ist, und darin, dass eigentlich nur die Ehe vor der unangenehmen Konsequenz von Hitlers Namensrecht schützt, dass man sein Leben lang so heißen muss, wie man heißt, weil die Eltern so hießen, wie sie hießen.
Sicher: Befürworter der Ehe haben etwas, was irgendwer als gute Argumente anerkennen könnte. Als Frau könne man, erzählte mir eine Frau einmal verträumt, so ein teures weißes Kleid tragen. Ist das denn sonst verboten? Andere pochen darauf, dass die Ehe eine gute christliche Tradition sei. Mag ja sein, aber es ist ja nun auch nicht jeder ein Christ.
Nicht alles, was ist, ist auch behaltenswert. Was spricht dagegen, auch mal Gewohntes zu hinterfragen?
Medienkritik in Kürze: Der Rückzug vom Rückzug vom Rückzug
„SPIEGEL“, 2. Februar 2024:
Die Kanzlerpartei SPD will sich weitgehend von der Plattform X zurückziehen, der sie eine wachsende Verbreitung von Desinformationen vorwirft.
„SPIEGEL“, 4. Mai 2026:
Es wurde ihnen zu viel Chaos, zu viel Desinformation: SPD, Grüne und Linke wollen sich vom Kurznachrichtendienst X verabschieden.
Freuen wir uns also alle schon gemeinsam auf den 6. Juli 2028, wenn die SPD sich von X verabschieden möchte.
(Das Problem in sozialen Medien ist nicht, dass der politische Diskurs in ihnen schwierig ist, sondern, dass die Presseabteilung von Parteien in ihnen politisch diskutieren will. Soziale Medien sind für Menschen da, nicht für die Politik.)
Tusmørke – Vi er et kollektiv // Digitale Abhängigkeit mit Wero
Es ist Montag. Interessante Nachricht für alle, die ohnehin schon manchmal nicht so genau wissen, welches Jahr gerade ist (zum Beispiel morgens vor dem ersten Kaffee): Lukas Podolski ist letztes Wochenende Fußballmeister geworden. Ich glaube, aus dem Jungen wird noch mal was.
In Hannover brauchen sie fast so lange wie in Berlin, um die Straße auf- und wieder zuzumachen, lese ich amüsiert. Verrückt. Man könnte fast meinen, die preußisch-deutsche Art der Stadt(bau)verwaltung wäre gar nicht für jeden von Vorteil.
Auch lustig: Wolfgang Kubicki von der Partei, die das Volk aus den Parlamenten rausabgestimmt hat, will mehr Volksabstimmungen. Von dieser komischen Komponente abgesehen: Warum äußern Bundespolitiker immer nur dann einen leidlich vernünftigen Vorschlag, wenn sie nicht mehr danach gefragt werden? (Es ist das System. Es ist immer das System.) – Unter Umständen zum selben Thema: Die Vereinigten Staaten wollen ein paar tausend Mörder Soldaten aus Deutschland abziehen, entnehme ich diversen Nachrichten. Ich möchte, dass auch Deutschland ein paar tausend Soldaten aus Deutschland abzieht. Wen muss ich dafür wählen?
Der Betonflüsterer hat sich viereinhalb Stunden Björn Höcke angeguckt und ich finde es gut, dass ich das jetzt nicht mehr machen muss. Nur schade, dass er hinsichtlich seines Fazits Recht hat. Und wahrscheinlich bekommen wird. (Man könnte jetzt etwas daraus lernen. Oder nie wieder.)
Computer: Der finanztechnische Scheinriese Wero („das europäische Paypal“) ist fraktal kaputt, er wird immer kaputter, je näher man rangeht. Nicht nur ist die Website ist voller Googlekrempel, sondern es laufen auch alle Transaktionen über Amazons Server. Und das ist jetzt also diese „digitale Unabhängigkeit“, von der mir gerade alle einen Bären aufbinden wollen, verstehe ich das richtig?
Apropos: Wer mit voller Absicht ein Kabel in den Computer steckt, der möchte das daran hängende und längst dem System bekannte Gerät vielleicht gar nicht nutzen, mutmaßt Apple. Es könnte freilich schlimmer sein, man könnte Webdesigner sein und als solcher der mit „hirnrissig“ noch vorsichtig beschriebenen Ansicht anhängen, es wäre ein formidabler Einfall, die Scrollleisten der Besucher ihres Zwecks zu berauben, weil das schöner aussieht. Hierzu folgender Einwand: Nein. Tut es nicht.
Tatsächlich schön jedoch: Musik.
Guten Morgen.
Gesamtscheiße
Ich bin erfahrungsgemäß nicht allzu gewieft in der Frage, wie man es schaffen könnte, die Massen für seine Ideen zu begeistern, aber seit ich gelesen habe, dass es bei sich als politisch links verstehenden Demonstranten (das sind die, die „Lauti“ und „Spucki“ sagen und trotzdem glauben, sie seien für den gesellschaftlichen Diskurs zu mehr als nur dem Pausenclowntum geeignet) als gelebte Überzeugungsarbeit gilt, an einem Feiertag Menschen beim Feiern zu stören, indem selbige per, nun, Lauti auf „die Gesamtscheiße“ hingewiesen werden, geht’s eigentlich.
(Würde „Gegen die Gesamtscheiße!“ als Wahlprogramm reichen? Und warum durfte die SPD am 1. Mai schon wieder auf Bühnen sprechen, ohne von den Arbeitern mit Tomaten beworfen zu werden? Sind Tomaten inzwischen auch zu teuer?)















