„tagesschau“ (Archivversion):
Wenn das Geld knapp ist und Energie teuer, sparen viele Menschen bei der Wärme.
Ich hatte mir „Sparen“ bisher anders vorgestellt.
(via Elias Schwerdtfeger in gewohnt deftiger Sprache)
„tagesschau“ (Archivversion):
Wenn das Geld knapp ist und Energie teuer, sparen viele Menschen bei der Wärme.
Ich hatte mir „Sparen“ bisher anders vorgestellt.
(via Elias Schwerdtfeger in gewohnt deftiger Sprache)
Es ist Montag. Weihnachtsmarkt schön und gut, aber wenn ich Bock hätte, in peinlichen Klamotten absurde Getränke zu scheußlicher Musik zu trinken, würde ich aufs Oktoberfest fahren.
In Deutschland wird niemals das Geld für Krieg fehlen. Daran sich zu erinnern sei denen gegönnt, die sich im Rentenalter kein Mittagessen mehr leisten können, weil sie ihr ganzes Leben lang denen gefolgt sind, die behauptet haben, ihr wichtigstes Anliegen sei ein „gutes Leben“ für „alle“. So weit links muss man ja auch erst mal sein.
Der Kapitalismus wirft viele Fragen auf, aber zumindest diese hier ist beantwortet: Warum ihr eure Nieren verkaufen dürfen solltet. Vielen Dank, James Mackintosh vom „Wall Street Journal“. – Qualitätsjournalistische Überschrift des Wochenendes: „Schussabgabe von Polizist: Mann an Verletzungen gestorben“ („ZEIT ONLINE“, Archivversion), also früher hieß das ja noch anders.
Hieß immer schon Musik: Musik.
Guten Morgen.
(englischsprachig; via Schwerdtfegr)
Tequilatrinker aufgepasst:
Das Vorhandensein eines Wurms bedeutet nicht unbedingt hohe Qualität.
(englischsprachig)
(englischsprachig)
Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro soll Buckelwal belästigt haben[.]
Ein „Professor für Makroökonomie“ von der Humbugboldtuniversität quatscht auf Twitter (Archivversion):
Deutschland braucht auch Zuwanderung von gering qualifizierten Menschen, auch hier besteht ein riesiger Arbeitskräftebedarf.
Die hier geäußerte Auffassung, wenn Deutschland eines dringend brauche, dann noch mehr unfähige Trottel, teile ich ausdrücklich nicht.
Von MEINEN Gebühren!!11! speit Andreas Meyer-Feist, dreistes Bürschchen im Auftrag der ARD Brüssel, für die „tagesschau“ (Archivversion) anlässlich der neuesten Wahl in den Niederlanden, infolge derer das bis dahin nicht mehrheitlich „links“ regierte Land auch weiterhin nicht mehrheitlich „links“ regiert wird, folgenden Scheißdreck ins Internet rein:
Unwürdig war das Schauspiel, das ein Christdemokrat geboten hatte. Seine alte Partei hatte er Hals über Kopf verlassen, um eine eigene aufzumachen, deren anmaßender Name „Neuer Gesellschaftsvertrag“ jenen politischen Autismus versinnbildlicht, von dem viele Niederländer die Nase voll haben.
Unwürdig ist das Schauspiel, das Andreas Meyer-Feist geboten hatte. Nase voll usw. usf. – Als politischem Autisten ist mir indes nicht ganz klar, inwiefern der Parteiname „Neuer Gesellschaftsvertrag“ „politischen Autismus“ versinnbildlichen soll. Hat er auch Probleme, wenn das Telefon klingelt?
„Nein, ich kann Ihnen nicht ‚nur mal eben‘ bei irgendwas helfen. Der Job als mein eigener größter Feind füllt mich voll aus.“
Es ist Glyphosat
Montag. Erst mal einen gesunden Glassnack und dann kann der Tag auch schon beginnen. Menschen schimpfen über die Sittenpolizei im Iran, aber wollen, dass ich mir eine Hose anziehe, wenn der Kunde zum Meeting kommt. Verstehe ich nicht.
Am Wochenende fand ein Parteitag der „Linken“ statt. Wie bräsig diese Veranstaltung tatsächlich war, haben Redakteure der Zeitung „Unsere Zeit“ launig ins Internet geschrieben. Wer Ähnlichkeiten zu anderen Parteien zu erkennen glaubt, der hat völlig Recht.
Wir bleiben beim Thema: Kaum fliegt die F.D.P. aus dem bayrischen Landtag, will sie gar nicht mehr, dass der Landtag kleiner wird. Da geht sie schon mal irgendwo mit gutem Beispiel voran und dann so was. – Andere Klapspartei, anderer Knall: Der „Rote Morgen“, das ehemalige Zentralorgan der noch ehemaligeren KPD/ML, bietet einen Onlinezugang (Archivversion) zu einem „Live-Chat“ an, für den man eine funktionierende Kamera und ein ebensolches Mikrofon zu haben hat. Wer Datenschutzsorgen hat, der sei beruhigt: Als Avatarbild könne man auch irgendwas anderes als sein Gesicht einstellen. Ob sie es selbst merken, möchte ich lieber gar nicht so genau wissen.
In Israel nehmen sie männlichen Leichen neuerdings ohne deren vorherige Zustimmung das Sperma ab. Zugunsten weiterer Zeugungsfähigkeit, weil „mein Körper gehört mir“ halt bei Männern sogar nach deren Tod keinen Pfifferling wert ist. Kann ich dieses Patriarchat noch mal sehen?
Apropos Religion: Manchmal frage ich mich, wie es um den Weltfrieden heute stünde, hätte man die gewaltvolle christliche Mission des jeweiligen Landes verwiesen. Der besinnliche Dezember im christlichen Deutschland ist ein Fest der Selbsttäuschung. Worin packt man eigentlich in einer umweltbewussten Zeit Geschenke ein, warum packt man Geschenke überhaupt in irgendwas ein, warum braucht man unbedingt Geschenke? – Die „christliche Tradition“, die von Politikern jeder Couleur allwinters bemüht wird, ist gelebtes Stockholmsyndrom. Was will man auch machen, wenn sich die Frage nach dem Glauben scheinbar verbietet?
Musik vielleicht.
Guten Morgen.
Sie nennen sich weltoffen, lehnen kulturellen Hochmut vermeintlich ab und unterscheiden in ihrer Sprache trotzdem zwischen Buchstaben, den Schriftzeichen des eigenen Kulturraumes, und Schriftzeichen, wenn das Alphabet kein ABC, sondern ein Abdschad oder Gojūon ist. Niemals kämen sie auf die Idee, „deutsche Schriftzeichen“ zu sagen. Das fänden sie albern.
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Im Jahr 2004 veröffentlichten die Krautrocklegende Faust und die Hip-Hop-Combo Dälek gemeinsam ein Album namens „Derbe Respect, Alder“. Zu hören gab es – nun – versierten Krautrock im rhythmusbetonten Stil von Faust mit allerlei Elektronik und Rap. Wer dachte, dass noch merkwürdigere Zusammenarbeit kaum vorstellbar ist, der hatte zwar eigentlich Recht, aber auch nicht mit Hans-Joachim Irmler gerechnet.
Dieser – federführend auf meinen Lieblingsalben von Faust, mittlerweile jedoch ausgeschieden – hat 2018 mit dem Projekt Anguish (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp) noch eine Schippe draufgelegt, wie wir geistigen Lokführer sagen. Anguish, keinesfalls mit einer der übrigen Musikgruppen gleichen Namens zu verwechseln (es ist schwer geworden, eine Musikgruppe zu gründen, die einen einprägsamen Namen erhalten soll, der noch nicht anderweitig vergeben ist), bestand – wohl nur ein Album lang, aber ich kann irren – neben Hans-Joachim Irmler aus jeweils zwei Mitgliedern von Dälek (MC dälek und Mike Mare) sowie der großartigen Free-Jazz-Gruppe Fire! Orchestra, nämlich dem Schlagzeuger Andreas Werliin und dem nicht minder großartigen Tenorsaxophonisten Mats Gustafsson, über den ich mich hier gelegentlich schon mal gefreut habe.
Wie es klingt? Na, großartig natürlich.
Genres sind was für Journalisten und Schwächlinge. Free Doom Crossover Jazzrap. Was weiß denn ich. Das letzte Stück heißt „Wümme“, vermutlich benannt nach dem Gründungsort von Faust. Alles passt.
Schöne Scheibe für so Momente.
Schon aus der Frage könnte man was lernen, hielte man den Kalender nicht für bindend, was den Zeitpunkt des Schenkens angeht: „Das Geschenkegeschäft als Umsatzgarantie – funktioniert das noch?“ (Archivversion).
Ich habe übrigens keine geringe Kauflaune. Das wiederum sorgt jedoch dafür, dass ich einen geringen Kontostand habe, der wiederum die Händler dazu verleitet, mir gegenüber eine geringe Verkaufslaune zu zeigen.
Es ist Montag. „Vier Studierende erzählen, wie geil sie wohnen.“ ist mittlerweile ein ganz normaler Satz in der Qualitätspresse. Das Leistungsschutzrecht war eine unglaublich dumme Idee.
Wir bleiben in der EDV. Dass Teile der Europäischen Union HTTPS unbrauchbar machen wollen, haben mittlerweile hoffentlich alle, die ein grundsätzliches Interesse an Datenschutz haben, mitbekommen. Voll gut, diese Europäische Union. Nur schade, dass sie sich dauernd in Computerdinge einmischen will. – Taras Buria witzelt bei Neowin, dass, dass OneDrive neuerdings nach einem Grund fragt, wenn man es beenden will, hoffentlich nicht bedeute, dass man Windows künftig auch nur noch herunterfahren könne, wenn man ihm einen überzeugenden Grund angebe. Taras Buria scheint schon länger keinen Windowsserver mehr benutzt zu haben.
Berechtigte Frage von Rob Pike: Wenn ein „unerwarteter Fehler“ auftritt, was macht man dann eigentlich damit, außer Nicken und Weitergehen?
Überraschung der Woche: Die Deutsche Bahn hat ein „Pünktlichkeitsziel“. Merkt man ja auch nicht immer. Andererseits: Ich kenne jetzt die internen Verlautbarungen der Deutschen Bahn nicht, aber liegt das „Pünktlichkeitsziel“ ungefähr bei 0?
Wir wechseln in die Politik, also mit diesem Beitrag. Ich bin ja schon dort. (Nur noch drei Jahre. Drei. Nur noch drei. …) Zu niemandes Überraschung hat sich herausgestellt, dass an der Beschädigung der russischen Gasleitung nach Deutschland das ukrainische Militär nicht ganz unschuldig gewesen zu sein scheint. Hoffentlich spricht sich das nicht herum. Sonst sprengt nächste Woche die Hamas irgendeine deutsche Stromleitung, damit sie ebenfalls von Deutschland mit Waffen versorgt wird. Waffen sind dieser Tage ja das letzte relevante Exportprodukt von Deutschland. Zum Glück haben wir keine rechte Bundesregierung. Die würde viel zu viel Geld in irgendwelche rechten Projekte stecken und nicht in die Bundeswehr.
Gute Nachrichten aus dem Ausland: In Schweden raubt man Büchereien nicht aus. Man leiht sich was. Gibt’s derweil (wenigstens hier) geschenkt: Musik.
Guten Morgen.
Die SPD, ihre Traditionen (Tradition sei Gruppenzwang von Toten, weiß das Internet) wahrend, arbeite „an der Etablierung eines Tages zur Ehrung von Bundeswehrveteranen“, lässt das ehemalige Sturmgeschütz der Demokratie wissen. Ich bin mir ziemlich sicher, das wird genau so erfolgreich wie die Schnapsidee, Soldaten in Uniform könnten fahrscheinfrei Zug fahren und dann würden alle Menschen sie mögen. (Ich mag sie nicht. Sie sollen weggehen.)
Sie wollen irgendwas mit „Anfängen“ und „Wehren“ machen, vergüten aber schwarze Stiefel und Gleichschritt statt gesellschaftlichen Engagements und Friedensaktivismus. Es kippt, da können „wir“ ein starkes Militär gebrauchen. Bundeswehrt die Anfänge.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.
Dann, liebe Kinder, kam es 1789 zur Französischen Petition, in der die Bürgerlichen den Adel aufforderten, alle Gefangenen aus der Bastille freizulassen und die Republik einzuführen. Der Adel musste sich der Unterschriftenflut beugen und erfüllte alle Forderungen. Seitdem gilt die Petition als das schärfste politische Schwert der Opposition und sie sollte wegen ihrer unabsehbaren Folgen nur mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden.
user8e8f87c
Gute Nachrichten von „Mädelsabende“, einem Kanal von „Funk“, dem „Content-Netzwerk“ („Funk“ über „Funk“) von ARD und ZDF: Es ist legal, sich nach dem Sport zu fühlen wie ein alter Schuh, ohne dabei höchsten Genuss erfahren zu haben.
Hoffentlich erhöhen sie bald mal wieder die Gebühren. Für das Angebot.
Schöne Idee: WordPress-Plugin, das auf einen fehlenden Werbeblocker hinweist.
Das Erkennen von Adblockern (…) auf Geräten der Nutzer sei illegal, so Datenschützer. Sie fordern eine Überprüfung und Stellungnahme der EU.
Na gut. Ich mach’s wieder raus. (Aber dieses eine Mal hoffe ich, die EU verbietet was.)