Es ist Montag. Die re:publica, auf der seit Jahren die deutsche Alphabloggeria mit locker fünfstelligen Klicks pro Beitrag mit ihresgleichen darüber debattiert, für wie großartig man einander hält, sei „ein Ort, der Filterblasen zerplatzen lässt“, juxt Thomas Knüwer, selbst Teil der Alphabloggeria, jedenfalls gemessen an uns Pöbel. Dort liefen ja, so die Argumentation, außer Menschen, die Geld damit verdienen, ins Internet reinzuschreiben, auch Politiker und Firmenchefs rum. Das ist witzig.
(Unsereins scheitert ja schon daran, dieses WordPress hier mal loszuwerden. Eigentlich war die Umstellung auf Hugo schon beschlossene Sache, aber dann scheiterte es doch an – rational betrachtet – lächerlichen Kleinigkeiten. Plan B, hier tatsächlich eher zufällig drauf gestoßen, ist in der ersten Erprobungsphase; mehr dazu zu gegebener Zeit.)
Wo’s ja technisch interessierte Menschen wie ich dieser Tage sowieso schon kaum schaffen, die Hand aus dem Gesicht zu bekommen. Die EU-Kommission etwa schlägt vor, „sensible Daten“ (weinen die, wenn man sie schubst?) von US-Servern in das eigene Internet zu verschieben, stellt aber nicht die Frage, was „sensible Daten“ überhaupt im Internet verloren haben. Ist ja alles zweinull und cloud heutzutage, da will man ja nicht wie der Bremser wirken, sondern mit dem Kopf voran den Berg runterkullern (via). Im Zuge dieses Modernen habe ich dieser Tage auch das Wort „Dickover“ für dem Besucher unnötig auf den Sack gehende Popups kennengelernt und erzähle es hiermit weiter, damit die mir unwillkommenen Zeitgenossen, die so einen Scheißdreck in Websites reinprogrammieren, nicht auch noch die Deutungshoheit darüber behalten, wie wir selbigen Scheißdreck gefälligst zu nennen haben.
Wenigstens die ökonomisch wertvollen „KI“-Neuigkeiten lassen noch einen Rest an Amusement zu: Das beliebte Dateikopierwerkzeug rsync wird neuerdings anscheinend von Computern kaputtgewartet. Man könnte daraus etwas lernen, muss es aber natürlich nicht.
Auch nach Schubsen völlig unbeeindruckt: Musik (elektronisch).
Guten Morgen.




> wenn man so etwas nicht auch noch ausgerechnet in einem überwachungsstaat mit seit jahrzehnten zunehmend totalitären und gewalttätigen zügen täte, der zurzeit von einem narzisstisch gestörten idjoten mit realitätsverlusten und der von ihm ausgewählten rückgratlosen speichelleckerbande regiert wird.
Entgegen der Gehirnwäsche, auf die Elias genau wie so viele andere Leute im Fediverse und in der Blogosphäre hereingefallen ist, ist das Problem der US-Überwachungsstaat an sich (die ganzen 3‑Letter-Agencies, die alles abschnorcheln) und eher weniger der Trump.
In Fediverse und Blogosphäre kam man erst durch Trumps *zweite* Amtszeit auf die Idee mit der digitalen Souveränität, aber die Snowden-Enthüllungen waren schon lange vorher.
In Fediverse, Blogosphäre und Politik hat man in der Zeit zwischen den Snowden-Enthüllungen und Trumps Wiederwahl tief und fest geschlafen.
Zumindest hat man uns währenddessen ignoriert.
WordPress ist inzwischen echt Scheiße. Und wenn diese Pandas nicht asap lernen, sich besser zu verstecken, dann sehe ich auch für deren Zukunft eher schwarz als weiß.
„Inzwischen“.
Pardon. Es sollte natürlich heißen „inzwischen echt noch mehr Scheiße als früher“.