NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 6. Dezem­ber 2025

Einen EU-Kom­mis­sar hat­te ich poli­tisch auch noch nicht auf mei­ner Sei­te, aber hier ste­hen wir jetzt.


Ihr armen und ver­ar­men­den, ihr seid gar nicht arm und ver­ar­mend, ihr habt nur mie­se stim­mung und schlech­te lau­ne.


Gute Nach­rich­ten für Russ­land: Wenn man irgend­wo auf der Welt das Völ­ker­recht über­tritt und aus Freu­de am Töten jede Men­ge Zivi­li­sten umbringt, dann darf man beim Euro­vi­si­on Song Con­test künf­tig doch wie­der antre­ten (Archiv­ver­si­on), tei­len die west­li­chen Wer­te mit. Dass das dort Vor­ge­tra­ge­ne („Musik“) auch mal auf sei­ne Ver­ein­bar­keit mit den Gen­fer Kon­ven­tio­nen über­prüft wer­den soll­te, ist hier­bei frei­lich noch eine ganz eige­ne Debat­te.

(sie­he auch 2022)


war ich ir­gend­wo, wenn ich es nicht fest­ge­hal­ten habe?


Aus aktu­el­lem Anlass: Kriegs­dienst ver­wei­gern.


When every face beco­mes a data­set, how do we pro­tect the mea­ning of being human?

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Die Fair­ness der Ande­ren

Yo, „tagesschau.de“ (Archiv­ver­si­on):

Erst in die­sem Schritt wür­de die strit­ti­ge Fra­ge geklärt wer­den, wen eine Zwangs­ein­be­ru­fung trä­fe und wie sie fair gestal­tet wür­de. (…) Alle 18-Jäh­ri­gen erhal­ten einen Fra­ge­bo­gen zu Moti­va­ti­on und Eig­nung, des­sen Beant­wor­tung für Män­ner ver­pflich­tend ist. Eben­so wird die Muste­rung für alle Män­ner, die ab Janu­ar 2008 gebo­ren wur­den, wie­der zur Pflicht.

(Her­vor­he­bun­gen von mir.)

Ich bin ja kein Jour­na­list und dar­um nicht vom Fach, aber wäre ich „tagesschau.de“, hät­te ich zumin­dest fest­ge­stellt: so jeden­falls nicht.

Musik
#NotS­po­ti­f­y­Wrap­ped (2025er Edi­ti­on)

Weil sie seit 2023 nichts gelernt haben, freu­en sich Qua­li­täts­me­di­en auch heu­te schon wie­der dar­über, dass das Jahr nur elf Mona­te hat und dar­um der wirk­lich üble Dienst Spo­ti­fy, wenn er denn mal erreich­bar ist, ihnen end­lich die letz­ten vier Wochen des Jah­res getrost vor­ent­hal­ten kann.

Weil sie seit 2023 nichts gelernt haben, hören die Men­schen immer noch vor allem Tay­lor Swift, ent­neh­me ich eben­falls Qua­li­täts­me­di­en. Mein im Gegen­satz zu Spo­ti­fy immer ver­füg­ba­rer Plat­ten­spie­ler hat nun kei­ne Sta­ti­stik­funk­ti­on, aber ich kann zumin­dest fest­stel­len, dass ich die­ses Jahr neben man­cher­lei Noi­se zu mei­ner eige­nen Über­ra­schung sowohl Wel­le: Erd­ball als auch Fran­kie Goes to Hol­ly­wood für mich ent­deckt habe. Es geht berg­ab mit mir, man könn­te mich jetzt eigent­lich auch ein­pö­keln und weg­hän­gen.

Die Liste mei­ner lieb­sten Alben des Jah­res 2025 ist bis­lang noch weni­ger umfas­send als ich es gern gehabt hät­te, aber es sind auch noch unge­fähr zwei Dut­zend wei­te­re von ihnen auf der Muss-ich-noch-hören-Liste. Trau­ri­ger Mensch, wer glaubt, was bis Novem­ber nicht gehört wur­de, blei­be auch im Dezem­ber nicht rele­vant. Außer denen natür­lich, die Weih­nachts­lie­der mögen. Die sol­len aber ande­rer­seits auch bit­te weg­ge­hen.

In den Nachrichten
Gie­ße­ner Demo­bin­go

Den Nach­rich­ten ent­neh­me ich, dass es für dem Anti­fa­schis­mus zuträg­lich gehal­ten wird, wenn man an einem Tag, an dem man gegen eine um 10 Uhr begin­nen­de Ver­an­stal­tung demon­strie­ren möch­te, sicher­heits­hal­ber bereits vor 8 Uhr mit Pyro­tech­nik durch die Stra­ßen maro­diert und „diver­se Fahr­zeu­ge und Later­nen“ beschä­digt. Man hät­te, folgt man der Logik derer, die offen­sicht­lich nur den ent­schie­de­nen Kampf gegen Rechts­extre­mis­mus und kei­nes­falls ihre eige­ne intel­lek­tu­el­le Impo­tenz im Sin­ne haben, vor 1932 ein­fach nur gegen ein paar Later­nen tre­ten müs­sen – der Zwei­te Welt­krieg hät­te nie statt­ge­fun­den. Da der selbst­ver­ständ­lich von rei­nen Böse­wich­ten frei erfun­de­ne Vor­wurf, es gehe den Kra­wall­ver­ur­sa­chern nicht um ein bes­se­res Mor­gen, son­dern bloß um den Kra­wall, von den Betei­lig­ten brüs­kiert zurück­ge­wie­sen wird, schlie­ße ich die­se alter­na­ti­ve Les­art natür­lich aus.

Es ist immer die­sel­be Folk­lo­re, der glei­che Tanz zum glei­chen Takt. Irgend­ein Unsinn pas­siert, Men­schen mit frag­wür­di­gen Fri­su­ren ver­öf­fent­li­chen pein­lich zu lesen­de Auf­ru­fe, in denen gern mal Kin­der­gar­ten­spra­che wie „Lau­ti“ und „Spucki“ vor­kommt, es gibt die von bei­den Sei­ten (Men­schen mit frag­wür­di­gen Fri­su­ren und Innen­mi­ni­ster) gewünsch­te Gemü­se­schlacht, hin­ter­her hat­ten bei­de Recht und nie­mand Schuld, bis zur näch­sten Demo gegen den näch­sten Unsinn ist dann alles wie­der ver­ges­sen. Das nen­nen bei­de Sei­ten dann „Eska­la­ti­on“.

Stil­le Mahn­wa­chen hät­ten wenig­stens die­ses Pro­blem nicht, aber stil­le Mahn­wa­chen sind für Men­schen, denen die Psy­cho­the­ra­pie die Pyro­ma­nie bis­her nicht aus­trei­ben konn­te, nun mal stra­te­gisch unat­trak­tiv. (Sie­he auch: Fuß­ball­fans.) Das beob­ach­te ich jetzt seit über fünf­zehn Jah­ren und den­ke jedes Mal dar­über nach, ein Demo­bin­go zu ver­tei­len, aber mein Leben ist ein­fach zu kurz und zu schön, um es mit nichts als Gra­tis­mut (und nicht anders ist es wohl zu nen­nen, wenn man – was ist eigent­lich aus „Gesicht zei­gen gegen Rechts“ gewor­den? – ver­mummt unter sei­nes­glei­chen stolz ein­an­der erzählt, wie blöd man die Ande­ren fin­det) zu ver­plem­pern.

Die Zukunft, das ist nicht „Wir gegen die“. Die Zukunft kann mehr. Oder ist das schon alles? – Ein Bonus­bien­chen gebe ich den Autoren des ver­link­ten Texts im Übri­gen für die kon­se­quen­te Nut­zung der Autoren­kür­zel.

Guten Abend! (lol)

Lol.

In den NachrichtenMontagsmusik
Gala­xy – Ladies in the Wind // Latein isch over

Der Panda hat eine neue Mütze und jeder soll es sehen.

Es ist Mon­tag. Omnia mutan­tur (Ovid; Archiv­ver­si­on): Latein isch over. Wie­der eine für das Leben rele­van­te Schul­bil­dung weni­ger. Non scho­lae disci­mus am Arsch.

Da doch Gewiss­hei­ten sowie­so schwin­den: Der Russe!!1! ist jetzt Droh­nen­hob­by­ist. Da hel­fen nur har­te Sank­tio­nen. Gegen den Elek­tro­fach­han­del. – Hüb­scher Ulk von der „ZEIT“: „Auf dem ersten Par­tei­tag nach der Habeck-Ära sind die Grü­nen begei­stert von sich selbst.“ Ande­rer­seits: Irgend­wann grün­de ich mal die Par­tei derer, die sich selbst eher ungern mögen. Wird ein Hit (weil: Markt­lücke).

Eben­falls noch ein Ulk, aber mit etwas Pech dem­nächst auf dem Arbeits­markt: Gut zu pro­gram­mie­ren sei ein Ein­stel­lungs­hin­der­nis, weil nur „KI“ noch gut pro­gram­mie­ren kön­ne. Da habe ich ja per­fek­te Vor­aus­set­zun­gen: Mein Code ist grund­sätz­lich fürch­ter­lich.

Eben­falls fürch­ter­lich, näm­lich fürch­ter­lich gut: Musik Musik.

Ladies in the Wind

Guten Mor­gen.

Spaß mit Spam
Lie­bes­pil­len bestel­len

Eine E‑Mail fragt mich unter obi­gem Betreff:

Män­ner: Ken­nen Sie die eigent­li­che Ursa­che für Ihr Schlaf­zim­mer-Pro­blem?

Ja: ich schla­fe ein­fach zu wenig. Ursa­che: Ich bin zu lan­ge wach und lese sol­che E‑Mails.

Aber ob Lie­bes­pil­len mich müde machen? (Lie­be macht es. Oft.)

Sonstiges
Minia­tu­ren (26.11.25)

Kein Natio­nal­staat hat ein Exi­stenz­recht.


(Schö­ne For­mu­lie­rung, die ich fand, als ich für Obi­ges Bestä­ti­gung such­te: „Jeman­dem mit der Aner­ken­nung der DDR dro­hen“. Das soll­te sich mal durch­set­zen.)


Öffent­li­cher Dienst (2025): Die Spar­kas­se möch­te für Push­nach­rich­ten („Gehalts­wecker“) stück­wei­se bezahlt wer­den, ent­neh­me ich den sozia­len Medi­en.


Pein­li­ches Miss­ge­schick: Am medi­al viel­zi­tier­ten „Tag gegen Gewalt gegen Frau­en“ habe ich die­ses Jahr aus Ver­se­hen gar nicht aktiv teil­ge­nom­men, son­dern ganz anlass­los kei­ne Gewalt an Frau­en ver­übt. Das war schön, das mache ich näch­stes Jahr wie­der.


In eurer Kon­junk­tur kön­nen Obdach­lo­se auch nicht schla­fen.


„Kaf­fee ver­län­gert das Leben? Ver­rückt! Das muss ich gleich mei­nen Urur­ur­groß­enkeln erzäh­len!“

Sonstiges
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Gestor­kene Ver­ben mit Franz Bec­chi

Über einen Neu­zu­gang bei der GSV infor­miert mich eine Dis­kre­panz zwi­schen Sei­ten-URL und Sei­ten-Über­schrift bei der „Ber­li­ner Zei­tung“, die einen Arti­kel zum The­ma Chat­kon­trol­le gestern noch so über­schrieb:

EU-Chat­kon­trol­le soll „ohne Dis­kus­si­on“ durch­ge­winkt wer­den

Irgend­je­mand, viel­leicht der Ver­fas­ser Franz Bec­chi selbst, hat spä­te­stens heu­te um 7:22 Uhr die zwei gröb­sten Pro­ble­me des Arti­kels geglät­tet: Es wur­de eine Bezahl­schran­ke davor­ge­schal­tet und dem im Deut­schen nun mal schwa­chen Verb „win­ken“ wur­de neue Kraft ver­lie­hen.

EU-Chat­kon­trol­le soll „ohne Dis­kus­si­on“ durch­ge­wun­ken wer­den

Rich­ti­ges Deutsch gibt’s bei der „Ber­li­ner Zei­tung“ eben nur in Gra­tis­ar­ti­keln; oder auch: da hät­te ich ja auch gern mal eine Chat­kon­trol­le gehabt. Ein­fach, weil es mich inter­es­sie­ren wür­de, wel­cher Vollhonk das gele­sen hat und dar­auf­hin dach­te: Na, da müs­sen wir jetzt aber mal die Über­schrift ändern. Das geht so nicht. Was sol­len unse­re Leser den­ken? Die sind doch total ver­wirrt, wenn sie unser Quatsch­blatt lesen und da steht dann ein kor­rek­tes Verb. Ändern, aber dal­li!

Man ver­sprach mir Ver­lags­ster­ben.

In den NachrichtenMontagsmusik
Orsak:Oslo – 085 Days Adrift // Frie­dens­angst

„Nein, Mann, ich will noch nicht geh'n!“

Es ist Mon­tag. Unpo­pu­lä­re Mei­nung: Die Fra­ge, ob man schon „alle Geschen­ke“ habe, ist in ihrer Selbst­ver­ständ­lich­keit bestür­zend und in ihrer Inten­ti­on bedau­er­lich. (Natür­lich habe ich nicht „alle Geschen­ke“, schon weil ich aus­schließ­lich dann ande­ren Leu­ten etwas schen­ke, wenn der Kalen­der das nicht von mir erwar­tet.)

(Außer­dem dür­fen ande­re auch eines haben und das geht ja dann nicht mehr, wenn ich alle habe.)

Ich nomi­nie­re übri­gens „Frie­dens­angst“ zur Wahl des fürch­ter­lich­sten Wor­tes der deut­schen Spra­che, ein Wett­be­werb also, den ich hier­mit gleich­zei­tig ins Leben rufe. Wei­te­re Ein­sen­dun­gen bit­te bei REWE ans Schwar­ze Brett hän­gen, ich gucke mir das dann an. – Fast über­se­hen, weil nicht ange­guckt: Es gibt ein neu­es Album von Igorrr, und wie immer sind es schät­zungs­wei­se zwölf Alben auf ein­mal. Ich bin hin­rei­chend erfreut.

Bei Micro­soft, das unge­fähr ein Vier­tel sei­nes Codes von irgend­wel­chen Sprach­mo­del­len zusam­men­mop­sen lässt, läuft das unge­fähr so gut wie erwar­tet: „Micro­soft gibt zu: fast alle Kern­funk­tio­nen von Win­dows 11 sind kaputt“. Es ist nun auch nicht so, dass mensch­li­che Pro­gram­mie­rer kei­ne Feh­ler machen (wer zum Bei­spiel mei­ne Soft­ware ein­setzt, der kennt das), aber es unbe­dingt dar­auf ankom­men las­sen? War­um?

Gern hin­ge­gen ankom­men las­se ich es auf: Musik.

Orsak:Oslo – 085 Days Adrift (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeNerdkrams
Anti­gra­vi­tät­lich­kei­ten

Goog­le hat aus­nahms­wei­se nichts ersatz­los gestri­chen, son­dern viel­mehr ein neu­es Dings­bums namens „Anti­gra­vi­ty“ raus­ge­bracht, das im Wesent­li­chen dar­in besteht, dass man einem über­trie­ben kom­pli­ziert imple­men­tier­ten Text­feld einen Algo­rith­mus erzählt und hin­ter­her kommt unter Zuhil­fe­nah­me eines Sprach­mo­dells („Gemi­ni“) im Best­fall im Inter­net gemop­ster Code her­aus, der viel­leicht funk­tio­niert oder auch nicht.

Das ist eine auf gewis­se Art respek­ta­ble Erfin­dung in einer Zeit, in der land­auf, land­ab von „digi­ta­ler Mün­dig­keit“ gequatscht wird, obwohl eigent­lich „Abhän­gig­keit von ande­ren Her­ren“ gemeint ist; bezie­hungs­wei­se (eng­lisch­spra­chig):

Es ist ver­rückt, dass ein Betriebs­sy­stem­up­date anson­sten funk­tio­nie­ren­den Code auf eine Wei­se zer­stö­ren kann, die es unmög­lich macht, auch nur zu ver­ste­hen, was pas­siert, geschwei­ge denn, was man tun muss, um es zu behe­ben. Aber das ist es, was wir inzwi­schen erwar­ten. Com­pu­ter gehen stän­dig kaputt, Soft­ware geht stän­dig kaputt, Din­ge stür­zen ab, man star­tet neu und so wei­ter. (…) Es gab Ver­su­che – ernst­haf­te Ver­su­che! – Theo­rie und Pra­xis zu ent­wickeln, um Syste­me zu bau­en, die hin­sicht­lich ihrer Nut­zung und Updates sta­bil und kor­rekt waren. Wir haben ein hal­bes Jahr­hun­dert hin­ein­ge­steckt. Und jetzt leben wir in einer Art kol­lek­ti­ver Kapi­tu­la­ti­on. Es ist wirk­lich depri­mie­rend.

Wäre es nicht mitt­ler­wei­le ein­fa­cher, wir über­lie­ßen die­se Com­pu­ter den Kon­zer­nen und bau­ten uns eine coo­le Alter­na­ti­ve auf?

PolitikIn den Nachrichten
Ich irri­tiert über irri­tier­te Euro­pä­er

Unter der dra­ma­tur­gisch wert­vol­len Über­schrift „Euro­pä­er irri­tiert über angeb­li­chen US-Frie­dens­plan für Ukrai­ne“ erzählt die „tages­schau“ (Archiv­ver­si­on):

Ange­sichts eines angeb­li­chen neu­en US-Frie­dens­plans für die Ukrai­ne hat die EU-Außen­be­auf­trag­te Kaja Kal­las die Betei­li­gung Kiews und Brüs­sels ange­mahnt. „Damit jed­we­der Frie­dens­plan funk­tio­niert, müs­sen die Ukrai­ner und die Euro­pä­er an Bord sein“, sag­te Kal­las vor einem Tref­fen der EU-Außen­mi­ni­ster in Brüs­sel zu Jour­na­li­sten. (…) Auch der pol­ni­sche Außen­mi­ni­ster Rado­s­law Sikor­ski for­der­te, Euro­pa müs­se bei Frie­dens­be­mü­hun­gen kon­sul­tiert wer­den.

Von der lästi­gen Ver­men­gung des Kon­ti­nents mit dem Staa­ten­bund, als wäre Russ­land selbst nicht das bevöl­ke­rungs­reich­ste Land Euro­pas, was her­vor­zu­he­ben mir zuse­hends wich­ti­ger scheint, den­noch abge­se­hen war mei­ne spon­ta­ne Reak­ti­on ein irri­tier­tes „Hä?“, aber weil „Hä?“ als poli­ti­sche Ana­ly­se kaum taugt, fra­ge ich statt­des­sen: Die For­de­rung, bei der Gestal­tung der außen­po­li­ti­schen Ver­trä­ge eines sou­ve­rä­nen Staa­tes, mit dem man kei­ner­lei völ­ker­recht­li­ches Bünd­nis jen­seits irgend­wel­cher Waf­fen­käu­fe ein­ge­gan­gen ist, gefäl­ligst auch mit­re­den zu dür­fen: ist das nicht genau das, was Russ­land auch macht?

In den NachrichtenWirtschaft
Sol­len die Leu­te halt mit dem Pan­zer fah­ren (2).

„Zukunfts­netz­werk ÖPNV“, 29. Juli 2024:

Die EU-Kom­mis­si­on wies Deutsch­land 479 Mil­lio­nen Euro aus der „Con­nec­ting Euro­pe Faci­li­ty“ zu, dem zen­tra­len euro­päi­sche Finan­zie­rungs­in­stru­ment für die Umset­zung der euro­päi­schen Infra­struk­tur­po­li­tik. (…) Für den Bereich Ver­kehr wird mit den Mit­teln aus der „Con­nec­ting Euro­pe Faci­li­ty“ das Ziel ver­folgt, Inve­sti­tio­nen in den Bau neu­er Ver­kehrs­in­fra­struk­tu­ren in Euro­pa oder in die Sanie­rung und Moder­ni­sie­rung der bestehen­den Infra­struk­tur zu unter­stüt­zen[.]

„ZEIT ONLINE“, heu­te (Archiv­ver­si­on):

Für den näch­sten lang­fri­sti­gen EU-Haus­halt hat die Kom­mis­si­on nun eine Ver­zehn­fa­chung des Bud­gets für mili­tä­ri­sche Mobi­li­tät vor­ge­schla­gen. Ins­ge­samt sol­len 17,65 Mil­li­ar­den Euro für Inve­sti­tio­nen in mili­tä­risch nutz­ba­re Ver­kehrs­in­fra­struk­tur bereit­ge­stellt wer­den.

Hat alles nichts mit nichts zu tun.

In den NachrichtenNerdkrams
Wer sich in die „Cloud“ begibt, der kommt dar­in um (10).

Ich will ja nicht immer nur unken, aber mei­ne Web­site, die ohne Cloud­fla­re („Unse­re Dien­ste lau­fen unauf­fäl­lig im Hin­ter­grund und hal­ten vie­le der Web­sites und Dien­ste, auf die Sie ange­wie­sen sind, am Lau­fen“, ebd.) aus­kommt, funk­tio­niert noch und die­je­ni­gen Web­sites, die Cloud­fla­re („Indem Cloud­fla­re die Ursprungs­in­fra­struk­tur vor Über­la­stun­gen schützt (…), ver­bes­sern wir die Ver­füg­bar­keit von Anwen­dun­gen“, ebd.) nut­zen, gera­de nicht.