Politik⁠In den Nachrichten
Si vis pacem, para bellum. (25)

„hei­se online“, 6. März 2026 (will nicht ver­linkt wer­den, LSR):

Die Mini­ster­prä­si­den­ten­kon­fe­renz (MPK) hat auf ihrer jüng­sten Sit­zung am Don­ners­tag in Ber­lin einen Kurs­wech­sel in der digi­ta­len Ord­nungs­po­li­tik signa­li­siert. Im Zen­trum der Bera­tun­gen stand die psy­chi­sche Gesund­heit der jüng­sten Nut­zer­ge­ne­ra­ti­on, die nach Ansicht der Län­der­chefs im digi­ta­len Raum syste­mi­schen Risi­ken aus­ge­setzt ist. Sucht­me­cha­nis­men, Des­in­for­ma­ti­on sowie Hass und Het­ze nen­nen sie als zen­tra­le Gefah­ren, vor denen Kin­der und Jugend­li­che ein Recht auf Schutz haben.

„nd“, 4. Juni 2026:

2016, nach dem zwei­ten Tag der Bun­des­wehr, ver­öf­fent­lich­ten Frie­dens­ak­ti­vistinnen Bil­der von Kin­dern an Waf­fen. Im baden-würt­tem­ber­gi­schen Stet­ten wur­den Kin­der in die Funk­ti­ons­wei­se des Sturm­ge­wehrs G36 und der Pisto­le P8 ein­ge­wie­sen. Die Maschi­nen­pi­sto­le MP7 durf­ten sie, unter Anlei­tung von Sol­da­ten, sogar anle­gen und das Zie­len üben. (…) 2025, eine »Zei­ten­wen­de« spä­ter, inter­es­sier­ten ähn­li­che Vor­gän­ge kaum noch. Akti­vist\innen der Kam­pa­gne »Unter 18 nie«, die sich gegen die Anwer­bung Min­der­jäh­ri­ger durch das Mili­tär aus­spricht, beob­ach­te­ten in Bücke­burg Kin­der an Maschi­nen­ge­weh­ren. Den Sol­da­ten am ent­spre­chen­den Info­stand sei zwar klar gewe­sen, dass es Kin­dern ver­bo­ten sei, mit Waf­fen zu han­tie­ren, sie hät­ten auch dar­auf hin­ge­wie­sen, den Zugriff der Kin­der aber nicht unter­bun­den.

Haupt­sa­che, sie lesen nicht aus Ver­se­hen „RT“ oder so.

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

Musik⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Bent Knee – Holy Ghost // Künstliche Arschbrotintelligenz

Praktisch: Pandas kann man stapeln.

Es ist Mon­tag 2.0, denn letz­te Woche war auch bereits ein Mon­tag und das ist die ein­zig logi­sche Fort­füh­rung. Selbst die drö­ge „FAZ“ hat inzwi­schen das Gezweinul­le für sich ent­deckt und schwärmt sal­bungs­voll von ihrem ETF-Spar­plan 2.0. Eine Ver­si­on 1.1 gab es nie und eine Ver­si­on 3.0 wird es wahr­schein­lich auch nie geben, es gibt immer nur 2.0. Wenn die Arsch­bro­te von der elen­den NATO dem­nächst dann also aus gewohnt affi­gen Grün­den den näch­sten Welt­krieg als aus­ge­bro­chen bezeich­nen wer­den, dann wird das nicht der drit­te Welt­krieg, son­dern der Welt­krieg 2.0 sein. Denn den gab es ja noch nie, nur schnö­de Welt­krie­ge.

(Öfter mal neue Schimpf­wör­ter erfin­den. Das hält die Spra­che leben­dig.)

Apro­pos Arsch­bro­te: Der fürs Pen­ta­gon zustän­di­ge US-Mini­ster habe, wie man liest, zwecks Bekämp­fung der „Infek­ti­on der poli­ti­schen Kor­rekt­heit“ die Anzahl an im Mili­tär offi­zi­ell zuge­las­se­nen Reli­gio­nen von über 200 auf 31 (davon 22 christ­li­che Glau­bens­ge­mein­schaf­ten) gesenkt. Hihi. Die­se Got­tes­staa­ten immer. So rück­stän­dig. Wir im Westen hin­ge­gen schau­en mit Nach­sicht auf die edlen Wil­den. Kolo­nia­li­sie­rung lohnt sich da nicht mehr. Alles im Eimer.

Aus dem Pan­ora­ma zum glei­chen The­ma: Die dpa berich­tet, „ein Mann“ habe „in Mün­chen mit einem Stra­ßen­schild auf Men­schen vor einem Imbiss ein­ge­schla­gen“ und dabei irgend­ei­nen reli­giö­sen Blöd­sinn geru­fen. Typisch Poli­tik und Poli­zei: Auf Mes­ser zum Apfel­schä­len kon­trol­lie­ren sie, aber Stra­ßen­schil­der stel­len sie dann griff­be­reit hin. Dan­ke, Mer­kel.

(Es scheint eine außer­or­dent­lich dum­me Idee zu sein, ein Bank­kon­to in Deutsch­land zu haben. Wenn Lon­don nur nicht so unprak­tisch wäre! Was für eine wun­der­vol­le Stadt. Was für ein wun­der­vol­les Land. -)

Auch lehr­reich: Wor­an erkennt man eine „KI“? Der Ins-Inter­net-Rein­schreib­kol­le­ge schreibt und fuß­no­tet: unter ande­rem dar­an, dass sie weder zuzu­ge­ben bereit ist, was sie alles nicht kann, noch im eigent­li­chen Sin­ne Humor hat. Ich schrei­be jetzt nicht, für wel­che Par­tei eine „KI“ also wahr­schein­lich eine her­vor­ra­gend qua­li­fi­zier­te Vor­stands­kan­di­da­tin wäre. Es ist Wahl­kampf und da mache ich nicht mehr mit.

Über aus­ge­rech­net Paul McCart­ney erfuhr ich (wie üblich) zu spät, dass er sich schon 2025 an einem künst­le­risch lobens­wer­ten Pro­jekt namens „Is This What We Want?“ betei­ligt hat­te, das als Pro­test gegen die „KI“-„Musik“ kon­zi­piert war und im Wesent­li­chen aus Stu­dio­ge­räu­schen bestand, um zu ver­deut­li­chen, was pas­sie­ren wür­de, wür­de „KI“ die Arbeit von Berufs­mu­si­kern voll­ends ent­wer­ten: sie hät­ten näm­lich schlicht kei­nen Bock mehr. Zwar hät­te ich per­sön­lich außer­or­dent­lich weni­ge Ein­wän­de dage­gen, wenn der ein oder ande­re Musi­ker kei­nen Bock mehr hät­te, bin aber den­noch der Ansicht, dass das Anlie­gen unter­stüt­zens­wert war, ist und bleibt. Wenn ihr also jeman­den kennt, der „KI“-„Musik“ unter die Leu­te zu brin­gen ver­sucht, gebt ihm bit­te einen mög­lichst unhöf­li­chen Kose­na­men (z.B. „du Arsch­brot“), bis er damit auf­hört.

Drin­gend auf­merk­sam­keits­be­dürf­tig: Musik von (und für) Men­schen.

BENT KNEE – Holy Ghost (Live at The Record Co.)

Guten Mor­gen.

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: BLKE

BLKE

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Aus Lon­don, mitt­ler­wei­le jedoch in Ber­lin (mein herz­li­ches Bei­leid!), stammt das Quar­tett BLKE um den „Sän­ger“ / Gitar­ri­sten Jakob Burac­zew­ski, der, soweit erzählt’s der Pres­se­text, „fünf Jah­re lang in der alter­na­ti­ven Musik­sze­ne Lon­dons unter­wegs war“. Das glau­be ich gern.

Auf ihrem Debüt­al­bum (Band­camp, Vinyl oder Down­load) prä­sen­tie­ren die vier Her­ren einen Musik-Mix, der mir durch­aus zusagt. (Der Schlag­zeu­ger heißt Micha­el Drum­mer. Ich kom­men­tie­re das nicht.) Sonic Youth trifft auf die Smit­hs.

Hat was. Hier­mit wei­ter­ge­sagt.

In den Nachrichten⁠Politik
Quod licet Israeli non licet Russiae

„tages­schau“ (Archiv­ver­si­on):

Putin beharr­te auf sei­ner For­de­rung nach einer voll­stän­di­gen rus­si­schen Kon­trol­le der Gebie­te Donezk und Luhansk als Vor­aus­set­zung für einen Frie­den in der Ukrai­ne.

Ver­ein­te Natio­nen (übel­setzt aus dem Eng­li­schen):

Die Gene­ral­ver­samm­lung (…) stellt fest, dass alle von Isra­el, der Besat­zungs­macht, getrof­fe­nen oder zu tref­fen­den gesetz­ge­be­ri­schen und admi­ni­stra­ti­ven Maß­nah­men und Hand­lun­gen, die dar­auf abzie­len, den Cha­rak­ter und den Rechts­sta­tus des besetz­ten syri­schen Golans zu ver­än­dern, null und nich­tig sind, eine fla­gran­te Ver­let­zung des Völ­ker­rechts und des Gen­fer Abkom­mens zum Schut­ze von Zivil­per­so­nen in Kriegs­zei­ten vom 12. August 1949 dar­stel­len und kei­ne Rechts­wir­kung haben (…).

Völ­ker­recht ist immer das Völ­ker­recht des Stär­ke­ren.

In den Nachrichten⁠Wirtschaft
Kokain verzollen

Wiki­pe­dia:

Die Euro­päi­sche Uni­on ist eine Zoll­uni­on, inner­halb derer kei­ne Zöl­le erho­ben wer­den.

Den­noch (Archiv­ver­si­on):

Bei einer der deutsch­land­weit größ­ten Sicher­stel­lun­gen von Koka­in in den ver­gan­ge­nen Jah­ren haben Zöll­ner im Jade­We­ser­Port in Wil­helms­ha­ven acht Ton­nen der Dro­ge beschlag­nahmt. (…) Tino Igel­mann, Lei­ter des Zoll­kri­mi­nal­am­tes, (…) dank­te der Staats­an­walt­schaft Aurich, die einer raschen Ver­nich­tung der Dro­gen zuge­stimmt hat­te.

Dass auf einem Arti­kel­bild drei Ver­mumm­te mit der Beu­te posie­ren, passt ins Bild.

Wäre es für die Staats­kas­se (und mei­ne Ren­te) nicht nach­hal­tig sinn­vol­ler, statt teu­rer Ermitt­lun­gen und der Ver­nich­tung gro­ßer Ver­mö­gens­wer­te (wie bei Tabak und lecker Bier­chen) ein­fach Koka­in­steu­ern zu erhe­ben und damit hätt‘ sich das erle­digt?

(Zuvor.)

In den Nachrichten⁠Montagsmusik⁠Computer
Jan Jelinek – Lithiummelodie 1 // Sensible Daten unter Dickovers

Auf diesem Bild hat sich ein Panda versteckt

Es ist Mon­tag. Die re:publica, auf der seit Jah­ren die deut­sche Alpha­blog­ge­ria mit locker fünf­stel­li­gen Klicks pro Bei­trag mit ihres­glei­chen dar­über debat­tiert, für wie groß­ar­tig man ein­an­der hält, sei „ein Ort, der Fil­ter­bla­sen zer­plat­zen lässt“, juxt Tho­mas Knü­wer, selbst Teil der Alpha­blog­ge­ria, jeden­falls gemes­sen an uns Pöbel. Dort lie­fen ja, so die Argu­men­ta­ti­on, außer Men­schen, die Geld damit ver­die­nen, ins Inter­net rein­zu­schrei­ben, auch Poli­ti­ker und Fir­men­chefs rum. Das ist wit­zig.

(Unser­eins schei­tert ja schon dar­an, die­ses Word­Press hier mal los­zu­wer­den. Eigent­lich war die Umstel­lung auf Hugo schon beschlos­se­ne Sache, aber dann schei­ter­te es doch an – ratio­nal betrach­tet – lächer­li­chen Klei­nig­kei­ten. Plan B, hier tat­säch­lich eher zufäl­lig drauf gesto­ßen, ist in der ersten Erpro­bungs­pha­se; mehr dazu zu gege­be­ner Zeit.)

Wo’s ja tech­nisch inter­es­sier­te Men­schen wie ich die­ser Tage sowie­so schon kaum schaf­fen, die Hand aus dem Gesicht zu bekom­men. Die EU-Kom­mis­si­on etwa schlägt vor, „sen­si­ble Daten“ (wei­nen die, wenn man sie schubst?) von US-Ser­vern in das eige­ne Inter­net zu ver­schie­ben, stellt aber nicht die Fra­ge, was „sen­si­ble Daten“ über­haupt im Inter­net ver­lo­ren haben. Ist ja alles zweinull und cloud heut­zu­ta­ge, da will man ja nicht wie der Brem­ser wir­ken, son­dern mit dem Kopf vor­an den Berg run­ter­kul­lern (via). Im Zuge die­ses Moder­nen habe ich die­ser Tage auch das Wort „Dick­over“ für dem Besu­cher unnö­tig auf den Sack gehen­de Popups ken­nen­ge­lernt und erzäh­le es hier­mit wei­ter, damit die mir unwill­kom­me­nen Zeit­ge­nos­sen, die so einen Scheiß­dreck in Web­sites rein­pro­gram­mie­ren, nicht auch noch die Deu­tungs­ho­heit dar­über behal­ten, wie wir sel­bi­gen Scheiß­dreck gefäl­ligst zu nen­nen haben.

Wenig­stens die öko­no­misch wert­vol­len „KI“-Neuigkeiten las­sen noch einen Rest an Amu­se­ment zu: Das belieb­te Datei­ko­pier­werk­zeug rsync wird neu­er­dings anschei­nend von Com­pu­tern kaputt­ge­war­tet. Man könn­te dar­aus etwas ler­nen, muss es aber natür­lich nicht.

Auch nach Schub­sen völ­lig unbe­ein­druckt: Musik (elek­tro­nisch).

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Kurz angemerkt zu Jugendschutzgesetzen

Die Gene­ra­ti­on derer, die heut­zu­ta­ge poli­tisch dafür kämpft, dass die jed­wel­chem Ver­ständ­nis von Bum­sen gänz­lich fer­ne Jugend, die selbst­ver­ständ­lich pünkt­lich um 21:59 Uhr ohne jeden Zugang zu inter­net­fä­hi­gen End­ge­rä­ten im Bett­chen zu sein hat, wes­halb zum Bei­spiel die jüng­ste Fol­ge der „Anstalt“ nur ab 22 Uhr online ange­guckt wer­den kann, vor etwas geschützt wird, was im Zwei­fel nur einen Abste­cher zum Bahn­hof (dort befin­den sich meist Rega­le vol­ler Zeit­schrif­ten mit eini­ger­ma­ßen unzüch­ti­gen Titeln) ent­fernt ist, war 1968 gegen puri­ta­ni­sches Unver­ständ­nis von der mensch­li­chen Sexua­li­tät auf der Stra­ße und hat BHs ver­brannt; und das stört mich dar­an eigent­lich am mei­sten.

In den Nachrichten⁠Nerdkrams
Seid Terroristen! (8)

„taz“, Novem­ber 2025:

Wäh­rend Angrif­fe durch Kri­mi­nel­le zurück­ge­hen, steigt die Gefahr durch staat­li­che Grup­pen. Was die Bun­des­re­gie­rung dage­gen tun will, bleibt unklar.

„taz“, Mai 2026:

Künf­tig sol­len Bun­des­kri­mi­nal­amt (BKA), Bun­des­po­li­zei und Bun­des­amt für Sicher­heit und Infor­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) nun auch zurück­hacken dür­fen. (…) Bit­kom befürch­tet Kol­la­te­ral­schä­den: „Weil sich Cyber­an­grif­fe tech­nisch häu­fig nicht zwei­fels­frei zuord­nen las­sen und Täter fal­sche Spu­ren legen, dro­hen unbe­tei­lig­te Drit­te getrof­fen zu wer­den.“

Die Ant­wort auf die ursprüng­li­che Fra­ge also: selbst zum Kri­mi­nel­len zur staat­li­chen Grup­pe wer­den, das will sie.

Es war ein Feh­ler, den Poli­ti­kern die­ses Inter­net zu zei­gen. Ich wie­der­ho­le mich, wenn auch nur ungern: Der rich­ti­ge Tag, um Ter­ro­rist zu wer­den, ist heu­te.

Sonstiges
Miniaturen (27.05.26)

Es ist mir unbe­greif­lich, dass „die Jugend“ mit „yap­pen“ ein Wort dafür, viel zu reden und dabei nichts zu sagen, so nach­drück­lich in ihre All­tags­spra­che rei­ner­fun­den hat, dass es inzwi­schen man­cher­orts sogar in Aus­wahl­li­sten mög­li­cher Hob­bys auf­taucht, jedoch kei­nes dafür, ein­fach mal still zu sein.


(Neu­es Hob­by von mir: Hob­bys suchen, die nicht so lang­wei­lig sind, dass sie in irgend­wel­chen Aus­wahl­li­sten auf­tau­chen.)


Kaum je hin­rei­chend geprie­se­ner Vor­teil des Som­mers: dass wir nicht aktiv dar­an teil­neh­men müs­sen.


In mei­ner Dik­ta­tur gäbe es erst mal Brat­wurst.


„Aua! Ich habe mir die Schrift gebro­chen!“


Nie­der­sach­sen führt ein Schul­fach „Christ­li­che Reli­gi­on“ ein, um, wie es heißt, ande­re Reli­gio­nen „bes­ser abzu­bil­den“. Ergibt Sinn. Das soll­te Vor­bild sein; Erd­kun­de z.B. soll­te mei­ner Mei­nung nach auch Sport abbil­den, Bio­lo­gie Geschich­te und die Pau­se die sech­ste Stun­de.

Netzfundstücke
Monkey3 – Rackman // Phonk (schon vergessen)

In Oberbayern wechselte unlängst ein Bezirksrat von den Freien Wählern zur Bayernpartei, weil er es als untragbar empfand, dass die Freien Wähler der CSU Geld für die Anschaffung zweier Pandabären genehmigen wollten. Ich halte das für eine skurrile Nachricht, möchte aber an dieser Stelle... nun... den Stab brechen (Symbolpanda).

Es ist Mon­tag. Es gebe eine Tik­Tok-Rou­ti­ne namens „Jour­na­ling“, also Tage­buch­schrei­be­rei, lese ich. Ich wer­de also sicher­heits­hal­ber künf­tig hier noch weni­ger aus mei­nem Leben erzäh­len als sowie­so schon. Nicht, dass noch wer mei­ne Web­site im Inter­net aus­drucks­tanzt.

Statt­des­sen daher Poli­ti­sches: Es scheint ein Wahl­kampf zu nahen, denn in den sozia­len Medi­en wird man wie­der öfter als üblich mit der Infor­ma­ti­on behel­ligt, eine bestimm­te Par­tei dür­fe man auf kei­nen Fall wäh­len, denn sie habe kei­ne Ant­wor­ten auf die vor­han­de­nen Pro­ble­me. Ob man aber aus ver­gleich­ba­rem Anlass dann auch nicht den­je­ni­gen Par­tei­en, wäh­rend derer Regie­rungs­zeit die so bezeich­ne­ten Pro­ble­me über­haupt erst ent­stan­den sind, aber­mals in eine Regie­rung ver­hel­fen soll­te, sagen sie nicht. Das hat Grün­de. Die umstrit­te­ne Euro­päi­sche Uni­on ver­sucht sich zur Ver­bes­se­rung der Lage in Humor: „In man­chen Tei­len der Welt kann bereits das Erzäh­len eines Wit­zes in der Öffent­lich­keit eine Geld­stra­fe oder sogar eine Haft­stra­fe nach sich zie­hen. In der EU kön­nen wir frei unse­re Mei­nung äußern – denn die Mei­nungs­frei­heit ist geschützt.“ Hat jemand die Mail­adres­se der letz­ten paar amtie­ren­den Innen­mi­ni­ster? Ich wür­de da gern einen Link wei­ter­lei­ten.

Kom­men wir von der Poli­tik ohne gelun­ge­ne Über­lei­tung zu Musi­ka­li­schem. Dem Mist­un­ter­neh­men Spo­ti­fy rech­ne ich hoch an, dass es end­lich eine brauch­ba­re Anwen­dung für „künst­li­che Intel­li­genz“ gefun­den hat: Pod­ca­ster erset­zen. Ich wei­ne die­ser Non­sens­bran­che kei­ne Trä­ne nach.

Zum sel­ben The­ma: Die Sonntags-„FAZ“ erzähl­te mir zu mei­nem Bedau­ern von der Exi­stenz der Musik­rich­tung Phonk, die wohl vor­ran­gig Her­ge­stell­tes her­vor­bringt, um damit Vide­os auf Insta­gram mit Ton aus­zu­stat­ten. Phon­kmu­sik sei, lau­te­te in der Zei­tung das Fazit, dazu da, schnell ver­ges­sen zu wer­den. So wer­de ich es auch mit die­ser Musik­rich­tung hand­ha­ben.

Unver­gess­lich statt­des­sen: Rich­ti­ge Musik.

Guten Mor­gen.

Persönliches⁠Politik
Nabelschau: Junge Leute gone WRONG! Eine Nachbetrachtung.

Vor etwas mehr als drei Jah­ren schrieb ich:

Ich weiß noch nicht, was ich mache, wenn ich der­einst aus dem Rat aus­schei­den (hihi) soll­te; etwa­ige Ange­bo­te, mei­ne Man­dats­zeit zu ver­län­gern, wer­de ich jeden­falls aus­schla­gen. Die Selbst­dar­stel­lung liegt mir kaum, Kanin­chen­zucht indes noch weni­ger.

Da die­ser Zeit­punkt mit der näch­sten Kom­mu­nal­wahl gekom­men sein wird und damit brut­to 17 Jah­re mei­ner Beschäf­ti­gung mit Par­tei­po­li­tik zu Ende gehen wer­den, hat­te ich eigent­lich vor, ein Buch mit einer aus­führ­li­che­ren Erläu­te­rung des damals gezo­ge­nen Fazits,

Macht es nicht.

, zu schrei­ben, aber weil ich neben­bei noch etwas habe, das man­che wohl ein „rich­ti­ges Leben“ nen­nen wür­den, hat es hin­sicht­lich des Umfangs nur zur Bro­schü­re gereicht. Eigent­lich woll­te ich mei­ne kom­mu­nal­po­li­ti­sche Publi­ka­ti­on von die­ser hier getrennt füh­ren, aber da zum Einen erste­re nun ein Ende fin­det und ich zum Ande­ren mitt­ler­wei­le sowohl von einem freund­li­chen Herrn aus der sog. Blogo­sphä­re (ich erwähn­te ihn zuvor) als auch von einem Vög­lein dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass mein etwas aus­geu­fer­ter Rant gefäl­ligst ein grö­ße­res Publi­kum zu haben ver­dient habe, ver­lin­ke ich ihn hier dann doch und betrach­te die Ange­le­gen­heit als erle­digt.