NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 30. Janu­ar 2026

Net­flix so: Eure Stim­men wären ein gutes Pro­dukt. Spre­cher so: Nein.


Kurio­ses Fund­stück der Woche aus dem, ich lege mich fest, Buch des Jahr­zehnts: In den USA hän­gen Men­schen Smart­phones in Bäu­me, damit sie mehr Geld bekom­men, weil ihr Arbeit­ge­ber (eine App – na, ich habe schon üble­re Arbeit­ge­ber ken­nen­ge­lernt) glaubt, sie sei­en schnel­ler vor Ort.


Ich wie­der­ho­le mich wirk­lich nur außer­or­dent­lich ungern, aber eine kom­men­de dik­ta­to­risch agie­ren­de Regie­rung wird der SPD für die prä­ven­ti­ve Instal­la­ti­on eines umfas­sen­den Über­wa­chungs­staa­tes spä­ter mal gar nicht dank­bar genug sein kön­nen. (Zu Ver­gleich­ba­rem auch: Raweel Nasir schlägt für die „taz“ vor, unge­be­ten erstell­te Fotos von ande­ren Leu­ten in der Öffent­lich­keit kom­plett zu ver­bie­ten. Ich tei­le die­se Absicht, weil ich es all­ge­mein für ein Unding hal­te, dass jeder immer über­all zum Foto­mo­dell zu wer­den hat, ohne dem Foto­gra­fen post­wen­dend per­kus­si­ve War­tung ange­dei­hen las­sen zu dür­fen.)


Die öffent­li­che Wei­ter­ent­wick­lung von Riv­va ist (schon wie­der) am Ende und die elen­de Gra­tis­kul­tur ist dar­an schuld.


Idee: Tech­ni­schen Erklä­run­gen grund­sätz­lich „Als KI-Sprach­mo­dell bin ich der Ansicht, dass…“ vor­an­stel­len. Dann glau­ben die Leu­te wenig­stens, was man erzählt.


Ich fin­de übri­gens mit Blick auf ver­schie­den­ste Ereig­nis­se in den letz­ten Wochen auch wei­ter­hin nicht, dass es einem Men­schen als aner­ken­nens­wer­te Lebens­lei­stung genü­gen soll­te, umge­bracht wor­den zu sein, erken­ne aber an, dass Anti­pa­thie gegen­über dem Einen sich bis­wei­len als Empa­thie für den Ande­ren zu äußern ver­sucht, wobei es in der Tat für die Ursa­che uner­heb­lich und höch­stens für spä­te­re Recht­fer­ti­gung von Belang ist, wer der Ande­re eigent­lich war oder ist; den gesell­schafts­kon­form füh­len­den Men­schen erkennt man manch­mal eben doch dar­an, dass er sich dafür schämt, all­zu mensch­lich zu sein.


Ange­sichts immer neu­er Vor­fäl­le mit ent­zo­ge­nen Dok­tor­ti­teln hal­te ich es inzwi­schen für emp­feh­lens­wert, Men­schen, die einen sol­chen füh­ren, grund­sätz­lich die Fähig­keit zu exak­tem wis­sen­schaft­li­chem Arbei­ten nicht zuzu­trau­en und allem, was sie ver­öf­fent­li­chen, wenig­stens grund­le­gen­de eige­ne Recher­che zur Sei­te zu stel­len. (Brau­chen wir eigent­lich über­haupt aka­de­mi­sche Titel, um als Gesell­schaft zu funk­tio­nie­ren? Beim Erb­adel hat es doch auch zur Abschaf­fung gereicht!)

Mir wird geschlecht
how to piss off me(n)

„how to piss off men“ heißt ein unnö­ti­ger­wei­se ins Deut­sche über­setz­tes Buch, das in der loka­len Buch­hand­lung heu­te auf dem im Übri­gen als „neu“ ange­prie­se­nen Tisch für „schrä­ge Bücher“ (sonst dar­auf: unter ande­rem Max Goldt und Oli­ver Kalk­ofe) her­um­lag und in dem Tipps gege­ben wer­den, wie man „das männ­li­che Ego“ klein­be­kä­me, als wür­de da die Wehr­pflicht nicht schon rei­chen.

Zu den gege­be­nen Rat­schlä­gen gehört der­je­ni­ge, als Frau zu behaup­ten, man sei klei­ner als man tat­säch­lich ist, weil immer alle Män­ner, so die Logik des Buches, näm­lich ihre gene­ti­schen Eigen­schaf­ten für eine Art Wett­be­werb hal­ten, und wäh­rend ich schon aus Niveau­grün­den gera­de noch eini­ger­ma­ßen an mich hal­ten kann und eben kein Buch schrei­be, in dem ich Män­nern emp­feh­le, Frau­en zu erzäh­len, man hät­te eine grö­ße­re Körb­chen­grö­ße als sie, um irgend­wem irgend­wie irgend­was zu bewei­sen, geneh­mi­ge ich mir hier doch zumin­dest den Hin­weis, dass Frau­en, die die­ses Buch für einen Voll­tref­fer hal­ten, und Män­ner, die sich von den Inhal­ten beein­drucken las­sen, ein­an­der letzt­end­lich voll­kom­men ver­dient haben; d.h. als Flirt­uten­sil für eine in der Tat schrä­ge Ziel­grup­pe dürf­te es unge­ahnt gut funk­tio­nie­ren.

NetzfundstückeMontagsmusik
Japa­ni­sche Kampf­hör­spie­le – Links // Spült­abs­ki­no

Gabelpanda

Es ist Mon­tag. Tho­mas Mann, erfah­re ich, sei ja vor 75 Jah­ren gestor­ben und man kön­ne sich jetzt den ermü­dend­sten Wäl­zer, den ich jemals in Hän­den zu hal­ten das Miss­ver­gnü­gen hat­te (i.e. „Bud­den­brooks“), legal im Inter­net run­ter­la­den, ohne dafür irgend­ei­nem Erben auch noch Geld zah­len zu müs­sen. Damit ist das Werk von Tho­mas Mann für die ein­zi­ge noch leben­de Ziel­grup­pe des Wer­kes von Tho­mas Mann, näm­lich lei­dens­freu­di­ge Maso­chi­sten mit Ein­schlaf­pro­ble­men, lei­der weit­ge­hend unbrauch­bar gewor­den. Ich emp­feh­le statt­des­sen „Auto­bio­gra­fien“ von irgend­wel­chen RTL-Knall­tü­ten. Die sind zwar nur in den aller­sel­ten­sten (ja, Tipp­feh­ler­kon­trol­le, ich schrie­be sehr gern „allee­sel­ten­sten“, weiß aber lei­der nicht, was das nun wie­der sein soll) Fäl­len tat­säch­lich Autobio­gra­fien, aber dafür wird man davon nur blöd und nicht so anstren­gend müde.

Habe ich mir sagen las­sen.

Heu­te nur ein Absatz zur Poli­tik, weil ich die Woche nicht mit ganz so schlech­ter Lau­ne begin­nen las­sen möch­te: Die unter ande­rem in der „FAZ“ kol­por­tier­te Fest­stel­lung sei­tens der bei­den betei­lig­ten Regie­rungs­vor­sit­zen­den, Ita­li­en und Deutsch­land hät­ten sich „noch nie so nahe wie heu­te“ gestan­den, wäre eine inter­es­san­te Ant­wort im Jeo­par­dy. Eine mög­li­che Fra­ge dazu hät­te etwas mit dem 12. Sep­tem­ber 1943 zu tun.

Aus­ge­rech­net in einem Free­BSD-Blog fand ich die unter­halt­sa­me Beob­ach­tung, dass und wie der skru­pel­lo­se US-Kon­zern Red Hat, berüch­tigt für (unter ande­rem) systemd, schritt­wei­se das völ­lig unnö­ti­ger­wei­se gehyp­te Linux zu einem Spiel­ball kapi­ta­li­sti­scher Inter­es­sen umformt. Viel bes­ser als Win­dows. Schon ver­stan­den.

Mein Wort der Woche: „Spült­abs­ki­no“. Wuss­tet ihr, dass es bei Net­flix, des­sen Dien­ste zu abon­nie­ren mir schlicht­weg zu bescheu­ert wäre, eine Kate­go­rie namens „Casu­al Vie­w­ing“ gibt, in der Mach­wer­ke zu fin­den sind, die ein­zig dem „Zweck“ die­nen, dass sie im Hin­ter­grund ein biss­chen visu­el­les Rau­schen erzeu­gen, wäh­rend man den Abwasch erle­digt, kocht oder zum Bei­spiel aus­gie­big in der Nase bohrt? Für Men­schen, die der­lei Aus­rei­zun­gen der Gren­zen des Kunst­be­griffs für habens- oder auch nur pro­du­zie­rens­wert hal­ten, wur­de die Beschal­lung von Super­märk­ten, Hotel­flu­ren und Fahr­stüh­len ein­ge­führt. Gei­sti­ge ADHS-Sym­pa­thi­san­ten, die einen Rap­pel krieg­ten, müss­ten sie mal eine hal­be Stun­de lang wach sein, ohne dass irgend­ein inhalts­fer­ner Kram ihre Augen und Ohren ver­klebt. Ich ver­ste­he die Men­schen nicht mehr und – doch, doch – das ist in die­ser Inten­si­tät sogar für mich eine neue Erschei­nung.

Apro­pos neue Erschei­nun­gen: „hei­se online“ titelt, Ange­stell­te nutz­ten „mit KI gespar­te Zeit, um KI-Ergeb­nis­se zu kor­ri­gie­ren“; wäh­rend­des­sen stell­te sich her­aus, dass ChatGPT völ­lig über­ra­schend zwar Inter­net­quel­len durch­sucht, aber schon infol­ge sei­ner Eigen­schaft „sto­cha­sti­scher Papa­gei“ kei­ne Quel­len­prü­fung (All­er­gi­ker­war­nung: golem.de) vor­nimmt. Passt. All das passt.

Passt auch: Musik.

Japa­ni­sche Kampf­hör­spie­le – Links

Das, was du for­derst, ver­trägt sich
Nicht im gering­sten mit dei­nem Kon­sum­ver­hal­ten
So lässt sich kei­ne neue Welt gestal­ten

(Via Schwerdt­fe­gr, mei­nen Dank.)

Guten Mor­gen.

Nerdkrams
Wer­o­ni­ka, die NSA ist da 🎵

NDR (Archiv­ver­si­on):

Wer sich von den US-ame­ri­ka­ni­schen Anbie­tern unab­hän­gig machen möch­te, kann auf Wero umstei­gen. (…) Wero star­te­te im Juli 2024 als euro­päi­sche Alter­na­ti­ve zu US-ame­ri­ka­ni­schen Bezahl­dien­sten wie Paypal, Goog­le Pay und Apple Pay. Ziel ist, digi­ta­le Zah­lun­gen inner­halb Euro­pas zu ver­ein­fa­chen und Kun­den grö­ße­re Sicher­heit und Daten­schutz zu bie­ten.

Web­site von Wero (All­er­gi­ker­war­nung: Web­site von Wero):


Soso. Grö­ße­re Sicher­heit und Daten­schutz. Fra­ge: Als was?

NetzfundstückeComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 21. Janu­ar 2026

Wie­der was gelernt: Es gibt Tama­got­chis (das Ori­gi­nal) und es gibt anschei­nend welt­weit nur einen ein­zi­gen Anbie­ter von Tama­got­chis (dem Nich­to­ri­gi­nal).


Aus der belieb­ten Rei­he „Frü­her war alles bes­ser“: Mozil­la fährt Umsatz­re­kor­de ein. Über die poli­ti­schen Hin­ter­grün­de von Mozil­la als damals aus­ge­spro­chen anti­kom­mer­zi­el­ler Unter­neh­mung hat einer, der damals dabei war, schon alles Nöti­ge geschrie­ben, daher ergän­ze ich dies­mal nur so viel: Jeden Ein­zel­nen, der inzwi­schen etwas ande­res als Fire­fox nutzt, hat Mozil­la sich in jahr­zehn­te­lan­ger Fein­ar­beit red­lich und hart erar­bei­tet.


Der Prä­si­dent der gru­se­li­gen USA warnt (Archiv­ver­si­on):

Wären wir damals (im Zwei­ten Welt­krieg) nicht ein­ge­schrit­ten, wür­det ihr jetzt alle Deutsch und Japa­nisch spre­chen.“

Ich woll­te eigent­lich „Lei­der wur­de uns das ver­sagt.“ schrei­ben, aber dann bekä­me ich wie­der bescheu­er­te E‑Mails von bescheu­er­ten Men­schen mit aus­blei­ben­dem Text­ver­ständ­nis und schrei­be daher: Mir wur­de schon mit üble­ren Schick­sa­len gedroht als des nicht ganz leicht zu erler­nen­den Japa­ni­schen mäch­tig zu sein, statt fort­wäh­rend die Hilfs­spra­che „Was man in Deutsch­land unter Eng­lisch ver­steht“ lesen und hören zu müs­sen. War­um nicht bei­des?


War­um sind eigent­lich Such­ergeb­nis­se in den mei­sten Meta­such­ma­schi­nen so schei­ße? Das Team hin­ter Kagi klärt auf.

PolitikIn den Nachrichten
Bis zu 0 Euro Prä­mie für noch weni­ger Aus­stoß und Abrieb

Was ich ja außer­dem nicht so recht zu ver­ste­hen imstan­de bin: War­um bekom­men Pri­vat­leu­te im Auf­trag des Bun­des­um­welt­mi­ni­sters (SPD) meh­re­re Tau­send Euro dafür, sich ein Auto zu kau­fen (Archiv­ver­si­on), aber von dem­sel­ben Herrn höch­stens rat­lo­ses Schul­tern­zucken, wenn sie aus gleich­falls Umwelt- oder son­sti­gen Grün­den gar kein Auto, son­dern lie­ber ein Fahr­rad oder gar – so schwer es auch gemacht wird – die Bahn zu nut­zen beab­sich­ti­gen?

MontagsmusikIn den Nachrichten
Trembling Bells – (Per­ched Like a Drunk on a) Mise­richord // Pfer­de­mot­ti für Nie­der­sach­sen

Ein Panda braucht seinen Stab.

Es ist Mon­tag. Oder, wie Ber­li­ner Schü­ler es nen­nen: Mon­tag Dig­ga. Das Land Nie­der­sach­sen, bekannt dafür, vor ein paar Jah­ren auf der CeBIT Wer­be­map­pen mit Abbil­dun­gen von Pfer­de­äp­feln ver­teilt zu haben, auf dass die gesam­te Welt erfah­re, wofür Nie­der­sach­sen so steht, soll für zehn Mil­lio­nen Euro ein neu­es Mot­to (Archiv­ver­si­on) bekom­men. Ich gehe davon aus, das Ergeb­nis. das noch nicht in Sicht ist, wäre auch für etwas weni­ger Geld leicht zu über­bie­ten, aber ich bin ja auch nicht die Staats­kanz­lei in Han­no­ver, son­dern Steu­er­zah­ler und damit nicht vom Fach.

Über­schrift des Wochen­en­des: „Tau­sen­de Lin­ke demon­strie­ren gegen­ein­an­der in Leip­zig“ („FAZ“). Ist das jetzt eigent­lich die­se „Soli­da­ri­tät“ und die­ser „Zusam­men­halt“, die „die Lin­ken“, selbst­ver­ständ­lich fern jedes Durch­ge­schep­pert­seins, „den Rech­ten“ vor­aus­ha­ben, die „die Gesell­schaft spal­ten“ wol­len? – Wo’s ja sonst über­all Tei­lung gibt: Gemei­ne Bri­ten wol­len aus nichts als Miss­gunst die lie­ben USA aus der Fuß­ball-WM raus­schmei­ßen. Undank­ba­res Pack. Da begeht man nur ein paar Völ­ker­rechts­ver­stö­ße und schon wird genör­gelt. Da soll­te man drin­gend mal Demo­kra­tie hin­brin­gen, damit die sich wie­der ein biss­chen zusam­men­rei­ßen. Wenig­stens ich bin immer­hin zufäl­lig nicht in Grön­land und damit für die Bun­des­wehr nicht qua­li­fi­ziert. Glück gehabt.

Noch mehr Glück: Der Kanz­ler stel­le die Krank­schrei­bung per Tele­fon in Fra­ge, ent­neh­me ich den Nach­rich­ten. Als alter Tele­fon­pho­bi­ker fin­de ich das aus­drück­lich gut. Tele­fo­nie­ren soll­te nie­mals die ein­fach­ste Opti­on für irgend­je­man­den sein. Immer­hin aber gute Nach­rich­ten aus der Wis­sen­schaft für wenig­stens einen Teil der Tele­fo­ni­sten: iPho­ne-Nut­zer sind sexy. Ich bin hier­zu vor­ein­ge­nom­men und fin­de daher nicht plump gut, son­dern neh­me nur eini­ger­ma­ßen wohl­wol­lend zur Kennt­nis.

Eben­so wohl­wol­len­de Kennt­nis­nah­me gibt’s für: Musik.

[Per­ched Like a Drunk on A] Mise­richord

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
💩 (13)

Puh, na „end­lich“:

Die von Emo­ji­pe­dia vor­ge­stell­te Liste umfasst ins­ge­samt 19 neue Emo­ji-Kan­di­da­ten, die für Emo­ji 18.0 vor­ge­se­hen sind, das vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber 2026 final ver­ab­schie­det wird. Zu den geplan­ten Neu­zu­gän­gen zäh­len unter ande­rem ein Emo­ji mit zusam­men­ge­knif­fe­nen, blin­zeln­den Augen (…) sowie eine Gur­ke[.]

„Die Haupt­funk­ti­on von Emo­ji besteht dar­in, emo­tio­na­le Hin­wei­se zu geben“ (Wiki­pe­dia) und wahr­lich, ich füh­le mich nach dem Lesen die­ser Ankün­di­gung gur­kig. Mit zusam­men­ge­knif­fe­nen, blin­zeln­den Augen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Shem – Sheol // Ohne Hose in der U‑Bahn

Wetter schlecht? Bambus gut.

Es ist Mon­tag. Ber­lin kriegt jetzt Care­pa­ke­te. Schön, dass end­lich jemand was für die Ent­wick­lungs­län­der tut. Mei­ne Gebüh­ren berich­ten unter­des­sen: Es ist kalt im Win­ter. Mach Sachen.

Die „Frank­fur­ter Rund­schau“ ist eben­so irri­tiert: Eltern brin­gen ihre Kin­der mit dem Auto in die Grund­schu­le, weil der Weg dort­hin zu gefähr­lich ist, weil dort so vie­le Autos her­um­fah­ren, in denen Eltern sit­zen, die ihre Kin­der mit dem Auto in die Grund­schu­le brin­gen. Man könn­te dar­aus bestimmt etwas ler­nen. – Hier­aus hin­ge­gen lie­ber nicht: „Mit­ten im Win­ter fah­ren Men­schen in der bri­ti­schen Haupt­stadt Lon­don ohne Hose U‑Bahn. Die jähr­li­che Ver­an­stal­tung erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit.“ Was den Men­schen vom Tier unter­schei­det? Tie­re sind nicht so.

Ist auch nicht so: Musik.

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Seid Ter­ro­ri­sten! (7)

Es wird lei­der nie alt (Archiv­ver­si­on):

Dem­nach soll der BND künf­tig Daten­ver­kehr, der über Erfas­sungs­stel­len wie den Frank­fur­ter Inter­net­kno­ten läuft, bis zu einem hal­ben Jahr spei­chern und aus­wer­ten dür­fen – und zwar nicht nur wie bis­lang die Meta­da­ten wie IP-Adres­sen, son­dern auch die Inhal­te der Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Seid Ter­ro­ri­sten! Ver­schlüs­se­lung ist Selbst­ver­tei­di­gung.

NetzfundstückeIn den NachrichtenComputer
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 7. Janu­ar 2026

Stellt euch vor, ihr wärt eine Akti­vi­sten­grup­pe, die Infra­struk­tur zer­stö­ren möch­te (als bräuch­te Ber­lin dabei noch Hil­fe!), um es irgend­wem mal so rich­tig zu zei­gen, und dann glau­ben euch ande­re Akti­vi­sten­grup­pen das aber nicht und ihr müsst einen Anhang zum Beken­ner­schrei­ben ver­öf­fent­li­chen (und das klappt dann immer noch nicht). Wür­de mich ja irgend­wie fru­strie­ren.


Dazu auch: Deutsch­land muss strom­ver­sor­gungs­tüch­tig wer­den.


Auf dem abge­lau­fe­nen (hier könn­te ein Witz über Ver­falls­da­tüm­me ste­hen) 39. „Hacker“-„Congress“ habe eine Blöd­kuh – anlass­ge­recht gene­ri­sches Femi­ni­num – unter dem Applaus der Publi­kums gegen die Hacker­ethik ver­sto­ßen, indem sie in den Daten ande­rer Leu­te mit all­zu natio­na­li­sti­schen Ansich­ten her­um­ge­müllt habe, erfuhr ich ein paar Tage spä­ter in den Nach­rich­ten des Aus­lands. Mensch­lich ist das mög­li­cher­wei­se ver­ständ­lich, wenn auch ohne jeden Mehr­wert für eine bes­se­re Gesell­schaft (schlech­te Men­schen wer­den nicht gut, indem man ihre Sachen kaputt­macht, und weni­ger feind­se­lig gleich zwei­mal nicht), aber mich ärgert, dass mit so einem Unfug das Hacken wie­der einen sau­ren Bei­geschmack im Kopf derer bekommt, die man nur mit eini­ger Mühe und ver­ein­ten Kräf­ten davon über­zeu­gen konn­te, dass Hacker Men­schen, die Digi­ta­les zer­stö­ren, für besten­falls, nun ja, Blöd­kü­he hal­ten und ohne­hin gemein­hin eine Gren­ze zwi­schen sich und den eigens so genann­ten „Crackern“ zie­hen.

Ich will ja nicht immer nur meckern, daher hier mein kon­struk­ti­ver Vor­schlag für zwei letz­te Punk­te im bis­he­ri­gen Kon­sens, die die bis­he­ri­gen Punk­te dann wohl auf­grund geschaf­fe­ner Fak­ten ablö­sen dürf­ten:

  • Mül­le nicht in den Daten von guten Men­schen.
  • Schlech­te Men­schen haben kei­ne pri­va­ten Daten.

Mei­ne Güte. Und dann echauf­fie­ren sie sich, dass die Rech­ten in min­de­stens den USA auch so vor­ge­hen wie sie. Nur halt gegen sie.

Vor weni­gen Jah­ren las ich mal einen gelun­ge­nen Vor­schlag für einen Ver­hal­tens­ko­dex in Open-Source-Pro­jek­ten: Ein ein­zi­ger Satz möge rei­chen, der im Wesent­li­chen „Sei kein Mist­kerl.“ lau­tet. Ich begin­ne zu ver­ste­hen, war­um die­ser Vor­schlag sich nicht so recht durch­set­zen konn­te.


Für Fern­seh­ar­chäo­lo­gen: Es gibt anschei­nend einen MTV-Simu­la­tor.


Das Jura­ma­ga­zin „taz“ kon­sta­tiert: Frau flir­tet, Mann schul­dig. Übri­ges, Bewer­tun­gen ein­ge­schlos­sen, über­las­se ich dem dor­ti­gen Kom­men­ta­ri­at.