Es ist Montag. Meinen Dank für die zahlreichen Genesungswünsche. Euch esse ich zuletzt.
Ich bin immer noch mehrfarbig und nicht völlig intakt, aber zumindest kurz nach dem Absenden dieses Beitrags wieder aus dem lästigen Krankenhaus raus. Alles war – jenseits der offensichtlichen Klassenunterschiede zwischen Privat- und Kassenpatienten (warum eigentlich?) – dort zwar nicht angenehm (zweifellos ein sadistischer Wichser ist, wer sich vermeintlich in einem sog. „sozialen Beruf“ engagieren möchte, nur um in den Zimmern der wegen Schmerzen oder wegen der ungewohnten Umgebung oder wegen der sonstigen äußeren Umstände oder wenigstens aus Prinzip ohnehin schlecht Schlafenden mornx um nicht-mal‑7 „GUTEN MORGEN“ brüllend das Flutlicht einzuschalten), aber wenigstens akzeptabel, bis ich einen Zimmernachbarn bekam, dem Stille zuwider zu sein schien. Es verging auch ohne meine eigene Teilnahme keine Minute ohne ein über das Atmen hinausgehendes Geräusch, vom Singen (immer nur Reinhard Mey oder Udo Jürgens und immer nur dasselbe Lied und immer nur dieselbe Textstelle, latürnich) über Pfeifen und Selbstgespräche bis hin zum Pusten und Schmatzen. Leider hätten sämtliche mir zur Verfügung stehenden Methoden der mittelfristigen Linderung dieses Treibens die Geräuschkulisse nur geändert, aber nicht beseitigt. Ich hasse Menschen. – Ich vermute, bereits vor mehreren Sätzen habe ich sämtliche Leser unter 20 Jahren verloren. Das ist in Ordnung.
Frage: Gibt es eigentlich Rabatt auf Gehirnchips, wenn man mit gelegentlichen Werbeeinblendungen einverstanden ist? – Als wäre die EDV ohne solche Fragen noch nicht deprimierend genug: Docker und ähnlichen „Container“systemen ungesehen zu vertrauen ist jetzt nicht mehr nur theoretisch, sondern auch praktisch eine nachweislich dumme Idee. Manche Probleme löst man nicht mal mit sieben Proxys und mehr Firewalls. Die „künstliche Intelligenz“ ist auch keine besondere Hilfe mehr, seit man ihr dazu rät, ab und zu mal ein Nickerchen zu machen. Ich persönlich nehme „künstliche Intelligenz“ ja erst ernst, wenn sie auch mal nach dem Saufen einen Kater hat.
Die bürgerliche Presse hat keine Ahnung von Arbeit. Dazu passt: Zur Frage „was denkt Putin?“ auch mal Putin zu fragen, sei rechtsaußen (Archivversion), kolportiert die Demokratieabgabe. Ja, wen denn sonst? Da denke ich über die Anschlussfrage, seit wann man den Präsidenten nicht mehr dekliniert („Carlson interviewt Präsident“, romanes eunt domus), ja schon gar nicht mehr nach.
Einer von 20 Menschen ist ein Soziopath, und sie alle spielen in der Öffentlichkeit Musik direkt aus dem Lautsprecher ihres Telefons. Ich empfehle hierfür insofern Kopfhörer oder ein eigenes Zuhause: Musik.
Guten Morgen.












