In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Monika Roscher Bigband – Queen Of Spades // Rentnerreservisten

Erst mal FrühstückEs ist – allem Pro­test zum Trotz wie zum Hohn – Mon­tag. Beim Blick über das Zeit­schrif­ten­re­gal ein­ge­fal­le­ne Fra­ge: War­um emp­fiehlt die „Women’s Health“ eigent­lich Fahr­rä­der mit Motor („E‑Bikes“), wirbt aber gleich­zei­tig für „mehr Fit­ness“? Und: Wäre ein Auto nicht noch schnel­ler?

Hier­zu­lan­de wird man oft zu mehr Bewe­gung getrie­ben, in den USA ist ein Spa­zier­gang ille­gal. Es könn­te alles schlim­mer kom­men. – Wir blei­ben bei Quatsch­heft­chen: Eine „künst­li­che Intel­li­genz“ schreibt jetzt unin­ter­es­san­te Rezep­te auf Tot­holz, nur die­je­ni­gen Beru­fe, auf die wir kei­ne Lust haben, müs­sen wir immer noch selbst aus­üben. Irgend­wann besor­ge ich mir mal eine fal­sche Tele­fon­num­mer, regi­strie­re mich mit die­ser Tele­fon­num­mer bei ChatGPT und dann fra­ge ich es mal nach einer guten Idee für die Revo­lu­ti­on. Wird Zeit.

Die Revo­lu­ti­ons­ar­mee ist jeden­falls schon gefun­den: 77 Pro­zent der Über-70-Jäh­ri­gen befür­wor­ten eine all­ge­mei­ne Dienst­pflicht (Archiv­ver­si­on) und als Rent­ner haben sie ja Zeit für wahl­wei­se den Genuss auf­merk­sam­keits­be­dürf­ti­ger Musik­stücke oder halt so was.

Schö­ne Idee vom Nürn­ber­ger Zoo­di­rek­tor: „Die bei­den sol­len sich nicht fort­pflan­zen, weil ihre gene­ti­sche Linie schon über­re­prä­sen­tiert ist.“ Das ist eine gute Grund­ein­stel­lung, fin­de ich. Im Text steht über­dies, dass es gesell­schaft­lich der­zeit kein Kon­sens sei, dass Goril­las lecke­res Mit­tag­essen sei­en (Zebras hin­ge­gen wohl schon), aber gera­de ändert sich ja viel. Guten Appe­tit, aber nicht über­trei­ben: Dicke sind Mör­der (Tuchol­sky, fast).

Apro­pos Musik, die Auf­merk­sam­keit bedarf. Für mich ist’s ja auch noch vor dem vier­ten Kaf­fee, da ist die mil­de Krö­nung Dröh­nung die bes­se­re Wahl als der Espres­so.

Moni­ka Roscher Big­band – Queen Of Spa­des (Offi­ci­al Video)

Guten Mor­gen.

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Kurzkritik: Edgar’s Hair – Jonathan’s Dive

Edgar's Hair - Jonathan's DiveLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Im Novem­ber 2017 ver­öf­fent­lich­te das nie­der­län­di­sche Trio Edgar’s Hair, also „dem Edgar sei­ne Haa­re“, benannt wahr­schein­lich nach einem Fri­seur­sa­lon oder so (das ist jetzt eine von mir frei erfun­de­ne Anek­do­te), das erste von bis­her zwei Stu­dio­al­ben. Es ist ein Dop­pel­al­bum, des­sen Inspi­ra­ti­on das ermü­den­de Büch­lein „Die Möwe Jona­than“ gewe­sen sein soll (das wie­der­um nicht), und trägt den Titel „Jonathan’s Dive“ (TIDAL, Bandcamp.com, Amazon.de).

Zu hören gibt es nach dem über 12 Minu­ten lan­gen Ein­lei­tungs­stück „Glit­te­rings Height“, das bereits eine dich­te Atmo­sphä­re auf­baut, um stil­echt auf das Album ein­zu­stim­men, genau das, wor­auf der Ver­fas­ser die­ser Zei­len heu­te Lust hat: Tat­säch­lich an Anna von Hauss­wolff erin­nern­des Erha­ben-Kathe­dra­les („Banis­hed To A Soli­ta­ry Life On The Far Cliffs“) steht gleich­be­rech­tigt neben sanf­tem, aber immer auch beklem­mend dich­tem Jazz­rock („Floa­ting Time“, „The Mes­sen­ger“), gewürzt mit hör­ba­ren und von den Musi­kern selbst, so behauptet’s das Inter­net, zitier­ten Ein­flüs­sen von Grup­pen wie Motor­psy­cho, Mog­wai und Sigur Rós („The Gull Sees Far­thest Who Flies Hig­hest“), ohne dabei das über­ge­ord­ne­te Klang­bild zu ver­lie­ren.

The gull sees far­thest­w­ho flies hig­hest

Der crims­o­nes­que, nicht mal zwei­mi­nü­ti­ge Gitar­ren­aus­bruch „God’s Plan“ reißt als vor­letz­tes Stück nur kurz aus der Trance, bevor der veri­ta­ble, frei­for­ma­ti­ge Zwan­zig­mi­nü­ter „Stra­to­sphe­re“, der in der Tat auch eine Welt­raum­rei­se pas­send unter­ma­len könn­te, das Album beschließt. „Jonathan’s Dive“ sei ein Album mit sound­scapes, also Klang­flä­chen, behaup­tet die Band­camp­sei­te zum Album. Tat­säch­lich wird viel mit Geräu­schen expe­ri­men­tiert – im Titel­stück „reg­net“ es gar. Text gibt es nur spär­lich und wird auch nicht ver­misst.

Ein wirk­lich erfreu­li­ches Album also, und zum Glück auch kei­ne ein­ma­li­ge Ange­le­gen­heit: Bereits 2021 kam der deut­lich kür­ze­re, sti­li­stisch aber sehr ähn­li­che Nach­fol­ger raus. Von mir aus kön­nen sie das so wei­ter­ma­chen.

In den Nachrichten
Kurz gefragt (5): Harald Lesch!

Die „Letz­te Gene­ra­ti­on“ sei eigent­lich so was wie Pegi­da, näm­lich besorg­te Bür­ger, lie­ßen Sie medi­en­wirk­sam (Archiv­ver­si­on) die unvor­be­rei­te­te und damit schutz­lo­se Öffent­lich­keit wis­sen. Min­de­stens unan­ge­mes­sen erscheint es Ihnen zudem, Men­schen, deren Taten Ihnen selbst zufol­ge einen Straf­tat­be­stand erfül­len, als Straf­tä­ter zu bezeich­nen:

Die Letz­te Gene­ra­ti­on wür­de ihre Mei­nung ver­tre­ten und für eini­ge der „Maß­nah­men“ gebe es den Straftat­bestand der Nöti­gung, sag­te der Astro­phy­si­ker. (…) „Ihr seid kei­ne Mafia, ihr seid kei­ne Kri­mi­nel­len, ihr seid besorgt wie wir alle“, sag­te der Wis­sen­schaft­ler.

Und damit gel­te:

„Es kann nicht sein, dass man euch behan­delt wie Kri­mi­nel­le“, sag­te Lesch am Don­ners­tag in Mün­chen.

Unbe­ant­wor­tet und dar­um hier gestellt bleibt inso­fern die Fra­ge: Wie sind Men­schen, deren Taten Ihnen selbst zufol­ge einen Straf­tat­be­stand erfül­len, denn statt­des­sen zu behan­deln?

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Depeche Mode – Caroline’s Monkey // Abschiebung von oben

Statt Kragenbär: Tragenbär.Es ist Mon­tag. Schenkt Rent­nern Bar­geld.

Zum Zustand der Mensch­heit möge mir hier die Nach­richt genü­gen, dass New York fort­wäh­rend tie­fer ins Meer sinkt, weil die Hoch­häu­ser so schwer sind. Es ist wahr­schein­lich nicht sehr nett von mir, das lustig zu fin­den, aber ich fin­de das ziem­lich lustig. Wie so vie­les, was die USA falsch machen, schwappt (ver­stehn­se? „schwappt“) die­ser Trend jetzt auch zu uns her­über: Erste öster­rei­chi­sche Dör­fer schlie­ßen sich mit­tels Regen­falls Bay­ern an. Ich suche mir jetzt auch eine Hüt­te irgend­wo auf dem Berg. Ich möch­te auch in ein ande­res Land gescho­ben wer­den. Dort ist die Qua­li­tät des Inter­net­zu­gangs meist bes­ser und es kann sogar Umlau­te. – Gute Fra­ge zum Zustand des Inter­nets auch: Wenn die Web­site in der app „bes­ser“ aus­sieht – wes­sen Feh­ler ist das dann?

Unschö­ne Nach­richt für Betriebs­sy­stem­ar­chäo­lo­gen: Die Wei­ter­ent­wick­lung von Har­vey OS wur­de ein­ge­stellt. In einer Welt, in der Men­schen uniro­nisch die Instal­la­ti­on von Linux für eine Pro­blem­lö­sung hal­ten, mag das eine den mei­sten eher als Kurio­sum gel­ten­de Nach­richt sein, aber ich bedau­re das sehr. Wenig­stens dem Har­vey-Fork Jehan­ne geht es noch gut.

Apro­pos Wei­ter­ent­wick­lung: Depe­che Mode haben nach dem Tod eines ihrer lang­jäh­ri­gen Mit­glie­der ein trotz­dem akzep­ta­bles Album her­aus­ge­bracht, habe ich gestern fest­ge­stellt. So weit ist es schon, dass mir so was gefällt.

Depe­che Mode „Caroline’s Monkey“(2023) Music video

Guten Mor­gen.

Musik⁠Fotografie
Umfassende Konzertkritik: Subway to Sally (18. Mai 2023, Hannover)

Zur Vor­grup­pe:
Mich wür­de inter­es­sie­ren, war­um eine Musik­grup­pe – wie die Vor­grup­pe von Sub­way to Sal­ly, Blitz Uni­on aus Tsche­chi­en – über­haupt auf einer Büh­ne steht, wenn sie gar kei­ne Lust hat, live zu spie­len.

Zur Haupt­grup­pe:
Mich wür­de inter­es­sie­ren, war­um Men­schen „viel Geld“ (wir haben’s ja alle nicht so gera­de, die Kri­se und die da oben usw.) dafür aus­ge­ben, um in einem ram­mel­vol­len (hehe, „ram­mel“) Kul­tur­zen­trum die Hän­de ande­rer Leu­te zu foto­gra­fie­ren. Ande­rer­seits: Kon­zert­fo­to­gra­fie­fo­to­gra­fie scheint mir ein unter­schätz­ter neu­er Trend wer­den zu kön­nen. Ich wer­de jetzt Influen­cer.

Konzertfotografiefotografie

Total in Ord­nung fin­de ich es, dass zwi­schen­drin auf einer sepa­ra­ten Büh­ne soliert wur­de – so hat­te unser­eins, der (wie es sich für anstän­di­ge Men­schen gehört, denn wohl nie­mand geht auf ein Kon­zert, um wegen des zu lei­sen Mikro­fons fast aus­schließ­lich das Publi­kum sin­gen und klat­schen zu hören) weder mit­sin­gend noch mit­klat­schend ganz hin­ten stand, zwi­schen­drin die Gele­gen­heit, sich umzu­dre­hen und ganz vorn zu ste­hen. Dabei ist zwei­er­lei auf­ge­fal­len: dass die Musi­ker nicht mehr die Jüng­sten sind, was unvor­teil­haf­te Beleuch­tung bekannt­lich her­vor­zu­he­ben pflegt, und dass der Alters­schnitt der Besu­cher augen­schein­lich etwa 40 Jah­re betrug. Die Hoch­zeit von Sub­way to Sal­ly und ihrer Sze­ne ist ande­rer­seits auch schon wie­der unge­fähr zwan­zig Jah­re her, ihre Hörer sind mit­ge­wach­sen, wie man es oft nennt, wenn alte Leu­te alten Leu­ten beim Musik­ma­chen zuhö­ren.

Subway to Sally (Auszug)

Schlecht war’s trotz­dem nicht – Spaß hat’s gemacht. Aber das ver­ste­hen die jun­gen Leu­te natür­lich wie­der nicht.

In den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 18. Mai 2023

Alt: Die Simpsons sagen die Zukunft vor­aus.
Neu: South Park sagt die Zukunft vor­aus.


„Alter­na­ti­ven: Kei­ne“ ist ein schö­nes Lebens­mot­to, aber ich möch­te es in man­chen Tex­ten trotz­dem nicht lesen. Wo bleibt eigent­lich die Revo­lu­ti­on?


Die Deut­sche Post, mit ihrer ein­zi­gen Auf­ga­be auch wei­ter­hin heil­los über­for­dert, hält noch höhe­re Kosten für weni­ger Lei­stung für „zwin­gend not­wen­dig“. Ich begin­ne zu ver­ste­hen, war­um ich zuse­hends mehr Brief­post erhal­te, die von ande­ren Dienst­lei­stern ver­sandt wur­de. „Alter­na­ti­ven: Kei­ne“ gilt längst nicht mehr für die Post, der freie Markt hat manch­mal ja durch­aus sei­nen Charme.


Smart­phones machen gei­stes­krank.

Politik⁠In den Nachrichten
Andreas Bovenschulte erklärt die Bürger in Wut

In den neu­lich statt­ge­fun­den haben­den Wah­len in Bre­men hat die kon­ser­va­ti­ve Wäh­ler­ver­ei­ni­gung Bür­ger in Wut die anteils­mä­ßig bis­her mei­sten Stim­men ihrer Geschich­te erhal­ten. Wer die Ursa­che die­ses Erfol­ges ver­ste­hen will, der muss sich nicht in Kampf­phra­sen wie „rechts­po­pu­li­stisch“ stür­zen, wie es ver­schie­de­ne Medi­en – oft ohne mit­ge­lie­fer­te Argu­men­ta­ti­on – für ziel­füh­rend zu hal­ten schei­nen, son­dern dem genügt es, die Wor­te zu hören, die der alte und vor­aus­sicht­lich neue Bür­ger­mei­ster Andre­as Boven­schul­te (SPD) zum Besten gibt:

Die Num­mer Eins in Bre­men, das sind wir.

Ein Bür­ger­mei­ster, des­sen Wir­ken nicht etwa vor allem dem Wohl der Stadt und der Gesamt­heit ihrer Ein­woh­ner gilt, son­dern der sich auch im Amt noch zuerst als Wahl­kämp­fer für sei­ne Par­tei miss­ver­steht, hat sei­nen Beruf ver­fehlt. Ein Man­dats­trä­ger ist in sei­ner Rol­le als Man­dats­trä­ger kein Mit­glied sei­ner Par­tei, son­dern Lob­by­ist einer oft par­tei­lo­sen Teil­men­ge der Gesamt­heit des Vol­kes. Wer selbst Wäh­ler ist, aber kei­ner der im Par­la­ment ver­tre­te­nen Par­tei­en ange­hört (und das sind hin­rei­chend vie­le Men­schen), der ver­trägt es womög­lich nur in klei­nen Dosen (prost!), auch nach der Wahl noch jah­re­lang nichts als Wahl­kampf zu erle­ben. Die Vor­herr­schaft weni­ger Par­tei­en war noch nie im Sin­ne des Vol­kes.

Wer sich nicht ver­tre­ten fühlt und davon fru­striert ist, den einen Rechts­po­pu­li­sten zu schel­ten könn­te, wage ich anzu­neh­men, sei­ne Bereit­schaft, eine weni­ger wüten­de Par­tei zu wäh­len, merk­lich schmä­lern. Aber ich ken­ne mich ja nicht aus. Ich bin ja kein Bür­ger­mei­ster. Ein­fach so wei­ter­ma­chen. Wird schon wie­der.

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Orchestra Of The Upper Atmosphere – Changeling // Schweist.

Na gut, noch mal kurz rumdrehen.Es ist Mon­tag. Das unge­fähr Lustig­ste, das ich 2023 gese­hen habe, schwer zu über­tref­fen von irgend­et­was, das 2023 noch her­vor­zu­brin­gen imstan­de sein wird: Eine Zeich­nung, die ein Gespenst mit einem Schwei­ne­rüs­sel dar­stel­len soll, und oben drü­ber steht „Schweist“. Ich bin ein ein­fa­cher Mensch, ich habe einen ein­fa­chen Humor. Schweist. Hehe.

Ganz, ganz blöd: Wenn die Poli­zei jeman­den befragt, weil die­ser als eine gru­se­li­ge Mas­ke tra­gend auf­ge­fal­len sein soll, und dann ist das gar kei­ne Mas­ke, son­dern er ist ein­fach nur alt. Wir leben in einem Lori­otsketch, nur ohne Mops. – Min­de­stens eben­so gro­tesk: „Die USA for­der­ten Guos zügi­ge Frei­las­sung. Er sei wegen sei­nes fried­li­chen Ein­tre­tens für Bür­ger­rech­te ange­klagt wor­den“ (Archiv­ver­si­on) – wenn man „Guo“ in Gedan­ken durch „Assan­ge“ und/oder „Snow­den“ ersetzt, hat man direkt die rich­ti­ge Lau­ne für eine gepfleg­te Fla­sche Korn.

Oder aber für eine Fla­sche Saft. True Fruits jedoch hat ein Image­pro­blem, denn die Fackel als die schlimmst­mög­li­che Geträn­ke­mar­ke muss­te es wenig­stens vor­über­ge­hend an SOLIDRINKS abge­ben. SOLIDRINKS ist eine sich selbst als links­ak­ti­vi­stisch ver­ste­hen­de Fir­ma, deren Cola ich als geschmack­lich gar nicht mal furcht­bar in Erin­ne­rung habe, die jedoch den unver­zeih­li­chen Feh­ler began­gen hat, kei­ne mehr­far­bi­gen Mit­ar­bei­ter ein­ge­stellt zu haben. Da ich ver­mu­te, dass sowohl die Pro­duk­te von True Fruits als auch die von SOLIDRINKS über­wie­gend von Leu­ten gekauft wer­den, die damit irgend­was aus­sa­gen wol­len (SOLIDRINKS vor­her, True Fruits hin­ter­her), sehe ich eigent­lich nur noch eine ein­zi­ge Mög­lich­keit, das noch zu über­bie­ten: Hit­ler­li­mo abfül­len An die­sem Blöd­sinn ganz ins­ge­samt nicht teil­neh­men und statt­des­sen eine schö­ne Tas­se Tee trin­ken.

Apro­pos zu vie­le Dro­gen: Das Orche­stra Of The Upper Atmo­sphe­re (ich hat­te es 2017 mal erwähnt) hat 2023 ein jeden­falls mich nicht befrie­di­gen­des Album namens θ6 raus­ge­bracht. Zum Glück lau­fen die älte­ren Sachen ja nicht weg. Auf θ5 war zum Bei­spiel das Jazz und so Kraut­mu­sik bemer­kens­wert gut mit­ein­an­der ver­bin­den­de „Chan­ge­ling“ drauf, das ich mag. Eigent­lich soll­ten es viel mehr Men­schen mögen. Hier ist’s.

Chan­ge­ling

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Energie! Die Chakrenmassage ist zu klein.

Das mit allen Was­sern gewa­sche­ne SWR-Recher­che­team „Voll­bild“ habe, erfuhr ich auf Tagesschau.de (Archiv­ver­si­on), her­aus­ge­fun­den, dass Heil­prak­ti­ker mög­li­cher­wei­se gar kei­ne rich­ti­gen Ärz­te sind.

Heil­prak­ti­ker­schu­len unter­lie­gen in Deutsch­land kei­ner staat­li­chen Regu­lie­rung. Wie Voll­bild-Recher­chen zei­gen, ermög­licht das frag­wür­di­ge Leh­ren und unse­riö­se Behand­lungs­me­tho­den.

Ver­rückt, ich weiß.

Die­se Nach­richt rief mir in Erin­ne­rung, dass ich erst vor gar nicht so lan­ger Zeit in bier­se­li­ger Run­de mein Chakra auf­ge­bes­sert hat­te oder mein Chi. Mein Qigong. Mein Jihad. Irgend­wie so was halt. Das ging wie folgt von­stat­ten: Einer der wei­te­ren Betei­lig­ten mach­te einen Witz über Orgo­nit­py­ra­mi­den, ich woll­te wis­sen, was das sei, und stieß infol­ge mei­ner dahin­ge­hend ange­stell­ten Nach­for­schun­gen in Berei­che vor, die offen­bar noch nie ein im eigent­li­chen Sin­ne als sol­cher zu ver­ste­hen­der Mensch betre­ten hat­te: Ich fand den „Tao-Tem­pel“.

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