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Golden Core – Hrafnaspá // Demos – nur gegen mich selbst

Stehen Sie auf und erzählen Sie mir laut und deutlich von Ihren sexuellen Erlebnissen.

Es ist Mon­tag. Es soll­te mir lang­sam bes­ser gehen, aber ich funk­tio­nie­re nicht mehr und das ist nicht etwa des­halb lästig, weil die Gesell­schaft das gern hät­te, son­dern, weil ich das gern hät­te und weil es neu­lich noch so rei­bungs­arm lief. Es war leich­ter, als es anders war. Man sol­le ja nicht immer nur von ande­ren Men­schen abhän­gig sein, sagen sie. Tja, und jetzt? Wer­de ich jetzt bestraft? (Natür­lich wer­de ich das.)

Nützt ja nix. Ich mache Rou­ti­ne, bro­delnd und am Ende, aber wenn alles ande­re zer­fällt, ist Rou­ti­ne der letz­te Ret­tungs­ring, an dem wenig­stens kei­ner auch noch Geld ver­die­nen will. Also schrei­be ich auch die­sen Bei­trag. Aus Rou­ti­n­egrün­den begin­ne ich ihn mit Poli­tik, doch sind es gute Nach­rich­ten: Die rechts­rut­schen­de SPD ist bald weg. Nach­dem sie zusam­men mit den Grü­nen ein ver­bes­ser­tes Depor­ta­ti­ons­ge­setz beschlos­sen hat, ist das nur fol­ge­rich­tig. Da haben die Demon­stra­tio­nen am Wochen­en­de ja doch was gebracht. Und ich Naiv­ling dach­te schon, es sei ganz all­ge­mein eine unfass­bar zeit­rau­ben­de Schnaps­idee, gemein­sam mit ande­ren Leu­ten, die der glei­chen Mei­nung sind wie man selbst, gegen das Böse in ein Mikro­fon zu spre­chen, dass man der glei­chen Mei­nung sei wie all die ande­ren Anwe­sen­den. (Per­sön­lich habe ich das Demon­stra­ti­ons­wo­chen­en­de in mei­ner Stadt übri­gens damit ver­bracht, zu Hau­se laut Musik zu hören. Von Men­schen­men­gen bekom­me ich einen Hasch­mich und ein Hasch­mich wäre wirk­lich das Letz­te, das ich jetzt brau­chen kann.) Was zählt, ist auf dem Platz. Jetzt noch schnell ein paar Mil­lio­nen Schul­den in das Mili­tär (denn Mili­tär sei wich­tig) stecken und dafür wei­te­re Sozi­al­lei­stun­gen ersatz­los strei­chen und dann kann eigent­lich nichts mehr schief­ge­hen. – Chri­sti­an Lind­ner habe sich letz­te Woche vor ver­sam­mel­ter Bau­ern­schaft über Leu­te echauf­fiert, die für’s Nichts­tun Geld bekom­men, erfuhr ich in den Nach­rich­ten. Wel­chen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten hat er damit eigent­lich gemeint?

In einem Kom­men­tar zu einem mei­ner Bei­trä­ge wur­de ich unlängst gefragt, was (um alles in der Welt) mich dazu bewo­gen hat, frei­wil­lig Geld für eine ziem­lich gute Such­ma­schi­ne aus­zu­ge­ben. Die Fra­ge ist berech­tigt, im Inter­net was zu suchen geht ja auch „kosten­los“ (d.h. zula­sten der eige­nen Lebens­qua­li­tät). Ich woll­te dazu eigent­lich nichts schrei­ben, weil es ande­re schon hin­rei­chend gut getan haben, aber nach eini­gem Nach­den­ken möch­te ich zumin­dest zwei Argu­men­te nen­nen: Es ist und bleibt – das ver­spricht das Geschäfts­mo­dell – wer­be­frei (auch und gera­de in den Ergeb­nis­sen, die Algo­rith­men hin­ter der Suche sind nut­zer­freund­lich opti­miert wor­den) und Web­sites, die mir auf den Sack gehen, las­sen sich per Klick für immer aus „mei­nen“ Ergeb­nis­sen ent­fer­nen. Ich mache ja unter ande­rem was mit Com­pu­tern und in die­ser Bran­che gibt es jede Men­ge Web­site­be­trei­ber, die die Such­ergeb­nis­se von her­kömm­li­chen Such­ma­schi­nen mit irgend­wel­chem unzu­rei­chen­dem KI-Schwach­sinn sei­ten­wei­se ver­gäl­len. (Von den Bran­chen­kol­le­gen, die sich ihren kom­plet­ten Pro­gramm­code von ChatGPT schrei­ben las­sen und sich dann kuh­äu­gig wun­dern, war­um er nicht mal ansatz­wei­se kom­pi­lier­fä­hig ist, möch­te ich gar nicht erst aus­führ­lich anfan­gen.) In Kagi habe ich die­ses Pro­blem genau ein­mal und dann nie wie­der. Die­se Ruhe. Die­se wun­der­vol­le Ruhe.

Apro­pos dum­me Geschäfts­mo­del­le: Ein „Mana­ger“ des skru­pel­lo­sen Scheiß­un­ter­neh­mens Ubi­s­oft fin­de es, las ich, bedau­er­lich, dass Com­pu­ter­spie­ler immer noch Spie­le besit­zen wol­len, und das müs­se end­lich auf­hö­ren. Ich wünsch­te, Com­pu­ter­spie­ler wären etwas weni­ger leicht von bun­ten Pixeln dar­an zu hin­dern, gegen das Her­um­ge­führt­wer­den in der Mane­ge etwas ein­zu­wen­den, ande­rer­seits gibt es ja auch immer noch Men­schen, die frei­wil­lig Pro­duk­te von Sony kau­fen, das um 2000 her­um Schad­soft­ware auf „gekauf­ten“ CDs ver­teilt hat, damit sie kei­ner pri­vat­ko­piert. Was man nicht besitzt, das hat auch kei­nen Wert. (Phi­lo­so­phi­sche Über­le­gun­gen dar­über, ob das, was wirk­lich einen Wert hat, über­haupt beses­sen wer­den kann, bit­te ich fein säu­ber­lich aus­for­mu­liert in Schön­schrift ins Alt­pa­pier zu kip­pen.)

Zu CDs auch: Frank Z. von Abwärts sei ver­stor­ben, las ich die­ser Tage. Ich mag Abwärts nicht und ver­scho­ne mein Publi­kum ja meist mit Din­gen, die ich nicht mag. Mag ich hin­ge­gen, es ist immer­hin Krach und hält so die­se elen­den Gedan­ken auf: Gol­den Core.

Gol­den Core – Hraf­naspá (offi­ci­al music video)

Guten Mor­gen.

Persönliches
(19.1.24)

Ich schei­ne still, doch es gibt vie­les, das ich schrei­be. Ich schwei­ge dort, wo das Lau­te nicht hilft.

Nine Inch Nails – Hurt (VEVO Pres­ents)

Die Dämo­nen sind unru­hig. Das Opfer hat jetzt ein Gewehr.

Es ist auch sehr bemer­kens­wert, daß es uns nie­mals ein­fällt, die Trau­er als einen krank­haf­ten Zustand zu betrach­ten und dem Arzt zur Behand­lung zu über­ge­ben, obwohl sie schwe­re Abwei­chun­gen vom nor­ma­len Lebens­ver­hal­ten mit sich bringt. Wir ver­trau­en dar­auf, daß sie nach einem gewis­sen Zeit­raum über­wun­den sein wird, und hal­ten eine Stö­rung der­sel­ben für unzweck­mä­ßig, selbst für schäd­lich.

Sig­mund Freud

Montagsmusik⁠Politik⁠Projekte⁠In den Nachrichten
The Black Angels – Manipulation (live) // Mit der AfD zur Revolution?

Kann nicht reden, ich esse.

Es ist Mon­tag. Die hier­zu­lan­de abge­schaff­te Mon­ar­chie hat­te zwecks gest­ri­ger Aus­strah­lung von MEINEN Gebühren!!!11! aber­mals Sen­de­zeit gekauft, denn es ist von außer­or­dent­li­cher Wich­tig­keit, dass die Ernen­nung eines neu­en Mon­ar­chen in irgend­ei­nem Schrumpf­land als Teil der „Grund­ver­sor­gung“ von der „Demo­kra­tie­ab­ga­be“ geför­dert wird. Schon klar, dass da bald eine Erhö­hung nötig ist. Köni­ge sind ein teu­res Hob­by.

Wer will, dass die Regie­rungs­po­li­tik so bleibt, der will nicht, dass sie bleibt. Ich erwar­te Hun­de­blick­vi­de­os von CDU, FDP und AfD. Die DKP macht ja eh dau­ernd wel­che. – Ech­te Frau­en sei­en aus dem Com­pu­ter ent­stan­den, infor­miert der­weil die Jun­ge Alter­na­ti­ve Baden-Würt­tem­berg unfrei­wil­lig. Da habe ich doch lie­ber drei unech­te. Momen­tan demon­strie­ren sie in Deutsch­land ja aus ande­ren Grün­den gegen die AfD. Sie haben die Vor­stel­lung, alle vier Jah­re sei oft genug, inso­fern end­lich über­wun­den; und sie sind so kurz davor zu ver­ste­hen, dass Wah­len allein nicht die Lösung für eine bes­se­re Zukunft sein kön­nen. Ob die­je­ni­gen, die jetzt für den Auf­stand trom­meln, das dann immer noch so gut fin­den, bleibt indes abzu­war­ten. Ist Staats­schutz links?

Com­pu­ter­nach­richt: Git­lab ist der­ma­ßen kaputt, dass ich mich mitt­ler­wei­le fra­ge, ob die­je­ni­gen, die von einem Ent­wick­ler ver­lan­gen, gefäl­ligst Git zu nut­zen, dafür eigent­lich Geld bekom­men. – Nabel­schau zum The­ma: Auf­grund posi­ti­ver Rück­mel­dung habe ich tat­säch­lich mal wie­der an mei­nem groff-IDE gear­bei­tet. Ver­si­on 0.13.0 ist ver­öf­fent­licht, Ver­si­on 0.13.1 folgt viel­leicht dem­nächst. Angeb­lich läuft das Pro­gramm auch unter Linux pro­blem­los. Das mögen ande­re Men­schen bes­ser beur­tei­len kön­nen als ich. Das Leben ist zu kurz für Linux. Wahr­schein­lich muss ich mich mit neu­en Ver­sio­nen aber beei­len: Open Source ist tot. Ja, schon wie­der. Lang­sam wird das vor­her­seh­bar.

Bleibt unvor­her­seh­bar: Musik.

The Black Angels – „Mani­pu­la­ti­on“ – LIVE AT LEVITATION

Guten Mor­gen.

Persönliches
Schade, dass Soziale-Medien-Nutzer keine Hunde sind.

Es scheint immer noch vor­zu­kom­men, dass Men­schen, die sich mit Hun­den noch nicht so gut aus­ken­nen, sel­bi­ge mit der Nase in deren Kacke stup­sen, wenn sie (die Hun­de) ins Haus gekackt haben, auf dass sie das nie wie­der tun mögen.

Wenn jedoch in sozia­len Medi­en, in denen unser­eins sich ja ein­fach nur unge­stört ver­gnü­gen will, jemand Poli­tik in die Wit­ze rein­kackt, dann stupst die­sen Jemand nie­mand mit der Nase in sei­ne Kacke. Das ist unge­recht.

Politik⁠In den Nachrichten
Kurz gefragt (8): Christian Dürr!

Es ist ja wirk­lich nicht leicht, in die­ser Zeit, in der ver­meint­li­che Gewiss­hei­ten schnel­ler umfal­len als das Wahl­pro­gramm der Grü­nen an einem Wahl­abend, noch poli­tisch tätig zu sein, ohne sich dabei mit­tels ver­se­hent­lich kon­se­quen­ten Han­delns in einen Fett­napf zu legen, weil irgend­je­mand beschlos­sen hat, dass das, was eben noch völ­lig rich­tig war, jetzt plötz­lich völ­lig falsch ist.

Vie­le haben es ver­mut­lich nicht kom­men sehen, dass nicht ein­mal einen Monat, nach­dem Sie, Chri­sti­an Dürr, Vor­sit­zen­der der F.D.P.-Bundestagsfraktion, im Bun­des­tag Ihre Soli­da­ri­tät mit Isra­el, das ein „Sym­bol für die Wer­te der Demo­kra­tie“ sei, bekräf­tigt hat­ten, die rechts­extre­me Regie­rung Isra­els ver­se­hent­lich Plä­ne ver­lau­ten ließ, die Palä­sti­nen­ser im Gaza­strei­fen irgend­wo­hin umzu­sie­deln, wo sie sie nicht mehr sehen muss. Sie schei­nen immer­hin dar­aus – das kann man ja auch nicht von jedem zeit­ge­nös­si­schen Poli­ti­ker sagen – lobens­wer­ter­wei­se etwas gelernt zu haben, wie ich dem Deutsch­land­funk (Archiv­ver­si­on) ent­neh­me.

Als näm­lich unlängst bekannt wur­de, dass bei der AfD auch Men­schen mit­ma­chen dür­fen, die eine Zwangs­um­sied­lung von irgend­wie aus­län­di­schen Deut­schen befür­wor­ten, teil­ten Sie fol­gen­de Ansicht mit:

Der FDP-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Dürr schrieb auf der Online­platt­form X: „Die Plä­ne zur Ver­trei­bung von Mil­lio­nen Men­schen erin­nern an das dun­kel­ste Kapi­tel deut­scher Geschich­te.“ Die vom Medi­en­haus Cor­rec­tiv ange­führ­te Recher­che zei­ge, dass die AfD die Demo­kra­tie und frei­heit­li­che Grund­ord­nung zutiefst ableh­ne.

So weit, so ein­wand­frei begrün­det. Aber fra­gen möch­te ich dann doch mal: Die­se „Wer­te der Demo­kra­tie“ – sind die jetzt gut oder doch nicht mehr so?

Netzfundstücke⁠Computer
Liegengebliebenes vom 10. Januar 2024

Ver­mu­tung (neu): Wer haupt­säch­lich (oder über­haupt noch) Mit­glied bei Digi­tal­cou­ra­ge (ehe­mals Foe­BuD e.V.) ist, ist bloß zu fei­ge für Pira­ten­par­tei­ta­ge. Dabei geht es dort zumin­dest ähn­lich zu.


Der, äh, wür­di­ge Nach­fol­ger des les­bi­schen Kaf­fee­trin­kens gegen Rechts ist gefun­den: Eis­ba­den gegen Rechts. :ja:


Für Com­pu­ter­ar­chäo­lo­gen: Hier (All­er­gi­ker­war­nung: Quo­ra) erzählt ein frü­her für OS/2 Zustän­di­ger mal aus­führ­lich, wie­so aus­ge­rech­net Win­dows sich durch­set­zen konn­te.


2024 ist schon wie­der ein „Kant-Jahr“. Kaum aus­zu­ma­len, was der umstrit­te­ne Phi­lo­soph und Auf­klä­rer Kant von denen hiel­te, die heu­te sei­ne Zita­te (oder wenig­stens das eine Zitat) im Mun­de füh­ren.


Hüb­sche Idee, die mir in letz­ter Zeit häu­fi­ger begeg­net (was ich bis 2023 auch noch für eine unglaub­lich bescheu­er­te Idee gehal­ten hat­te: Geld für die Nut­zung einer wirk­lich guten Such­ma­schi­ne aus­zu­ge­ben): Eine Über­sicht über den „digi­ta­len Unter­grund“ zu erstel­len. Frü­her hat­ten wir für so was Link­ver­zeich­nis­se, mag jetzt manch älte­rer Leser ein­wen­den. Ich gebe zurück: Die haben wir noch.


Es scheint schwer gewe­sen zu sein (Archiv­ver­si­on), auf der Trau­erfei­er für Wolf­gang Schäub­le trau­ri­ge Gesich­ter zu sehen. Ich stel­le hier­zu an die­ser Stel­le kei­ne wei­te­ren Ver­mu­tun­gen an.

In den Nachrichten⁠Wirtschaft
Entödete Innenstädte (III): Versunkene Kosten

Es ist für wohl nie­man­den, der nicht unbe­dingt für eine anste­hen­de Wahl Stim­men von Wäh­lern ohne all­zu viel wirt­schaft­li­ches Ver­ständ­nis braucht, eine lang­fri­stig gute Idee, Arbeits­plät­ze in einer nicht mehr zeit­ge­mä­ßen Bran­che mit immer neu­em „öffent­li­chem“, d.h. mei­nem, Geld gegen den Wider­stand des frei­en Mark­tes über die Zeit zu tra­gen und dabei zu hof­fen, dass der freie Markt es sich noch mal anders über­legt.

Den­noch ist das Weh­kla­gen heu­te nicht min­der groß als die Ver­blüf­fung, dass, wer immer die glei­che Arbeit ver­rich­tet, stets das glei­che Ergeb­nis erwar­ten soll­te, denn „Kar­stadt“, d.h. Gale­ria Kar­stadt Kauf­hof, ist zum drit­ten Mal inner­halb von nur drei Jah­ren „befreit“ (Oli­vi­er van den Bos­sche), d.h. „insol­vent“ (Archiv­ver­si­on), d.h. plei­te. Man könn­te dar­aus ver­mut­lich, wie ich schon vor fast drei Jah­ren fest­stell­te, etwas ler­nen. Die Exi­stenz von Waren­häu­sern, in die man rein­ge­hen und für viel Geld genau das nicht fin­den kann, was man gera­de benö­tigt, wor­auf­hin man auf Amazon.de (gegrün­det 1998, also qua­si noch under­ground und Neu­land) geht und ein rei­ches Arsch­loch (Noah Ber­lats­ky) noch rei­cher macht, ist mit Tra­di­ti­on und Kul­tur allein jeden­falls nicht mehr zu ent­schul­di­gen.

Persönliches⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Tausend Augen – Systemfehler // They’ve got the Bauer

Frühsport

Es ist Mon­tag. Beob­ach­tung an mir selbst: Je trau­ri­ger ich bin, wenn ich in Genuss­fo­ren zuge­gen bin, desto grö­ßer ist mein Inter­es­se dar­an, mir dem­nächst ein noch gesund­heits­schäd­li­che­res Laster als bis­her zuzu­le­gen. Viel­leicht soll­te ich anfan­gen zu rau­chen. Selbst­zer­stö­rung ist immer­hin eine Kunst, die beherrscht sein will. Selbst Elon Musk, raun­ten so Medi­en neu­lich, neh­me „in gro­ßem Stil“ Dro­gen. Narr, wer bei Bier und Ziga­ret­te in sei­nen Bart mur­melt, damit sei er, Musk, wohl erle­digt.

Ab Mitt­woch fährt die Deut­sche Bahn aus ande­ren Grün­den als sonst nicht (Streik), auf den Auto­bah­nen geht es heu­te schon los. Dass das öffent­li­che Leben eine Wei­le still­steht, haben wir ja jah­re­lang geübt, das soll­te inso­fern kein Pro­blem dar­stel­len. Dabei sind die Lager klar auf­ge­teilt: Wer zugun­sten der Land­wirt­schaft pro­te­stiert, ist rechts­ra­di­kal, min­de­stens aber neo­li­be­ral. Es wur­den Trak­to­ren mit Reichs­sym­bo­lik gesich­tet, das reicht als Urteil über den Bau­ern an sich. Denen geht es doch gut sagen die, denen es zu gut geht. Das wird den Rechts­ruck auf dem Land sicher ver­hin­dern. Auf die Idee, dass man als Lin­ker nicht unbe­dingt die Bun­des­re­gie­rung gegen Pro­te­ste der Arbei­ter und Bau­ern in Schutz neh­men soll­te, kom­men sie schon gar nicht mehr. Die neue Staf­fel Bau­er Ran­gers irri­tiert mich. Da blei­be ich doch lie­ber bei mei­nem Lieb­lings­co­mic­hel­den Feman.

Apro­pos: Bei der SPD wird man jetzt aus­ge­buht (Archiv­ver­si­on), wenn man den Kanz­ler dar­um bit­tet, sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Poli­tik zu machen. Man ern­tet, was man sät. „Immer noch bes­ser als die CDU“ sagen sie und hal­ten das für eine Ent­schul­di­gung. Der DGB ver­langt unter­des­sen einen Son­der­fonds zur Sanie­rung der kaput­ten Bahn­in­fra­struk­tur. Wäre es nicht nach­hal­ti­ger, den Laden direkt wie­der zu ver­staat­li­chen und die Vor­stän­de einer anstän­di­gen Arbeit zuzu­füh­ren?

Manö­ver­kri­tik, da wir gera­de bei den Nach­rich­ten sind: „Die Israe­lis füh­len sich ver­folgt.“ („FAS“, aktu­el­le Aus­ga­be, Titel­sei­te) ist sicher­lich ein vali­der Satz, wenn es dar­um geht, dar­über zu berich­ten, dass der rechts­ra­di­kal regier­te Unrechts­staat Isra­el sich vor dem IGH ver­ant­wor­ten muss, aber mal so ganz unter uns: Direkt erwäh­nens­wert ist das ja nun nicht, oder?

Fund­stück: Es scheint ein Uni­code­sym­bol zu geben, von dem nie­mand weiß, was es über­haupt bedeu­ten soll. Das geht mir ja mit den mei­sten Emo­jis so.

Ver­ste­he ich hin­ge­gen sehr gut: Musik.

System­feh­ler

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Autonome Preise

Soso:

Am 1. Janu­ar 2024 ändern sich im gesam­ten Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg (VGN) die Fahr­prei­se. (…) Um durch­schnitt­lich 7,74 Pro­zent erhö­hen sich die Prei­se gegen­über dem Vor­jahr.

Ach, tun sie das? Das ist aber nicht sehr nett von den Prei­sen.

Ist ja bloß Spra­che.

(via netz10.de)

Sonstiges
Ohne Hose gegen Twitch

Twitch (das ist so was wie You­Tube für Men­schen mit ADHS) so:

Es ist nicht län­ger zuläs­sig, nackt vor der Twitch-Kame­ra zu sit­zen, selbst wenn das im Bild gar nicht zu sehen ist. Eben­so ver­bo­ten ist, den Ver­dacht zu erre­gen, die gezeig­te Per­son sei außer­halb des Bil­des ent­blößt, selbst wenn sie es gar nicht ist.

Ich tra­ge, wäh­rend ich dies schrei­be, viel­leicht kei­ne Hose. Twitch kann mir gar nix.

Netzfundstücke⁠In den Nachrichten⁠Montagsmusik
October Drift – Losing My Touch // Wetter einfach abwählen

Erst mal Obst.

Ach guck, Mon­tag ist ja auch noch. Das Jahr beginnt gar nicht so blöd: Die Spar­maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung betref­fen auch den bescheu­er­ten elek­tro­ni­schen Per­so­nal­aus­weis. Nur scha­de, dass der wei­ter­hin nicht von Steu­ern bezahlt wird, son­dern eigens Geld kostet, wenn man ihn ver­län­gern muss. War­um eigent­lich?

Ein Blick in die „sozia­len Medi­en“: Bru­no Hönel von den Grü­nen quatscht, dass irgend­ein Zusam­men­hang zwi­schen Hoch­was­ser und den guten Umfra­ge­wer­ten für die AfD bestehe. Fra­ge: wen muss ich wäh­len, wenn ich weni­ger Hoch­was­ser haben möch­te? Geht es weg, wenn die Grü­nen noch mal Posten in Sach­sen bekom­men? Wenn ja: war­um? (André Vat­ter fin­det die­se stän­di­ge Berie­se­lung mit gebrüll­ten Mei­nun­gen alter­na­tiv­los und hält RSS auch nicht für die Lösung. Ich glau­be ja, damit hat er Unrecht.) Und da ich gera­de am Fra­gen bin: Könn­te Boris Pisto­ri­us sich bit­te mal ent­schei­den, ob der Rus­se jetzt mit hoff­nungs­los ver­al­te­ter Maschi­ne­rie einen aus­sichts­lo­sen Krieg führt oder ob er noch in die­sem Jahr­zehnt qua­si über Nacht Deutsch­land ein­nimmt? Ande­rer­seits: Um Ber­lin wäre es nicht scha­de.

Scha­de hin­ge­gen: Mozil­la, das frü­her mal für einen Web­brow­ser bekannt war, sam­melt Spen­den, damit des Unter­neh­mens Vor­stand sich wei­ter­hin sein obszö­nes Gehalt bezah­len kann. Das muss die­se Zukunft des frei­en Inter­nets sein, von dem immer alle reden. Der ehe­ma­li­ge Hacker­ver­ein CCC möch­te sei­ne Ver­eins­zei­tung dem­nächst um eine „femi­ni­sti­sche Aus­ga­be“ berei­chern. Das The­ma wäre dann damit erle­digt.

Musik hat­ten wir ja heu­te schon, aber es ist Mon­tag und Tra­di­ti­on ist Tra­di­ti­on.

Octo­ber Drift – Losing My Touch (Offi­ci­al Video)

Guten Mor­gen.

Kaufbefehle⁠Musikkritik
Musik 12/2023 – Favoriten und Analyse

Die­ser Arti­kel ist Teil 27 von 29 der Serie Jah­res­rück­blick

Ein Jahr ist vor­bei und ihr wisst, was das heißt: Die Liste mei­ner bevor­zug­ten Alben des Jah­res bedarf wie­der eurer unge­teil­ten Auf­merk­sam­keit. Es könn­te das letz­te Mal sein, dass ich es euch so ein­fach mache: Der außer­or­dent­lich unhöf­li­che Kon­zern Songtradr hat 2023 Band­camp hal­biert. Ich wür­de ja gern mit posi­ti­ven Aus­sich­ten das Musik­jahr 2023 ver­ab­schie­den, aber ich kann nicht. Ich kann ein­fach nicht.

Ste­ven Wil­son hat 2023 mit „The Harm­o­ny Codex“ ein wei­te­res viel­ge­rühm­tes Album mit Stampf­pop (na gut: art­pop) raus­ge­bracht. Die Rezen­sen­ten waren wie üblich hin und weg, weil man Musik von Ste­ven Wil­son (Ste­ven Wil­son!) ja nicht ein­fach igno­rie­ren darf. Ich woll­te das Album eigent­lich selbst nicht hören (der Vor­gän­ger „The Future Bites“ war wirk­lich schlimm, aber ich hat­te zu viel Zeit und fas­se mich mal kurz: Ich wünsch­te, Pop­mu­sik wür­de mich inter­es­sie­ren. 2024 wer­de das „Jahr der Popf­rau­en“, mut­maß­te die „Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Sonn­tags­zei­tung“ im Dezem­ber. Das hof­fe ich doch ein­fach mal nicht.

Dass es im jüngst abge­lau­fe­nen Jahr trotz­dem ziem­lich gute Musik gab, sei hier den­noch nicht ver­schwie­gen. Eini­ges davon, näm­lich die jewei­li­gen Alben von Uriah Heep, PoiL Ueda, schei­sse­die­bul­len und Sigur Rós, hat­te ich schon frü­her im Jahr posi­tiv bewer­tet. Sieb­zehn wei­te­re gelun­ge­ne Wer­ke fol­gen im Fol­gen­den. Es möge euch von Nut­zen sein.

‘Musik 12/2023 – Favo­ri­ten und Ana­ly­se’ wei­ter­le­sen »