In den NachrichtenMontagsmusikComputer
ĠENN – Roh­mer­es­se // Im Biáng­biáng­wahn

Frühstücksbär(chen)

Es ist Mon­tag. Erst mal ein Steak. Das ein­sti­ge Tit­ten­heft „kon­kret“, lässt bereits die Titel­sei­te des ein­sti­gen Tit­ten­hef­tes „kon­kret“ wis­sen, feie­re in sei­ner Okto­ber­aus­ga­be das fünf­zig­jäh­ri­ge Bestehen des­sen Nach­fol­ge­blatts unter dem­sel­ben Namen. So sehr ich auch man­ches, was dort bis­lang geschrie­ben wur­de, schät­ze: Es ist gut, dass Grem­li­za das wohl end­gül­ti­ge Schei­tern sowohl sei­ner sprach­li­chen als auch sei­ner anti­im­pe­ria­li­sti­schen Bemü­hun­gen nicht mehr erle­ben muss.

Neu­es von der Digi­ta­li­sie­rung: Mozil­la ver­tieft sei­ne Bestre­bun­gen, vor allem für Rekla­me­ma­cher im Web rele­vant zu sein, indem es sei­ne Che­fin ver­kün­den lässt, dass Wer­be­part­ner sein wesent­li­cher Kun­de sind. Ich wün­sche viel Erfolg beim wei­te­ren Ver­hö­kern des ehe­ma­li­gen Web­brow­sers, es ist ja nicht mehr mein Pro­blem. – Micro­soft ver­kün­det wäh­rend­des­sen stolz, die „hohe Nach­fra­ge“ nach dem chi­ne­si­schen Schrift­zei­chen für Biáng­biáng-Nudeln in Win­dows 11 end­lich befrie­digt zu haben. Was sind das für Men­schen und war­um? (In der vor­gest­ri­gen „F.A.S.“ las ich etwas über die Exi­stenz einer nach 1989 gebo­re­nen „Ost­fluen­ce­rin“. Ich möch­te die soeben gestell­te Fra­ge ent­spre­chend erwei­tern.) Ich habe es tat­säch­lich erst letz­te Woche geschafft, erst­mals Biáng­biáng-Nudeln über­haupt zur Kennt­nis zu neh­men und sogleich zu ver­spei­sen, und obwohl ich umge­hend der­ma­ßen erfreut über die kuli­na­ri­sche Erfah­rung war, dass mir durch­aus der Sinn nach einer Wie­der­ho­lung steht, erscheint mir die Not­wen­dig­keit, das unnö­tig kom­pli­zier­te Schrift­zei­chen jemals zu ver­wen­den, noch immer nicht gege­ben. Geht ja auch ohne, zum Bei­spiel, indem man „Biáng­biáng-Nudeln“ schreibt. Das machen, behaup­tet das Inter­net, sogar die Chi­ne­sen und denen machen wir ja sonst auch alles nach.

Ande­rer Kon­ti­nent, ande­res The­ma: Im Febru­ar näch­sten Jah­res geden­ke ich erst­mals nach Kopen­ha­gen zu rei­sen. Ich habe bis dahin hof­fent­lich zufrie­den­stel­lend eru­iert, ob schon jemand den Witz „dansk macab­re“ gemacht hat. Sonst brau­che ich für mei­nen Rei­se­be­richt // eine ande­re Über­schrift. (Schräg­stri­che nur gesetzt, um nömix zu ver­wir­ren.)

Musik (lan­ge nichts mehr drü­ber geschrie­ben):

ĠENN – ROHMERESSE (Offi­ci­al Music Video)

I wan­na stay in all day, I wan­na sleep in all day, all day.

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Liste (unvoll­stän­dig) der­je­ni­gen Men­schen, denen eine Tracht Prü­gel nicht nen­nens­wert gescha­det hät­te (2)

Allen ist ver­är­gert dar­über, dass sein Werk – das über eine Platt­form erstellt wur­de, der vor­ge­wor­fen wird, unzäh­li­ge urhe­ber­recht­lich geschütz­te Wer­ke zu kopie­ren – selbst nicht urhe­ber­recht­lich geschützt wer­den kann und daher abge­zockt wird.

jump you fuckers

MusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 1. Okto­ber 2024

„Aktu­ell in religion.ORF.at“: Kaf­fee (Archiv­ver­si­on).


Ziem­lich hüb­sches Pro­jekt mit ziem­lich hüb­scher Web­site: Irgend­wo in San Fran­cis­co hat jemand ein Mikro­fon auf­ge­hängt und infor­miert die Welt­öf­fent­lich­keit mehr oder weni­ger in Echt­zeit dar­über, wel­che Musik die Pas­san­ten gera­de zu laut hören. „Kul­tur­über­wa­chung“ („cul­tu­re sur­veil­lan­ce“) ist ein schö­ner Begriff, den ich dort erst­mals gele­sen habe und ver­mut­lich irgend­wann mal als mei­ne eige­ne Wort­schöp­fung aus­ge­ben – äh, nein: in ange­mes­se­nem Rah­men wie­der­ho­len wer­de.


2024 ist also das Jahr, in dem wir bei der Ver­tei­di­gung unse­rer digi­ta­len Grund­rech­te gegen die Mit­te in der Euro­päi­schen Uni­on auf die Unter­stüt­zung sei­tens nie­der­län­di­scher Rechts­extre­mer hof­fen müs­sen. Ich ver­mer­ke das so in mei­nem Trau­ma­ta­ge­buch.


Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben: In Kür­ze gibt es ein neu­es Album von Gewalt. Ich gehe davon aus, es wird min­de­stens so groß­ar­tig wie auch die bis­he­ri­gen (dort zu fin­den­den) Lie­der der Grup­pe.


Inter­es­san­te Idee von Micro­soft (Archiv­ver­si­on): War­um nicht mal drei­di­men­sio­na­le Sym­bo­le? Ich gebe den zeit­ge­nös­si­schen Desk­top­ge­stal­tern bei Micro­soft und/oder Apple noch zwei bis drei Gedan­ken­sprün­ge, bis end­lich wie­der alles aus­sieht wie CDE. Ich mag CDE.

In den NachrichtenMontagsmusik
Hawks­moor – Nuclear Kites // Mar­kiert kei­ne Hydran­ten mehr.

Seufz.

Es ist Mon­tag. Die „taz“ berich­tet über die For­de­rung nach der Frei­las­sung einer Deut­schen, die in Ungarn Straf­ta­ten began­gen hat und dar­um nun in Ungarn im Gefäng­nis sitzt. Unmensch­lich sei es dort. Man schel­te mich einen Naiv­ling, doch ver­mu­te ich, dass es eine ziem­lich zuver­läs­si­ge Mög­lich­keit, nicht in Ungarn ins Gefäng­nis zu kom­men, ist, kei­ne Straf­ta­ten in Ungarn zu bege­hen. Aber viel­leicht gelingt das schlicht nicht jedem.

Apro­pos. Die von der „taz“ noch 1989 ener­gisch ver­tei­dig­te Wahr­heit, dass Sol­da­ten nichts sind als Mör­der, wird von der­sel­ben „taz“ 2024 an die Fra­ge geknüpft, wel­cher Natio­na­li­tät die Sol­da­ten sind, neh­me ich indi­gniert zur Kennt­nis. – Fast genau so wit­zig aus fast der glei­chen Bran­che: Die öffent­lich-recht­li­chen Rund­funk­an­stal­ten wol­len end­lich spa­ren (Archiv­ver­si­on), und zwar unter ande­rem hin­sicht­lich der Anzahl an Sen­dern. Ich gehe davon aus, als Beloh­nung für den Spar­kurs wer­den die Rund­funk­ge­büh­ren erneut erhöht wer­den. Sonst wäre das ja gar nicht sinn­voll jetzt.

„Künst­li­che Intel­li­genz“ kann jetzt sämt­li­che „mar­kie­ren Sie alle Hydranten“-Tests lösen. Schön, dass wir das auto­ma­ti­siert haben. Aber war­um muss ich eigent­lich noch selbst mei­ne Steu­er­erklä­rung aus­fül­len und mei­ne Fen­ster put­zen? (Neu­er­dings könn­te ich das jeman­den erle­di­gen las­sen, der sich als Super­held bezeich­net. Bis vor kur­zem gab es, ent­neh­me ich dem Inter­net, urhe­ber­recht­li­che Ansprü­che auf den Begriff „super hero“ sei­tens irgend­wel­cher Dep­pen­kon­zer­ne. Wie­der was gelernt.)

Eine sub­ti­le Fra­ge, die ich anders­wo nur sinn­ge­mäß las, die ich aber für Stel­len­wert hal­te: Wenn das Can­na­bis­ge­setz so ein Rein­fall ist, was spricht dann eigent­lich über­haupt noch dage­gen, dass CDU/CSU es wie­der rück­gän­gig machen?

Mei­ne Lieb­lings­dro­ge, sowie­so, war, ist und bleibt: Musik.

Hawks­moor ‚Nuclear Kites‘

Guten Mor­gen.

Sonstiges
Medi­en­kri­tik CXXV: Durch den Gen­der­kom­mu­nis­mus mit Micky Marx

Donald Duck, weiß manch ein in sol­chen Din­gen Ver­sier­ter, ist gemein­hin auch des­halb belieb­ter als Micky Maus, weil des Letz­te­ren Klug­schei­ße­rei den Lesern der jewei­li­gen Comics bis­wei­len jede Mög­lich­keit der Iden­ti­fi­ka­ti­on nimmt.

Inso­fern war es zwar eine inter­es­san­te Idee von DKP-Akti­vi­sten, Karl Marx zusam­men mit dem Gespenst des Kom­mu­nis­mus in einem Kon­vo­lut an Witz­zeich­nun­gen („Comic“) namens „Das Kom­mu­ni­sti­sche Comic-Mani­fest“, mir in Druck­form und wenig­stens der DKP Reck­ling­hau­sen im PDF-For­mat (Archiv­ver­si­on) in einer Fas­sung von August 2018 vor­lie­gend, das Kom­mu­ni­sti­sche Mani­fest mit Bezug auf das 21. Jahr­hun­dert sozu­sa­gen prä­sen­tie­ren zu las­sen, aber es mag mir nicht recht gefal­len, dass er hier eher Micky als Donald gleicht. Wenig­stens ein Amboss hätt’ man auf ihn run­ter­fal­len las­sen kön­nen. Das hält Men­schen wie mich bei Lau­ne. ‘Medi­en­kri­tik CXXV: Durch den Gen­der­kom­mu­nis­mus mit Micky Marx’ wei­ter­le­sen »

Nerdkrams
Ille­ga­le Instruk­tio­nen: Der #38c3 bekämpft das System.

Die­ser Arti­kel ist Teil 17 von 20 der Serie Congresskrise(n)

Wie ich den Nach­rich­ten ent­neh­me, schlie­ßen sich irgend­wel­che Jour­na­li­sten und Künst­ler auch die­ses Jahr wie­der zur Stu­den­ten-CeBIT „38c3“ zusam­men. Wie jedes Jahr nen­nen sie das aus nicht logisch erklär­ba­ren Grün­den „Hacker­kon­fe­renz“ und ich muss unwei­ger­lich an Magrit­te den­ken.

Ceci n'est pas une Hackerkonferenz

Wie in jedem Jahr, erzäh­len sie, sei­en „alle demo­kra­tisch gesinn­ten Lebens­for­men“ ein­ge­la­den. Ich den­ke schmun­zelnd an den selbst dort ver­mumm­ten schwar­zen Block, der auf meh­re­ren von mir besuch­ten „Con­gres­sen“ eine eige­ne Sitz­ecke zuge­teilt bekom­men hat­te. Aber Haupt­sa­che, „Lebens­form“ sagen. Man will ja nie­man­den dis­kri­mi­nie­ren, der mor­gens auf­wacht und sich zum Bei­spiel als Aal fühlt. – Ich fin­de ja, man soll­te den „Con­gress“ kom­plett durch eine KI erset­zen. Das Ergeb­nis wäre ähn­lich; und blin­ken­de Lich­ter bekommt ein Com­pu­ter auch noch hin.

Es gibt bis­her kei­nen für mich auf­find­ba­ren „Fahr­plan“ mit den geplan­ten „Talks“ (den Orga­ni­sa­to­ren scheint jedes Grund­ver­ständ­nis von Spra­che längst abhan­den gekom­men zu sein), aber nach den Erfah­run­gen der letz­ten paar Jah­re gehe ich nicht davon aus, dass tech­ni­sche The­men eine erkenn­ba­re Domi­nanz gegen­über sozia­len und/oder poli­ti­schen The­men errei­chen wer­den. Wie immer las­se ich mich gern posi­tiv über­ra­schen. Ich fürch­te nur, mit Hackern beim „Con­gress“ ver­hält es sich ähn­lich wie mit Sozi­al­de­mo­kra­ten in der SPD: Mei­ne Erfah­rung ist, dass sich dort in nicht gerin­gem Maße Men­schen auf­hal­ten, die uniro­nisch damit prah­len, ganz allein Linux instal­liert zu haben. Mei­nen Glück­wunsch an die­ser Stel­le jedem, der sich ange­spro­chen fühlt. Nähe­res folgt nach Nähe­rem.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: faust – Blick­win­kel

faust - Blickwinkel

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

faust sind wie­der (oder immer noch oder immer mal wie­der) da. Mei­ne Freu­de an der Moto­rik des Kraut­rocks ist unge­bro­chen und mein Ver­gnü­gen an dem, was die­ses Gen­res Längst­le­gen­de faust jeden­falls seit ihrer Rück­kehr ins Stu­dio in den 1990ern auf Plat­ten presst bezie­hungs­wei­se pres­sen lässt, ohne­hin.

‘Kurz­kri­tik: faust – Blick­win­kel’ wei­ter­le­sen »

PolitikIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Per­fi­de Kriegs­füh­rung

Deutsch­land­funk (Archiv­ver­si­on):

Mit den BSW-Erfol­gen bei den Land­tags­wah­len gewinnt auch die Ver­brei­tung rus­si­scher Pro­pa­gan­da an Bedeu­tung. Der Kreml geht dabei sehr klug vor. So arbei­tet eine von ihm finan­zier­te Agen­tur gezielt an der Zer­stö­rung von Demo­kra­tien und Rechts­staa­ten.

Wiki­pe­dia:

Seit dem 19. Jahr­hun­dert hat sich die Regie­rung der Ver­ei­nig­ten Staa­ten sowohl offen als auch ver­deckt an der Ablö­sung meh­re­rer aus­län­di­scher Regie­run­gen betei­ligt.

Deutsch­land­funk trotz­dem nicht:

Mit den CDU-Erfol­gen bei den Land­tags­wah­len gewinnt auch die Ver­brei­tung US-ame­ri­ka­ni­scher Pro­pa­gan­da an Bedeu­tung. Das Wei­ße Haus geht dabei sehr klug vor. So arbei­tet eine von ihm finan­zier­te Agen­tur gezielt an der Zer­stö­rung von Demo­kra­tien und Rechts­staa­ten.

Scha­de.

NetzfundstückeMontagsmusik
Leprous – Lim­bo // Reinsch.

is was?

Es ist Mon­tag. Eine – anders als die Wahl­er­geb­nis­se und die Nach­be­trach­tun­gen der­sel­ben vom gest­ri­gen Wahl­tag – außer­or­dent­lich über­ra­schen­de Mel­dung liegt auf „hei­se online“ vor: Unfer­ti­ge Pro­gram­me sind noch nicht fer­tig. Na, Sachen gibt’s. Die „taz“ setzt hin­sicht­lich der Wahl in Bran­den­burg die Prio­ri­tä­ten unge­fähr wie erwar­tet: „Laut Far­ben­leh­re heißt die Mischung aus SPD-Rot und BSW-Lila Magen­ta.“ Qua­si die Tele­kom­ko­ali­ti­on.

Mei­nung (gut): Eigent­lich trägt Volks­wa­gen sei­nen Namen inzwi­schen zu Unrecht. Die Nicht­ver­füg­bar­keit erschwing­li­cher Autos scheint aber einen erschrecken­den Neben­ef­fekt zu haben: Die Leu­te trei­ben mehr Sport. Unmensch­lich, sage ich. (Es gibt übri­gens wen, der Reinsch heißt. Wer das lustig fin­det, der ist min­de­stens eben­so zu alt wie ich.)

Das wer­be­freie You­Tube-Zugriffs­werk­zeug Invi­dious sei momen­tan nicht funk­ti­ons­tüch­tig und Goog­le sei schuld, teilt zu mei­nem Bedau­ern einer der Ent­wick­ler mit. So lan­ge jedoch Peer­Tu­be es als, so weit ich das beur­tei­len kann, ein­zi­ge halb­wegs brauch­ba­re dezen­tra­le Alter­na­ti­ve an Viel­falt man­geln lässt, weil Rech­te­inha­ber sich ihre Rech­te nur all­zu gern ver­sil­bern las­sen möch­ten, bleibt mir für jeden­falls noch eine Wei­le wenig ande­res übrig als mich damit zufrie­den­zu­ge­ben, was mir an Zugriffs­mög­lich­kei­ten jen­seits des Plat­ten­schran­kes gege­ben ist auf: Musik.

Lim­bo

Ali­en, ali­en. Ali­en.

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Preu­ßi­sche Roman­tik

Unter­des­sen in Spa­ni­en (trotz­dem eng­lisch­spra­chig):

Die For­mu­la­re erstrecken sich über drei Sei­ten und umfas­sen meh­re­re Abschnit­te. Bei­de Par­tei­en wer­den auf­ge­for­dert, sich mit Vor- und Nach­na­men aus­zu­wei­sen und zu bestä­ti­gen, dass „der Antrag­stel­ler und die zustim­men­de Par­tei sich sexu­ell zuein­an­der hin­ge­zo­gen füh­len“.

Da krieg‘ ich ja schon vom Lesen eine Erek­ti­on. Allein die Teil­nah­me an Orgi­en stel­le ich mir unter die­sen Bedin­gun­gen ein biss­chen unprak­tisch vor. Bis da alle die gegen­sei­ti­gen For­mu­la­re aus­ge­füllt haben, ist der Swin­ger­club bestimmt geschlos­sen.

(via Schwerdt­fe­gr)