In den NachrichtenMontagsmusik
Bruit ≤ – Eph­eme­ral // Schach­punks ver­bie­ten

We have joy, we have fun, we have Bambus in the sun

Es ist Mon­tag. Hat eigent­lich schon jemand vor­ge­schla­gen, auf­grund der aku­ten Gesund­heits­ge­fähr­dung Fuß­ball zu ver­bie­ten (Archiv­ver­si­on)? (Mei­nen Glück­wunsch den Spie­lern des HSV, mein herz­li­ches Hihi dem Drum­her­um.)

Wei­te­re gute Nach­rich­ten: ChatGPTs Ant­wor­ten wer­den immer absur­der. Man ver­sprach mir, wegen ChatGPT künf­tig even­tu­ell mei­nen Arbeits­platz über­flüs­sig zu machen. Könn­te sein: Absur­de Ant­wor­ten zu geben klingt nach einem Traum­be­ruf. Schö­ner Bild­un­ter­ti­tel dazu bei xkcd: Reduc­tio ad absur­dum funk­tio­niert nicht, wenn die Wirk­lich­keit absurd ist. – Der Über­wa­chungs­ka­me­ra­her­stel­ler Arlo hat jetzt eine Schrei­er­kennungs­funk­ti­on. Alles Wei­te­re kostet 7,99 US-Dol­lar im Monat. Kei­ne Ahnung, was die Kame­ra macht, wenn man das Abon­ne­ment nicht bezahlt und jemand schreit. Viel­leicht hilft sie dann dem Räu­ber statt dem Besit­zer. Als Ver­kaufs­stra­te­gie.

Apro­pos absurd: In Deutsch­land klau­en anschei­nend Men­schen Kar­ten­le­se­ge­rä­te. Viel­leicht war es ja ein Lon­do­ner Bett­ler, das wür­de sogar ich ver­zei­hen. Unver­zeih­lich aber ist es offen­bar, als Teil der young peo­p­le in Afgha­ni­stan ein Täss­chen Tee zum Schach zu trin­ken. Schach ist böse. Zu mei­ner Zeit hätt’s das nicht gege­ben, da haben sich die young peo­p­le (außer mir natür­lich) noch nicht mal in die Nähe eines Schach­bretts gewagt.

Weil sie sonst mit dem Kopf in den Müll­ei­mer gesteckt wor­den wären.

Gehört in den Kopf auch der young peo­p­le: Musik.

BRUIT ≤ EPHEMERAL – MUSIC VIDEO -

Guten Mor­gen.

MusikPersönliches
(Amrum, neben­an.)

Ganz, ganz sel­ten kommt mei­ne so genann­te Jugend (viel zu früh bis viel zu spät) wie­der hoch. Manch­mal sind benach­bar­te Blog­ger (GaLie­Grü) dar­an nicht ganz unschul­dig. Mei­ne Güte, war ich anstren­gend damals. Und was ich damals für bescheu­er­te Idea­le hat­te! Und was für erbärm­li­che Inter­es­sen ich damals hat­te! Und was für fürch­ter­li­che Musik ich damals gehört habe!

Unto­ten – Licht­brin­ger

Und was sie halt immer noch mit mir macht.

Wenn die Lie­be dich zer­reißt, will ich dich zum Hass ver­lei­ten.

Der Mensch. Er ist ein Dings­bums. (Es hört nicht auf. Es hört nie auf.)

In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Noch nie (außer bis neu­lich).

Sinn­ge­mäß „WELT.de“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR), eben­so sinn­ge­mäß „Tiro­ler Tages­zei­tung“ und wört­lich, wenn auch auf Eng­lisch, min­de­stens NBC (Archiv­ver­si­on) so:

Noch nie­mals in der Geschich­te der römisch-katho­li­schen Kir­che hat es einen ame­ri­ka­ni­schen Papst gege­ben.

Hof­fent­lich wird es irgend­wann mal ein Argen­ti­ni­er. Damit die­se Unge­rech­tig­keit ein Ende hat.

(Gibt es jetzt eigent­lich Zöl­le auf nicht­ame­ri­ka­ni­sche Päp­ste?)

Politik
Vor 80 Jah­ren kam nie­mand zu Hil­fe.

Völ­lig zu Recht ver­zich­tet Deutsch­land auch in die­sem Jahr dar­auf, die­je­ni­gen zu ehren, die heu­te vor 80 Jah­ren gewon­nen haben. Der alte Klas­sen­feind ist wie­der da. Wer den Krieg gewon­nen hat, das bestimmt ja wohl hier immer noch Deutsch­land.

die geson­der­te ver­ab­schie­dung der rus­si­schen streit­kräf­te war eine stil­le kriegs­er­klä­rung an ruß­land. die west­al­li­ier­ten, die im 2. welt­krieg zögernd die zwei­te front eröff­net hat­ten, sind im 3. auf deut­scher sei­te.
Vol­ker Braun, 1994

Die Leug­nung der eige­nen Rol­le als Staat, dem man nach­drück­lich bei­gebracht hat­te, dass sein all­zu for­sches außen­po­li­ti­sches Auf­tre­ten nach­tei­li­ge Kon­se­quen­zen haben kann, hat­te das Deut­sche Reich schon ab 1921 geübt. Man hät­te dar­aus etwas ler­nen kön­nen. Dies­mal aber wird bestimmt alles anders. Dies­mal ist man ja Teil der Guten.

In den NachrichtenPolitik
Kurz ange­merkt zur Merz-noch-nicht-Wahl

Demo­kra­tie, das lernt man dann ver­mut­lich in künf­ti­gen Schü­ler­ge­nera­tio­nen, ist es, wenn Medi­en und Zitat­ge­ber im gan­zen Land es als „Dra­ma“ und „Deba­kel“ (WELT.de) oder gar „Don­ner­schlag“ (Rena­te Kün­ast auf Phoe­nix) begrei­fen und sogar Bodo Rame­low „ziem­lich sau­er“ (ebd.) dar­über ist, dass Abge­ord­ne­te, allein ihrem Gewis­sen ver­pflich­tet, in einer gehei­men Abstim­mung, in der sie, vom Volk mit Mehr­heit gewählt, als ver­meint­li­che Ver­tre­ter die­ses Vol­kes, das natür­lich nicht selbst „fol­gen­den Kanz­ler hät­ten wir gern“ auf dem Stimm­zet­tel hat­te, Gebrauch davon machen, dass man bei einer Wahl auch eine Wahl haben soll­te, denn was die Mehr­heit gern hät­te, das – so will es die Gepflo­gen­heit – ent­schei­det im Westen nicht etwa die­se Mehr­heit, son­dern die „Par­tei­en­olig­ar­chie“ (Karl Jas­pers), weil nur eine vor­her­be­stimm­te und damit minu­ti­ös plan­ba­re Demo­kra­tie eine gute Demo­kra­tie ist; alles Übri­ge nützt nur Putin.

In den NachrichtenMontagsmusik
Mon­te­ce­neri – Heim­weh // Der Gott der drei Will­kür­li­chen

Oh! Da ist ja Bambus!

Es ist Mon­tag. In der Titel­ge­schich­te der aktu­el­len Sonntags-„FAZ“, in deren Vor­wort es heißt, die Abhän­gig­keit von US-Soft­ware sei „seit Trump“ eine Gefahr, als hät­te Edward Snow­den nie etwas Bedeut­sa­mes getan, kommt der üble Axel Voss, der 2018 höchst­per­sön­lich das deut­sche Inter­net zer­stört hat, dahin­ge­hend zu Wort, dass er sich um die „tech­ni­sche Sou­ve­rä­ni­tät“ der EU-Staa­ten sorgt. Falls noch jemand zeit­ge­nös­si­sche Sati­re ver­misst hat: da ist sie.

Hier, zwei Enten.*

Gera­de ist die Oster­zeit vor­bei und der krie­ge­ri­sche (Archiv­ver­si­on) Kir­chen­tag, so evan­ge­lisch wie sonst nur Kat­rin Göring-Eckardt, in aus­ge­rech­net Han­no­ver (ande­rer­seits: „oh Gott!“ passt da ganz gut) auch, die Schwin­gun­gen aber schwin­gen noch. Das lässt sogar die Ersatz­re­li­gi­on Fuß­ball nicht kalt: Drei der­je­ni­gen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, die sich mit­ein­an­der wenig­stens auf einen Gott eini­gen kön­nen (war­um eigent­lich nur die­se drei?), tra­fen sich zwecks Absin­gens irgend­wel­cher Ver­eins­hym­nen pas­sen­der­wei­se in einer Kir­che, bevor sel­bi­ger Ver­ein ein paar Stun­den spä­ter auf die Glocke bekam. Ich ver­mu­te, der Gott der drei Will­kür­li­chen hat­te schlicht kei­nen Bock. Ab über­mor­gen wird ein neu­er Papst gewählt, das ken­ne ich aus mei­ner Schul­zeit. Ich den­ke mir das ja auch nicht aus.

End­lich tot ohne Chan­ce zur Auf­er­ste­hung ist wohl schon dem­nächst der Zom­bie Fire­fox. Quick­le­ben­dig ist, bleibt und macht hin­ge­gen: Musik.

MONTECENERI – Heim­weh – (Offi­ci­al Music Video)

(* Nur die Lie­be und das Wet­ter hören nim­mer, nim­mer auf.)

Guten Mor­gen.

In den NachrichtenNerdkrams
Ser­vice für den Port­num­mern­über­wa­chungs­staat

Beknack­te For­de­rung des Tages, schon weil ich auch Tausch­bör­sen auf einem Web­port betrei­ben könn­te:

Anbie­ter öffent­lich zugäng­li­cher Inter­net­zu­gangs­dien­ste für End­nut­zer sol­len künf­tig IP-Adres­sen und Port­num­mern drei Mona­te lang spei­chern müs­sen.

Mei­ne hier ist 443. Das ändert sich auch in den näch­sten Jah­ren nicht ohne Wei­te­res. Bit­te – ich hel­fe gern.

(Was machen die, die so was for­dern, eigent­lich beruf­lich?)

NetzfundstückeMontagsmusik
Level Pi – Nacht­fahrt // 1234

Der Denker

Es ist Mon­tag. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de habe ich kurz nach der Staats­rai­son gese­hen und es hat mir nicht gefal­len.

Wie geht es eigent­lich der Arbei­ter­klas­se? Wenn ich die zeit­ge­nös­si­sche Bericht­erstat­tung rich­tig ver­ste­he, so gedeiht sie präch­tig, doch ihre Auf­ga­be ist redu­ziert auf Knöpf­chen­drücken. So hat Marx sich das nicht vor­ge­stellt. – Ande­rer­seits ist Knöpf­chen­drücken schwe­rer als man mei­nen soll­te: „1234“ ist auch für Ampeln kein siche­res Pass­wort. Zumal ja „Sicher­heits­soft­ware“ oft die fal­schen Pro­ble­me löst, denn einen Angrei­fer, der schon im System ist, braucht man nicht mehr zu bekämp­fen. Sicher­heit fin­det vor­her statt.

(Sicher­heit in der EDV, ande­rer­seits: „Nur ich“ kann mei­ne Num­mer sehen; ich und das System, das mei­ne Num­mer kennt.)

Rand­be­mer­kung: 1998 schrieb Dani­el Chand­ler mal auf, dass „per­sön­li­che Home­pages“ dem Zweck dien­ten, dass man sich selbst dar­stel­le. Das war über ein Jahr­zehnt, bevor alle sich selbst im Inter­net dar­stel­len woll­ten. Und ich Idi­ot ver­schwen­de das aus­ge­rech­net mit Links zu irgend­ei­ner Com­pu­ter­schei­ße. Auch mal schön.

Und natür­lich mit: Musik.

Level Pi – Nacht­fahrt

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Hero­in gegen Dro­gen­to­te (4): Gute Schwem­men, schlech­te Schwem­men

„tages­schau“ (Archiv­ver­si­on):

Der Prä­si­dent des Bun­des­kri­mi­nal­amts (BKA), Hol­ger Münch, warnt vor einer Zunah­me har­ter Dro­gen in Deutsch­land. Man sehe „eine Koka­in-Schwem­me“, sag­te der BKA-Chef dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land.

Dar­über hin­aus ergän­zend der „Tages­spie­gel“:

Die Zahl der Dro­gen­kri­mi­na­li­tät ging durch die Can­na­bis-Teil­le­ga­li­sie­rung im ver­gan­ge­nen Jahr stark zurück. Nach der Anfang April vor­ge­stell­ten Kri­mi­nal­sta­ti­stik des Bun­des­kri­mi­nal­amts sank die Zahl der erfass­ten Rausch­gift­de­lik­te 2024 um mehr als ein Drit­tel (34,2 Pro­zent) auf rund 228.000 Fäl­le (2023: knapp 347.000).

Ich hät­te da einen Vor­schlag, erst­ge­nann­tes Pro­blem zu lösen.

(2018, 2019)

MusikIn den Nachrichten
Uni­ver­sal Music gegen die Welt

Eine ganz neue Art der Selbst­ka­stei­ung füh­ren die End­geg­ner jeder Zivi­li­sa­ti­on, näm­lich die Plat­ten­fir­men, momen­tan vor, indem sie mit aller Kraft ver­su­chen, das audi­tive Gedächt­nis der Mensch­heit aus­zu­ra­die­ren. Mit die­sem kön­ne man ja kein Geld (mehr) ver­die­nen.

Das, was die­se Gier­häl­se „Raub­ko­pie­ren“ nen­nen, ist kei­ne Pira­te­rie. Pira­te­rie ist das Über­fal­len von Schif­fen auf hoher See. Nein, das, was sie „Raub­ko­pie­ren“ nen­nen, ist Selbst­ver­tei­di­gung. Gegen die­se Gier­häl­se. Eine schuss­si­che­re Weste ist ja auch kei­ne Pira­te­rie, wenn jemand auf mich schießt.

Was nützt eine gerech­te Zukunft ohne Kul­tur?

In den Nachrichten
Kurz ange­merkt zum Tode Franz’

In sozia­len Medi­en lesen zu müs­sen, dass es pie­tät­los sei, das Able­ben des Ober­haupts einer Insti­tu­ti­on, die der­art viel Leid über die Mensch­heit brach­te wie die katho­li­sche Kir­che es nun mal getan hat, spa­ßig zu kom­men­tie­ren und/oder für eine gar nicht so schlech­te Nach­richt zu hal­ten (obwohl Päp­ste, anders als zum Bei­spiel „Füh­rer“, ja blö­der­wei­se immer wie­der nach­ge­wählt wer­den, statt ein­fach den Weg alles Irdi­schen zu gehen), lässt mich zwar grund­sätz­lich zustim­mend nicken, weil über Tote (außer Hit­ler) nichts als Gutes, aber ich geneh­mi­ge mir hier trotz­dem den Vor­schlag, der Nach­fol­ger möge tat­säch­lich etwas für eine Ver­stän­di­gung der Völ­ker tun: War­um nicht mal ein Mus­lim?

In den NachrichtenMontagsmusik
The Body & Thou – Pre­sci­ence (live) // viel Eu, kein Ropa

„In der Band spiele ich die Querstange.“

Es ist Mon­tag. „Kein Schwein liest mehr Zei­tung“ (Domi­nic Iten) und bemerkt daher auch sol­ches: In der jüng­sten Sonn­tags-FAZ ver­kün­de­te Johann Wade­phul, die desi­gnier­te Anna­le­na der fol­gen­den Bun­des­re­gie­rung, „Sicher­heit und Frie­den in Euro­pa“ gebe es „nur gegen Russ­land“. Ich möch­te Herrn Wade­phul mit einem Diercke-Welt­at­las ver­mö­beln, aber das ist lei­der nicht erlaubt. Dan­ke, Mer­kel.

Apro­pos Frau­en: Der „Gen­der Pay Gap“ hat sich end­lich sogar bei „hei­se online“ erle­digt. Dann kön­nen wir ja end­lich mit Hoch­druck über etwas Sinn­vol­le­res dis­ku­tie­ren; wenn auch das Wich­ti­ge neu­er­dings ist, wenn jemand, der gar kein Mini­ster sein soll­te, kein Mini­ster sein will. Auch ich ver­zich­te übri­gens auf ein Mini­ster­amt. Ich erwar­te zwar (bit­te nie wie­der) kei­ne media­le Bericht­erstat­tung, doch wenig­stens „Oha!“-Geräusche ob mei­nes rit­ter­haf­ten Ver­zichts.

Die Ver­tei­di­gung von Danie­la Klet­te hät­te Akten­ein­sicht doch ein­fach auf Alpha Cen­tau­ri neh­men kön­nen, tei­len die Vogo­nen mit. Habt ihr euer Hand­tuch dabei?

Hab’ ich dabei: Musik.

The Body & Thou – Pre­sci­ence (Live on KEXP)

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 16. April 2025

Ein Hei­den­spaß:

Im US-Außen­mi­ni­ste­ri­um sol­len sich die Mit­ar­bei­ter jetzt gegen­sei­tig anschwär­zen – wegen „anti­christ­li­cher Vor­ein­ge­nom­men­heit“.

Nun ist ja nicht jedes Urteil ein Vor­ur­teil, aber das sind frei­lich Details. (Darf man eigent­lich noch in die USA ein­rei­sen, wenn man die Histo­rie der Kir­che irgend­wie blöd fin­det?)


Dazu auch und rein inter­es­se­hal­ber: Bis zu wie vie­len Sek­ten­mit­glie­dern heißt der Papst bei „n‑tv“ eigent­lich „Papst“ mit Anfüh­rungs­zei­chen? (Über­mor­gen wie­der voll kei­ne Lust auf sub­ver­si­ves Tan­zen, aber das muss ja auch irgend­wer tun.)


Ein Gott, der ein Pro­blem damit hat, dass sei­ne angeb­li­chen Geschöp­fe ein ent­spann­tes Leben füh­ren, ist ein Gott, der drin­gend dem Fach­kräf­te­man­gel zum Opfer fal­len soll­te.


Trump wirkt: „Mit Fir­men, die von CVE-Daten­ban­ken pro­fi­tiert haben, habe ich kein Mit­leid und ihr soll­tet auch kei­nes haben.“


Ach.

Das Land, für das man kämp­fen soll, fin­den gar nicht alle toll.