Es ist Montag. In der Titelgeschichte der aktuellen Sonntags-„FAZ“, in deren Vorwort es heißt, die Abhängigkeit von US-Software sei „seit Trump“ eine Gefahr, als hätte Edward Snowden nie etwas Bedeutsames getan, kommt der üble Axel Voss, der 2018 höchstpersönlich das deutsche Internet zerstört hat, dahingehend zu Wort, dass er sich um die „technische Souveränität“ der EU-Staaten sorgt. Falls noch jemand zeitgenössische Satire vermisst hat: da ist sie.
Gerade ist die Osterzeit vorbei und der kriegerische (Archivversion) Kirchentag, so evangelisch wie sonst nur Katrin Göring-Eckardt, in ausgerechnet Hannover (andererseits: „oh Gott!“ passt da ganz gut) auch, die Schwingungen aber schwingen noch. Das lässt sogar die Ersatzreligion Fußball nicht kalt: Drei derjenigen Religionsgemeinschaften, die sich miteinander wenigstens auf einen Gott einigen können (warum eigentlich nur diese drei?), trafen sich zwecks Absingens irgendwelcher Vereinshymnen passenderweise in einer Kirche, bevor selbiger Verein ein paar Stunden später auf die Glocke bekam. Ich vermute, der Gott der drei Willkürlichen hatte schlicht keinen Bock. Ab übermorgen wird ein neuer Papst gewählt, das kenne ich aus meiner Schulzeit. Ich denke mir das ja auch nicht aus.
Endlich tot ohne Chance zur Auferstehung ist wohl schon demnächst der Zombie Firefox. Quicklebendig ist, bleibt und macht hingegen: Musik.
(* Nur die Liebe und das Wetter hören nimmer, nimmer auf.)
Guten Morgen.



Könnte nicht bald mal ein um seine Einnahmen betrogener Kabarettist den Axel Voss aufgrund des Leistungsschutzrechts verklagen, weil der einem ganzen Berufsstand die Pointen mit überspitzt dargestellter Korruption und Dummheit klaut? Karma is a bitch, und so?