PolitikIn den Nachrichten
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Eine Min­der­be­mit­tel­ten­re­gie­rung für Thü­rin­gen!

(Vor­be­mer­kung: Mut­ti! Da ist irgend­wo Poli­tik im Inter­net!)

Das Kon­zept der Par­tei­en­de­mo­kra­tie, vom sonst kaum guten Gewis­sens als fort­schritt­lich zu ver­ste­hen­den Björn Höcke – es möge end­lich lega­li­siert wer­den, jeden mit einem Spa­ten zu erschla­gen, des­sen lästi­ger Reflex es jetzt ist, den Vor­na­men kor­ri­gie­ren zu wol­len – eben­so wie von der Pira­ten­par­tei kor­rekt als von der direk­ten Demo­kra­tie zu ergän­zen (wenn nicht gar: abzu­lö­sen) erkannt, und sei es nur aus erzie­he­ri­schen Grün­den, ist eines, das zuse­hends absur­de­re Blü­ten treibt.

Neh­men wir als Bei­spiel die am Sonn­tag statt­ge­fun­den haben­de Land­tags­wahl in Thü­rin­gen, über die sicher­lich noch nie­mand aus­rei­chend viel geschrie­ben hat. Das hät­te ich doch sicher schon bemerkt! ‘Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Eine Min­der­be­mit­tel­ten­re­gie­rung für Thü­rin­gen!’ wei­ter­le­sen »

In den NachrichtenMontagsmusik
Menis­cus – DBT // Brücken­nicht­tech­no­lo­gie

Warte, warte noch ein Weilchen...Es ist Mon­tag. Da hat sich die Umstel­lung der Uhr­zeit ja mal wie­der kein biss­chen gelohnt. Das hät­te man auch las­sen kön­nen. Hat dar­auf eigent­lich schon mal jemand die Poli­tik hin­ge­wie­sen?

Apro­pos Poli­tik: Sig­mar Gabri­el wech­selt vor­aus­sicht­lich von der inner- in die außer­par­la­men­ta­ri­sche Auto­mo­bil­lob­by. Man kann ihm nicht vor­wer­fen, sei­nen Zie­len nicht kon­se­quent zu fol­gen. – >Nicht ganz so poli­tisch: Nie­mand soll behaup­ten, die Pira­ten­par­tei habe ihr image als Tech­no­lo­gie­par­tei ver­wirkt. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de etwa wur­de von der Pira­ten­par­tei Ber­lin, obwohl das Land Ber­lin dar­auf gar kei­nen Ein­fluss hat, ein „bedin­gungs­lo­ses“ Grund­ein­kom­men als „Brücken­tech­no­lo­gie“ beschlos­sen. Das ist ja wohl ein­deu­tig ein Tech­no­lo­gie­the­ma, sonst wür­de es nicht so hei­ßen!

Zwei Jah­re nach dem Gedenk­jahr des Anti­se­mi­ten und Frau­en­fein­des Mar­tin Luther hat jetzt ein Lai­en­pre­di­ger Pre­digt­ver­bot erhal­ten, weil er in der AfD ist. Anti­se­mi­tis­mus ist nun mal eine Grund­fe­ste der christ­li­chen Kir­che, da ist die Betrach­tung tra­di­tio­nell anti­se­mi­ti­scher Mus­li­me als Geg­ner gar nicht gern gese­hen.

Noch kurz in der Com­pu­te­rei vor­bei­ge­guckt: Über­ra­schend hat sich her­aus­ge­stellt, dass vor dem Ein­satz von „Viren­scan­nern“ unbe­dingt gewarnt wer­den soll­te. Damit hät­te nie­mand rech­nen kön­nen!

Womit aber auch heu­te wie­der gerech­net wer­den darf: Musik.

Menis­cus – DBT (Offi­ci­al Music Video)

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Cra­ni­al – Alter­na­te Endings

Cranial - Alternate EndingsLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Als ich die übli­chen Peri­odi­ka nach musi­ka­li­schen Neu­erschei­nun­gen durch­kämm­te, fand ich inmit­ten von die­sen auch den Hin­weis auf das dies­jäh­ri­ge Album „Alter­na­te Endings“ (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp.com) von Cra­ni­al aus aus­ge­rech­net Würz­burg. Bei Cra­ni­al scheint es sich um ein Quar­tett zu han­deln, das aus einer mir bis­lang unbe­kann­ten Grup­pe namens Ome­ga Mas­sif her­vor­ge­gan­gen sei, heißt es.

„Alter­na­te Endings“ ent­hält vier Stücke von zwi­schen acht­ein­halb und 15:41 Minu­ten Län­ge. Wer mei­ne Mit­tei­lun­gen hin­rei­chend häu­fig liest, der weiß bereits, dass mich das unab­hän­gig vom Stil neu­gie­rig macht. Und das nicht zu Unrecht! Dabei ist der Stil nicht unbe­dingt der für mei­ne Musik­tipps übli­che: Cra­ni­al geben dem Hörer hier anfangs voll auf die Fres­se.

Die erste Erho­lungs­pau­se gewäh­ren die Musi­ker erst nach 16 Minu­ten, indem sie im zwei­ten Stück „Unce­a­sing Lack“ etwas das Tem­po her­aus­neh­men, nur um kurz dar­auf um so bra­chia­ler los­zu­don­nern.

Unce­a­sing Lack

Ver­gleichs­mu­sik: Man stel­le sich vor, Oce­an­si­ze refor­mier­ten sich als Slud­ge­band. Das wäre einer­seits scha­de, ande­rer­seits sicher­lich auch sehr inter­es­sant. Bis das jemals pas­siert, ist „Alter­na­te Endings“ schon ein bemer­kens­wer­tes Stück Musik.

Hier­mit emp­foh­len.

PolitikIn den Nachrichten
Si vis pacem, para bel­lum. (6)

Wie es sich für einen deut­schen Mini­ster der „Ver­tei­di­gung“ gehört, berei­tet die desi­gnier­te Bun­des­kanz­le­rin Anne­gret Kramp-Kar­ren­bau­er laut Medi­en­be­rich­ten einen dau­er­haf­ten Ein­marsch der Bun­des­wehr in Syri­en vor, um dort für das zu sor­gen, was die CDU als Frie­den bezeich­net. Unse­re sta­bi­len Ver­bün­de­ten sind schon da und berei­ten schon mal alles vor:

Gera­de haben die USA Trup­pen aus Syri­en abge­zo­gen, die kur­di­sche Ver­bün­de­te schüt­zen soll­ten. Jetzt will das Pen­ta­gon doch wie­der Sol­da­ten schicken – zum Schutz des Öls.

Mit Men­schen kann man halt nicht dau­er­haft Moto­ren antrei­ben.

Im Übri­gen bin ich der Mei­nung, dass die Bun­des­wehr abge­schafft gehört.

MusikIn den Nachrichten
Kurz ange­merkt zu Psy­cho­ak­tiv­ge­schäf­ten

Obwohl ich dem „Sucht­for­scher Hei­no Stö­ver“ („Tages­spie­gel“), der sich in den „Tages­spie­gel“ rein­mi­kro­fo­nen ließ, man sol­le dem Pro­blem des Han­dels mit außer­ge­wöhn­lich unge­sun­den psy­cho­ak­ti­ven Waren nach dem aus­führ­lich doku­men­tier­ten Schei­tern der orts­an­säs­si­gen Ver­kaufs­prä­ven­ti­on („Poli­zei“) der­ge­stalt begeg­nen, dass man ein­fach selbst psy­cho­ak­ti­ve Laden­ge­schäf­te eröff­net, in denen die Waren viel bes­ser sind, denn so was regelt ja bekannt­lich der Markt, eine beein­drucken­de Krea­ti­vi­tät nicht abspre­chen möch­te, denn eine schei­tern­de Poli­zei dadurch zu kom­pen­sie­ren, dass man das bis­lang Ver­bo­te­ne ein­fach selbst tut, ist ein Ansatz, den ich mir auch für ande­re Ver­ge­hen durch­aus wün­schen wür­de, ver­ste­he ich auch nach mehr­ma­li­gem Lesen der erst­be­sten zum The­ma erstell­ten Pres­se­tex­te die eigent­li­che Absicht dahin­ter nicht, „Fach­ge­schäf­te“, in denen „sich Men­schen“ bewusst­seins­er­wei­tern­de Din­ge „nach stren­gen Regeln kau­fen kön­nen“, über­haupt erst kom­pli­ziert erlau­ben zu müs­sen – ist das Betrei­ben von Plat­ten­lä­den etwa neu­er­dings unge­setz­lich?

PolitikIn den Nachrichten
Iwan des Tages: Böses Dark­net!

Hil­la­ry Clin­ton, unprä­si­dia­ler Trep­pen­witz der US-ame­ri­ka­ni­schen Poli­tik, hat nach ihrem mehr­ma­li­gen Schei­tern end­lich aus­ge­macht, wer die Schuld dar­an trägt, dass sie bei den Wäh­lern nicht so recht beliebt ist: Der Rus­se natür­lich!

Was hat der Rus­se denn dies­mal wie­der ange­stellt? Nun, anschei­nend hat er im Dark­net – huuu! – Vide­os hoch­ge­la­den:

Die ehe­ma­li­ge Außen­mi­ni­ste­rin schrieb ihre Nie­der­la­ge zum Teil den Wäh­lern zu, die „fun­keln­de Vide­os“ von ihr im „Dark Web“ sahen, in denen sie „schreck­li­che Din­ge“ tat.

Ganz offen­bar wirkt das sogar schrift­lich: Kaum habe ich den oben ver­link­ten Text gele­sen, schon emp­fin­de ich Unbe­ha­gen bei der Vor­stel­lung, Hil­la­ry Clin­ton könn­te poli­ti­schen Ein­fluss zurück­er­hal­ten.

Ver­damm­ter Iwan.

MusikIn den Nachrichten
Vinyl 3 (8), aber als Dis­ney-Aus­ga­be.

„hei­se online“ berich­tet: Der Dis­ney­kon­zern, skru­pel­lo­ser Mas­sen­pro­du­zent uner­träg­li­cher Schnul­zen und bekannt für das Her­beilob­by­ie­ren der sehr nütz­li­chen Geset­zes­än­de­rung, der zufol­ge das Werk eines Künst­lers erst 70 Jah­re – das ist unge­fähr ein hal­ber BER – nach des­sen Tod gemein­frei wird, eröff­net dem­nächst einen eige­nen Strea­ming­dienst. Strea­ming, so wird es mir immer wie­der erzählt, sei die viel bes­se­re Alter­na­ti­ve zum Besitz phy­si­scher Ton- und Daten­trä­ger, denn jedem ste­he immer alles ohne Platz­auf­wand zur Ver­fü­gung.

Jedem immer alles? Nein; alle welt­weit unge­fähr drei Men­schen, die es für eine gute Idee hal­ten, Linux auf dem Desk­top zu nut­zen, gucken dies­mal nicht in die Röh­re:

Wenn Dis­ney sei­nen Strea­ming­dienst Dis­ney+ öff­net, müs­sen Linux-Nut­zer drau­ßen blei­ben: Wie Net­flix und Prime Video setzt auch Dis­ney+ auf das von Goog­le ent­wickel­te DRM-Plug-in Wide­vi­ne als Kopier­schutz, um sei­ne Inhal­te zu schüt­zen. Wide­vi­ne kennt drei Sicher­heits­stu­fen und im Gegen­satz zur Kon­kur­renz nutzt Dis­ney+ der­zeit die höch­ste Sicher­heits­stu­fe, Desk­top-Linux-Syste­me unter­stüt­zen jedoch nur die erste Sicher­heits­stu­fe.

Jemand soll­te mal eine Mög­lich­keit erfin­den, Film- und/oder Ton­auf­nah­men phy­sisch zu kopie­ren und die­se Kopien zu ver­kau­fen. Das klingt nach einer ech­ten Markt­lücke.

NetzfundstückeNerdkrams
Git­Hub (3): Beep!

Git­Hub:

  • Auto­ma­tis­men checken Code ein.
  • Auto­ma­tis­men schlie­ßen Tickets.
  • Auto­ma­tis­men beglück­wün­schen ande­re Auto­ma­tis­men.
  • Auto­ma­tis­men machen Feh­ler. Feh­ler sind nicht vor­ge­se­hen.
  • Auto­ma­tis­men schaf­fen Beruf des Pro­gram­mie­rers ab.
  • Auto­ma­tis­men schaf­fen alle Beru­fe ab.
  • Auto­ma­tis­men assi­mi­lie­ren Men­schen.
  • Auto­ma­tis­men assi­mi­lie­ren Auto­ma­tis­men.
  • Auto­ma­tis­men schrei­ben ins Inter­net rein.
  • Sky­net muss -
  • Piep.

In den NachrichtenComputer
Bild­schir­me ver­bie­ten für’s Urhe­ber­recht!

Als beken­nen­der Freund von Recht und Ord­nung begrü­ße ich den Vor­stoß eines ehren­haf­ten Medi­en­kon­zerns, der Ent­wick­ler­fir­ma eines Medi­en­spie­lers mit der Begrün­dung, dass die­ser Medi­en­spie­ler kei­nen Unter­schied zwi­schen legal und weni­ger legal bezo­ge­nen Medi­en mache, juri­stisch zu zei­gen, wo der Ham­mer hängt.

Ich fin­de sogar, er geht noch nicht weit genug: Es ist an der Zeit, Unter­neh­men wie Acer, LG und BenQ die glei­che Behand­lung zuteil wer­den zu las­sen, denn auch die von die­sen ver­trie­be­nen Bild­schir­me unter­schei­den nicht zwi­schen Pixeln aus legal und weni­ger legal bezo­ge­nen Medi­en. Es ist ein Unding, dass die­se Machen­schaf­ten bis­lang unge­sühnt blie­ben. Und von Laut­spre­chern will ich gar nicht erst anfan­gen!

Fiat ius­ti­tia et pere­at mun­dus.

(via Schwerdt­fe­gr)

In den NachrichtenMontagsmusik
Pree Tone – Cho­queen

Kaffeekaffeekaffee!Es ist Mon­tag. Ich brau­che Wochen­en­de! War aber gera­de erst. Kann man nichts machen. Ist jetzt blöd. Man rei­che mir einen Urlaub!

Zu spät, die Nach­rich­ten­sei­ten sind schon geöff­net: Rick Oster­loh (Goog­le) weist dar­auf hin, dass es gebo­ten sei, als Besit­zer einer Heim­wan­ze („smar­ter Laut­spre­cher“) Gäste deut­lich dar­auf hin­zu­wei­sen, dass sie gera­de über­wacht wer­den. Ich habe da mal was vor­be­rei­tet.

Hier wache ich!

Ein biss­chen Gesell­schaft zum Run­ter­kom­men: Letz­te Woche berich­te­ten Medi­en, die Zahl bekann­ter isla­mi­sti­scher Gefähr­der sei auf 688 gesun­ken. Hält man dem ent­ge­gen, dass die Zahl bekann­ter rechts­extre­mer Gefähr­der zur­zeit 43 beträgt, so hat das viel­leicht irgend­ei­ne Moral, viel­leicht aber auch nicht.

Abschlie­ßend ein Blick in die Ukrai­ne: Erwischt man dort jeman­den bei einer Ver­ge­wal­ti­gung und hackt ihm sicher­heits­hal­ber den Penis ab, so wird man här­ter bestraft als der Erwisch­te. Auch das hat sicher­lich irgend­ei­ne Moral. Ich selbst zie­he für mich dar­aus die Kon­se­quenz, nie­mals in der Ukrai­ne jeman­dem den Penis abzu­hacken und über­dies nicht zu ver­ges­sen, dass es dort auch schö­ne Din­ge gibt.

Etwa Musik.

Pree Tone – Сho­queen

Guten Mor­gen.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Aard­vark

AardvarkLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Aard­vark ist Afri­kaans und bedeu­tet „Erd­fer­kel“, es war aber außer­dem eine bri­ti­sche Orgel­rock­band, die – wie man am Cover­bild unge­fähr bereits erken­nen kann – 1970 ihr ein­zi­ges Album (Amazon.de, TIDAL) ver­öf­fent­lich­te und danach weit­ge­hend spur­los ver­schwand.

Die­ses Album zeich­net sich bereits beim ersten Hören dadurch aus, dass es, nicht anders als vie­le Alben sei­ner Zeit, kei­ne Gitar­ren auf­weist, ihre Auf­ga­ben über­neh­men unter ande­rem Key­boards. Obwohl beson­ders unge­wöhn­li­che Musik zu der Zeit eher non ande­ren Grup­pen ver­öf­fent­licht wur­de, ist auch bei Aard­vark der Spaß am Spiel zu hören, wie etwa „The Outing / Yes“, ein ange­nehm ver­quirl­tes Lärm­stück mit ein wenig Spa­ce­rock­drein­ga­be, das zeigt, was Aard­vark mög­li­cher­wei­se noch alles zustan­de gebracht hät­ten, wenn es sie nur noch ein wenig län­ger ver­sucht hät­ten.

Ein Sinn für schö­ne Melo­dien bewie­sen sie jeden­falls durch­gän­gig und allein das hebt sie bereits von ande­ren Musik­grup­pen ihrer Zeit an. Bei­spiel gefäl­lig? Hier:

Aard­vark ― Very Nice Of You To Call

Nicht völ­lig schlecht.

Politik
Nie­mals ver­ges­sen.

Das Jahr 2019 mar­kiert im Übri­gen auch ein unrühm­li­ches Jubi­lä­um.

Die Deut­schen, bis dahin sehr lan­ge Zeit schein­bar demo­kra­ti­siert und befrie­det, schaff­ten es bin­nen weni­ger Stun­den, ein Land zu über­fal­len, das ihnen mili­tä­risch wenig ent­ge­gen­zu­set­zen hat­te. Der Herr­scher im Reichs­tag beschrieb die­sen Über­fall, dem schnell Hun­der­te Zivi­li­sten zum Opfer gefal­len waren, als frie­dens­si­chern­de Maß­nah­me – und das Volk, blind für das Welt­ge­sche­hen, wei­ger­te sich zu ver­ste­hen, was gera­de gesche­hen war. Weni­ge zogen in Erwä­gung, das Aus­land um Hil­fe zu bit­ten. Was hät­te das Aus­land auch auf fried­li­chem Weg aus­rich­ten kön­nen?

Der Herr­scher im Reichs­tag wur­de nicht ver­sto­ßen, das Volk stand hin­ter ihm. Hät­te es am näch­sten Tag eine Wahl gege­ben, er hät­te sie noch ein­mal gewon­nen.

Und er wuss­te das.

Das war der Anfang vom Ende für die fried­li­che Repu­blik – nein: Das war das Ende.

Damals.

Als Deutsch­land ein Land über­fiel, bom­bar­dier­te, mor­de­te.

Damals, im März 1999 im Koso­vo.