In den NachrichtenPolitik
Medienkritik in Kürze: Eine Minderbemitteltenregierung für Thüringen!

(Vorbemerkung: Mutti! Da ist irgendwo Politik im Internet!)

Das Konzept der Parteiendemokratie, vom sonst kaum guten Gewissens als fortschrittlich zu verstehenden Björn Höcke – es möge endlich legalisiert werden, jeden mit einem Spaten zu erschlagen, dessen lästiger Reflex es jetzt ist, den Vornamen korrigieren zu wollen – ebenso wie von der Piratenpartei korrekt als von der direkten Demokratie zu ergänzen (wenn nicht gar: abzulösen) erkannt, und sei es nur aus erzieherischen Gründen, ist eines, das zusehends absurdere Blüten treibt.

Nehmen wir als Beispiel die am Sonntag stattgefunden habende Landtagswahl in Thüringen, über die sicherlich noch niemand ausreichend viel geschrieben hat. Das hätte ich doch sicher schon bemerkt! Die Ergebnisse der Wahl lassen sich unter Nichtberücksichtigung der autoaggressiven Kleinpartei SPD überschaubar darstellen: Die „Linke“ kommt auf 31 Prozentpunkte, die AfD als zweitstärkste Partei immerhin auf 23,4. Knapp in den Landtag geschafft haben es auch die F.D.P. und die „Grünen“ mit jeweils fünf Sitzen. Klarer Wahlsieger mit einem deutlichen Plus von minus 11,7 Prozentpunkten ist aber die drittplatzierte CDU, die sich deshalb jetzt, glaubt man der „ZEIT“ oder anderen zeitgenössischen Journalismen, mit der Frage beschäftigen darf, mit wem sie regieren möchte.

Ausgeschlossen wurde ihrerseits ein Bündnis mit den „Linken“ und/oder der AfD, aber auch eine bereits in Berlin als keine gute Idee bewiesene „rot-rot-grüne“ Minderheitsregierung werde sie, die strahlende Siegerin des Wahlabends, auf keinen Fall dulden. Das trifft sich gut, denn auch die „Linke“, ausgestattet mit einem „klaren Wählerauftrag“, der leider von keiner Partei in keiner Wahl jemals korrekt als „jetzt haltet endlich mal die Fresse“ verstanden wird, würde gern mit allen reingekommenen Parteien außer der AfD diskutieren, denn dieses Fastviertel der Wähler an der Regierung zu beteiligen würde die Demokratie nachhaltig schädigen, was man von einer Regierung, die nur mit ausdrücklicher Genehmigung einer größeren Opposition – was die AfD als Oppositionsführer in diesem Fall einschlösse – überhaupt handlungsfähig ist, keineswegs behaupten könne.

Wie auch immer dieses Lehrstück in Parteipolitik ausgehen mag; sicher ist: Anschließend werden in Thüringen, ganz unabhängig von den eigenen Wahlvorlieben, nicht die appetitlichsten lupenreinen Demokraten regieren. Wenn dieses Treiben die konsensfähige Antwort darauf sein soll, dass die Wähler der zweitstärksten Partei diese Art der Koalitionsberechnung gezielt überwinden wollen, dann werde ich schlechte Nachrichten überbringen müssen, was die Wahlprognosen in den nächsten Jahren angeht.

Und niemand wird verstehen, was schief gelaufen sein könnte. Man hat doch immer eine Haltung gehabt!


Nachtrag: Eine großartige Idee schmiert derweil Christian Bangel in dasselbe „ZEIT ONLINE“ rein: Den Osten einfach umvolken!

Senfecke:

  1. brigens kommt zu Helloween bei den Englanders ein „Little Britain“-„Brexit-Special!
    Ansonsten,
    wie kriegt man einen 2,20m langgen und 250kg scheren Menschen in einen Ryan-Air Sitz unter ohne ihn letal zuverstümmeln…
    das zum Thema Koalitionsverhandlungen!
    Und es heisst Börnd Höcke!!!

  2. Wirklich erstaunlich, wie viele Menschen die Nachfolgepartei der SED (die totalitäre Partei die auf Flüchtlinge geschossen hat) wählen. Da denkt man zunächst, dass müssen junge Leute gewesen sein, Also Leute, die die DDR incl. Mauer und auf Flüchtlinge schiessen nicht mehr miterlebt haben. Waren aber grösstenteils die über 60-Jährigen.

    • Jaha, aber die AfD könnte auch auf wen schießen lassen!!!111!

      (Währenddessen tötet die Politik der EVP – also der EU-CDU – im Mittelmeer täglich Ungezählte. Böse AfD!)

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
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