Bitte in Fahrtrichtung FILENOTFOUND aussteigen.

(via Sebastian Kück)
Jetzt weiß ich endlich, wofür das Leistungsschutzrecht da ist: Um zu verhindern, dass sterbende Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ geistiges Eigentum klauen!
Inzwischen bei den Rundfunkgebühren: Schönes Transparent haben Sie da, aber leider wurde es versehentlich professionell geleert vorm Zeigen.
Es ist Montag. Die britische Polizei verkündet, dass, wer Kali Linux nutze, unter Verdacht stehe, ein Hacker zu sein. Ich halte dagegen: Wer Kali Linux nutzt, der ist ein untalentierter Heini. Man nutze lieber Pandabären. Die hacken zwar auch nicht, sind aber wenigstens putzig anzusehen.
Apropos putzig: Beim inzwischen bekannten Hamburger Linken Tom Radtke hat ein sozialmedial als „pfui, weil CDU“ zusammengefasster Jurist festgestellt (Seite 22, Spiegel hier), dass eine per WhatsApp verschickte Nachricht aus Datenschutzgründen als eigentlich öffentliche Information zu behandeln ist. Ich freu‘ mich auf die Gerichtsentscheidung.
Die Stadt Hamburg, berichtet die dort ansässige „Hamburger Morgenpost“, die sich aus Leistungsschutzgründen das Verlinktwerden verbittet, solle im Bezirk Mitte künftig eine Quote für Jugendeinrichtungen bekommen: Da 71,7 Prozent („72 Prozent“, „Hamburger Morgenpost“) der dortigen Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben, sollen auch ihre Betreuer bevorzugt eine „sichtbare Migrationsgeschichte“ (ebd.) aufweisen. Endlich macht sich Schwarzarbeit bezahlt! Scherz beiseite: Dass Hautfarbe künftig wieder eine Rolle beim Einstellungsprozess spielen soll, halte ich für eine Entwicklung, von der es wünschenswert wäre, fände sie stattdessen woanders statt. Schade um das schöne menschliche Fortkommen.
Bei der Wahl des Nachfolgers von Annegret Kramp-Karrenbauer als CDU-Vorsitzende – Jens Spahn, Armin Laschet oder Friedrich Merz – wird von „der CDU“, ist zu lesen, eine „Teamlösung“ angestrebt. Etwa aus Jens Spahn, Armin Laschet und Friedrich Merz?
Ach – Musik.
Guten Morgen.
Und dann war da noch Dr. Johannes Fechner von der SPD, die im Januar 2018 100.000 Euro von einem Herrn Dietmar Bücher, seines Zeichens Immobilienanbieter („10.000 Wohnungen in 40 Jahren“, ebd.), gespendet bekommen hat, der in einer Rede gegenüber einer Konkurrenzpartei dieser Tage vorwurfsvoll wetterte, wer 100.000 Euro an Spenden von einem „Baulöwen“ annehme, bei dem sei „klar, auf wessen Seite er steht“, nämlich: „Ganz sicher nicht auf der Seite der Mieterinnen und Mieter.“
Wie ist es eigentlich in von der SPD regierten Regionen um das Wohnungsangebot bestellt?
Ah, Valentinstag. Der perfekte Tag, um viel Zeit mit dem Internet zu verbringen!
Dort gibt es gelegentlich lesenswertes:
Experten für IT-Security haben im Moment grob zwei Ziele. Erstens: Geräte sauber von Hintertüren halten. Zweitens: Starke, verifizierte Kryptografie ohne Hintertüren ausrollen. Ihr tut das glatte Gegenteil davon. Die Schnittmenge zwischen dem was ihr tut und dem was Experten tun ist leer.
Manche nennen es Headbangen, ich nenne es angemessen zustimmendes Nicken.
Mangelnde IT-Sicherheit führt zu Rekord-Datenverlusten, berichtet IBM in einer aktuellen Studie.
Wer nicht auf seine Daten aufpasst, dem gehen die Daten auch mal verloren? Hoffentlich war die Studie nicht so teuer! Dasselbe hoffe ich im Übrigen hinsichtlich des Gehalts von Markus Feilner („iX“), der im selben Artikel schrieb:
Der aktuelle IBM X‑Force Threat Intelligence Index 2020 von IBM Security berichtet von einer deutlichen Zunahme der Anzahl der gestohlenen Datensätze 2019.
Dem Bericht zufolge sind im letzten Jahr aus falsch konfigurierten Systemen 8,5 Milliarden Datensätze entwendet worden[.] Für den Einbruch dienen Hackern überwiegend gestohlene Passworte und bekannte Softwareschwachstellen.
(Hervorhebungen von mir.)
Das Problem ist doch nicht, dass Datensätze und Passwörter („Passworte“) gestohlen worden sind, was schon fachlich schwierig sein dürfte. (Nachtrag: Zur Definition des Diebstahls empfehle ich den Konsum der hiesigen Kommentare.) Das Problem ist, dass sie kopiert worden sind. Der Besitzer der Datensätze und Passwörter („Passworte“) ist noch immer derselbe, aber jemand hat eine Kopie davon und kann auch reingucken.
Was macht Markus Feilner („iX“) eigentlich beruflich?
Darf man Björn Höcke einen Faschisten nennen? Das hängt davon ab.
„Westliche Werte“ des Tages:
Ein katholischer Priester sagte, Pädophilie töte niemanden, nachdem er Unterstützer von Abtreibung von der Kommunion ausgeschlossen hatte.
(Freie Übersetzung von mir.)
Der beste Tag für einen Kirchenaustritt war schon immer der gestrige.
Verteidiger Rudolf Mayer hielt fest, dass die Beschuldigten beim Ableben der 13-Jährigen nicht nur am Bett gesessen seien, sondern „im festen Vertrauen darauf, dass Gott eingreifen wird“, gefastet und gebetet hätten. „Es ist nicht absurd, an Wunder und Wunderheilungen zu glauben“, sagte der Jurist – „sonst wäre unter anderem auch die katholische Kirche absurd“.
Undenkbar!
Beim „SPIEGEL“ läuft zurzeit offenbar ein sozialtheoretisches Experiment mit dem Ziel, herauszufinden, wie Geheimdienste und andere Verbrecher es schaffen, so scheinbar ohne jeden Widerstand Schadsoftware auf dem Computer ihrer Opfer zu installieren. Teilnehmer sind Menschen, die JavaScript zu deaktivieren zu ängstlich sind, denn diese erhalten statt des gewohnten Qualitätsjournalismus zunächst ein russisches Roulette angeboten.

Ein Narr, wer oben drückt.
Es ist Montag. Sony hat gruselige Patente. Auch gruselig: Bei der CDU hat jemand einen richtigen Satz gesagt (meine Leser sind gehalten, diesen Satz selbst zu ermitteln) und das ärgert mich sehr. Ich will denen doch nicht zustimmen! Wo ist nur der Notfallpandabär, wenn man einen braucht?
Der „SPIEGEL“ schrieb zu einem ganz anderen Thema, ein Mädchen sei „von einem Auto“ „tödlich verletzt“ worden. Wird echt Zeit, dass mal jemand menschliche Fahrer für Autos vorschreibt. Die Dinger scheinen ja, wenn man nicht auf sie aufpasst, brandgefährlich zu sein. Andererseits schreibt der „SPIEGEL“ auch, viele Jahre nach dem „Zensursula“-Mem, Menschen, die Verschlüsselung verbieten wollen, seien Kinderschützer und nicht etwa Kanaillen.
Hinsichtlich der Gesetzgebung zu Digitalthemen sieht es zurzeit allerdings ohnehin nicht gut für freiheitsliebende Bürger aus, wie der EU-Abgeordnete Patrick Breyer laufend dokumentiert. Ein schwacher Trost: Die Musikindustrie ist immer noch traurig, weil seine Mandatsvorgängerin ihr das Internet vollends untertan zu machen sich geweigert hat. Ich weiß noch nicht, wie ich das finde, aber Bedauern empfinde ich nicht.
Linkssein muss man sich leisten können, schreibt man im „Guardian“: Anscheinend bezahlen weiße Frauen in den Vereinigten Staaten große Geldsummen dafür, dass man ihnen beim Essen erzählt, warum sie Rassisten sind. Als Film wäre diese Realität ein Kassenschlager. Wer macht’s?
Ich mache so lange etwas, was weniger Geld kostet: Ich höre Musik.
Guten Morgen.
Über Thüringen zu reden ist noch immer ohne Reiz für mich, daher möchte ich stattdessen in die andere Himmelsrichtung gucken, nämlich ins Europäische Parlament:
Ihren Wahlsieg hat Ursula von der Leyen vor allem den Rechtspopulisten zu verdanken. Denn die Stimmen aus den proeuropäischen Fraktionen hatten nicht für eine Mehrheit gereicht.
Ist es nicht ein beängstigender Gedanke, wenn deutsche Politiker mit den Stimmen von Rechtspopulisten in hohe Partei- (die Präsidentin der Europäischen Kommission ist qua Amt Mitglied des CDU-Bundesvorstands) oder gar Staatspositionen gelangen? Zum Glück hat sie sich unter dem Eindruck der an ihr geübten Kritik schnell richtig entschieden und das Amt nicht abgelegt. Sonst würde das am Ende noch Schule machen.
Mich amüsiert es doch ein wenig, dass im globalisierten 2020, auf dem Weg zur Abschaffung des Bargelds, die Kartenzahlung mitunter an der Sprachhürde scheitert:
Kassenmann schreit mich an: „Wir nehmen nur EC-Karte!“ (…)
Drei Leute gucken ihre Karten an, finden aber nur Maestro, vPay und Girocard.
Der Kassenmann: „Steck halt rein, das wird nicht funktionieren!“
Der verstörte Schwede steckt die Karte rein, gibt die PIN ein und die Kasse druckt.
Dann bin ich dran und zahle frech mit Apple Pay.
Für den Kassenmann ebenso wie für drei Leute stellte sich überraschend heraus, dass es sich gemäß momentanem Markenrecht bei einer „EC-Karte“ nicht etwa um eine Maestro- oder sonstige Debitkarte, sondern um eine Kreditkarte handelt. Es ist vermutlich müßig zu erwähnen, aber mit Bargeld wäre das nicht passiert.
Die Halbzeitrevue beim diesjährigen Super Bowl mit Shakira und Jennifer Lopez, die auf der Bühne in gewagter Kleidung tanzten, zog Zorn von rechten Christen auf sich[.] (…) [E]in christlicher Aktivist, Dave Daubenmore, geht noch weiter. In seinem Podcast „Pass the Salt“ sagte Daubenmire, dass er vorhat, die National Football League zu verklagen, weil die Halbzeitrevue ihn daran zu hindern droht, „in das Königreich des Himmels zu gelangen“.
„Raw Story“
Ich könnte mich an dieser Stelle über die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen oder über den Umgang der politischen Wettbewerber mit dem Wahlsieger auslassen, über die Vorzüge der direkten Demokratie selbst dann, wenn der eigene Kandidat vorn liegt, und darüber, dass Hass selten sympathisch macht.
Oder ich könnte hier ein niedliches Tiervideo zeigen. Das wäre weniger bescheuert.
Guckt mal!
Während alle Welt die FDP in Thüringen belästigt, macht die SPD in Niedersachsen übrigens Dinge im Internet kaputt. Nur weiter so, alle Welt. Nur weiter so.
Hei, die Twitteria eskaliert wieder. Der Grund dafür ist, dass Mario Sixtus, mir dadurch ungewöhnlich sympathisch geworden, gut begründet darüber klagte, dass in einem vollen Zug Menschen in Tötungskleidung für einen Fahrkartenpreis von 22 Euro p.P. viel Platz belegen, obwohl Auslastung und Verschleiß bei der Deutschen Bahn bereits jetzt zu hoch sind.
Der Vorwurf der Tötungskleidung scheint hierbei der entscheidende Kritikpunkt zu sein, denn es mag Menschen geben, die aus mir unklaren Gründen „zum Bund“ gehen, obwohl sie Gewalt ablehnen. Nur:
Natürlich ist der Kern des Soldatenberufs das Töten anderer Soldaten und nicht bspw. der Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser o.ä., sonst hätten Soldaten als Standardausrüstung einen Klappspaten und kein Sturmgewehr.
So weit, so richtig. Trotzdem fühlte sich ein Soldatenversteher und „systemischer Coach für Kommunikation und Konfliktmanagement“ so gereizt, dass er unbedingt dummes Zeug von sich geben musste und dabei auch versuchte, Mario Sixtus‘ vermeintlichen Arbeitgeber zu belästigen:
Mario Sixtus erdreistet sich, uns als Mörder zu bezeichnen.
Bis heute bin ich davon ausgegangen, dass wenigstens der öffentliche Journalismus keine dummen Parolen verbreitet. Eine Schande für das @ZDF! #wirdienendeutschland
(Hashtags gekürzt.)
Dass das ZDF als einer von Mario Sixtus‘ Kunden mit dem „Verbreiten“ der „dummen Parole“, Soldaten seien Menschen, die Menschen töten, gar nichts zu tun hat, hätte ein „Coach für Kommunikation“ sicherlich herausfinden können. Witzig ist das aber noch nicht, witzig ist vielmehr, dass jemand den impliziten Wunsch, jemand anderes möge auf das Verbreiten „dummer Parolen“ verzichten, mit der dummen Parole beendet, Menschen, deren Berufskern das Töten ist, „dienen Deutschland“.
Nimmt man immer noch an, ich sei Deutschland, so muss ich dieser Selbstauffassung energisch widersprechen. Mir dienen Pflege- und Rettungskräfte, Katastrophenschutz, Musiker, Bier- und Whiskyproduzenten, Programmierer und nicht zuletzt die Polizei. Sie alle in Berufskleidung (sofern vorhanden) mit mir im gleichen Zug zu wissen trübte mein seelisches Wohlbefinden nicht. Wer mir aber keinesfalls dient, sind Menschen, deren berufliche Existenzgrundlage es ist, den Iwan daran zu hindern, Ostdeutschland zurückzuerobern, und die die Zeit bis dahin überbrücken, indem sie „am Hindukusch“ (Peter Struck) Kriegsverbrechen begehen.
Vor einiger Zeit war auf Twitter in einer Welle falsch verstandener Solidarität vielfach die Forderung zu lesen, „Faschos“ mögen „aufs Maul“ bekommen. Das hielt ich für eine kontraproduktive Forderung, denn noch niemals hat jemand durch bloße Gewalteinwirkung seine politischen Ansichten wesentlich geändert, sondern sie wurden oft noch gestärkt. Es läge mir fern, Soldaten und Faschisten gleichzusetzen, denn faschistische Uniformen begegnen mir im Zug eher selten, aber ich persönlich hätte gegen den Twittertrend „Soldaten aufs Maul“ kaum vernünftige Einwände vorzubringen. Das Betreiben von Gewalt ist immerhin des Soldaten wesentliche Berufung.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.
Bei Google Photos („die Foto-App, die so smart ist wie Sie“, beleidigt mich die Eigenwerbung) kocht man auch nur mit Wasser:
Leider wurden (…) einige Videos in Google Photos fälschlich in die Archive ganz anderer Benutzer aufgenommen. Ein oder mehrere Video(s) in Ihrem Google-Photos-Konto war(en) von diesem Problem betroffen.
(Übersetzung von mir.)
Die Mitarbeiter von Google nehmen den Fakt, dass die cloud auch nur ein Computer anderer Leute ist, offenbar sehr ernst. Immerhin kann niemand mehr behaupten, es sei mit dem Risiko des Datenverlustes verbunden, dort seine Dateien abzulegen. Im Gegenteil: Neuerdings werden sogar dezentrale Sicherungskopien angefertigt.
Ob man will oder nicht.
Ein Land, das seine Bürger dafür bestraft, auf eigene Kosten dem umkämpftesten der deutschen Wohnungsmärkte etwas Linderung zu gewähren, ist ein Land, das sich jeden weiteren Zuzug von potenziell Steuerpflichtigen offensichtlich verbittet.
Es ist Montag. Die Woche beginnt mit guten Nachrichten für Vegetarier und Veganer: Die Teurer-Fraß-Kette Nordsee teilt mit, Fische seien keine Tiere. Wohl bekomm’s!
Verschluckt habe ich mich beinahe, als dieser Tweet an mir vorbeiscrollte: Offenbar muss immer ein Mitglied der Bundesregierung anwesend sein, damit eine Sitzung des Bundestags stattfinden kann, und ebenso offenbar haben Mitglieder der Bundesregierung manchmal keine Lust darauf. Vielleicht waren sie ja am vergangenen Freitag alle bei „Fridays For Future“. Auf „ZEIT ONLINE“ wird unterdessen von einem Gymnasium im Ruhrgebiet berichtet, das 13 von 800 Schülern mit „deutschem Hintergrund“ (ebd.) aufweise. Es steht genau das im Artikel, was anzunehmen ist.
Bei „mymuesli“ gibt es Müsli für bis zu zehn Euro für einen dreistelligen Eurobetrag, wenn man seine Gene abgibt. Eine „Testerin“ des angebotenen müslioptimierenden Gentests wird begeistert zitiert: „Spannend ist auch, dass meine Mutter ihn auch gemacht hat und man in den Ergebnissen die Verwandtschaft erkennt.“ Ja, huch!
Menschen, die „Causa“ sagen, wenn sie „Angelegenheit“ meinen, können nicht zu meinen Freunden zählen. Der mir daher auch zukünftig suspekte Stefan Krempl („heise online“) teilt mit, ein Gremium des Europarates habe dazu aufgerufen, Julian Assange sofort freizulassen und keineswegs zwecks plötzlichen Verschwindens in die Vereinigten Staaten zu verschiffen/-fliegen. Da die Vereinigten Staaten ebenso wie ihre europäischen Partner dafür bekannt sind, eigene Fehler bei der Bewertung von Whistleblowern demütig einzugestehen, wird das sicherlich ein großer Erfolg, der seinesgleichen suchen wird.
Witziges aus der Welt der Vernetzung: Der „smarte“ Türöffner „Nello One“ macht unter Umständen Fremden die Tür auf. Wirklich schade, dass der Hersteller insolvent geworden ist – davor hätte ja mal jemand warnen können. Genießt eure Dystopie!
Ich genieße unterdessen Musik.
Guten Morgen.