Ein größeres deutsches Qualitätsmedium lässt fragen:
Es ist ein Skandal, dass Trump die Wahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein?
Ich weiß es, ich weiß es!
Ein größeres deutsches Qualitätsmedium lässt fragen:
Es ist ein Skandal, dass Trump die Wahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein?
Ich weiß es, ich weiß es!
Es ist Montag. Die Regierungen lagern hoheitliche Aufgaben gerne mal, wie man lesen kann, ins Privatrecht aus, um keine Rechenschaft ablegen zu müssen. Das mache ich künftig auch so, wenn mir ein Unsympath – im Grunde also jeder, der kein Pandabär ist – eine blöde Frage stellt. Endlich eine Ich-AG!
Eine andere deutsche AG hat sich dieser Tage medienwirksam Daten raustragen lassen, indem wieder irgendein Idiot mit von einem anderen Idioten zu großzügig verteilten Rechten irgendwas angeklickt hat, was wie ein Link aussah. Man sei angegriffen worden, heißt es aber stattdessen, denn dann sind diejenigen, die Entscheidungspositionen innehaben und deswegen auch nicht so viel Ahnung vom Fach haben, hinreichend beruhigt und bleiben als Kunden an Bord. Ich vermisse die Zeit, in der die globale Vernetzung sich noch auf wenige Dutzend Computer beschränkte, täglich ein bisschen mehr.
Apropos Anachronismus: Der Papst hat Kinder dazu aufgerufen, Corona wegzubeten, denn nur ein Gebet könne uns alle jetzt noch retten. Ich vermisse die Zeit, in der wir wirr daherplappernde Greise noch in Rente geschickt und in Altenheimen endgelagert haben, statt den von ihnen geleiteten Unternehmungen noch zusätzliches Bimmelrecht zu gewähren. Kann ich den Säkularismus noch mal sehen?
Diejenigen, die cum deo den Nahen Osten in die Demokratie friedensbombardieren wollen, kriegen demnächst Schützenhilfe von einem anderen hierzulande begeistert umjubelten Herrn mit Visionen: SpaceX, eines der wenigen von Elon Musk tatsächlich gegründeten und nicht bloß gekauften Unternehmen, arbeitet jetzt an einer Rakete, mit der man Waffen schnell verschicken kann. Medizin und andere Dinge von moralischem Wert werden nun mal schlechter bezahlt als Dinge mit Wumms Rumms, der freie Markt bleibt eisern. Die Bundeswehr passt sich der Situation an und investiert gleichfalls in die Vorkriegszeit. Neulich feierten einige Deutsche dreißig Jahre Frieden. Welchen Frieden meinten sie damit?
Besser als Krieg: Musik.
Guten Morgen.
Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das nach dem Tod unausweichlich die Religion wechselt: Selbst Ruhollah Chomeini ist es nicht erspart geblieben, dass die Manie der Christen, jedem Toten ihr liebstes Folterinstrument beizufügen, seinen Glauben gegenüber dem ihren als belanglos kennzeichnet.

(Bildquelle: Wikipedia.)
Jemand sollte mal ein neues Todessymbol erfinden.
Mit dem Haushalt 2021 stärkt die rheinland-pfälzische Landesregierung (…) vor allem Bildung, Forschung, das Gesundheitssystem, Kommunen, Klimaschutz und eine nachhaltige Wirtschaft. (…) Die Krankenhäuser bekämen für eine flächendeckend gute Versorgung rund 37 Millionen Euro pro Jahr mehr.
„Redaktionsnetzwerk Deutschland“:
Für das kostenlose Bahnfahren stehen im Verteidigungshaushalt 2021 etwa 40 Millionen Euro bereit.
Falls noch jemand eine Relation brauchte.
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.
Überrascht davon seien drei Rechercheure von „CORRECTIV“ gewesen, teilte „CORRECTIV“ heute auf Twitter mit, wie schnell sie beim Recherchieren auf Instagram in die dortige „rechte Parallelwelt“ gezogen worden seien. Auch Donald Trump, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ heute früh, lebe in einer Parallelwelt. Unklar hingegen ist, ob die beiden sich eine Parallelwelt mit den Grünen (Jan Fleischhauer, 28. September 2019, „Focus“) teilen oder ob jeder seine eigene Parallelwelt bekommen hat.
Wo finden wir diese Parallelwelt? Eine schnelle Recherche schlägt Lappland (ZDF), Autobahnen („Süddeutsche Zeitung“), das Oktoberfest (unter anderem „Wiener Zeitung“), das Hotel Belvedere in Südtirol (schon wieder „Süddeutsche Zeitung“) und die Wormser Rheinstraße („Wormser Zeitung“) vor. Aber welche davon ist die rechte Parallelwelt und wo ist Donald Trump?
Und was lässt diejenigen, die anderen zwecks Niedrigstellung den Aufenthalt in einer Parallelwelt attestieren, eigentlich davon überzeugt sein, dass nicht sie es sind, deren Welt die parallele ist?
Den Neologismus des Covidioten (ein Mensch, der sich aus egoistischen Gründen gegen Schutzmaßnahmen gegen Corona auflehnt) hat die Gesellschaft ja inzwischen verinnerlicht, aber wie nennt man Politiker, die – wie etwa die in der Stadt Frankfurt – den Konsum von Äppelwoi wegen Corona unterbinden wollen?
Nach dem rasanten Anstieg der Infektionszahlen reagiert die Stadt Frankfurt mit verschärften Corona-Regeln. (…) An bestimmten öffentlichen Plätzen und in Parks gilt ganztägig ein Alkoholverbot[.]
Die Intention ist mir ja klar: Wo einer trinkt, da trinken oft auch mehr, und das ist nicht gern gesehen. Aber sollte man dann nicht eher das Rauchen in Parks verbieten? Trinken kann man überall, nur als Raucher bildet man Trauben um den Aschenbecher.
Das wäre auch gesunder für die Lunge.
Hihi: Zeitungsboten können nicht besser bezahlt werden, weil, äh… na… das ist sonst schlecht für die Demokratie!
Lange nichts mehr über Musik geschrieben.
Vor einigen Jahren taten sich der Saxophonist Mats Gustafsson (Fire!, The End), der Schlagzeuger Balázs Panda Pándi (Obake) und der Sololärmerzeuger Merzbow zusammen, um gemeinsam unter dem Titel „Cuts“ (2013) „beeindruckenden Krach“ (Quelle: Internet) hervorzubringen. Später fand man sich gemeinsam mit Thurston Moore (Sonic Youth, schade drum) in einem Studio ein, um das 2015 veröffentlichte Doppelalbum „Cuts of Guilt/Cuts Deeper“ (Amazon.de, TIDAL) aufzunehmen. Es ist umwerfend.
Das meine ich nicht mal nur im üblichen Sinn als Umschreibung für irgendwelche Superlative, sondern zum Teil auch wörtlich. Die vier Herren haben den „beeindruckenden Krach“ wohl auch dank des in beeindruckendem Krach erfahrenen Gitarristen in ein vielschichtiges Durcheinander verteilt, das demjenigen, der ohne Erwartungen an das Album herantritt, einen akustischen Arschtritt verpasst. Mit Anlauf. Keine Strukturen, kein Gesang, eigentlich nicht mal Melodien; nur an Rhythmus mangelt es nicht, wenngleich Balász Pándi den freiformatigen Ausflügen seiner Kollegen nur wenig Schärfe entgegenzusetzen hat. Einzig das vergleichsweise mild beginnende, sich aber bald verdichtende „too late, too sharp – it is over“ betont die crimsonesk-perkussive Seite der Quartetts; auf die es freilich hier nicht ankommt.
Das kürzeste der vier Stücke – „divided by steel, falling gracefully“ – ist über 17 Minuten lang. Schade, als Radiosingle wird da wohl nichts mehr kommen. Diese strukturelle Parallele zum auch sonst recht ähnlichen „asia“ von Boris, einem Album, das ich gefälligst dereinst auf meiner Beerdigung zu hören erwarte (bzw. eben nicht), nehme ich zur Kenntnis.
Ich empfehle gern weiter und meine das weniger misanthropisch als es wirkt. Schöne Scheibe(n).
Es ist Montag. Deutschland werde demnächst, heißt es, im Ministerrat der Europäischen Union abermals herauszufinden versuchen, wie man die „umstrittene“ (ebd.) anlasslose Überwachung aller EU-Bürger doch noch regelkonform installieren könnte. Ich könnte jetzt was zum deutschen Wesen und zur Gesundheit der Welt anfügen, aber ich lasse es. Vielleicht sollte man den Rat durch Pandabären ersetzen. Pandabären haben bessere Ideen (Essen, Schlafen) als das.
Die Auslandspresse berichtet, dass eine mögliche Nachfolgerin der verstorbenen Ruth Bader Ginsburg sich in der Vergangenheit auch für faire Prozesse gegenüber der sexuellen Belästigung bezichtigten Männern ausgesprochen habe. Der „Standard“ ist empört.
Neues von der Coronafront: Die „Tagesthemen“ interpretieren das Virus per „Meinung“ sozusagen als Strafe Gottes, weil, haha, jetzt auch mal ein Bösewicht betroffen sei. Sagen, was ist. Fast zum gleichen Thema: In Frankreich wird man neuerdings weggesperrt, wenn man in einer Kneipe einen Internetzugang anbietet und sich nicht darum schert, was die Gäste damit anstellen. Könnten ja Terroristen sein.
Deutlich besser, aber auch aus Frankreich: Musik.
Guten Morgen.

Na? Alles gut gelaufen so weit?
Gerade kein Feind da? Kein Problem, es gibt ja Viren.
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat fassungslos darauf reagiert, dass der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Hilfe der Bundeswehr bei der Corona-Kontaktnachverfolgung trotz rasant steigender Infektionszahlen kategorisch ablehnt. (…) In elf Berliner Bezirken kommen bereits Soldaten zum Einsatz, die bei der oft telefonischen beziehungsweise IT-gestützten Nachverfolgung der Kontakte von Infizierten oder in Teams für Tests eingesetzt werden.
Warum genau muss diese Aufgabe eigentlich ein Verband wahrnehmen, dessen einzig relevanter Unterschied zum Technischen Hilfswerk es ist, dass er neben dem Katastrophenschutz auch Arschlöcher dafür bezahlt, das Ausland mit Panzern und sonstigem Blödsinn in die Demokratie zu ballern, und warum beenden wir diese Farce nicht endlich, integrieren die Nichtbewaffneten ins Technische Hilfswerk und sparen eine Menge Geld?
Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Bundeswehr abgeschafft gehört.
In weiteren Nachrichten: Je weniger Nutzer Firefox hat, desto besser wird der Vorstand bezahlt. Na, ist das Leistungsprinzip immer noch so eine schlechte Idee?
Das Bundesministerium für alle, die kein Mann sind, teilt mit:
Jungen und Männer sind Unterstützer von Gleichstellung und Frauenemanzipation (…)[.] Deshalb erachtet es partnerschaftliche Gleichstellungspolitik als notwendig und zumutbar, dass Jungen und Männer Frauenemanzipation unterstützen, zurückstehen, Verzicht leisten, auch „einfach mal die Klappe halten“.
Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht im Vorwort die unverantwortliche Ministerin „Dr.“ Franziska Giffey, SPD. Ich übertreibe nicht, wenn ich schreibe: Der Wunsch wurde erfüllt.
Der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg, Florian Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen), verhinderte per Weisung, dass schwere Türen sowie andere bauliche Veränderungen im Haus Rigaer Straße 94 beseitigt wurden. (…) Bereits 2016 hatte die Berliner Polizei festgestellt, dass die Bewohner des Hauses „bauliche Veränderungen“ vorgenommen haben, durch die Rettungswege und der Einsatz von Rettungskräften beeinträchtigt wurden. Außerdem sei der Brandschutz beeinträchtigt. Florian Schmidt wies seine Mitarbeiter an, nichts gegen die Missstände zu unternehmen.
Cem Özdemir (Grüne, Bundestag):
Geht nicht um falsche Gleichsetzungen, nur merkt hier eigentlich jemand, wie sehr der Kampf gegen Rechtsradikalismus & für unseren Rechtsstaat geschwächt wird, wenn Gesetze & Verordnungen nicht für alle gelten?
Katrin Schmidberger (Grüne, Berliner Abgeordnetenhaus):
Du machst es unseren Gegnern einfach indem Du auf unserem Rücken Politik machst.

Vorwärts immer!
Gute Nachrichten: Der in einem kleinen Teil Deutschlands mit mehreren Filialen ansässige Brotbeleger FreshSub verfügt inzwischen auch über eine Online-Order:
Einfach mindestens 60 Minuten vor der gewünschten Abholzeit dieses Vorbestellformular zu uns faxen und danach kurz anrufen um die Bestellung zu bestätigen.
Online? Ja: Man muss das Formular erst runterladen.
Ich vermisse die Zeit vor der Digitalisierung manchmal schon ein bisschen.
Heute streiken mal nicht die Lokführer der Bahn, sondern, wie unter anderem der ADAC nicht ganz uneigennützig angekündigt hatte, die medial ausschließlich dann, wenn die Gesellschaft mal wieder einen Nachteil davontragen soll, auffallenden Gewerkschaftler im öffentlichen Personennahverkehr. Dennoch möchte ich meinen Beitrag von Dezember 2018, in dem es um die damaligen Streiks bei der Deutschen Bahn ging, auszugsweise zitieren: Ich möchte…
(…) nochmals anregen, bei der Digitalisierung verstärkt darauf zu achten, zuerst jene Arbeitsplätze mit Robotern zu besetzen, die für die Aufrechterhaltung von Infrastruktur notwendig sind[.]
Was ich an dieser Stelle zu erwähnen vergessen hatte, ist, dass Streiks (für die Jüngeren, die das immer wieder falsch benutzen: das ist, wenn man nicht arbeitet, obwohl man eigentlich arbeiten müsste) als Druckmittel auf die Arbeitgeber vielleicht in der Theorie eine gute Idee sind, nur stört es die Arbeitgeber, üblicherweise mit einem Auto ausgestattet, nicht im Geringsten, wenn die Busse und Straßenbahnen nicht fahren. So gesehen muss den Gewerkschaften, einst für die Rechte der Arbeitnehmer einstehend, an dieser Stelle bescheinigt werden, dass sie ausgerechnet denjenigen keinen Schaden zufügen, gegen die sie zu kämpfen behaupten; mithin: die Arbeitnehmer so lange schädigen, bis es die Chefs hinreichend langweilt.
Und das kann dauern.
Es ist Montag. Die Kasperpartei SPD möchte Jecken fürs Jecksein besser bezahlen. Falls noch jemand Fragen hatte, warum kein Geld für Bildung, Soziales und Anbau von Bambus zwecks Anlockens staatseigener Pandabären da ist: Tätää, tätää, tätääää!
Ein achtzehnjähriger Pakistani hat zugegeben, vor dem ehemaligen Sitz einer französischen Satirezeitschrift herumgemessert zu haben, weil diese Zeitschrift ein paar Zeichnungen veröffentlicht hatte, die ihm nicht zusagten. So wütend auf Bilder muss man ja auch erst mal sein. Macht Religion blöd oder sind Blöde religiös? – Apropos blöd: Kaum wird ein ehemaliger NSA-Oberst in den Amazonvorstand gewählt, vertreibt eine Tochterfirma des Konzerns praktische Drohnen für zu Hause. Für die, äh, Sicherheit. Nein, natürlich gibt es da keine Nachteile für Datenschutz und Privatsphäre, Ehrenwort. Ich wiederhole: Ehrenwort. Die ebenso ehrenwerte Grüne Jugend hat derweil erfolgreich Arbeit zum Erliegen gebracht. Grün zu wählen muss man sich eben erst mal leisten können.
In den Vereinigten Staaten hat sich jemand mit Lakritz umgebracht. Das nenne ich wahre Passion und bin ein bisschen beeindruckt, werde jedoch auch meinen eigenen Konsum künftig vielleicht etwas anders strukturieren.
Was ich aber nur in hoher Dosis wirklich genießen kann: Musik.
Guten Morgen.