#lptnds123 Vorbereitung
Nur so.
Ich rede nicht gern über mich, aber manchmal schreibe ich. Und dann schreibe ich das hier.
Nur so.
Und dann sitzt man wieder in seinem selbst errichteten Gefängnis aus Möbeln und Medien und blickt nach draußen, wo die Nachmittagssonne durch die Bäume scheint. Die Nacht unter klarem Sternenhimmel voller Perseiden erscheint unglaublich weit entfernt. Sterne waren noch nie so schnuppe wie in diesem Augenblick. Man hatte gemeinsam geträumt von (einer besseren Welt und) …
Aus meinem Sinnieren über die eigenartige Protestkultur in diesen unruhigen Zeiten werde ich unsanft herausgerissen. Im Zug neben mir sitzt ein junges Pärchen, beide offenbar nicht älter als 17, und sie sprechen unentwegt miteinander. Nun, genauer gesagt: Sie spricht, er glotzt, nur gelegentlich unterbrochen von – selbstverständlich wenig dezentem – Knutschen und Schmatzen, gefolgt von …
Zu den eigenartigsten Marotten der Menschen gehört die angestrengte Höflichkeit, das Dreschen von Phrasen als Placebo für tatsächliches Interesse an jeglicher Zwischenmenschlichkeit. So ist es etwa selbstverständlich, sich zur Begrüßung gegenseitig die Hand zu geben, ein Relikt aus Urzeiten, um dem Gegenüber zu zeigen, dass man zumindest in der gegebenen Hand keine Keule trägt, mithilfe …
… Er hatte nicht mit ihr gerechnet. Unzählige Male schon war er in dieser kleinen Stadt gewesen, hatte einen Teil der, wie die Anderen sagten, besten Jahre seines Lebens dort zugebracht und letztlich verschwendet. Er sah Freunde wie Feinde kommen und gehen, ließ seine Leidenschaften aufblühen und verwelken, wie sie ihm gerade geschahen. Es war …
Gelegentlich wirft man mir vor, ich würde hier empfohlene Musik, die nicht dem Zeitgeist entspricht, nur deshalb goutieren, ein richtiges Buch nur deshalb jedem „eBook“ vorziehen und das momentan modische Linux prinzipiell nur deshalb kritisieren, um aufzufallen. Ein entfernt Bekannter drückte es einmal so aus: „Hauptsache, gegen den Wind pissen.“ Wer aber so handelt, ist …
‘Das Damoklesschwert der eigenen Avantgarde: Elite ist ein Arschloch.’ weiterlesen »
Und aus irgendeinem Grund dann doch wieder der Blick in den Spiegel, und die Freude darüber, dass man sich wie eine Dose Obst doch noch gut gehalten hat, währt auch nur kurz, denn eine Dose Obst wird irgendwann meist ausgelöffelt, nur selbst fühlt man sich der Biotonne täglich ein Stück näher, obwohl man auch bei …
Offenbar findet zurzeit wieder eine Fußballmeisterschaft statt, wie die beeindruckende Zahl an deutschen Flaggen an jeder möglichen und unmöglichen Stelle zeigt. Natürlich dienen diese allein dem Zweck, die deutsche Mannschaft zu unterstützen, denn selbstverständlich spielen die deutschen Gurken (5 Gegentore durch die Schweiz. Die Schweiz!) weniger mies, wenn sich die Zuschauer von irgendwelchen Negerkindern in …
„Himmelen ble plutselig blodig rød – Jeg stanset, lænede meg til gjerdet mat til døden – så ut over de flammende skyerne som blod og sværd over den blåsvarte fjord og by – Mine venner gik videre – jeg sto der skjælvende av angst – og følte et stort uendelig skrik gjennom naturen.“ – Edvard …
Meine erste Entdeckung des Jahres: Jasmintee. Ein gutes Getränk. Und ihr so?
Eines der weniger ruhmreichen Kapitel in meinem Leben ist meine Konfession. Ich gestehe, ich stamme aus einer überwiegend katholischen Familie. Gerade die Familie eines meiner Elternteile ist traditionell römisch-katholisch getauft und bis zur vorletzten Generation durchaus auch noch heute kirchlich rege aktiv, und so wurde auch ich katholisch getauft, ohne, dass mich jemand um mein …
‘Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Geier. (Matthäus 24,28)’ weiterlesen »
Man latscht bedächtig durch die engen Straßen der Stadt, vorbei an Menschen, deren Hektik der offen gelebten Besinnlichkeit zuwiderläuft. Bereits von Weitem ist der Weihnachtsmarkt zu erahnen, zwar noch nicht mit Weihnachtsliedern beschallt, aber von vielfachen Stimmen und Imbissduft umwölkt. Nachdenklich sieht sich der stille Beobachter inmitten unecht lächelnder Zeitgenossen stehen und hört aus den …
Als Angestellter im öffentlichen Dienst erlebt man so manche Überraschung. Heute zum Beispiel erreichte mich neben dem gewohnten Informationsmaterial betreffs meiner Arbeitszeitvergütung auch ein Brief der niedersächsischen Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration (Männer interessieren eben niemanden), die treffenderweise Aygül Özkan heißt und somit für mindestens zwei ihrer fünf Ämter sogar ein wenig …
… und dann ertappt man sich manchmal dabei, nachzudenken über sich und sein Leben und ob man seine Zukunft, die man sich einst so rosig ausgemalt hatte, auch verwirklichen konnte, und man würde gern das Fenster aufreißen und schreien, aber man bekommt kein Wort heraus. Man schafft es nicht einmal, aufzustehen, die Last der Gedanken …
‘Die Toten Hosen – Nichts bleibt für die Ewigkeit’ weiterlesen »
Ich kam mehr als einmal in die missliche Situation, den Heimweg mithilfe mir bis dahin unbekannter Dritte bestreiten zu müssen. Eigentlich gefällt mir das, denn in der Regel habe ich währenddessen Gelegenheit, die sozialen Umstände dieser Dritten subtil zu erkunden. Herauszufinden, wieso mich die Selbstverständlichkeit, mit der sich viele Menschen in ein Schicksal, um das …