Persönliches⁠Fotografie
Beziehungs-weise

Denn eigent­lich ist das Leben nicht mehr als das Stre­ben nach Per­fek­ti­on, nach der größt­mög­li­chen Attrak­ti­vi­tät, der Kreis­lauf aus akti­vem und pas­si­ven Kon­sum, denn man ent­stand aus Kon­sum und wird eines Tages kon­su­miert wer­den, und auch in der kur­zen Zeit dazwi­schen ist man selbst die Ware, die zwar aktiv han­delt, aber eigent­lich doch nur nach …

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Persönliches⁠Mir wird geschlecht
Gleicher als die anderen (Fortsetzung).

Zu Beginn mei­ner Stu­di­en­zeit hat­te ich mich teils belu­stigt, teils ver­wun­dert über das hoch­schul­ei­ge­ne Frau­en- und Gleich­stel­lungs­bü­ro geäu­ßert. Es ist Zeit für einen Nach­trag. Heu­te näm­lich kam durch Zufall ein Exem­plar der zur­zeit gül­ti­gen Richt­li­nie gegen sexu­el­le Belä­sti­gung und Dis­kri­mi­nie­rung in mei­nen Besitz. Dar­in ste­hen gut gemein­te Hin­wei­se, was denn alles zu unter­las­sen sei. Dabei …

‘Glei­cher als die ande­ren (Fort­set­zung).’ wei­ter­le­sen »

Persönliches⁠Netzfundstücke
Der bessere Sexismus

Ich woll­te mich hier zum The­ma Sexis­mus bezie­hungs­wei­se der aktu­el­len Debat­te zu die­sem The­ma eigent­lich nicht wei­ter äußern, das habe ich an ande­rer Stel­le bereits mehr als deut­lich getan. Die Bigot­te­rie, die die­sem The­ma anhängt, haben unter ande­rem Klop­fer und die Mut­ti tref­fend the­ma­ti­siert. Eigent­lich hät­te ich es damit auf sich beru­hen las­sen kön­nen. Nun …

‘Der bes­se­re Sexis­mus’ wei­ter­le­sen »

Persönliches⁠Politik⁠Netzfundstücke
Alles Käse, die Ästhese.

Dass das Schön­heits­emp­fin­den der Gesell­schaft sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten nicht zum Bes­se­ren gewen­det hat, habe ich ja hier bereits des Öfte­ren the­ma­ti­siert. Zusam­men­fas­send sei wie­der­holt: Der momen­ta­nen modi­schen und ideel­len Ent­wick­lung von Schön­heits­idea­len kann ich nichts abge­win­nen. Ich bin ein visu­el­ler Mensch; ande­re mögen es ober­fläch­lich nen­nen. Die mensch­li­che Spe­zi­es ist eine von jahr­tau­sen­de­al­ten …

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Persönliches
Zweitausendzwölf plusminus eins

Die­ser Arti­kel ist Teil 2 von 15 der Serie Neu­jahr

… und 2013 beginnt eigent­lich auch nicht anders als 2012, mit Sekt und Feu­er­werk und Bier und Tee und Bier und Feu­er­werk, mit Sekt in der Hand und Feu­er­werk im Her­zen und Bier im Kopf und Tee in der Bla­se und Bier im Bauch und Feu­er­werk vor der Tür, wo die Leu­te schnee­fremd ste­hen und …

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Persönliches
Eigentlich.

Eigent­lich ver­misst man sie gar nicht. Man ist schließ­lich nicht zum ersten Mal allein und hat sich im Grun­de längst dar­an gewöhnt, die läng­ste Zeit des Lebens mit sich selbst zu ver­brin­gen. Eigent­lich sin­niert man nun über das Wort „ver­mis­sen“ und des­sen ego­isti­sche Kom­po­nen­te. Ist Ver­mis­sen nicht ver­mes­sen, ist Aut­ar­kie nicht exklu­siv? Eigent­lich weiß man, …

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Netzfundstücke⁠Persönliches
Die Emotionen sollen spontan, aktuell und erschwinglich sein.

Mit dem Emo­ti­on-System kann jeder sei­ner aktu­el­len Gefühls­la­ge Aus­druck ver­lei­hen. Zunei­gung, Ärger, Freu­de, Ver­bun­den­heit. Und das jeweils zu einem Preis, der im Zehn­tel- oder gar Hun­­­der­t­­stel-Cre­­dit-Bereich liegt. Klingt nach Dys­to­pie, ist aber das sozia­le Netz­werk Jap­py. (Zum Glück gibt’s Bei­spie­le für Emo­tio­nen unten drun­ter, sonst könn­te sich even­tu­ell jemand nichts dar­un­ter vor­stel­len.) Jetzt ver­ste­he ich …

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Persönliches⁠Lyrik
Sie. (Fragment 6.3, que sera)

„Ever­y­bo­dy needs someone to live by.“ – Talk Talk: Desi­re … Eigent­lich hät­te es ganz anders kom­men sol­len. Hat­te er den Frem­den nicht stets benei­det um den Platz in ihrem Her­zen, den er selbst, das wuss­te er, nie­mals wür­de errin­gen kön­nen? Nein, sag­te sie, dazu bestün­de kein Anlass, zwi­schen dem Frem­den und ihr wür­de nie­mals …

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Persönliches⁠Lyrik
Sie. (Fragment 6.2, Klimax)

„You can get addic­ted to a cer­tain kind of sad­ness, like resi­gna­ti­on to the end, always the end.“ – Gotye: Some­bo­dy I used to know … Als er aus sei­nem Traum erwach­te, war sie fort. Es schien alles so aus­sichts­reich. Er hat­te es nicht geschafft, sie davon zu über­zeu­gen, dass er trotz sei­nes äuße­ren Erschei­nungs­bil­des …

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Persönliches
Maskenball

Und dann sitzt man wie­der in sei­nem selbst errich­te­ten Gefäng­nis aus Möbeln und Medi­en und blickt nach drau­ßen, wo die Nach­mit­tags­son­ne durch die Bäu­me scheint. Die Nacht unter kla­rem Ster­nen­him­mel vol­ler Per­sei­den erscheint unglaub­lich weit ent­fernt. Ster­ne waren noch nie so schnup­pe wie in die­sem Augen­blick. Man hat­te gemein­sam geträumt von (einer bes­se­ren Welt und) …

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Persönliches
Gedanken im Zug

Aus mei­nem Sin­nie­ren über die eigen­ar­ti­ge Pro­test­kul­tur in die­sen unru­hi­gen Zei­ten wer­de ich unsanft her­aus­ge­ris­sen. Im Zug neben mir sitzt ein jun­ges Pär­chen, bei­de offen­bar nicht älter als 17, und sie spre­chen unent­wegt mit­ein­an­der. Nun, genau­er gesagt: Sie spricht, er glotzt, nur gele­gent­lich unter­bro­chen von – selbst­ver­ständ­lich wenig dezen­tem – Knut­schen und Schmat­zen, gefolgt von …

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Persönliches⁠Sonstiges
Grußlos verschwinden

Zu den eigen­ar­tig­sten Marot­ten der Men­schen gehört die ange­streng­te Höf­lich­keit, das Dre­schen von Phra­sen als Pla­ce­bo für tat­säch­li­ches Inter­es­se an jeg­li­cher Zwi­schen­mensch­lich­keit. So ist es etwa selbst­ver­ständ­lich, sich zur Begrü­ßung gegen­sei­tig die Hand zu geben, ein Relikt aus Urzei­ten, um dem Gegen­über zu zei­gen, dass man zumin­dest in der gege­be­nen Hand kei­ne Keu­le trägt, mit­hil­fe …

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Persönliches⁠Lyrik
Sie. (Fragment 6.1, unvollendet)

… Er hat­te nicht mit ihr gerech­net. Unzäh­li­ge Male schon war er in die­ser klei­nen Stadt gewe­sen, hat­te einen Teil der, wie die Ande­ren sag­ten, besten Jah­re sei­nes Lebens dort zuge­bracht und letzt­lich ver­schwen­det. Er sah Freun­de wie Fein­de kom­men und gehen, ließ sei­ne Lei­den­schaf­ten auf­blü­hen und ver­wel­ken, wie sie ihm gera­de gescha­hen. Es war …

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Persönliches
Das Damoklesschwert der eigenen Avantgarde: Elite ist ein Arschloch.

Gele­gent­lich wirft man mir vor, ich wür­de hier emp­foh­le­ne Musik, die nicht dem Zeit­geist ent­spricht, nur des­halb gou­tie­ren, ein rich­ti­ges Buch nur des­halb jedem „eBook“ vor­zie­hen und das momen­tan modi­sche Linux prin­zi­pi­ell nur des­halb kri­ti­sie­ren, um auf­zu­fal­len. Ein ent­fernt Bekann­ter drück­te es ein­mal so aus: „Haupt­sa­che, gegen den Wind pis­sen.“ Wer aber so han­delt, ist …

‘Das Damo­kles­schwert der eige­nen Avant­gar­de: Eli­te ist ein Arsch­loch.’ wei­ter­le­sen »