(… und dann ergibt sich plötzlich diese Gelegenheit, und man findet sich im Kreise unbekannter Gleichaltriger wieder, geschart um ein Feuer nach alter Feuermachtradition; “Wein, Weib und Gesang” mit enttäuschend wenig Wein, aber um so mehr Likören. Das Singen übernimmt zur allgemeinen Erleichterung die Konserve, batteriebetrieben wie damals in’nen Neunzigern und ohne MP3 und Internet drin.
Irritiert, doch amüsiert beobachtet man die Szenerie, wie Äste und Jägermobiliar Opfer der Flammen werden, ebenso verschiedene Flaschen, und dass eine dieser Flaschen im Verlauf der Nacht detoniert und unangenehme Folgen für die eigene körperliche Unversehrtheit mit sich bringt, ist einem dann so was von egal, denn man fühlt sich nicht nur zehn Jahre jünger, sondern auch zehn Jahre älter, und da macht es einem sowohl noch nichts als auch nichts mehr aus, denn immerhin ist diese Zeit auch schon wieder bald zehn Jahre her.
Wildfremde Betrunkene, die gern Bruderschaft trinken würden, stören ebenso wenig wie die klirrende Kälte um die Feuerstelle herum, denn ein Blick nach oben offenbart Grenzenlosigkeit. Während Rage Against The Machine vom Töten in fremdem Namen singen, ist all das unendlich weit weg; man würde gern seufzen, aber im Kreise unbekannter Gleichaltriger würde dem unweigerlich eine Diskussion folgen, also seufzt man still in sich hinein. Die Sterne tanzen ihren Namen. “Weil wir oben auf sind und trocken hinter den Ohren”, und der Betrunkene am Szenenrand könnte davon sicherlich ein schmutziges Lied singen, schliefe er nicht.)
“Life is what happens to you while you’re busy making other plans.”
— John Lennon


Eigentlich wollte ich einfach nur “ich mag Wurst” drunter schreiben, aber das wäre wohl ein bisschen unfair dem Blogeintrag gegenüber. Ich mag das, wenn im Internet jemand, der kein 16jähriges Mädchen ist, auch mal was gefühlsbetontes schreibt!
Jehova! Jehova!
Das klingt irgendwie schwul.
Und wer weiß schon, ob ich nicht zufällig ein 16-jähriges Mädchen bin?
Ich hätte das Foto gerne als Likörell.
Du meinst: Ausgekotzt?
Du bist ein perverser Kulturbarbar.
Spießer!
Ich erkenne ein 16jähriges Mädchen, wenn ich eines vor mir habe. Und dann renne ich, so schnell ich kann.
Angenehm, Janowski.
Das Kichern ist schneller als du, Ey Lou!
Ach, Didi; wenn ich so hieße, hieße ich lieber Spießer.
Hieße ich Spießer, wäre ich knurrig.
Hast du wieder Omas Witzbuch geklaut, du Schlingel?
Nö, bei Dir bürgt der Name für Qualität
Deshalb verwende ich Windows.
Aber was genau empfandest du eigentlich als “pervers”?
Genau: Mehr Schein als Sein.
Kotze auf Leinwand.
Von einer Leinwand war nie die Rede.
Euer Schlagabtausch ruiniert das ganze Feeling des Blogeintrags!
Ich weiß noch, ich stand selbst mal bei klirrender Kälte in einer Lagerfeuerrunde (sitzen konnte man nicht wirklich, war zu vereist), jemand hatte eine Gitarre dabei, 16jährige Mädchen waren dabei (das war was anderes, damals war ich auch noch jünger) und ich hab mich entschieden, Musik machen zu wollen! Während mein Stockbrot verkohlt ist. Das war ein sehr prägender Moment! Zum Glück gab es damals keinen Alkohol, sonst hätte ich vielleicht überlegt, eine Karriere als Alkoholiker anzustreben…
…so ein Lagerfeuer ist schon was tolles, kurz gesagt. Bzw. — nicht so sehr das Feuer, eher das, was drum herum passiert.
Ich kann nichts dafür. Tux braucht seine tägliche Abreibung.
Das Feuer ist ja nur der Katalysator für Stimmung, Wärme und dieses gewisse Ach-Gefühl. Kichernde Mädchen können einen auch dies verlieren lassen, wenn sie nur penetrant genug sind.
Lagerfeuerlieder inspirieren zum Musikertum? Mich haben sie bisher immer eher dazu inspiriert, mich zu schämen, dass ich nicht singen kann.
Ich mag Wurst.
Hilfe, ein Geist!