In meiner Sammlung obskurer musikalischer Auswüchse entdeckte ich soeben das 2010 veröffentlichte Album “Honey Drops” von London Underground, einer italienischen Psychedelic-Rock-Band.
“Psychedelic Rock” ist hier keinesfalls ein verzweifelter Versuch, das Gehörte in Schubladen zu stecken. Tief atmen London Underground die Luft ein, in der The Kinks, The United States of America und weitere Heroen mit und ohne “The” einst standen, und von dem Schweißgeruch bleibt dem Sänger vermutlich die Luft weg, denn “Honey Drops” ist ein Instrumentalalbum, aber ein wirklich gutes.
Es dominiert die Hammond-Orgel und die Lust am Covern. Von den 12 Liedern sind neun Coverversionen auf dem Album zu finden, was niemanden ernsthaft stören sollte, denn London Underground spielen nicht bloß alte Klassiker nach, sondern warten mit einem eigenen Stil auf. So klingt Arzachels “Queen St. Gang” hier ebenso wenig nach Arzachel wie Jethro Tulls “Dharma For One” hier nach Jethro Tull klingt, was selbstverständlich bedeutet, dass die Originale auch weiterhin nicht überflüssig sind. (Gerade Arzachel ist für Freunde drogenschwangeren Psychedelic Rocks ein wahrer Schatz.) Dass auch die Beatles (“Norwegian Wood”) gecovert werden, ist beinahe unvermeidlich, war doch das Album “Rubber Soul” einer der Auslöser der Psychedelic-Welle in den 60-er Jahren.
In anderen Worten und einer anderen Sprache:
All in all “Honey Drops” is a fantastic album which should please all fans of retro-prog and instrumental psychedelia.
Reinhören und mögen wird wärmstens empfohlen, zum Beispiel per YouTube.
Apropos obskur: Der bizarre Erfinder und einzige Protagonist des gleichsam bizarren Genres “Hippiepunk”, Ey Lou Flynn, sucht in seinem bizarren Blog reimbegabte Kreative, es gibt auch was zu ge-Wii-nnen (ich bitte um Verzeihung für dieses sehr vorhersehbare Wortspiel). Helft zahlreich!


Je mehr Strophen eingereicht werden, desto mehr Arbeit erwartet mich in der letzten Adventswoche. In diesem Sinne: DANKE für die freundliche Erwähnung
Verdammt, wer könnte dies nur sein?
(Nun, du sprachst von 500 Strophen. Ich will nur helfen, die armen Musiker von der Straße weg zu bekommen!)