Politik
Front: Ex.

Am Don­ners­tag hat die CDU-Grenz­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on Fron­tex unge­fähr 130 Men­schen im Mit­tel­meer ertrin­ken las­sen. Die jet­zi­gen (SPD) und künf­ti­gen (Grü­ne, sie­he auch) Bünd­nis­part­ner zeig­ten sich in ersten Stel­lung­nah­men empört: Deutsch­land sei zwar durch­aus dar­an inter­es­siert, mit Waf­fen­lie­fe­run­gen und Sol­da­ten­sen­dun­gen den Tod von Syrern zu ver­ur­sa­chen, aber im Mit­tel­meer sei das zwei­fel­los Umwelt­ver­schmut­zung und dar­um eine Frech­heit.


Apro­pos: Mar­kus Söder wol­le mehr Mini­ster aus den „neu­en Län­dern“, berich­ten die Medi­en. Wel­che Län­der meint er eigent­lich?

Nerdkrams
Magen­ta Tri­al XL

Erstaun­te Erkennt­nis des Tages (zufäl­lig): Die Deut­sche Tele­kom stellt ihren Pri­vat­kun­den besten­falls den Zugang zu einem Inter­net, das nicht nur bloß zum Teil zugäng­lich ist, son­dern über­dies – offen­bar schon seit vie­len Jah­ren – ohne tech­ni­sche Not­wen­dig­keit nicht mehr jede Nacht, son­dern alle paar Wochen kurz aus­setzt und lei­der neu gestar­tet wer­den muss, bereit.

Frü­her nann­te man so was eine Demo­ver­si­on.

Sonstiges
Ver­hält­nis mäßig

(Dass das zur Beschrei­bung des Vor­ha­bens, den Men­schen das Raus­ge­hen zu ver­lei­den, der­zeit am häu­fig­sten genutz­te Adjek­tiv auch sonst die hier gezeig­ten Bezie­hun­gen ganz gut beschreibt, ist ein zumin­dest bemer­kens­wer­ter Ein­fall des Welt­geists; wei­te­re Wort­spie­le ver­bie­ten sich dem Bezie­hungs­wei­sen frei­lich an die­ser Stel­le schon rein ethisch.)

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Plä­doy­er für eine neue Stär­ke: Sahra Wagen­knecht hat Recht.

In ihrem umstrit­te­nen Buch „Die Selbst­ge­rech­ten“ ver­wen­de­te Sahra Wagen­knecht, als über­zeug­te Kom­mu­ni­stin offen­kun­dig poli­ti­sche Geg­ne­rin der Par­tei „Die Lin­ke“, einen Satz, der nicht fol­gen­los blieb:

Die Iden­ti­täts­po­li­tik läuft dar­auf hin­aus, das Augen­merk auf immer klei­ne­re und immer skur­ri­le­re Min­der­hei­ten zu rich­ten, die ihre Iden­ti­tät jeweils in irgend­ei­ner Marot­te fin­den, durch die sie sich von der Mehr­heits­ge­sell­schaft unter­schei­den.

Sofort, sogar noch vor Erschei­nen des Buches, bewie­sen sich in den Medi­en Kom­men­ta­to­ren in der Dis­zi­plin, eine Fest­stel­lung zu bele­gen, indem man sich über sie empört, denn das Augen­merk wur­de viel­fach auf Ver­tre­ter skur­ri­ler Min­der­hei­ten gelegt, die dann auch brav zu ver­ste­hen gaben, dass sie als Min­der­heit es nicht gut fin­den, wenn eine Mehr­heit sie über­stimmt. ‘Plä­doy­er für eine neue Stär­ke: Sahra Wagen­knecht hat Recht.’ wei­ter­le­sen »

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Jour­na­li­sti­sche Rase­rei

„n‑tv“, 17. April 2021:

Immer wie­der hört man von schreck­li­chen Unfäl­len, die durch mut­maß­li­che Auto­rennen in Innen­städ­ten ver­ur­sacht wer­den. Häu­fig wer­den dabei Unbe­tei­lig­te geschä­digt. Doch das hält vie­le Raser offen­bar nicht davon ab, auf öffent­li­chen Stra­ßen wei­ter Gas zu geben.

Am besten natür­lich dort, wo kei­ne Ver­kehrs­kon­trol­len statt­fin­den. Und wo ist das?

Kei­ne Sor­ge, „n‑tv“ hilft:

Seit 2013 wird am Tag X nahe­zu flä­chen­deckend Jagd auf Tem­po­sün­der gemacht. Heu­te ist die­ser Tag. Wir sagen Ihnen, wo und wann geblitzt wird.

In dem „Arti­kel“ kommt ins­ge­samt drei­mal die Annah­me vor, man habe es mit „Tem­po­sün­dern“ zu tun. Wäre statt­des­sen nicht „Tod­sün­der“ theo­lo­gisch kor­rekt?

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: Faust – Rav­vi­van­do

Faust - RavvivandoLan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Von Faust (der Grup­pe, nicht dem Gelehr­ten) hat­te ich hier in der Ver­gan­gen­heit schon gele­gent­lich ein paar Wer­ke bewor­ben, jedoch habe selbst ich fest­ge­stellt, dass nicht jedes ihrer Alben wirk­lich gelun­gen war. Inzwi­schen weiß ich, wor­an es liegt: Die noch akti­ven Grün­der von Faust teil­ten und – wer weiß? – tei­len sich in zwei mitt­ler­wei­le offen­bar zer­strit­te­ne Frak­tio­nen auf, wovon eine von Hans-Joa­chim Irm­ler (Tasten­in­stru­men­te) und die ande­re von Jean-Her­vé Péron (Bass und Gesang) fak­tisch gelei­tet wur­de. Die oft alber­nen Gesangs­stücke des Letz­te­ren waren und sind es, die mein Unver­ständ­nis auf sich zogen.

Dass, wäh­rend Jean-Her­vé Péron sich mit dem drit­ten Ur-Faust Wer­ner „Zap­pi“ Dier­mai­er (Schlag­zeug) zumin­dest vor der Pan­de­mie noch ab und zu mal tou­rend blicken ließ, Hans-Joa­chim Irm­ler den Pro­jekt­na­men Faust auf­ge­ge­ben zu haben scheint, ist daher etwas bedau­er­lich, denn wäh­rend erste­re Faust dem Freund der ersten paar Faust-Plat­ten auch wei­ter­hin Gewohn­tes bie­ten, besa­ßen die Alben unter Feder­füh­rung des Letz­te­ren den Pio­nier­geist und den Mut, den man bei blo­ßen Nach­lass­ver­wal­tern oft ver­misst.

Das ver­mut­lich radi­kal­ste „Irmler-Faust“-Album – noch mit Wer­ner Dier­mai­er am Schlag­zeug, der spä­ter das Lager wech­sel­te – ist und bleibt bis heu­te „Rav­vi­van­do“ (Amazon.de, TIDAL) von 1999. Faust haben in ihrer Kar­rie­re unter ande­rem – gera­de bei Live­auf­trit­ten – Bohr­ma­schi­nen, Beton­mi­scher und Ton­nen als Instru­men­te ver­wen­det, nicht unähn­lich den Ein­stür­zen­den Neu­bau­ten. Wie klingt es, wenn der lie­d­ori­en­tier­te Band­flü­gel dem fern­bleibt?

Nun, unge­fähr so:

Wir brau­chen dich #6

Oder so:

Four Plus Seven Means Ele­ven

Wenn der­einst jemand über mein Leben refe­rie­ren wird, möge er zuvor beden­ken, dass ich die­ses Album mag. Ich weiß nicht, was das über mich aus­sagt, aber ich weiß, was es über die­ses Album aus­sagt. Avant­gar­de kann auch abge­hen.

Politik
Kanz­ler Reis­sack

War­um man unbe­dingt einen in der Pan­de­mie oder schon frü­her mehr­fach geschei­ter­ten Selbst­dar­stel­ler (CDU/CSU, SPD) oder eine regie­rungs­un­er­fah­re­ne Frau, die Kobalt und Kobold eben­so ver­wech­selt wie Steu­er­zah­le­rin­nen und Steue­rin­nen­zah­ler (Grü­ne), zum Kan­di­da­ten, den der Wäh­ler nicht wäh­len kann, für eine Koali­ti­on, die der Wäh­ler nicht wäh­len kann, ernen­nen muss, bleibt übri­gens auch nach Wochen des Hick­hacks noch unklar; wäre ein Sack Reis nicht völ­lig aus­rei­chend, um alle nöti­gen Regie­rungs­ge­schäf­te (über­wie­gend schwei­gen, manch­mal umfal­len) zu lei­ten?

PolitikIn den NachrichtenMontagsmusik
stadt­fisch­flex – der zahn // Dunk­le Modi in Thü­rin­gen

Hmpf.Es ist Mon­tag. Mit einem nur wenig ande­ren Fokus hät­te es end­lich wie­der Nach­rich­ten über Pan­da­bä­ren geben kön­nen, aber statt­des­sen haben For­scher Affen und Men­schen mit­ein­an­der ver­chi­märt. Gerüch­te, dass es dabei um die Erfor­schung typi­scher Bahn­in­sas­sen ging, ent­beh­ren wahr­schein­lich jeder Grund­la­ge.

Ich fürch­te, die­se Woche beginnt wie­der mit etwas Poli­tik, aber wir sind ja hier nicht auf Twit­ter: Das Kul­tus­mi­ni­ste­ri­um Hes­sen, schreibt die „WELT am Sonn­tag“, habe Leh­rer des Lan­des dar­auf hin­ge­wie­sen, die Ver­wen­dung von Moham­med-Kari­ka­tu­ren im Unter­richt kön­ne gefähr­lich sein. Das ist eine ziem­lich kom­pli­zier­te For­mu­lie­rung dafür, dass das hes­si­sche Innen­mi­ni­ste­ri­um sei­ne Arbeit nicht anstän­dig macht. Wer regiert da? Schwarz-Grün? Ah, kei­ne wei­te­ren Fra­gen, vie­len Dank. – Ver­rück­ter Zufall auf der ande­ren Sei­te der „ehe­ma­li­gen“ Gren­ze: Nur vier Tage, nach­dem die thü­rin­gi­sche Lan­des­re­gie­rung sich dar­über gefreut hat, dass an den natür­lich wie­der offe­nen Schu­len flä­chen­deckend Coro­na­tests ver­füg­bar sei­en, wer­den die ersten Coro­na­pa­ti­en­ten aus Platz­grün­den nach Ham­burg geflo­gen. Kei­ne Ahnung, wie das jetzt wie­der pas­sie­ren konn­te.

Sehr gute Fra­ge aus der EDV: War­um gibt es Web­sites und Pro­gram­me, die einen hän­di­schen Umschal­ter für dunk­le Farb­sche­ma­ta haben, statt sich nach den Ein­stel­lun­gen des Betriebs­sy­stems zu rich­ten? Den bis­her ein­zi­gen wenig­stens amü­san­ten Nacht­mo­dus habe ich auf tonsky.me ent­deckt. Ich erwä­ge die­se Idee irgend­wann mal zu klau­en.

Was ich bis dahin aber flei­ßig zu klau test­hö­ren gewillt bin: Musik.

der zahn

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Keming im Zemt

Alle Wit­ze über auf­grund des Zei­chen­ab­stan­des miss­lun­ge­ne Auf­schrif­ten wur­den wahr­schein­lich schon gemacht und uns könn­te das nie­mals pas­sie­ren? Schlech­te Nach­rich­ten aus der Kate­go­rie „inter­es­san­te Tri­via“: Das Wort „Zenit“ soll­te eigent­lich „Zemt“ hei­ßen, aber irgend­ein Mönch hat­te beim Abschrei­ben eine fürch­ter­li­che Hand­schrift.


Auch rich­tig: Klar kann man einen Platz „Bürger[Gendermittelfinger]innenplatz“ nen­nen, aber damit sind eben nicht alle Men­schen gemeint.

PolitikIn den Nachrichten
Ber­lin vene­zue­lern! (4)

Es gab einen her­ben Rück­schlag beim Ver­such, den letz­ten ver­blie­be­nen Ver­mie­tern in Ber­lin das Inter­es­se dar­an zu ver­lei­den, über­haupt noch Miet­woh­nun­gen anzu­bie­ten:

Kla­re Nie­der­la­ge für Rot-Rot-Grün: Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat den Mie­ten­deckel für „ins­ge­samt nich­tig“ erklärt.

Das bedeu­tet nicht, dass es ver­fas­sungs­wid­rig wäre; es ist sogar der­ma­ßen miss­ra­ten, dass es nie­mals Bestand hat­te. Das Ver­fas­sungs­ge­richt zeig­te immer­hin die Mil­de, der Ber­li­ner Legis­la­ti­ve die rele­van­te Grund­la­ge des Jura­stu­di­ums gra­tis zusam­men­zu­fas­sen:

Die Ent­schei­dung des Zwei­ten Senats fiel klar aus, wie die Begrün­dung zeigt. Sie kommt wie ein Repe­ti­to­ri­um im Staats­or­ga­ni­sa­ti­ons­recht daher.

Ber­li­ner Ver­mie­ter dürf­ten nun Miet­nach­zah­lun­gen for­dern, eini­ge haben aber bereits ver­spro­chen, davon abzu­se­hen. Ver­damm­ter Raub­tier­ka­pi­ta­lis­mus!

Die Schuld­fra­ge immer­hin war in sozia­len Medi­en schnell geklärt: Jour­na­li­sten sowie Ver­tre­ter von Grü­nen und SPD befan­den, das Gesetz sei völ­lig in Ord­nung gewe­sen, hät­ten CDU und F.D.P. bloß nicht geklagt. Das ist ähn­lich wie bei Coro­na. Das hat man auch nicht, wenn man sich nicht testen lässt.

Die SPD hat bereits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass man das Gesetz, das nur auf Bun­des­ebe­ne ein­ge­bracht wer­den dür­fe, dann eben auf Bun­des­ebe­ne ein­brin­gen müs­se. Mensch, die­se SPD soll­te man echt mal wäh­len. Die wür­de ja alles anders machen, wenn sie nur mal regie­ren dürf­te.

Kurt Tuchol­sky, heißt es, habe ein­mal gesagt, in Deutsch­land gel­te der, der auf den Schmutz hin­wei­se, als gefähr­li­cher als der, der den Schmutz ver­ur­sacht habe. Mein­te er das damit?

PolitikIn den Nachrichten
Hoff­nung Dexit (6): Das Täter­volk.

Dass die AfD am ver­gan­ge­nen Sonn­tag das – hu! hu! so was sagt man doch nicht – Huf­ei­sen kom­plet­tiert hat, indem sie sich der Über­zeu­gung der DKP ange­schlos­sen hat, dass näm­lich die Euro­päi­sche Uni­on gar nicht so gut sei, hat erstaun­li­cher­wei­se medi­al nicht dazu, dass man der AfD Nähe zu Kom­mu­ni­sten unter­stellt hät­te, son­dern zu einer Wel­le der Soli­da­ri­tät mit der Euro­päi­schen Uni­on geführt.

Das wäre weni­ger selt­sam, fie­le nicht die­sel­be Euro­päi­sche Uni­on immer mal wie­der – zuletzt mit den nicht gezo­ge­nen Kon­se­quen­zen aus den Arti­kel-13/17-Demon­stra­tio­nen – dadurch auf, dass sie sich um die Soli­da­ri­tät ihrer Völ­ker, des nomi­nel­len Sou­ve­räns, kaum schert. Dass das sein Eben­bild in natio­na­len Gesetz­ge­bun­gen fin­det, die das viel gefor­der­te „Hören auf die Wis­sen­schaft“ längst durch „YOLO!“ ersetzt zu haben scheint, ist zwar ver­meint­lich fol­ge­rich­tig, aber doch nur fol­ge­falsch.

„Nicht gezo­ge­ne Kon­se­quen­zen“ war, zuge­ge­ben, nicht ganz rich­tig, denn die Demon­stra­tio­nen gegen „Upload­fil­ter“ (also den Arti­kel 13, der irgend­wann Arti­kel 17 hieß) hat­ten zumin­dest auf die jewei­li­ge natio­na­le Gesetz­ge­bung Ein­fluss. Zum Glück ist etwa die SPD, die sich gegen die Ein­füh­rung von Upload­fil­tern aus­ge­spro­chen hat­te, an der Legis­la­ti­ve betei­ligt, denn des­halb kommt es nicht so schlimm wie befürch­tet; son­dern schlim­mer:

Das Kon­zept der „mut­maß­lich erlaub­ten Nut­zun­gen“ auf Platt­for­men wie Face­book und You­Tube im Urhe­ber­recht, mit dem laut der Bun­des­re­gie­rung als erlaubt gekenn­zeich­ne­te Inhal­te im gering­fü­gi­gen Maß nicht schon vor­sorg­lich durch Upload-Fil­ter blockiert wer­den dür­fen, könn­te Anwen­der in die Bre­douil­le brin­gen. Der Nut­zer haf­te dabei teils als Täter, gab Chri­sti­an-Hen­ner Hentsch von der Köl­ner For­schungs­stel­le für Medi­en­recht am Mon­tag bei einer Anhö­rung im Bun­des­tag zu beden­ken.

Von der Euro­päi­schen Uni­on, las ich heu­te ermü­dend oft, habe man als deut­scher Staats­bür­ger fast nur Vor­tei­le. Wel­che waren das noch mal – dass schlecht bezah­len­de Unter­neh­men ihre Pro­duk­te für weni­ger Steu­ern ins Aus­land ver­kau­fen kön­nen?

Es ist nicht alles schlecht in Groß­bri­tan­ni­en.

In den NachrichtenMontagsmusik
zeug – Duen­de // Schwarz ohne Grau­stu­fen

Erst mal Frühstück.Es ist Mon­tag. Die Par­tei der Huma­ni­sten („die ratio­na­le Stim­me der unauf­ge­reg­ten Fak­ten“) jubel­te letz­te Woche, sie habe jetzt 1.800 Mit­glie­der. Wenn das unauf­ge­regt sein soll, was ist dann erst ein Pan­da­bär?

Die Über­ra­schung des bis­he­ri­gen Monats ist, dass es gar nicht gegen Viren schützt, wenn man nur so tut, als lie­ße man sich gegen sie imp­fen. An zwei­ter Stel­le der Über­ra­schungs­rang­li­ste steht ein Wäsche­trock­ner, der täg­lich giga­byte­wei­se Daten mit unbe­kann­ten Gegen­stel­len aus­tauscht. Wes­sen Idee war es, in einen Wäsche­trock­ner Inter­net rein­zu­ma­chen, und war­um ist Tee­ren und Federn nicht mehr en vogue?

Ande­res kommt wie­der in Mode: Mar­xis­mus ist nicht tot, Mar­xis­mus kauft sich jetzt Vil­len. Ande­rer­seits könn­te das ein US-ame­ri­ka­ni­sches Phä­no­men sein, in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten funk­tio­nie­ren auch Natur­ge­set­ze anders; so mut­maßt etwa die „News­week“, ein gefun­de­ner mensch­li­cher Schä­del könn­te einer ver­miss­ten Per­son gehö­ren und nicht etwa – das steht da nicht – vom Baum gefal­len sein. In ande­ren Berei­chen möch­ten sie hin­ge­gen über­mä­ßig genau sein und regen sich zum Bei­spiel sehr dar­über auf, dass bei den „Simpsons“ Figu­ren, die nicht gelb („weiß“) sind, von Wei­ßen syn­chro­ni­siert wer­den. Ein lös­ba­res Pro­blem, befan­den die Macher und las­sen jetzt eine mexi­ka­ni­sche Figur statt von einem New Yor­ker von einem Kuba­ner syn­chro­ni­sie­ren. Macht ja nichts. Sind ja alle gleich, die­se Schwar­zen.

Kei­nes­wegs immer gleich hin­ge­gen: Musik.

zeug – Duen­de

Guten Mor­gen.