In den NachrichtenNerdkramsWirtschaft
Neues aus Neuland: Mit der #zen­suii gegen Werbungsüberspringer.

Erinnert sich noch jemand an das kur­ze Aufflammen der Netzbewegung im Jahr 2009, das auch die tech­nisch geringst­ver­sier­ten Journalisten dazu moti­viert hat­te, sich wenig­stens ober­fläch­lich mit der Funktionsweise des Internets zu beschäf­ti­gen, um süf­fi­sant erklä­ren zu kön­nen, war­um der von Ursula „Zensursula“ von der Leyen (CDU) gefor­der­te DNS-sei­ti­ge Kinderpornofilter nicht nur nicht wirk­sam, son­dern über­dies kon­tra­pro­duk­tiv sei, wor­auf­hin selbst in Haushalten ohne beson­de­re EDV-Kenntnisse oft freie DNS-Server wie die von Quad9 anstel­le derer des Zugangsanbieters ein­ge­stellt wurden?

Hoffentlich wur­de die­se Einstellung seit­dem nicht rück­gän­gig gemacht:

Die Clearingstelle Urheberrecht im Internet (CUII) ist eine gemein­sa­me Initiative von betrof­fe­nen Unternehmen, Branchenverbänden und Internetzugangsanbietern, die die Sperrung struk­tu­rell urhe­ber­rechts­ver­let­zen­der Webseiten prüft. Heute hat sie die Sperrung der Webseite S.TO SERIEN STREAM auf­grund von urhe­be­rechts­ver­let­zen­den Inhalten ver­an­lasst. Mit einer Domain-Name-System-Sperre (DNS-Sperre) kön­nen Provider den Zugriff auf eine sol­che Seite für Ihre Kunden beschränken.

Dass die Bundesnetzagentur, dem Wirtschaftsministerium (CDU) unter­stellt, die Seite in der eige­nen Bekanntmachung angibt, ist immer­hin als net­ter Dienst an die­je­ni­gen zu ver­ste­hen, die mal gucken wol­len, ob ihr DNS-Server noch funk­tio­niert. Dass die­je­ni­gen, die das beja­hen kön­nen, auf „der Webseite S.TO SERIEN STREAM“ nicht nur die gewohn­ten Inhalte, son­dern auch einen Hinweis dar­auf sehen kön­nen, dass der Wechsel einer Domain deut­lich weni­ger Zeit- und Geldaufwand mit sich bringt als der Zwang dazu, die­sen Wechsel zu vollziehen.

S.to / SerienStream.to wird zu Serien.sx - Wir sind ab sofort nur noch unter der neuen Domain Serien.sx erreichbar.

Die Frage, war­um die­se Dienste über­haupt Kunden haben, scheint sich der „Clearingstelle Urheberrecht im Internet“ dabei über­haupt nicht zu stel­len, obwohl die Antwort auf die­se Frage dabei hel­fen könn­te, die Ursache für die Existenz sol­cher Streamingportale zu erken­nen und zu behe­ben; dass näm­lich Serien, die legal kon­su­miert wer­den, ent­we­der zu gro­ßen Teilen aus Werbeblöcken oder - bei ver­meint­li­chen Kaufversionen - aus Trailern, Urheberrechtswarnungen und son­sti­gen Verschwendungen bestehen, die man mit­un­ter nicht mal über­sprin­gen kann. Vielleicht wäre es für alle Beteiligten ein­fa­cher, man hör­te auf, zah­len­de Kunden zu belä­sti­gen; dann hät­te viel­leicht auch wie­der jemand Lust, zah­len­der Kunde zu sein.

Oder man macht das mit den Fähnchen Stoppschildern.

(sie­he auch Fefe.)

Senfecke:

  1. Meiner Meinung nach ist die ein­zi­ge benut­zer­freund­li­che und lega­le Art sich Filme zu kau­fen die gute alte DVD.
    Diese kann man ohne wei­te­res mit dd 1 zu 1 auf die eige­ne Platte kopie­ren und mit VLC anschau­en. Auch das rip­pen geht mit ent­spre­chen­den Tools recht einfach.
    Einzig allein die Lieferzeit und die gerin­ge Auflösung spre­chen gegen die­se Variante.

    Streamingdienste kann man auf­grund der Fragmentierung lei­der ver­ges­sen (gäbe es alle Inhalte bei Netflix wäre dies wie­der­um eine Überlegung wert), Filme auf Amazon kau­fen kommt wegen den Kopierschutz auch nicht in Frage (wenn ich etwas kau­fe, möch­te ich das kopier­schutz­frei haben) und sel­bi­ges gilt bei BlueRays.

    Die Musikindustrie, die E-Book Branche und teil­wei­se die Spielebranche (GoG) haben das ja auch auf die ket­te bekom­men. Nur die Filmindustrie wehr sich vehe­ment dagegen.

  2. Also pre­mi­um­sim aus dem O2 Netz hat­te schon schön gesperrt. Das schö­ne ist, dass 9.9.9.9 bei /e/ auto­ma­tisch als Alternative drin war 

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