Aus der Reihe „Überschriften aus der zynischen Zukunft“: „ZEIT ONLINE“.
16-Jähriger fährt mit Motorrad auf Auto auf: Krankenhaus
tux0r hat das gelesen: Hopfen.
Aus der Reihe „Überschriften aus der zynischen Zukunft“: „ZEIT ONLINE“.
16-Jähriger fährt mit Motorrad auf Auto auf: Krankenhaus
tux0r hat das gelesen: Hopfen.
Es ist Montag. netz10 berichtet, wie man „mit Style seinen Thirst expresst“. Kann ich diesen Kommunismus noch mal sehen?
Zum Thema Kommunismus auch: Microsoft, entnehme ich den EDV-Nachrichten, wolle WordPad, das mittlerweile einzige halbwegs erträgliche Briefschreibprogramm von Microsoft, künftig nicht mehr anbieten, damit die Leute gefälligst stattdessen das scheußliche Microsoft Office kaufen oder mieten oder so. Jetzt reicht’s. Revolution nachher um 1?
Apropos Computer; durchaus berechtigte Frage aus dem Internet: Wenn man sich eine, räusper, Privatkopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes besorgt, warum wird man dann um einen Nachweis gebeten, dass man kein Roboter ist? – Schöne Idee unterdessen: Tastatur mit Wählscheibe. Die Definition einer mechanischen Tastatur hat damit einen neuen Aspekt erhalten. Tasten sind neumodischer Firlefanz. – Interessante Feststellung auch: Die vermeintlichen Konventionen in der Softwareentwicklung sind eigentlich gar keine und oft richten sie mehr Schaden als Nutzen an. (Kann man Nutzen überhaupt anrichten?) Ich habe selbst irgendwo Code herumliegen, der semantisch versioniert wird. Vielleicht sollte ich damit aufhören.
Dass die programmatisch seltsame Bayernpartei mal die am wenigsten unangenehme Partei Bayerns sein würde, hätte ich vor ein paar Jahren ja auch noch nicht vermutet. Mittlerweile jedoch spielen die übrigen Parteien dort im Wesentlichen Kasperletheater: SPD und Grüne etwa „werfen“, schreibt die „tagesschau“ (Archivversion), „Söder Machtkalkül vor“. Die ärgern sich bestimmt, dass sie noch nicht selbst auf diese Idee gekommen sind. Im Oktober wird in Bayern gewählt, bestimmt hat das alles nichts miteinander zu tun.
Apropos Symbolik: Um es dem Iwan mal so richtig zu zeigen, verstrahlen die USA künftig den Boden der Ukraine. Nimm dies, Putin. Wir haben bald alle zwölf Finger und drei Köpfe (an jedem Finger). Für Freiheit und Demokratie.
Hat zumindest Hand und Fuß: Musik.
Guten Morgen.
„tagesschau“ (Archivversion):
Starke Regenfälle haben das „Burning Man“-Festivalgelände in der Wüste Nevadas in eine Schlammschlacht verwandelt (…). Die Organisatoren riefen die Gäste zu sparsamem Umgang mit Wasser (…) auf.
Ich hätte da ja einen Lösungsvorschlag.
(Pass auf dich auf und jetzt tschüss. Es gibt Beziehungen, die mit diesen Worten enden, aber das wohl unerotischste derjenigen Unternehmen, denen – ich bin ja einer dieser neureichen Schnösel, die Autofahren so anstrengend finden, dass sie lieber eine BahnCard 100 ihr eigen nennen – ich jährlich einen größeren vierstelligen Betrag zukommen lasse, verabschiedet auf diese Weise ihre Beförderungsfälle („Fahrgäste“); jedenfalls diejenigen, die der oft parodierten englischsprachigen Ansage, senk ju for träwwelling, zuhören. Von der Notwendigkeit, auf mich aufzupassen (macht ja sonst keiner), erfahre ich als deutschsprachiger Fahrgast nichts. Das muss Teil dieses schleichenden Bevölkerungsaustausches sein, vor dem mich schreckliche Menschen seit Jahren zu warnen versuchen.)
Christian Borys (…) erklärte, religiöse Ikonen würden oft mit Waffen dargestellt, wie etwa der meist mit Schwert gezeigte Erzengel Michael. In der Vergangenheit seien während Kriegen schon oft religiöse Ikonen als Quelle für moralische Unterstützung genutzt worden.
Wikipedia
Ach so. Na dann.
Das Leistungsprinzip – ich würde ja gern mal die Bundesminister beim Sport beobachten – scheint mir eine großartige Idee (Archivversion) zu sein:
Aktuell sind nur noch 19 Prozent mit der Arbeit der Ampelkoalition von SPD, Grünen und FDP sehr zufrieden beziehungsweise zufrieden (-2 im Vergleich zu Anfang August). Vier von fünf Deutschen (79 Prozent) sind damit weniger beziehungsweise gar nicht zufrieden (+1).
Wahlen sind erst 2025 wieder. Revolution geht leider nur am Wochenende, da haben wir frei. Nächste Woche im selben Kino: Huch, wo kommt die AfD denn jetzt her?
Beobachtung im Supermarkt: Warum werden Zigaretten an der so genannten „Selbstbedienungskasse“ eigentlich weggeschlossen, Süßwaren jedoch nicht? Die würde ich viel lieber klauen.
Kurze Durchsage von Franz Josef Wagner („BILD“), dessen Mitteilungen ich sonst zwar nur aus Parodien kenne, der aber wohl tatsächlich so bekloppt schreibt wie es sich für die „BILD“ gehört: Irgendwelche Naziflugblätter seien keine „Jugendsünden“, denn „Jugendsünden“ seien „fröhlich“, zum Beispiel besoffen im Gefängnis sitzen.
(Meine Jugendsünden waren ja auch immer nur bis zum nächsten Morgen fröhlich. Ich habe Dinge geraucht, die man besser nicht rauchen sollte, ich habe Partys gefeiert, von denen es bis heute erfreulich ist, dass niemand von der Justiz eingeladen worden war, und einmal habe ich sogar die SPD gewählt. Wann diese Jugend bei mir vorüber ist, verrate ich vielleicht später mal. Nur eine „BILD“ habe ich nie in der Hand gehabt.)
Apropos Jugendsünden. Ärgerliches Erlebnis der Woche: Gestern traf ich mich mit hochrangigen Vertretern einer größeren Partei zwecks Überprüfung, ob wir einander in der Kommunalpolitik (noch etwas mehr als drei Jahre bis zur Wahl, nur noch drei Jahre, drei Jahre… klingt viel schöner als „Om“, oder?) vielleicht von Nutzen sein könnten. Die Fragen aus dem Plenum bestanden – neben den sicherlich sinnvollen Fragen, wo denn mögliche Themenüberschneidungen zu finden seien – mehrheitlich im Kern aus „ich hab dich gegoogelt, da steht, du hättest schon mal unbedacht gehandelt“. Ja, habe ich. Dass das (nicht aber meine hinreichend häufigen Ausführungen zu den Hintergründen) den Großteil dessen ausmacht, was man über mich finden kann, ist genau der Grund, dass man seitdem kaum Neues finden kann.
Mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach, doch schon mal ein Testament zu entwerfen, um die Dinge nach meinem Tod angemessen regeln zu lassen. Sonst kommt von denen noch einer auf die Idee, mir einen Grabstein hämmern und „hier liegt tux0r, er war auch mal blöd“ draufschreiben zu lassen.
Till Lindemann ist der neue Jörg Kachelmann (Archivversion).
Treffende Zusammenfassung des FreeBSD-Entwicklers Poul-Henning Kamp (2012): Computer sind heute nur deswegen so grauenvoll programmiert, weil in den 70ern die Hardware schlecht war und später keiner mehr Bock hatte, den alten Kram grundlegend aufzuräumen. Mein spätes sarkastisches „na, vielen Dank auch!“ an diejenigen Entscheider, die das Multics-Projekt beendet hatten. Unix und seine Simulanten seien, zitiere ich von woanders, kaum mehr als polierte Scheiße. Passt.
Schöne Idee: WordPress-Plugin, das auf einen fehlenden Werbeblocker hinweist. Gleich mal installiert. (via jwz)
Zwar ist die von Ihnen ins „Spektrum der Wissenschaft“ weitergetragene Erkenntnis von „Forschenden“ (vielmehr wohl: Geforschthabenden), dass „wir“ nämlich mit „dem Handy in der Hand“ die Chance „verpassen (…), neue Leute kennen zu lernen“, inhaltlich sicherlich richtig. Aber „verpassen“ ist so ein wertendes Wort.
Allein auf der Grundlage Ihrer bisherigen Erfahrungen mit der Menschheit an sich: Würden Sie behaupten, die meisten Menschen kennenzulernen sei ein Gewinn?
(Gleich morgen kaufe ich mir drei neue Smartphones. Nur zur Sicherheit.)
Es ist Montag. Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: „Kleingärtner aus Nienburg erntet Riesenkohlrabi“ („Mitteldeutsche Zeitung“). Wir sind wieder wer.
Ansonsten läuft es für Deutschland und die angeschlossene Europäische Union (kann weg) ja exakt so wie erwartet: Nicht nur weigern sich die sanktionierten Chinesen, keine eigene Chipfabrik zu bauen, um sich so unabhängig von dem neofeudalen Westen zu machen, nein: auch der Iwan ist trotz aller Sanktionen immer noch nicht pleite. So ein Frechdachs! Die deutsche Außenministerin, wirtschaftskompetent wie nur wenige vor ihr, sei zwar „enttäuscht“ davon, erfuhr ich amüsiert beim greisen ZDF (Archivversion), hat aber als Grund für den ausbleibenden Erfolg (wieso, klappt doch, mein Geld wird weniger) eine einleuchtende Lösung parat: Russland sei eben keine Demokratie. Natürlich ist das die einzig mögliche Erklärung. Aber könnte man es dann nicht auch einfach lassen?
Neue Episode in der beliebten Serie „Wir leben im falschen Realitätszweig“: Für Emojis ist Platz, aber für Text nicht. Es war eine außerordentlich bescheuerte Idee, normale Menschen ins Internet reinzulassen. Kann ich Gopher noch mal sehen? – Apropos „normale Menschen“: Divers ist, was man morgens in der U‑Bahn sieht. Was dort nicht vorkommt, ist nicht die Lebenswirklichkeit der meisten Menschen. Immerhin wird der Wein billiger (Archivversion), weil nach Corona einfach zu wenig davon getrunken wird. An mir liegt das nicht.
Diese Blogosphäre funktioniert zu meinem Erstaunen immer noch. Da empfiehlt man mal ungewohnt melancholische Musik, schon wird’s postwendend heimgezahlt. Dem angemessen ungehaltenen Textnachbarn meinen Dank für den Geisterpfeifenfisch. Rauchiger Depripunk. Mir fallen sofort diverse Gelegenheiten ein, anlässlich derer ich das laut aufdrehen könnte.
Was mir auch einfällt, weil heute Montag ist: Doom.
Guten Morgen.
Ein bosnischer Priester hat mit einer Predigt zum Thema Migration für Aufsehen gesorgt. (…) Laut Vincetićs Meinung sollten Geflüchtete ihren Glauben aufgeben, damit sie im Aufnahmeland Nahrung erhielten. (…) Dabei äußerte er auch Kritik an der EU, da diese in ihrer Verfassung keinen Gottesbezug habe.
Mit harten Worten geißelte Kanzler Olaf Scholz (SPD) jüngst Kriegsgegner (…): Friedensaktivisten seien „gefallene Engel aus der Hölle“, erklärte er am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung in München[.]
Erst mal eine Ziege opfern. Sicher ist sicher.
Der WordPress-Editor ist scheiße. Ich warte mal den Applaus des Publikums ab, bevor ich weiterschreibe.
Also: Der WordPress-Editor ist scheiße. Dass Automattic versucht, den wirklich schlimmen „Gutenberg“-Editor, der sich zweifellos an Designer und nicht an Autoren richtet, anstelle des vorhandenen (zugegeben: etwas langweiligen) Textfeldes, mit dem man einfach nur schreiben konnte, als alternativlos zu definieren, mindert dieses Urteil in keiner Weise.
Als jemand, der einfach nur schreiben möchte, kann ich mit diesem anstrengenden Unverständnis davon, wie man schreibt, nur wenig anfangen. Nein, zum Schreiben brauche ich keine Content-Creator-Werkzeuge, zum Schreiben brauche ich ein Schreibprogramm.
‘In eigener Sache: Aus WordStar in Markdown konvertieren’ weiterlesen »Regierungsprogramm der CSU:
Unsere bayerische Identität ist unser Auftrag.
Die Staatsbürgerschaft muss am Ende eines Integrationsprozesses stehen und nicht am Anfang.
Tja, nun. War nett mit euch.
Warum will der Staat unbedingt mein Geschlecht wissen und warum kann ich es künftig einfach zu ändern beschließen, den Nachnamen jedoch immer noch nicht?
Wofür „künstliche Intelligenz“ genutzt werden könnte:
Diese Technologie hat zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, darunter (…) Kunst und mehr.
Wofür „künstliche Intelligenz“ tatsächlich genutzt wird:
Mage zeigt die Eingabe an, die der Nutzer geschrieben hat, um das Bild zu erzeugen, damit andere Nutzer die Bilder, die ihnen gefallen, überarbeiten und verbessern können. Jede dieser Eingaben liest sich wie ein äußerst geiler und wütender Mann, der der Pornhub-Suchfunktion seine niedersten Wünsche entgegenschreit.
Hätte ja keiner ahnen können.
(Übelsetzung von mir; via jwz)
Wäre es angesichts dieser Meldung (Archivversion) …
Der spanische König Felipe beendet heute seine Beratungen mit den Chefs der politischen Parteien über die Bildung einer neuen Regierung. (…) Sollte keine Regierungsbildung gelingen, müsste in Spanien zum Jahresende oder Anfang 2024 erneut gewählt werden.
… nicht leichter, man löste die Regierung auf und ließe denjenigen die Arbeit erledigen, dessen Posten anscheinend nicht in Frage steht?