MusikNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 9. August 2024

Bin ich eigent­lich der Ein­zi­ge, den es nen­nens­wert stört, in hie­si­gen Medi­en die aus­nahms­wei­se nicht „ein­ge­ord­ne­te“ Fest­stel­lung zu lesen, dass irgend­ein Staat „Abschuss­li­sten“ (Archiv­ver­si­on) mit bis­lang leben­den Men­schen führt?


Penis, hihihi!


Ter­ror in Wien: Men­schen sin­gen laut Lie­der von Tay­lor Swift (Archiv­ver­si­on). Und nie­mand hält sie auf!


Die „West­fa­len­Bahn“ habe, teil­te ein Aus­hang in einem Zug der „West­fa­len­Bahn“ mit, ein „West­fa­len­Bahn Kun­den­Cen­ter“. Da fehlt eigent­lich nur noch ein Apo­stroph zum end­gül­ti­gen Wahn­sinn. (Was ich als Pro­gram­mie­rer von der Camel-Case-Schreib­wei­se hal­te und ob die unga­ri­sche Nota­ti­on – wenn auch sonst etwas aus der Mode gera­ten – nicht weni­ger bescheu­ert wäre, bleibt hier das süße Geheim­nis des Ver­fas­sers.)


Die Redak­ti­on von „hei­se online“ ist genau so ent­setzt wie man es erwar­ten wür­de: Din­ge, in denen ein Mikro­fon ist, las­sen Ton nicht nur raus, son­dern auch rein. Wann genau in die­sem Pro­zess ein sol­ches Gerät „Laut­spre­cher“ den Namen „Wan­ze“ bekommt, bleibt lei­der offen. Im dor­ti­gen Forum wird ver­tei­digt: Wer sämt­li­che Hän­de gera­de belegt habe, der kön­ne ja nicht ohne Sprach­steue­rung das Lied wech­seln. Die­sen Men­schen sage ich, als Rat­schlag für ein offen­sicht­lich bestehen­des Pro­blem gemeint: Man muss gar kei­ne Lie­der wech­seln, wenn man sich selbst aus­sucht, was abge­spielt wer­den soll. Das geht wirk­lich! (Abt.: Was Oma noch wuss­te.)

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Sicht­bar­keits­skulp­tu­ren

Ja, aber…

Als „Denk-Ort sexu­el­le und geschlecht­li­che Viel­falt“ soll an der Ham­bur­ger Alster ein glä­ser­nes Kunst­werk in Regen­bo­gen­far­ben ent­ste­hen. (…) Ziel des Denk­or­tes sei es, Respekt und Aner­ken­nung zu the­ma­ti­sie­ren und Sicht­bar­keit für alle Per­so­nen der Com­mu­ni­ty zu schaf­fen.

…, abge­se­hen von den Fra­gen, ob erstens Respekt nicht (eine wei­te­re Leh­re aus Dik­ta­tu­ren) etwas ist, was man sich selbst erar­bei­ten muss und nicht per Sprech- oder Skulp­tu­ren­bau­akt ein­for­dern kann, und wie zwei­tens die­je­ni­gen „Per­so­nen der Com­mu­ni­ty“, die mit „der Com­mu­ni­ty“ lie­ber nichts zu tun haben wol­len, hier ein­ge­bun­den wur­den und wer­den: Wenn man errei­chen möch­te, dass zum Bei­spiel poly­amo­re Pan­se­xu­el­le „sicht­ba­rer“ gemacht wer­den sol­len, wäre es dann nicht ziel­füh­ren­der, ihnen ein Schild umzu­hän­gen, damit man sie über­haupt als sol­che erkennt?

NetzfundstückeMusik
Kama­la hält Plat­ten

Für all­zu gelang­weil­te Freun­de US-ame­ri­ka­ni­scher Innen­po­li­tik und/oder Schall­plat­ten: Hier kann man die der­zeit amtie­ren­de dor­ti­ge Vize­prä­si­den­tin schein­bar ver­schie­de­ne Schall­plat­ten in eine Kame­ra hal­ten las­sen. Selbst­ver­ständ­lich gibt’s dort auch etwas von Anal Cunt.

(Abt.: Ist doch albern ist das doch!)

In den NachrichtenMontagsmusik
Public Image Ltd – Alba­tross (live) // Schie­ßen statt Rau­chen

Erst mal Frühstück.

Es ist Mon­tag. Vor­ge­stern ende­te in Braun­schweig das dies­jäh­ri­ge „Bier­fest“ (der Name scheint eine Mar­ke zu sein). Unpo­pu­lä­re Fra­ge mit unkla­rer Ant­wort: War­um darf ich eigent­lich öffent­lich – das „Bier­fest“ fand direkt vor den Toren des Rat­hau­ses, mit­hin dort, wo auch Kin­der und son­sti­ge Unnö­ti­ge sich auf­hiel­ten, statt – laut schlim­me Musik hören und betrun­ken Pas­san­ten bepö­beln, aber wenn ich allein im Park ver­se­hent­lich die fal­schen Dro­gen in der Tasche habe, wird das teu­er?

„Com­pact“ heißt jetzt „Nän­cy“. Humor haben sie.

Hüb­sche Idee mit abseh­bar begrenz­tem Poten­zi­al: Peti­ti­on für gegen die Ser­ver­ab­schal­tung von Com­pu­ter­spie­len. Qua­si zum glei­chen The­ma auch: Ein Blog wei­ter las ich die­ser Tage, Deutsch­land habe Tau­sen­de min­der­jäh­ri­ge Sol­da­ten. Es ist ja offen­sicht­lich: Alko­hol, Tabak und vie­le „digi­ta­le“ Com­pu­ter­spie­le sind selbst­ver­ständ­lich unter 18 Jah­ren eine Gefähr­dung für die zar­te See­le, aber ein biss­chen Krieg mit Pan­zern und Rake­ten wird schon nicht so schlimm sein. Geht ja um uns alle. Für uns alle. Für den Frie­den, wis­sen­schon. Haupt­sa­che, sie rau­chen wäh­rend­des­sen nicht.

Apro­pos hüb­sche Idee: Geheim­dien­ste ein­fach dün­sten. – Par­don, ich mein­te natür­lich die­se hier:

Wenn also Homo­pho­bie zum Ent­zug der Men­schen­rech­te führt, bom­bar­die­ren wir dann den Vati­kan? Stecken wir pol­ni­sche PiS-Wäh­ler in Fol­ter­la­ger? Löschen wir Ober­bay­ern aus?

War­um eigent­lich nicht?

War­um eigent­lich nicht auch: Musik.

Public Image Ltd – Alba­tross | Live in Syd­ney | Mosh­cam

Guten Mor­gen.

NetzfundstückeNerdkrams
ClownStrike, triff Strei­sand

Ich habe in mei­nem bis­he­ri­gen Leben noch kein Unter­neh­men ken­nen­ge­lernt, das so unglaub­lich däm­lich han­deln wür­de wie Crowd­Strike, aber das kann natür­lich auch nur an mir lie­gen. Viel­leicht so viel: Wenn ich der Chef eines Unter­neh­mens wäre, das auf­grund eige­ner Däm­lich­keit einen noch unkla­ren grö­ße­ren Mil­lio­nen­be­trag an Scha­den ver­ur­sacht hät­te, dann wäre mei­ne größ­te Prio­ri­tät nicht das Weg­kla­gen sämt­li­cher Web­sites, die mein Ver­sa­gen lustig fin­den, son­dern ein Rück­tritt.

Ich bin übri­gens der Ansicht, dass BWL-Schlip­sis, die ihren Arbeit­ge­bern die Not­wen­dig­keit von Crowd­Strike-Pro­duk­ten oder ver­gleich­ba­rem Non­sens, das nichts als Scha­den anrich­tet, ein­ge­re­det haben, nie wie­der irgend­wo arbei­ten dür­fen soll­ten, wo sie einen tat­säch­li­chen Scha­den anrich­ten kön­nen. Wählt mich.

KaufbefehleMusikkritik
Kurz­kri­tik: 417.3 – Stre­la

417.3 - Strela

Lan­ge nichts mehr über Musik geschrie­ben.

Im Janu­ar 2024 ließ das rus­si­sche Postrock­quar­tett 417.3 – lang­jäh­ri­ge Leser mei­ner Bei­trä­ge erin­nern sich sicher an es – mit einem nur 25 Minu­ten lan­gen Album namens „Stre­la“, was unter ande­rem „Pfeil“ bedeu­tet (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp.com), von sich hören. Da deren jüng­ste Alben und EPs die Titel „34“ (2016), „40“ und „47“ (bei­de 2022) bezie­hungs­wei­se „Live 2021“ (2023) hie­ßen, lässt die­ser Name auf­hor­chen.

Die Musi­ker kün­di­gen an, dass es auch das letz­te Auf­hor­chen sei:

Unse­re Band been­det ihre Akti­vi­tä­ten, dies ist unser letz­tes Album. Es ist unty­pisch für uns, da es nur aus Impro­vi­sa­tio­nen besteht, die auf eine „Gara­gen­art“ auf­ge­nom­men wur­den, und die Stücke dar­auf sind mit Wor­ten benannt.

Es gebe zwar in Zukunft ein „neu­es Pro­jekt“, doch betrübt mich die Infor­ma­ti­on hin­sicht­lich der Grup­pen­zer­streu­ung ein wenig, denn Musik­grup­pen, die ich mag, nei­gen sel­ten dazu, nach ihrer Umpro­jek­tie­rung noch Musikal­ben her­vor­zu­brin­gen, die ich mag.

Also sau­ge ich „Stre­la“ in mich auf. Die Stücke, das fällt auf, sind im Gen­re­ver­gleich recht kurz, die etwa 25 Minu­ten Lauf­zeit ist fünf­ge­teilt. Das Titel­stück – eben „Stre­la“ – ist mit 6:39 Minu­ten noch das läng­ste, kon­den­siert aber die Qua­li­tät der vier Musi­ker hin­rei­chend ein­drucks­voll:

Stre­la

Sicher: Alles schon mal da gewe­sen? Jede Melo­die ist schon gespielt, jede Gitar­ren­wand errich­tet und wie­der zer­schla­gen wor­den, doch wird täg­lich das glei­che dump­fe Pop­lied viel­fach neu ein­ge­spielt. Da kann es nicht scha­den, dem mit bewähr­ter Gitar­ren­mu­sik ent­ge­gen­zu­tre­ten.

Zumal 417.3 bis zum Ende ihre ganz eige­ne Fines­se, die, was sie tun, für mich immer schon inter­es­san­ter als eini­ge ihrer Kol­le­gen gemacht hat, bei­be­hal­ten: Das abschlie­ßen­de „Moroz“ klingt wie ein Aus­ru­fe­zei­chen hin­ter die Kar­rie­re (wie klin­gen eigent­lich Aus­ru­fe­zei­chen?) und bringt in nicht mal sechs Minu­ten das Laut-lei­se-Spiel und die von mir so geschätz­ten (wenn auch künst­li­chen) Strei­ch­er­klän­ge ein letz­tes Mal zusam­men.

Es muss ja auch nicht immer alles neu und auf­re­gend sein.

In den Nachrichten
E‑Roller umtre­ten

FUSS e.V.:

Wer mit E‑Scootern Fuß­gän­ger über­holt, muss bis­her laut § 5 Abs. 4 Satz 2 StVO einen Min­dest­ab­stand von 1,5 Metern ein­hal­ten. Die­se Pflicht will der Ver­kehrs­mi­ni­ster strei­chen.

Ein inter­es­san­ter Neben­ef­fekt die­ses Trei­bens dürf­te es sein, dass in der Unfall­sta­ti­stik die Auto­mo­bil­un­fäl­le hin­sicht­lich ihres Anteils zurück­ge­hen wer­den, wenn es – poli­tisch betrie­ben – mehr Unfäl­le mit den Tret­rol­lern für Betrun­ke­ne („E‑Scooter“) geben wird. Bis­her emp­fand ich zumin­dest Ver­ständ­nis für Men­schen, die im Weg ste­hen­de E‑Scooter miss­mu­tig umtre­ten, so lan­ge dabei nie­mand zu Scha­den kommt. Ich erwä­ge die­ses Ver­ständ­nis auf Men­schen zu erwei­tern, die E‑Scooter umtre­ten, die gera­de benutzt wer­den, so viel sei mit­ge­teilt.

(In eige­ner Sache: Ja, hier ver­schwin­den manch­mal Bei­trä­ge. Die mei­sten, weil sie eine grö­ße­re Über­ar­bei­tung bräuch­ten, bevor sie mir selbst gefal­len. So auch dies­mal.)

Persönliches
Ich möch­te Men­schen ver­ach­ten dür­fen.

Immer wie­der lese und höre ich die Fest­stel­lung, „Hass“ (nuan­cier­te Aver­si­on kommt im Sprach­ge­brauch zu vie­ler Men­schen lei­der nur noch sel­ten vor) sei „kei­ne Mei­nung“, was ja erst mal stimmt, son­dern müs­se ver­bo­ten wer­den, was ja erst mal nicht stimmt. Ich darf Men­schen ver­ach­ten und das ist auch gut so.

Das ist in der heu­ti­gen Zeit sicher­lich unpo­pu­lär, wie ein Blick in die Zei­tun­gen belegt. ‘Ich möch­te Men­schen ver­ach­ten dür­fen.’ wei­ter­le­sen »

NetzfundstückeMontagsmusik
Modest Mou­se – Heart Cooks Brain // yaydl 0.14.1

Uff.

Es ist Mon­tag. Som­mer­loch der Woche: Frau­en, die zu wenig bum­sen, ster­ben viel­leicht frü­her. Ich woll­te es nur erwähnt haben, habe aber nicht vor, dar­aus etwas zu fol­gern.

CHIP.de warnt zwar kei­ne Bank­räu­ber vor zu gut geschütz­ten Tre­so­ren, wohl aber Raser vor zu gut geschütz­ten Stra­ßen. Mein Vor­schlag wäre ja, sich statt­des­sen an die Regeln zu hal­ten, aber das scheint gera­de nicht en vogue zu sein. – Zum jüng­sten Gesche­hen in Bezug auf die Coro­na­pan­de­mie­er­las­se eben­so wie zur Wie­der­wahl von Ursu­la von der Ley­en, deren ekli­ge Vor­stel­lun­gen von Poli­tik mich 2009 poli­ti­siert und fol­ge­rich­tig in die Netz­po­li­tik getrie­ben haben (dafür aus­drück­lich kein Dank), könn­te ich mich hier äußern, aber das kön­nen ande­re eben­so gut. Das ist nett. Dann muss ich das ja nicht mehr machen.

Auf You­Tube gibt es jetzt von einer „künst­li­chen Intel­li­genz“ zusam­men­ge­kleb­te Schla­ger mit zumin­dest inter­es­san­ten Tex­ten. Für so was hol­zen sie den Regen­wald ab. Min­de­stens. (In eige­ner Sache, apro­pos You­Tube: Zwar umgeht mein You­Tube-Her­un­ter­lad­werk­zeug yaydl seit einer Wei­le You­Tubes Ver­su­che, Her­un­ter­la­den zu ver­mei­den, indem es statt­des­sen auf Invi­dious zurück­greift, doch nei­gen auch Invi­diou­sin­stan­zen anschei­nend zum Ver­schwin­den und/oder For­mat­än­dern. Die neue Ver­si­on 0.14.1 kor­ri­giert das, Inter­es­sier­te bit­te ich um Nach­sicht.)

Auch auf You­Tube: Rich­ti­ge Musik.

Heart Cooks Brain by Modest Mou­se (Lyrics)

In this life that we call home, the years go fast and the days go so slow.

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke
Medi­en­kri­tik CXXIV: Aya­an Hir­si Ali stol­pert über vor­christ­li­che Ethik

Da ich in einem sozia­len Netz­werk gestern und heu­te in eine Dis­kus­si­on dar­über gezo­gen wur­de, ob Deutsch­land „mehr­heit­lich christ­lich“ (ist es nicht) oder wenig­stens „tra­di­tio­nell christ­lich“ (ist es, wenn man die meh­re­ren Jahr­tau­sen­de heid­ni­scher Tra­di­ti­on nicht berück­sich­tigt, damit das Nar­ra­tiv wie­der stimmt) sei und ob es einen mora­li­schen Unter­schied zwi­schen der „dro­hen­den“ isla­mi­schen („Scha­ria“) und der bereits in Kraft getre­te­nen christ­li­chen Gesetz­ge­bung (hier­zu cf. die lan­des­spe­zi­fi­schen Kar­frei­tags­re­ge­lun­gen) gebe, was ich anzweif­le, denn bei­den ist gemein, dass mir eine reli­giö­se Min­der­heit etwas ver­bie­ten will, kommt mir die­ser Auf­satz von Aya­an Hir­si Ali gera­de recht.

‘Medi­en­kri­tik CXXIV: Aya­an Hir­si Ali stol­pert über vor­christ­li­che Ethik’ wei­ter­le­sen »

Nerdkrams
Kurz ange­merkt zu „Promp­t­athons“

Die Mensch­heit hat es mitt­ler­wei­le ohne auch nur den gering­sten Hauch von erkenn­ba­rer Selbst­iro­nie geschafft, den Kreis von „wir bau­en alles selbst“ über „wir bau­en Com­pu­ter, die uns das Bau­en abneh­men sol­len“ und „wir las­sen Com­pu­ter uns das Bau­en abneh­men“ hin zu „wir bau­en alles selbst, brau­chen aber ein Viel­fa­ches an Ener­gie dafür“ zu ver­voll­stän­di­gen, miss­ver­steht den Umstand, dass sie es für ziel­füh­rend hält, ein Com­pu­ter­sy­stem auf­recht­zu­er­hal­ten, des­sen wesent­li­che Bedin­gung es ist, dass man viel Arbeit (= Zeit = Geld) in die Kon­zep­tio­nie­rung des Dia­logs mit ihm inve­stiert, damit es mit einer grö­ße­ren Wahr­schein­lich­keit als „viel­leicht“ das umsetzt, was man in der­sel­ben Zeit selbst auch schnel­ler und bes­ser hät­te umset­zen kön­nen, aber aus einem mir noch nicht ganz ersicht­li­chen Grund als Fort­schritt.


Für die­je­ni­gen, die Nach­rich­ten­bin­go spie­len und noch einen Joker brauch­ten: Haie vor Bra­si­li­ens Küste sind auf Koks.

In den NachrichtenMusikNetzfundstücke
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 23. Juli 2024

Musi­ka­li­sches Fund­stück der Woche (bis­her): KALAC, trotz der schlim­men Gesangs­spra­che (Fran­zö­sisch mag ich, so weit es Gesun­ge­nes betrifft, noch immer nicht beson­ders) eine min­de­stens als annehm­bar zu betrach­ten­de fran­zö­si­sche Psy­che­de­lic­grup­pe, die den Spa­gat zwi­schen Post­rock und Krau­ti­gem ganz gut hin­be­kommt.


Völ­lig über­ra­schend haben sich für die Ukrai­ne kämp­fen­de Trup­pen als Kriegs­ver­bre­cher her­aus­ge­stellt. Da lie­fert man doch gern schwe­res Geschütz.


So lang­sam gucken Leu­te nach den öko­no­mi­schen Vor­tei­len von „KI“. Und fin­den kei­ne.


Gute Nach­rich­ten: Die „taz“-Homopolizei, bei der man auch sonst ein eher alber­nes Ver­hält­nis zu sprach­li­chem Aus­druck hat, hat end­lich ver­bind­lich defi­niert, was Les­ben dür­fen und was nicht. Mei­ne Leser sind selbst­ver­ständ­lich dazu ange­hal­ten, sich danach zu rich­ten oder auch nicht.


In den ein­schlä­gi­gen sozia­len Netz­wer­ken wird mir die­ser Tage des Öfte­ren das alte Zitat der jung ver­stor­be­nen Amy Wine­hou­se, sie schrei­be „Lie­der über Din­ge“, mit denen sie Pro­ble­me habe und die sie über­win­den müs­se, und sie müs­se so „etwas Gutes aus etwas Schlech­tem machen“, ver­ge­gen­wär­tigt. Inter­es­se­hal­ber gefragt: Wis­sen die­je­ni­gen, die die­ses Zitat als Inspi­ra­ti­on begrei­fen, eigent­lich, wie gut das bei der Zitat­ge­be­rin geklappt hat?

NetzfundstückeIn den NachrichtenMontagsmusik
Fehl­far­ben – Urban Inno­zenz // Men­schen mit Schil­dern VERBIETEN!

Und sonst so?

Es ist Mon­tag. In Köln gab es gestern eine Chri­sto­pher-Street-Day-Para­de. Über eine Mil­li­on oft schrill geklei­de­te und geschmink­te Men­schen mit homo- und/oder bise­xu­el­len Nei­gun­gen säum­ten zu schreck­li­chen Klän­gen die Stra­ßen. Dar­über zu berich­ten, wie vie­le Medi­en es taten, ist sinn­voll, denn im Prin­zip klingt das wie jeder ande­re Tag in Köln auch. Wohl kaum jemand hät­te die Para­de andern­falls bemerkt.

Wer woke ist, der ist – sta­ti­stisch betrach­tet – weni­ger glück­lich als der Bevöl­ke­rungs­durch­schnitt. Zum Glück­lich­sein gibt es aller­dings auch bei nor­ma­len Leu­ten kaum einen Anlass. Ein aktu­el­les Bei­spiel aus der Poli­tik: Die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on wird jetzt von Neo­fa­schi­sten getra­gen. Haha, die­se Bri­ten. Die wis­sen ja gar nicht, was ihnen ent­geht. Man könn­te fast ein Tisch wer­den. (Oho, da ist doch wie­der jemand albern und kin­disch in die­sem Inter­net. Das ist doch wie­der über­haupt nicht lustig ist das doch nicht.)

Apro­pos: In Deutsch­land fin­de man bis­wei­len Men­schen mit Schil­dern, kla­gen ein paar Akti­vi­sten. Aus irgend­ei­nem Grund ist es der­zeit anschei­nend unzu­läs­sig, die­se schlicht zu igno­rie­ren, wes­halb vom Gesetz­ge­ber unbe­dingt etwas gegen Men­schen mit Schil­dern unter­nom­men wer­den muss. Der Mensch­heit blie­be viel Ärger erspart, lern­te sie mehr­heit­lich, Art­ge­nos­sen mit unzu­rei­chend dezent vor­ge­tra­ge­nem Anlie­gen als allen­falls drol­li­ge Kerl­chen (m/w/d) zu begrei­fen. – Eben­falls in Deutsch­land, ins­be­son­de­re in Pots­dam, erfah­re ich unter­des­sen, sei­en eigens gepflanz­te Bäu­me, die zu dem Zweck aus­ge­wählt wur­den, dass sie der Erd­er­wär­mung stand­hal­ten soll­ten, unlängst an den Fol­gen von „Spät­frost“ ein­ge­gan­gen. Das ist wit­zig.

Joseph „Joe“ Biden, „Jr.“, möch­te nach der kom­men­den Wahl nicht mehr US-Prä­si­dent sein, lese ich in offen­kun­dig dar­ob bedrück­ten Online­zei­tun­gen, die wäh­rend­des­sen geflis­sent­lich igno­rie­ren, dass er inso­fern von sei­nes Amts­vor­gän­gers Amts­vor­gän­ger ein „Patri­ot von höch­stem Rang“ genannt wird. Den Kan­di­da­tur­ver­zicht kann ich ver­ste­hen, die­se Auf­ga­be soll­te man jeman­dem über­las­sen, der mehr Lebens­er­fah­rung hat. (Ich möch­te jetzt übri­gens auch von den USA „sank­tio­niert“ wer­den. Von den USA „sank­tio­nier­te“ Staa­ten haben siche­re­re Infra­struk­tur. Wen muss ich angrei­fen?) War­um genau deut­sche Medi­en jedoch neu­er­dings der Ansicht sind, ein als glü­hen­der Ver­fech­ter von Patrio­tis­mus Ver­stan­de­ner sei ein irgend­wie lin­ker Poli­ti­ker, möge jemand ergrün­den, dem das weni­ger egal ist als mir.

Musik zur Zeit: Fehl­far­ben. (Darf man die eigent­lich noch hören?)

Fehl­far­ben – Urban Inno­zenz

Guten Mor­gen.