Persönliches⁠Musik
(Amrum, nebenan.)

Ganz, ganz sel­ten kommt mei­ne so genann­te Jugend (viel zu früh bis viel zu spät) wie­der hoch. Manch­mal sind benach­bar­te Blog­ger (GaLie­Grü) dar­an nicht ganz unschul­dig. Mei­ne Güte, war ich anstren­gend damals. Und was ich damals für bescheu­er­te Idea­le hat­te! Und was für erbärm­li­che Inter­es­sen ich damals hat­te! Und was für fürch­ter­li­che Musik ich damals gehört habe!

Unto­ten – Licht­brin­ger

Und was sie halt immer noch mit mir macht.

Wenn die Lie­be dich zer­reißt, will ich dich zum Hass ver­lei­ten.

Der Mensch. Er ist ein Dings­bums. (Es hört nicht auf. Es hört nie auf.)

In den Nachrichten
Medienkritik in Kürze: Noch nie (außer bis neulich).

Sinn­ge­mäß „WELT.de“ (will nicht ver­linkt wer­den, LSR), eben­so sinn­ge­mäß „Tiro­ler Tages­zei­tung“ und wört­lich, wenn auch auf Eng­lisch, min­de­stens NBC (Archiv­ver­si­on) so:

Noch nie­mals in der Geschich­te der römisch-katho­li­schen Kir­che hat es einen ame­ri­ka­ni­schen Papst gege­ben.

Hof­fent­lich wird es irgend­wann mal ein Argen­ti­ni­er. Damit die­se Unge­rech­tig­keit ein Ende hat.

(Gibt es jetzt eigent­lich Zöl­le auf nicht­ame­ri­ka­ni­sche Päp­ste?)

Politik
Vor 80 Jahren kam niemand zu Hilfe.

Völ­lig zu Recht ver­zich­tet Deutsch­land auch in die­sem Jahr dar­auf, die­je­ni­gen zu ehren, die heu­te vor 80 Jah­ren gewon­nen haben. Der alte Klas­sen­feind ist wie­der da. Wer den Krieg gewon­nen hat, das bestimmt ja wohl hier immer noch Deutsch­land.

die geson­der­te ver­ab­schie­dung der rus­si­schen streit­kräf­te war eine stil­le kriegs­er­klä­rung an ruß­land. die west­al­li­ier­ten, die im 2. welt­krieg zögernd die zwei­te front eröff­net hat­ten, sind im 3. auf deut­scher sei­te.
Vol­ker Braun, 1994

Die Leug­nung der eige­nen Rol­le als Staat, dem man nach­drück­lich bei­gebracht hat­te, dass sein all­zu for­sches außen­po­li­ti­sches Auf­tre­ten nach­tei­li­ge Kon­se­quen­zen haben kann, hat­te das Deut­sche Reich schon ab 1921 geübt. Man hät­te dar­aus etwas ler­nen kön­nen. Dies­mal aber wird bestimmt alles anders. Dies­mal ist man ja Teil der Guten.

Politik⁠In den Nachrichten
Kurz angemerkt zur Merz-noch-nicht-Wahl

Demo­kra­tie, das lernt man dann ver­mut­lich in künf­ti­gen Schü­ler­ge­nera­tio­nen, ist es, wenn Medi­en und Zitat­ge­ber im gan­zen Land es als „Dra­ma“ und „Deba­kel“ (WELT.de) oder gar „Don­ner­schlag“ (Rena­te Kün­ast auf Phoe­nix) begrei­fen und sogar Bodo Rame­low „ziem­lich sau­er“ (ebd.) dar­über ist, dass Abge­ord­ne­te, allein ihrem Gewis­sen ver­pflich­tet, in einer gehei­men Abstim­mung, in der sie, vom Volk mit Mehr­heit gewählt, als ver­meint­li­che Ver­tre­ter die­ses Vol­kes, das natür­lich nicht selbst „fol­gen­den Kanz­ler hät­ten wir gern“ auf dem Stimm­zet­tel hat­te, Gebrauch davon machen, dass man bei einer Wahl auch eine Wahl haben soll­te, denn was die Mehr­heit gern hät­te, das – so will es die Gepflo­gen­heit – ent­schei­det im Westen nicht etwa die­se Mehr­heit, son­dern die „Par­tei­en­olig­ar­chie“ (Karl Jas­pers), weil nur eine vor­her­be­stimm­te und damit minu­ti­ös plan­ba­re Demo­kra­tie eine gute Demo­kra­tie ist; alles Übri­ge nützt nur Putin.

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
Monteceneri – Heimweh // Der Gott der drei Willkürlichen

Oh! Da ist ja Bambus!

Es ist Mon­tag. In der Titel­ge­schich­te der aktu­el­len Sonntags-„FAZ“, in deren Vor­wort es heißt, die Abhän­gig­keit von US-Soft­ware sei „seit Trump“ eine Gefahr, als hät­te Edward Snow­den nie etwas Bedeut­sa­mes getan, kommt der üble Axel Voss, der 2018 höchst­per­sön­lich das deut­sche Inter­net zer­stört hat, dahin­ge­hend zu Wort, dass er sich um die „tech­ni­sche Sou­ve­rä­ni­tät“ der EU-Staa­ten sorgt. Falls noch jemand zeit­ge­nös­si­sche Sati­re ver­misst hat: da ist sie.

Hier, zwei Enten.*

Gera­de ist die Oster­zeit vor­bei und der krie­ge­ri­sche (Archiv­ver­si­on) Kir­chen­tag, so evan­ge­lisch wie sonst nur Kat­rin Göring-Eckardt, in aus­ge­rech­net Han­no­ver (ande­rer­seits: „oh Gott!“ passt da ganz gut) auch, die Schwin­gun­gen aber schwin­gen noch. Das lässt sogar die Ersatz­re­li­gi­on Fuß­ball nicht kalt: Drei der­je­ni­gen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, die sich mit­ein­an­der wenig­stens auf einen Gott eini­gen kön­nen (war­um eigent­lich nur die­se drei?), tra­fen sich zwecks Absin­gens irgend­wel­cher Ver­eins­hym­nen pas­sen­der­wei­se in einer Kir­che, bevor sel­bi­ger Ver­ein ein paar Stun­den spä­ter auf die Glocke bekam. Ich ver­mu­te, der Gott der drei Will­kür­li­chen hat­te schlicht kei­nen Bock. Ab über­mor­gen wird ein neu­er Papst gewählt, das ken­ne ich aus mei­ner Schul­zeit. Ich den­ke mir das ja auch nicht aus.

End­lich tot ohne Chan­ce zur Auf­er­ste­hung ist wohl schon dem­nächst der Zom­bie Fire­fox. Quick­le­ben­dig ist, bleibt und macht hin­ge­gen: Musik.

MONTECENERI – Heim­weh – (Offi­ci­al Music Video)

(* Nur die Lie­be und das Wet­ter hören nim­mer, nim­mer auf.)

Guten Mor­gen.

Nerdkrams⁠In den Nachrichten
Service für den Portnummernüberwachungsstaat

Beknack­te For­de­rung des Tages, schon weil ich auch Tausch­bör­sen auf einem Web­port betrei­ben könn­te:

Anbie­ter öffent­lich zugäng­li­cher Inter­net­zu­gangs­dien­ste für End­nut­zer sol­len künf­tig IP-Adres­sen und Port­num­mern drei Mona­te lang spei­chern müs­sen.

Mei­ne hier ist 443. Das ändert sich auch in den näch­sten Jah­ren nicht ohne Wei­te­res. Bit­te – ich hel­fe gern.

(Was machen die, die so was for­dern, eigent­lich beruf­lich?)

Netzfundstücke⁠Montagsmusik
Level Pi – Nachtfahrt // 1234

Der Denker

Es ist Mon­tag. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de habe ich kurz nach der Staats­rai­son gese­hen und es hat mir nicht gefal­len.

Wie geht es eigent­lich der Arbei­ter­klas­se? Wenn ich die zeit­ge­nös­si­sche Bericht­erstat­tung rich­tig ver­ste­he, so gedeiht sie präch­tig, doch ihre Auf­ga­be ist redu­ziert auf Knöpf­chen­drücken. So hat Marx sich das nicht vor­ge­stellt. – Ande­rer­seits ist Knöpf­chen­drücken schwe­rer als man mei­nen soll­te: „1234“ ist auch für Ampeln kein siche­res Pass­wort. Zumal ja „Sicher­heits­soft­ware“ oft die fal­schen Pro­ble­me löst, denn einen Angrei­fer, der schon im System ist, braucht man nicht mehr zu bekämp­fen. Sicher­heit fin­det vor­her statt.

(Sicher­heit in der EDV, ande­rer­seits: „Nur ich“ kann mei­ne Num­mer sehen; ich und das System, das mei­ne Num­mer kennt.)

Rand­be­mer­kung: 1998 schrieb Dani­el Chand­ler mal auf, dass „per­sön­li­che Home­pages“ dem Zweck dien­ten, dass man sich selbst dar­stel­le. Das war über ein Jahr­zehnt, bevor alle sich selbst im Inter­net dar­stel­len woll­ten. Und ich Idi­ot ver­schwen­de das aus­ge­rech­net mit Links zu irgend­ei­ner Com­pu­ter­schei­ße. Auch mal schön.

Und natür­lich mit: Musik.

Level Pi – Nacht­fahrt

Guten Mor­gen.

In den Nachrichten
Heroin gegen Drogentote (4): Gute Schwemmen, schlechte Schwemmen

„tages­schau“ (Archiv­ver­si­on):

Der Prä­si­dent des Bun­des­kri­mi­nal­amts (BKA), Hol­ger Münch, warnt vor einer Zunah­me har­ter Dro­gen in Deutsch­land. Man sehe „eine Koka­in-Schwem­me“, sag­te der BKA-Chef dem Redak­ti­ons­netz­werk Deutsch­land.

Dar­über hin­aus ergän­zend der „Tages­spie­gel“:

Die Zahl der Dro­gen­kri­mi­na­li­tät ging durch die Can­na­bis-Teil­le­ga­li­sie­rung im ver­gan­ge­nen Jahr stark zurück. Nach der Anfang April vor­ge­stell­ten Kri­mi­nal­sta­ti­stik des Bun­des­kri­mi­nal­amts sank die Zahl der erfass­ten Rausch­gift­de­lik­te 2024 um mehr als ein Drit­tel (34,2 Pro­zent) auf rund 228.000 Fäl­le (2023: knapp 347.000).

Ich hät­te da einen Vor­schlag, erst­ge­nann­tes Pro­blem zu lösen.

(2018, 2019)

Musik⁠In den Nachrichten
Universal Music gegen die Welt

Eine ganz neue Art der Selbst­ka­stei­ung füh­ren die End­geg­ner jeder Zivi­li­sa­ti­on, näm­lich die Plat­ten­fir­men, momen­tan vor, indem sie mit aller Kraft ver­su­chen, das audi­tive Gedächt­nis der Mensch­heit aus­zu­ra­die­ren. Mit die­sem kön­ne man ja kein Geld (mehr) ver­die­nen.

Das, was die­se Gier­häl­se „Raub­ko­pie­ren“ nen­nen, ist kei­ne Pira­te­rie. Pira­te­rie ist das Über­fal­len von Schif­fen auf hoher See. Nein, das, was sie „Raub­ko­pie­ren“ nen­nen, ist Selbst­ver­tei­di­gung. Gegen die­se Gier­häl­se. Eine schuss­si­che­re Weste ist ja auch kei­ne Pira­te­rie, wenn jemand auf mich schießt.

Was nützt eine gerech­te Zukunft ohne Kul­tur?

In den Nachrichten
Kurz angemerkt zum Tode Franz’

In sozia­len Medi­en lesen zu müs­sen, dass es pie­tät­los sei, das Able­ben des Ober­haupts einer Insti­tu­ti­on, die der­art viel Leid über die Mensch­heit brach­te wie die katho­li­sche Kir­che es nun mal getan hat, spa­ßig zu kom­men­tie­ren und/oder für eine gar nicht so schlech­te Nach­richt zu hal­ten (obwohl Päp­ste, anders als zum Bei­spiel „Füh­rer“, ja blö­der­wei­se immer wie­der nach­ge­wählt wer­den, statt ein­fach den Weg alles Irdi­schen zu gehen), lässt mich zwar grund­sätz­lich zustim­mend nicken, weil über Tote (außer Hit­ler) nichts als Gutes, aber ich geneh­mi­ge mir hier trotz­dem den Vor­schlag, der Nach­fol­ger möge tat­säch­lich etwas für eine Ver­stän­di­gung der Völ­ker tun: War­um nicht mal ein Mus­lim?

In den Nachrichten⁠Montagsmusik
The Body & Thou – Prescience (live) // viel Eu, kein Ropa

„In der Band spiele ich die Querstange.“

Es ist Mon­tag. „Kein Schwein liest mehr Zei­tung“ (Domi­nic Iten) und bemerkt daher auch sol­ches: In der jüng­sten Sonn­tags-FAZ ver­kün­de­te Johann Wade­phul, die desi­gnier­te Anna­le­na der fol­gen­den Bun­des­re­gie­rung, „Sicher­heit und Frie­den in Euro­pa“ gebe es „nur gegen Russ­land“. Ich möch­te Herrn Wade­phul mit einem Diercke-Welt­at­las ver­mö­beln, aber das ist lei­der nicht erlaubt. Dan­ke, Mer­kel.

Apro­pos Frau­en: Der „Gen­der Pay Gap“ hat sich end­lich sogar bei „hei­se online“ erle­digt. Dann kön­nen wir ja end­lich mit Hoch­druck über etwas Sinn­vol­le­res dis­ku­tie­ren; wenn auch das Wich­ti­ge neu­er­dings ist, wenn jemand, der gar kein Mini­ster sein soll­te, kein Mini­ster sein will. Auch ich ver­zich­te übri­gens auf ein Mini­ster­amt. Ich erwar­te zwar (bit­te nie wie­der) kei­ne media­le Bericht­erstat­tung, doch wenig­stens „Oha!“-Geräusche ob mei­nes rit­ter­haf­ten Ver­zichts.

Die Ver­tei­di­gung von Danie­la Klet­te hät­te Akten­ein­sicht doch ein­fach auf Alpha Cen­tau­ri neh­men kön­nen, tei­len die Vogo­nen mit. Habt ihr euer Hand­tuch dabei?

Hab’ ich dabei: Musik.

The Body & Thou – Pre­sci­ence (Live on KEXP)

Guten Mor­gen.

Netzfundstücke⁠In den Nachrichten
Liegengebliebenes vom 16. April 2025

Ein Hei­den­spaß:

Im US-Außen­mi­ni­ste­ri­um sol­len sich die Mit­ar­bei­ter jetzt gegen­sei­tig anschwär­zen – wegen „anti­christ­li­cher Vor­ein­ge­nom­men­heit“.

Nun ist ja nicht jedes Urteil ein Vor­ur­teil, aber das sind frei­lich Details. (Darf man eigent­lich noch in die USA ein­rei­sen, wenn man die Histo­rie der Kir­che irgend­wie blöd fin­det?)


Dazu auch und rein inter­es­se­hal­ber: Bis zu wie vie­len Sek­ten­mit­glie­dern heißt der Papst bei „n‑tv“ eigent­lich „Papst“ mit Anfüh­rungs­zei­chen? (Über­mor­gen wie­der voll kei­ne Lust auf sub­ver­si­ves Tan­zen, aber das muss ja auch irgend­wer tun.)


Ein Gott, der ein Pro­blem damit hat, dass sei­ne angeb­li­chen Geschöp­fe ein ent­spann­tes Leben füh­ren, ist ein Gott, der drin­gend dem Fach­kräf­te­man­gel zum Opfer fal­len soll­te.


Trump wirkt: „Mit Fir­men, die von CVE-Daten­ban­ken pro­fi­tiert haben, habe ich kein Mit­leid und ihr soll­tet auch kei­nes haben.“


Ach.

Das Land, für das man kämp­fen soll, fin­den gar nicht alle toll.

Politik
Das Problem mit Parteien

Wie bis­lang exakt drei (soweit mir bekannt) und künf­tig unge­fähr alle Leser mei­ner irre­gu­lä­ren Mit­tei­lun­gen wis­sen, habe ich mein Soll an Par­tei­en – seit 2009 war ich Mit­glied drei­er Par­tei­en, kei­ne davon habe ich im Streit mit der Par­tei­ba­sis, jede davon aus Grün­den des Rück­grats ver­las­sen oder ver­las­sen las­sen – mitt­ler­wei­le über­erfüllt. Die mei­sten schaf­fen es ja nur zur Kar­tei­lei­che in irgend­ei­nem Non­sens­ver­ein.

Vor die­sem Hin­ter­grund fin­de ich es zumin­dest bemer­kens­wert, dass auch 2025 noch Men­schen in Par­tei­en ein­tre­ten und mir gegen­über zu ver­ste­hen geben, dass ihr Beweg­grund sei, die Gege­ben­hei­ten in ihrem Sin­ne zu ver­än­dern. Aber was bedeu­tet es denn, wenn man „poli­ti­sches Inter­es­se“ gleich­setzt mit der Mit­glied­schaft im klein­sten Übel? (Wer das klein­ste Übel stärkt, der stärkt damit eben ein Übel.) Natür­lich stär­ken Par­tei­en die Aus­sich­ten ihrer Mit­glie­der dar­auf, ein rich­ti­ges Leben im val­schen (R. Gern­hardt) zu füh­ren und so im fal­schen Appa­rat an die rich­ti­ge Stel­le zu gelan­gen. Aber was bedeu­tet es, 106-und-ein-biss­chen Jah­re nach Ende des Kai­ser­reichs und damit auch nach Ende ein­fa­cher Ant­wor­ten auf schwie­ri­ge Fra­gen, noch, sich mit Par­tei­en zu arran­gie­ren? Man för­dert für – je nach Finanz­ord­nung – ver­gleichs­wei­se viel oder wenig Geld eine eli­tä­re Ver­ei­ni­gung, die sich (bei Lin­ken) auf eine seit einem Jahr­hun­dert nicht mehr auf­ge­tre­te­ne Welt­ord­nung oder (bei Rech­ten) auf seit einem Jahr­hun­dert nicht mehr rele­van­ten gesell­schaft­li­chen Kon­sens beruft. Ist es das, wo die Zukunft des Vol­kes zu suchen ist?

Sind Marx/Engels, Lenin, Sta­lin, Trotz­ki (je nach­dem, wen man fragt), von Mises, von Papen, Brü­ning, Ade­nau­er die Zukunft oder gilt es, sie zu über­win­den?

Unser Staats­ap­pa­rat ist (…) noch so wenig ein­ge­spielt und gefe­stigt, daß die mili­tä­ri­sche Macht nahe­zu unver­meid­lich wie­der eine eige­ne poli­ti­sche Wil­lens­bil­dung ent­fal­ten wird. (…) Es wird des­halb nicht abzu­wen­den sein, daß die anti­de­mo­kra­ti­schen Nei­gun­gen gestärkt und die Remi­li­ta­ri­sie­rung die Ren­a­zi­fi­zie­rung nach sich zie­hen wird.

Gustav Hei­ne­mann, 1950

Wer das System ver­än­dern will, indem er im System Far­be bekennt, der will das System behal­ten.