Persönliches
Ent­öde­te Innen­städ­te (II): Ver­lo­re­ne Knei­pen­kul­tur

Im März 2021 schrieb ich, der Ver­ödung von Innen­städ­ten kön­ne man mit dem Bau von Ein­kaufs­zen­tren kei­nes­wegs ent­ge­gen­wir­ken. Einen nicht uner­heb­li­chen Aspekt hat­te ich dabei noch gar nicht erwähnt. Ich kom­me all­mäh­lich in das Alter, in dem ich so etwas wie eine Knei­pen­kul­tur ent­wick­le. Ich den­ke offen dar­über nach, das Wort künf­tig mit Doppel‑P zu …

‘Ent­öde­te Innen­städ­te (II): Ver­lo­re­ne Knei­pen­kul­tur’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNerdkrams
Man muss nir­gend­wo „sein“.

Ein ver­mut­lich bereits alter Witz, den ich gleich­wohl erst­mals auf Twit­ter gele­sen hat­te, geht unge­fähr wie folgt: Zwei Men­schen unter­hal­ten sich, es fragt der eine: „Was machst du am Wochen­en­de?“. Erschrocken fragt der ande­re: „Ich muss da was machen?“. Das ist lustig, weil es stimmt. Ich muss gar nix außer schla­fen, trin­ken, atmen und ficken …

‘Man muss nir­gend­wo „sein“.’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNetzfundstücke
Kon­tak­te lochen

Hät­te ich ja gern für’s Smart­phone: Tele­fon mit Loch­kar­ten­wahl. In Abmes­sung mei­nes vir­tu­el­len Tele­fon­buchs mit der Liste an Men­schen, mit denen ich tat­säch­lich oft tele­fo­nie­re – exakt 1 Per­son ent­hal­tend – könn­te das Loch­kar­ten­fach dann auch außer­or­dent­lich kom­pakt gehal­ten wer­den. (/ Idee: Kon­tak­te immer lochen.)

Persönliches
Bur­ning Pants 2023: Nach­le­se.

1. Kühe. Es gab vie­le Kühe; so vie­le Kühe gar, dass man­che Teil­neh­mer mor­gens an ihrem Kaf­fee zwei­fel­ten, weil das Aro­ma so sehr biss. Als der Wind heu­te früh aus der ande­ren Rich­tung kam, mach­te ich mir Sor­gen um ihr Wohl­erge­hen: es roch nicht mehr nach Kuh. Der „Cam­ping­platz“ war eigent­lich eine Kuh­wie­se. Zel­ten war …

‘Bur­ning Pants 2023: Nach­le­se.’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesPolitik
Yep: Jun­ge Leu­te gone WRONG! #fail #boo­mer

Vor ein paar Tagen, es könn­ten bereits Wochen sein, wur­de ich im Ver­lau­fe eines echauf­fier­ten geteil­ten Mono­logs zwei­er jun­ger, mir anson­sten unbe­kann­ten Per­so­nen, die weder für mein bevor­zug­tes Bezie­hungs­mo­dell (offen­bar wird man durch geleb­te Kri­tik an insti­tu­tio­na­li­sier­ter Paar­be­zie­hung zu einem, man erlau­be mir das wört­li­che Zitat, „kranke[n] H[uren]s[ohn]“, was mei­ne Mut­ter so wohl nicht unbe­dingt …

‘Yep: Jun­ge Leu­te gone WRONG! #fail #boo­mer’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNetzfundstückeMontagsmusik
Reflec­tor – V // Web­ar­chiv ver­bie­ten ver­bo­ten

Es ist Mon­tag. Ziem­lich groß­ar­ti­ges Schild: Ver­bie­ten ver­bo­ten. Das wür­de ich gern als Titel­zei­le jedes Web­brow­sers vor­ein­ge­stellt sehen. Frü­her war vie­les bes­ser anders: Die Urhe­ber­rechts­in­du­strie wür­de gern das Web­ar­chiv zuma­chen, was ich eine Unver­schämt­heit nen­nen wür­de, wäre „Unver­schämt­heit“ nicht so ein erschreckend harm­lo­ses Wort für die­sen Irr­sinn. Ich emp­feh­le drin­gend, Kon­zer­nen, die im Inter­net irgend­was …

‘Reflec­tor – V // Web­ar­chiv ver­bie­ten ver­bo­ten’ wei­ter­le­sen »

Persönliches
Unter Fuß­ball­fans: Wie ich aus Ver­se­hen eine Fuß­ball­mann­schaft gut fand.

Das hat­te ich nun davon, dass mir nach nur weni­gen Jah­ren des Hier­woh­nens zufäl­lig auf­ge­fal­len war, dass sich direkt um die Ecke mei­nes Wohn­ge­bäu­des außer einem freund­li­chen Fuß­ball­ki­osk, wo man Bier kau­fen kann, außer­dem eine Trink­hal­le, wo man es trin­ken kann, befin­det, wovon ich über­rascht ande­ren Men­schen erzähl­te: „Ich möch­te“, para­phra­sie­re ich einen anson­sten meist …

‘Unter Fuß­ball­fans: Wie ich aus Ver­se­hen eine Fuß­ball­mann­schaft gut fand.’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNetzfundstücke
1773 – 2023 – 2273

Die­ser Arti­kel ist Teil 12 von 15 der Serie Neu­jahr

Eil­mel­dung: Ein neu­es Jahr beginnt. Wel­co­me back, my fri­ends, / to the show that never ends. Die Men­schen in mei­nem Taschen­recht­eck sind schon wie­der skur­ril. Ein Tri­vi­um für den All­tag, falls man mal wie­der in einer noch lang­wei­li­ge­ren Dis­kus­si­on fest­steckt: Am 16. Dezem­ber 1773 war­fen Ein­woh­ner Bos­tons 342 Kisten bri­ti­schen Tees ins ört­li­che Hafen­becken, was …

‘1773 – 2023 – 2273’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNetzfundstücke
Zitat des Tages: Blau­bee­ren und Trau­rig­keit

Jor­dan Strat­ton: In die­ser moder­nen Zeit zu leben ist groß­ar­tig. Robo­ter erschaf­fen künst­le­ri­sche, see­len­lo­se Ver­sio­nen von Men­schen, ich gebe die Hälf­te mei­nes Gehalts­schecks für die Mie­te und die ande­re Hälf­te für vier Blau­bee­ren aus und bin süch­tig nach einem klei­nen Taschen­com­pu­ter, der mich jeden Tag trau­rig macht. Fan­ta­stisch. (Über­set­zung von mir.) Der erste Flach­wich­ser des …

‘Zitat des Tages: Blau­bee­ren und Trau­rig­keit’ wei­ter­le­sen »

Persönliches
„Wo ist denn euer Stift?“

Mit jeman­dem einen abend­li­chen Spa­zier­gang zu machen, der gern auf beschla­ge­ne Schei­ben von Autos ande­rer Men­schen mit dem Fin­ger sub­ti­le Bot­schaf­ten („ARSCHLÖCHER!“) schreibt, führt zu unter­halt­sa­men Gesprä­chen mit Bal­kon­in­sas­sen, etwa fol­gen­dem: „WAS MACHT IHR DA MIT DEM AUTO???“ „Wir schrei­ben.“ „WO IST DENN EUER STIFT???“ „Wie­so Stift?“ „ICH RUF DIE POLIZEI!!!!“ Der wei­se Zeit­ge­nos­se weiß: …

‘„Wo ist denn euer Stift?“’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesNetzfundstückeIn den Nachrichten
Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Novem­ber 2022

Mari­na Weis­band (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) erläu­tert auf You­Tube die Gewalt­spi­ra­le Gewalt­py­ra­mi­de: Ein­stel­lun­gen und Über­zeu­gun­gen → Humor, Wor­te → Ver­ba­le Gewalt → Phy­si­sche Gewalt → Geno­zid. Bes­ser gar nicht erst anfan­gen mit die­sem Humor. Heu­te früh habe ich nur kurz geschmun­zelt. Alles Wei­te­re mor­gen in der Tages­schau. Die Regie­rung des Ver­ein­ten König­reichs möch­te bis zu 60 …

‘Lie­gen­ge­blie­be­nes vom 25. Novem­ber 2022’ wei­ter­le­sen »

PersönlichesWirtschaft
Basti, ich wür­de mal sagen, du warst auch nahe der Fas­sungs­lo­sig­keit.

Aus Ver­se­hen befand ich mich vor­hin in einem Eta­blis­se­ment, das auf so vie­len stra­te­gisch plat­zier­ten Fern­se­hern, dass Weg­gucken nicht ging, das anschei­nend ver­lo­re­ne Fuß­ball­spiel der bei­den Her­ren­mann­schaf­ten von Deutsch­land und Japan sowie die anschlie­ßen­de „Ana­ly­se“ im Ersten zeig­te. Die Bericht­erstat­te­rin frag­te einen Herrn Basti: „Basti, ich wür­de mal sagen, du warst auch nahe der Fas­sungs­lo­sig­keit. …

‘Basti, ich wür­de mal sagen, du warst auch nahe der Fas­sungs­lo­sig­keit.’ wei­ter­le­sen »