Persönliches
Bur­ning Pants 2023: Nach­le­se.

1. Kühe.

Es gab vie­le Kühe; so vie­le Kühe gar, dass man­che Teil­neh­mer mor­gens an ihrem Kaf­fee zwei­fel­ten, weil das Aro­ma so sehr biss. Als der Wind heu­te früh aus der ande­ren Rich­tung kam, mach­te ich mir Sor­gen um ihr Wohl­erge­hen: es roch nicht mehr nach Kuh. Der „Cam­ping­platz“ war eigent­lich eine Kuh­wie­se. Zel­ten war ein Minen­such­spiel. Zum Glück moch­te ich Zel­ten schon vor­her nicht.

2. Ein­hör­ner.

Einhorn (gefesselt)

3. Musik.

Ich füh­le mich von J.B.O., den head­linern des ersten Festi­val­ta­ges, beschum­melt. Die haben sich – anders als in ihrem live dar­ge­bo­te­nen Lied­chen „Bol­le“ behaup­tet – augen­schein­lich gar nicht „köst­lich amü­siert“, son­dern wirk­ten eher gelang­weilt. Ich ver­mu­te, das folgt aus der Rou­ti­ne. – Immer­hin: Die Sor­ge, dass (wie im Vor­jahr) mor­gens um zu früh Uhr ein Witz­bold viel zu laut „Guten Mor­gen, Son­nen­schein“ über den Zelt­platz schal­len lässt, war unbe­rech­tigt. Der Zelt­platz war dies­mal aber auch ein­fach viel zu groß für so einen Quatsch.

4. (Vor-)Urteile.

Erzähl­te ich im Freun­des­kreis davon, wel­che Ver­an­stal­tung ich am Wochen­en­de zu besu­chen im Sinn hat­te, so traf ich über­wie­gend auf Unver­ständ­nis. Das sei doch per­vers, wenn man irgend­wo hin­fah­re, wo ande­re Men­schen mit­ein­an­der sich und ein­an­der fei­ern, ohne dabei eine Hose zu tra­gen. Aus siche­rer Quel­le kann ich aller­dings erzäh­len: Zwar wacht man mor­gens statt zum Gebrüll der Vögel zum Knal­len der Peit­schen und Stöcke auf und wird aller­or­ten mit Nackt­heit und Sexua­li­tät behel­ligt, jedoch muss man über­haupt nicht mit­ma­chen, wenn man nicht will, son­dern kann zum Bei­spiel auch ein­fach beklei­det die Live­kon­zer­te gut fin­den und sich dazu ein wenig unero­tisch bewe­gen. Das klappt ziem­lich gut.

5. Men­schen.

Der wesent­li­che Charme des Bur­ning Pants besteht dar­in, dass der gemein­sa­me Min­dest­kon­sens zu einem offe­nen Mit­ein­an­der und so letzt­lich zu schö­nen Tagen mit völ­lig Frem­den führt. Dass aus­ge­rech­net Femi­ni­stin­nen auf dem ört­li­chen Klo den Schrift­zug „Besitz“ vom Kör­per einer Mit­frau zwangs­ent­fernt haben, ohne die­se über­haupt um Erlaub­nis zu fra­gen, weil Frau­en immer „star­ke Hel­din­nen“ sei­en und auf gar kei­nen Fall jemals die Kon­trol­le abge­ben dürf­ten, was wie­der­um die­se ja letzt­end­lich zum Patri­ar­chat gemacht hat, habe ich lei­der zu spät erfah­ren, sonst wäre ich ver­mut­lich an Ort und Stel­le in schal­len­des Geläch­ter aus­ge­bro­chen und hät­te prompt eine völ­lig über­flüs­si­ge Dis­kus­si­on zu füh­ren gehabt, aus der ich hier wirk­lich gern zitiert hät­te. – Der Nach­teil der schier gren­zen­lo­sen Herz­lich­keit der nor­ma­len (ha: als ob!) Besu­cher des Festi­vals: auch ein men­schen­scheu­er Gries­gram wie der Autor die­ser Zei­len blickt mit Schwer­mut auf die kom­men­den Tage. Der All­tag wirkt so bie­der, wenn er erst mal aus­bleibt.

6. Aus­blick.

In die­sem Jahr war jeder Besu­cher eine „VIP“, eine Tren­nung zwi­schen ein­fa­chen Besu­chern und Men­schen mit Zugang zur „After-Show-Par­ty“, wie sie im ört­li­chen Jar­gon genannt wird, gab es nicht mehr. Die Kar­ten für näch­stes Jahr gibt es bereits zu kau­fen. Ich bin nicht abge­neigt, erneut vor­bei­zu­schau­en (und mich hin­ter­her wie­der dar­über zu ärgern, dass bereits Hin­ter­her ist).

(Abt.: Jetzt schreibt der Irre schon wie­der sol­chen Müll ins Netz, ich kün­di­ge das Abo!!11)

Senfecke:

  1. Immer die­se Grou­pies, die in der First Row nicht dran­ge­kom­men sind. Das könn­te selbst eine Nach­le­se der bren­nen­den Unter­ho­se erklä­ren.

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