In den NachrichtenMir wird geschlecht
Medi­en­kri­tik in Kür­ze: Skan­dal: Unter­neh­men unter­schied­lich groß!

Und da wir gera­de bei unter­drück­ten Min­der­hei­ten waren, wird auf SPIEGEL ONLINE die­se Woche wie­der Gen­der­kä­se ser­viert: EU-Jus­­ti­z­­kom­­mis­­sa­rin Vivia­ne Reding dringt auf eine Frau­en­quo­te von 40 Pro­zent in den Auf­sichts­rä­ten bör­sen­no­tier­ter Kon­zer­ne. (…) Män­ner haben im Schnitt 33, Frau­en nur 20 Mit­ar­bei­ter unter sich. Es ist also nur noch eine Fra­ge der Zeit, bis die Frauen- …

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In den Nachrichten
Und jetzt alle aus Soli­da­ri­tät mit Ein­ar­mi­gen einen Arm abhacken!

(Vor­be­mer­kung: Dies ist nur teil­wei­se Medi­en­kri­tik, wes­halb ich es nicht drü­ber­schrei­be. Abwechs­lung muss ja auch mal sein.) Die momen­ta­nen Gescheh­nis­se rund um das Juden­tum machen es uns Nicht­ju­den nicht leicht, Posi­ti­on zu bezie­hen; wenn eben Mus­li­me in Ber­lin einen Juden ver­prü­geln, weil er Jude ist, darf man es sich sozu­sa­gen aus­su­chen, ob man laten­ter Anti­se­mit ist, …

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In den NachrichtenWirtschaft
Kurz ver­linkt CXVIII: Wie der Herr, so’s G’scherr.

Auf SPIEGEL Online ist man erschüt­tert: Die grie­chi­schen Ver­brau­cher ver­zö­gern die Bezah­lung ihrer offe­nen Rech­nun­gen beson­ders lan­ge: Im euro­päi­schen Ver­gleich lie­gen sie einer Stu­die zufol­ge auf dem letz­ten Platz. Aber auch die Deut­schen haben nicht die bes­te Zah­lungs­mo­ral – sie schaf­fen es nur auf den drit­ten Rang. Dass die Zah­lungs­mo­ral des Lan­des Grie­chen­land dar­in besteht, anstelle …

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KaufbefehleMusikkritik
Ghost – In Stor­my Nights

Soeben lau­sche ich dem 2007 ver­öf­fent­lich­ten Musik­al­bum „In Stor­my Nights“ des japa­ni­schen Sex­tetts Ghost, genau­er: dem 5. ent­hal­te­nen Stück „Cale­do­nia“, das mit sei­ner Dudel­sack­be­glei­tung trotz der selt­sa­men Gitar­ren­klän­ge iri­scher Tanz­mu­sik nicht unähn­lich klingt, und beschlie­ße, es hier zu wür­di­gen. Zum Glück singt Front­mann Masa­ki Batoh auf Eng­lisch – mein Japa­nisch ist nicht das Bes­te. Der Titel …

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In den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXVII: Brüs­te, Bär­te und Bäume.

Zum Glück stu­die­re ich Infor­ma­tik: Weil es an ihrer Uni zu weni­ge Tuto­ren gibt, haben Ber­li­ner Sport­stu­den­ten bei einen Akt-Kalen­­der mit­ge­wirkt, in dem sie nackt zu sehen sind. Ich fin­de ja, die Fakul­tät für sozia­le Arbeit an „mei­ner“ Hoch­schu­le hat auch deut­lich zu weni­ge Tuto­ren. Wie wär’s? Ande­re Kul­tu­ren, ande­re Sit­ten: Mit der einen Hand packte …

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FotografiePiratenpartei
#lptnds123

Zwei Minu­ten nach „Beginn“ und somit fast eine Stun­de vor Beginn ist es vol­ler Men­schen, die sich dar­über freu­en, dass es noch nicht begon­nen hat. Es gibt schlech­te Mate und schlech­ten Kaf­fee. Klar­ma­chen zum Dings.

PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXVI: Ermitt­ler fin­den Was­ser im Mittelmeer

Is’n Ding: Ermitt­ler fin­den NPD-Wahl­­­pla­­ka­­te bei Neo­na­zis Das ist der­ma­ßen däm­lich, dass es den Ermitt­lern selbst nicht auf­ge­fal­len ist. Statt­des­sen froh­lo­cken sie: „Das kann ein wei­te­rer Bau­stein sein. Wenn eine ech­te Chan­ce zu einem Ver­bot besteht, soll­ten wir das machen“, sag­te der nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­sche Innen­mi­nis­ter Ralf Jäger (SPD) SPIEGEL ONLINE. Außer der kreuz­däm­li­chen Über­schrift ist auch folgender …

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Sonstiges
De sen­ten­tio­lis prae­co­nia­li­bus non comprobatis

Offen­bar sind vie­le Wer­ber hier­zu­lan­de mit ihrem Latein bereits am Ende. Zu einem neu­en Pro­dukt gehört (dazu wei­ter unten mehr) in aller Regel auch ein ein­präg­sa­mer Wahl­spruch. Im nord­deut­schen Raum bekannt sind etwa die jovia­len slo­gans der Geträn­ke fritz-kola („viel­viel Kof­fe­in“) und Kal­te Muschi („Rot­wein Cola Zeugs (sic!). Schmeckt.“). Dabei haben nicht alle Fir­men so ein …

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In den Nachrichten
Medi­en­kri­tik LXXIII: Für mehr Monokulti!

Für die meist ziem­lich scheuß­li­che „taz“ schlug Han­na Gers­mann ges­tern vor, die EU gegen „Eli­ten­bil­dung“ (H. Gers­mann über ihr Ide­al­bild von Euro­pa) zu schüt­zen und Euro­pa zu einem leuch­ten­den Vor­bild in Sachen „Mul­ti­kul­ti“ (ebd.) zu machen. Wirk­lich ernst zu neh­men ist aber ein ande­res Pro­jekt der letz­ten Mona­te: die Gegen­be­we­gung zum Urhe­ber­rechts­ab­kom­men Acta. Plötz­lich interessierten …

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PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXV: Mit Feld­jä­gern gegen Kaugummispucker

Schwe­re Zei­ten für Schwarz­fah­rer, Raser und Leu­te, die bei Rot über Ampeln gehen: Dem­nächst wer­det ihr nicht nur von Rent­nern auf­ge­schrie­ben, son­dern auch von der Bun­des­wehr gejagt. Die Bun­des­wehr darf auch bei Ein­sät­zen im Inland in Aus­nah­me­fäl­len mili­tä­ri­sche Mit­tel zur Abwehr von Gefah­ren ein­set­zen. Das hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ent­schie­den. Die­se „Aus­nah­me­fäl­le“ sind genau so klar …

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PolitikIn den Nachrichten
Kurz ver­linkt CXIV: Todes­en­gel für Afghanistan

Was übri­gens auch ziem­lich tra­gi­ko­misch ist, ist ja die Geschich­te der Klas­se 2b der Gemein­schafts­grund­schu­le in Gum­­mer­s­­bach-Bern­­berg, deren Sach­kun­de­leh­re­rin Mecht­hild Sül­zer, tief­trau­rig ob des Umstan­des, dass die deut­schen Mör­der­ban­den in Afgha­ni­stan nicht mal über Weih­nach­ten eine Mord­pau­se ein­le­gen dür­fen, eine tol­le Idee hat­te: Gemein­sam mit ihren Schü­lern, der soge­nann­ten „Dra­chen­klas­se“ bas­tel­te sie Schutz­en­gel und schick­te diese …

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Persönliches
Mas­ken­ball

Und dann sitzt man wie­der in sei­nem selbst errich­te­ten Gefäng­nis aus Möbeln und Medi­en und blickt nach drau­ßen, wo die Nach­mit­tags­son­ne durch die Bäu­me scheint. Die Nacht unter kla­rem Ster­nen­him­mel vol­ler Per­sei­den erscheint unglaub­lich weit ent­fernt. Ster­ne waren noch nie so schnup­pe wie in die­sem Augen­blick. Man hat­te gemein­sam geträumt von (einer bes­se­ren Welt und) …

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Persönliches
Gedan­ken im Zug

Aus mei­nem Sin­nie­ren über die eigen­ar­ti­ge Pro­test­kul­tur in die­sen unru­hi­gen Zei­ten wer­de ich unsanft her­aus­ge­ris­sen. Im Zug neben mir sitzt ein jun­ges Pär­chen, bei­de offen­bar nicht älter als 17, und sie spre­chen unent­wegt mit­ein­an­der. Nun, genau­er gesagt: Sie spricht, er glotzt, nur gele­gent­lich unter­bro­chen von – selbst­ver­ständ­lich wenig dezen­tem – Knut­schen und Schmat­zen, gefolgt von …

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