Archiv für die Kategorie ‘Politik’.

Politik regt mich auf, und wenn ich mich aufrege, muss ich schreiben, sonst gibt’s Tote.

Mir wird geschlecht
Studierx der Gallier (Notiz zur 2. Auflage)

Ich beginne mit einer Frage an diejenigen unter meinen Lesern, die die deutsche Sprache nicht als Muttersprache erhalten haben und vielleicht noch mit grammatikalischen Besonderheiten Probleme haben: Was ist das?

Humbug-Universität

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In den NachrichtenPiratenpartei
Förmchen klauen gegen Rechts

Dass die Vorratsdatenspeicherung – unter welchem Namen auch immer sie derzeit daherzukommen pflegt – nicht nur gefährlich, sondern auch überflüssig ist, hat nun sogar die hessische Polizei bewiesen: Sicherheitskräfte haben im hessischen Oberursel Material zum Bombenbau sichergestellt, jedenfalls potenzielles, und das ganz ohne Vorratsdatenspeicherung. Dass man mit genug Masse aus einer Menge Dingen Bomben bauen kann, sei für den dramatischen Effekt einmal beiseite gelassen.

Schade ist diese Entwicklung allerdings für die Piratenpartei, denn wenn man ihr zu wenig Politisches zu tun gibt, kommen die Förmchen wieder in den Sandkasten: Alles Nazis da, natürlich die üblichen Verdächtigen, denn gewusst hat’s wieder einmal jeder besser. Was ist passiert? Nun, der amtierende Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland hat sich mehrheitlich dagegen ausgesprochen, Werbematerial für piratenfremde Gruppierungen wie „die Antifa“ im parteieigenen Klamotten- und Fähnchengeschäft „PShop“ wieder zuzulassen, was einige Zeit zuvor beendet worden war. Obwohl jede demokratische Partei, um den staatlichen Grundsätzen zu genügen, sich gegen Extremismus stellen sollte und auch der Piratenpartei wohl kaum noch der Ruf einer Partei für Rechtsradikale anhaftet, scheint der Schluss nahezuliegen, dass ein Verein, der nicht für andere Vereine wirbt, automatisch Gegner dieser Vereine ist. Ich finde es ja auch frech von den Grünen, keine CDU-Broschüren herauszugeben, aber die werden sich schon etwas dabei gedacht haben.

Selbstbeschäftigung? Natürlich! Aber wie es in einer basisdemokratischen Partei so ist, stört das zunächst mal niemanden. Es gibt aus Rache für obiges verwerfliches Tun bereits Entwürfe für selbst zu druckende Flaggen, auf denen zum Geschlechtsverkehr mit dem Bundesvorstand aufgerufen wird. Protestsex könnte helfen, ist aber schon ein bisschen albern. Ach, albern: Es ist wieder einmal der 1. Mai, es ist wieder einmal Tag der Krawalle. Laut sein gegen Ungerechtigkeit. Flaschen werfen gegen Rechts. Dumm fickt zu viel.


Anscheinend unterschätzte Marktlücke: Auftragsrants. Wer einen Markennamen hat, kann sich jetzt selbst blöd finden. Die Wirtschaft lebt von diesem Tohuwabohu.

In den NachrichtenMir wird geschlecht
Sex, Sex, Sex

Ob es für oder die Gesellschaft spricht, wenn „Journalisten“ die Apple Watch als „throbbing strap-on“ beschreiben und über einen „satisfying wristjob“, die Befriedigung durch’s Handgelenk, spekulieren, ist mir unklar; klar ist allenfalls, dass die Glorifizierung von Marken nicht gerade zur Unschuld der Gesellschaft beiträgt. Dazu passt, dass im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, traditionell nicht gerade dem intellektuellen Zentrum des Landes, gegen Sexualisierung gekämpft wird, wo gar keine ist:

Künftig soll jede Werbung unterbunden werden, in der Frauen als „(willens)schwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig, naiv“ dargestellt werden. Frauen dürfen auch nicht „ohne Anlass lächelnd inszeniert“ sein oder „zu körperbetont bekleidet“ gezeigt werden.

Von mir aus hätte nach dem ersten Komma Schluss sein können, aber ich habe von wirtschaftlichen Zusammenhängen auch nicht mehr Ahnung als nötig. Vor lauter Verwunderung hat Jan Fleischhauer allerdings das einzig Richtige getan und Frauenzeitschriften gelesen:

Man gewinnt beim Lesen den Eindruck, dass sich Frauen pausenlos mit ihren Haaren und Fingernägeln beschäftigen und den Rest der Zeit dabei sind, über den Stand ihrer Beziehung nachzusinnen. Sex ist auch ein großes Thema, wobei es vor allem darum zu gehen scheint, wie man einem Mann einen perfekten Blowjob verpasst („Petra“: „10 Tipps, damit beim Blasen nichts mehr schief gehen kann“) beziehungsweise verhindert, dass man dabei die Konzentration verliert („Cosmopolitan“: „12 Dinge, die jede Frau denkt, wenn sie ihm einen bläst“).

Mir fällt auf, dass ich eigentlich auch mal wieder Frauenzeitschriften lesen müsste, Steckenpferd, wissenschon.

Apropos Fleisch hauen: Schluss mit Mate und Jutebeuteln, Burger sind das neue hip. Mach dich hübsch, Cheri, wir essen Hack. Sind doch Spießer.


Anfang dieses Jahres berichteten manche Medien darüber, dass BMW es mit der intelligenten Vernetzung wohl etwas zu genau genommen hat: BMW-Autos ließen sich unbefugt öffnen. Fahrzeughersteller haben seitdem offenbar angestrengt darüber nachgedacht, wie man solche Vorfälle in der Zukunft vermeiden könne, denn gestern berichtete man auf heise.de über den wachsenden Markt der digitalisierten Fahrräder. Klar: Was keine Türen hat, kann man auch nicht aufhacken. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt!

Jedenfalls teilweise:

Das Notrufsystem eCall wird für alle neuen PKW und leichten Nutzfahrzeuge ab dem Jahr 2018 zur Pflicht. (…) Bei einem Unfall übermittelt das System die Position des Fahrzeugs automatisch.

Nun wird also auch das Automobil gesetzlich zur Wanze erklärt. Aber ist das dann nicht gefährlich, öffnet das nicht, haha, Tür und Tor für Kriminelle? Nein, keine Sorge, es bestehe keine Gefahr:

Datenschutzsorgen soll ein Verwertungsverbot entgegentreten.

Ach so. Dann bin ich beruhigt!

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Die Ärzte – Hurra

SchneeeuleEin Morgen, ein Montag, ein Schreck. Wie immer, wie immer. Unterschätzter Beruf: Brotberater. Dem’s dann vermutlich aus Schichtgründen auch egal ist, wie schnell sich die Welt um ihn dreht bzw. eben nicht: Die Deutschen haben Angst vor Spionage, immer noch, aber immerhin nicht mehr von den Amerikanern, also nicht nur: Es seien „technische und organisatorische Defizite beim BND“ identifiziert worden, die sicherheitshalber nicht beim Namen (Steinmeier) genannt werden, damit sich nicht wieder zeigt, wie nachhaltig blöde es von uns eigentlich war, die damals schon unerträgliche SPD ab 1998 irgendwas tun zu lassen, was über Laubfegen und Bierholen hinausgeht.

Andererseits braucht man Deutschland gerade dringend, ist doch der USA-geförderte Putsch in der Ukraine nicht zur Zufriedenheit der NATO ausgegangen: Da rückt man seit 1990 mit allerlei Militär immer weiter an Russland heran und dann lässt der russische Präsident einen trotzdem nicht einfach durch, sondern beharrt darauf, dass der Warschauer Pakt eigentlich dem Frieden dienen sollte. Klarer Fall: Der muss weg. Nachdem es sich allmählich herumspricht, dass Russland sich vielleicht doch nur verteidige und die Ukraine eben nicht eingenommen habe, denn sonst sähe es dort ganz anders aus (ein russischer Präsident habe so seine Möglichkeiten, wie es heißt), werden unsere amerikanischen Freunde, die das Ende des Kalten Kriegs bis heute traumatisiert zu haben scheint, allmählich nervös. Ein Plan muss her!

Im Europäischen Parlament gibt es mit der Europäischen Volkspartei, dem Zusammenschluss der „konservativen“ Parteien, genau die richtige Ideenschmiede für solche Pläne. In dieser „Partei“ wird Deutschland von Geistesgrößen wie Elmar Brok (Schmalhans des Tages im Februar 2014) vertreten, was Grund genug sein sollte, das Europäische Parlament entweder aufzulösen oder zumindest einmal genauer hinzuschauen, denn: „Abgeordnete der EVP haben (…) angesichts des Konflikts mit Russland propagiert, dass es die beste Verteidigung sei, sich auf den Krieg vorzubereiten“, natürlich mit Atomwaffen, denn gegen normales Militär wusste sich der Iwan seit jeher selbst zu wehren. Von europäischem Boden soll nie wieder Frieden ausgehen, Frieden kurbelt den Waffenexport nicht an. Für irgendwas müssen die US-amerikanischen Militärstützpunkte in Deutschland doch noch gut sein, 70 Jahre Kriegsende wollen angemessen gefeiert werden. „Weißt du noch, wie’s früher war?“

Guten Morgen.

In den NachrichtenMir wird geschlechtWirtschaft
Liegengebliebenes, 23. April 2015

Jetzt stellt sich auch noch der Kalender, dieses weiße gutsituierte Maskuschwein, gegen die Frauen!


Vor über zehn Jahren haben in Deutschland recht viele Menschen – leider erfolglos – dagegen protestiert, das Studium mittels der widerlichen „Bologna-Reform“ zu „optimieren“, die die Einführung gleichgeschalteter „Bachelor“- und „Master“-Studiengänge für eine bessere Unterstützung der Wirtschaft bedeutete, wodurch das Studium deutlich an Reiz verloren hat.

Heute beklagen sich die Gewichsten aus der Wirtschaft darüber, dass das von ihnen geschaffene top-down-Hochschulsystem nicht mehr genug Kreative abwirft: Laut einer Umfrage sind deutsche Unternehmen mit den Absolventen immer unzufriedener. Laut einer weiteren Umfrage sind deutsche Absolventen übrigens auch immer unzufriedener mit skrupellosen Schlipsträgern, die noch nie in ihrem erbärmlichen BWLer-Leben etwas für ihr viel zu reichlich vorhandenes Geld tun mussten.


Dabei hat es die Wirtschaft ja auch nicht leicht, sie muss sich zum Beispiel mit „Journalisten“ rumschlagen:

Am liebsten hätten Sie sich wahrscheinlich eine Beispielfirma ausgedacht, in der es exakt so zugeht, wie Sie es für Ihren Artikel brauchen, richtig? Ach nee, das passt ja dann nicht zum “recherchierten Qualitätsjournalismus” á la Spiegel.


Apropos SPIEGEL – Eilmeldung: Frosch sieht aus wie eine Figur, die einem Frosch nachgebildet ist!


Ihr kennt das Problem: Ihr wollt nur mal eben einen neuen Browser auf eurem Traktor installieren, wisst aber nicht, ob das von der Garantie abgedeckt wird. Keine Sorge, Rettung naht: In den USA dürfen Traktoren womöglich bald gar nicht mehr umprogrammiert werden.


Frühes Flirten in Hugetite Lane, Squeezemburg: Will be glad to demonstrate in a dark room.

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
Field Music – Who’ll Pay The Bills

EuleEs ist Montag; wie betrüblich. Frühes Aufstehen, Katerstimmung. Käuzchengefühle. – Aber genug davon, es wird ja nicht besser; ein schönes Zitat soll stattdessen diesen Montag einläuten:

Ich habe mittlerweile (…) das Gefühl, dass man mir absprechen will, Feministin zu sein, nur weil ich gerne Schwänze lutsche und mich in den Arsch ficken lasse.

Was einem Mann Spaß macht, könne ja nicht feministisch sein. – So werden immerhin weniger Kinder entstehen, die feministisch erzogen werden. Apropos Arschlöcher: Die Firma Sony macht sich seit einiger Zeit stark dafür, „Raubkopierern“, also Leuten, die ihre öde Bumsmusik aus unlizenzierter Quelle beziehen, das Internet abzudrehen. Am Wochenende stellte sich heraus, dass Sony es mit dem Verwertungsrecht Dritter nicht so genau nimmt. Ich befürworte das Einschalten von Anwälten mit der Forderung, der Firma Sony das Internet wegzunehmen. Sie kann damit offensichtlich nicht umgehen.

Andererseits kann man ganz gut ohne Sony leben. Selbst die dort unter Vertrag stehenden Musiker sind überwiegend verzichtbar. Andere Plattenfirmen haben auch schöne Verträge. Ein Beispiel gefällig? Aber gern.

Field Music – Who'll Pay The Bills (The Amazing Sessions)

Guten Morgen.

Mir wird geschlechtMusikkritikNetzfundstücke
Kurz verlinkt: Julia und die Debattenkultur

„Nicht schon wieder Politik!“, mag mancher Leser angesichts der Überschrift denken. Na gut, dann beginne ich mit ein wenig Musik:

Am 5. Juni 2015 erscheint das Debütalbum „Oxymoron“ der Schweizer Band Muzak. Der Begriff „Muzak“ stammt von der gleichnamigen Firma ab, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts anfing, „Musik“ mit der bloßen Funktion der Kaufhaus-, Fahrstuhl- oder vergleichbaren Beschallung herzustellen; dem Volksmund wie auch Musikern wie John Lennon („How Do You Sleep?“) und nicht zuletzt Steven Wilson („The Sound of Muzak“) war und ist „Muzak“ mittlerweile als Sammelbegriff für Begleitgedudel bekannt. Es ist verzeihlich, dass die Band dieses Namens eigentlich viel bessere Musik macht, die mich an die feinen Toc.Sin erinnert:

Muzak – How Could We Ever (Official Video)

Ich bin gespannt, wie das Album in Gänze klingen wird.

So, jetzt aber!


Erinnert ihr euch noch an Julia Schramm? Nach Nähe zur F.D.P. und Feminismuskritik stieg sie ihrerzeit mehrfach in die Piratenpartei ein und wieder aus, landete zwischenzeitlich sogar im Bundesvorstand, wurde dann vom grassierenden Feminismus überwältigt, schwurbelte sich zum eigenen Buch und besetzt seitdem die Rolle des schlechten Vorbilds in Vollzeit.

Hatespeech Julia Schramm

Für die Amadeu-Antonio-Stiftung („Amadeu Antonio Stiftung“), wo sie sich angeblich – wie bereits auf Twitter – mit „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ beschäftigt, arbeitete sie mit einschlägig Bekannten wie Jasna „Gummibär“ Strick und Yasmina Banaszczuk zusammen, um eine Broschüre über Debattenkultur im Internet und den Umgang mit „Hate Speech“ zu verfassen. Man kann ihr dieses eine Mal zumindest nicht nachsagen, sie habe keine Ahnung, wovon sie spricht.

Die Stiftung wird übrigens von hochrangigen Partnern wie dem Bundesfamilienministerium unterstützt.


Hihi (1): Schatten sind rassistisch, weil sie dunkel sind.

Hihi (2): Günter Grass: ein unbequemer Sessel.

In den NachrichtenPolitik
Deutschverticker

Heiko Maas von – mal wieder – der SPD ist gestern entgegen bisherigen Aussagen davon abgerückt, sich gegen die anlasslose Totalüberwachung aller Bürger einzusetzen. Dazu muss ich wahrscheinlich nicht viel schreiben, unzählige Blogger und Twitternutzer haben das schon genüsslich zerkaut; allenfalls noch so viel: Es ist für den effizienten Protest gegen Entscheidungen einer von immer noch zu vielen Leuten gewählten Pfeifenpartei wie der SPD wohl nur bedingt förderlich, wenn man Parolen skandierend Transparente schwenkt und das bereits für „den Arsch hochkriegen“ hält.

Aber ich reg‘ mich nicht auf, ich mag mich nicht wiederholen. Stattdessen hier ein Link zu einem Text über jemanden, der Jürgen Klopp dabei fotografiert hat, wie er Wasser in ein Glas gießt.

In den NachrichtenWirtschaft
Anmerkungen zu Griechenland

(Vorbemerkung: Da populistische Kommentare zum Weltgeschehen offenbar genug Werbeeinnahmen bringen, um grauenhafte „Nachrichtenportale“ wie WELT.de – aus LSR-Gründen hier nicht verlinkt – am Leben zu halten, versuche ich es jetzt auch mal.)

Einer der Vorteile, in einem sich international gebenden Unternehmen zu arbeiten, besteht darin, dass man eine ganz andere Sicht auf gesellschaftliche Zusammenhänge in einigen Ländern bekommt, über die sonst nur Schmähschriften zu erscheinen scheinen. Damit meine ich ausnahmsweise nicht einmal Russland. Jüngst hatte ich etwa die Gelegenheit, mir einmal darlegen zu lassen, woran die griechische Wirtschaft eigentlich krankt. Ich war allerdings nicht bedeutsam überrascht, als mir offenbart wurde, die Schuld trage nicht etwa der schrecklich kommunistische Finanzminister, der übereinstimmend als „guter Troll“ bezeichnet wird, sondern die dortigen Steuerzahler.

Bereits im Februar schrieben Medien, es sei der „größte Test“ für den griechischen Premierminister Alexis Tsipras, sein Volk dazu zu bringen, Steuern zu zahlen, was sich seit Jahren als schwierig erweist.

Das fängt schon bei den Belegen für die Steuererklärung an. Die gehen gern mal „verloren“. Da gebe ein Unternehmen an, es habe vierzig Prozent seiner Waren defekt erhalten, leider gebe es aber keine Belege. Das hierfür geforderte Bußgeld sei noch immer niedriger als die Steuer. Damit das nicht auffällt, seien es jedes Jahr andere Waren, die leider, leider unbrauchbar seien. Ein System zur Digitalisierung der Belege hat sich nicht durchgesetzt, etwa, weil kaum ein Geschäft die erforderlichen Kartenleser verwendet.

Gibt es niemanden in Griechenland, der aufpasst, dass nicht alles völlig im Chaos versinkt? Doch, so wurde es mir erzählt, zum Beispiel würden Betreibern von Nachtclubs, die sich nicht an gesetzliche Vorschriften halten, Gefängnisstrafen auferlegt. Wohlgemerkt handele es sich dabei selten um den tatsächlichen Betreiber, vielmehr werden Menschen dort beschäftigt, deren einzige Aufgabe es sei, die Mindeststrafe von einem Tag in Haft abzusitzen. Das passiert also, wenn sich in einem Land der „zivile Ungehorsam“ durchsetzt, der hierzulande gelegentlich gefordert wird.

Andererseits nähert sich Griechenland in wirtschaftlicher Hinsicht gerade Russland an, was bekanntlich von einem Pakt mit dem Teufel sowieso nicht weit entfernt ist. ZEIT ONLINE freut sich zum Beispiel heute:

Russland wurde wegen der Annexion der Krim aus der Staatengruppe ausgeschlossen, die früher G8 hieß. Ihr gehören heute neben Deutschland und Frankreich die USA, Kanada, Italien, Großbritannien und Japan an.

Die friedlichen Westmächte um die Vereinigten Staaten und das kosovoverwöhnte Deutschland dulden niemanden in ihrer Mitte, der mit einer Armee in anderen Ländern seine Macht festigt. Den eigenen politischen Einflussbereich erweitern darf nur, wer einen guten Grund (Erdöl) vorzuweisen hat. Endlich tut mal jemand was für den Weltfrieden.

Hat Griechenland eigentlich Atomwaffen?


Blöde Idee des Tages: Ein Gürteltier erschießen wollen.

In den NachrichtenPolitik
Berufsverbot für Karl Lauterbach!

Toll: Salz mit weniger SalzImmer noch treibt das Flugzeugthema lächerliche Blüten, es wird allmählich ermüdend: Der Copilot habe wohl wegen seiner Eingeweihten seit längerer Zeit bekannten Depression erweiterten Selbstmord begangen. Warum er sich keine Therapie gesucht habe? Man müsse, bis zur Unterlippe vollgestopft mit awareness, solchen Leuten doch helfen, sonst machen sie später schlimme Popmusik oder schreiben Tageszeitungen mit Kolumnen voll.

Als wäre das ein Leichtes. Das Gesundheitssystem in Deutschland ist auch für psychische Umstände nicht mehr sonderlich gut geeignet, zu wenige Heilkundige treffen auf zu viele, die das soziale Netz nicht mehr allein tragen kann.

Diese Zuvielen sollten dann zumindest, so lange sie eine Therapie zu bekommen versuchen, angeschwärzt werden dürfen, um ihre gerechte Strafe zu erhalten: Der Absturz der Germanwings-Maschine hat (…) eine wenig qualifizierte bis sogar schädliche Diskussion über die ärztliche Schweigepflicht gegenüber Arbeitgebern ausgelöst, wobei bisher unklar blieb, wie die Arbeitgeber dann mit dieser Information umgehen sollen. Darauf kennt allerdings zumindest die Partei, wegen derer das Gesundheits- und Sozialsystem überhaupt in einem derart desolaten Zustand ist, ebenso wie ihr Seniorpartner eine Antwort:

Als Folge aus dem Germanwings-Absturz (…) hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar. (…) SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach äußerte sich ähnlich. „Bei bestimmten Formen der Depression könnte ein Berufsverbot unter bestimmten Umständen notwendig sein“, sagte Lauterbach dem Magazin [Focus, A.d.V.].

Wahrscheinlich löst es irgendein Problem, Menschen mit Depression noch ein wenig Halt in Form ihrer Arbeitsstelle zu nehmen, sonst wäre der Vorschlag ja vollkommen dämlich. Aber der blinde Aktionismus ist super. Es war nicht völlig ungeschickt von der SPD, auch diesmal blass zu bleiben; der Spott und die Verärgerung werden im Netz vorwiegend über der CSU und Joachim Herrmann (ältere Leser kennen den Herrn noch vom Staatstrojaner) ergossen. Das Wählergedächtnis ist ein schlichtes.

Die Erkenntnis des bayerischen Innenministers, manche Menschen seien in ihrem Beruf eine Gefahr für andere, zeugt von hoher Selbstreflexion[.]
Enno Park


Apropos Medien: Aufstehen ist gesund. Please stand up. Unterschätzte Gefahr: Atmen. Viel Glück.

In den NachrichtenNerdkramsPolitik
iNetzpolitik / kboard

Kennt ihr eigentlich Netzpolitik.org? Netzpolitik.org, selbsternanntes Sprachrohr der Netzgemeinde und in letzter Zeit durch selbstgerechtes Geschwafel und aufdringliches Gebettel, man möge doch bitte per Dauerauftrag dabei helfen, den Betrieb der Website zu finanzieren, aufgefallen, hat – hier aus ethischen Gründen nicht verlinkt – mal wieder einen auf Twitter und anderswo hämisch begleiteten „Coup“ gelandet:

Letzten Monat berichtete der Spiegel über „interne E-Mails“ zwischen „Innenministerium und Interessenvertretern bei der EU-Datenschutzreform“. Die Redaktion erhielt diese „mithilfe des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes“. Diese E-Mails haben wir auch angefragt. (…) Das Innenministerium schickt uns eine CD mit einer EXE-Datei, die wir ausführen sollen. Aha. Das würden wir nach den Enthüllungen zum Staatstrojaner ja nicht mal mehr vom BSI akzeptieren.

Außerdem haben wir in unserem Büro gar keinen Windows-Rechner.

Eine CD? Was war das noch mal?

(Für die Jüngeren unter den Leser/innen (sic! A.d.V.): Das ist ein optisches Speichermedium aus dem letzten Jahrtausend. Euer iDevice hat dafür gar kein Lesegerät mehr.)

Für die Älteren unter euch: Offensichtlich ist die EDV-Ausstattung bei Netzpolitik.org auf Geräte der Firma Apple beschränkt, die für eine Kombination aus wenigen Funktionen (es fehlt mittlerweile anscheinend auch eine Möglichkeit, Musik-CDs wiederzugeben oder auch nur ins Gehäuse zu stecken) und irrwitzig hohem Preis bekannt sind.

Man verstehe mich nicht falsch: Natürlich darf sich ein jeder, dem der Sinn danach steht, in Datenschutz- und Netzpolitik-Fragen von jemandem vertreten lassen, der eine US-amerikanische, mit der NSA kooperierende Firma als seinen einzigen Hardwarelieferanten bekanntgibt. Ich meinerseits beginne zu verstehen, was mit den Spenden so passiert: Papa braucht einen neuen iPod. Aber, haha, die vom Innenministerium, hihi, schicken vertrauliche Daten auf einem nur lesbaren Datenträger. Hahaha. Hahahaha!

Ich bin nur mäßig erstaunt, wie leicht es der NSA gefallen ist, Sicherheitsmaßnahmen mancher Rechner zu umgehen.


Auch schön: kboard vereinfacht einsilbige Kommunikation unter Android. Nie wieder selbst „k.“ schreiben!

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Slomind – Throne of Volt

Kalt hier heuteWie hätten die NSU-Morde verhindert werden können? Vielleicht, indem man dem „Verfassungsschutz“ dieses armen SPD-gebeutelten Landes ein bisschen untersagt hätte, Söldner anzuwerben und mit ihnen mordend durch ebendieses Land zu ziehen; vielleicht auch, indem man diesen „Verfassungsschutz“ von vornherein als Relikt einer Zeit behandelt hätte, die wir überwunden zu haben hoffen; vielleicht aber auch, indem man einfach noch ein bisschen mehr anlasslosen Generalverdacht praktiziert, findet der Vorsitzende der ehemaligen Volks- und heutigen Lobbyistenpartei SPD:

SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat das Vorhaben der Großen Koalition bekräftigt, die Vorratsdatenspeicherung gesetzlich zu regeln. (…) „Hätten wir das bereits zum Zeitpunkt der ersten NSU-Morde gehabt, hätten wir weitere vermutlich verhindern können“, betonte der SPD-Chef.

Das allerdings hätten „wir“ vermutlich nicht, in Frankreich hat jedenfalls die dortige Vorratsdatenspeicherung sich im Januar dieses Jahres nicht gerade als ein Erfolg hinsichtlich der Prävention größerer Attentate herausgestellt. Mit ein bisschen mehr Überwachung des Bundestags allerdings hätten wir 2013 vielleicht Sigmar Gabriel verhindern können. Wieder einmal eine große Chance vertan.

Was soll’s. Es ist Ostermontag, die Schokolade vom Wochenende verklebt den Verstand. Der Iran ist nur noch zwei Jahre vom Bau einer Atombombe entfernt – seit Jahrzehnten. Schreien? Ach, nein. Rocken.

Slomind – Throne of Volt (official Video)

Guten Morgen.

In den NachrichtenPolitik
„… oder Essenswünschen“

Endlich tut mal einer was gegen den internationalen Flugzeugterrorismus:

Die „European Digital Rights“-Initiative (EDRi) warnt davor, dass französischen P2P-Nutzern mit dem geplanten EU-Sammelsystem für Flugpassagierdaten Schwierigkeiten drohen, wenn sie fliegen wollen. (…) Demnach könnten auch französische Nutzer, die illegal per Filesharing geschützte Inhalte aus dem Internet gesaugt haben, künftig von Flügen ausgeschlossen oder zumindest am Flughafen verschärft kontrolliert werden.

Ob man noch von „geschützten Inhalten“ reden sollte, wenn sie offen im Netz herumliegen, wage ich nicht juristisch zu beurteilen. Viel zu groß ist meine Erleichterung darüber, zu wissen, dass an Flughäfen künftig keine gefährlichen eMule-Nutzer mehr unbehelligt herumlaufen dürfen. Wie genau eine „verschärfte Kontrolle“ sich gegenüber den entwürdigenden Abtastungen regulärer Fluggäste auswirkt, konnte ich leider noch nicht herausfinden. Vielleicht bekommen sie zusätzlich eine Analsonde eingeführt, die nach geschmuggelten Datenträgern mit MP3-Dateien sucht; aber wenn’s der Terrorabwehr dient, bitteschön.

Wie eben auch (Hervorhebung von mir):

Nach dem Richtlinienvorschlag der EU-Kommission sollen Passenger Name Records (PNR) wie Namen, E-Mail-Adressen, Telefon-, Konten- und Kreditkartennummern oder Essenswünschen fünf Jahre aufbewahrt werden.

Wenn einer, der heute im Flugzeug einen Salat isst, in fünf Jahren jemanden innerhalb der EU ermordet, wird diese Aufzeichnung bei der Identifikation des Mörders helfen, nehme ich an. Warum sollte die EU-Kommission denn sonst so einen Beschluss fassen wollen?

„Big Data“ hatte ich mir ja immer etwas anders vorgestellt.


Apropos Big Data: Jetzt wollen sie auch noch unseren Whiskey überwachen! :aufsmaul:

In den NachrichtenPolitik
Dreimal kurz verlinkt: Knallköpfe!

Eine gute Nachricht: Die Bundeswehr tötet immer weniger wahrscheinlich irgendwen. Warum? Nein, nicht aus ethischen Gründen, die, seit der deutsche Kriegsminister von der „christlichen“ CDU/CSU gestellt wird, sowieso allenfalls ein Treppenwitz sind; vielmehr aus technischen Gründen:

Seit Monaten gibt es Zweifel am Standardgewehr der Bundeswehr. Jetzt haben technische Prüfungen nachgewiesen, dass das G36 ungenau wird, wenn es heiß geschossen ist.

Der Hersteller zeigt sich bestürzt:

Das Standardgewehr G36 habe bei „sachgerechtem Gebrauch keine maßgeblichen Einschränkungen der Einsatztauglichkeit“, erklärte das Unternehmen.

Zu „sachgerechtem Gebrauch“, wenn ich das jetzt richtig verstehe, gehört es also nicht, ein Dauerfeuer auf den Feind (i.e. den Iwan) zu eröffnen – gezielte, einzelne Schüsse auf für das Überleben wichtige Körperteile müssen genügen. Die Wirtschaft zumindest würde der sparsame Umgang mit Munition freuen, der deutsche Waffenexport ist ja, wie es heißt, im Rückgang. Wahrscheinlich werden die übrigen Tötungsmaschinen vom eigenen Land für die Befriedung so genannter Schurkenstaaten gebraucht. Friedenspanzer, wissenschon.


Macht die CDU denn alles falsch? Nicht ganz:

Das Netzwerk Digitalisierung der CDU Deutschlands hat sich unter der Leitung von Generalsekretär Peter Tauber konstituiert. (…) Dazu erklärte Nadine Schön: „Digitalisierung ist der Erfolgsschlüssel der Zukunft. Diese Chance wollen wir nutzen. Unser Ziel ist es, digitales Entwicklungsland Wachstumsland Nr. 1 zu werden. (…) Unser Ziel ist es Vorreiter zu sein. Unser Anliegen als CDU ist es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um Unternehmen, Start-ups, Forschung, Gesellschaft und jedem Einzelnen die Chance zu geben, erfolgreich an der Digitalisierung teilzunehmen. (…)“

Die Einzelnen, die zum Teil seit über zwanzig Jahren an der Digitalisierung teilnehmen, freut das sicherlich, denn die „richtigen Rahmenbedingungen“ der CDU – wir erinnern uns an Zensursula, ACTA, Vorratsdatenspeicherung, den Umgang mit der NSA- und BND-Überwachung und nicht zuletzt Femen – sind genau das, was diesem gequälten Internet noch gefehlt hat.


Aber zum Glück gibt es ja noch das andere politische Ufer, die Linken. Endlich ist wenigstens in Thüringen wieder alles wie früher. Alles? Leider nicht:

Ein Beamter aus Thüringen wollte sich in den Ruhestand versetzen lassen, bei vollen Bezügen. Grund: Er mochte unter dem neuen linken Landesvater Bodo Ramelow nicht Dienst tun.

Man bekommt einfach kein anständiges Personal mehr.

In den NachrichtenNerdkramsPolitik
Wenn ein Administrator im Basketball versagt

Ich wedle feministisch mit den Händen vor meinem Gesicht herum, denn Simon Hurtz – hurz! – triumphiert auf Golem.de:

Weil ein automatisches Windows-Update länger dauert als gedacht, beginnt ein Heimspiel der Paderborner Basketballer mit Verspätung. Die Liga reagiert mit Punktabzug – der vermutlich den Abstieg der Paderborner besiegelt.

Groß ist die Häme in den einschlägigen Vorschulforen: Hahaha, Windoof! Macht einfach Updates! Mit Linux/Mac OS X/Stift und Papier wär‘ das und so weiter. – Nun könnte man allerdings auch davon ausgehen, dass so ein wichtiges System wie das betroffene gelegentlich auch einmal gewartet und nicht nur den Dingen freier Lauf gelassen wird. Versagt hat hier nicht, hahaha, Windoof, sondern derjenige, der für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur zuständig ist. Ein Administrator, der ein Windowssystem so einrichtet, dass so etwas überhaupt passiert, ist nicht nur ein Versager in seinem Beruf, sondern offensichtlich auch ein Feigling, wenn er den Spekulationen darum, dass, hahaha, Windoof schuld an den Folgen seines Tuns sei, kein Eingeständnis entgegenstellt.

Andererseits: Wer würde sonst über Paderborner Basketball berichten? Linuxfreundliche deutsche Medien sind dankbare Bühnenbildner.


Zu diesen linuxfreundlichen Medien gehört bekanntlich auch „SPIEGEL ONLINE“, wo, wenn nicht gerade ein kläglicher Versuch passiert, über Technik berichten zu wollen, zumindest manchmal Lesenswertes über Politik publiziert wird, darunter aktuell diese Meldung:

Im Juli 2013 hatte das europäische Parlament einheitliche Strafen für kriminelle Hacker beschlossen. Nun ist die Bundesregierung dabei, die EU-Richtlinie in nationales Recht zu überführen. Am Donnerstag wird der Entwurf für das Gesetz zur Bekämpfung der Korruption in zweiter Lesung im Bundestag verhandelt. Darin enthalten: Für unter Paragraf 202c fallende kriminelle Hackeraktivitäten soll bald eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren verhängt werden können.

§ 202c StGB („Paragraf 202c“, genauer will es ein SPIEGEL-ONLINE-Leser wahrscheinlich selten wissen) bezieht sich hierbei insbesondere auf § 202b StGB, in dem es heißt:

Wer unbefugt sich oder einem anderen unter Anwendung von technischen Mitteln nicht für ihn bestimmte Daten (…) verschafft, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.

Der „Paragraf 202c“ bestimmt, dass jemand, der „Computerprogramme, deren Zweck die Begehung einer solchen Tat ist, herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verkauft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, (…) mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft“ wird; was eben zum Beispiel auch für die meisten aktuellen Linuxdistributionen gilt, die das 1337-h4xX0r-Werkzeug nmap zur Installation anbieten, was bereits 2009 Thema beim Bundesverfassungsgericht war. Wenn ich das damalige Urteil richtig verstehe, so gilt ein Betriebssystem, auf dem nmap installiert ist, nur dann nicht als Hackersoftware gemäß § 202c StGB, wenn es ausdrücklich der Sicherheit des eigenen Systems dient. Wer – wie ich – zum Beispiel ein bestimmtes Betriebssystem dieser Art nur deshalb einsetzt, weil es besser funktioniert als andere Systeme, der könnte sich, je nach Wohlwollen des Gerichts, möglicherweise strafbar machen. Insofern sind die Paderborner Basketballer vermutlich mit Windows, auf dem nmap selten installiert oder direkt installationsbereit ist, nicht schlecht beraten.

Ich bin etwas skeptisch, was die Zuversicht betrifft, dass eine Verlängerung der Haftstrafe auf zwei Jahre für die meisten Menschen, die Linux installieren (obwohl das einige andere Probleme lösen würde), dazu geeignet ist, die NSA davon abzuhalten, unsere private Kommunikation zu analysieren, aber ich bin vielleicht einfach nicht sozialdemokratisch genug, um dieses Gesetz zu verstehen. Snowden ist schon wieder zu lange her, es interessiert den Michel nicht mehr. So lange es gegen den Iwan (Putin, Wladimir) hilft, sind unsere ärgsten Gegner noch unsere Freunde. Das Recht auf Informationsfreiheit mag vielleicht nicht so wichtig sein, wenn man nicht weiß, wie man morgen seine Miete bezahlen kann, aber es ohne einen Mehrwert für Volk oder Demokratie beständig zu unterminieren ist nicht unbedingt eine logische Konsequenz.

Ich hab‘ die nicht gewählt!


Wer übrigens auch etwas für die Demokratie tut: Ehemalige Mitglieder der Piratenpartei. Endlich müssen Schwimmer ihr Becken nicht mehr mit Menschen ohne eindeutiges Geschlecht teilen!